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Digitalexperte Auralic präsentiert mit dem G1.1 ein neues Modell seines beliebten Streaming-Transporters. Mit einigen veränderten Details soll er nun noch ein wenig eleganter und vielseitiger werden. An der leistungsstarken Hardware und der exzellenten Bedienbarkeit wurde dabei hoffentlich nicht gerüttelt. Wie sich der G1.1 in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Der neue G1.1 bedient sich klar der Designsprache von Auralic. Die Unterschiede zum G1 Modell sind optisch minimial.

Schon acht Jahre ist es her, das Auralic mit dem ersten Modell des Aries die Streaming-Landschaft radikal veränderte. Zuvor eher als Wiedergabemethode für Computer-Nerds verschrien, änderte der chinesische Hersteller die Herangehensweise an das Thema hochwertige Digital-Wiedergabe. Einfache Integration in die Anlage, eine durchdachte Bedienung, und Hardware, die voll und ganz auf die Audiowiedergabe ausgerichtet war, sollten von nun an den Ton angeben. Damit machten Auralic und der Aries HiRes-Streaming vollends alltagstauglich. Mittlerweile hat sich dieses Konzept etabliert und prinzipiell sind Auralics Tugenden zur Vorlage für zahlreiche andere Hersteller geworden. Entsprechend werden aus Revolutionen nun eher Evolutionen. Wurde der Aries mit den G-Modellen vor einiger Zeit komplett überarbeitet, nimmt man nun die Feinarbeit in Angriff. Auf den bisherigen G1 folgt nun also der Aries G1.1, dem von nun an einige Technologien und Features aus der G2-Flaggschiffserie zu Gute kommen.

Obwohl Auralic mit dem G2.1 noch ein übergeordnetes Modell des Aries anbietet, sind auch die Material- und Verarbeitungsqualität des G1.1 klar auf Referenzniveau.

Nicht anfassen

Eine Sache hat sich allerdings nicht geändert. Wie jedes Mal, wenn ich ein neues Gerät von Auralic vor mir stehen habe, wandert mein Finger unweigerlich in Richtung Display. Kurz darauf folgt dann die peinliche Erkenntnis, dass es sich auch beim G1.1 nicht um einen Touchscreen handelt. Die Symbole des Hauptmenüs erzeugen jedoch mit ihrer Dimensionierung und der enorm klaren Darstellung eben stets den Eindruck eines berührungsempfindlichen Displays. Ob ich irgendwann noch einmal lerne, das stattdessen die Tasten an der Front zur Steuerung genutzt werden, bleibt abzuwarten. Da den Kollegen in der Redaktion aber der gleiche taktile Faux Pas unterläuft, bin ich mit meiner Schmach glücklicherweise auch nicht allein. Wenn schon nicht am Display, kann man seinen G1.1 dann aber prinzipiell gerne anfassen. Das neue Modell setzt auf das gleiche hochwertige Aluminiumkleid, das auch den Vorgänger zierte. Materialstärken von mehreren Millimetern inbegriffen.

Das Display mit seinen leuchtenden Farben ist eine echte Augenweide. Neben den Metadaten des laufenden Songs können hier auch die Menüs aufgerufen werden. Aufgrund der geringen Schriftgröße allerdings mit mäßiger Übersicht.

Alu-Spektakel

Das schwarz eloxierte Metall mit seiner matten Oberfläche sieht einfach sehr edel aus und bietet eine schöne Haptik. Die zurückhaltende Formgebung, mit den ganz sachte geschwungenen Wangen an der Front, strahlt ebenfalls eine gewisse Eleganz aus. Das zentral eingesetzte Display brilliert, wie erwähnt, mit seiner klaren, kontrastreichen Darstellung und toll strahlenden Farben. Neu ist nun eine silbern-satinierte Bodenplatte, die direkt vor dem Bildschirm zielsicher der Formgebung der Front folgt. Sie bietet, in Zusammenspiel mit den ebenfalls silbernen Funktionstasten, einen schön anzuschauenden Kontrast zum dunklen Gehäuse des Aries. Dabei hat die neue Basis aber noch eine andere Aufgabe als die Optik des G1.1 aufzuhübschen. Immerhin 1,6 Kilogramm bringt die Bodenplatte mit den angeschraubten Füßen auf die Waage. Das ist mehr als das Gesamtgewicht manch anderen Streamers. Durch den stabilen Sockel wird der Aries nun noch besser vor Vibrationen geschützt, so wie beim G2.1 auch.

Die silberne Frontplatte des G1.1 Modells wertet den Aries nicht nur optisch auf. Sie soll auch Vibrationen mindern.

Digitale Vielfalt

Sein stylisches, aber dezentes Erscheinungsbild lässt eine gute Integration des Aries G1.1 in verschiedenste Setups und Wohnumgebungen zu. An einer großen HiFi-Kette mit Digital-Analog-Wandler und Vor-End-Kombi, sieht er ebenso gut aus wie in Kombination mit Aktivboxen auf einem Sideboard im Wohnzimmer. Damit das Funktioniert müssen aber natürlich auch Funktionsumfang und Ausstattung stimmen. Wie schon beim ersten Aries Modell ist auch der neue G1.1 als rein digitales Quellgerät ausgelegt. Er zieht die Musikdaten aus dem Netzwerk und dem Internet, verarbeitet sie und gibt die digitalen Signale an einen entsprechenden DAC, Verstärker oder Aktivlautsprecher aus. Für das Übertragen der Datenströme stellt er dann verschiede Möglichkeiten zur Wahl. Per koaxialem oder optischem S/PDIF-Anschluss ist die Kompatibilität mit den meisten Komponenten bereits gesichert. Dazu findet auch ein AES/EBU-Ausgang an der Rückseite Platz. Voll ausreizen wird man die HiRes-Fähigkeiten des Aries aber nur mit Hilfe des USB-Ausgangs.

Mit AES/EBU, Toslink und koaxialem S/PDIF lässt sich der Aries mit praktisch jedem DAC verbinden. Die Netzwerkeinbindung erfolgt vorzugsweise per WLAN.

Auf Raten

In Sachen möglicher Samplingraten spielt der Aries klar in der ersten Liga mit. Die PCM-Signale von Dateien wie FLAC oder WAV setzt er mit bis zu 384 Kilohertz bei einer Worttiefe von 32 Bit um. In Anbetracht der Tatsache, dass die Musikindustrie momentan selbst im HiRes-Bereich selten mit so hohen Werten arbeitet, kann man hier auf jeden Fall von Zukunftssicherheit sprechen. Auch das DSD-Format wird vom Aries natürlich unterstützt. Hier darf sogar Octo-DSD mit bis zu 22,5 Megahertz genutzt werden. Und wie schon beim ersten Aries ist beides auch hier sowohl per Kabel, als auch per WLAN möglich. Damals eine Revolution, und auch heute noch immer mit vielen Geräten nicht möglich. Das Ausnutzen solch hoher Auflösungen ist natürlich auch vom genutzten DAC abhängig. Auch die Verbindung muss stimmen, denn während S/PDIF-Outputs stets mit maximal 192 Kilohertz kompatibel sind, lassen sich per USB auch besonders hohe Bitraten übertragen

Mit dem USB-Ausgang ist auch die Wiedergabe besonders hoher Auflösungen möglich. Die begleitende Stromleitung der Verbindung wird vom Aries komplett neu aufgestezt.

Leistungsträger

Zwischen Eingehen und Ausgabe der Signale soll leistungsstarke Hardware dafür sorgen, dass letztlich auch das klangliche Ergebnis stimmt. Auralic verwendet dafür in seinen Aries Modellen die eigens entwickelte Tesla G2 Plattform. Hier werden ein schneller Prozessor und große Speicher mit einander vereint. Neben Daten- und Systemspeichern ist hier besonders der Musikcache wichtig. In dem 1 Gigabyte großen Speicher werden die Audiodaten zunächst gepuffert, so dass Netzwerkfehler keine Rolle mehr spielen. Selbst wenn die Verbindung zum Router abbrechen sollte, kann ein Song oder sogar ein Album, noch komplett zu Ende abgespielt werden. Bei der Erstellung der Audiosignale nutzt der Aries außerdem eine enorm präzise Clock, um die Datenströme korrekt zu takten. Versorgt werden alle Komponenten dann von zwei Linearnetzteilen, die mit besonders wenig Verzerrungen arbeiten. Dabei werden Prozessor-Plattform und Audio-Baugruppen separat mit Strom gespeist. Letztlich wird sogar die Spannungsübertragung des USB-Anschlusses komplett neu aufgesetzt, um die Signalintegrität zu verbessern.

Dank interner Lautstärkeregelung lässt sich der Aries G1.1 auch gut mit Aktivlautsprechern kombinieren. Besonders eignet er sich aber als Zuspieler für hochwertige Digital-Analog-Wandler.

Mehr Musik

Nun geht es also noch darum wo diese Musik denn herkommt. Als Streaming-Transporter sind natürlich Musikserver und Netzwerkspeicher die erste Wahl. Dazu sind in das System bereits zahlreiche Streamingdienste integriert. Dazu gehören unter anderem Qobuz, Tidal, Amazon Music und Highresaudio. Mit TuneIn wird außerdem ein Internetradiodienst geboten und Spotify Conncet wird ebenfalls unterstützt. Die bisherige AirPlay-Funktion wird beim G1.1 nun außerdem zu AirPlay2 upgegraded. Dank eines zweiten USB-Ports an der Rückseite, ist letzlich auch die lokale Wiedergabe möglich. Mit dem Anschluss eines externen CD-Laufwerks lassen sich auch optische Datenträger wiedergeben und bei Bedarf sogar Rippen. Die passenden Metadaten wie Titel- und Albumname werden dabei automatisch aus dem Internet geladen. Alternativ lassen sich auch Festplatten am Aries anschließen. Entweder per USB, oder mit dem neuen Modell nun auch intern. Ordert man seinen Auralic mit dem Festplattenkit, können 3,5-Zoll-Speicher mit SATA-Anschluss im Innern des Gerätes eingesetzt werden.

Die stabile WLAN-Verbindung, auch bei hohen Auflösungen, ist eine der traditionellen Stärken des Aries. Das solide Metallgehäuse erfordert dafür aber die Nutzung der beiden Schraubantennen.

An der Hand genommen

Gerade in diesem Fall ist die Serverfunktion des Aries G1.1 sehr praktisch. So lassen sich nach der Einrichtung Alben auf internen, USB-, oder sogar Netzwerkspeichern, im Lightning Server des Systems zusammenfassen und im Netzwerk bereit stellen. Ein separates NAS oder ein Musikserver ist also nicht zwingend nötig und auch andere UPnP-fähige Audiogeräte können so auf die angeschlossene Musiksammlung zugreifen. Die Möglichkeit zur Erstellung eines Lightning Servers wird einem direkt nach dem Einrichtungsprozess des Aries G1.1 angeboten. Dieser leitet einen Schritt für Schritt durch die Erstellung der WLAN-Verbindung und lässt dabei auch die Individualisierung des Gerätenamens zu. Anschließend folgt die Wahl der Musikbibliothek, bei der man Festplatten und Netzwerkspeicher entweder einzeln auswählen, oder im Lightning Server zusammenfassen kann. In beiden Fällen werden die Metadaten und Albencover gescannt und im Cache der App gespeichert. Dennoch brauchen Cover gelegentlich einen Moment um beim Scrollen angezeigt zu werden.

In mehreren Einzelschritten führt einen die App durch die Einrichtung des Aries. Für die Erstellung der WLAN-Verbindung baut das Gerät kurzzeitig einen eigenen Hotspot auf, so dass zu keiner Zeit ein Kabel anschlossen werden muss.

Durchschaubar

Schon bei der Einrichtung des Gerätes zeigt Auralic, wie viel Wert man auf ein gutes Nutzererlebnis legt. Das Interface der Lightning DS App ist stylisch und gleichzeitig eingängig. Ein Seitenmenü erlaubt Zugriff auf die Wahl der Quelle, während ansonsten die Musikbibliothek oder Abspielbildschirme die Anzeige dominieren. Eine Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand lässt Playerfunktionen und die Lautstärkekontrolle stets erreichbar bleiben. Mit einem kurzen Tippen landet man dann im Wiedergabebildschirm mit laufender Warteschlange, die sich nach Belieben ändern oder speichern lässt. Einfache Einstellungen werden in einem kleinen Pop-Up-Bildschirm gemacht, wo stets nur wenige Untermenüs genutzt werden. Tiefgreifende Einstellungen werden in einem separaten Webmenü dargestellt. Hier lassen sich weitere Optionen zur Musikbibliothek oder der Signalverarbeitung machen. Selbst ein erstaunlich umfangreicher Equalizer und ein Resampler können hier genutzt werden. Dazu reagieren App und Gerät stets zügig auf Eingaben. Einen immensen Haken hat die Sache dann allerdings doch.

Über das ausklappare Seitenmenü lässt sich zwischen der eigenen Bibliothek, den integrierten Streamingdiensten, Internetradio und externen Quellen wählen. Das Webmenü eröffnet dem Nutzer dann zahlreiche und tiefgreifendere Einstellungsmöglichkeiten, inklusive einer umfangreichen Klangeregelung. Alle Menüs lassen sich aber auch am Gerät selbst bedienen.

Exklusivität

So gut die Lightning DS App auch sein mag, sie ist einzig für iOS verfügbar. Wer kein Apple Mobilgerät besitzt, sondern Android benutzt, schaut hier also in die Röhre. Ein Zustand, der eigentlich der Vergangenheit angehören sollte. Dank Kompatibilität mit allen UPnP-fähigen Apps, der Möglichkeit zur Einrichtung am Gerät selbst und dem browserbasierten Einstellungsmenü, lässt sich der G1.1 trotzdem nutzen. Königsweg der alternativen Bedienung ist dann aber wohl die Nutzung von roon, die den Komfort und die Fähigkeiten von Auralics App nochmals deutlich übertrifft. Allerdings muss dafür natürlich eine entsprechende Infrastruktur mit passendem Musikserver bereitstehen und die Lizenz für das Musikprogramm zusätzlich bezahlt werden. Sei es drum. Ich nehme also ein iPad zur Hand und verbinde den Aries mit unterschiedlichen DACs, Verstärkern und Lautsprechern. Im Menü noch kurz den USB-Output als genutzten Anschluss festlegen, wenn nicht schon bei der Einrichtung geschehen, dann kann es losgehen.

Aufgrund einer fehlenden Android Version von Auralics App ist roon die beste Alternative für alle, die kein iOS-Gerät besitzen. In Sachen Bedienbarkeit und praktischer Features ist das kostenpflichtige Programm sogar der App des Aries überlegen.

Showmanship

Den Anfang macht das Musical „Avenue Q“. Passend zur Originalaufnahme der Bühnenshow punktet der Aries G1.1 hier mit einer wirklich guten Ortung. Ziemlich präzise lassen sich die Positionen der Schauspieler/ Sänger hier in allen drei Dimensionen bestimmen. In der Tiefe lässt sich dabei außerdem gut die Staffelung der Musik im hinteren Bereich und den Gesangsstimmen weiter vorne erkennen. Auch deren Darstellung gelingt Auralics Streaming-Transport ausgezeichnet. Egal bei welcher Stimmlage, der Gesang und auch gesprochene Zeilen, wirken klar und natürlich. Das steht bei den Queens of the Stone Age zwar weniger im Vordergrund, doch auch hier überzeugt der Aries. Dank eines sehr dunklen Hintergrundes setzen sich alle Komponenten gut ab, wirken sehr differenziert und bekommen eine schöne Kontur. „My God Is The Sun“ wartet mit einer drückend-treibenden Bassline und explosiv-dynamischen Drums auf. Bereits bei CD-Qualität liefert der G1.1 dazu eine große Detailtiefe.

Wiedergabe und Einstellungen lassen sich mit den vier Tasten an der Front kontrollieren. Play/ Pause dient dabei als Bestätigung, die Menütaste geht einen Schritt zurück und die Pfeiltasten scrollen durch die Menüeinträge.

Auralic Aries G1.1 – HiRes aus Überzeugung

Mit dem Wechsel zu HiRes-Files zieht der Streamer die Bühne dann noch weiter auf. Alle Komponenten werden wird noch ein wenig mehr Raum eingestanden, ohne dass sich das Klangbild zu losgelöst anfühlt. Vielmehr führt dies zu mehr Obertönen, feinerer Detaildarstellung und tollem Facettenreichtum. In die Tiefe eintauchen, oder sich vom Musikfluss treiben lassen ist hier beides möglich. Der Aries zwingt einem nichts auf. Neutralität steht hier klar im Vordergrund, so wie es sich für einen digitalen Zuspieler gehört. Das Sounding der Anlage wird dabei den anderen Komponenten überlassen. Der G1.1 drückt dem Spiel keinen eigenen Stempel auf. Stattdessen zieht er aus dem Signal, was die Bits hergeben. Er ist eines dieser Geräte, die die Fähigkeit besitzen die Unterschiede zwischen verschiedenen Auflösungen darzustellen. Von CD-Qualität, hin zu 96 und 192 Kilohertz, bis hoch zu DXD und DSD. Stetig kommt noch etwas mehr.

Dank neutralem Klangbild und exzellenter Detailwiedergabe kann der Aries G1.1 gut in bestehende Setups integriert werden, ohne den grudnlegenden Klangcharakter zu verändern.

Felsenfest im Datenstrom

Des Klavier bei „Cirklar“ des Tingvall Trio kommt in 96 Kilohertz mit strammem Anschlägen in den Raum. Im Anschluss lässt der Aries den Saiten dann den Raum um langsam auszuschwingen. Das schafft ein angenehmes, natürliches Timbre, während auch Becken und Drums dank schöner Obertöne sehr ausgereift und plastisch wirken. Die 192 Kilohertz-Aufnahme von Brahms Project legt, dank noch mehr Auflösung, noch ein wenig was oben drauf. Seidige Streicher werden hier bei tragenden Passagen facettenreich und mit viel Feingefühl wiedergegeben. Dazu erlaubt die gute Detaildarstellung auch die Abbildung von Feinheiten wie dem erkennbaren Umgreifen, oder Luftholen der Musiker. All diese Tracks lassen sich mit der Lightning DS App frei durcheinander auswählen. In der Warteschlange landet Rock in CD-Qualität, Jazz in HiRes und Klassik in DSD. Titel kommen vom Netzwerkspeicher, oder per Streamingdienst. Dem Aries ist es gleich und er spielt alle Titel ohne Verzögerungen nacheinander ab.

Zur Auswahl der Musik dienen große Cover. Dabei werden HiRes-Titel entsprechend gekennzeichnet. Inhalte von Servern oder Streamingdiensten lassen sich dann nahtlos aneinanderreihen. Dazu können Titel auch nachträglich an eine bestimmte Stelle der Playlist gesetzt werden.

Musik ohne Pause

Während ein direktes Tippen auf einen Track diesen sofort abspielt, eröffnen einem die drei Punkte daneben noch weitere Optionen. Ein Pop-Up-Menü erlaubt es dann, den Song an die gewünschte Stelle in der Warteschlange zu setzen, ohne die Musik zu unterbrechen. So muss HiRes heute funktionieren. Damit geht es nahtlos mit Tracks in vierfacher DSD-Auflösung mit 11,2 Megahertz weiter. Nochmal legt der Aries einen Zahn zu, ohne dass man die rechnerischen Anstrengungen im Hintergrund mitbekommt. Auch ohne Kabel nimmt sich das stabile System zu Beginn der Playlist nur eine Sekunde zum Puffern und musiziert einfach weiter. Klavier und Orgel erhalten erneut eine tolle Plastizität, während der Chor mit ausgezeichneter Feinzeichnung der zahlreichen Stimmen fein im Raum schwebt. Hier lassen sich die Vorteile von hoch aufgelöster Musik wirklich erfahren und der Aries beweist auch in seiner G1.1 Version, dass Digital eben nicht gleich Digital ist.

Die Kombination aus performaceorientierter Prozessorplattform und einfacher Bedienbarkeit, funktioniert auch beim Aries G1.1 wunderbar.

Fazit

An der DNA des beliebten Streamers wird auch beim neuen Modell nichts verändert. Stattdessen optimiert Auralic einige Details. Das Design ist nun noch ein wenig eleganter und seine Fähigkeiten sind noch ein wenig umfangreicher. Nach wie vor gilt also: Der Auralic Aries G1.1 gehört zu den besten digitalen Quellgeräten auf dem Markt. Gnadenlos präzise und gleichzeitig ausgezeichnet neutral, liefert er DACs und Verstärkern beste Voraussetzungen, um aus digitalen Files besten Sound zu erzeugen. Dabei lässt er sich mit der Lightning DS App wunderbar bequem bedienen. Dass Auralic keine Android Version der App anbietet ist damit umso ärgerlicher. Hier ist roon die beste, wenn auch kostspielige Alternative. Wer HiRes-Audio auf höchstem Niveau erleben möchte, braucht ein Gerät wie den Aries.

Test & Text: Philipp Schneckenburger
Fotos: Branislav Ćakić

Gesamtnote: 99/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

99 of 100

98 of 100

99 of 100

Technische Daten

Modell:Auralic Aries G1.1
Gerätekategorie:Streaming-Bridge
Preis:2.999 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführung:- Schwarz/ Silber
Vertrieb:audioNEXT, Essen
0201 79939404
www.audiodomain.de
Abmessungen:93 x 340 x 302 mm
Gewicht:7,4 kg
Eingänge:1 x Ethernet
1 x USB-A
- WLAN
- Bluetooth
- SATA (intern)
Ausgänge:1 x USB-A
1 x AES/EBU
1 x Toslink optisch
1 x S/PDIF koaxial
Unterstützte Audioformate:AAC, MP3, MQA, WMA, APE, OGG, ALAC, FLAC, AIFF, WAV, DSD
Unterstütze Abtastraten:PCM: bis 384 kHz/ 32 Bit
DSD: bis DSD512, 22,6 MHz
Streaming:- Lightning DS App (inkl. UPnP, Qobuz, TIDAL, Highresaudio, Amazon Music Unlimited, KKBox, Internetradio)
- UPnP
- roon
- Spotify Connect
- TIDAL Connect
- AirPlay2
- Songcast
- Bluetooth
Lieferumfang:1 x Aries G1.1
1 x Stromkabel
2 x Schraubantenne
1 x Anleitung
Pro & Contra:+ stylisches Design
+ hochwertige Verarbeitung
+ leistungsstarke Hardware
+ komfortable Bedienung
+ nahtlose Verbindung von on- und offline Inhalten
+ tonal neutral
+ natürliches Timbre
+ enorme Detailtiefe
+ stabile Übertragung auch bei HiRes
+ als Server nutzbar

- keine Android App
Benotung:
Klang (60%):99/100
Praxis (20%):98/100
Ausstattung (20%):99/100
Gesamtnote:99/100
Preis/Leistungsehr gut
Klasse:Referenzklasse
Getestet mit:Innuos ZENmini Mk3
QED Connect USB
Audioquest Carbon
iFi Audio Zen One Signature
ViaBlue NF-S1 Cinch
Phonosophie MR Model 30
Hegel H360
Phonosophie LS 2 Mk2
Audio Physic Midex
Canton Smart Vento 3 S2
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