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Redakteur

Ich persönlich bin mir sicher, dass die Zukunft der highfidelen Unterhaltungselektronik von drei Dingen bestimmt wird: Streaming, Schallplatten und kompakten All-In-One-Playern. Ein Gerät, das alle Punkte in höchster Qualität vereinen will, hört auf den schönen Namen Plato und stammt von der Marke Entotem aus England.

Ungleiches Paar, perfekte Kombination: Selbst Kopien der eigenen Schallplatten lassen sich auf dem Plato ablegen. Sogar inkl. sämtlicher Meta-Daten - automatisch aus der Gracenote-Datenbank importiert.

Ungleiches Paar und doch eine perfekte Kombination: Selbst Kopien der eigenen Schallplatten lassen sich auf dem Plato ablegen. Sogar inkl. sämtlicher Meta-Daten – automatisch aus der Gracenote-Datenbank importiert.

In modern eingerichteten Wohnräumen, wollen sich ausladende HiFi-Anlagen, bestehend aus diversen Geräten und mit vielen Kabeln oft nicht so richtig ins Interieur einfügen. Wer aber trotz dieser Hindernisse nicht auf sehr guten Klang verzichten möchte, dem bleibt nur die Möglichkeit auf ein kompaktes, zugleich aber exzellent klingendes All-in-One-Gerät zurückzugreifen, das Quellen und Verstärker vereint und Kabelsalat auf ein absolutes Minimum reduziert. Davon gibt es aber leider nur ganz wenige. Eines dieser Ausnahmen will das hier besprochene Plato von Entotem sein. Es erfüllt eben genannte Vorgaben und verspricht, glaubt man der Herstelleraussage, aber auch einen Klang allerhöchster Güte. Zudem benötigt werden nun nur noch zwei Lautsprecher, die in einem anspruchsvollen HiFi-Haushalt aber vermutlich aber eh schon vorhanden sind. Und, für die echten Hedonisten, natürlich noch ein Plattenspieler.

Modernes hören: So übersichtlich kann sich ein umfangreich ausgestattetes und erstaunlich klangstarkes HiFi-Setup darstellen.

Modernes hören: So übersichtlich kann sich ein umfangreich ausgestattetes und erstaunlich klangstarkes HiFi-Setup darstellen.

Background Entotem Plato

Alles Wichtige für den perfekten Musikgenuss unter einen Hut zu bringen hat sich der junge britische Hersteller Entotem zum Ziel gesetzt. Im eigens für die Entwicklung des Plato gegründeten Startup vereinen sich dafür nicht weniger als zehn kluge Köpfe, die sich ausschließlich um die Entwicklung dieses einen Produktes kümmern. Das nun erhältliche Resultat der Anstrengungen ist ein Mediacenter, das in Sachen Flexibilität und Konnektivität auf seinem Qualitätsniveau so ziemlich einzigartig ist. Mir jedenfalls ist ein solcher HiFi-Baustein bislang noch nicht untergekommen. Um ehrlich zu sein, im eigentlichen Sinne handelt es sich auch viel eher um einen hübsch verpackten Computer der vorzüglich Musik machen kann, als um eine klassische HiFi-Komponente. Allerdings nicht um irgendeinen Computer, sondern einen, der speziell darauf abgestimmt und optimiert wurde hohen Komfort, individuelle Möglichkeiten und – das ist die Maxime, die über allem steht – phänomenale Klangeigenschaften zu liefern.
Hierzulande kümmert sich Robert Ross mit seinem in Denkendorf angesiedelten Unternehmen “Robert Ross Audiophile Produkte” um die Betreuung und Vertrieb dieses wohl einzigartigen Musikservers. Sollte die umfangreiche, bebilderte Anleitung also wider Erwarten doch fragen offen lassen, so findet man dort einen kompetenten Ansprechpartner.

Gar nicht kompliziert: Rückseitig präsentiert sich der Entotem wie ein klassischer HiFi-Verstärker, hat aber noch viel mehr "unter der Haube".

Gar nicht kompliziert: Rückseitig präsentiert sich der Entotem wie ein klassischer HiFi-Verstärker, hat aber noch viel mehr “unter der Haube”.

Blick aufs Wesentliche

Mit dem klassischen HiFi-Gerät, wie wir es seit Jahren kennen, hat der Plato nur noch wenig gemeinsam, das wird bereits beim ersten Blick auf das Gerät deutlich. Abgesehen von einem großen Touch-Screen-Display, einem kleinen Taster und einem USB-Anschluss gibt es auf der Front des Entotem Allrounders dann auch nichts Spektakuläres zu entdecken. Lautstärkeregler oder Quellenwahlschalter sucht man vergeblich. Auch eine Fernbedienung gibt es nicht. Zumindest keine, die mitgeliefert wird. Denn zur Steuerung des Plato wird ganz einfach das eigene Android-Smartphone oder -Tablet verwendet. Das hat heute schließlich sowieso so ziemlich jeder zuhause bzw. stets zur Hand. Auf diesem wird die kostenlose Plato-App installiert, über die man dann direkt vollen Zugriff auf sämtlichen Funktionen des Mediacenters hat. Dreht man das kompakte Gehäuse um und betrachtet die Rückseite, setzt sich der schon gewonnene Eindruck fort: klassische Verstärker sehen irgendwie anders aus. Einzig die vier analogen und sechs digitalen Eingänge verraten den Zweck des Geräts. Nicht mal die üblichen Lautsprecher-Terminals sind zu finden, denn die britischen Entwickler entschieden sich statt dessen für die im z.B. PA-Bereich typischen Neutrik-/Speakon-Anschlüsse. Mir gefällt das ziemlich gut, denn so sind die mitgelieferten Bi-Wiring-Lautsprecherkabel in Sekundenschnelle sicher und fehlerfrei angeschlossen und fest arretiert. Perfekt! Daneben finden sich die obligatorische Netzbuchse samt Schalter, ein Netzwerkanschluss, ein weiterer USB-Port und sogar ein HDMI-Ausgang.

Entotem legt der aktiven Version des Plato (wie hier im Test) gleich noch ein Pärchen Lautsprecherkabel mit einseitig konfektionierten Speakon-Steckern bei.

Entotem legt der aktiven Version des Plato (wie hier im Test) gleich noch ein Pärchen Lautsprecherkabel mit einseitig konfektionierten Neutrik- bzw. Speakon-Steckern bei.

Argumente für Vinyl-Liebhaber

Schaut man sich die Bezeichnungen der analogen Eingänge einmal genauer an, ist man vielleicht geneigt, sich kurz die Augen zu reiben. Denn obwohl es sich beim Plato um ein digitales Mediencenter handelt, bietet er tatsächlich einen Phono-Eingang. Einen echt anständigen sogar, aber dazu später mehr. Schließt man dort einen Plattenspieler an, werden die schwachen Eingangssignale entzerrt, intern auf Linepegel angehoben und – falls gewünscht – anschließend digitalisiert und auf der internen Festplatte gespeichert. Letztere bietet übrigens die Platz für drei Terabyte Daten. Nun könnte man argumentieren, dass man keine Schallplatten kaufen bräuchte, um diese dann zu digitalisieren und anschließend ins Regal zu stellen. Auf Anhieb fallen mir allerdings mindestens drei Beispiele ein, die bei mir – und ich gehöre zur Fraktion der Vinyl-Jünger – im Alltag häufiger vorkommen und in denen ein solches Feature eben doch sinnvoll sein kann.
Zum einen lassen sich bislang nicht auf CD oder als Download erschienene Platten über den Plato digitalisieren und fortan zum Beispiel auch im Auto hören. Alternativ kann man seine seltenen und zum Teil sündhaft teuren Platten, die wahrscheinlich jeder Sammler stolz sein Eigen nennt, in diesem Gerät abspeichern und sie so vor Abnutzung schützen. Das dritte Beispiel, und damit sind wir bei einem weiteren Schlüsselfeature meines Testprobanden, ist die Multiroom-Wiedergabe: Es kann nämlich auch schonmal vorkommen, dass man dieses eine Album, welches man eben nur als Schallplatte besitzt, auch mal im Schlaf- oder Arbeitszimmer oder mit Freunden in der Küche hören möchte. Zu diesem Zweck kann man dann entweder den Plattenspieler dort hinschleppen und aufstellen oder man überlässt es einfach dem Plato, die Musik digital überall im Haus zu Verfügung zu stellen. Sorgen um die Qualität braucht man sich dabei übrigens keine zu machen, denn der interne Analog- zu Digitalwandler ist ein besonders hochwertiges Exemplar von Texas Instruments, der Auflösungen von bis zu 24bit/192kHz zu verarbeiten weiß und damit im Stade ist, deutlich mehr Feinheiten darzustellen, als sie beispielsweise eine CD zu bieten hat. Eben diese hohe Auflösung kann natürlich auch wieder in ein analoges Signal umgesetzt werden. Dazu setzt das Team von Entotem auf den bekannten Wolfson 8741-Chip, der zum Besten gehört, was man in diesem Bereich für Geld und gute Worte kaufen kann. Der Plato präsentiert sich also tatsächlich als ultimativer Super-Ripper!

Exakte Kopie: Die kostenlos im Android-App-Store erhältliche Plato-App zeigt exakt das, was am Display angezeigt wird.

Exakte Kopie: Die kostenlos im Android-App-Store erhältliche Plato-App zeigt exakt das, was am Display angezeigt wird.

Schier unbegrenzte Multimedia-Möglichkeiten

Der gleiche Wandler wird natürlich auch benutzt, sobald Daten auf einem der zahlreichen, anderen Wege zuspielt werden. Zum Beispiel über den Netzwerkanschluss, über den man Zugriff auf wirklich jede Quelle im Word Wide Web erhält, die man sich vorstellen kann. Entweder direkt über die Plato-App, mit der man zum Beispiel Internet-Radio-Streams empfängt, oder über eine der zahlreichen Apps aus dem google Play-Store. Richtig gelesen, denn das unauffällig designete Entotem unterstützt googles erfolgreiches Android-Betriebssystem. Somit lassen sich auf dem Mediacenter alle Apps installieren, die man auch auf dem Smartphone schon nutzt, wie zum Beispiel Spotify oder Netflix. Wer seine Medienbibliothek hingegen auf einer Netzwerk- oder USB-Festplatte gespeichert hat, kann aber natürlich auch darauf zugreifen. Und zwar auf Bild und Ton!
Zu allen gängigen Audio-Formaten, dekodiert der Plato nämlich auch alle üblichen Videokodecs, was diesen cleveren Tausendsassa auch für Film- und TV-Junkies äusserst Interessant macht. Neben den klassischen HiFi-Geräten, können Besitzer eines Plato dann theoretisch auch den DVD- oder Blu-ray-Player ausmustern, wenn man denn möchte. Ganz nebenbei stellt das System auch hier – ähnlich wie im genannten Plattenspieler-Beispiel – natürlich auch sämtliche Videodaten im ganzen Haus zur Verfügung. Entotem legt hier sogar noch einen drauf und erlaubt das parallele Streamen auf bis zu acht Fernseher. Oder alternativ das Streamen diverser Quellen an unterschiedliche Endgeräte.
Beispiel: Während Papa im Büro Musik von Festplatte hört, verfolgt Mama im Wohnzimmer die favorisierte Serienstaffel und die Tochter im Jugendzimmer den Lieblingsradiosender – natürlich alles zur gleichen Zeit und von diversen Quellen über besagte Android-App angewählt. Sozusagen Multiroom der neuesten Art und in ungeahnter Qualität!
Fast schon archaisch muten dagegen die herkömmlichen Koax- und Toslink-Digitaleingänge oder gar die analogen Cinch-Buchsen an, auf die man aber dennoch kaum verzichten kann. Wer übrigens nicht digital, sondern seine Musik analog hören möchte, der kann das mit dem kleinen Alleskönner aus England selbstverständlich auch. Zwischen den Cinch-Eingängen und den Lautsprecher-Ausgängen besteht nämlich eine direkte, natürlich analoge Verbindung. Zwar wird die Plattenspieler-Audiospur (wie oben beschrieben) zwar digitalisiert, dies geschieht allerdings nur zur Speicherung. Während des Abhörens einer Platte bleibt das Signal dagegen unberührt und analog!

Klickt man oben links in die Ecke auf das kleine Plato-Symbol, so öffnet sich ein Menü zur Auswahl der Quelle und zum Importieren von Dateien.

Klickt man oben links in die Ecke auf das kleine Plato-Symbol, so öffnet sich ein Menü zur Auswahl der Quelle und zum Importieren von Dateien.

In der Praxis

Wer jetzt erstarrt vor der schieren Vielzahl der Möglichkeiten und Angst vor einer vielleicht komplizierten Bedienung des Ganzen hat, den kann ich gleich zweifach beruhigen.
Erstens: Mir ging es genauso. Zweitens: Es ist nicht kompliziert, wie sich schnell herausstellt. Hat man den Entotem nämlich erstmal aufgestellt, mit den Lautsprechern, dem Netzwerk und dem Stromnetz verbunden, sind die ersten Klänge nur noch wenige Fingertips entfernt. Nach dem Einschalten fährt der Plato hoch und startet den Musik-Player vollautomatisch. Klickt man nun oben links auf das Plato-Logo, öffnet sich ein kleines Menü in dem man dann beispielsweise die Quelle „Internetradio“ wählt. Nun gilt es nur noch einen der zahlreichen vorgemerkten Sender auszusuchen und schon spielt Musik. Das kann wirklich jeder und es dauert nur wenige Sekunden!
Während also der Radio-Stream spielt importiere ich schnell noch ein paar Daten vom USB-Stick. Dieser Vorgang erweist sich dann fast genauso einfach: Wieder klickt man oben links in die Ecke und wählt den Menüpunkt Import/Export. Anschließend “USB” auswählen und Ordner mit gewünschten Musik- oder Videodateien auswählen, die nun auf dem Plato abgelegt werden sollen. Zur Bestätigung reicht nun ein Klick im Pop-up-Menü auf „Import“ und schon beginnt der Kopiervorgang. Auf Netzwerkfestplatten gespeicherte Daten müssen natürlich nicht erst importiert, sondern können sofort wiedergeben werden. Dazu reicht wieder ein Klick auf bekanntes Symbol oben links. Diesmal wählen wir die Medienbibliothek, die mir zunächst sämtliche auf dem Plato gespeicherten Daten anzeigt. Nachdem die gewünschte Netzwerkfestplatte in der Statusleiste ausgewählt ist, wird mir umgehend aufgelistet was es dort so alles zu sehen und zu hören gibt. Die Sortierung erfolgt auf Wunsch entweder nach Interpret bzw. Album oder man lässt sich einfach nur alle verfügbaren Videos anzeigen. Das ist wirklich alles kein Hexenwerk und selbst von Technik-Einsteigern zu bewältigen!
Bei der Wiedergabe von Dateien ist mir nur eine Kleinigkeit aufgefallen, die mir allerdings nicht so sehr gefällt: Der Entotem erstellt nämlich immer automatisch eine Playlist. Soll ein komplettes Album gespielt werden, klickt man nicht einfach den ersten Titel auswählen, sondern markiert das gesamte Album. Dazu klickt man lange auf das entsprechende Cover und wählt im anschließend erscheinenden Pop-up-Menü „Jetzt wiedergeben“. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Spätestens nach dem dritten Mal denkt man aber direkt dran.Die Bedienoberfläche am Tablet ist übrigens eine vollständige Kopie der Darstellung des frontseitigen Display am Plato. Alle Einstellungen (abgesehen vom Medienimport) funktionieren also auf die exakt gleiche Art, wie direkt am Gerät, was meinem Testgast gleich ein paar Extrapunkte in der Disziplin “Bedienkomfort” einbringt.

Langes Drücken auf Quellen oder Alben entspricht der Funktion der rechten Maustaste. Das heißt: es öffnet sich ein Fenster, das weitere Optionen bietet. Zur Wiedergabe des ganzen Albums muss nun "Play now“ angewählt werden. Nach gleichem Schema können auch Eingänge konfiguriert und umbenannt werden.

Langes Drücken auf Quellen oder Alben entspricht der Funktion der rechten Maustaste. Das heißt: es öffnet sich ein Fenster, das weitere Optionen bietet. Zur Wiedergabe des ganzen Albums muss nun “Play now“ angewählt werden. Nach gleichem Schema können auch Eingänge konfiguriert und umbenannt werden.

Was mich als Vinyl-Liebhaber allerdings besonders interessiert, ist die Wiedergabe von Schallplatte. Dazu wird der Plattenspieler über den rückwärtigen Phono-Eingang angeschlossen verbunden und eben dieser unter „Externe Quellen“ aufgerufen. Nun könnte man direkt loslegen. Ich stelle aber zuvor noch die umfangreich anpassbare Phono-Stufe auf den verwendeten Tonabnehmer ein. Bequem von der Couch aus natürlich. Dazu klickt man ein paar Sekunden durchgängig auf AUX/Phono. Anschließend öffnet sich ein Menü, in dem die üblichen Anpassungen wie Verstärkung, Eingangswiderstand und -Kapazität vorgenommen werden können. Ausserdem lässt sich der Eingang (zum Beispiel nach Plattenspieler-Marke) benennen. Das absolute Highlight kommt aber noch, denn auch bei der Wiedergabe externer Quellen lässt sich besagte automatische Musik-Erkennung aktivieren. Ist dies geschehen, holt sich der Plato aus der Gracenote-Datenbank entsprechende Informationen zu Interpret, Album, Titel und Cover, die umgehend im Display angezeigt werden. Ganz unten lassen sich zudem auch noch die Parameter für die Digitalisierung der Vinyl-Schätze einstellen. Natürlich immer vorausgesetzt, Sie wollen eine Kopie der gerade gespielten Scheibe im Speicher ablegen.
Also Platte auflegen und loshören. Frank Turners „England Keep My Bones“ ist zwar keine besonders audiophile Platte aber die Musik ist gut. Schon bei den ersten Takten macht die kurz beschriebene Phonostufe dann eine exzellente Figur und es kommt sogleich Spaß auf. Die Gracenote-Musikerkennung braucht hier etwas länger als das Gehör, hat die Platte aber nach gut 15 Sekunden erkannt und zeigt an, was gerade spielt. Sowohl was die Tonalität angeht, als auch was Bühnendarstellung und Differenzierung der einzelnen Instrumente und Stimmen betrifft, lässt sich der Entotem nun nicht lumpen und zaubert einen exzellenten und durchaus beeindruckenden Klang in den Hörraum. Dabei gelingt es ihm ausgezeichnet Unterscheide zwischen den verschiedenen Quellen deutlich zu machen. Ein weiterer Einsatzzweck für die digitale Speicherung des analogen Signals: So lassen sich zwei Plattenspieler bestmöglich mit einander vergleichen. Das habe ich natürlich mit der Kombination Linn LP12/Thorens TD160 auch gleich einmal ausprobiert. Die Aufnahme gestaltet sich so einfach, wie es nur sein kann: Ist die Platte aufgelegt und der Tonarm abgesenkt, muss nur noch der kleine, roten Aufnahme-Knopf gedrückt werden und alles weitere geschieht nun automatisch. Gracenote erkennt den Titel, benennt ihn und schneidet die Songs hinterher sogar auseinander. Nur das Stoppen der Aufnahme und das Umdrehen der Platte, muss vom Nutzer übernommen werden. Aber das gehört für Vinyl-Freunde ja irgendwie dazu. Ein wunderbares Spielzeug für alle Analog-Liebhaber.

Um die Aufnahme einer Schallplatte zu starten, wird lediglich der rote Aufnahme-Button gedrückt. Für beste Klangergebnisse sollte der Pegel bei der Aufnahme -6dB nicht überschreiten.

Um die Aufnahme einer Schallplatte zu starten, wird lediglich der rote Aufnahme-Button gedrückt. Für beste Klangergebnisse sollte der Pegel bei der Aufnahme -6dB nicht überschreiten.

Fazit

Alles aus einer Hand und auf höchstem Niveau. So könnten man die Eigenschaften des Entotem Plato knapp zusammenfassen. Das Ausnahme-Mediacenter aus England bringt alles mit, was man sich als anspruchsvoller Musikfreund mit Bezug zu neuen Medien nur wünschen kann: Einfache Bedienung, Flexibilität, hohe Konnektivität, kräftige Endstufen, einen hochwertigen Phono-Eingang und einen sehr guten Klang. Eigentlich kann man mit der Anschaffung eines Plato daher alle weiteren Audio- und Video-Geräte ausmustern (ausser den Plattenspieler natürlich!) und sich ganz der Musik widmen (und den Videos).

Test & Text: Jonas Bednarz
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

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151023.Entotem-Testsiegel

Technische Daten

ModellEntotem
Plato
Produktkategorie:Mediacenter, aktiv (inkl. Endstufen)
Preis:6000,00 Euro
Ausführungen:Gehäusefarbe:
- schwarz
- weiß
- weitere Farben auf Anfrage
Vertrieb:Robert Ross Audiophile Produkte, Denkendorf
Tel.: 08466 / 90 50 30
www.entotem.de
Abmessungen (HBT):300 x 370 x 130 mm
Gewicht:14,0 Kg
Integrierter Festspeicher:- 3 Terabyte
Kompatible Audioformate:- FLAC
- ALAC
- PCM
- WAV
- AAC
- MP3
- M4a
Betriebssystem:- Android
Eingänge:- 3 Cinch
- 1 Phono/Aux
- 3 USB
- 2 USB-Mini
- 3 optisch Digital
- 1 koaxial Digital
- 1 Netzwerk (RJ45)
Ausgänge:- 1 Pre-Out (Cinch)
- 2 optisch Digital
- 1 HDMI
- 2 x Lautsprecher (Speakon)
D/A-Wandler (DAC):- Wolfson WM8741 (bis 192 kHz)
A/D-Wandler:- Texas Instruments PCM 4722 (bis 192kHz)
Display:sehr gut ablesbares LCD mit Hintergrundbeleuchtung
Coverdarstellung:ja (aus Gracenote-Datenbank)
Netzwerkeinbindung:- LAN
- WLAN
Besonderes:- leistungsstarke Endstufen
- zeitgleiches Streaming an bis zu 8 Endgeräte
- ausgewogene Klangqualität
- flexibler Phonovorverstärker
- einfache Einrichtung und Bedienung
- erstklassiger DAC
- hervorragende Materialqualität
- sehr gute Verarbeitung
- Android-Kompatibilität
- eigene Android-App
- zeitloses Design
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungangemessen

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