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Balkonkraftwerke sind aktuell in aller Munde. Sie sind kompakt, preislich attraktiv und helfen den Geldbeutel und die Umwelt zu schonen. Am Beispiel des Yuma Flat (420+) Bifazial haben wir mal ausprobiert, was für den Sofortgebrauch alles zu beachten ist und wie effektiv so ein Balkonkraftwerk nun wirklich ist.

Auf dem Dach, der Terrasse, dem Balkon oder einfach im Garten: Balkonkraftwerke lassen sich fast überall installieren.

Die einen nennen es Balkonkraftwerk, andere Mini-PV oder Plug-in PV. Auch wenn es weder zwingend auf dem Balkon aufgestellt/befestigt werden muss, noch ein Kraftwerk ist, hat sich der Name Balkonkraftwerk inzwischen durchgesetzt. Genau genommen handelt es sich aber um nichts anderes als eine Art Photovoltaikanlage. Eine, die im Garten, auf der Terrasse, auf dem Dach oder eben auf dem Balkon platziert wird. Um wirklich überall eingesetzt zu werden, gibt es sie in den unterschiedlichsten Größen. Einmal aufgestellt, soll das Balkonkraftwerk Sonnenstrahlen in elektrische Energie umwandeln. Diese kann dann direkt verwendet oder in das Stromnetz eingespeist werden. Klingt im ersten Moment vielleicht aufwändig, kompliziert und für manche gar gefährlich. Hier kann aber schonmal Entwarnung gegeben werden, all das ist es nicht. Mit dem Yuma Flat 420+ Bifazial haben wir das mal ausprobiert. Ohne Zuviel vorweg zu nehmen, Installation und Inbetriebnahme sind viel einfacher als man denkt.

Geliefert wird das Panel in einer einfachen aber effektiv schützenden Verpackung, nachhaltig und vollständig aus Pappe bestehend.

Auswahl des passenden Balkonkraftwerks

Beginnen wir von vorn, bei der Bestellung: Yuma bietet seine Mini-PV-Systeme auf seiner Webseite in verschiedenen Größen und Ausführungen an. Für die Befestigung am Balkongeländer, auf Flach- und Schrägdächern, an der Fassade oder für den Garten. Hier habe ich mich für die Variante „Garten“ entscheiden. Anschließend wählt man die Größe und/oder, ob man nur ein Modul verwenden oder mehrere miteinander kombinieren möchte. Yuma hat hier verschiedene Pakete im Angebot. Mit dem Flat (420+) Bifazial entscheide ich mich aus Platzgründen für das zweitkleinste System. Genaugenommen sind die Panel-Abmessungen (1,72×1,13 m) mit dem „kleineren“ Flat (410) identisch. Der Namenszusatz „Bifazial“ macht den Unterschied. Bedeutet es doch, dass dieses Balkonkraftwerk auch mit seiner Rückseite Sonnenenergie aufnimmt und somit in der Lage ist etwas mehr Strom zu erzeugen. Der Preisunterschied zwischen beiden Sets liegt bei 30 Euro, was sich aber schnell amortisiert haben soll.

Im ersten Schritt montiert man die vier Winkel al Alu-Rahmen des Panels.

Einfacher Bestellvorgang

Die Bestellung selbst ist kinderleicht. Hat man sein System erwählt, entscheidet man sich noch für die Länge des Anschlusskabels. Seien Sie hier nicht zu geizig und messen Sie zunächst großzügig nach. 10-15 Meter kommen hier schnell zusammen. Das Kabel ist aufpreispflichtig. Beispielsweise berechnet Yuma ein 10-Meter-Kabel mit 40 Euro. Die gute Nachricht folgt sofort: Hat man sich für ein Kabel entschieden, legt Yuma noch ein kostenloses Strommessgerät dazu. Hier hat man die Wahl zwischen einem myStrom WiFi Switch oder einem klassischen Strommessgerät von Revolt. Ich habe mich hier für den WiFi Switch entschieden. So kann ich auch von unterwegs sehen, wieviel Strom meine Mini-PV-Anlage aktuell erzeugt. Liegt alles im Warenkorb, geht es an die Bestellabwicklung. Die unterscheidet sich nicht groß von anderen Online-Anbietern und ist schnell erledigt. Was mir gut gefällt: Yuma akzeptiert neben der klassischen Überweisung auch Zahlungen per Paypal, Visa, Klarna oder Apple Pay.

Dann werden auch schon die Fußgestelle festgeschraubt. Dieser Schritt ist in weniger als 5 Minuten erledigt.

Vorbereitung

Nach der Bestellung kommt die Lieferung. Und auch das funktionierte bei mir reibungslos. Schon einen Tag nach meiner Order rief mich die Spedition an, um einen Liefertermin zu vereinbaren. Zwei Tage später wurde dann geliefert. Insgesamt bestand meine Bestellung aus zwei Kartons. Einem großen flachen, in dem das Panel steckt und einem kleineren inklusive vollständigem Zubehör. Wichtig: Beim Auspacken des Panels sollte man sehr vorsichtig sein. Speziell beim Einsatz eines Messers, um den Karton zu öffnen. Aber das sollte selbstverständlich sein. Ist das Panel aus seiner Kartonage befreit, stellt man es idealerweise vorsichtig hochkant auf. Dann öffnet man den zweiten Karton, legt sich alle Zubehörteile zurecht und liest sich in die Aufbauanleitung ein. Das geht schnell, so dass es nach wenigen Minuten losgehen kann. Achja, das Werkzeug: Tatsächlich werden nur je ein 10er- und ein 13er-Maulschlüssel und eine Umschaltknarre mit 13er-Nuß benötigt, um die gesamte Installation durchzuführen.

Tatsächlich wird für die Montage nicht mehr Werkzeug benötigt, als hier abgebildet.

Montage

Im nächsten Schritt werden die vier Halter befestigt, die danach paarweise mit je einem Standfuß verbunden werden. Alles supereinfach und schnell erledigt. Anschließend wird eine Art Metallklammer an Rahmen montiert, die später den Wechselrichter trägt. Hier sollte beachtet werden, dass dies an einer Stelle passiert, die sich nicht zu weit weg von den auf der Rückseite des Panels befindlichen Kabeln befindet. Sitzt die Klammer fest am Rahmen, kann auch schon der Wechselrichter befestigt werden. Yuma liefert hier einen nach IP67 wasserdichten Hoymiles HM-400 mit bis zu 400 Watt Leistung mit. Sitzt der schwarze Kasten fest am Gehäuse, wird er mit den besagten Kabeln verbunden. Hat man alles korrekt durchgeführt, blinkt die LED am Wechselrichter gleich rot auf. Mit dem Anschluss des Verlängerungskabels geht es auch schon auf die Zielgerade. Jetzt bleibt nur noch ein Kabel am HM-400 frei. Dieses wird über die mitgelieferte Verschlusskappe noch schnell wasserdicht gemacht.

Ebenfalls zum Lieferumfang gehört diese Alu-Klammer. Sie dient als Träger des Wechselrichters.

Ist auch der Wechselrichter montiert, sieht das Ganze so aus:

Energieertrag messen

Ist die Montage abgeschlossen, stellt man das Flat (420+) Bifazial nun so auf, dass es Richtung Süden ausgerichtet ist und möglichst lange in der Sonne steht. Im letzten Schritt wird das Verlängerungskabel zur nächstgelegenen Steckdose geführt. Vor dem Einstecken kommt aber noch der WiFi Switch zum Einsatz. Dieser sitzt ganz einfach zwischen Wandsteckdose und Anschlusskabel. Einmal eingesteckt, lädt man sich die zugehörige myStrom-App aufs Handy und folgt den Anweisungen zur WPS-Installation. In den Eistellungen lässt sich der WiFi Switch dann noch einem Raum zuweisen und es können Stromtarife hinterlegt werden. Das hilft bei der Berechnung der Kostenersparnis. Bei Bedarf lassen sich nun noch Alarme einstellen und diverse Modi und Zeitpläne hinterlegen. Der sicher wichtigste Menüpunkt ist allerdings „Auswertung“. Ein Fingertipp genügt, um den Ertragsverlauf oder den derzeitigen Ertrag abzurufen. Schiebt man den gelben Balken in der App nach links, kann die tagesaktuelle Temperatur, Durchschnittstemperatur etc. abgelesen werden.

Bestellt man das Verlängerungskabel mit, legt Yuma der Bestellung auch noch einen kostenlosen Strommesser dazu. Ich habe mich hier für den WiFi Switch von mystrom entschieden.

Rechtliches

Ganz wichtig: Aktuell darf jedes Balkonkraftwerk bis zu einer Leistung von bis zu 600 Watt vom Nutzer selbst installiert werden. Für zu montierende Anlagen mit einer höheren Leistung wird zwingend ein Elektriker hinzugezogen. Diese Grenze soll in absehbarer Zeit aber auf 800 Watt erhöht werden. Da das Flat (420+) Bifazial diesen Wert aber nicht überschreitet, ist die Beauftragung eines Elektrikers nicht nötig. Ausserdem muss jedes Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber angemeldet werden. Je nach Bundesland oder Kommune kann es hier unterschiedliche Anforderungen geben. Idealerweise informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber nach den aktuellen Anforderungen. Vorab gilt es zunächst einmal zu unterscheiden, ob man ein Eigentum bewohnt oder ob Wohnung/Haus gemietet ist. Ist man Mieter, wird die Zustimmung des Vermieters benötigt, sobald das Panel oder andere Bauteile von aussen sichtbar sind. Für Eigentümer ist die Sache einfacher. Aber auch hier gibt es einige Regeln, die beachtet werden müssen:

Kleines aber wichtiges Detail: Die Verschlußkappe für das zuletzt übrig gebliebene Kabel am Wechselrichter.

Anmeldung erforderlich

In einer WEG (Wohneigentumsgemeinschaft) dürfen Balkonkraftwerke oder Mini-PV-Anlagen beispielsweise nur mit einer mehrheitlichen Zustimmung aller Eigentümer:innen betrieben werden. Das gilt beispielsweise, wenn man Besitzer einer Eigentumswohnung ist. Ausserdem dürfen ausschließlich Zähler mit Rücklaufsperre verwendet werden. Zwingend erforderlich ist ausserdem die Registrierung bei der Bundesnetzagentur (www.marktstammdatenregister.de) – egal, welche Leistung das eigene Steckersolar-Gerät erzeugt. Darüber hinaus muss jegliche Art von Stromerzeugungseinrichtung verpflichtend auch beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Hat man das Zertifikat Netz- und Anlagenschutz, ein Foto vom Typenschild des Wechselrichters und die eigene Zählernummer parat, geht das in der Regel ganz einfach online. Die meisten Netzbetreiber fordern mit der Anmeldung ausserdem, dass auf eine Einspeisevergütung verzichtet wird. Bedeutet, dass der erzeugte Strom ausschließlich für den Eigenbedarf verwendet wird. So die aktuellen Regeln. Es empfehlt sich allerdings, dass man sich regelmäßig über den Stand der Dinge informiert, da die Gesetzesgrundlagen aktuell häufiger angepasst werden.

Gute Idee: Aufgestellt wird das Yuma-Balkonkraftwerk auf vier mitgelieferte Unterlagen aus massivem und schwerem Gummi. Sie bieten ideale Voraussetzungen, um beispielsweise Gehwegplatten zur Beschwerung bündig auflegen zu können.

Wie effizient ist das Yuma Flat (420+) Bifazial?

Auf der eigenen Webseite spricht Yuma bei seinem Flat (420+) Bifazial von einer Ersparnis von bis zu 168 Euro im Jahr. Dieser Berechnung liegt eine Erzeugung von 452 Kilowattstunden bei einem Grundpreis von 37,14 Cent/kWh zugrunde. Immer vorausgesetzt, das Panel ist Richtung Süden ausgerichtet und steht tagsüber nicht im Schatten von Bäumen oder Häusern. Erreicht man diesen Idealwert, hätte sich der Kauf des hier getesteten Balkonkraftwerks nach weniger als drei Jahren bereits ausbezahlt. Mein Test erfolgte Mitte September. Einer Zeit also, in der die Tage bereits kürzer sind und die Sonneneinstrahlung folglich niedriger ist. Am 15. September schien die Sonne den ganzen Tag ohne Unterbrechung. Nennenswerte Erträge verzeichnete die App ab etwa 8.30 bis etwa 18.00 Uhr. In dieser Zeit summierte sich ein Ertrag von 2,17 kWh, was in etwa einer Kostenersparnis von 80 Cent bei einem Grundpreis von 37,14 Cent/kWh entspricht.

Wieviel Sonnenenergie gewonnen wurde lässt sich ganz einfach über die mystrom-App ablesen – vorausgesetzt, man hat den entsprechenden Strommesser im Einsatz.

Rechenbeispiele

In den Monaten Juni, Juli und August wird dieser Wert hierzulande an echten Sonnentagen sicher deutlich höher liegen, in allen anderen Monaten allerdings darunter. Bedeutet: Der von Yuma genannte Ertrag von 452 Kilowattstunden ist bei Idealvoraussetzungen theoretisch erreichbar. Aber selbst bei einem Jahresertrag von „nur“ 350 kWh würde die Amortisierung weniger als vier Jahre betragen. Nicht zu vernachlässigen ist ausserdem, dass man ganz nebenbei auch noch etwas für die Umwelt tut.
UND: Man muss auch die stetig steigenden Grundpreise berücksichtigen. In Düsseldorf kostet die Kilowattstunde aktuell bereits 38,43 Cent, in München sogar über 40 Cent. Steigt der Tarif beispielsweise auf 45 Cent, entsprächen gewonnene 350 kWh einer Ersparnis von 157,50 Euro/jährlich. Egal, wie man es dreht und wendet, spätestens nach vier Jahren hat sich die Investition in das Yuma Flat (420+) Bifazial auf jeden Fall gelohnt. In manchen Regionen und je nach Strompreisverlauf vermutlich sogar eher.

An Tagen mit starker Sonneneinstrahlung lässt sich mit dem Yuma Flat (420+) Bifazial bis zu 3 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Fazit

Sind gute Voraussetzungen gegeben, lohnt sich die Anschaffung eines Balkonkraftwerks definitiv. Soll dieses schnell und sicher installiert sein und sich schnellstmöglich amortisieren, ist das Yuma Flat (420+) Bifazial aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung. Das ist schnell und mit wenigen Werkzeuge in kürzester Zeit montiert und einsatzbereit. Selbst die benötigten Kabel und ein Strommessgerät können gleich mitbestellt werden. Steht das Balkonkraftwerk dann im Garten, wird fleissig Strom erzeugt, Geld gespart und die Umwelt geschont. Und sollte diese Mini-PV-Anlage mal umplatziert werden müssen, lässt sich das ganz einfach und in Sekundenschnelle von zwei Personen bewerkstelligen.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Roman Maier

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

89 of 90

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Technische Daten

Modell:Yuma
Flat (420+) Bifazial
Gerätekategorie:Balkonkraftwerk / Mini-PV-Anlage
Preis:439 Euro
(optional + 40 Euro/10m-Anschlußkabel)
Garantie/ Gewährleistung:- 30 Jahre Solarmodul
- 12 Jahre Wechselrichter
Ausführungen:Schwarz/Silber
Vertrieb:Yuma, Köln
0221 / 66958090
www.yuma.de
Abmessungen (H x B x T):1722 x 1134 x 180 mm mm
Gesamtgewicht:27,0 kg
Solarmodul:1722 x 1134 x 30 mm
Wechselrichter:Hoymiles HM-400 (400 Watt)
Halter:für Aufstellung auf Boden/Flachdach
Lieferumfang:1 x Solarmodul
1 x Wechselrichter
2 x Halter
1 x Zubehörpaket
1 x Gummierte Basisteile
Pro & Contra:+ schnelle, einfache Montage
+ leicht zu reinigen
+ hohe Materialqualität
+ geringes Gewicht
+ hohe Energieeffizienz
+ niedriger Standby-Stromverbrauch
+ wenig Werkzeug erforderlich
+ 30 bzw. 12 Jahre Garantie
+ sinnvolles Zubehör, optional

- Halter dürften gern etwas stabiler sein
Benotung:
Energieeffizienz (50%):89/90
Praxis (25%):90/90
Ausstattung (25%):90/90
Gesamtnote:90/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut
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