lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Redakteur
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Spannende Paarung: Der Kopfhörer-Spezialist Final kombiniert im Edel-In-Ear B1 einen Balanced Armature-Hochtöner mit einem dynamischen Basstreiber – und damit zwei verschiedene Schallwandler-Prinzipien. Dieses Team verspricht eine überwältigende Klarheit, Präsenz und Livehaftigkeit der Wiedergabe. Wir haben den Final B1 ins Ohr gesteckt, um das zu testen.

Edler In-Ear: Der Final B1 ist mit seinem hochglanzpolierten Roségold-Finish und der fraktalen Formgebung ein echter Hingucker.

Edler In-Ear: Der Final B1 ist mit seinem hochglanzpolierten Roségold-Finish und der fraktalen Formgebung ein echter Hingucker.

Final? Die japanische Audiomarke hat sich seit 1974 einen hervorragenden Namen als Hersteller von High End-Produkten gemacht und Dank exzellenter Expertise auch als OEM- und ODM-Partner Produkte für andere Marken entwickelt und gefertigt. 2009 startete die Spezialisierung auf hoch- und höchstwertige Kopfhörer – abermals für Produkte unter eigenem Namen sowie für andere Hersteller. Dieses Know-how paart Final mit neuesten Erkenntnissen und bringt den aktuellen Entwicklungsstand nach und nach in seine B-Serie ein. Mit dieser In-Ear-Reihe loten die Japaner die verschiedenen Möglichkeiten „Balanced Armature“-Technik sowie unterschiedliche Klangabstimmungen aus. Dabei bezeichnet die Nummerierung der bislang präsentierten Modelle B1, B2 und B3 keine Abstufung von Qualität oder Preis. Sie steht schlicht für die Abfolge der Entstehung. Der B1 ist also der Primus in diesem Portfolio – und dann doch auch das Spitzenmodell der Serie. Schauen wir uns diesen faszinierenden Schallwandler und seine verblüffende Technik näher an.

Die feinen Gravuren auf der Innenseite unterstützen den edlen Look des B1.

Die feinen Gravuren auf der Innenseite unterstützen den edlen Look des B1.

Edler Auftritt

Edler geht es kaum: Der Final B1 präsentiert sich in einem Gehäuse aus feinstem Edelstahl, das mit einem Finish in Roségold überzogen ist. Dieses hochglanzpolierten Coating ist makellos ausgeführt. Die Passung der beiden Gehäusehälften ist exzellent, der Korpus erscheint wie aus einem goldenen Guss gefertigt. Wow! So strahlt der B1 eine Hochwertigkeit aus, bei der sich der optische und haptische Eindruck decken. Mit acht Gramm ist der F1 nicht gerade ein Leichtgewicht, doch beim Tragekomfort wird uns dieser Kopfhörer erstaunen. Hinzu kommt ein überaus markantes Design: Der Korpus ist einerseits eckig-kantenreich, mit dieser fraktalen Form hat Final eine Gestaltung mit hohem Wiedererkennungswert kreiert. Andererseits ist der Korpus so an das menschlichen Gehörs angepasst, dass er sich geschmeidig an die Ohrmuschel anschmiegt. Ein kleines Loch an der inneren Seite zeigt uns, dass der B1 mit einem Druckausgleichs-Ventil ausgestattet ist. So wird der beachtliche Druck moderiert, den das Schallwandler-Team aufbaut.

Der B1 macht auch im Verbund mit dem exzellenten Kabel Kabel und der hochwertigen Steckverbindung bella figura.

Der B1 macht auch im Verbund mit dem exzellenten Kabel Kabel und der hochwertigen Steckverbindung bella figura.

Balanced Armature – die etwas andere Schallwandlung

Dabei setzt Final für den höheren Frequenzbereich auf einen Balanced Armature-Treiber. Balanced Armature, kurz BA, bedeutet „ausgewogener Anker“. Dieser Anker befindet sich freibeweglich im Magnetfeld eines Permanentmagneten – und zwar genau im Zentrum des Feldes, wo auf den Anker keine resultierende Kraft einwirkt und er quasi freibalancierend-ausgewogen schwebt. Der Anker ist aber auch von einer Spule umgeben. Durch sie fließt das Musiksignal in Form eines elektrischen Stroms. Dieser Strom magnetisiert nun den Anker. Dadurch wird er magnetisch angezogen oder abgestoßen. Diese Bewegung gibt er nun an die Membran weiter. Dies geschieht über den stabförmigen Antrieb, der Anker und Membran fest verbindet. Die somit ebenfalls bewegte Membran erzeugt dank ihrer größeren schwingenden Fläche Schallwellen – also: Musik. Dieses ausgeklügelte Prinzip hat mehrere Vorteile: Der Treiber kann sehr klein gebaut werden, er besitzt einen hohen Wirkungsgrad und hat eine niedrige Impedanz. Dies sind ideale Eigenschaften für den energieeffizienten Einsatz bei In-Ear-Kopfhörern.

Der B1 wird mit dem Kabel über MMCX-Buchse und -Stecker verbunden. So ist das Kabel schnell abnehmbar und auswechselbar.

Der B1 wird mit dem Kabel über MMCX-Buchse und -Stecker verbunden. So ist das Kabel schnell abnehmbar und auswechselbar.

Teamwork mit dynamischem Tieftöner

Die anspruchsvolle Technik erfordert allerdings viel Know-how und einen aufwändigen Fertigungsprozess. Das schlägt sich im Preis nieder. Dafür sind die BA-Treiber vielfältig einsetzbar: Entweder als alleinige Wandler oder im klanglich vorteilhafteren Verbund, wobei jeder Treiber für einen bestimmten Frequenzbereich optimiert werden kann. Auch die Kombination eines BA-Treibers mit einem konventionellen dynamischen Lautsprecher ist gängig, denn so sehr das BA-Prinzip klanglich mit Offenheit und Detailreichtum , Impulstreue und Dynamik punktet, so hat es im Tiefton mitunter seine Limitierung. Ein solch hybrides System arbeitet auch im Final B1: Der Balanced-Armature-Hochtöner bekommt Unterstützung durch einem dynamischen 6,4-Millimeter-Basstreiber. Diese Dual-Konfiguration ist Final ohne klangbeeinflussende Frequenzweiche gelungen. Die Abstimmung ist stattdessen im Gehäuse über das Volumen und die Resonanzkammer realisiert. Der B1 bietet eine vorteilhaft geringe Impedanz von 13 Ohm, aber auch eine verhältnismäßig niedrige Empfindlichkeit von 94 Dezibel/Milliwatt. Hier wird uns der Kopfhörer im Praxistest allerdings ein zweites Mal überraschen.

Souveräne Führung: Mit Ohrbügeln wird das Kabel definiert über das Ohr nach hinten gelenkt. Zugleich dämmen diese Bügel den Umgebungsschall.

Souveräne Führung: Mit Ohrbügeln wird das Kabel definiert über das Ohr nach hinten gelenkt. Zugleich dämmen diese Bügel den Umgebungsschall.

Wichtige Mitspieler: die Ohrpassstücke

Neben den Schallwandlern spielen bei In-Ears die Ohrpassstücke eine wichtige Rolle. Sie sind mitentscheidend für den Tragekomfort und maßgeblich für den Klang. Nur wenn die Passstücke perfekt im Ohr sitzen, erreicht man die nötige Abdichtung, die für das akustische Funktionieren entscheidend ist: Nur dann werden alle Frequenzen der Musik korrekt an das Trommelfell übermittelt. Deshalb liefert Final gleich fünf verschieden große Paar Ohrpolster – und die sind von exzellenter Güte. Diese Qualität wissen auch andere Hersteller zu schätzen, sie liefern ihre In-Ears ebenfalls mit den leicht einführbaren, dann aber nicht rutschenden Aufsätzen von Final. Die Ohrpassstücke sind am Ansatz farblich codiert: Rot steht für rechts, Grau für Links. So kann man auch in dunklerer Umgebung schnell erkennen, welcher In-Ear in welches Ohr gehört. Um nun noch die verschiedenen Größen unterscheiden zu können, bietet die dunklere und hellere Rot- oder Graufärbung von nah beieinanderliegenden Größen eine Orientierungshilfe.

Zum B1 liefert Final fünf Paar Ohrpassstücke in den Größen XS, S, M, L und XL. Die roten Aufsätze sind für das rechte Ohr, die grauen für das linke. Benachbarte Größen sind zugunsten der Unterscheidbarkeit in verschiedenen Rot- und Grautönen gehalten.

Zum B1 liefert Final fünf Paar Ohrpassstücke in den Größen XS, S, M, L und XL. Die roten Aufsätze sind für das rechte Ohr, die grauen für das linke. Benachbarte Größen sind zugunsten der Unterscheidbarkeit in verschiedenen Rot- und Grautönen gehalten.

Klasse-Kabel

Für den Anschluss an einen Player bietet der B1 ein 1,2 Meter langes Kabel aus silberbeschichtetem reinem Kupfer. Die feinen Adern für die beiden Kanäle sind mit klarem Kunststoff ummantelt und dann spiralförmig verdrillt. Das sieht hochattraktiv aus, verhindert Verknotungen bei der Benutzung und sorgt dafür, dass das Kabel keine Geräusche überträgt, die durch Körperkontakt und Erschütterungen beim Tragen entstehen. Dieses Kabel baumelt auch nicht ständig störend vor Brust und Bauch. Es hängt nämlich nicht am Kopfhörer runter, sondern wird nach oben über und dann hinter das Ohr geführt. Das erinnert an die In-Ear-Systeme, die Musiker auf der Bühne verwenden. Durch diese definierte Kabelführung wird der perfekte Sitz des Systems erreicht. Dies unterstützt beim B1 ein durchsichtiger schlauchartiger Ohrbügel, in den das Kabel eingelegt wird. Sein weicher Kunststoff erhöht den Tragekomfort und bewirkt zudem eine Dämmung von Umweltgeräuschen. Dank MMCX​-Steckern kann das Kabel ruck-zuck vom Kopfhörer abgenommen werden.

Das mitgelieferte Kabel ist optisch attraktiv und akustisch exzellent. Es überträgt zudem keine Bewegungs- oder Berührungsgeräusche.

Das mitgelieferte Kabel ist optisch attraktiv und akustisch exzellent. Es überträgt zudem keine Bewegungs- oder Berührungsgeräusche.

Der Final B1 in der Praxis

Bei einem In-Ear startet der Praxistest natürlich mit dem Anziehen und Einführen ins Ohr. Nur die perfekte Passform und die saubere Abdichtung bürgen für einen hohen Tragekomfort, eine gute Dämmung der Umweltgeräusche und maximale Klangqualität. Also: Erst mal die richtige Größe der Ohrpasstücke ermitteln. Bei fünf mitgelieferten Paaren ist für jedes Ohr die richtig sitzende Größe dabei. Das Einsetzen ist für Leute, die erstmals ein IEM mit ausgeformtem Ohrstück einsetzen und das Kabel über das Ohr führen, ungewohnt. Doch beim geht es kinderleicht. Wir haben selten so leicht und geschmeidig einführbare In-Ears erlebt. Zudem ist der B1 trotz der eckigen Formgebung sehr angenehm zu tragen. Auch sein gar nicht mal so geringes Gewicht macht sich nicht bemerkbar. Kaum angezogen, hat man den B1 auch schon ausgeblendet – zumal er perfekt in Position bleiben. Hier macht sich neben den rutschfesten Passstücken auch die Über-Ohr-Führung verdient, die zusätzlich den Sitz stabilisiert. Prima!

Zum Anschluss an einen Player oder Verstärker ist das mitgelieferte Kabel mit einem unsymmetrischen Miniklinkenstecker im Format 3,5 Millimeter ausgestattet (mittlerer Stecker). Als optionales Zubehör gibt es das Kabel alternativ in symmetrischer Ausführung mit 2,5 Millimeter-Miniklinkenstecker (linker Stecker) oder 4,4 Millimeter-Pentaconn-Stecker (rechter Stecker).

Zum Anschluss an einen Player oder Verstärker ist das mitgelieferte Kabel mit einem unsymmetrischen Miniklinkenstecker im Format 3,5 Millimeter ausgestattet (mittlerer Stecker). Als optionales Zubehör gibt es das Kabel alternativ in symmetrischer Ausführung mit 2,5 Millimeter-Miniklinkenstecker (linker Stecker) oder 4,4 Millimeter-Pentaconn-Stecker (rechter Stecker).

Gute Effizienz trotz geringer Empfindlichkeit

Für so einen feinen Kopfhörer wählen wir auch exquisite Mitspieler. Als Quelle dient der HiRes-Player Pioneer XDP-300R. Als mobiler Kopfhörerverstärker kommt der Cayin C9 zum Zug. Bei ihm können wir das Volumenpoti im unteren Bereich belassen und den Gain-Schalter auf den Low-Modus einstellen. Der B1 benötigt, trotz seiner geringen Empfindlichkeit von 94 Dezibel/Milliwatt, überraschenderweise keinen starken Antrieb. Auch direkt am HiRes-Player und am Smartphone LG 30 angeschlossen liefert der B1 in puncto Effizienz eine ordentliche Vorstellung. Musikalisch starten wir mit „Summer Vibe“. Das ist eine zur Jahreszeit passende entspannte Jazz-Nummer mit schönem Latin-Groove. Den liefert das japanische Quintett Beagle Kick in der Besetzung Trompete, Gitarre, E-Piano, Bass und Percussion/Cajón.

Zur Aufbewahrung wird der B1 im mitgelieferten Silikon-Etui verstaut. Das runde-Case ist leicht, handlich und weich-flexibel – und dadurch bestens für jede Tasche geeignet.

Zur Aufbewahrung wird der B1 im mitgelieferten Silikon-Etui verstaut. Das runde-Case ist leicht, handlich und weich-flexibel – und dadurch bestens für jede Tasche geeignet.

Entspannte Summer Vibes mit kräftig-konturiertem Bass

Als erstes fällt uns auf, wie entspannt die Nummer mit dem B1 klingt. Das ist kein Selbstläufer: Die superbe Aufnahme hat durchaus ihre harschen Momente, gerade der Einstieg der Trompete mit einem Spitzenton samt Glissando kann durchaus anstrengend klingen. Doch der B1 präsentiert die Stelle so, wie sie intendiert ist: als eindrucksvolle Visitenkarte des Trompeters. Den Anfang des Songs bestreiten aber erst einmal Bass und Schlagzeug. Hier achten wir zuerst auf den Bass, denn er fällt mit seinem angenehmen Volumen und seiner Tragkraft auf. Dabei spielt Takashi Sugawa einen akustischen Kontrabass. Dieser akustische Viersaiter kann über In-Ear-Kopfhörer oft eben nicht sein Bassvermögen entfalten kann, weil er entweder zu anämisch oder zu angedickt klingt. Mit dem B1 hingegen klingt er satt und definiert. Ein Quercheck mit „James Taylor’s „Today, Today Today“, bei dem ein elektrischer Bass spielt, gibt uns die Gewissheit, dass die Tiefton-Wiedergabe des B1 nicht überzeichnet ist, sondern kräftig-konturiert.

Der B1 schmiegt sich trotz seiner kantigen Anmutung geschmeidig an das Ohr an und sorgt auch optisch für eine stimmige Erscheinung. Das Gold im Ohr will allerdings pfleglich behandelt werden: Die hochglanzpolierte Gehäuseoberfläche ist anfällig für Fingerabdrücke.

Der B1 schmiegt sich trotz seiner kantigen Anmutung geschmeidig an das Ohr an und sorgt auch optisch für eine stimmige Erscheinung. Das Gold im Ohr will allerdings pfleglich behandelt werden: Die hochglanzpolierte Gehäuseoberfläche ist anfällig für Fingerabdrücke.

Livehaftige Wiedergabe mit dynamischer Grandezza

Zurück zu „Summer Vibe“: Für den Groove sorgt neben dem Bassisten auch der Perkussionst Takashi Itani. Er vollführt auf seinem Cajón, dieser eigentlich einfachen Kistentrommel, ein ziemlich kunstvolles Schlagwerk. Dabei stuft er seine Patterns dynamisch sehr fein ab – und diese Differenzierungen der Intensität- und Lautstärke sind mit dem B1, der ja prinzipbedingt agil und impulstreu schallwandeln kann, ein Hochgenuss: Das Cajón hat richtig Punch, die Schläge klingen präzise-akzentuiert, haben auch in den leisen Passagen eine gute Durchsetzungskraft und Präsenz. Diese Präsenz fasziniert uns nachhaltig: Auch nach dem Einsteigen der Gitarre, der Trompete und der Keyboards hat und behält jedes Instrument eine tolle Gegenwärtigkeit. Dieses Empfinden einer akustische Körperlichkeit, die sich eigentlich bei einer realen Musiksession mit Instrumentalisten aus Fleisch und Blut einstellt, gelingt dem B1 verblüffend gut und realistisch: Wir sind ganz nah dran, sitzen direkt neben den Musikern von Beagle Kick im Studioraum und erleben eine livehaftige Wiedergabe.

Beeindruckender Beethoven

Wie verhält sich der B1 nun bei personalintensiven Musiziersituationen? Wir wechseln vom Studio-Aufnahmeraum in das Berliner Funkhaus, wo Paavo Järvi die deutsche Kammerphilharmonie Bremen durch den Finalsatz der dritten Sinfonie dirigiert. Mit dem B1 ist diese herausragende Einspielung des „Allegro molto“ ein regelrechter Entdeckungsgenuss. Wieder erleben wir, neben einer homogen-natürlichen Abbildung, diese Unmittelbarkeit und Präsenz: Wir sind den Musikern eher nah, können die einzelnen Instrumenten verorten und ihren musikalischen Dialoge folgen. Wir hören eben keinen distanziert-amorphen Klangkörper von den hintersten Plätzen des Saals. Das liegt an der Ausrichtung der Räumlichkeit und Tiefenstaffelung des B1: Er ist nicht auf akustisches Cinerama-Format getrimmt. Wer es nun geräumiger oder forscher mag: Die B-Serie von Final ja neben dem B1 zwei zwei akustisch anders abgestimmte Modelle: den rund dreihundert Euro kostenden B1 im Gun Metal-Finish und den mit knapp 500 Eure bepreisten B3 im Silver Frost-Finish. Mit diesen Schwestermodellen klingt der Beethoven deutlich anders.

Hier die drei bisherigen Modelle der B-Serie: Neben dem in Roségold gehaltenen B1 besteht die Reihe aus dem B3 im Silver Frost Finish (links) und dem B2 im Gun Metal Finish (rechts). Alle drei Modelle sind unterschieden sich in ihrer Treiber-Bestückung und sind klanglich verschieden abgestimmt.

Hier die drei bisherigen Modelle der B-Serie: Neben dem in Roségold gehaltenen B1 besteht die Reihe aus dem B3 im Silver Frost Finish (links) und dem B2 im Gun Metal Finish (rechts). Alle drei Modelle sind unterschieden sich in ihrer Treiber-Bestückung und sind klanglich verschieden abgestimmt.

Charaktervielfalt: Die B-Serie im Vergleich

Der B2 schallwandelt mit einem einzigen Full-Range-Balanced-Armature-Treiber. Dadurch hat er einen deutlich höheren Wirkungsgrad von 109 Dezibel und liefert mehr Dynamik und Druck. Er bietet zugleich eine weiträumigere Abbildung, ist aber in den Höhen nicht ganz so elaboriert wie der B1. Der B1 ist dagegen merklich leiser – aber auch deutlich direkter und distinguierter im Klang. Beethovens „Allegro molto“ klingt mit dem B1 runder, integerer, gerade die Tutti-Abschlägen nach dem aufstrebende Anfang geben das Orchester etwas weniger forsch, dafür aber klarer wieder. In diese Richtung geht auch der B3, der mit zwei Balanced-Armature-Treibern schallwandelt. Er liegt mit einem Wirkungsgrad von 102 Dezibel zwischen dem B1 und dem B3. Trotzdem liefert er einen satten Pegel, auch einen vollen Tiefton, und ist im Hochtonbereich durchaus noch etwas brllanter. Doch beim B1 empfinden wird den Hochtonbereich harmonischer und den Bass profunder. Und auch in puncto Natürlichkeit und Entspanntheit ist der B1 unser Favorit.

Der Final B mit seinen Spielpartner: Als Zuspieler dient der HiRes-Player Pioneer XDP-300R, als Kopfhörerverstärker kommt der Cayin C9 zum Zug

Der Final B mit seinen Spielpartner: Als Zuspieler dient der HiRes-Player Pioneer XDP-300R, als Kopfhörerverstärker kommt der Cayin C9 zum Zug

Fazit

Der Final B1 ist das Spitzenmodell der Serie – und diese Position behauptet der InEar-Kopfhörer mit seiner akustische Klasse. Durch die Schallwandler-Kombination eines Balanced Armature-Hochtöners mit einem dynamischen Basstreiber liefert er eine überaus stimmige, harmonisch-natürliche Wiedergabe. Sie beeindruckt insbesondere mit der tollen Präsenz und Livehaftigkeit der Abbildung. Der B1 punktet aber auch mit ausgezeichneter Agilität und Dynamik. Hinzu kommt ein voluminöser, definiert-artikulierter Bass. Diese akustischen Vorzüge stecken in einem Kopfhörer, der durch seinen hohen Tragekomfort und seine exzellente Material- und Fertigungsqualität glänzt – wie auch durch sein außergewöhnliches, edles Design samt Roségold-Finish. So hat man mit dem Final B1 optisch wie akustisch Gold im Ohr.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote:
Klasse: Spitzenklasse
Preis/Leistung: gut

93 of 95

94 of 95

93 of 95

210728.Final B1-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Final
B1
Produktkategorie:Kopfhörer, In-Ear
Preis:699,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:Rose Gold (Roségold)
Vertrieb:ATR - Audio Trade, Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 208-882 66 0
www.audiotra.de
Maße:- Kopfhörer: 15 x 20 xx 17 mm (ohne Ohrpassstücke)
- Transportetui: 25 x 55 x 55 mm
Gewicht:- Kopfhörer: 8 g
- Kabel: 19 g
- Transportetui: 57 g
Prinzip:In-Ear, 2-Wege, Hybrid-System mit Balanced-Armature-Hochtöner und dynamischem Basstreiber
Treiber:1x Balanced-Armature-Hochtöner
1x dynamischer Basstreiber (6,4 mm)
Frequenzgang:k.A.
Anschluss:MMCX​-Buchse
Wirkungsgrad:94 dB​ /mW(Herstellerangabe)
Nennimpedanz:13 Ω (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- 2 In-Ear B1
- 5 Paar Ohrpassstücke (XS / S / M / L / XL)
- 2 Ohrbügel (transparent)
- Kabel (MMCX gerade/3,5mm-Miniklinke gewinkelt, 1,2m)
- Transportetui aus Silikon
- Bedienungsanleitung
Optionales Zubehör:- Kabel MMCX gerade/4,4 mm-Pentaconn (symmetrisch) gewinkelt, 1,2m (199,00 Euro)
- Kabel MMCX gerade/2,5 mm-Klinke (symmetrisch) gewinkelt, 1,2m (199,00 Euro)
Pros und Contras:+ außergewöhnliches, edles Design
+ exzellente Verarbeitung
+ stimmige, harmonisch-natürliche Wiedergabe
+ hoher Detailreichtum
+ ausgezeichnete Agilität und Dynamik
+ tolle Präsenz
+ voluminöser, definiert-artikulierter Bass
+ hoher Tragekomfort
+ superber Sitz und hohe Abdichtung der Ohrpasstücke
+ Kabel frei von Mikrofonie-Effekten
+ MMCX-Anschluss ermöglich schnellen Kabel-Wechsel oder-Austausch

- Gehäuseoberfläche ist anfällig für Fingerabdrücke
Benotung:
Klang (60%):93/95
Praxis (20%):94/95
Ausstattung (20%):93/95
Gesamtnote:93/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis/Leistung:gut

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