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Redakteur
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Ein Schallwandler zum Staunen: Die Seta Audio Soulitaire 12 präsentiert sich optisch imposant – und ist technisch von oben bis unten mit Speziallösungen gespickt, angefangen beim einzigartigen Koaxial-Chassis bis hin zur selbstentwickelten, gängige Prinzipien hinter sich lassenden Gehäusekonstruktion. Sorgt dieser Zwei-Wege-Lautsprecher auch akustisch für Aufsehen?

Imposante Erscheinung: Die Seta Audio Soulitaire besitzt eine stattliche Statur.

„Hey, wenn’s dir nicht gefällt, mach neu!“ – die Aufforderung des Sängers Peter Fox passt prima zu Florat Seta. Der Gründer der Mainzer Manufaktur Seta Audio, die auf über 20 Jahre Erfahrung im Bereich HiFi, Car-HiFi und Beschallungstechnik blicken kann, ist auf der Suche nach dem unverfälschten Klang von etlichen gängigen Konzepten der Lautsprechertechnik abgerückt, hat eigene Lösungen entwickelt – und präsentiert nun mit der Soulitaire 12 einen Lautsprecher, der all diese neuen Ansätze vereint. Dieser Zwei-Wege-Schallwandler besitzt natürlich schon allein durch seine Geometrie und seine Maße eine gewisse Unübersehbarkeit: Die Soulitaire 12 ragt 1,25 Meter in die Höhe, besitzt eine Breite von 38 Zentimetern und erstreckt sich 42 Zentimeter in die Tiefe. Doch der eigentliche Blickfang ist das einzige Chassis dieses Standlautsprechers: Seta Audio setzt hier auf eine außergewöhnliche Koaxial-Lösung. Bei dieser Lautsprecher-Spezialität ist ein Hochtöner im Zentrum eines Mitteltieftöners platziert. Diese koaxiale Anordnung stellt im Prinzip eine Einpunkt-Schallquelle dar: Höhen, Mitten und Bässe kommen vom gleichen Ort. Dies erfüllt das Ideal einer Wiedergabe. Der Schall sollte nämlich möglichst von einem einzigen Punkt abgestrahlt werden und sich von dort als Kugelwelle im Raum ausbreiten. Dadurch wird der Hörbereich gleichmäßig von einem natürlichen Klangfeld beschallt. Das Koax-Chassis an sich ist ein bekanntes Prinzip, doch beim Schallwandler der Soulitaire 12 kommen einige Besonderheiten und Eigenentwicklungen von Seta Audio zum Zug.

Das MDF-Gehäuse ist mit einem Strukturlack versehen. Die aufgesetzte Front und der Korpus können auf Wunsch in verschiedenen Farben lackiert werden.

Spezial-Koax Teil 1: der Hochtöner

Den Hochton übernimmt bei der Soulitaire ein 50 Millimeter messender Ringstrahler. Bei dieser speziellen Wandlerart ist der Membran-Mittelpunkt fixiert, weshalb die Schallabstrahlung im Prinzip über zwei konzentrische Sicken geschieht. Bei der Soulitaire sieht das in der Praxis etwas anders aus: Hier ist die Membran eine dünne Folie aus Mylar – und die erweist sich als komplex strukturiertes Kunststoffgebilde. Das plane Zentrum ist umringt von einer nach hinten fliehenden sowie einer wieder nach vorne strebenden Bereich – als wäre in die Folie eine Nut mit sanften Flanken eingestanzt. Diese Ring-Struktur sorgt für eine größere Verwindungssteifheit und Belastbarkeit. Dieser Membran ist im Zentrum ein massiv-metallener Phase Plug vorgesetzt. Er erinnert durch seine Kegelform an einen Spike. Der Phase Plug dient der Schallführung, damit begegnet er einem prinzipiellen Effekt von Ringstrahlern: Sie haben eine Tendenz zur Schallbündelung. Der Phase Plug sorgt deshalb für eine breitere Abstrahlung. Doch auch der große schwarze Waveguide, der den Hochtöner einfasst, dient der Schallführung. Aufgrund seiner Terrassierung weckt er Assoziationen an ein antikes Amphitheater. Dieses selbstentwickelte, aufwändige Gebilde erfüllt neben dem Schallgeleit aber noch einen zweiten Zweck: Es beherbergt den hinter der Membran sitzenden Antrieb und bildet das Gehäuse des gesamten Tweeters. Allein durch zwei Verbindungsstege hat der Waveguide des Hochtöners Kontakt zu der Randeinfassung des gesamten Koaxialchassis-Korbs. So scheint der Tweeter fast vor dem Mitteltieftöner zu schweben. Dabei erweist sich die Waveguide-Konstruktion als bewegungsresistent, denn sie ist samt der Verbindungsstege in Acrylstein ausgeführt. Dieses auch als Corian bekannte Verbundmaterial ist robust, lässt sich leicht bearbeiten und besitzt zudem eine hohe innere Dämpfung. So widersetzt sich diese Tweeter-Konstruktion allen Schwingungen, zu denen sie vom dahinter sitzenden Mitteltieftöner eigentlich angestiftet wird.

Der komplexe Ringhochtöner ist zugunsten einer homogenen, nicht bündelnden Abstrahlung mit einem Phase Plug bestückt und von einem selbstentwickelten Waveguide eingefasst.

Spezial-Koax Teil 2: der Mitteltiefttöner

Ab 2,5 Kilohertz abwärts kümmert sich der Mitteltieftöner um die Schallwandlung der Mitten und Bässe – und zwar bis zu ausgewiesenen 30 Hertz. Diese umfangreiche Arbeit leistet ein Konus-Lautsprecher mit inverser Staubkappe. Das heißt: das normalerweise konvexe Zentrum der Membran ist in diesem Fall konkav, also nach innen gewölbt. Dies verändert leicht das mechanische und damit auch das akustische Verhalten der gesamten Membran, hat hier aber zuallererst einen ganz praktischen Grund: So erst herrscht ausreichend Platz für den vorgesetzten Hochtöner. Gerade beim Konus-Chassis hat Seta Audio lange Jahre an der Minimierung zweier durchaus zusammenhängender Probleme gearbeitet: die Verformungen der Membran und das Auftreten von Partialschwingungen, also Vibrationen einzelner Membran-Areale, die bei verschiedenen Frequenzen in Resonanz geraten. Setas Lösung dieses Problems heißt Solid Cone Technologie, kurz: SCT. Das patentierte Verfahren wurde ursprünglich entwickelt, um Membranen bereits bestehender Lautsprecher nachträglich zu optimieren. Das geschieht durch das Auftragen einer auf den Lautsprecher angepassten Glasfaserstruktur im Verbund mit verschiedenen Harzen. So werden die Membranverformungen, welche zu Verzerrungen und Auslöschungen des Musiksignals führen, deutlich verringert. Diese SCT-Behandlung hat auch der Zwölf-Zoll-Konuslautsprecher der Soulitaire genossen: Der Spezial-Auftrag bedeckt die hintere Seite der Papiermembran. Diese Stärkung verspricht neben der geringeren Anfälligkeit für Resonanzen und Partialschwingungen auch ein verbessertes Impulsverhalten, also ein schnelleres, akkurateres Reagieren der Membran auf das Musiksignal. Das führt letztlich auch zu einer besseren Sprachverständlichkeit.

Der hinter dem Tweeter sitzende Mitteltieftöner besitzt eine Papier-Membran, die rückseitig mit Setas Solid Cone Technologie veredelt ist.

Clusterflex-Gehäuse

Die Besonderheiten dieses Lautsprechers beschränken sich nicht auf das Koax-Chassis, sondern erstrecken sich auch auf die Konstruktion des Gehäuses. Seta Audio nennt es „Clusterflex“. An diesem patentierten Prinzip hat Florat Seta fünf Jahre gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Korpus mit vier getrennten Kammern, die akustisch allerdings über Durchbrüche gekoppelt sind. Die Anzahl und Größe dieser Durchbrüche ist entscheidend, genau definiert – und differiert von Kammer zu Kammer. Dies ist ebenfalls ein Resultat des langwährenden Optimierungsprozesses. Die Funktionsweise dieses Gehäuses ist weder vergleichbar mit einem Transmissionline-Aufbau noch mit einer Bassreflex-Abstimmung, auch wenn die kreisrunden Austrittsöffnungen am Boden der Gehäusewangen und im Boden der Box genau das vermuten lassen – zumal über diese Öffnungen tatsächlich fast nur Bässe abgestrahlt werden. Dafür sorgen im Inneren der Kammern unter anderem dämmende Elemente: Die oberen beiden Kammern sind mit zwölf Millimeter starkem Corian ausgekleidet, also jenem Werkstoff, der schon bei der Schallführung und Aufhängung des Tweeters wegen seiner Unlust zum Schwingen zum Zuge kam. Im unteren Abteil sitzen dann an den strategisch wichtigen Stellen Schaumstoff-Quader. Diese konstruktiven Maßnahmen wirken vorwiegend auf die Mittenanteile des Schalls, den das Chassis beim Zurückschwingen in das Gehäuse abstrahlt. So werden im Gehäuse Frequenzen oberhalb von 90 Hertz weggedämpft und zudem auch stehende Wellen vermieden. Um das Gehäuse, das aus 25 Millimeter starkem MDF gefertigt ist, zusätzlich gegen Vibrationen zu immunisieren, sind auf der Front der Soulitaire drei lange, vertikale Streifen eingelassen. Sie bestehen abermals aus dem stark dämpfenden Werkstoff Corian. Diese Intarsien haben aber auch einen optischen Effekt, sie belegen das Bonmot „Streifen machen schlank“. Zu Erhöhung der Geschmeidigkeit sind zudem die Gehäusekanten der Soulitaire sanft gerundet.

Das von Seta entwickelte Clusterflex-Gehäuse weist am unteren Teil der Wangen, aber auch im Boden Schallöffnungen auf. Hier werden Bassanteile des Musiksignals nach außen geführt, diese Maßnahme bewirkt unter anderem, dass die Soulitaire auch wandnah aufgestellt werden kann.

Individuelle Manufaktur-Lösungen

Unser Testmodell ist mit pflegeleichtem Strukturlack in Weiß überzogen, alternativ sind aber alle Farben des RAL-Farbspektrums möglich, ebenso geht eine Bi-Color-Lösung, bei der die Front eine andere Farbe hat als der Rest des Gehäuses. Weil Seta Audio eine Manufaktur ist, sind überdies individuelle Lösungen möglich. Optisch ist auf Wunsch ein Holzfinish machbar, technisch kann die Soulitaire – auch nachträglich – zum Aktiv-Lautsprecher aufgerüstet werden, also zum Schallwandler mit integriertem, auf den Lautsprecher abgestimmten Verstärker. Gegen Aufpreis übernehmen die Mainzer auch eine Vor-Ort-Justage der Lautsprecher. Zu guter Letzt macht die Manufaktur ein erstaunliches Angebot: Sie gewährt auf ihre Produkte eine Langzeit-Garantie von zehn Jahren und offeriert ein Rückkauf-Angebot, falls man sich später einmal für ein anderes Modell aus dem Portfolio interessiert. Wir interessieren uns aber erst einmal für die Soulitaire 12 – und darum hieven wir die 90-Kilo-Boxen nun in unseren Hörraum.

Die Soulitaire bietet ein Paar hochwertige nextgen-Anschlüsse von WBT. Sie bestehen vor allem aus Kunststoff, weil eine geringe Metallmasse für weniger Klangbeeinflussung sorgen soll. Deshalb kommt nur an den wirklich notwendigen Kontaktfläche Kupfer zum Zuge. Um bei der Verwendung von Litze und Kabelschuhen nicht den maximalen, sondern den optimalen Anpressdruck zu erreichen, geben die Klemmen ein Ratschen-Geräusch von sich und bieten eine leichten Widerstand, wenn beim Anziehen ein ausreichend hoher Anpressdruck erreicht ist.

Die Seta Audio Soulitaire 12 in der Praxis

Nach einer ersten Pi-mal-Daumen-Platzierung der Soulitaire schließen wir sie an unseren Vollverstärker Hegel H360 und unseren SACD-Spieler Oppo UDP-203 an. Der Hegel startet automatisch bei der Lautstärkeeinstellung „20“, das ist ziemlich leise, aber wir machen hier schon eine sehr schöne Erfahrung: Unsere Startmusik ist „Move To The Grove“ von der Blues Company, und dieser live eingespielte Song macht auch bei dem geringen Pegel Spaß! Der Soulitaire gelingt nämlich, was viele andere Schallwandler nicht so gut beherrschen: Sie liefert auch bei diesem „Flüsterpegel“ ein volles, detailreiches Klangbild mit rundem Bass und ohne überbetonte Höhen, die sonst für einen anämisch-zischenden Sound verantwortlich sind. Die Soulitaire eignet sich also prima für den spätabendlichen Musikgenuss. Da wir diesen Test aber bei Tage machen, drehen wir nun doch auf – natürlich macht es lauter einfach mehr Spaß. So kann die Soulitaire ihre Stärken noch klarer zeigen – und die sind immens: Dieser Lautsprecher verwöhnt uns mit einer kristallklaren Wiedergabe, die Höhen sind dabei schön präsent, aber nicht überbetont brillant. Die Schallführungen des Ringhochtöners leisten dabei ganze Arbeit. Wir haben beim Ausrichten der Soulitaire nämlich mit verschiedenen Einwinklungen experimentiert: Zuerst waren die Koaxial-Lautsprecher ziemlich genau auf unseren Hörplatz gerichtet, dann haben wir sie peu à peu nach außen gedreht. Dabei merken wir nichts von jenem Bündlungseffekt, der Ringstrahlern zueigen ist, weshalb man bei geringem Winklungsgrad Einbußen in den Höhen hat. Wir erleben mit der Soulitaire etwas ganz anderes: Die Höhen bleiben homogen, dafür gewinnt die Darstellung an Räumlichkeit. Die Bühne, auf der die Blues Company ihren Live-Gig spielt, hat nun noch mehr Tiefe. Da die Soulitaire die fabelhafte Transparenz auch im Mittenbereich bietet, bildet sie diese vielköpfige Besetzung großartig ab: Im Hintergrund das Schlagzeug, etwas davor der Bass, dann links und rechts zwei Gitarren, sie flankieren eine volle Bläsersektion, mehrere Backgroundsängerinnen – und natürlich den Bandleader und Sänger Todor „Tosho“ Todorovic. Der Realismus der Abbildung ist toll: Die Musiker scheinen direkt vor uns zu stehen, man möchte nach ihnen greifen! Insbesondere die Präsenz von Frontmann Tosho ist phänomenal! Doch die Soulitaire gibt auch jedem der anderen Musiker gebührend Platz, die Offenheit und Grenzenlosigkeit der gesamten Darstellung ist exzellent. So ist auch trotz der vielen Stimmen und Instrumente jedes Detail herauszuhören.

Das Gehäuse der Soulitaire ruht auf zwei metallenen Quertraversen (hier im Bild die vordere). Dadurch hat die Soulitaire eine noch höhere Standsicherheit, weil die Füße weiter außen sitzen. Hier steht die Soulitaire auf Spikes, unter die man Spiketeller setzen kann, die Alternative sind Metallfüße, die mit einem bodenschonenden Kunststoff überzogen sind.

Akustische Delikatesse

Das macht bei diesem Song besonders viel Laune, denn „Move To The Groove“ ist eigentlich ein vertontes Rezept: Was braucht es, um die Leute zum Wippen und Tanzen zu kriegen? Dazu gehören neben Rhythmus und Timing auch toll klingende Instrumente, und so geben einige Musiker in diesem Song eine kurze Vorstellung ihres Könnens: Wir hören spritzige Bläser, hier zeigt uns die Soulitaire, wie exakt und impulstreu sie dieses Saxophon-Trompete-Gebläse wiedergeben kann. Noch beeindruckender ist aber das Schlagzeugsolo: Drummer Florian Schraube vollführt einen Ritt über alle Becken und Trommeln, angefangen von der Hi-Hat über die knackige Snare bis in zu der mächtigen Bassdrum – und dieses Solo liefert uns die Soulitaire mit einer exzellenten Dynamik und richtig sattem Punch, frei von jeglichen Komprimierungseffekten. So explosiv klingt ein Drumset live! Bei der Bassdrum deutet es sich an, bei dem kurzen Bassolo, mit dem Arnold Ogrodnik dann die ganz tiefen Lagen seines Viersaiters auslotet, hören wir es noch prominenter: Die Soulitaire glänzt auch bei der Tieftonwiedergabe. Der Bass, der laut Datenblatt bis 30 Hertz reicht, ist wunderbar voluminös und zugleich sehr definiert und sauber. Hier dröhnt absolut nichts, hier komprimiert nichts, der Bass kann sich anstrengungslos entfalten. Das Clusterflex-Gehäuse leistet hier ganze Arbeit, ebenso der Mitteltieftöner, der trotz seiner großen Membranfläche und seines umfangreichen Schallwandlungsbereichs akkurat agiert. Diese Wiedergabequalität bewahrt die Soulitaire auch bei hohen Lautstärken: Wir haben ordentlich aufgedreht, doch trotz des am Körper deutlich spürbaren Schalldrucks bleibt die Wiedergabe stressfrei und tonal in Balance. Chapeau! Dabei bietet die Soulitaire mit ihrem Wirkungsgrad schon früh einen Pegel, für den wir mit anderen Lautsprechern etwas mehr am Verstärker aufdrehen müssen. Die spezielle Gehäusekonstruktion der Soulitaire mit ihren verschiedenen Öffnungen im unteren Bereich hat noch einen weiteren angenehmen Effekt: Dieser Schallwandler spielt auch nah an der Wand aufgestellt ohne jene deutliche Bassüberhöhung, die man sich nun normalerweise einhandelt. Wir haben die Boxen schließlich so nah gen Gemäuer gehievt, wie die Kabelklemmen es zulassen, selbst bei dieser Extremaufstellung mit wenigen Zentimetern Abstand zur Wand liefert die Soulitaire immer noch einen verblüffend ausgewogenen Klang. Zurückgestellt auf den optimalen Aufstellungsort spielen wir mit der Soulitaire nun verschiedene Musikgenres durch, Fusion à la Sinne Eeg, Trip Hop Marke London Grammar, Electro von Yello – alles meistert die Soulitaire mit Bravour. Am allerbesten kommt ihre Fähigkeit zur authentischen Wiedergabe jedoch bei klassischer Musik zur Geltung: Das Rondo aus Ludwig van Beethovens Violinkonzert, gespielt von Lisa Batiashvili und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, ist in der realistischen Darstellung der Solistin und der Plastizität des hinter ihr begleitenden und antwortenden Klangkörpers schlicht eine akustische Delikatesse.

Die Front der Soulitaire ist mit drei Längsstreifen-Inlays verziert, neben der optischen Verschlankung des Gehäuses bewirken sie vor allem die akustische Bedämpfung der Front.

Fazit

Die optisch wie akustisch imposante Seta Audio Soulitaire 12 bietet neue Lösungen für einen audiophilen Klang: Ein spezieller Ringhochtöner und ein SCT-optimierter Konus-Mitteltieftöner agieren als außergewöhnliches Koax-Chassis, das dem Ideal der Punktschallquelle nahekommt und für eine natürliche Klangausbreitung sorgt. Die Transparenz und Klarheit der Wiedergabe wird dabei durch Setas selbstentwickeltes Clusterflex-Gehäuse unterstützt: Es ermöglicht einerseits ein bassmächtiges Klangbild frei von jeglichem Dröhnen und befördert andererseits die kompressionsfreie Schallwandlung und damit die tolle Dynamikfähigkeit der Soulitaire. Zudem erlaubt das spezielle Konstruktionsprinzip eine wandnahe Aufstellung. In Summe glänzt die Soulitaire mit einer exzellent ausgewogenen, unangestrengten, natürlichen und plastischen Wiedergabe, die das Ziel einer authentischen Abbildung mit Bravour erreicht. Ja, dies ist ein Schallwandler zum Staunen.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 98/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: gut

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Technische Daten

Modell:Seta Audio
Soulitaire 12
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:- passive Version: ab 16.500 Euro / Paar
- aktive Version: ca. 35 % Aufpreis
Garantie:10 Jahre
Ausführungen:- Strukturlack in sämtlichen RAL-Farben
- Bi-Color-Ausführung (Front und Gehäuse in unterschiedlichen Farben) möglich
Vertrieb:Seta Audio, Mainz
Tel. +49 177 31 21 375
www.seta-audio.de/home
Abmessungen (HBT):1238 x 380 x 425 mm (ohne Terminalklemmen und Fußtraversen)
1245 x 500 x 460 mm (mit Terminalklemmen und Fußtraversen)
Gewicht:ca. 90 kg / Stück
Bauart:Zwei-Wege, koaxial, passiv, Clusterflex-Gehäuse
Hochtöner:1 x 50 mm (Ringhochtöner, Mylar-Membran)
Mitteltiefmitteltöner:1 x 305 mm (Konus, SCT-optimierte Papier-Membran)
Frequenzbereich:30 Hz - 24 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenz:2.500 Hertz
Impedanz:ca. 5 Ω
Wirkungsgrad:96 dB (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- Seta Audio Soulitaire 12
- schraubbare Standfüße oder Spikes inkl. Spike-Teller
Pros und Contras:+ ausgezeichnete Dynamik und Auflösung, exzellente räumliche Abbildung, herausragende Basswiedergabe
+ ausgewogener Klang auch bei niedriger Lautstärke
+ aufstellungsunkritisch
+ auch als Aktiv-Version erhältlich, nachträgliche Aufrüstung zur Aktiv-Version ebenso möglich
+ optionale Vor-Ort-Justage (gegen Aufpreis)
+ 10 Jahre Garantie, außerdem Rückkauf-Angebot

- voluminös-wuchtige Erscheinung
Benotung:
Klang (60%):98/100
Praxis (20%):98/100
Ausstattung (20%):96/100
Gesamtnote:98/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistunggut

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