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Redakteur
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Wer viel unterwegs ist und dabei nicht auf das Großbilderlebnis verzichten möchte, dem bietet BenQ mit dem GV11 einen attraktiven Begleiter. Wie sich der kleine Projektor für günstige 399 Euro in Wohnmobil, Party am Strand und auf Familienfesten schlägt, verraten wir in diesem Test.




Der BenQ GV11 ist ein handlicher LED-Projektor, der dank leistungsstarkem Akku ganz ohne Stromversorgung auskommt.
 Foto: Michael B. Rehders

Grenzenlosen Großbildspaß wünschen sich viele Kinofans. Am liebsten überall dort, wo sie sich gerade befinden: Im Wohnmobil die Lieblingsserie schauen, bei Oma zum Kaffeetrinken die letzten Urlaubsbilder zeigen, im Büro für etwas Auflockerung mit YouTube-Videos sorgen, oder die beim Nachwuchs angesagten Helden auf der Geburtstagsparty projizieren. Viele Beamer sind nicht nur groß, teuer und schwer, sie brauchen überdies einen Stromanschluss in der Nähe. Das ist unterwegs nicht immer ganz einfach. Vor allem nicht im Park oder am Strand, wenn man spontan eine spannende Sportübertragung gemeinsam mit Freunden erleben möchte. Genau das dachten sich wohl auch die Ingenieure von BenQ, als sie die GV-Serie entwickelt haben. Nach dem überaus spannenden Test des GV30, der in unseren Redaktionsräumen zum Partykracher wurde, haben wir nun den GV11 zu Gast. Dieser ist satte 200 Euro günstiger. Was er dafür leistet und wo der Rotstift angesetzt wurde, das zeigt dieser Test.

Transport-Tasche, Anschlussvielfalt und Stativgewinde

Mit 970 Gramm ist der GV11 angenehm leicht und wie geschaffen für den mobilen Einsatz. BenQ hat eine Tasche designt, in dem der GV11, inklusive des gesamten Zubehörs verstaut ist. Das sind: GV11, Standfuß, WiFi-Dongle, Fernbedienung, Netzkabel und die Schnellanleitung. Im Gegensatz zum Hartschalenkoffer des GV30 besitzt der GV11 eine solide verarbeitete Tasche mit Reißverschluss und mehreren Fächern. Damit ist gewährleistet, dass die einzelnen Komponenten sich gegenseitig keinen Schaden zufügen, da sie gut getrennt voneinander untergebracht sind. Zum guten Design gehört auch die Tropfenform des Gehäuses. Hierin sind zwei Schnittstellen untergebracht: Ein HDMI-Anschluss für Blu-ray-Player, AV-Receiver oder das Tablet. An den USB-Port kann ein Stick oder eine Festplatte verbunden werden. Ein interner Mediaplayer spielt die Inhalte zuverlässig ab. Aufgestellt werden kann der Beamer praktisch überall. Sogar ein Schraubgewinde ist ins Gehäuse eingelassen, um den GV11 auf einem Fotostativ zu befestigen. Letzteres ist praktisch auf unwegsamem Gelände.

Mehrere Fächer in der Transporttasche bieten optimalen Schutz für die Komponenten, um sie sicher von A nach B zu transportieren.
 Foto: Michael B. Rehders

Lange Akku-Lebensdauer und sparsam im Stromverbrauch

Bevor der Projektor das erste Mal genutzt wird, sollte der Akku vollständig aufgeladen werden. Dieser bietet die Möglichkeit, den GV11 rund 2,5 Stunden im Dauerbetrieb laufen zu lassen, bis ihm der Saft ausgeht. Das reicht in aller Regel, um längere Spielfilme und Sportübertragungen mit Vorberichterstattung zu schauen. Hierbei ist der Beamer überaus sparsam. Er begnügt sich mit 19,8 Watt Leistung, wie wir im Rahmen des Tests festgestellt haben. Damit verbraucht er im Grunde nicht mehr als ein Blu-ray-Player. Zu verdanken ist das der sparsamen LED-Lichtquelle, die maximal 200 Lumen Lichtausbeute erzielt. Herkömmliche Lampen-Projektoren brauchen zum Großteil über 250 Watt, Toppmodelle sogar mehr als das Doppelte davon. Gerade in Zeiten von steigenden Stromkosten ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn der Projektor regelmäßig mehrere Stunden am Tag laufen sollte. Sollte es zeitlich doch mal knapp werden, kann das Netzkabel die Nutzungsdauer verlängern.

Alle Anschlüsse befinden sich auf der Seite des Projektors. Ganz rechts ist der Port für das Netzkabel, links daneben HDMI- und USB-Schnittstellen für Blu-ray-Player, Tablet, Festplatte/USB-Stick. Ganz links sitzt dann ein Kopfhörerausgang.
 Foto: Michael B. Rehders

Leichte Installation

Dem Projektor liegt ein WiFi-Dongle bei, der unter einer Klappe im Gerät angeschlossen wird. Hierfür wird auf der Seite des Fokusreglers die Klappe einfach Richtung Objektiv geschoben und abgenommen. Nun wird der Dongle in den HDMI-Port gesteckt und via USB mit Strom versorgt. Anschließend wird die Klappe wieder auf das Gehäuse geschoben und schließt mit einem leisen „Klack“-Geräusch. Nach dem ersten Einschalten führt der BenQ den Nutzer durch das logisch konzipierte Installationsmenü. Dazu gehört die Verbindung zum eigenen Google-Account, um Sprachsteuerung und sonstige Google-Dienste nutzen zu können. Aus dem Google Play Store können jede Menge Apps von Bezahldiensten heruntergeladen und installiert werden. Aus Lizenzgründen stehen Netflix und Sky leider nicht zur Verfügung. Möchte man diese Apps dennoch nutzen, muss man sie auf das Smartphone oder Notebook laden. Diese fungieren nun als Zuspieler und werden mit dem Beamer verbunden – schon kann man auch die Inhalte von Netflix schauen.

Die Klappe auf der Seite des Fokusreglers wird nach vorne Richtung Objektiv geschoben. Schon kann der WiFi-Dongle darunter verbunden werden. Anschließend wird der BenQ GV11 wieder verschlossen. Foto: Michael B. Rehders

Unkomplizierte Bedienung

Sie mögen keine komplizierten Menüs? Dann ist der BenQ genau der Richtige für Sie. Auf der Fernbedienung drücken wir einfach auf die „Home“-Taste und schon können wir unser Programm selbst gestalten, in dem wir aus den zur Verfügung stehenden Apps auswählen. Das sind beispielsweise: Prime Video, Disney+, DAZN, die Mediatheken von ARD und ZDF sowie YouTube. Per Chromecast können Smartphone und Tablet verbunden und deren Inhalte kabellos gestreamt werden. Wir haben einen Blu-ray-Player per HDMI verbunden und spielen Spielfilme direkt von der Disc zu. Unsere Urlaubsfotos übertragen wir von einem USB-Stick beziehungsweise einer Festplatte, die wir direkt an den USB-Port anschließen. Der interne Mediaplayer des GV11 nimmt alle unsere Dateien entgegen und wirft sie auf die Wand. Der Signalquellwechsel gelingt mühelos mit einem Knopfdruck auf der Fernbedienung – oder wir sagen einfach: „Starte Prime Video“, oder „Disney Plus.“ Schon werden die entsprechenden Bezahldienste projiziert.

Jede Menge Apps stehen im Google Play Store zur Verfügung. Darunter auch Prime Video. Foto: Michael B. Rehders

Streaming-Qualität

Kabellos bietet der Mini-Beamer GV11 eine vollständige Unterstützung von Apple AirPlay und Google Chromecast. So streamen wir wireless die gewünschten Inhalte von Smartphone und Tablet. Sollte die Fernbedienung mal nicht zur Hand sein, kann der Projektor ganz einfach per App über unser Smartphone gesteuert werden. Dafür haben wir die BenQ Smart Control App aus Google Play heruntergeladen. Die Bildqualität vom Regel-TV sieht gut aus. Die Tatort-Folge aus der Mediathek ist scharf und alle Inhalte werden dargestellt. Bewegungen sind natürlich. Nichts ruckelt, weil 24/50/60-Hz-Inhalte originalgetreu wiedergegeben werden. Sport von DAZN überzeugt ebenfalls. Fußballspieler laufen flüssig über den Rasen, ohne dass sie verschmieren. Eine Zwischenbildberechnung ist nicht implementiert, was wir nicht als Nachteil erachten, da der Projektor die Original-Frequenzen korrekt wiedergibt. YouTube-Videos stehen und fallen mit der hinterlegten Auflösung. In Summe gibt sich der GV11 hier keine Blöße, so dass wir flott durch verschiedene Kanäle surfen.



Das Bildschirmmenü ist übersichtlich und leicht verständlich konzipiert. Wir empfehlen den Bildmodus „Kino“ für die beste Farbwiedergabe. 
Foto: Michael B. Rehders

Auflösung und Lichtstärke

BenQ macht mal wieder sehr ehrliche Angaben in Bezug auf die Lichtausbeute. Es kommen moderne LEDs zum Einsatz, die 200 Lumen erzielen. Im Bildmodus „Hell“ stellt sich aber ein unschöner Grünfarbstich ein. Wir wechseln deshalb in den Bildmodus „Kino“. Hier sehen die Farben natürlich aus und dunkle Inhalte werden hervorragend durchgezeichnet. Wir empfehlen den Projektorbis zu einer Bildbreite von 1,50 Meter. Für die Nutzung im Wohnmobil oder auf dem Campingplatz ist das mehr als ausreichend, weil in Wohnwagen und Camper-Van ohnehin keine größeren Bildbreiten möglich sind. Der GV30 bietet im Vergleich eine um rund 100 Lumen höhere Lichtausbeute, so das sich in Summe etwas heller Bildereindrücke ergeben. Darüber hinaus wurde der Rotstift bei der Autokalibrierung angesetzt. Beim GV11 muss der Fokus am Gehäuse eingestellt werden. Verringert wurde letztendlich die Auflösung auf 854 x 480 Pixel. Dafür ist der GV11 satte 200 Euro günstiger.

BenQ GV11 – Freiluftkino mit 65-Zoll-Leinwand

Der GV11 gefällt uns nicht nur optisch, sondern auch weil er nach Sonnenuntergang draußen ein überraschend helles Kinoerlebnis erzeugt, in dem er auf unsere 65 Zoll-Leinwand projiziert. Diese haben wir für den Test im Hinterhof unserer Redaktionsräume aufgehängt. Rund 18 Footlambert knallt er auf den Screen. Das reicht aus, um sich gegen leichtes Umgebungslicht durchzusetzen. Aus drei Meter Betrachtungsabstand ist die Auflösung völlig in Ordnung, gleichwohl sie relativ gering ist. Gehen wir näher an die Leinwand heran, ist gut zu sehen, dass bekannte Filme und Testsequenzen entsprechend limitiert sind. Doch für diese Bildbreite und den genutzten Abstand fällt das überraschend wenig ins Gewicht. Vielmehr genießen wir das helle, brillante Bild. Wir rutschen noch etwas tiefer in unsere bequemen Gartenstühle und genießen ein prickelndes Kaltgetränk, während „Top Gun: Maverick“ exklusiv für uns läuft. Zum Vergleich: Ein vergleichbar großer Fernseher wäre viel aufwändiger zu installieren.

Für ein plastischeres Bild haben wir die Farbe im Menü von 70 auf 80 erhöht, so dass das rote Kleid in „Cruella“ überaus natürlich aussieht.

Langlebige LED-Lichtquelle

Der BenQ GV11 ist nicht nur sehr sparsam in Bezug auf den Stromverbrauch. Er benötigt darüber hinaus keine teuren Ersatzlampen, weil die verbauten LEDs erst nach 20.000 Stunden im höchsten Helligkeitsmodus rund 50 Prozent ihrer Lichtausbeute eingebüßen. Wer den Projektor täglich wie einen Fernseher vier Stunden lang nutzen möchte, kann dies somit über 13 Jahre lang tun. Danach ist der Beamer aber nicht defekt, sondern kann wie weiter verwendet werden, wenngleich er dann nur noch halb so hell ist. Durch die schnellen LED-Schaltzeiten haben wir keinen sogenannten Regenbogen-Effekt (RBE) ausmachen können. Selbst bei schwierigen Sequenzen wie kontrastreichen Weltraumaufnahmen, Nachszenen mit hellen Straßenlaternen oder im Abspann ist die weiße Schrift auf schwarzen Hintergrund frei von farbigen Blitzen. Ein weiterer Vorteil des GV11 ist: Sollte mal keine Leinwand vorhanden sein, kann man das Bild einfach an die Zimmerdecke projizieren. Dafür wird der Beamer einfach auf dem Fuß entsprechend gedreht.

„Top Gun: Maverick“ bietet nicht nur ein exzellentes Bild, sondern auch einen packenden Ton, der vom GV11 überzeugend reproduziert wird.

Kinoerlebnis unterwegs mit gutem Ton

Zunächst einmal ist der BenQ GV11 extrem leise. Mit 22 dB ist er im Raum praktisch nicht zu hören. Das kommt dem Klangerlebnis zugute, wenn es nicht so laut sein soll. Implementiert hat BenQ einen 5-Watt-treVolo-Lautsprecher, die mit dem Tonmodus „Musik“ einen überaus ansprechenden Klang erzeugt. Dieser kann es mit günstigen Fernsehern aufnehmen. Stimmen klingen angenehm klar und sind bestens zu verstehen. Höhen und Mitteltöne überzeugen ebenfalls ob ihrer ausgewogenen Spektrums. Tiefbass gibt es natürlich nicht. Trotzdem überrascht uns das Soundsystem positiv, weil der GV11 Räumlichkeiten bis 20 Quadratmeter in Zimmerlautstärke beschallen kann. Wir zeigen auf der Familienfeier das Video von unserem letzten Urlaub. Als „Leinwand“ fungiert die weiße Raufasertapete bei Oma im Wohnzimmer. Die hinterlegte Musik des Films gibt der BenQ klar wieder und kurze Erklärungen, die ich nachträglich eingefügt habe, sind hervorragend zu verstehen. Der BenQ wurde zum Familien-Star des Abends.

Überaus handlich: Die Tragetasche des BenQ GV11, in dem sich der Projektor und das Zubehör befinden.
 Foto: Michael B. Rehders

Fazit

Der BenQ GV11 ist ein leichter und transportabler Mini-Beamer, der mit moderner LED-Lichtquelle für jahrelangen Großbildspaß sorgt. Auf bis zu 1,50 Meter Leinwandbreite erzeugt er im abgedunkelten Raum ein brillantes Bild mit natürlichen Farben. Dank seines starken Akkus können Spielfilme und Sportübertragungen unterwegs bis zu 2,5 Stunden Spieldauer genossen werden. Das ist ideal für den Campingplatz, Grillabend im Park, oder am Strand. Erst danach muss er wieder an die Steckdose. Für Wohnmobile ist der GV11 bestens geeignet, weil er nach dem Filmgenuss einfach in einer Schublade verstaut wird und somit kaum Platz einnimmt. Smartfunktionen, Apps, Bedienkomfort sowie die praktische Transporttasche sind attraktiv und der Preis stimmt auch.

Test, Text & Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 82/85
Klasse: Einstiegsklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

81 of 85

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Technische Daten

Modell:BenQ 
GV11
Produktkategorie:Mobiler Projektor
Preis:399 Euro
Garantie:Projektor :2 Jahre
Lichtquelle: 3 Jahre oder 20.000 Stunden
Ausführungen:Weiß
Vertrieb:BenQ, Oberhausen
0208 409420
www.benq.de
Abmessungen (H x B x T):153 x 114 x 140 mm
Gewicht:0,9 Kg
Technik:1-Chip DLP
Helligkeit:200 Lumen (Herstellerangabe)
Bildauflösung:854 x 480 Pixel
Lens-Shift:nein
3D-Wiedergabe/Transmitter:nein/ nein
3D-Brillenein
Zwischenbildberechnung:nein
Eingänge1 x HDMI
1 x USB-A
Ausgänge:1 x 3,5 mm Klinke
Lieferumfang:1 x GV11
1 x Netzkabel
1 x Fernbedienung (inkl. Battrien)
1 x WLAN-Dongle
1 x Anleitung
Pro & Contra:+ LED-Lichttechnik
+ Smartfunktionen und Apps
+ Rec.709 Farbraum
+ scharfe Bilddarstellung
+ Sprachsteuerung
+ originalgetreue Wiedergabe von 24/ 50/ 60 Hz

- Bildbreite bis max. 1,5 m
- geringe Auflösung mit WVGA
Benotung:
Bildqualität (50%):81/85
Praxis (25%):84/85
Ausstattung (25%):83/85
Gesamtnote:82/85
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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