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Redakteur
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Das einfachste Upgrade einer Klangkette liegt vor der Anlage: Das HMS Energia DCS Mono bewahrt Audio-Komponenten vor klangschädlichen Gleichstromanteilen aus dem Stromnetz. Wir haben das Vorschaltgerät, das zusätzlich vor Überspannung schützt, zwischen Wandsteckdose und Netzleiste gesetzt – mit verblüffenden Folgen.

Das HMS Energia DCS Mono ist ein Vorschaltgerät für eine nachfolgende Netzleiste. Deshalb ist es nur mit einem Steckplatz ausgestattet.

Das HMS Energia DCS Mono ist ein Vorschaltgerät für eine nachfolgende Netzleiste. Deshalb ist es nur mit einem Steckplatz ausgestattet.

Sauberer Klang beginnt mit sauberem Strom – doch der kommt leider dreckig aus der Steckdose: Der idealerweise reine Wechselstrom aus dem Netz hat auf dem Weg vom Versorger zu unserer Wohnung zahlreiche Deformationen und Verzerrungen erfahren – etwa durch Industrieanlagen in der Nähe, aber auch durch Verbraucher im eigenen Haus. Hinzu kommt die Nutzung der elektrischen Leitungen zur Netzwerk-Datenübertragung, auch der vermehrte Einsatz von Schaltnetzteilen in unseren Haushalten verschlechtert den Strom. Eine dieser klangschädlichen Deformation ist der Gleichstromanteil – und ihn hält die HMS Energia DCS Mono fern: Das Vorschaltgerät dient als Gleichstrom-Filter und Überspannungs-Protektor für eine Anlage, die zwar bereits mit einer normalen Netzleiste stromversorgt, aber eben nicht geschützt wird. Schauen wir uns diesen kleinen Wechselstrom-Wächter mal näher an.

Der weiße Punkt am Steckplatz markiert jenen Kontakt, der mit der Phase verbunden ist. Die Kontakte sind im unbenutzten Zustand, wenn also kein Stecker eingesteckt ist, verschlossen. Das schützt das Innenleben vor Staub und Feuchtigkeit – und den Besitzer im Zuge der Anschlussarbeit vor Strom und Spannung.

Der weiße Punkt am Steckplatz markiert jenen Kontakt, der mit der Phase verbunden ist. Die Kontakte sind im unbenutzten Zustand, wenn also kein Stecker eingesteckt ist, verschlossen. Das schützt das Innenleben vor Staub und Feuchtigkeit – und den Besitzer im Zuge der Anschlussarbeit vor Strom und Spannung.

Amtliche Ausführung

Das Energia DCS Mono macht bereits konstruktiv einen sehr guten Eindruck – wie alle Leisten aus dem Hause HMS, von denen wir ja letztens schon die HMS Energia MKII GLS/DCS getestet haben. So besteht auch das Energia DCS Mono aus einem silbergrauen, hochrobusten Kunststoff-Strangprofil. Auf die Oberseite ist ein einziger, hochwertiger Steckplatz eingelassen. Dies ist ja ein Vorschaltgerät, in das der Netzstecker der bereits existenten Verteilerleiste eingesteckt wird, die dann die ganze Anlage versorgt. Diese vorhandene Leiste kann übrigens auch bereits eine Filterung besitzen, das soll der Wirkung des Energia DCS Mono nicht abträglich sein. Zurück zum Steckplatz: Er hat, so solange kein Stecker eingeführt ist, geschlossene Kontaktöffnungen. So bleiben die Kontakte vor eindringendem Staub oder gar Feuchtigkeit geschützt. Eine der Öffnungen ist mit einem weißen Punkt gekennzeichnet. Er zeigt an, dass der darunter liegende Kontakt mit der Phase verbunden ist. Somit ist der andere Kontakt mit dem Nullleiter verbunden.

Auch der Kaltgeräte-Einbaustecker für den Anschluss des Netzkabels, das von der Wandsteckdose kommt, ist mit einer Kennzeichnung der Phase versehen.

Auch der Kaltgeräte-Einbaustecker für den Anschluss des Netzkabels, das von der Wandsteckdose kommt, ist mit einer Kennzeichnung der Phase versehen.

Phasenrichtigkeit und Überspannungsschutz

Man könnte denken, dass es bei Wechselstrom gleichgültig ist, wie herum ein Stecker in die Steckdose eingeführt wird. Ist es aber nicht. Wer alle Geräte phasenrichtig anschießt, wird unter mitunter feststellen, dass schon diese Maßnahme Brummstörungen beseitigen und zu klangliche Verbesserungen führen kann. Deshalb ist natürlich auch die Kaltgerätebuchse an der Stirnseite des Energia DCS Mono mit einem Punkt für die Kennzeichnung der Phase versehen. Das Vorschaltgerät wird also ohne Netzkabel für den Anschluss an die Wandsteckdose geliefert. Mitunter besitzt man ja schon eine hochwertige Zuleitung. Ansonsten hat HMS natürlich ein passendes Netzkabel im Portfolio: Der Leverkusener Spezialist empfiehlt das Energia SL/OV als preislich wie leistungsmäßig passend. Die Belastbarkeit dieses Vorschaltgeräts ist mit maximal 3.600 Watt bei 16 Ampere beziffert. Kurzfristig, nämlich eine Millisekunde, trotz es sogar bis 200 Ampere. Damit schützt das Energia DCS Mono die gesamte nachfolgende Klangkette – vor zu hohen Strömen, aber ebenso vor Überspannungen.

Vorbildlich: Das Schild auf der Unterseite gibt genaue Auskunft über die Funktionen und die technischen Daten. Zudem weist es die Seriennummer des Vorschaltgeräts aus, die auch in dem mitgelieferten Zertifikat vermerkt ist.

DCS-Filter zum Schutz vor Gleichstrom

Doch die Kernkompetenz des Energia DCS Mono ist ja der Schutz vor Gleichstromanteilen – und genau dafür steht das Kürzel DCS: Es steht für „Direct Current Suppression“, übersetzt also „Gleichstrom-Unterdrückung“. Dies geschieht über eine Filterschaltung, die aus dem Wechselstrom alle Gleichstromanteile heraussiebt. Aber was ist denn nun so schlimm an diesem Gleichstromanteil? Er bewirkt, dass die Sinuswelle des Wechselstroms nicht mehr um die normale Nullachse herum schwingt, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Stattdessen schwingt die Sinuswelle um eine Linie, die über dem Null-Niveau liegt. Der Wechselstrom bewegt sich also auf einem höheren Spannungspotenzial.

Das Energia DCS Mono wird ohne Netzkabel geliefert. Mitunter besitzt man ja schon eine hochwertige Zuleitung. Hier haben wir das HMS SL/OV-Netzkabel für die Verbindung zur Wandsteckdose eingesetzt.

Das Energia DCS Mono wird ohne Netzkabel geliefert. Mitunter besitzt man ja schon eine hochwertige Zuleitung. Hier haben wir das HMS SL/OV-Netzkabel für die Verbindung zur Wandsteckdose eingesetzt.

Was bewirkt der Gleichstrom?

Das klingt sehr theoretisch, hat aber in der Praxis Konsequenzen: Netzteile, denen dieser Wechselstrom mit Gleichstromanteil zugeführt wird, arbeiten ungleichmäßig. Der Trafo, der das Kernstück der Versorgung darstellt, kommt es zur Übersättigung des Eisenkerns. Dies mindert die Effizienz des Netzteils, führt zu seiner Erwärmung – und bringt es zum Vibrieren und Brummen. Die Lade-Kondensatoren, die schließlich für glatten Gleichstrom sorgen sollen, werden nicht mehr gleichmäßig und zum idealen Zeitpunkt „aufgefüllt“. All dies hat natürlich Einfluss auf die nachfolgende Elektronik: Der Gleichstromanteil verursacht bei Audiokomponenten mituntereinen matten Klang und eine mindere Dynamik, bei Videokomponenten kann er der Grund für ein grisselig-körniges Bild sein. Durch die DCS-Filterung können diese unerwünschten Effekte vermieden werden – und deshalb testen wir nun, was das HMS Energia DCS Mono bewirkt.

Die Befestigungslaschen an beiden Enden des Energia DCS Mono machen auch eine Wandmontage möglich.

Die Befestigungslaschen an beiden Enden des Energia DCS Mono machen auch eine Wandmontage möglich.

Der Praxis-Test: Erst mal ohne Wechselstrom-Wächter

Wir haben für das Ausgangsszenario dieses Test unser Schlechtestes getan: Der SACD-Player Oppo UPD-203 und der Vollverstärker Hegel H360 hängen an einer Baumarktleiste der billigsten Kategorie, auch die Netzkabel sind von preiswertester Ausführung. Auf den phasenrichtigen Anschluss der Geräte und der Leiste achten wir auch nicht. So wird die Klangkette nun also mit Strom von der Wandsteckdose versorgt, und so hören wir nun auch Musik, wobei als Lautsprecher die Audio Physic Classic 22 fungieren. Von CD kommt der Neil Young-Klassiker „On The Beach“ in der Interpretation des Blues-Barden Boz Scaggs. Das klingt trotz unseres Alles-egal-Aufbaus schon gut: Scaggs und seine mehrköpfige Begleitband liefern auf der imaginären Bühne vor uns ein prima Hauskonzert.

Auftritt des HMS Energia DCS Mono: mehr Punch und Dynamik

Nun setzen wir vor die Baumarktleiste das HMS Energia DCS Mono. Als Netzkabel hin zur Wandsteckdose kommt das HMS Energia SL/OV zum Einsatz. Auch hier haben wir erst mal die Phasenlage bei der Wandsteckdose außer Acht gelassen. Wir schalten alle Geräte wieder an, starten die Musik – und sind ziemlich verblüfft: Gleich der Tutti-Auftakt der Begleitband hat merklich mehr Punch! Das setzt sich nun in den nächsten Takten fort, die vor allem von der vorzüglichen Rhythmus-Sektion geprägt sind: Hier glänzen am Bass und am Schlagzeug die gefragten Session-Musiker Willie Weeks und Jim Keltner. Keltners Schlagzeug hat nun eine größere Dynamik, seine Schläge auf die Toms und die Snare geraten nun knackiger. Auch die Becken klingen anders – sie sind vor allem klarer vernehmbar. Das schwingende Metall kann sich zudem freier entfalten, denn der Raum, in dem die Becken ertönen und verklingen, erscheint offener, größer aber auch tiefer.

Das Energia DCS Mono funktioniert selbst vor einer minderqualitativen Leiste und mit billigsten Netzkabeln als klangverbessernder Wechselstrom-Wächter.

Das Energia DCS Mono funktioniert selbst vor einer minderqualitativen Leiste und mit billigsten Netzkabeln als klangverbessernder Wechselstrom-Wächter.

Zugewinn an Definition, Volumen und Präsenz

Auch der Bass von Willie Weeks hat eine kleine Kräftigung erfahren: So voluminös hat der Viersaiter vorher nicht geklungen. Er hat zudem mehr Definition. Davon profitiert das Zusammenspiel von Bass und Bassdrum: Die Anschläge der Finger auf den Saiten und des Schlägels auf dem Trommelfell sind nun deutlicher als zwei Schallereignisse wahrnehmbar, obwohl sie zeitgleich erklingen – das Timing dieser Rhythmussektion ist perfekt. Doch bilden wir uns all diese Verbesserungen vielleicht nur ein? Zur Überprüfung gehen noch einmal zu dem anfänglichen Worst Case-Szenario zurück – und wirklich: Nun klingt alles eine Spur matter, schleppender, begrenzter und gebändigter. Das gilt auch für den Gesang von Boz Scaggs: Kaum schalten wir wieder das HMS Energia DCS Mono dazwischen, gewinnt seine ausdrucksstarke Stimme an Präsenz, aber ebenso an Physis. Die Stimmwiedergabe ist nun in der Wiedergabe fokussierter, stabiler, klarer im Raum lokalisierbar.

Ruhe und Entspannung

Geht noch mehr? Ja. Wir haben ja noch Steigerungspotenzial. Wir messen mit einem Spannungsprüfer die Phasenlage unserer Wandsteckdose und ersetzen die gesamte Baumarkt-Ware durch Qualitätskomponenten – also eine amtliche Netzverteilerleiste mit Phasenkennzeichnung und durchweg HMS Energia-Netzkabel. Nun ist die Versorgung also auch von Anfang bis Ende phasenrichtig. So kehrt noch mehr Ruhe und Entspannung ein. Auch die Gitarren klingen nun griffiger, selbst die eher unauffällig den Sound verdichtende Orgel ist jetzt klar herauszuhören, die Transparenz der Wiedergabe ist nun wunderbar. Das alles steckt schon in der Aufnahme, das alles vermögen der SACD-Spieler und der Verstärker eigentlich auch abzubilden – doch dieses Leistungspotenzial kann offensichtlich erst mit dem HMS Energia DCS Mono abgerufen werden. Eine erstklassige Verkabelung samt amtlicher Netzleiste, auch das ist das Ergebnis dieses Tests, holt dann auch das finale Quantum an Klangqualität heraus.

Im Zusammenspiel mit einer hochwertigen Netzleiste liefert das HMS Energia DCS Mono die besten Ergebnisse – zumal, wenn die Qualität der weiteren Netzkabel stimmt und die Phasenlage beachtet wird.

Im Zusammenspiel mit einer hochwertigen Netzleiste liefert das HMS Energia DCS Mono die besten Ergebnisse – zumal, wenn die Qualität der weiteren Netzkabel stimmt und die Phasenlage beachtet wird.

Fazit

Kleiner Kasten, verblüffende Wirkung: Das HMS Energia DCS Mono erweist sich als effizienter Wechselstrom-Wächter. Als Vorschaltgerät, das vor eine bereits vorhandene Netzleiste gesetzt wird, hält es klangschädliche Gleichstrom-Anteile von der Anlage fern. So kann die Klangkette ihr vorhandenes Potential ausspielen. Sie dankt es mit einem Plus an Reinheit und Ruhe, Dynamik und Volumen, die Wiedergabe gewinnt an Lebhaftigkeit und Frische. Überdies ist das HMS Energia DCS Mono mit einem Überspannungsschutz ausgestattet, der im Falle eines Falles die wertvollen Komponenten vor Schaden bewahrt. Wer bereits eine hochklassige Netzleiste besitzt, die jedoch weder Schutz noch Filter bietet, dem sei dieses Upgrade in Klang und Sicherheit wärmstens empfohlen.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Empfehlung

99

98

96

201111.HMS Energia DCS Mono-Testsiegel

Technische Daten

Modell:HMS
Energia DCS Mono
Produktkategorie:Vorschaltgerät, Netzfilter
Preise:330,00 €
Garantie:3 Jahre/ 5 Jahre bei Registrierung
Ausführungen:Silbergrau mit schwarzen Applikationen
Vertrieb:HMS Elektronik
+49 2171 734007
www.hmselektronik.de
Abmessungen
(GLS/DCS-Modelle):
50 x 70 x 216 mm
Gewicht:0,35 kg
Gesamtbelastbarkeit:3.600 W, 16Aeff
Lieferumfang:- HMS Energia DCS Mono
- Garantie-Urkunde
Optionales Zubehör: Netzkabel HMS Energia SL/OV (ab 170 € / m)
Pros und Kontras:+ mehr Dynamik, Frische und Klarheit im Klangbild
+ DCS-Filter zur Unterdrückung klangschädlicher Gleichstromanteile
+ Schutz der Komponenten gegen Überspannung
+ sehr gute Verarbeitung
+ einfache Handhabung

- Design
Benotung:
Empfehlung
Preis/Leistung:angemessen

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