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Der technische Fortschritt schreitet unaufhaltsam voran. Neben neuen Erfindungen rund um das Smart Home setzt sich besonders der Einsatz von Robotern als Ersatz für menschliche Arbeitskräfte immer weiter durch, da diese die meisten Aufgaben automatisiert erledigen. Diese Technologie kommt vor allem in der Computerwelt vermehrt zum Einsatz. Im Umkehrschluss können Mitarbeiterkosten gesenkt und gleichzeitig die Aufträge schneller abgearbeitet werden.

Gerade bei umfangreicheren Seiten oder Personen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen erscheint der Einsatz von Bots sinnvoll, damit die Profilseite attraktiv und aktuell bleibt (Foto: pixabay.comtunnelmotions).

Bits, Bytes, Bots – die technische Welt ist voller Abkürzungen und binärer Begriffe. Dieser Artikel klärt auf, was ein „Bot“ ist und wofür er in der heutigen Zeit oft verwendet wird.

– Der Begriff „Bot“ leitet sich aus dem englischen Wort „robot“ ab.
– Bots sind Skripte, Software-Systeme, Webdienste oder Mechanismen.
– Es gibt gute und böse Varianten von Bots.

Bots stehen für …

… die Abfrage einer Web-Ressource, also den Zugriff auf eine Webseite, Mediendatei oder einen Feed. Der Seitenaufruf wird maschinell erzeugt und ausgeführt. Das System arbeitet anschließend automatisch und auch größtenteils in ständigen Wiederholungen einen Auftrag autonom ab, ohne dass es menschlicher Intervention bedarf. Im Grunde ist ein Bot also lediglich eine Software-Anwendung, die gewisse Befehle eigenständig und mechanisiert durchführt. Je nach Aufgabenstellung gibt es verschiedene Formen von Bots. Und wie in fast jeder Entwicklung gibt es auch hier gute und böse Varianten. Sobald Bots miteinander kommunizieren, handelt es sich um ein sogenanntes „Botnet“. In diesem Botnet geben sich die Bots untereinander Informationen beziehungsweise bekommen diese teilweise auch nur von einer Quelle. Und genau hierbei handelt es sich manchmal um Schadsoftware. Ein typisches Beispiel dafür ist Spam.

Bots der Suchmaschinen

Sogenannte Webcrawler-Bots durchlaufen Seiten im Internet und suchen diese nach neuen Inhalten und Links durch, die sie auswerten können. So sind Suchmaschinen dazu in der Lage, die Anordnung der Webseiten bei einer Suchanfrage entsprechend oben oder unten in den Ergebnissen zu präsentieren. Sobald sich diese Bots Daten für den Suchindex ziehen, greifen sie parallel auf Millionen verschiedener Seiten zu. Die Bots der Suchmaschinen erkennen Verknüpfungen zwischen verschiedenen Internetseiten durch Links und folgen diesen automatisch. Es gibt allerdings je nach Suchmaschine auch weniger ausgereifte Bots, die nur genau das crawlen, was ihnen zuvor aufgetragen wurde.

Gaming Bots

Bots in der Spiele-Industrie werden oft dafür eingesetzt, menschliche Gegenspieler in Mehrspieler-Games wie z.B. Call of Duty zu ersetzen. Auch im Glücksspiel-Sektor ist die Personalisierung ein schrumpfender Trend und die die moderne Lösung heißt „Automatisierung“. Lotto-Spielern wird hier eine spezielle Software mit selbst lernendem System geboten, die alle bisher gezogenen Lottozahlen 6 aus 49 auswertet, miteinander vergleicht und komplex berechnete Lottozahlen anzeigt. So soll die Chance auf einen Gewinn erhöht werden. Auch der technische Fortschritt moderner Casinos ermöglicht eine passende Entwicklung hin zur automatisierten Gambling-Welt. Mittlerweile können fast alle Spiele in den besten Online und Live Casinos über den Computer gespielt werden. Der Vorteil dabei: automatisierte Regulatoren hemmen die Objektivität nicht. Ganz im Gegenteil, sie können im Gegensatz zum Menschen nichts anderes. So verwenden diese Casinos auch technische Programme, die Betrug erkennen können. Auf diese Weise sind die Plattformen sicher und zuverlässig.

Bots stehen für die Abfrage einer Web-Ressource, also den Zugriff auf eine Webseite, Mediendatei oder einen Feed. Der Seitenaufruf wird maschinell erzeugt und ausgeführt.(Foto: pixabay.com/yeiferr).

Chat Bots

Chat Bots sind Anwendungen, mit denen sich Nutzer natürlich und flüssig unterhalten können. Mit einem solchen Programm in Berührung kam fast jeder schon mal – unter Umständen, ohne sich dessen Bewusst zu sein. Ruft man beispielsweise die Hotline des Telefon- oder Internetanbieters an, meldet sich zunächst ein solcher (Telefon-)Chatbot. Die erste Version gab es bereits in den 70er Jahren. Allerdings kam diese Art von Bot erst so richtig zum Einsatz, als Microsoft im März 2016 auf der Entwicklerkonferenz darüber berichtete. Heutzutage antworten Chat-Bots auf vielen Plattformen automatisiert auf eine bestimmte Anfrage. Bestes Beispiel dafür ist WhatsApp for Business: in dieser App lassen sich automatische Antworten einstellen. Ob als Telefon- oder als Chat-Variante, in beiden Fällen gelingt es den Bots ziemlich gut, bestimmte Abläufe durch Automatisierung einfach zu gestalten.

Social Bots

In den sozialen Netzwerken steuern sogenannte Social Bots unechte Profile, um auf Meinungen Einfluss zu nehmen. In diesem Fall kommen die automatisierten Programme überwiegend in Facebook oder Twitter zum Einsatz. Diese Software-Anwendungen haben die Aufgabe, für eine entsprechende Seite oder einen Nutzer in vordefinierten zeitlichen Abständen, Inhalte zu generieren. Diese Bots sind jedoch auch in der Lage, automatisierte Funktionen auszuführen. Auch solche, die nicht unbedingt den Inhalt betreffen. So beispielsweise das automatisierte Liken von Beiträgen auf Facebook oder das Retweeten von Tweets auf Twitter. Gerade bei umfangreicheren Seiten oder Personen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen erscheint der Einsatz von Bots sinnvoll, damit die Profilseite attraktiv und aktuell bleibt. Ausgereiftere Social Bots können sogar mit einem Zusatz so programmiert werden, dass sie gleichzeitig als Chat Bot auftreten und mit den Seitenaufrufern interagieren können. Inzwischen kann man oft nur schwer zwischen einem echten Chat-Partner und einem Bot unterscheiden.

Schädliche Bots: Malware

Viren, Würmer, Trojaner und auch einige Bots sind Teil einer Softwareklasse, die als „Malware“ bezeichnet wird. Sollten solche Bots in sogenannten Botnets miteinander kommunizieren, handelt es sich um eine ausgereifte bösartige Software. Sie wurde speziell dafür entwickelt, um Daten oder Netzwerke zu beschädigen, zu stören, Informationen zu stehlen oder im Allgemeinen andere „schlechte“ oder illegitime Aktionen auszuführen. Bots können also auch dazu genutzt werden, Daten für eine unerlaubte Nutzung zu sammeln. Dazu gehört beispielsweise das Versenden unerwünschter Werbung (Spam), das Erstellen von Profilen (Profiling) oder das Auffinden von Schwachstellen. Ein schädliches Bot ist eine selbstverbreitende Malware, die entwickelt wurde, um einen Host zu infizieren und eine Verbindung zu einem zentralen Server herzustellen. Zusätzlich zu der wurmähnlichen Fähigkeit, sich selbst zu verbreiten, können Bots die Möglichkeit umfassen, Tastenanschläge zu protokollieren, Passwörter zu sammeln, Pakete zu erfassen und zu analysieren, Finanzinformationen zu sammeln und Spam weiterzuleiten.

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