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Die Krise rund um das Corona-Virus Covid-19 hat unser aller Leben stark beeinflusst und an vielen Stellen eingeschränkt. Manche Bereiche haben aber auch enorm davon profitiert, dass Menschen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen. Eine Branche, die sicherlich stark von der Pandemie profitiert hat, ist das Online-Glücksspiel. Da Spieler ihrem Hobby nicht mehr im stationären Casino oder in der Spielothek nachgehen konnten, wechselten viele von ihnen ins Online Casino. Wenn Sie sich auch einmal online an einem Spielautomaten versuchen möchten, können einen Bonus ohne Einzahlung ausprobieren.

Streaming

Aber auch andere Unterhaltungsmedien konnten stark steigende Nutzerzahlen verzeichnen. Dabei hat beispielsweise der Streaming-Markt vor allem 2020 extrem erfolgreiche Zugewinne verzeichnen können. Der Streamingdienst Disney Plus schaffte es beispielsweise unglaubliche 50 Millionen Abonnenten in den ersten fünf Monaten des Jahres zu gewinnen. Für diese Menge an Abonnenten hat Netflix damals drei Jahre gebraucht. Das zeigt vor allem, wie groß in der Pandemie der Hunger nach Unterhaltung und abwechslungsreichen Inhalten war. Und auch Musikstreaming-Dienste und Podcasts konnten stark von der einzigartigen Situation profitieren.

Medien wie Tik Tok oder Jodel zeigen jedoch, dass dieses soziale Angehörigkeits-Gefühl sich sehr wohl digital nachahmen lässt und Nutzern eine gewisse soziale Umgebung geboten werden kann (Foto: pixabay.com/geralt).

Fernsehen

Nicht nur VOD-Angebote (Video on Demand) wie Netflix, Amazon Prime und Disney Plus erlebten einen Boom in der Zeit des Lockdowns und der Pandemie. Auch das klassische Fernsehen konnte eine Nachfrage verzeichnen, die die Prognose um 20% übertraf. Überraschend dabei: Gerade junge und bessergebildete Leute, die sonst vor allem VOD-Angebote nutzen, konnte man wieder vermehrt ansprechen.

Nachrichten

Da man zwischenzeitlich kaum noch Kontakt zu Mitmenschen pflegen konnte, wurden Nachrichtenangebote immer wichtiger zur Informationsbeschaffung und gewissermaßen auch als Fenster zur Welt. Gerade in solch unsicheren Zeiten wurden Informationsdienste rund um Inzidenzwerte, neue Maßnahmen und Regeln oft gesucht und genutzt. News-Seiten konnten Quellen zufolge mehr Unique User erreichen, als noch vor der Pandemie. Besonders während des ersten Lockdowns war dieser Effekt deutlich zu sehen. Reiseseiten hingegen büßten einen Großteil ihres Traffics ein, was aufgrund der vielen Reisebeschränkungen nicht sehr verwunderlich ist.

Kinos

In Deutschland gibt es etwa 2.000 Kinos. Seit Anfang Juli 2021 dürfen diese auch wieder öffnen. Zuvor erlebten die Lichtspielhäuser allerdings eine enorm schwere Zeit. Ob sich wieder alles zum Guten wendet, ist für die Kinos noch nicht abzusehen. Auch in nächster Zeit dürfte den Kinos vor allem der Mangel an neuen, hochkarätigen Titeln zu schaffen machen. Während der weltweiten Pandemie konnten kaum neue Filme produziert werden. Einige Dreharbeiten wurden lange pausiert oder sogar ganz abgebrochen. Außerdem ist nicht abzusehen, ob in Zukunft womöglich mehr Studios den Weg gehen werden, den Disneys “Mulan” genommen hat. Statt zu warten, bis die Kinos wieder öffnen, beschloss man, „Mulan“ direkt über Disney Plus zu vertreiben. Nach Zahlung einer zusätzlichen Gebühr konnten Kunden so die Erstausstrahlung gemütlich von der eigenen Couch aus erleben. Laut Disney CEO Bob Chapek handelt es sich bei dieser Art von Release allerdings um eine “einmalige Sache”.

Social Media

Der Wegfall solcher Blockbuster ist ein schwerer Schlag für die Kinos. Sollte dieses Modell der Ausstrahlung sich durchsetzen, könnten große Kinoketten, die sich als Filmanbieter verstehen, die Popcorn und Cola verkaufen, einer schweren Zukunft gegenüberstehen. Kleine Kinos, die sich auf Kunstprojekte und Nischenfilme spezialisieren, sind wahrscheinlich weniger betroffen und werden auch in Zukunft ein aktives Publikum vorfinden.
Da man sich im realen Leben kaum mit Freunden und Verwandten austauschen konnte, stieg die Aktivität auf Social Media. Gerade ältere Zielgruppen freundeten sich scheinbar immer mehr mit den gängigen Social Media-Plattformen an. Insbesondere WhatsApp, Tik Tok und Youtube konnten große Zuwächse verzeichnen. Facebook hingegen ist bei jungen Menschen zunehmend kein Faktor mehr.

Gaming

Videospiele sind inzwischen kein Kinderkram mehr, sondern in weiten Teilen der Bevölkerung angekommen. Insbesondere junge Zielgruppen haben in der Pandemie ihre Gaming-Zeit deutlich erhöht. Gaming nimmt einen immer höheren Stellenwert in der Entertainment-Branche ein. Dabei geht es nicht nur um klassische Videospiele am PC oder der Konsole, sondern auch um mobile Spiele fürs Smartphone oder Tablet. Immer populärer wird auch die Streaming-Plattform Twitch, auf der hauptsächlich Livestreams von Gaming-Inhalten konsumiert werden.

Veränderungen der Mediennutzung

Dass Lockdowns erhebliche Anpassungen der Mediennutzung provozieren, ist nicht wirklich verwunderlich. Schließlich waren eigentlich alle Zielgruppen weniger außerhalb des eigenen Zuhauses unterwegs. Das Radio hat also beispielsweise etwas gelitten, da man viel weniger in PKWs unterwegs war. Insgesamt waren die Schwankungen bei den jüngeren Generationen deutlich stärker als bei Nutzern über 50 Jahren. Letztere waren bezüglich ihres Nutzungsverhaltens etwas konstanter.

Zukünftige Trends der Unterhaltungselektronik

Die Corona-Pandemie hat uns dazu gezwungen, zentralisierte Veranstaltungen wie Konzerte und Kinovorstellungen zu meiden und unser Entertainment stattdessen viel dezentraler zu gestalten. Ob nach der Krise alles wieder zum Leben vor der Pandemie zurückkehrt, ist definitiv keine Selbstverständlichkeit. Viele Menschen haben festgestellt, dass sie Bedürfnisse nach Komfort und Stressabbau ganz gut mit dem Konsum von medialen Inhalten befriedigen können. Zwar ist Home Entertainment im normalen Alltag nicht die einzige Möglichkeit, sich zu unterhalten und Stress abzubauen. Doch von den neugewonnenen Kunden werden Netflix & Co sicherlich einige Menschen überzeugt haben, die die einfache Art der Unterhaltung und Entspannung schätzen. Netflix alleine hat im ersten Quartal 2020 etwa 16 Millionen neue Abonnenten gewonnen. Die sozialen Aspekte beim Filmschauen im Kino mit Freunden können von Streamingdiensten nicht einfach repliziert werden. Dieses Gefühl fehlt einfach und ist ein Strohhalm, an den sich die Kinos klammern können.

Medien wie Tik Tok oder Jodel zeigen jedoch, dass dieses soziale Angehörigkeits-Gefühl sich sehr wohl digital nachahmen lässt und Nutzern eine gewisse soziale Umgebung geboten werden kann. Die Plattformen müssen nicht einmal eigene Inhalte produzieren, sondern vertrauen darauf, dass die Sehnsucht nach dieser sozialen Angehörigkeit die Nutzer in der jeweiligen App hält. Und, dass diese Menschen eigenständig Inhalte produzieren. Wenn Streaming-Anbieter es schaffen, diesen sozialen Aspekt noch stärker zu imitieren, könnte die goldene Zeit der großen Kinos vorbei sein. In der Pandemie hat sich schon gezeigt, dass Menschen immer einen Weg finden, diese soziale Komponente der Heimunterhaltung irgendwie auszuleben. Mit Teleparty (früher Netflix Party) kann man beispielsweise mit Freunden gemeinsam Serien auf den großen Streaming Portalen schauen, ohne in deren physischer Gegenwart zu sein.

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