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Der Pure DiscovR ist ein schlauer Assistent mit erstaunlich gutem Sound und interessanten Ideen. Wird Alexa nicht gebraucht, kann das Mikrofon komplett abgeschaltet werden. Ja, das können die anderen auch. Aber hier wird physisch getrennt. Ausserdem bietet der DiscovR Zuspielmöglichkeiten via WLAN, Bluetooth und AUX-In. Und auch mit anderen pfiffigen Ideen weiß Pure die Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Elegant, richtig gut verarbeitet, klangstark und wirklich abhörsicher: Der Pure DiscovR.

Die Liste der smarten und tragbaren Lautsprecher wird quasi von Tag zu Tag länger. Oft werden sie als Lausch-Wanzen betitelt, weil sie ihre Besitzer den ganzen Tag nach Schlüsselwörtern belauschen. Gerade Amazon hat hier letztlich viel Kritik einstecken müssen. Der Vorwurf: Mitarbeiter werten Aufzeichnungen der Sprachbefehle aus, um die Spracherkennungsqualität zu verbessern. Dem On/Off-Button auf den Geräten vertraut inzwischen kaum noch jemand so wirklich, schließlich werden auch sie in Software ausgewertet. Hier macht mein Testproband den großen Unterschied, denn exakt hier setzt Pure beim DiscovR mit dem „Mic Drop“ genannten Feature an. Der Unterschied hier ist: Die Trennung der Mikrofone erfolgt nicht über die Software, sondern tatsächlich mechanische. Und das ganze ist extrem simpel in der Bedienung. Will ich meine Ruhe haben, drücke ich dem Lautsprecher, der aus dem Korpus ragt, einfach zurück in das Gehäuse.

Dank integrierter Akku-Einheit kann der Pure DiscovR fast überall eingesetzt werden.

Cleverer als gedacht

Dadurch wird das Gerät zwar nicht vollständig abgeschaltet, aber es kann nicht mehr lauschen. Das Mikrofonarray ist nun hardwareseitig abgetrennt. Nur ein erneuter Druck kann den (immer noch fernbedienbaren Lautsprecher) nun wieder zum Mithören bewegen. Um aber gut Musik zu hören, sollte man den Lautsprecher wieder aus der Behausung fahren zu lassen, ansonsten klingt es eher blechern. Will man trotzdem nicht belauscht werden, empfehle ich den Softwarebutton auf dem Lautsprecher zu verwenden, um Alexa zu deaktivieren. Das funktioniert hier natürlich ebenfalls. Cool ist, dass der Sprachassistent jetzt nicht mehr zuhört, mich aber trotzdem an Termine erinnert oder andere wichtigen Benachrichtigungen absetzt. Dieser passive Betrieb gelingt aber selbstverständlich nur dann, wenn der DiscovR mit Netzstrom versorgt wird. Läuft er auf Akku, schaltet er sich tatsächlich vollständig aus und kann so problemlos transportiert werden.

Um die Mikrofone physisch zu trennen, wird der Lautsprecher einfach ins Gehäuse gedrückt.

Ausstattung und Design

Äußerlich betrachtet ist der Pure DiscovR ein äusserst ansehnlich gestaltetes Gerät. „Zusammengeschoben“ erinnert er auf dem Wohnzimmertisch an eine stylische Zuckerdose. Der Korpus ist aus gebürstetem Aluminium gefertigt und gliedert sich nahtlos in die Designsprache von Apple ein. Ist der Lautsprecher ausgefahren, ist er rund 14 Zentimeter hoch. Nun zeigt sich ein rundum weiß lackiertes Metallgitter. Hinter ihm sitzt das Lautsprechersystem. Oberseitig befindet sich der Alexa-typische Anzeigering, innerhalb des eckigen Rings befinden sich zahlreiche Touchfelder. Sie dienen unterschiedlichen Funktionen, auf die ich gleich noch im Detail eingehe. Das gesamte Gerät ruht auf einem rutschfesten Polymer, das gleichzeitig sogar leichte Stöße wie Vibrationen vom Untergrund wirksam dämpft. Audio-Signale lassen sich per per Bluetooth und WLAN zu streamen. Kabelgebunden funktioniert das über die eingebaute 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse.

Aux In, USB-Port und Bluetooth-Knopf befinden sich im Fuss des Pure DiscovR.

Zusammengeschoben ergibt sich dann fast ein Würfel mit einer Kantenlänge von 110 Millimetern, nur in der Höhe sind es fünf Millimeter weniger. In der Tasche macht sich der Kleine dann mit 970 Gramm Gewicht bemerkbar. Ein Gewicht, das unter anderem der wirklich hohen Materialqualität zu verdanken ist. Der Flexibilität tut das aber keinen Abbruch, der DiscovR kann problemlos auch mobil verwendet werden. Im Inneren ist er dafür mit einem Lithium-Ionen-Akkumulator mit 2500 mAh für bis zu 15 Stunden Musikgenuss ausgestattet. Zum Lieferumfang gehört zudem ein USB-C-Kabel, über das der kleine Aktiv-Lautsprecher mit Netzstrom versorgt bzw. geladen wird. Pure unterstützt Netzteile mit bis zu drei Ampere, damit dürfte der Würfel nach etwa einer Stunde wieder voll einsatzbereit sein. Ein Netzteil legt der Hersteller allerdings nicht bei, dieses wird aber in jedem Haushalt in mehrfacher Ausführung vorhanden sein.

Komplett zusammengeschoben, misst der DiscovR nur noch knapp 11 Zentimeter in der Höhe.

Mit und ohne Alexa

Die Einrichtung des Pure DiscovR geht zügig vonstatten. Zunächst wird das Gerät aufgeladen, um sicherzustellen, dass es bei der Einrichtung nicht plötzlich ausgeht. Anschließend wird die Pure-Home-App benötigt, um den Lautsprecher zu konfigurieren. Diese steht in den entsprechenden Stores zum kostenlosen Download bereit. In der App kann dann nach Geräten gesucht werden. Sobald eingeschaltet, taucht der DiscovR hier auch auf. Sollte der Ring nicht gelb leuchten, kann der Vorgang durch Halten des Action-Buttons erneut aktiviert werden. Ist der Lautsprecher gefunden, fragt die App einige Grundeinstellungen ab. Dazu gehören das zu verwendende WLAN und der Zugang zum Amazon-Konto. Das war es auch schon. Übrigens: Der DiscovR funktioniert selbstverständlich auch auch ohne Amazon-Verbindung. Allerdings entfällt dann auch die Sprachsteuerung. Darüber hinaus kann der kleine Würfel auch mit Spotify verknüpft werden. So können zukünftig erkannte Songs in die dortige Playlist gepusht werden.

Das kennt man auch vom Echo: Wird Alexa angesprochen, leuchtet der Ring auch beim DiscovR blau auf.

Musik liegt in der Luft

Das Streaming via Bluetooth verläuft ebenso simpel. Zunächst wähle ich die Quelle „Bluetooth“. Der DiscovR gibt sich nun in der Übersicht verfügbarer BT-Partner zu erkennen und kann mit dem Smartphone gekoppelt werden. Sollte dies scheitern, wird es vermutlich daran liegen, dass die Funktion abgeschaltet ist. Die Lösung ist ein am Fuß des Gerätes platzierter kleiner Knopf, über den Bluetooth ein- und ausschaltet werden kann. Noch einfacher ist es allerdings Alexa zu bitten, Bluetooth zu aktivieren. Einmal gekoppelt, wird die Verbindung automatisch hergestellt, sobald das Smartphone in Reichweite ist. Empfängt der Pure ein Bluetooth-Signal, wechselt er übrigens automatisch zu dieser Quelle, was ich als sehr angenehm empfinde. Neben dem USB-Eingang befindet sich noch die besagte 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Über sie können kabelgebundene Zuspieler mit dem DiscovR verbunden werden. Hat man mehrere Pure- oder Alexa-Lautsprecher im Haus, kann der DiscovR sogar in eine Multipolar-Umgebung eingebunden werden.

Um den DiscovR aus dem StandBy-Schlaf zu holen und sämtliche Funktioenn zu aktieren, genügt es sich mit der Hand anzunähern.

Smart-Speaker mit smarter Anzeige

Okay, auf ein Display, wie beim Echoshow muss ich bei Pure verzichten Der portable DiscovR kann aber dennoch mit interessanten Features aufwarten. Neben den üblichen Möglichkeiten, wie der Lautstärkeeinstellung, der Mikrostummschaltung und der Navigation durch meine Playlists, bietet mein Testgast mir sogenannte „Quick Corners“ an. Damit sind die runden Ecken auf dem Touchfeld gemeint, hinter denen sich Aktionen ablegen lassen. Halte ich eine der Ecken zwei Sekunden gedrückt, kann ich ein Kommando einsprechen. „Alexa, spiele mir die Hits der Woche“ kann ich so zum Beispiel in die gelbe Ecke platzieren. Wenn ich diese anschließend berühre, wird das Kommando automatisch ausgeführt und die Hits der Woche wiedergegeben. So kann ich beispielsweise auch Radiosender oder den Wetterbericht auf die unterschiedlichen Ecken platzieren. Alles ohne dass ich Alexa akustisch wecken muss. Um morgens auf dem Weg zur Kaffeemaschine über die Verkehrslage auf dem Arbeitsweg zu informieren, ist das beispielsweise ein praktisches Feature. Über seinen farblichen Ring gibt mir der DiscovR übrigens immer Auskunft, welches Feature ich gerade verwende. Über den Button „Music Discovery“ erkennt er zudem, welches Musikstück gerade läuft und übernimmt es automatisch in meine Spotify-Playlist. Dabei legt er eine neue Playlist mit dem Namen Pure Discovery an und reiht die erkannten Stücke dort ein. Bei diversen Versuchen, Stücke aus dem Radio zu übernehmen, hat dies reibungslos funktioniert. Die Integration von Alexa in das Gerät funktioniert ebenso reibungslos.

Eine Berührung der Music Discovery-Taste genügt, damit der Pure den gerade laufenden Titel in die DiscovR-Spotify-Playlist übernimmt.

Musik hören, Anweisungen geben

Der Hauptzweck des Pure DiscovR ist natürlich die Musikwiedergabe oder mit Hilfe von Alexa die vorhandene Heim-Automation zu steuern. Beides gelingt sogar ganz einfach, ohne Mitglied bei Amazon prime oder Amazon Music Unlimited zu sein. Auch ohne Abonnement kann sich Alexa Termine merken, Nachrichten vorlesen oder andere Geräte steuern. Erforderlich ist nur ein Konto bei Amazon. Ist bereits ein Spotify-Abo vorhanden, kann der DiscovR Musik auch direkt von dort wiedergeben. Ohne Amazon prime bin ich allerdings nicht in der Lage, auch Titel per Sprachbefehl über Spotify abzuspielen. Auch ist Amazon Music in der Basis-Variante eingeschränkt auf vorgegebene Playlists und spielt von Zeit zu Zeit Werbung ab, um den Dienst zu finanzieren. Vermutlich werden aber die meisten Käufer dieses Produkts ohnehin Amazon prime nutzen oder auf Music Unlimited zugreifen, sodass diese Einschränkung für sie wegfällt.

Die sogenannten Quick Corners lassen sich individuell belegen.

Agil und schnell

Den Klang des Pure DiscovR empfinde ich für einen Lautsprecher dieser Größe überraschend gut. Der drei Zoll messende Tieftontreiber offeriert einen ordentlichen Antrieb und sorgt für ein druckvolles Fundament im Sound. Bei maximaler Lautstärke bringt er die Tischplatte mit seinen 45 Watt gut in Schwingung. Nur den Abstieg in ganz tiefe Bassgefilde verkneift sich mein Testgast. Clever, denn statt sich mit dem Knochenjob der Basswiedergabe abzumühen, macht er das was er kann dann richtig gut. Basslos ist er deswegen noch lange nicht. In der Grundtonwiedergabe zeigt der DiscovR dann sein Können. Oberbässe werden schnell und agil reproduziert. Das alles ohne zu wummern oder nervig zu wirken. So abgestimmt, werden vor allem Rock- und Elektrosongs auf eine solide Basis gestellt. Die beiden Hochtöner sorgen dabei für eine angenehme detailreiche Hochtonwiedergabe. Unter normalen Lautstärkepegeln breitet sich der Klang dann sehr schön und gleichmäßig im Raum aus.

Vergleichssieger

Im Nebenzimmer ist von dem kleinen Würfel dann nichts zu hören. Auch das empfinde ich als sehr angenehm. So kann ich meine Musik genüsslich am Laptop hören, ohne dabei meine Frau zu stören, die sich gerade im Wohnzimmer aufhält. Nochmal zum Sound: Der gefällt mir im Vergleich zu den bekanntesten Sprachassistenten Echo Dot und Google Home Assistant richtig gut. Geht dann – was bei mir nach rund zehn Stunden Aktivität der Fall war – der Akku zur Neige, werde ich visuell darüber informiert. Ab einem Akkustand von 10 Prozent leuchtet der Ring alle zwei Minuten drei Mal Rot auf. So wird mir signalisiert, dass der DiscovR wieder an den Strom zurück möchte. Wer den Batterielevel ganz genau wissen möchte, kann sich darüber in der Pure-App informieren. Je nach USB-Netzteil dauert der Ladevorgang (bei 15 Watt Ladeleistung) dann mindestens eine Stunde, bis der Pure wieder voll aufgeladen ist.

Die Quellwahl kann auch direkt über das entsprechende Symbol am Touchfeld erfolgen.

Fazit

Ob zu Hause oder mobil, der Pure DiscovR verbreitet jederzeit gute Laune. Sein edler, zugleich aber auch robuster Aufbau lässt macht ihn auch unterwegs einiges mitmachen. Besonders erwähnenswert ist, dass der Lautsprecher im Gehäuse versenkt werden kann. Das macht ihn kompakter und trennt die Mikrofone gleichzeitig auch physisch von der Elektronik. Mithören ist jetzt unmöglich! Der Klang ist sehr ordentlich, für einen Lautsprecher dieser Größe sogar sehr gut. Die Alexa-Sprachsteuerung funktioniert tadellos. Selbst außerhalb des Amazon-Universums bietet der DiscovR ausreichend Möglichkeiten zur smarten Nutzung. Die 15 Stunden Akkulaufzeit des Herstellers habe ich im Test nicht erreicht. Meine zehn Stunden reichen aber locker für einen normalen Arbeitstag aus. Die frei konfigurierbaren Ecken des Lautsprechers sind ein cooles Feature, das ich tatsächlich während des Tests häufiger verwendet habe. Wer also eine bessere Echo-Alternative mit vertrauenswürdiger „Lausch-Sicherheit“ sucht, sollte unbedingt einen Blick auf den Pure DiscovR werfen.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 89/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

88

90

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Technische Daten

Modell:Pure
DiscovR
Produktkategorie:Netzwerk-/Bluetooth-Lautsprecher mit Alexa-Sprachassistent
Preis:um 299,00 Euro
Garantie:- 6 Monate Garantie
- 24 Monate Gewährleistung
Ausführungen:- Silber
- Schwarz
Vertrieb:Aqipa, Kundl/AUT
05332 / 72300-0
www.pure.com/de
Abmessungen (HBT):- 140 x 110 x 110 mm (geöffnet)
- 105 x 110 x 110 mm (geschlossen)
Gewicht:0,97 Kg
Anschlüsse:Eingänge:
- Bluetooth (4.0)
- WiFi
- Aux In
Quellen:- Internetradio (über 20.000 Sender)
- Bluetooth
- Spotify Connect
Weiteres:- Alexa-Sprachsteuerung
- Netzwerkstreaming
- Multiroomfähigkeit
Lieferumfang:- DiscovR
- USB-Kabel
- Anleitung
Besonderheiten:+ Alexa-Sprachassistent
+ Mikros physisch trennbar
+ WLAN-Streaming
+ multiroomfähig
+ elegantes Design
+ kompaktes Gehäuse
+ Quick Corners
+ Music Discovery
+ hohe Akkulaufzeit

- relativ schwer
Benotung:
Klang (60%):88/90
Praxis (20%):90/90
Ausstattung (20%):90/90
Gesamtnote:89/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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