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Redakteur
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An HiFi-Zubehör und Tuning-Produkten gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Während sich über die Funktionsweise mancher Produkte trefflich streiten lässt, gibt es andere, deren Funktion leicht nachvollziehbar und unstrittig ist. Schallplattengewichte oder Plattenklemmen gehören dazu. Sie sollen den Klang verbessern, indem sie Kontakt zwischen der Schallplatte und dem Teller herstellen. Dabei beseitigen sie auch leichte Höhenschläge und tragen so zur schonenden und präzisen Abtastung bei. Wir haben eine besondere Modellreihe getestet: Octopus-Serie von bFly-audio.

bFly-audio Octopus-Modelle sind in verschiedensten Ausführungen zu haben.

Wer aus seinen Schallplatten den besten Klang herausholen möchte, der sollte auf jedes Detail Wert legen. Die Kette muss stimmig sein und zusammen passen. Angefangen bei der Basis, dem Laufwerk, das von hoher Qualität sein muss und an einem geeigneten Platz aufgestellt werden sollte. Weiter über den Tonarm, der zum Laufwerk passen sollte und den Korridor der möglichen Tonabnehmer vorgibt. Über den Tonabnehmer, der mit Gewicht, Nadelnachgiebigkeit und Abmessungen zum Tonarm passen und penibel justiert werden muss. Bis hin zur Plattentellerauflage, die den Kontakt zur Schallplatte herstellt und natürlich der Schallplatte selbst, gegen deren mangelnde Qualität die tollste Kette nichts ausrichten kann. Gerade die Qualität der Schallplatte wird jedoch mitunter auch von Profis wohl einfach vergessen. So habe ich schon Vorführungen auf HiFi-Messen besucht, bei denen die Tieftöner auch ohne Musiksignal Zentimeter vor und zurück flatterten, weil die Platte einen Höhenschlag hatte. Das kann kaum gut klingen.

Plattengewichte und -klemmen gehören zu den Zubehörgerätschaften, die nachweislich zum guten Klang beitragen.

Kreatives Konzept

Leider haben viele aktuelle Platten einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Höhenschlag. Sogar edelste audiophile Pressungen weisen dieses Phänomen auf. Dies liegt mutmaßlich daran, dass die Kapazitäten der Presswerke derart ausgelastet sind, dass den Platten nicht genug Zeit zum auskühlen bleibt. Stattdessen werden sie noch warm in die (Foldout) Hüllen gesteckt und härten dort verzogen aus. Selbst wenn sie das Presswerk perfekt eben verlassen, genügt eine Sommerstunde zu viel im Lieferwagen des Paketdiensts (oder der Dachgeschosswohnung), um die Platte dann doch noch zu verziehen. Abhilfe schafft bei Extremfällen dann nur noch ein Schallplattenbügelgerät. Jawohl, sowas gibt es wirklich! Dieses erhitzt die Platte unter sanftem Druck und bügelt sie wieder glatt. Bei etwas weniger schweren Fällen kann auch ein Plattengewicht oder eine Plattenklemme zum Erfolgt führen. Beides gibt es vom Zubehör-Spezialisten bFly-audio aus Augsburg. Über Vor- und Nachteile beider Konzepte lesen Sie im Folgenden.

Über das Gewicht bzw. die Klemme können auch kleinere Höhenschläge in der Platte ausgeglichen werden. Das trägt zu einer besseren Abtastung bei.

Die saubere Abtastung ist alles

Die Idee, Schallplatten durch ein Gewicht oder eine Klemme fest gegen den Plattenteller zu drücken und dadurch zu begradigen ist bestechend einfach. Durch den sanften Druck liegt das Vinyl plan auf dem Teller und der Tonabnehmer gleitet sanft und ungestört durch die Rille, wo er seine mechanische Abtastung vollzieht. Gleichzeitig werden in der Platte befindliche Vibrationen, die durch die Abtastung selbst oder aber Luftschall entstehen, durch den Druck gegen die Plattentellerauflage absorbiert. Dadurch wird relativ mehr Nutzsignal aus der Rille geholt und weniger dieser Störanteile. Die Geschichte des Plattengewichts Octopus von bFly-audio wäre daher also schnell erzählt, wenn es sich beim Octopus um ein normales Plattengewicht oder eine normale Plattenklemme handeln würde. Doch wirklich handelt es sich eher um einen Hybriden zwischen Plattengewicht und Plattenklemme, mit ausgeklügelten Features, durchdachter Materialwahl und schickem Design.

Ganz nebenbei macht so ein Plattengewicht auch noch optisch was her.

Octopusse oder Oktopoden?

Grundsätzlich von einander abgrenzen kann man Plattengewichte und Plattenklemmen nur über den Klemmmechanismus. Denn während das Gewicht wenig darüber aussagt, ob es sich nun um eine schwere Klemme oder ein leichtes Gewicht handelt, ist der Klemmmechanismus logischerweise ein untrügliches Zeichen dafür, dass es sich um eine Plattenklemme handelt. Dies macht sich die kreative Firma bFly-audio zu Nutze und bietet mit dem Octopus einen Hybriden an, der vielseitig konfigurierbar ist. Diese Konfigurierbarkeit beschränkt sich nicht darauf, ob das schicke Zubehörgerät klemmen oder nur beschweren soll. Nein, es bietet auch Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich des Materials und des Gesamtgewicht. Insgesamt lassen sich aktuell 32 Oktopoden und Oktopusse konfigurieren, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Dabei kann gewählt werden zwischen Zylinderkopf, Kugelkopf sowie Klemme und reinem Gewicht und vielem mehr. In Zukunft kommt noch eine weitere Konfigurationsmöglichkeit, der Octopus Heavy hinzu, die das mögliche Gesamtgewicht auf 815 Gramm erhöht.

Fast vollkommene Gestaltungsfreiheit

Insgesamt besteht jeder Octopus aus 20 Einzelteilen, wobei viele fest verbaut sind. Für den Endanwender besteht das Plattenklemmgewicht aus drei austauschbaren Teilen: Knauf, Dornaufnahme und Basis. Alle drei Teile gibt es in verschiedenen Farben, beziehungsweise Materialien und Formen. So ergeben sich insgesamt die 32 Kombinationsmöglichkeiten. Lässt man Farbvarianten unberücksichtigt, ergeben sich vier unterschiedlichen Konfigurationen. Immer noch genug Auswahl für jede Situation. Die Entscheidung für eine Variante muss zweistufig erfolgen: Erstens Gewicht oder Klemme und zweitens Zylinderkopf oder Kugelkopf. Der Zylinderkopf ist etwa 70 Gramm leichter als der Kugelkopf, so dass hier auch eine Anpassung an den gewünschten Einsatzzweck erfolgen kann. Welche Konfiguration für welches Setup am geeignetsten ist, ergibt sich aus dem verwendeten Plattenspieler und dem Geschmack, beziehungsweise der Philosophie des Anwenders. Früher hätte ich immer zur schweren Variante geraten (mehr ist besser!). Heute würde ich es individuell vom Konzept des Plattenspielers abhängig machen.

Gewicht, Einsatz, Kopf – jedes dieser drei Elemente lässt sich in verschiedenen Ausführungen zu einem individiuellen Octopus zusammenstellen. Die Montage ist ganz einfach und in wenigen Sekunden ohne zusätzliches Werkzeug erledigt.

Gewicht oder Klemme?

Bei einem Masselaufwerk könnte der Octopus in der Kugelkopf-Variante zum Einsatz kommen, bei einem Subchassis- oder Brettsieler eher in der leichten Variante. Eine gegenteilige Zuordnung wäre jedoch natürlich ebenfalls denkbar. Zumal der Gewichtsunterschied zwischen beiden Versionen nur circa 70 Gramm beträgt. Allerdings sind die Lager von Subchassis- und Brettspielern eher nicht für hohe Tellermassen ausgelegt. Daher könnte man im Extremfall durch das hohe Gewicht zwar durch die höhere Massenträgheit etwas mehr Laufruhe gewinnen, andererseits könnten durch das höhere Gewicht auch Lagergeräusche und Lagerverschleiß zunehmen. Damit wäre die Laufruhe wieder dahin. Bei Masselaufwerken hingegen ist der Teller allein häufig schon so schwer wie ein ganzer Subchassis-Plattenspieler. Daher fällt das Zusatzgewicht lagertechnisch -wortwörtlich- kaum ins Gewicht, zumal der Octopus Light maximal gute 300 Gramm wiegt. Für Massefetischisten ist Octopus also auch in der schweren Variante kaum geeignet. Dafür ist das Zubehörteil mit Köpfchen konstruiert.

Dieser kleine Kunstoffeinsatz entscheidet, ob es sich beim Octopus um ein Gewicht (links) oder eine Plattenklemme (rechts) handelt. Dieses Element wird einfach ins Zentrum des Octopus gesteckt und über den Kopf verschraubt.

Die Basis

Das Unterteil, also die wahlweise schwarz oder silbern erhältliche Basis, hat acht Ausfräsungen, die dem Gerät wohl seinen Namen verleihen. Dreht man sie um, so entdeckt man auf der Unterseite acht Buchenholzkugeln. Sie fungieren als Absorber. Was man hier nicht sieht ist, dass es sich um Halbkugeln handelt. Auf den flachen Oberseiten befinden sich Dämpfungselemente, die die aus der Schallplatte übertragenen Vibrationen absorbieren und damit reduzieren. So soll die Platte beruhigt werden, damit nur noch die in der Rille gespeicherten Vibrationen als Nutzsignal übrig bleiben. Die Wiedergabe wird präziser. In der Mitte der Basis befindet sich eine Aussparung, die die Dornaufnahme aufnimmt. Diese wiederum besteht aus Kunststoff und macht deutlich, dass hier wirklich an jedes Detail gedacht wurde. Die Dornaufnahme des Gewichts ist augenscheinlich aus einer deutlich weicheren Kunststoffmischung gefertigt als die Dornaufnahme der Klemme. Wie oben angedeutet, hat sich hier also jemand wirklich Gedanken gemacht.

Die Unterseite eines bFly Octopus ist immer mit Aussparungen und kleinen Holzkügelchen bestückt.

Der Kopf des Octopus

Die Dornaufnahme wird durch zwei kleine Stifte gegen verdrehen gesichert. Dies ist notwendig, da sie auf der Oberseite in ein Gewinde übergeht, das aus der Basis heraussteht. Dort wird der Knauf, also sozusagen der Kopf des Octopus, aufgeschraubt. Diesen gibt es, ebenfalls in Schwarz und Silber, sowie mit Münzprägung des Firmenlogos in silber oder Kupfer auf der Oberseite. Während diese Wahlmöglichkeiten nur die optische Erscheinung bestimmen, hat die wählbare Form Einfluss auf das Gewicht. Ist der Knauf zylinderförmig, wiegt er gute 80 Gramm und entspricht damit der Light-Variante. Das kugelförmige Gewicht hingegen ist etwas üppiger und wiegt dementsprechend etwa das doppelte. Um in der relativ kompakten Form genug Gewicht unterbringen zu können, ist das Innenleben in beiden Varianten aus versiegeltem Kupfer gefertigt. Das hat eine höhere Dichte als das Aluminium und sieht außerdem ziemlich gut aus. Beide Varianten firmieren etwas irreführend unter Octopus Light. Die deutlich schwerere Heavy-Version mit 815 Gramm ist noch nicht lieferbar.

Auch den Kopf gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Erlaubt ist, was gefällt.

Varianten und Lieferumfang

Zu kaufen gibt es den Octopus einzeln, also fest konfiguriert. Hier kann man entscheiden zwischen der Zylinderkopfversion als Gewicht oder als Klemme und der schweren Kugelkopfversion als Klemme oder Gewicht. Alternativ gibt es beide Varianten als Vario-Version. Darin enthalten sind zwei Dornaufnahmen, um den Octopus als Klemme und als Gewicht konfigurieren zu können. Perspektivisch wird es noch die bereits erwähnte Heavy-Version geben, die etwas mehr Speck auf den Rippen hat, jedoch aktuell noch nicht lieferbar ist. Die einzelnen Farben sind im Bestellprozess auswählbar und würden hier wohl den Rahmen sprengen. Mir gefallen einfarbige Varianten, die komplett schwarze und die aluminiumfarbene. Die Octopoden werden in gut gepolsterten kleinen Blechdosen geliefert, in denen sie perfekt aufbewahrt werden können, ohne zu verstauben. Sofern man sie natürlich nicht ohnehin auf dem Teller stehen lässt. Wir haben insgesamt drei Octopusse erhalten, die nun im Praxiseinsatz ihre Qualitäten beweisen müssen.

Geliefert werden Plattenklemmen und -gewichte in schicken Blechdorsen.

Auf dem Subchassis-Dreher

Für den Praxistest muss u.a. mein guter alter Linn LP12 herhalten, also ein klassischer Subchassis-Plattenspieler wie er von Thorens und Linn weit verbreitet ist. Mit Plattengewichten oder Klemmen habe ich bei diesem Dreher noch nicht experimentiert. In der Thorens-Community ist es üblich, den Plattenspieler mit Tuning-Produkten wie Plattenklemmen oder Gewichten zu pimpen. Bei Linn eher nicht. Das mag daran liegen, dass es von Thorens selbst mal ein Plattengewicht gab, Linn jedoch nie ein Produkt in dieser Richtung im Programm hatte. Ich wähle daher zunächst das leichtere Zylinderkopf-Gewicht. Dieses wird einfach auf den Plattendorn gestellt und drückt die Scheibe in die Filzmatte. Das Album, das für den Test herhalten muss, ist das im vergangenen Jahr erschienene „rejoice“ von Hugh Masekela und Tony Allen. Das brillante Album der beiden Jazz- und Afrobeat-Legenden überzeugt musikalisch mit vertrackten Rhythmen und virtuosem Trompetenspiel und klingt hervorragend.

Eine Schippe Raumabbildung

Wenn man seinen Plattenspieler gut kennt, ist der klangliche Unterschied nach dem Aufsetzen des Octopus light sofort und leicht festzustellen. Der Linn profitiert beispielsweise im Hochton, der feiner und detaillierter wirkt. Das aufliegende Album ist ohnehin wunderbar durchhörbar und präzise abgemischt, mit dem Octopus scheint dies jedoch noch ausgeprägter und deutlicher. Die Raumabbildung wird durch das leichte Gewicht schon sehr deutlich nachgeschärft. Das äußert sich dadurch, dass feine Hochtondetails des überragenden Albums den Hörraum komplett füllen. Das sorgt dafür, dass der ganze Raum von Musik erfüllt ist. Das gefällt mir ziemlich gut. Auch im Tiefton macht sich der leichte Octopus als Gewicht bemerkbar: Der Tiefton scheint etwas üppiger und voluminöser. Leider scheint darunter jedoch die Präzision etwas zu leiden. So gefällt mir der leichte Octopus im Hochton ziemlich gut, im Bass überzeugt mich die Kombination mit dem Linn jedoch noch nicht vollends.

In meinem Test habe ich verschiedenste Varianten durchprobiert und unterschiedlichste Ergebnisse erhalten.

Zylinder vs. Kugel

Die nächste Platte auf dem Teller ist ein Klassiker: Das zweite Santana Album „Abraxas“ in der hervorragenden MFSL-Version. Auch hier ist die gesteigerte räumliche Präzision gut nachvollziehbar. Die im Ping-Pong-Stereo zwischen den Lautsprechern wandernden Instrumente sind auf ihrem Weg klar umrissen und werden präzise abgebildet. Auch Percussion-Instrumente oder die verzerrten Gitarren scheinen, letztere insbesondere bei Soli, präziser und schärfer abgebildet zu sein. Mit dem Octopus in der Kugel-Version bleibt die Tendenz in Hochton und Räumlichkeit erhalten. Verrückterweise kommt mir der Tiefton mit den 70 Gramm mehr wieder etwas präziser vor als zuvor. Erklären kann ich das nicht. Was mir am kugeligen Oktopus noch auffällt, ist ein optisches Highlight: In der silbernen Version spiegeln sich die Ausfräsungen der Basis im kugeligen Knauf, so dass man sie vom Hörplatz aus sehen kann, wenn der Plattenspieler auf Augenhöhe steht. Das sieht ganz schön cool aus.

Oktopus als Klemme

Mit dem Octopus als Klemme konfiguriert, kommt man leider schnell an die Grenzen des Subchassis-Prinzips. Denn zur effektiven Verwendung der Klemme muss diese natürlich mit einigem Druck auf die Platte gepresst werden. Dabei drück man jedoch auch die Federn des Subchassis nach unten, bis der Plattenteller Kontakt zum Subchassis hat. An meinem Arbeitstier, einem Thorens TD 160 habe ich die Verwendung natürlich trotzdem probiert. Die klanglichen Auswirkungen sind ähnlich der beim Linn. So machen sich die Oktopoden am deutlichsten und vorteilhaftesten in den höheren Tonlagen und insbesondere der Räumlichkeit bemerkbar. Der Effekt scheint mir jedoch am Thorens etwas weniger stark ausgeprägt. Da beide Konzepte (des Linn und des Thorens) ziemlich ähnlich sind, führe ich die weniger starke Ausprägung auf die schwere Plattentellerauflage des Thorens zurück. Diese ist im Vergleich zur Filzmatte des Linn sehr massiv, was den Einfluss des Octopus dämpfen könnte.

Entscheidet man sich für die Plattenklemme, wird der schwarze Einsatz verwendet. Wird der Kopf aufgeschraubt, zieht sich die Klemmezusammen und hat den Plattendorn fest im Griff.

Kinderleichte Anwendung

Hat man ein Laufwerk, das etwas mehr Druck verträgt, so ist die Anwendung der Octopus-Klemme von bFly-audio ganz einfach. Das Oberteil, also das leichte zylindrische Gewicht, oder das schwere Kugelgewicht, wird zuerst um ein paar Umdrehungen losgeschraubt. Dadurch öffnet sich die Dornaufnahme. Nun wird der Octopus auf die Schallplatte aufgesetzt und mit einer Hand am Unterteil sanft heruntergedrückt. Dadurch wird die Platte auf den Teller gedrückt und ein nicht zu heftiger Höhenschlag planiert. Nun wird mit der anderen Hand das Oberteil wieder auf das Gewinde gedreht und dadurch die Dornaufnahme geschlossen. Jetzt ist der Octopus mit dem zuvor definierten Druck auf der Tellerachse festgespannt. Der Klemmmechanismus funktioniert hervorragend und lässt sich ohne Losschrauben nicht abziehen. Bei ganz fiesen Höhenschlägen, beispielsweise nur einseitig am Rand, bringt das natürlich nichts. Ist der Höhenschlag jedoch halbwegs gleichmäßig, wird er dadurch teilweise recht deutlich nivelliert.

Der Octopus wird mit einer Hand auf die Platte gedrückt, während man mit der anderen Hand den Kopf im Uhrzeigersinn dreht. So sitzt die Klemme später fest auf der Platte.

Fazit zum bFly-audio Octopus

Der Octopus von bFly-audio ist HiFi-Zubehör mit Köpfchen. Das kreative Konzept ist in vier Funktionsvarianten konfigurierbar, die natürlich alle bestens verarbeitet sind. Die leichtere Zylinderkopf-Variante mit einer Masse von circa 230 Gramm kann als Klemme und als Gewicht konfiguriert werden. Ebenso die etwas schwerere Kugelkopf-Version, die es auf eine Masse von etwa 300 Gramm bringt. Rechnet man Farbvarianten hinzu, ergeben sich noch deutlich mehr Kombinationsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten verfügen die Oktopoden darüber hinaus über einen integrierten Dämpfungsmechanismus, der mittels Holzkugeln und Dämpfungsgummis ungewollte Schwingungen aus der Schallplatte aufnehmen soll. Die Anwendung ist ziemlich simpel und die klanglichen Auswirkungen ebenfalls leicht nachvollziehbar. So profitierten unsere Test-Plattenspieler durch brillanteren Hochton und eine präzisere Raumdarstellung. Wie sich die Oktopusse auf einzelne Plattenspieler unterschiedlicher Konzepte auswirken, ist natürlich schwer vorherzusagen. Hier hilft wohl nur der Test am eigenen, lebenden Objekt!

Test & Text: Jonas Bednarz
Fotos: Jonas Bednarz, Philipp Thielen

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

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Technische Daten

Modell:bFly-audio
Octopus
Produktkategorie:Plattengewicht/Plattenklemme
Preis:449,00 - 1048,00 Euro
Garantie:- 24 Monate Garantie
Ausführungen:- Klemme Light
- Klemme Heavy
- Gewicht Light
- Gewicht Heavy
- Light Vario
- Heavy Vario
- DUET Light
- DUET Heavy
Farbvarianten:- Aluminium
- Schwarz
- Kombination Aluminium/Schwarz
Vertrieb:bFly-audio
Tel.: 0821- 9987797
https://www.bfly-audio.de
Abmessungen (HBT):78 Millimeter Durchmesser

- Höhe Light: 37 Millimeter
- Höhe Heavy: 58 Millimeter
Gewicht:- Light 230 Gramm
- Heavy 300 Gramm
Pros und Contras:+ Kreatives Konzept
+ Hervorragende Verarbeitung
+ leichtes Handling
+ Gut nachvollziehbare Klangveränderung
+ Upgrade kinderleicht durchführbar
+ Customizing möglich

- vergleichsweise hoher Preis
Benotung:
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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