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Der Oehlbach BTR Evolution 5.0 ist eine clevere Möglichkeit auch betagte HiFi-Systeme streamingfähig zu machen. OK, das kennt man auch von anderen Produkten. Das Besondere hier: Über dieses kleine Kästchen lässt sich Musik wahlweise kabellos in die Anlage bringen oder alternativ beispielsweise auch von der Anlage an einen Bluetooth-Kopfhörer oder mobilen Lautsprecher senden. Das alles funktioniert tadellos und ist auch klanglich überraschend anspruchsvoll.

Bluetooth-Empfänger oder Transmitter? Der Oehlbach BTR Evolution 5.0 ist beides in Personalunion!

Heute ist das Smartphone für viele Menschen der treueste Begleiter. Einer Umfrage zufolge, besitzen über 80 Prozent aller Bundesbürger (die mindestens das 14. Lebensjahr erreicht haben) ein Smartphone. Fast jeder zweite davon hat auch eine beachtliche Menge an Musikstücken auf dem Handy oder hört seine Lieblingssongs über einen der populären Online-Musikdienste. Die lassen sich via App bequem erreichen und bieten bis zu 40 Millionen Songs. Mit rund zehn Euro pro Monat sind die auch preislich hochattraktiv. Ist man nun beispielsweise Besitzer eines BTR Evolution 5.0, kann die auf dem Handy oder Tablet abgelegte Musik schnell und bequem über jede ältere oder auch moderne HiFi-Anlage wiedergeben werden. Oder man hört die gerade laufende CD oder Playlist ganz einfach über einen entsprechenden Wireless-Kopfhörer.

Über das seitlich eingelassene Bedienfeld lässt sich der BTR einschalten und der Betriebsstatus festlegen.

Hübsch & effektiv

Zunächst einmal das Offensichtliche: Der BTR Evolution 5.0 ist ein kleines, sanft gerundetes und ansehnlich gestyltes Kästchen. Hübsch aber eher unscheinbar und wirklich sehr gut verarbeitet! Mit einer Höhe 19 Millimetern bei einer Seitenlänge derer 75 sollte der kleine Transmitter in jedem Rack, Regal oder auf jedem Lowboard einen geeigneten Platz finden. Vier kleine Gummifüßchen sorgen hier für einen rutschfesten Stand. Um ihn optisch möglichst perfekt integrieren zu können, ist er in den Farbvarianten Silber und Rot erhältlich. Egal für welche Colorierung man sich entscheidet: Die Deckelplatte ist immer in Schwarz gehalten und mit einem Oehlbach-Logo verziert. Rückseitig ist der BTR mit einer Micro-USB-Buchse zur Stromversorgung, je einem optischen Digitalein- und -ausgang, sowie einem Cinchausgang ausgerüstet. Der Ein-/Aus-Button, ein Eingangswahlschalter und der Umschalter für den Betriebsstatus befinden sich hingegen in der rechten Gehäuseseite. Über letzteren entscheidet man, ob der Oehlbach als Transmitter oder Bluetooth-Empfänger arbeiten soll.

Das Anschlussfeld des BTR Evolution 5.0 stellt analoge und digitale Ein- und Ausgänge bereit.

Betagte Anlage modernisieren

Um den BTR Evolution 5.0 verwenden zu können, wird lediglich ein freier Eingang am vorhandenen Stereo-Verstärker/Receiver benötigt. Das kann ein analoger Cinch-Eingang oder wahlweise auch ein optischer Digitaleingang sein. Mindestens einer von beiden sollte an jedem HiFi-System zu Verfügung stehen. Ich will es genau wissen und habe den Oehlbach an meinen inzwischen fast 40 Jahre alten Luxman-Receiver R-1033 aus dem Jahre 1981 angeschlossen. Will ich nun beispielsweise Musik vom Smartphone an den R-1033 schicken, stecke ich den Oehlbach-Transmitter einfach in einen freien Cinch-Eingang (AUX). Entsprechende Adapter, beispielsweise Cinch auf 3,5-Millimeter-Klinke, liefert Oehlbach direkt mit. In den meisten Anschlussszenarien kann man nun also direkt loslegen. Ist der Transmitter angeschlossen, wird er noch mit Strom versorgt. Auch dafür finden sich ein USB-Micro-USB-Kabel und ein entsprechender Netzstecker im Lieferumfang.

Oehlbach liefert fast alle Kabel mit, die benötigt werden, um sofort loszulegen.

Der BTR Evolution 5.0 ist fix eingerichtet

Die Installation ist schnell durchgeführt. Zuerst wird die Kabelverbindung vom Oehlbach zum Verstärker hergestellt und der Bluetooth-Transmitter mit Strom versorgt. Das wars schon. Bevor nun aber die ersten Töne erklingen, muss der BTR Evolution 5.0 noch kabellos mit der Quelle gepaart werden. In meinem Fall handelt es sich dabei um ein iPhone. Das geht wie folgt vonstatten:

1. Rechten Umschalter auf „BX“ stellen
2. Knopf beim Einschalten des BTR Evolution 5.0 drei Sekunden lang drücken
3. Einschaltknopf zweimal kurz drücken
4. „BTR Evolution 5.0“ aus Liste verfügbarer BT-Partner auswählen
5. Musikwiedergabe starten

Steht die Verbindung dann, informiert der Oehlbach anhand seiner farbigen LED sogar über den Übertragungsstandard. Blau bedeutet SBC, Rot AAC, Grün aptX, Weiß aptX-LL und Rot/Blau steht für aptX-HD.

Die Bluetooth-Verbindung ist in etwa einer Minute hergestellt.

Höchste Stabilität

Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass die Stabilität in der Bluetooth-Übertragung sehr unterschiedlich ausfällt. Innerhalb von zwei bis drei Metern Entfernung zum Empfänger funktioniert immer alles wunderbar. Entfernt man sich dann ein Stück weiter oder verlässt mit seinem Smartphone den Raum, bricht der Kontakt bei einigen Gerätschaften schnell ab. Um das mit dem BTR Evolution 5.0 zu erleben, muss man aber schon einen wesentlich weiteren Weg gehen, um die Paarung aufzulösen. Bei geöffneten Bürotüren musste ich schon etwa 12 Meter vom Empfänger entfernt sein, um die Verbindung in Schwierigkeiten zu bringen. Bei geschlossenen Türen blieb die Verbindung dann noch zwei Räume weiter – durch zwei Trockenbauwände hindurch – stabil. In Sachen Entfernung und Stabilität spielt der kleine Oehlbach-Transmitter schonmal in der obersten Liga. Musik, Musik, Musik – ohne jegliche Unterbrechung oder Einschränkung. Sehr gut! Damit verdient sich mein Testgast gleich die ersten Pluspunkte.

Sogar durch zwei Trockenbauwände hindurch bleibt die Bluetooth-Verbindung unterbrechungsfrei.

Sehr guter Wandler

Was die Klangqualität betrifft, so ist dafür selbstverständlich zu beachten in welcher HiFi-Kette sich der BTR Evolution 5.0 befindet. Welchen Anteil der Oehlbach-Transmitter tatsächlich hat, will ich durch einen Vergleich mit einem No-Name-Adapter (zum halben Preis) herausfinden: Beide lassen sich schnell und einfach anschließen und mit dem Smartphone verbinden. Als in Skunk Anansies „Weak“ kurz darauf die ersten Töne erklingen, ist schnell klar, dass der Wandler im Oehlbach von deutlich besserer Qualität ist. Über den BTR wiedergegeben, wirkt der Sound wesentlich straffer, zielgerichteter. Die Bühne steht fest vor mir. Leicht über die Standorte der beiden Lautsprecher hinweg, zieht sie sich auch entsprechend in die Tiefe. So wird meinem alten Stereo-Amp aus dem 80ern ein Klang entlockt, den ich nicht erwartet hatte. Besonders beeindruckt mich hier die spritzige, harte Oberbass-Wiedergabe. Drums beherrschen den Sound, wirken aber niemals übertrieben oder aufdringlich.

Selbst alte HiFi-Receiver aus den 80ern (hier ein Luxman R-1033) können mit Unterstützung des Oehlbach-Transmitters Musik vom Smartphone/Tablet wiedergeben.

In jedem Musikgenre

Eine Frequenzetage tiefer hat der Oehlbach ebenfalls alles unter Kontrolle. Besonders deutlich wird das in Madonnas „Medellin“. Ein Song, der von drei Dingen lebt: Bass, Rhythmus und Hall. Alle drei Elemente werden hier absolut frei und ohne Beeinflussung, ohne Beschnitt und ohne Anstrengung reproduziert.
Generell kommen Bass, Mitten und Höhen gleichermaßen gut zur Geltung. Die Betonung eines Frequenzbereichs oder Schwächen auf anderer Ebene müssen hier nie kaschiert werden. Folgerichtig ist der BTR Evolution 5.0 dann auch keinem Musikgenre speziell zugetan. Stattdessen zeigt er sich als sehr aufgeschlossener Spielpartner, der sich in jedem Musikgenre zu Hause fühlt. In „Let Me Love You“ reproduziert er beispielsweise völlig problemlos die Vielfalt in der Stimme Awa Lys. In „Reason“ von Supermassive gelingen ihm auch die forschere Töne ohne Schwierigkeit. Dabei rückt er sanft gezupfte Saiten ebenso ins rechte Licht wie die kraftvoll bearbeiteten Drums.

HiFi-Receiver, Lautsprecher, BTR Evolution 5.0: So einfach kann ein HiFi-System heute ausschauen.

Hin und zurück

Den ersten Teil meines Tests hat der kleine BTR also mit Bravour bestanden. Da es sich bei ihm aber nicht nur um einen Bluetooth-Empfänger, sondern um einen Transmitter handelt, soll er sich nun noch als Kabellos-Sender beweisen. Genauer gesagt, soll er vom Laptop entgegen genommene Signale (hier via Tidal) kabellos an einen Bluetooth-Lautsprecher senden. Um das realisieren zu können, wird der Oehlbach zunächst mittels der mitgelieferten Kabel mit meinem MacBook Air verbunden. Das ist in einer Minute erledigt, sogar die Stromversorgung funktioniert hier via USB. Dann wird der BTR Evolution 5.0 durch Umschalten von RX auf TX in den Transmitter-Modus versetzt. Anschließend wird mein Testgast via Bluetooth mit den Smartphone gekoppelt. Nun, drücke ich den Einschaltknopf zweimal kurz hintereinander. Jetzt sucht der BTR nach einem weiteren Spielpartner. Kopple ich nun meinen Bluetooth-Speaker über das Smartphone, konnektieren sich beide Geräte automatisch miteinander.

Im Transmitter-Modus wird der BTR Evolution 5.0 kabelgebunden mit Signalen versorgt. Diese schickt er nun an einen Bluetooth-Lautsprecher oder einen Bluetooth-Kopfhörer.

Stabil und leichtfüßig mit Drive

Nun genügt ein Druck auf die Play-Taste und „Disco Queen“ von Hilow strömt aus dem kleinen Bluetooth-Speaker. Schnell ist klar: Auch als Zulieferer macht der kleine Oehlbach-Adapter seine Sache hervorragend. Erneut erlebe ich eine saubere Stimm- und Detailwiedergabe. Nichts näselt, nichts wirkt dünn oder aufgesetzt. Dieser Popsong kommt frisch und mit Schwung. Leichtfüßig, mit ordentlich Drive und Akkuratesse werden mir Grundtöne und die luftigen Bässe zugespielt. Der Bassbereich hat es mir auch jetzt besonders angetan. Natürlich liegt das zum größten Teil an der Qualität des Lautsprechers. Und mit dem Denon Home 150 habe ich hier ein wirklich hervorragendes Modell im Test. Allerdings ist er auch darauf angewiesen, ordentlich beliefert zu werden. Und das macht der BTR Evolution 5.0 schlichtweg sehr gut. Das Wichtigste dabei: Auch wenn ich mit dem Bluetooth-Speaker in den Nebenraum wechsle, bleibt die Verbindung unverändert stabil.

Der kleine Oehlbach-Wireless-Adapter lässt sich in sogar unter einigen HiFi-Komponenten “verstecken”.

Fazit

Ihr alter HiFi-Receiver bzw. Ihre Stereo-Anlage hat keinen Bluetooth-Empfänger, Sie wollen aber gern Ihre Playlist vom Smartphone zuspielen? Mit dem BTR Evolution 5.0 werden auch betagte HiFi-Systeme entsprechend schnell und effektiv aufgerüstet. Der Anschluss ist in wenigen Augenblicken hergestellt, die Verbindung ist stets stabil. Das Besondere hier: Dieser kleine Adapter ist nicht nur Bluetooth-Empfänger, sondern wird mit Umstellen eines einzigen Knopfes auch zum Sender. Heisst: Selbst die Musik der gerade laufenden Schallplatte oder CD lässt sich beispielsweise kabellos an einen Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher übertragen. Moderner geht es kaum. Optisch ist der Oehlbach-Transmitter zudem so kompakt, dass er quasi überall unauffällig platziert werden kann. Im Falle meines alten Luxman-Receivers sogar unter dem Gerät. OK, mit 125 Euro ist der kleine Adapter kein Schnäppchen. Mit Blick auf die gebotene Ausstattung und die gelieferte Performance ist der BTR Evolution 5.0 aber eine wirklich anspruchsvolle Lösung und somit jeden Cent wert.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

89

89

90

Technische Daten

Modell:Oehlbach
BTR Evolution 5.0
Produktkategorie:Bluetooth Transmitter/Receiver
Preis:um 125,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Silber
- Rot
Vertrieb:Oehlbach, Köln
02203 / 2974 700
www.oehlbach.com
Abmessungen (HBT):19 x 75 x 75 mm
Gewicht:0,145 Kg
Eingänge:- Optisch Digital
Ausgänge:- Optisch Digital
- Cinch
empfangbare Dateiformate:- Bluetooth SBC
- aptX
- aptX-LL
- aptX-HD
Pros und Contras+ ultrakompaktes Gehäuse
+ kinderleichte Einrichtung
+ hoher Bedienkomfort
+ sehr stabile Verbindung
+ Transmitter-Funktion
Lieferumfang:- BTR Evolution 5.0
- Audiokabel (3,5mm)
- Miniklinke/Cinch-Adapter
- Ladekabel
- Netzstecker
- Kurzanleitung
Benotung:
Klang (60%):89/90
Praxis (20%):89/90
Ausstattung (20%):90/90
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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