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KEF hat mit den LS60 Wireless beinahe eine neue Art All-in-one Lautsprecher geschaffen. Das elegante Design und die aufwändige Technik sind hier untrennbar mit einander verbunden. Dafür musste der britische Traditionshersteller aber auch all sein Know-How bemühen, um den schlanken Lautsprechern großen Klang zu entlocken. Nachdem wir die LS60 Wireless bereits einem ausführlichen Praxistest unterziehen konnten, wollen wir euch die wichtigsten Features der Lautsprecher nun auch im Video vorstellen.

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Anders als bei den kleineren LS50 besitzt die LS60 Wireless kein passives Gegenstück. Sie wurde von KEF voll und ganz als aktive All-in-one Lösung konzipiert. Hier sind Quelle, Verstärker und Schallwandler in einem System vereint. Wie der Name bereits sagt, wird dabei dank WLAN-Schnittstelle und einer Funkverbindung zwischen den beiden Lautsprechern, weitestgehend auf Kabel verzichtet. Ein Stromkabel pro Box reicht also bereits, um das Audiosystem einsatzbereit zu machen. Dennoch verfügen die LS60 natürlich noch über weitere Eingänge, um digitale und analoge Quellen in das System einzubinden.

Ein Pärchen LS60 Wireless ersetzt eine komplette Anlage. Vom Streamer, über den Verstärker, bis hin zum Lautsprecher ist alles an Board.

Ausstattung

Ein schlankes Anschlusspanel auf der Rückseite beherbergt hier sowohl einen optischen, als auch eine koaxialen S/PDIF-Eingang. Auch analoge Quellen wie Plattenspieler und Phono-Vorstufen können dank eines Cinch-Eingangs mit den LS60 verwendet werden. Am wichtigsten für die meisten Nutzer wird aber der HDMI-Input der Lautsprecher sein. Per eARC lässt sich so auch der Ton von Smart-TVs und Spielekonsolen über die Lautsprecher ausgeben. Die Verbindung zu Smartphones kann dann gleich auf mehrere Weise erfolgen. Neben der Verbindung per Bluetooth unterstützten die LS60 auch die Übertragung per AirPlay2 und Chromecast.

Die Singalverarbeitung geschieht vollständig im primären Lautsprecher, der über alle Eingänge verfügt. Anschließend werden alle Signale mit einer Auflösung von 96 Kilohertz bei 24 Bit, an die zweite Box gefunkt. Wird für die Übertragung zwischen den Lautsprechern stattdessen ein Ethernetkabel genutzt, wird mit 192 Kilohertz gearbeitet.

Master/Client-Konzept

Wie viele Aktivlautsprecher sind auch die LS60 Wireless als Master/Client-System aufgebaut. Nur der primäre Lautsprecher verfügt darum über alle Anschüsse. Hier werden auch alle eingehenden Signale verarbeitet, bevor sie an den sekundären Lautsprecher übertragen werden. Standardmäßig ist der rechte der beiden Kanäle von KEF als Master konfiguriert. Da sich die Kanalzuordnung der Lautsprecher aber bei Bedarf ändern lässt, können die LS60 nach belieben aufgestellt werden. Um eine Kopplung der beiden Boxen miteinander muss man sich ebenfalls keine Sorgen machen. Schon beim ersten Einschalten sind beide Lautsprecher mit einander verbunden und sofort einsatzbereit. Sollte es nötig werden, können die beiden aber auch mit einem Knopfdruck am Bedienpanel der Rückseite neu miteinander gepairt werden.

KEFs LS60 Wireless überraschen mit enorm kräftigen, plastischen Sound, den man den schlanken Lautsprechern kaum zutraut.

Design

Neben dem größtmöglichen Verzicht auf Kabel ist es besonders das Design der LS60 Wireless, das auf moderne Wohnumgebungen ausgerichtet ist. Verglichen mit anderen Standlautsprechern, fallen KEFs Aktivmodelle enorm schmal aus. Gerade einmal 13 Zentimeter messen die Gehäuse in der Breite. Auch die Höhe von knapp über einem Meter ist überschaubar, während die Tiefe mit etwa 30 Zentimetern konventionelles Maß besitzt. Um den schlanken Säulen genügend Stabilität zu verleihen, ruhen die Gehäuse auf festen Sockeln, die an allen Seiten einige Zentimeter herausragen. Um die LS60 besonders resonanzarm zu gestalten, fertigt KEF die Lautsprecher dann aus Aluminium statt Holz. Sachte Rundungen an den Kanten und ein Finish in Weiß, Grau oder Blau, verleihen den toll verarbeiteten LS60 dann einen modernen, unaufdringlichen Look.

Um den sehr schmalen Lautsprechern genügend Stabilität zu verleihen, wird eine etwas breitere Bodenplatte verwendet. Auf Wunsch kann man diese außerdem mit den beiliegenden Spikes bestücken.

Bestückung

Damit der Klang nicht so flach wie die Gehäuse der Lautsprecher wird, setzt KEF auf ein 3-Wege-Konzept, das von zusätzlichen Technologien der Marke unterstützt wird. Kernstück ist hier der legendäre Uni-Q Koxialtreiber in der Front. Extra für die LS60 entwickelte man eine Version des Chassis mit einem 100-Millimeter-Mitteltöner, der eine 19-Millimeter-Hochtonkalotte umrandet. Um Resonanzen zu verhindern, ist der Uni-Q dann mit dem sogenannten Metamaterial ausgestattet. Der speziell entwickelte Werkstoff, der auf der Rückseite des Treibers aufgebracht wird, soll bis zu 99 Prozent des unerwünschten Schalls absorbieren. Das sorgt für eine klarere Wiedergabe und wirkt Klangverfärbungen entgegen.

Der Uni-Q ist das Markenzeichen von KEF. Um das schlanke Gehäuse der LS60 Wireless zu gewährleisten, kommt hier eine etwas verkleinerte Version des Koaxialtreibers zum Einsatz.

Uni-Core

In den Seitenwänden der LS60 ergänzen insgesamt vier Tieftöner das frontale Koaxialchassis. Dabei handelt es sich aber eigentlich um nur zwei Uni-Core genannte Treiber, bei denen zwei gegenüberliegende Membranen gleichzeitig angetrieben werden. Durch sich überlagernde Schwingspulen konnten die Tieftöner besonders kompakt gebaut werden. Das wiederum kommt dem schlanken Design der Lautsprecher zu Gute. Außerdem gleichen sich durch das Konzept des Uni-Core die Kräfte im Innern aus, so dass erneut Resonanzen minimiert werden. Durch die Positionierung von Basstreibern und Uni-Q, fungieren die LS60 Wireless dann faktisch als Punktschallquelle. Durch dieses, von KEF „Single Apparent Source“ genannte Konzept, das Phasenunterschiede verhindert, soll ein möglichst homogenes Klangbild erzeugt werden. Zusammen mit dem entsprechend gestalteten Gehäuse wird außerdem ein besonders gutes Abstrahlverhalten erzeugt.

Die Positonierung der verschiedenen Treiber soll alle Freuquenzbereiche gleichzeitig beim Hörer ankommen lassen. Anstelle einzelner Schallquellen, soll so einhomogenes Klangbild wahrgenommen werden.

Streaming und Bedienung

Für ein modernes Audioerlebnis muss dann noch das Bedienkonzept stimmen. Für die Kontrolle der LS60 Wireless setzt KEF dazu auf seine KEF Connect App. Nach einer kurzen Einrichtung per AirPlay oder Google Home, lassen sich damit zahlreiche Einstellungen vornehmen und die gespielte Musik auswählen. Das ansehnliche und eingängige Interface erlaubt eine bequeme Bedienung des integrierten UPnP-Streamers. Dazu sind außerdem die Streamingdienste Qobuz, Tidal, Amazon Music und Deezer vollständig in die App integriert. Spotify kann zusätzlich per Connect Funktion genutzt werden. Letztlich bietet KEF Connect dann noch die Möglichkeit Podcasts und Radio per Internet zu hören. Als Ergänzung zur Steuerung per Smartphone, liegt dem Set aber auch eine klassische Fernbedienung bei.

Der individuell anpassbare Startbildschirm der KEF Connect App erleichtert das zügige Auffinden beliebter Funktionen. Alle wichtigen Streamingdienste sind mit den LS60 kompatibel.

Fazit

KEF verbindet hier nicht einfach Lautsprecher mit einem Streamer. Die LS60 Wireless sind eine Gesamtkunstwerk, bei dem Technik, Design und Sound verschmelzen. Hervorragend bedienbar und flexibel einzusetzen, sind die eleganten Aktivboxen eine vollwertige Alternative zu klassischen Anlagenkonzepten. Dabei muss man trotz der schlanken Form und der stylischen Optik keine Einbußen im Klang befürchten. Auch die LS60 Wireless bieten den satten, klaren Sound, den man von den Premiummodellen von KEF erwartet.

Test & Text: Philipp Schneckenburger
Video: Branislav Ćakić

Gesamtnote: Highlight
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

98 of 100

100 of 100

100 of 100

Technische Daten

Modell:KEF LS60 Wireless
Produktkategorie:Aktiv-Standlautsprecher
Preis:6.999 Euro/ Paar
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Weiß
- Blau
- Grau
Vertrieb:GP Acoustics, Essen
0201 170390
de.kef.com
Abmessungen (H x B x T):- 1042 x 130 x 321 (ohne Sockel)
- 1090 x 212 394 mm (mit Sockel)
Gewicht:31,2 kg
Bauart/Prinzip:3-Wege, aktiv, geschlossen, Master/Client
Bestückung:1 x Uni-Q Koaxialchassis
(19 mm Hochtonkalotte & 100 mm Mitteltonmembran)
4 x 135 mm Tieftöner
Frequenzbereich:31 Hz – 24 kHz (Herstellerangabe)
Leistung:2 x 100 Watt + 1 x 500 Watt (Herstellerangabe)
Eingänge:1 x Ethernet
1 x HDMI eARC
1 x S/PDIF koaxial
1 x Toslink
1 x Cinch Stereo
1 x RJ45 Lautsprecherverbindung (sekundäre Box)
- WLAN
- Bluetooth
Ausgänge:1 x Cinch Sub-Out
1 x RJ45 Lautsprecherverbindung (primäre Box)
Unterstützte Formate: MP3, OGG, AAC, WMA, MQA, ALAC, AIFF, FLAC, LPCM, WAV, DSD
Unterstützte Abtastraten:PCM bis 384 kHz/ 24 Bit
DSD bis DSD128, 5,6 MHz/ 1 Bit
(Verarbeitung mit 96 bzw. 192 kHz/ 24 Bit)
Streaming:- KEF Connect (UPnP, Qobuz, Deezer, Amazon Music, Tidal, Internetradio, Podcasts)
- Tidal Connect
- Spotify Connect
- Chromecast
- AirPlay2
- roon ready
- Bluetooth
Lieferumfang:1 x LS60 Wireless primäre Box
1 x LS60 Wireless sekundäre Box
2 x Stromkabel
1 x Fernbedienung (inkl. Batterien)
1 x Satz Spikes
1 x Ethernet-Lautsprecherkabel
1 x Schnellstartanleitung
Pro & Contra:+ elegantes Design
+ tolle Verarbeitungsqualität
+ unkomplizierte Einrichtung
+ gute Anschlussmöglichkeiten
+ ausgezeichnete Bedienbarkeit per App
+ umfangreiche Klangregelung
+ tiefer, kräftiger Bass
+ gute Plastizität
+ sehr gute Durchzeichnung
+ lebendig und natürlich
+ gute Kraftreserven

- keine
Benotung:
Klang (60%):98/100
Praxis (20%):100/100
Ausstattung (20%):100/100
Gesamtnote:Highlight
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut
Getestet mit:Innuos ZENmini Mk 3
Panasonic TX-GZW1002
Avinity High Speed HDMI
Qobuz
Netflix
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