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Audio Pros Drumfire II ist ein modernes Audio-System, das wenig Raum einnimmt, zugleich aber viel zu bieten hat. Flexibel einsetzbar, ist es wahlweise Single-Streaming-Unit, anspruchsvolles HiFi-System oder Multiroom-Client. Es ist erstklassig verarbeitet, cool gestylt und obendrein klingt es auch noch hervorragend. Neugierig? Das war ich auch …

Das Drumfire II besteht aus dem Lautsprecher D2 und dem großen Subwoofer D-Sub II. Beide werden einfach aufeinandergestellt und mittels eines einzigen Kabels miteinander verbunden.

Wie wäre es denn, wenn man einen Teil der heimischen Musikanlage auch mal mit raus nehmen und im Garten so richtig Party machen könnte? Oder wenn man Musik vom HiFi-System im Wohnzimmer kabellos an sein pegelfestes Aktiv-System aus dem Partykeller schicken könnte? Tolle Voraussetzungen, die heute aber kaum ein System erfüllen kann. Die schicken Standlautsprecher sind viel zu schade, um sie mit in den Garten zu nehmen. Der mobile Bluetooth-Speaker übernimmt in diesem Fall. Ist hier aber mal Konzert-Feeling gewünscht, macht auch der schnell schlapp. Der Audio Pro Drumfire II hingegen macht die beschriebenen Szenarien möglich. Ein mobiles Spielzeug ist das Aktiv-System deshalb aber noch lange nicht. Er hat zwar ordentlich Leistung. Und er sieht auf den ersten Blick vielleicht wie ein aktiver Bühnenlautsprecher aus. Hier steckt aber noch viel mehr unter der zweigeteilten Verkleidung, als man vielleicht denkt.

Hinter der Abdeckung des D2 verbergen sich je zwei Hochtöner und zwei Tief-/Mitteltöner.

In Kunstleder gekleidet

Beginnen wir von vorn: Wer sich für das Drumfire II entscheidet, bekommt einen relativ großen Karton, in dem ein vollwertiges Setup steckt. Dieses besteht aus einem Zwei-Wege-Lautsprecher namens D2 und einem Subwoofer. Stellt man beide aufeinander, so wie auf dem Karton abgebildet, erinnert das Setup unweigerlich an einen Bühnen-Lautsprecher. Das betrifft aber nur die Form, in Sachen Verarbeitung steht das Audio Pro-Duo deutlich besser da. Das liegt in erster Linie am edlen Kunstleder in das beide Protagonisten gehüllt sind. Wir haben die neutrale, graue Version im Hörraum. Alternativ ist der Drumfire II in Schwarz und in Weiß zu haben. Doch egal für welche Variante man sich entscheidet, dieses All-in-One-Setup ist erstklassig verarbeitet. Das Kunstleder ist straff über den Korpus gezogen. Keine Spur von Falten, Rissen oder anderweitigen Unsauberkeiten. Dazu kommen die umlaufenden Nähte in gleicher Farbe. Ein kleines Detail, das die Wertigkeit meines Testprobanden ideal unterstreicht.

Beide Module sind in edles Kunstleder gkleidet. Laut Herstelleraussage sogar handvernäht.

Anschlussfreudig

Das Design ist simpel gehalten. Keine überflüssigen Schnörkel oder Extras. Ebenso einfach ist die Inbetriebnahme. Zunächst werden Lautsprecher und Bassmodul mit nur einem Kabel miteinander verbunden und mit Strom versorgt. Ist beides erledigt, ist das Drumfire II startklar. Nun geht es an die Konnektierung mit der gewünschten Quelle: Dafür stellt der Lautsprecher einen analogen Eingang bereit. Am analogen Cinch-Port findet jetzt beispielsweise ein Plattenspieler Anschluss. Digitale Zuspieler werden dagegen kabellos verbunden. Meist per Bluetooth, Alternativ ist aber auch die Einbindung in das heimische WLAN möglich. Die erfolgt wahlweise über die Audio Pro Control-App, via Apple Home oder Google Home. Ich entscheide mich für die Audio Pro-App. Kaum ist die geöffnet, beginnt die automatische Suche nach netzwerkfähigen Audio Pro-Produkten. Kurz darauf ist mein Testgast auch schon entdeckt. Nun genügt die Auswahl des eigenen Netzwerkes und die zugehörige Passwort-Eingabe und schon habe ich per App Zugriff auf meinen Drumfire II.

Physisch lassen sich nur eine analoge Quelle (z.B. Plattenspieler, TV) anschließen. Dank seiner Kabellos-Skills ist der Drumfire II aber perfekt für die moderne Wireless-Wiedergabe vorbereitet.

Quellen satt

Diese Zuspielart bietet dann eine schier unschlagbare Auswahl an Möglichkeiten. Beispielweise kann ich nun Musik per TuneIn-Internetradio, per Google Home oder über diverse Online-Musikdienste abrufen. Dazu gehören: Tidal, Deezer, qobuz, napster, amazon music, Spotify oder iHeartRadio. Drückt man den Button „My Music“ lässt sich auch Musik von im gleichen Netzwerk befindlichen NAS-Platten wiedergeben. Das Coole hier: Ich muss gar nicht erst umständlich danach suchen, die App detektiert alle verfügbaren Platten selbstständig. Anschließend muss ich mich nur noch die verfügbare Auswahl klicken – sehr gut! Diesen Umstand bedarf es aber nicht immer. Das Drumfire II stellt auf seiner Oberseite nämlich auch ein Bedienfeld bereit. Die rechte Seite ist hier sechs Memory-Tasten vorbehalten. Hält man während der Wiedergabe eine dieser Tasten für 3 Sekunden gedrückt, wird beispielsweise der gerade gespielte Sender hier fest hinterlegt.
Die anderen Tasten dienen der Lautstärkeregelung, Titel-Skip, Play/Pause, der Quellendurchschaltung.

Die App ist übersichtlich gestaltet. Das macht sich in erster Linie in der Übersicht der Quellen positiv bemerkbar.

Bluetooth-Verbindung

Lediglich der Quelle „Bluetooth“ ist hier eine eigene Taste vorbehalten. Das ist meiner Meinung nach auch sinnvoll, dürfte dies doch die meist gewählte Zuspielart sein. Der Verbindungsaufbau ist dementsprechend einfach:

1. Bluetooth-Taste am Drumfire II drücken
2. Bluetooth am Smartphone/Tablet aktivieren
3. „AudioPro_D-2“ aus Liste verfügbarer BT-Spielpartner wählen
4. Fertig

Hat man die o.g. Schritte korrekt durchgeführt, verbinden sich Drumfire II und Smartphone/Tablet nun automatisch miteinander. Spielt man jetzt beispielsweise per Tidal oder qobuz zu, wird der Drumfire II sogar in der jeweiligen Bedienoberfläche angezeigt (siehe Screenshots).

Die Bluetooth-Verbindung ist innerhalb weniger Augenblicke hergestellt.

Feinjustage

OK, die Zuspielmöglichkeiten sind vielfältig. Kommen wir also zum ersten Hörcheck: Diesen beginne ich per Bluetooth. Genauer gesagt mit Nirvanas „Come As You Are“ von meiner Tidal-Playlist. Was sich jetzt vielleicht etwas übertrieben liest, ist allerdings Tatsache. Kaum habe ich die Play-Taste berührt, wird die Musik regelrecht aus dem Lautsprecher gedrückt. Wow, der Sound ist vom ersten Moment an extrem dynamisch und kraftvoll. Das Besondere dabei: In Sachen Pegel befinden wir uns gerade einmal bei rund 25 Prozent. OK, der Drumfire II ist also offensichtlich eine Spaßmaschine. Weitere Indizien dafür finde ich auf der Rückseite des Bassmoduls. Hier sind zwei Drehregler platziert – einer für die Wahl der Übergangsfrequenz, einer für die Justage der Lautstärke. Dazu kommt ein Phasenumkehrschalter. Dieser Subwoofer lässt sich also auch in anderen Setups betreiben. Da mir der Bass aber noch ein bisschen zu stark ist, drehe ich den Level-Regler etwas nach links.

Die richtige Phase

Welches die richtige Phase ist, ist abhängig von Raumgröße und -geometrie und natürlich vom Wandabstand. Probieren Sie einfach beide Varianten aus. Idealerweise mit einem wohlbekannten Song, der einen wiederkehrenden, satten und punchigen Bass enthält. Die richtige Einstellung ist gefunden, sobald der Bass am lautesten erscheint. Selbstverständlich lässt sich dieser Effekt auch mit der Veränderung des Wandabstandes herstellen. Bereits um wenige Zentimeter verschoben, kann sich ein völlig neues Klangbild ergeben. Probieren Sie es einfach mal aus, Sie werden überrascht sein, was klanglich noch alles rauszuholen ist. In meinem ersten Test macht sich die korrekte Phaseneinstellung durch mehr Klarheit und einen knackigeren Oberbass bemerkbar. Ein gutes Beispiel dafür wäre Paul MacCartneys Live-Aufnahme von „Hey Jude“. Das jubelnde Publikum ist auch als solches zu erkennen. Das Schlagzeug ist klar differenziert und Sir Pauls Stimme ist sofort in allen Facetten erkennbar. Keine Spur von nervigem Gewummer oder überbordendem Bass.

Das Anschlussmodul des D-Sub II ist u.a. auch mit einem Phasenumkehrschalter ausgestattet.

Dynamisch auf leisen Füßen

Der Drumfire II behält immer die Kontrolle. Das macht sich besonders bemerkbar, als ich die Lautstärke deutlich erhöhe. Auch jetzt bleibt alles schön gestaffelt, zugleich aber musikalisch korrekt. Der Bass ist bestimmend und drahtig. Immer straff gespannt und schnell. Das wiederum kommt der Langzeittauglichkeit zugute. Es muss aber nicht immer mit Vollgas zur Sache gehen. Meinen Testgästen gelingt es nämlich auch eine mediterrane Restaurant-Atmosphäre aufzuziehen. „Relax & Chill“ macht unseren Hörraum in Sekunden zur Wohlfühl-Oase. Und der Drumfire II bleibt auch unter niedrigen Lautstärken dynamisch und körperhaft. Zugleich agiert er unaufgeregt. Der Sound ist relaxed aber doch intensiv. Bässe sind da – ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Die sanften Rhythmen verleihen dem Song Charakter. So erlebe ich eine sehr schöne Musikatmosphäre. Eine, die entspannt, die zugleich aber niemals langweilig erscheint So darf diese Art von Musik gern immer wiedergegeben werden.

Nur 15 Zentimeter hoch und 36,5 breit. So findet der D2 nahezu überall im Haus einen Stellplatz.

Echtes Stereo

All das erlebe ich mit nur einem Setup. Ist man Besitzer eines Drumfire II lässt sich dieser aber auch optional zu einem waschechten Stereo-System erweitern. Alles was man dafür noch benötigt, ist ein weiterer D2-Lautsprecher. Gemeint ist der obere Teil, der auch einzeln erhältlich ist. Exakt das mache ich jetzt auch. Zunächst einmal werden beide Lautsprecher im klassischen Stereo-Dreieck vor mir aufgebaut. Anschließend öffne ich die App, gehe in den Menüpunkt „Device“ und suche nach weiteren Audio Pro-Komponenten. Ist der zweite D2 gefunden, lässt sich nun entscheiden, wie er eingesetzt werden soll. Unter anderem lässt sich hier entscheiden, ob er rechts oder links steht – oder ob er als L/R-Lautsprecher eingesetzt werden soll. Für den jetzigen Test weise ich den beiden D2 je eine Kanalseite zu. Der von mir zuletzt gewählte Song, „Kazabubu“ von Infected Mushroom, wird nun seitenrichtig im echten Stereo-Modus über beide Lautsprecher wiedergegeben.

Der D2-Lautsprecher lässt sich selbstverständlich auch auf einem Low- oder Sideboard platzieren. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man ein Stereo-Setup installiert.

Richtig laut

Hier setzt Audio Pro dann auch gleich das nächste fette Ausrufezeichen! Dieser Song strotzt nämlich nur so vor explosiver Agilität, Kraft und ungehemmter Basspower. All das wird mit einem solchen Nachdruck in den Hörraum entlassen, dass es nicht lange dauert, bis der erste Kollege eintritt. Einhergehend mit der Bitte den Pegel nochmals zu erhöhen. Diesen Wunsch erfülle ich doch gern und drücke den oberen der beiden Hardkeys an meinem iPhone. Für das schwedische Trio stellt der abrupte Lautstärkeanstieg allerdings kein Problem dar. Der dominierende Grundton bleibt auch jetzt absolut kontrolliert und variabel in seiner Diktion. Eine Etage tiefer ist es supervoluminös und druckvoll. Zugleich aber nicht die Spur matschig oder wabbelig. Die Phaseneinstellung scheint tatsächlich ideal. So macht dieser Sound einfach richtig Spaß. In diesem Zusammenhang: Aktivieren Sie in der App „Group Volume“. Anschließend lassen sich beide Lautsprecher bequem parallel in der Lautstärke regeln.

Der Subwoofer lässt sich selbstverständlich auch einzeln bzw. in anderen Setups verwenden.

Multiroom-Skills

OK, im Stereo-Betrieb können es meine Testgäste also ganz locker auch mit größeren Konkurrenten aufnehmen. Fehlt noch der Multiroom-Einsatz. Und der birgt gleich mehrere Möglichkeiten: Ich ziehe einfach den Netzstecker und trage den zweiten D2 in einen anderen Raum. Dank kompakter Abmessungen und seines geringen Gewichts von unter fünf Kilo lässt sich der Lautsprecher nahezu überall im Haus unterbringen. Das kann wahlweise im Gästezimmer, Büro auf der Terrasse oder im Hobbykeller sein. Selbst der Einsatz im Garten ist möglich – Voraussetzung ist lediglich eine permanente Stromverbindung und WiFi-Empfang. Jetzt lässt sich beispielsweise folgendes Szenario umsetzen: Auf der Terrasse erklingt die favorisierte Tidal-Playlist über den D2, während im Wohnzimmer über den Drumfire II die neueste Schallplatte gehört wird. Lädt man zur Hausparty ein, lässt sich auf beiden Systemen alternativ aber auch die gleiche Musik spielen. Die Steuerung erfolgt dabei ganz einfach per Handy an einem zentralen Ort.

Die App steht kostenlos zum Download bereit. Das vorhandene Gerät wird bereits nach wenigen Augenblocken gefunden.

Fazit

Dank seiner modernen Ausstattung ist das Drumfire II die Klanglösung für die unterschiedlichsten Einsatz-Szenarien. Die kleine Studenten-Bude rockt es ebenso wie die Terrasse oder das XXL-Wohnzimmer. Addiert man noch einen (oder mehrere) D2-Lautsprecher, wird das Drumfire II zum waschechten Stereo- oder MultiroomSetup. Alles bequem von einem zentralen Ort per Smartphone gesteuert. Zu all diesen Möglichkeiten kommt der Klang: Und auch in dieser Disziplin spielt das Audio Pro-System ganz oben mit. Wer jetzt einen exorbitanten Preis für das schick gestylte All-in-One-Setup aus Schweden vermutet, liegt falsch. Das Drumfire II ist ein echter Preis-Leistungshammer, denn Audio Pro ruft für seine musikalische Vollversorgung gerade einmal 800 Euro auf.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Branislav Ćakić

Gesamtnote: 94/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

94 of 95

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95 of 95

Technische Daten

Modell:Audio Pro
Drumfire II
Produktkategorie:Aktivlautsprecher, streaming-/multiroomfähig
Preis:799,90 Euro/Set
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
- Grau
Vertrieb:ATR - Audio Trade, Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 208-882 66 0
www.audiotra.de
Abmessungen (H x B x T):655 x 365 x 190 mm (inkl. Abdeckungen)
Gewicht:- D2: 5,9 kg
- Slave: 5,5 kg
Bauart/Prinzip:Aktiv-System
Bestückung:D2:
2 x 25 mm Hochtöner
2 x 114 mm Tiefmitteltöner

D-Sub II:
200 mm
Tieftöner
Frequenzbereich:45 Hz – 22 kHz (Herstellerangabe)
Leistung:D2:
2 x 20 Watt + 60 Watt (Herstellerangabe)

D-Sub II:
200 Watt
Anschlüsse:- Bluetooth (aptX HD, AAC)
- WiFi
1 x Line In (analog)
1 x Sub-Out
Lieferumfang:1 x D2
1 x D-Sub II
1 x Anleitung

optional können weitere D2 oder andere Audio Pro-Multiroom-Komponenten verkettet werden
Pros und Contras:+ flexible Einsatzmöglichkeiten
+ Dynamischer Klang
+ Multiroom
+ realistische Klangbühne im Stereo-Einsatz
+ satter Grundton
+ schöne Detailwiedergabe
+ hohe Pegelfestigkeit
+ schickes Design
+ hervorragende Verarbeitung
+ fairer Preis
+ App-Control
+ kinderleichte Bedienung
+ Bluetooth


- kein USB-Eingang
Benotung:
Gesamtnote:94/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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