lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN
English
Zur Übersetzung unserer Seiten nutzen wir Google Translate. Dazu wird eine Verbindung zu Google-Servern hergestellt und Daten werden übertragen (weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung). Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie über folgenden Button Google Translate aktivieren.

Ein Zuhause, in dem sich alles von selbst erledigt, oder wenigstens vom Smartphone aus – sowas wünschen sich viele. Zudem begeistern sich viele Technologie-Fans für großartige Gadgets, die man ursprünglich vielleicht gar nicht unbedingt gebraucht hat – die aber einfach faszinieren. Ob „schlaue“ Beleuchtung, Sicherheitssysteme, Geräte für Sounderlebnisse oder die Klimaregelung daheim: Das Angebot ist schier grenzenlos und wächst stetig. Dass die entsprechende Nachfrage vorhanden ist, das belegt der weltweit rapide wachsende Umsatz im Smart-Home-Markt.

Heute benutzen bereits 45 Prozent der Deutschen Sprachassistenten wie Google Assistant, Alexa und Siri (Foto: pexels.com/Bence Boros).

Die Marktzahlen 2021 zeichneten ein eindeutiges Bild: Mehr als 895 Millionen Smart-Home Devices wurden weltweit verkauft, ein Wachstum von 11,7 Prozent im Vergleich zu 2020. In den kommenden fünf Jahren wird ein weiterer Anstieg prognostiziert, mit den USA, Asien, vor allem aber auch Europa als stärkste Märkte. Was vor zehn Jahren noch Utopie war, ist mittlerweile einfach das Zuhause der Zukunft. Immer mehr Menschen schließen sich dem Trend an, sei es um Energie zu sparen und nachhaltiger zu leben, tägliche Vorgänge einfacher und effizienter zu gestalten oder einfach, um so modern wie möglich zu leben.

Was genau ist ein Smart-Home?

Eine Digitalstudie im Auftrag der Postbank 2020 ermittelte, dass bereits 45 Prozent der Deutschen Sprachassistenten wie Google Assistant, Alexa und Siri nutzten. 59 Prozent der sogenannten „Digital Natives“ im Alter von 18 bis 39 Jahren waren bereits vor zwei Jahren gewohnt mit intelligenten Geräten zu kommunizieren. Immerhin 38 Prozent der „Digital Immigrants“ über 40 Jahren nutzten sie bereits. Der Begriff Smart-Home ist relativ weitläufig. Generell unterscheiden sich geschlossene, auf einen Anbieter beschränkte, Systeme die als sicherer gelten, gegenüber offenen Systemen über WLAN, die ein gewisses Datenschutz-Risiko mit sich bringen, jedoch üblicherweise ganz einfach zu installieren und flexibel sind. Bei geschlossenen Systemen sind alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt, weshalb kaum Verbindungsprobleme auftreten. Bei offenen Systemen kann es Schwierigkeiten bereiten Geräte von Apple mit der Sprachsoftware Alexa von Amazon oder einem Gerät von Philips zu verbinden, wobei gewisse Funktionen möglicherweise nicht unterstützt werden.

Große Auswahl

Natürlich tut jeder Hersteller sein Möglichstes, um komplexe Setups aus einer Hand anzubieten. Amazon beispielsweise bietet beispielsweise Alexa-kompatible Kaffeemaschinen, Überwachungskameras oder Staubsaugroboter. Generell gibt es bei Amazon die größte Smart Home-Geräteauswahl. Alles was kompatibel ist, kann auch ohne eine Smart-Home-Zentrale des Herstellers via Alexa gesteuert werden.
Die Google Assistenten hinken hier noch etwas nach. Google Nest-Geräte und -Displays sind in der Regel schlaue Helfer. Solche, die Fragen beantworten, Musik oder Videos abspielen, Einkaufslisten per Sprachbefehl erstellen und auf das Android-Phone übertragen sowie das Google Nest Thermostat steuern. Über die verschiedenen Hubs ist natürlich auch die Kommunikation mit anderen Bewohnern und zwischen verschiedenen Wohnbereichen möglich.
Apple zog mit einem Smart-Home-Kit nach, mit dem über iOS und macOS Steckdosen und Heizungen aus der Ferne gesteuert wird. Oder die Tür mit entsprechender Smart-Verriegelung vom iPhone aufgeschlossen werden kann. Gesteuert wird über sämtliche Apple-Geräte wie iPhone, iPad, Macbook, Apple Watch etc.

Ab in die Virtual Reality

Smart-Home Geräte umfassen inzwischen jedoch einen weitaus größeren Bereich als „nur“ intelligente Küchenhelfer, Beleuchtungen, Sicherheitsanlagen und Thermostate. Immer interessanter wird auch der Bereich Augmentierte Realität und VR. Hier ist der Übergang von privaten Unterhaltungsaspekten zur beruflichen Nutzung inzwischen fließend. Ob man in einem virtuellen Casino live spielt, an einem Meeting teilnimmt oder gar eine neue Immobile aus der Ferne besichtigt – der VR-Bereich wird immer populärer und die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Facebook/Meta konnte sich die Marktchance natürlich nicht entgehen lassen und brachte die VR-Brillen Oculus Quest und Oculus Meta Quest 2 heraus, die jedoch derzeit aus Datenschutzgründen in Deutschland nicht verkauft werden dürfen. Valve Index, die Valve-Microsoft Kooperation HP Reverb sowie Varjo Aero sind weitere in Deutschland beliebte VR-Geräte, mit denen man in eine virtuelle Welt abtauchen kann.

Günstig und einfach

Wer lieber fest auf dem Boden der Realität bleibt und zudem nicht viel Geld ausgeben möchte, um sein Zuhause „smarter“ zu machen, kann sich inzwischen über viele kostensparende Angebote in diesem Bereich freuen. Beispielsweise hat inzwischen sogar der schwedische Möbel-Gigant Ikea sein eigenes Smart-Home-Sortiment: Sei es eine Tischleuchte mit integriertem Lautsprecher, eine schlaue Fernbedienung, über die Temperatur und Lichtquellen gesteuert werden können, ein komplettes Beleuchtungsangebot sowie ein per App steuerbares Verdunklungsrollo – der Einstieg in ein intelligenteres Zuhause wird hier beim Möbeleinkauf umso verlockender.

Sogar das Türschloss lässt sich heute per Smartphone aus der Ferne verriegeln oder entriegeln (Foto: pexels.com/Sebastian Scholz).

Vorsicht geht vor

Wer in die Welt der intelligenten Gadgets einsteigt oder leicht von allem verlockt wird, was cool und futuristisch klingt, sollte jedoch mit Vorsicht an die Anschaffungen gehen. Bekannte Anbieter setzen natürlich alles daran, ihre Systeme so sicher wie möglich zu gestalten, um nicht ihren Ruf aufgrund eines Datenangriffs zu riskieren. Weniger bekannte und kleinere Hersteller haben hierzu oftmals nicht die Erfahrung oder finanziellen Mittel. Zudem können diese Marken und Produkte ebenso schnell verschwinden, wie sie aus dem Boden sprießen. Jüngst geschah dies mit den Geräten von Insteon. Hier stellte der Hersteller plötzlich seinen Dienst ein und verschwand. Die App ist nicht länger verfügbar und die Geräte besitzen nur noch ihre Standardfunktionen.

Fazit

Insgesamt und gerade bei den bekannten Anbietern für offene Systeme ist das Risiko jedoch gering, und die Vorteile durch schlaue Gadgets und Apps Strom, Wasser und Heizkosten zu sparen, sind wesentlich höher. Und wer liebt nicht Bequemlichkeit und Komfort zuhause. Beispielsweise die Kaffeemaschine vom Bett aus zu starten, die Wohnung schon auf dem Heimweg aufzuheizen oder das Zuhause aus dem Urlaub aus per App zu überwachen.

lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN Über uns | Impressum | Datenschutz | Kontakt