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Mit dem GXT 259 Rudox erweitert Trust seine Produktpalette um ein USB-Mikrofon mit durchdachtem Konzept und ausgezeichneten technischen Eigenschaften. Das übrigens zu einem superattraktiven Preis. Das lässt nicht nur Streamer hellhörig werden. Auch für Musikschaffende und Content Creator haben wir hier ein sehr interessantes Produkt im Test.

Mit dem GTX 259 Rudox erhält man eine vollständige Studioeinrichtung inklusive hochwertigem Mikrofon und Reflexionsfilter.

Trust ist ein niederländisches Unternehmen und hat sich vom Importeur für Unterhaltungselektronik zu einem der führenden Zubehör-Anbieter für Computer, Konsolen und einer breiten Palette elektronischer Produkte entwickelt. Bekannt und beliebt sind vor allem Geräte im unteren Preissegment. Und das aus gutem Grund: Trust bietet von der Tastatur bis zur Smart Home-Ausstattung viele praktische und attraktive Produkte mit steigender Qualität, ohne dabei die Preisschraube nach oben zu drehen. Auch einige Mikrofone für Gaming- oder Business-Anwendungen finden sich im Angebot des Herstellers. Das GXT 259 Rudox ist das erste Modell, das mit integriertem Reflektionsfilter geliefert wird. Versprochen werden vom Hersteller Aufnahmen in Studio-Qualität, die dank des Filters besonders trocken und hallarm ausfallen sollen. Trust erweitert das Plug-and-Play-Prinzip durch den integrierten Filter auf den Hardware-Bereich. Ein guter Gedanke, der den Start für den ambitionierten Creator vereinfachen kann.

Die hochwertige elastische Halterung, der stabile Metallständer und der Popfilter gehören zum Lieferumfang des GTX 259 Rudox.

Ein Mikro mit Plan

Das Alleinstellungsmerkmal meines Testkandidaten ist auf jeden Fall der Reflektionsfilter, manchmal auch Micscreen genannt. Davon gibt es reichlich und die wenigsten taugen wirklich etwas. Das ist allerdings weniger das Problem des Filters an sich, sondern eher die Tatsache dass Mikrofon und Micscreen nicht aufeinander abgestimmt sind. Daher ist es ein guter Einfall von Trust, dass Rudox als Komplettpaket aus Mikrofon und Schirm zu konzipieren. Den Aufnahmen ist anzuhören, dass beim Design des Schirms bedacht wurde, wie sich Schall ausbreitet. Mit sieben Zentimetern ist der Akustik-Schaumstoff ausreichend dick, um einen beachtlichen Teil des Frequenzspektrums ab etwa 500 Hertz tatsächlich absorbieren zu können. Die Rückseite des Filters ist perforiert. Somit werden tiefe Frequenzen, die der Schaumstoff nicht absorbieren kann, durchgelassen und es kommt nicht zur unangenehmen Stapelung von Frequenzen. Das Ergebnis sind voluminöse Aufnahmen, die richtig gut klingen und dem Ohr schmeicheln.

Der zum Lieferumfang gehörige Reflexionsschutz reduziert das Auftreten von Echos uns anderer unerwünschter Effekte.

Was ist drin?

Fast einen halben Meter hoch, verspricht die Verpackung bereits einiges. Logischerweise wird ein Großteil des Raums vom Reflektionsschirm für sich beansprucht. Mikrofon, Stativ und Zubehör sind ordentlich in eigene Schachteln mit durchdachter Polsterung verpackt. Das Mikrofon ist relativ leicht, macht aber einen stabilen Eindruck. Obwohl aus Kunststoff gefertigt, ist alles sauber verarbeitet und wirkt wertig. Optisch macht mein Testkandidat schonmal einen guten Eindruck. Richtig gelungen finde ich auch, dass der Aufbauprozess in gerade mal vier Bildern ausreichend erklärt ist. Statt uns mit Anleitungen in zig Sprachen zu unterhalten, hat Trust alle wichtigen Schritte auf einem kleinen Pamphlet zusammengefasst. Plug-and-Play beginnt hier definitiv schon beim Auspacken des GTX 259 Rudox. Da für die Inbetriebnahme keine weiteren Stative notwendig sind und ein handelsübliches USB-Kabel dabei liegt, kann es auch gleich losgehen. Nach zwei Blicken auf die Anleitung ist klar was wohin gehört und der Aufbau kann losgehen.

Die Verarbeitung des GTX 259 Rudox ist gemessen an der Preisklasse erstklassig.

Montage und Einrichtung

Die stabile Basis der Konstruktion stellt ein Fuß aus Gusseisen. Auf ihm wird ein Rohr eingeschraubt und darauf der Reflektionsschirm, sowie die Schiene für das Mikrofon befestigt. Jedoch wird dieses danach nicht einfach mit der Schiene verschraubt. Trust hat sogar noch eine passende Mikrofon-Spinne beigelegt. In dieser Spinne wird die Basis mit Gummibändern gehalten. Auf ihr wird das Mikrofon befestigt. Diese Konstruktion sorgt für die Entkopplung von der Unterlage, Erschütterungen vom Tisch werden somit nicht auf das Mikro übertragen. Diese Dreingabe ist besonders bemerkenswert, da die Basis mit einem Gummiring bereits ein Minimum an Entkopplung bietet. Hier wurde also nicht gespart, indem man sich auf das Nötigste beschränkt hat. Ist die USB-Verbindung einmal hergestellt, zeigt ein blaues Licht den Betrieb an. Nach wenigen Sekunden und ohne die Installation zusätzlicher Treiber ist das GXT 259 Rudox als Ein- und Ausgabegerät erkannt.

Mitgedacht: Das Mikro sitzt fest in der Aufnahme, der USB-Port bleibt trotzdem frei zugänglich.

Perfekte Balance dank übersichtlicher Steuerung

Betrachten wir die Steuerung des Testkandidaten: Mit zwei Reglern und einer Kopfhörerbuchse finden wir hier alles vor, was wir brauchen. Über die Kopfhörer erhalten wir ein latenzfreies Monitoring-Signal. Monitoring bezeichnet das Abhören der Aufnahme. Gleichzeitig wird das Audio-Signal des Computers ausgegeben. Das ist bei Musikaufnahmen eine unverzichtbare Funktion und natürlich auch für Streamer und Content-Creator äusserst interessant. Der Mix-Regler steuert das Signal-Verhältnis im Monitoring. Ein Mikrofon-Icon links, ein Computer-Icon rechts. Ganz auf links zur Mikrofon-Seite gedreht, hören wir ausschließlich das, was das Mikro gerade aufnimmt. In der Mittelstellung hören wir das Audio-Signal vom Computer und uns gleichermaßen. Die andere Seite mit dem Computer-Icon steht für den Sound aus dem Computer. Der Mix-Regler ist zugleich auch die Mute-Taste, um das Mikro stumm zuschalten. In diesem Modus signalisiert die LED mit rotem Licht, dass aktuell nichts aufgenommen wird.

Mix-Regler und Kopfhörer-Lautstärke sind praktisch Platziert und großzügig dimensioniert. Das Kopfhörerkabel wird darunter eingesteckt. So ist es bei der Aufnahme auch nicht im Weg.

Vorverstärkung – Ein Muss?!

Auf einen Gain-Regler zur Vorverstärkung des Signals hat Trust verzichtet. Aus Komfort-Sicht wäre dieser Regler praktisch. Schlimm ist das Fehlen allerdings nicht, da der Eingangs-Pegel von Haus aus sehr ordentlich ist. Und natürlich können Änderungen in den Soundeinstellungen des Computers vorgenommen werden kann. Außerdem bedeutet der Verzicht auf einen verbauten Verstärkungsregler eine Quelle weniger für potenzielle Übersteuerungen. Wie schnell hat man bei Mikrofonen mit drei oder mehr Reglern mal den falschen gedreht und der treuen Zuschauerschaft versehentlich einen Gehörsturz beschert? Wer gerne nah am Mikrofon Platz nimmt, sollte den Pegel ein Stück absenken. Auch für Gesangs-Performances ist ein Anpassen des Pegels empfehlenswert. Hat man sich mit diesem kleinen Umstand arrangiert, steht ein patenter Schallwandler bereit. Ich ziehe mir einen Song zum Besingen in die Audio-Software und stimme die Gitarre, um zu sehen, ob das GTX 259 Rudox klanglich hält, was der optische Eindruck verspricht.

Ein externes Mischpult ist hier unnötig. Alle Einstellungen werden komfortabel am angeschlossenen Computer vorgenommen, der lediglich einen USB-Port zu Verfügung stellen muss.

Test. Eins, zwo, drei, vier …

Es zeichnet sich schnell ab, dass besonders Kreative hier eine gute Investition tätigen können. Bei Gesang und Sprache macht das Rudox eine ausgezeichnete Figur. Die Aufnahmen klingen voll und voluminös, wie ich es von einem Mikro dieser Preisklasse nicht direkt erwarten würde. Der Reflektionsfilter leistet hier wirklich hervorragende Arbeit, was vor allem bei Aufnahmen mit einem maximalen Abstand von fünfzehn Zentimetern gut zur Geltung kommt. Auch Instrumente lassen sich dank des unverfälschten Klangbilds gut einfangen. Gitarre und Gesang werden sauber aufgezeichnet. Die Aufnahmen sind relativ trocken, was auch eine Nachbearbeitung möglich macht. Jetzt möchte ich aber wissen, wie das Mikro ohne den Schirm klingt. Ich mache es kurz: Es ist nicht zu empfehlen. Die Aufnahmen klingen distanziert, hohl und haben viel Raumanteil. Der Schirm sollte auf jeden Fall an seinem vorgesehenen Platz bleiben, da das GTX 259 Rudox nur so seine Stärken ausspielen kann.

Bewährte Niere

Bei der Richtcharakteristik wurde die Niere gewählt. Die Charakteristik beschreibt, aus welcher Richtung das Mikrofon den Ton am besten aufnimmt. Die Niere bildet dabei eine Art flachen Halbkreis vor dem Mikrofon. Eben die Form des namensgebenden Organs. Das heißt, der Ton wird direkt von vorne am lautesten aufgenommen. Zur Seite hingehend wird die Aufnahme leiser. Von der Rückseite spricht das Mikrofon am wenigsten an. Diese Bauweise kommt hauptsächlich bei Gesangs- oder Sprechmikrofonen vor. Kommen mehrere Schallquellen aus derselben Richtung, wie zum Beispiel bei Gesang mit Gitarrenbegleitung, ist ein Mikrofon mit Nierencharakteristik aber ebenfalls eine gute Wahl. Für Interviews oder Gesprächsrunden sind andere Charakteristiken dagegen besser geeignet. Auch empfiehlt sich hier ein Abstand von maximal dreißig Zentimetern. Bei größeren Abständen wird die Aufnahme zunehmend dünner und der Raumanteil größer. Hier kann dann auch der Reflektionsfilter nicht mehr seiner Arbeit tun.

Hinter dem Schutzgitter verbirgt sich das Nierenmikrofon.

Trust GXT 259 Rudox als Türöffner

Nicht im wörtlichen, sondern eher im übertragenen Sinne weckt mein Testproband in mir ein grundsätzliches Interesse an akustischer Optimierung. Mit seiner Spannweite von 42 Zentimetern und derselben Höhe der Kante ist der Reflektionsfilter auf dem Schreibtisch eher unpraktisch. So mancher mag sich fragen, ob der Effekt es wert ist. Aus meiner Recording-Erfahrung kann ich sagen, dass eine Dämpfung des Raumes hinter dem Sänger oder der Schallquelle einen größeren Nutzen hat, als hinter dem Mikro. Daher war ich etwas skeptisch, ob der Reflektionsfilter einen echten Nutzen bringt. Letztlich bin ich aber definitiv überrascht, wie stark der Filter die Aufnahme verbessert. Ich kann nur empfehlen das selbst mal auszuprobieren. Einfach mal mit Schirm und dann ohne aufnehmen und die Resultate vergleichen. Wer diesen Unterschied einmal gehört hat, bekommt eine Ahnung davon was akustisch möglich wird, wenn die Welt der akustischen Raumoptimierung keine Unbekannte mehr ist.

Ob mit oder ohne Mikrofonschutz: Einfach mal ausprobieren.

Diffuse Wirkung

Wie ich zuvor bereits erklärt habe, dient die perforierte Rückseite des Micscreens, um Schallanteile, die der Schaumstoff nicht absorbieren kann, nach hinten durchzulassen. Die Überlagerungen bestimmter Frequenzen wird folglich vermieden. Wer schonmal den Tipp befolgt hat, seine Aufnahmen vor dem offenen Kleiderschrank zu bestreiten, kennt dieses Phänomen namens Kammfiltereffekt vielleicht. Hierbei stapeln sich Frequenzen in einem kleinen, geschlossenen Raum und es kommt zu Überlagerungen. Das Ergebnis ist eine ausgehöhlte, leblose Aufnahme. Das ist hier nicht der Fall. Hier fungiert die Rückseite zugleich als Diffusor und streut von der Rückseite auftreffende Schallwellen, die somit an Energie verlieren. Im Gegensatz zur Absorption wird der Schall in verschiedene Richtungen verteilt und nicht im Material geschluckt. Damit bleibt der Raumklang lebendig. Das kann so ein vergleichsweise kleiner Filter natürlich nur sehr begrenzt. Aber ich finde es bemerkenswert, dass auch dieses Prinzip auch im Rudox GXT 259 merkliche Anwendung findet.

Die Rückseite des Reflexionsschirmes ist perforiert. Dadurch werden bestimmte Frequenzen durchgelassen und nicht reflektiert.

Fazit

Mit dem GXT 259 Rudox bietet Trust ein Plug-and-Play Sorglos-Paket zum attraktiven Preis von nichtmal 150,00 Euro. Die Installation und Inbetriebnahme sind kinderleicht und kurz und knackig erklärt. Alles was für den Start benötigt wird, wird gleich mitgeliefert. Alle Teile sind wertig verarbeitet und machen einen soliden Eindruck. Dank des integrierten Reflektionsfilters werden Aufnahmen unabhängig vom eigenen Raum in sehr guter Qualität möglich. Wer sich darauf einlässt, erhält auf jeden Fall ein Upgrade zu einem Mikrofon ohne Filter. Das ist besonders für Content Creator, Streamer oder Musiker interessant. Aufgrund seiner unverfälschten Klangabbildung finden aber auch Voice-Actor mit schmalem Geldbeutel eine tolle Erstausstattung. Vermeintlich fehlende Features wie ein Gain-Regler fallen kaum ins Gewicht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist vorbildlich und der Sound des Mikrofons in dieser Preisklasse referenzwürdig. Mein Testkandidat hält definitiv, was Trust verspricht.

Test & Text: Dominik Schirach
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Preistipp
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

80 of 100

80 of 100

79 of 100

Technische Daten

Modell:Trust
GTX 259 Rudox
Produktkategorie:USB-Mikrofon mit integriertem Reflektionsfilter
Preis:um 150 Euro
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Trust
www.trust.com
Abmessungen (HBT):470 x 260 x 430 Millimeter (inklusive Reflektionsschirm)
Gewicht:1,0 Kg
Anschlüsse:- USB B-Schnittstelle
- 3,5mm-Klinken-Kopfhörer-Ausgang (32 Ohm)
Richtcharakteristik:Niere
Kapselart:Kondensator
Auflösung:96 kHz/24 Bit
Frequenzgang:18 Hz - 21 kHz
Grenzschalldruck:130 dB
Systemvoraussetzungen:- Windows 7 oder höher
- Mac OS X 10.5 (Leopard) oder höher
Kompatibilität:Plug & Play zur treiberlosen Nutzung an Windows- und Mac- Computern
Lieferumfang:- Mikrofon Rudox GXT 259
- USB-Kabel (1,8 Meter)
- Tischstativ
- Reflektionsfilter
- Poppfilter
- Spinne
- Anleitung
Pros und Contras:+ Komplettes Plug and Play-System
+ durchdachtes Konzept mit Reflektionsfilter zur akustischen Optimierung
+ Solide Verarbeitung
+ Tolle Aufnahmequalität
+ Ausgezeichnetes Einsteigermikrofon für Content Creator, Musiker und Voice Actors
+ Echtzeit-Monitoring
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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