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Redakteur
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Mit dem M2e präsentiert ViewSonic einen kleinen und smarten LED-Beamer. Konzipiert für den schnellen Aufbau oder für unterwegs passt er in jeden Rucksack und überzeugt durch einen außergewöhnlichen Sound von Harman/Kardon. Hinzu kommt eine Lebenserwartung der Lampe von rund 30.000 Stunden. Das alles gibt es für unter 700 Euro! Wie die Bildqualität ausfällt und was es mit dem Autofokus auf sich hat, das verraten wir in diesem Test.

Der ViewSonic M2e ist ein leichter und kleiner LED-Beamer mit handlicher Fernbedienung.
Foto: Michael B. Rehders

In Zeiten zunehmender Mobilität möchten viele Menschen während ihres Unterhaltungsprogramms nicht auf ein großes Bild verzichten. Selbst am Strand, im Park, im Camper Van oder auf der heimischen Terrasse wird ein Großbilderlebnis angestrebt. Das erfordert einen transportabel Beamer. Klein, kompakt – und natürlich leicht. Smartfunktionen, wie vom TV gewohnt, sollten natürlich auch nicht fehlen. Die Lichtausbeute muss sich gegen Tages- und Restlicht durchsetzen können, dafür wird eine hohe Helligkeit benötigt. Wenn das alles dann auch noch bezahlbar sein soll, lohnt sich ein Blick ins ViewSonic-Portfolio. Der US-Hersteller offeriert mit dem M2e einen mobilen Beamer, der gerade ein Kilogramm auf die Waage bringt und jede Menge nützlicher Features unter der Haube seines meteorgrauen und polarweiß glänzenden Gehäuses besitzt. Die Zuspielung via Smartphone, Notebook oder TV-Stick ist vorbereitet. So steht einem Live-Sport-Erlebnis mit Freunden am Strand nichts mehr im Wege.

Die schicke Transporttasche schützt den M2e unterwegs vor Schäden, Staub und Sand.
Foto: Michael B. Rehders

Spaß auf Knopfdruck

Vor einiger Zeit hatte ich den ViewSonic M2 im Test, der mich zum Großteil absolut begeistern konnte. Nun kommt mit dem M2e ein weiterer Bildwerfer heraus, der ein „e“ als Namensendung trägt. Der M2e tritt in einem modernen Look in glänzendem Meteorgrau/Polarweiß auf. Einen WLAN-Stick zur drahtlosen Bild- und Tonübertragung, wie er dem älteren Bruder beiliegt, benötigt der M2e nicht dagegen nicht mehr. Die damit verbundenen Streaming-Funktionen sind bereits ab Werk in meinem Testgast implementiert. Sehr gut! Hier muss also überhaupt nichts mehr montiert werden. Der M2e wird einfach eingeschaltet und schon geht es los. Sekunden später strahlt ein extrem helles und großes Bild auf die Leinwand. Einfacher geht es nun wirklich nicht. Was sofort auffällt: Bildinhalte sind deutlich heller, als beim bereits erwähnten, etwas älteren Bruder. Um eine natürliche Farbdarstellung zu erzielen, wechsle ich einfach in den Bildmodus „Film“. Auch das geht kaum leichter!

Übersichtlich: Sämtliche Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des ViewSonic M2e. Wie der ältere M2 besitzt auch der M2e keinen integrierten Akku. Allerdings ist es mit einer Powerbank möglich den Projektor auch unterwegs mit Strom zu versorgen.
Foto: Michael B. Rehders

Müheloses Setup mit Full HD und Autofokus

Der M2e ist ein smarter 1080p Full-HD-Beamer mit LED-Lampentechnologie. Bis zu 30.000 Stunden soll die Lichtquelle laut Hersteller halten. Wer seinen M2e beispielsweise täglich einen Zwei Stunden einsetzt, sollte 41 Jahre lang ohne Lampenwechsel auskommen. Das ist mal eine Ansage. Und auch die Installation ist ganz leicht. Der Autofokus stellt die Schärfe selbständig auf der Leinwand ein. Dafür bedarf es lediglich eines kleinen Drucks auf die Fokustaste der Fernbedienung – zwei Sekunden später ist das Bild knackscharf. In dieser Preisklasse ist das ein Novum. Die meisten deutlich teureren Heimkino-Projektoren am Markt können das nämlich nicht. Dafür vergebe ich die ersten Extrapunkte. Mit einer vierseitigen Keystone-Funktion kann der M2e ausserdem aus nahezu jedem Winkel ein geometrisch korrektes Bild projizieren. Um eigene Fotos und Videos zu streamen, kann das Smartphone via USB-C-Kabel direkt mit dem Beamer verbunden werden. Die Übertragung startet sofort.

Der ViewSonic M2e hat auch einen Autofokus an Bord. Steh der Beamer vor der Leinwand, sieht es in den meisten Fällen erstmal so aus. Auf Knopfdruck wird die Schärfe dann vollautomatisch eingestellt. Alternativ kann die Schärfe aber manuell justiert werden.

Innerhalb von zwei Sekunden fokussiert der M2e das Bild automatisch auf der Leinwand, so dass es bis in die Ecken knackscharf ist. Händisch erfolgt die Scharfdarstellung ebenfalls motorisch mittels Fernbedienung.

WLAN für kabellose Bildübertragung

Die Verbindung mit dem eigenen Netzwerk erfolgt zuverlässig und schnell: Einfach das eigene Netzwerk auswählen und das Passwort eingeben. Schon steht die Internetverbindung. Allerdings sollte das Passwort nicht zu lang ausfallen, der ViewSonic M2e nimmt maximal bis zu 19 Ziffern bzw. Buchstaben an. Ist das Passwort länger, kommt keine Verbindung zustande. Wir haben ViewSonic darüber bereits informiert und hoffen, dass ein Firmware-Update nachgereicht wird, um auch längere Passwörter zu ermöglichen. Einmal eingerichtet, steht die Internetverbindung dann zuverlässig. Anschließend können jede Menge Apps heruntergeladen werden. Darüber hinaus können aber auch Filme und Videos vom Smartphone, Notebook und Tablet kabellos gestreamt werden. Das funktioniert sehr gut. Leider gibt es aus urheberrechtlichen Gründen keine Möglichkeit Bild und Ton (beispielsweise von Netflix) gleichzeitig zu übertragen. Wer das möchte, verbindet sein Notebook kurzerhand mit dem Beamer und streamt das gewünschte Programm. Dieser Anschluss kann wahlweise per USB-C oder HDMI erfolgen.

Die Oberfläche des On-Screen-Menüs ist übersichtlich gestaltet. Die Bedienung gelingt mir rein intuitiv.

Super hell und in natürlichen Farben

Bevor ich mich dem schönsten Teil des Testens widme, dem Filme schauen, geht es für den ViewSonic M2e zunächst ins Messlabor. Der startet gleich mit einem Paukenschlag: Satte 3.000 Lumen knallt der kompakte Bildwerfer im TV-Modus auf die Leinwand. Farben gefallen mir hier bereits sehr gut. Für meinen Geschmack vielleicht eine Nuance zu bunt, doch genau diese Farbcharakteristik wird sicher viele Freunde finden. Ich bleibe bei der HDTV-Norm und schalte den Beamer in den Bildmodus „Film“. Hier beträgt die Lichtausbeute immer noch strahlend helle 2.300 Lumen. Das reicht aus, um Bildwände von über fünf Metern Breite zu befeuern und entsprechend kleinere Leinwände mit zunehmendem Umgebungslicht. Der Kontrast beträgt On/Off 420:1 und ANSI 180:1. Der Farbraum ist im Modus „Film“ etwas erweitert, so dass Rot, Magenta und Blau eine Spur satter erscheinen. Graustufenverlauf und Gamma sind auf gutem Niveau, so dass Schwarz/Weiß-Filme farbneutral abgebildet werden.

Nur wenige Einstellung sind nötig, um eine prächtige Farbdarstellung zu erhalten, die sofort echtes Kinofeeling aufkommen lässt.

Lite-Magazin-Einstellungs-Tipp: So gelingt die natürliche Farbreproduktion

ViewSonic macht es dem Nutzer ganz leicht. Es müssen im Grunde nur folgende Änderungen unter Bildeinstellung vorgenommen werde:. Egal ob im TV- oder Film-Modus. Im TV-Modus legt die Helligkeit noch eine Spur zu.

– Bildmodus: Film oder TV
– Helligkeit 50
– Kontrast 50
– Farbton 50
– Sättigung 50
– Bildschärfe 9
– Gamma 2.35

Strahlend hell und in natürlichen Farben. Das Ergebnis mit den obigen Einstellungen überzeugt.
Foto: Michael B. Rehders

Plug & Play von jedem Gerät

Egal ob Notebook, Blu-ray-Player, Smartphone oder Tablet – mit dem ViewSonic M2e verbunden, wird sofort ein Bild über den entsprechenden Eingang dargestellt. Dafür stehen HDMI- und USB-C-Schnittstellen zur Verfügung. Wer seine Festplatte oder einen USB-Stick verbindet, beziehungsweise eine Micro-SD-Karte ins Lesegerät des M2e einsteckt, kann darauf gespeicherten Medien ebenfalls sofort abspielen. Der Mediaplayer im ViewSonic macht das sehr gut. Auch Filme von YouTube laufen anständig, ebenso Inhalte, die via Amazon Fire TV-Stick gestreamt werden. All das funktioniert tadellos. Wird gerade kein Film geschaut, kann der M2e aber auch als Lautsprecher verwendet werden. Beispielsweise kann man auf der Terrasse vor Filmstart auch Musik per Bluetooth zuspielen. Es kommt aber noch eindrucksvoller: Wer den ViewSonic auf dem Campingplatz verwendet, kann den Ton vom Beamer direkt zur Hifi-Anlange im Wohnwagen per Bluetooth streamen. Dann kommt zum großen Bild der große voluminöse Ton dazu.

Aus nahezu jedem Winkel projiziert der ViewSonic M2e auf die Leinwand. Überdies kann auf einer nicht in Waage hängenden Zeltwand ein geometrisch korrektes Bild dargestellt werden. Ermöglicht wird das durch die vierseitige Geometriekorrektur.

Spielfilme auf der großen Leinwand

Die hohe Lichtleistung des ViewSonic M2e begeistert sofort. Vom ersten Moment an bin ich „on Fire“. Als Aquaman zur Unterwasserstadt taucht, um es mit seinem Bruder aufzunehmen, leuchten die Farben, dass es eine wahre Wonne ist. Sattes Gold glänzt in der Dunkelheit, die Gesichter der Bewohner besitzen viel Zeichnung. Der Film läuft mit 24 Hz in Originalgeschwindigkeit, ganz ohne Ruckeln. Das sieht schon richtig gut aus. 3D fasziniert mich ob der hohen Helligkeit aber noch mehr: Der Rotblitz, der Beamer und Brille synchronisiert, wird zuverlässig von der 3D-Brille geschluckt. Allenfalls das leicht sichtbar aufgehellte Schwarz schmälert den Gesamteindruck ein kleinwenig. Kommen allerdings helle Spitzlichter hinzu, oder Tageslichtaufnahmen, läuft der ViewSonic M2e zur Hochform auf. Farben leuchten nun förmlich und Inhalte sind knackscharf abgebildet. Obendrein ist die Coloruniformity über die gesamte Leinwand homogen. Mitte und Seiten erscheinen gleich hell. Besser geht es kaum noch.

Ganz großes Kino: Die 3D-Fassung „Aquaman“ wird vom ViewSonic M2e tadellos wiedergegeben.

Mitreißender Sound

Zum guten Bild kommt der ansprechende Ton. Harman/Kardon entwickelte für den M2e ein Soundsystem, dass sich wirklich hören lassen kann. Die integrierten Doppellautsprecher sorgen für klare und gut verständliche Dialoge. Aquamans voluminöse Männerstimme tönt herrlich sonor. Die Musik flutet förmlich den Raum. Ich bin positiv überrascht, wie gut Filme und Musik aus dem Projektor klingen können. Die 2×3 Watt beschallen den gesamten 20-Quadratmeter-Testraum – und das mit ansprechender Lautstärke. Höhen werden erstaunlich klar reproduziert und selbst der Grundton gefällt weitestgehend. Bei der Tiefbasswiedergabe streicht mein Testsample dann aber doch die Segel. Dafür wurde er aber auch nicht konzipiert. Wer hier einen noch druckvolleren Sound anstrebt, der greift zu einem externen Aktiv-Lautsprecherset, wie das von uns geprüfte Saxx airSound AS30DSP. Wer im Wohnmobil, im Kinderzimmer oder zur Fußball EM auf Balkon und Terrasse kein Lautsprecherset aufwändig aufstellen möchte, findet im ViewSonic M2e aber eine mehr als brauchbaren Alternative.

Harman/Kardon kitzelt einen erstaunlich guten Sound aus dem kleinen Gehäuse.
Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Der ViewSonic M2e ist ein portabler LED-Beamer, der in fein-glänzendem Meteorgrau/Polarweiß erscheint. Mit seinem Gewicht von einem Kilogramm und der schicken Transporttasche ist dieser Projektor bestens geeignet, um ihn wirklich überall aufzustellen. Die Installation gelingt spielend einfach. Hier funktioniert fast alles Plug & Play. Filme in Full-HD-Auflösung werden vollständig projiziert. 3D-Filme begeistern auf der großen Leinwand aufgrund ihrer erstaunlichen Farbpracht. Die extrem hohe Helligkeit ist prädestiniert für XXL-Bilder. Kombiniert mit der außergewöhnlichen Klangqualität, Wi-Fi für drahtlose Bildübertragung und Bluetooth ist der ViewSonic M2e wie geschaffen, ein flexibler Spielpartner zu werden – und zwar für zu Hause und unterwegs.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 80/80
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

79 of 100

80 of 100

80 of 100

Technische Daten

Modell:ViewSonic
M2e
Produktkategorie:Projektor (mobil)
Preis:679,00 Euro
Garantie:2 Jahre (Projektor)
1 Jahr oder 1000h (Lampe)
Ausführungen:- Meteorgrau/Polarweiß (glänzend)
Vertrieb:ViewSonic Technology, Dorsten
Tel.: 02362 9544 805
www.viewsoniceurope.de
Abmessungen (HBT):54 x 184 x 184 mm
Gewicht:1,0 Kg
Technik:1-Chip DLP mit RGB-LED
Helligkeit:2300 Lumen (nach Kalibrierung)
Kontrast (On/Off):
Kontrast (ANSI):
420:1
180:1
Schwarzwert:- 5,4 Lumen
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel
Lens-Shift:nein
3D-Wiedergabe:ja
3D-Transmitter:ja
2 Meter Bildbreite:ab 2,46 Meter Abstand
Anschlüsse:Eingänge:
1 x HDMI
1 x USB-C
1 x Mini SD-Card-Reader
1 x USB für WLAN-Dongle
Bluetooth
Lieferumfang:- ViewSonic M2e
- USB-C-Kabel
- Fernbedienung
- Kurzbeschreibung
Pros und Contras:+ LED-Lampentechnik (Lt. Hersteller > 30.000 Std. Lebensdauer)
+ Autofokus
+ Full-HD-Auflösung
+ 3D
+ Bluetooth für Tonübertragung
+ klein, leicht, leise und mobil
+ elegantes Design
+ geringer Stromverbrauch (75 Watt)

- kein HDR
- verbesserungswürdiger Kontrast
Benotung:
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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