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Redakteur
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Heimkino-Projektor im Hosentaschenformat mit starkem Klang durch eingebaute JBL-Lautsprecher. Nicht weniger als das verspricht ViewSonic mit seinem M1 mini. Das hat mich neugierig gemacht, weshalb ich den M1 mini auf den Testparcours geschickt habe. Trotz der Vorschuss-Lorbeeren war ich überrascht, was mittels 360-Grad-Projektion, drei Wechselcovern und integrierten Akku alles möglich ist.

Passt sogar in die Jeanstasche: Der M1 mini.
Foto: Michael B. Rehders

Viele Heimkinofreunde wünschen sich einen kleinen, leichten Beamer, den sie überall mitnehmen können. Dafür muss er sehr kompakt und flexibel sein. Idealerweise sollte aber auch die Bedienung einfach und die Bildperformance brillant sein. Ist das der Fall, lässt sich auch mal bei Freunden eine spontane Filmnacht veranstalten. Akkubetrieb mit langer Laufzeit kommt dann noch oben drauf auf das Wunschpaket. Letztendlich soll der Spaß aber auch bezahlbar sein. Wer diese Ansprüche an einen portablen LED-Beamer hat, der sollte sich mal den ViewSonic M1 mini mal näher anschauen. Mit einem Preis von 169 Euro ist der auch noch überaus attraktiv kalkuliert.

In der stylischen ViewSonic-Verpackung befinden sich der M1 mini, eine Fernbedienung und zwei zusätzliche Wechselscheiben.
Foto: Michael B. Rehders

Quadratisch, praktisch, gut

Der M1 mini kommt im praktischen Pocket-Format. Seine Grundfläche ist mit 11 x 10,4 Zentimetern nicht viel größer als eine beliebte quadratische Schokoladenmarke. Auch wenn der ViewSonic für den portablen Einsatz gedacht ist, lässt er sich aber auch unauffällig im Wohnraum integrieren. Diesbezüglich stehen drei Farben zur Auswahl: Cyan, Gelb und Grau. Diesbezüglich muss man sich aber nicht vor dem Kauf entscheiden, hier gehören nämlich gleich drei farbige Wechselscheiben zum Lieferumfang. Sie lassen sich im Handumdrehen austauschen und den M1 mini dann in völlig anderer Farbdarstellung erscheinen. Darüber hinaus hat ViewSonic seinem Mini-Beamer gleich noch einen zwei Watt leistenden JBL-Lautsprecher verbaut. Klingt nach nicht viel, ist in der Praxis aber überraschend leistungsstark – ohne zuviel vorweg zu nehmen. Zu den praktischen Features kommt der Komfort. Der ViewSonic soll nämlich Plug&Play funktionieren, inklusive eines automatischen Ausgleiches bei Schrägprojektion. Ich bin gespannt!

Ausstattung und Technik

Mit seinen leichten 300 Gramm ist der M1 mini wie geschaffen zum Mitnehmen. Dank LED-Lampentechnik beträgt die Energieaufnahme gerade einmal 10 Watt. Die Lebensdauer der Leuchtmittels wird vom Hersteller mit bis zu 30.000 Stunden beziffert. Wer das Gerät beispielsweise täglich drei Stunden laufen lässt, kann dies über 27 Jahre lang machen! Die Zeiten von teuren Ersatzlampen, wie sie in anderen Projektoren zum Großteil nötig sind, sind hier endgültig vorbei. Ein Netzkabel, um den Akku zu laden, liegt nicht bei. Dafür aber ein USB-Kabel, mit dem der M1 mini beispielsweise an ein Notebook angeschlossen und geladen werden kann. Unterwegs tut es übrigens auch eine Powerbank. Voll geladen, beträgt die Wiedergabedauer rund 2,5 Stunden. Das reicht für einen ganzen Spielfilm, eine Fußballübertragung oder einen ausgiebigen Gaming-Wettbewerb unter Freunden. Angeschlossen werden können ein Blu-ray-Player via HDMI und ein USB-Stick, um Urlaubsfilme, Blockbuster und Fotos zu übertragen.

Einfacher geht’s nicht: USB-Stick einstecken und schon kann der Filmabend losgehen.
Foto: Michael B. Rehders

Kinderleichte Installation

ViewSonic macht es dem Nutzer auch mit diesem Gerät ganz leicht. Vor dem Objektiv befindet sich eine Klappvorrichtung, die zugleich als Fuß genutzt werden kann. Damit ist der LED Mini-Beamer in Sekundenschnelle aufgebaut. Soll schräg nach oben auf eine Wand projiziert werden, sorgt der ViewSonic automatisch für die korrekte Geometrie. Anschließend muss man nur noch die Schärfe selbst einstellen. Dafür gibt es einen Regler, der sich gut erreichbar neben dem Objektiv befindet.
Mittels der kleinen, handlichen Fernbedienung suche ich dann die Quelle aus. Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich Fotos, Filme oder Musik vom USB-Stick abspielen möchte. Auch dieser Vorgang geht wirklich komfortabel und vollkommen einfach von der Hand. Der Lautstärkeregler findet sich ebenfalls auf dem Handsender. So kann der gewünschte Pegel jederzeit bequem vom Sofa aus eingestellt werden.

Der ausklappbarer Fuß ist zugleich auch Objektivschutz. Neben dem Objektiv befindet sich der Schärferegler.
Foto: Michael B. Rehders

Kontrastreich und hell

Bevor der ViewSonic M1 mini zeigen kann, was er alles drauf hat, muss er sich zunächst im Messlabor bewähren. Für ein Gerät in diesem Preissegment liefert er hier ordentliche Werte ab. Satte 480:1 beträgt der On/Off-Kontrast. Das überrascht mich positiv, da selbst einige deutlich teureren Projektoren nicht an diesen Wert kommen. Die Lichtausbeute liegt ab Werk bei 90 Lumen und kalibriert auf 6500 Kelvin (D65) bei 75 Lumen. Damit wird die Herstellerangabe von 50 Lumen sogar noch deutlich übertroffen. Dafür vergebe ich die ersten Extrapunkte. Auf einem Meter Bildbreite beträgt die Lichtausbeute 12 Footlambert. Allerdings erscheint mir das Bild durchweg heller. Das liegt daran, dass das Farbspektrum von LED-Lampen sich etwas anders verhält als das herkömmlicher UHP-Lampen. Der Helligkeitseindruck für Farben steigt dadurch – und das ist auch zu sehen. Sehr gut!

Farbenfrohes Bild

Die Auflösung liegt 854 x 480 Pixel. Das ist zwar weniger als PAL-TV, aber in dieser Preisklasse völlig üblich. Wer eine deutlich höhere Auflösung anstrebt, der muss dann schon ein paar Hunderter mehr investieren. Ab Werk erscheint die Farbdarstellung im TV-Modus etwas zu kühl. Satte 9000 Kelvin erzeugen einen sichtbaren Blauüberschuss. Deutlich natürlicher sehen die Farben mit 6500K aus. Der Rec.709-Farbraum wird vollständig abgedeckt und ist in Richtung Rot etwas erweitert, so dass vor allem Hautfarben etwas satter erscheinen. Unterwegs und in nicht stockdunklen Räumen finde ich das „farbenfrohe“ Bild sogar sehr angenehm.

Ich empfehle den ViewSonic M1 mini in den Farbmodus „Nutzer“ zu schalten und „6500K“ einzustellen. Um eine natürliche Farbwiedergabe zu erreichen, ist mehr nicht nötig.
Foto: Michael B. Rehders

Kino ist überall möglich

Einsatzszenarien für den ViewSonic gibt es reichlich. Sie wollen einen Kindergeburtstag feiern und Ihrem Nachwuchs etwas Besonderes bieten? Dafür stellen Sie den Mini-Beamer einfach auf den Tisch und starten Sie den Lieblingsfilm ihrer Kinder. Das war es schon. Selbst eine Leinwand ist nicht zwingend nötig. Der M1 mini projiziert auf jede helle Fläche. Das kann die weiße Zimmerwand sein, das Rollo vor dem Fenster oder sogar die Zimmerdecke. Die Bedienung ist ebenso einfach. Via USB-Stick spiele ich zunächst ein paar Fotos ab, die ich in der letzten Zeit geschossen habe. Obwohl die Sonne noch nicht untergegangen und reichlich Restlicht vorhanden ist, sieht das Bild farbenprächtig aus. Die Bildbreite beträgt rund 100 Zentimeter. Mein Sitzabstand rund zwei Meter. Der automatische Trapezausgleich arbeitet vorzüglich. Innerhalb wenige Sekunden stellt der ViewSonic ein geometrisch korrektes Bild dar.

Der ViewSonic M1 mini erzeugt lebensechte Farben und einen richtig guten Kontrast. Selbst dunkle Inhalte sind bestens durchgezeichnet.
Foto: Michael B. Rehders

Zimmerdecke wird zur Leinwand

Die 360-Grad-Funktion ermöglicht es, dass der M1 mini seine Bilder direkt an die Zimmerdecke projizieren kann. Dafür wird der ViewSonic einfach auf sein „Hinterteil“ gestellt und los gehts. Im schattierten Bereich ist selbst am späten Nachmittag und sehr stark bewölktem Himmel ein durchaus ansprechendes Kino-Erlebnis möglich. Sollte der Raum doch zu hell sein, ziehen Sie einfach die Vorhänge zu. Das sollte schon genügen. In meinem Redaktionsraum war das allerdings nicht nötig. Der Nutzung im Schlafzimmer steht ebenso nichts im Wege. Wer bequem auf dem Rücken liegen möchte, um noch eine Folge seiner Lieblingsserie zu schauen, dem steht mit dem M1 mini auch hier der richtige Beamer zur Verfügung.

In meinem mäßig verdunkelten Redaktionsraum kann sich das Bild an der Decke wirklich sehen lassen. Der ViewSonic M1 mini steht dafür hochkant auf dem Tisch.
Foto: Michael B. Rehders

Hochzeitsfilm bei Freunden

Abseits der üblichen Sport-Events besuche ich ein befreundetes Pärchen, das erst kürzlich geheiratet hat. Zu meinem Besuch habe ich den ViewSonic M1 mini mitgenommen. Dort angekommen projiziere ich den Hochzeitsfilm zur Überraschung meiner Freunde auf die weiße Wohnzimmerwand. Das Ergebnis ist großartig. Im verdunkelten Raum gelingt ein 150 Zentimeter breites Bild in einer ansprechenden Farbdarstellung und verhältnismäßig guter Schärfe. Während meine Gastgeber bequem auf der Couch sitzen und Sekt trinken, flimmern die Bilder vom Wasserturm in Lüneburg auf der Wand, in dem die standesamtliche Trauung vollzogen wurde. Sofort geht es los: „Weißt du noch hier.“, „Du hast den Ring fallen gelassen!“, und „Oh, ist das schön gewesen, wie du auf allen Vieren nach ihm gesucht hast.“

Das selbst gedrehte Hochzeitsvideo liefert wunderbare Farben und eine gute Schärfe.
Foto: Michael B. Rehders

Klarer Ton von JBL

Während der Film läuft, spielt die Musik aus dem JBL-Lautsprecher. Diesmal die akustische Untermalung des Hochzeitsfilms. Zwei Watt erscheinen zunächst mal als nicht besonders viel Leistung. Für die Beschallung des kleinen Wohnzimmers reicht das allerdings locker aus. Die Audioqualität eines besseren OLED-Fernsehers oder einer großen Soundbar wird nicht ganz erreicht. Höhen und Mitten tönen aber angenehm klar. Die Reden der Brauteltern sind somit sehr gut zu verstehen und der Gospelchor singt herrlich klar. Ich reduziere die Lautstärke am M1 mini ein wenig, damit ich die Kommentare meiner Gastgeber besser verstehe. Nachdem der rund 25 Minuten lange Hochzeitsfilm endet, ist noch etwas Zeit. Diese Nutzen wir, um noch ein paar Fotos von der Trauung anzuschauen. Selbst auf den nun projizierten Bildern ist wirklich viel Zeichnung im Brautkleid vorhanden. Alle 256 Abstufungen der Fotoaufnahme werden dargestellt. Allein das ist mehr als beeindruckend.

Der ViewSonic M1 mini stellt die gesamte Farbpalette ordentlich dar, so dass das Equipment des Visagisten natürlich reproduziert wird.
Foto: Michael B. Rehders

Kleiner Projektor, großes Kino

Jetzt schließe ich schnell noch den Blu-ray-Player an. „Gemini Man“ steht auf dem Programm. Regisseur Ang Lee schuf einen temporeichen Action-Film, in dem ein Auftragskiller betrogen wird. Wie sich zu spät herausstellt. hat er keinen Terroristen erschossen, sondern einen unbescholtenen Wissenschaftler. Fortan wird er von seinem eigenen Klon gejagt. Ihm zur Seite steht eine US-Agentin, deren Tarnung aufgeflogen ist. Will Smith überzeugt als in die Jahre gekommener Auftragskiller und als sein jüngerer Klon gleichermaßen. Die Landschaftsaufnahmen in Belgien werden schlichtweg imposant projiziert. Während der Zug den Bahnhof verlässt, sind selbst feine Strukturen des Gebäudes klar und deutlich zu erkennen. Auch die Aufnahmen am Kai beeindrucken mich. Der Himmel ist herrlich Blau, die Jachten strahlen in purem Luxus. Die Hautfarbe von Will Smith ist realistisch und die Gebäude am Kai besitzen viel Zeichnung. Der Film läuft knapp zwei Stunden, für den Akku ist das kein Problem.

Obwohl klein, kann der kompakte ViewSonic M1 mini auch die großen Kinogefühle erzeugen.
Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Der ViewSonic M1 mini ist ein kleiner, stylischer und wirklich leichter LED Mini-Beamer für unterwegs, Einer, der in fast jede Hosentasche passt und mit 169 Euro auch noch erstaunlich günstig ist. Dank der mitgelieferten Wechselcover kann die Farbe wunschgemäß gewählt werden. Cyan, Gelb und Grau stehen zur Auswahl. Sein guter Kontrast und der große Farbraum sorgen für viel Brillanz. Die Lichtausbeute reicht für rund 100 Zentimeter Bildbreite, um Inhalte ausreichend hell darzustellen. Die geringe Auflösung ist preisklassenüblich. Aufstellung und Bedienung sind darüber hinaus kinderleicht. Dank 360-Grad-Technologie ist es ist sogar möglich, Filme an die Zimmerdecke zu projizieren. Der JBL-Lautsprecher sorgt ganz nebenbei für brauchbaren Ton. In der Summe ist der ViewSonic M1 mini ein LED-Beamer mit richtig langer Leuchtmittellaufzeit zum absoluten Schnäppchenpreis.

Test, Text und Fotos: Michael B. rehders

Gesamtnote: 67/70
Klasse: Einstiegsklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:ViewSonic
M1 mini
Produktkategorie:Projektor (mobil)
Preis:169,00 Euro
Garantie:2 Jahre (Projektor)
1 Jahr oder 1000h (Lampe)
Ausführungen:- Weiß
- Cyan/Gelb/Grau
Vertrieb:ViewSonic Technology, Dorsten
Tel.: 02362 9544 805
www.viewsoniceurope.de
Abmessungen (HBT):27 x 104 x 110 mm
Gewicht:0,3 Kg
Technik:1-Chip DLP mit RGB-LED
Helligkeit:75 Lumen (nach Kalibrierung)
Kontrast (On/Off):
Kontrast (ANSI):
- 480:1 (nach Kalibrierung)
- 210:1 (nach Kalibrierung)
Schwarzwert:- 0,15 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:854 x 480 Pixel
Lens-Shift:nein
3D-Wiedergabe:ja
3D-Transmitter:ja
2 Meter Bildbreite:ab 2,40 Meter Abstand
Anschlüsse:Eingänge:
1 x HDMI
1 x USB
Lieferumfang:- ViewSonic M1 mini
- USB-Kabel
- Fernbedienung
- Kurzbeschreibung
Prosd und Contras:+ LED-Lampentechnik bis 30.000 Std. Lebensdauer
+ 360 Grad Projektion
+ 2,5 Stunden Akkulaufzeit
+ klein, leicht, leise und mobil
+ Design
+ farbige Wechselcover
- abgespecktes Farbmanagement
- geringe Auflösung
Benotung:
Bildqualität (50%):67/70
Praxis (25%):68/70
Ausstattung (25%):67/70
Gesamtnote:67/70
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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