Home » Tests » Philips 34B2U6603CH – Office-Monitor für ergonomisches Arbeiten mit coolen Features
18. Dezember 2025
von Dieter Pfeil
Philips präsentiert einen neuen Business-Monitor, der mit 34 Zoll viel Platz bietet und mit seiner gewölbten Oberfläche und einigen anderen Features eine ergonomische Arbeitsweise ermöglicht. Die wirklich smarten Funktionen und der robuste Aufbau machen den Philips 34B2U6603CH zu einem schlauen Arbeitsgerät für den Schreibtisch im Büro oder im Home-Office. Ob die üppige Ausstattung mit eingebauter Kamera, Mikrofon, Lautsprechern und KVM-Switch überzeugt, kann er nach dem Auspacken unter Beweis stellen.

Mit 34 Zoll Bildschirmdiagonale, 1.500R Krümmung und 3440 x 1440 Pixlen, soll man mit dem Philips stets alles im Auge behalten können.
„Endlich mal ein Monitor mit einer vernünftigen Größe“, sage ich zu meinem Chefredakteur, als der Karton mit Philips 34-Zöller in Büro eintrifft und damit war auch gleich klar, wer den Test dieses Gerätes durchführen darf. Im Regelfall sind Business-Monitore eher im Bereich 24 bis 27 Zoll anzutreffen. Das ist angenehm handlich und oft auch günstig, weil die Panels in Massen hergestellt werden. Aber mir ist das für die tägliche Arbeit ein wenig zu beengt. Mit 3440 x 1440 Pixeln bietet der Philips 34B2U6603CH auf seinen fast 80 Zentimetern Diagonale knapp 110 Pixel pro Inch ab. Das kann zwar mit einem Retina-Display aus Cupertino nicht mithalten, aber im Vergleich zu den üblichen 24 Zoll-Geräten mit Full-HD-Auflösung liegen wir hier 20 PPI höher, was sich positiv auf die Schärfe auswirkt, bei der man erst aus aller nächster Nähe die einzelnen Bildpunkte erkennt.

Die enorme Breite des Philips kann ein Dual-Monitor Setup ersetzen. Dennoch besitzt auch er eine Dasy-Chain-Funktion für die einfache Nutzung mehrerer Bildschirme.
Was wird denn so geliefert?
Im Karton des Philips 34B2U6603CH befinden sich natürlich der Bildschirm selbst sowie ein solider Standfuß. Dieser lässt sich, wie heute üblich durch Zusammenstecken der Fußplatte mit dem Halter mittels einer Schraube ohne Werkzeug zusammensetzen. Der Halter ist, wie ein Großteil der Bodenplatte aus Metall gefertigt und beide hinterlassen einen robusten Eindruck. Der leicht gebogene Bildschirm wird einfach in die Vesa-Halterung eingehakt und rastet dann sicher ein. Am hinteren Ende des Fußes ist eine Metallöse, die die saubere Kabelführung ermöglicht. Der Monitor erstaunt mich hier mit seiner ersten schlauen Funktion, denn er lässt sich auf dem Fuß jeweils um fast 180 Grad nach links und rechts drehen. So kann ich nicht nur die Kabel viel einfacher anbringen, sondern auch den Kollegen ganz locker meinen Bildschirm zudrehen, wenn ich etwas zeigen möchte. Im Karton befinden sich außerdem je ein Strom-, HDMI-, DisplayPort- und ein Thunderbolt-4-Kabel.

Der Arm mit seinem flachen Standfuß ermöglicht eine Höhenverstellung um 18 Zentimeter, einen Neigungswinkel von insgesamt 35 Grad, sowie eine 360 Grad Drehbewegung.
Aufbau und Inbetriebnahme
Nachdem die Hardware nun auf dem Tisch steht, drehe ich den Monitor also um besagte 180 Grad, führe die Kabel durch die entsprechenden Durchführungen im Arm und am Standfuß und erfreue mich an einem aufgeräumten Schreibtisch. Die beiden Dongles für Tastatur und Maus schließe ich direkt an den zahlreich vorhandenen USB-Buchsen des Monitors an. Den Laptop verbinde ich mit dem Thunderbolt-Kabel, für den stationären PC nutze ich ein weiteres USB-C-Kabel und für dessen Bildinhalt ein DisplayPort-Kabel. Nun noch den Stecker in die Steckdose und schon kann es losgehen. Der Philips 34B2U6603CH erkennt die Signalquelle und schaltet auf den entsprechenden Eingang. Maus und Tastatur werden an den PC weitergereicht und ich kann sofort loslegen. Das Bild zeigt eine gute Qualität und ich kann in Windows die Bildwiederholfrequenz auf 120 Hertz einstellen. So bewegt sich die Maus weicher und Fenster sausen beim Verschieben smooth über den Desktop.

Das unterseitige Anschlussfeld ist gut bestückt. Ein KVM-Switch und Power-Delivery verringern außerdem die benötigte Anzahl an Verbindungen.
Smarter KVM-Switch und Präsenzerkennung
Jetzt muss ich natürlich auch gleich ausprobieren, ob das mit dem Laptop am Thunderbolt-Anschluss genauso fluffig und easy vonstatten geht. Also Laptop an und dann im Menü die Quelle auf den Laptop umgeschaltet. Via Thunderbolt erhält er gleich die 2,5G-Netzwerkschnittstelle, Maus und Tastatur vom Monitor rübergeschoben. Dank 100 Watt Stromspende über das Kabel, bleibt der Laptop mit nur einer Kabelverbindung aufgeräumt und voll geladen auf dem Schreibtisch stehen. Also schnappe ich mir mal die Bedienungsanleitung aus dem Karton, wo war der doch gleich? Als ich fündig aus dem Nachbarraum wiederkehre, ist der Bildschirm dunkel. Erstaunt nehme ich erst einmal auf dem Schreibtischstuhl platz, um die Lage zu checken, da schaltet sich der Philips 34B2U6603CH wie von Zauberhand wieder ein. Tatsächlich erkennt der Monitor, ob ich gerade davor sitze und schaltet in den Energiesparmodus, wenn ich den Arbeitsplatz verlasse. Das ist mal smart.

An der linken Seite des Monitors befinden sich zusätzliche Anschlüsse für eine schnelle Erreichbarkeit.
Eingebaute Kamera
Gut, das ist also der Infrarot-Sensor neben dem Philips-Logo. Mit einem beherzten Druck auf die Oberkante des Gehäuses des Philips 34B2U6603CH fährt diese unbeabsichtigt nach unten und die Kamera kommt hervor. Der Mechanismus ist ziemlich schwergängig. Allerdings kann die Kamera auch automatisch herausfahren, wenn sie benötigt wird. Nach Gebrauch fährt sie dann wieder ins Gehäuse zurück. Außerdem kann die Kamera im Modus „Automatische Webcam-Rahmung“ Gesichter verfolgen und heranzoomen. Die Software erkennt sogar mehrere Gesichter und behält alle im Blick. In diesem Modus reduziert sich die Schärfe auf 2 Megapixel, weil die Kamera immer nur einen Ausschnitt des Gesamtbilds wiedergibt. Nutzt man diese Funktion nicht, erreicht das Kamerabild eine höhere Auflösung mit 5 Megapixeln. Darüber hinaus beherrscht die Kamera Windows Hello, sodass man sich nur vor den Monitor setzen muss, um sich an Windows anzumelden, sofern dies eingerichtet ist. Das funktioniert natürlich nur unter Windows und Linux.

Die versenkbare Kamera bietet eine hohe Auflösung und kommt auch mit herkömmlichen Lichtverhältnissen gut klar.
Philips 34B2U6603CH – Sehen und verstehen
Wo viel Licht ist … warte mal … Licht. Das lässt die Kamera tatsächlich vermissen. Die LED oben auf der Kamera leuchtet nur rot und weist meine Umgebung darauf hin, dass ich nicht gestört werden will, aber in einem schlecht ausgeleuchteten Büro wäre ein zusätzliches Licht, wie es andere Monitore besitzen, durchaus praktisch. Davon abgesehen gibt die Kamera aber auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch ein recht gutes Bild ab. Mit üblicher Umgebungsbeleuchtung ist die Qualität bei Videocalls sehr ordentlich. Sehr gut gefallen mir überdies die eingebauten Mikrofone. Im Test mit nicht gerade leiser Musik aus den Lautsprechern konnte die Spracherkennung mich deutlich wahrnehmen und mein Gegenüber konnte meine Musik nicht hören. Die Sprachverständlichkeit war ausgezeichnet und selbst die Akustik des Büroraums machte sich nicht negativ bemerkbar. Für den Call muss ich dem Philips 34B2U6603CH eine ausgezeichnete Qualität ausweisen.

Status LEDs am unteren Rand weisen auf die Benutzung von Kamera und Mikrofon hin.
In Arbeit vertieft
Für die Arbeit eignet sich die große Arbeitsfläche ausgezeichnet. Die E-Mails und Teams im Auge behalten, während ich im Browser Informationen recherchiere oder gerade am Artikel schreibe, das gelingt dem Philips 34B2U6603CH ganz ausgezeichnet. Der dunkle Hintergrund meiner Textverarbeitung ist in tiefes Schwarz gehüllt, während die weißen Buchstaben hell und scharf leuchten. Auch die Farbwiedergabe meiner Gartenfotos von diversen Pflanzen gelingt dem blickwinkelstabilen VA-Display ausgezeichnet. Beim Studium der Website des Herstellers, ist mir noch etwas ins Auge gesprungen, was ich persönlich als echtes Highlight empfinde. Da ich mal am PC und mal mit dem Laptop arbeite und auch oft zwischen den Geräten umschalten muss, ist es mir immer sehr wichtig, dass das mit wenig Gefummel an den Knöpfen des Monitors funktioniert. Der Philips macht es leicht, indem eine gut fühlbare Taste die Quellenauswahl leicht macht. Aber es wird noch viel besser.

Die Tasten für die Bedienung des On-Screen-Menüs sind gut erreichbar und bieten angenehme Druckpunkte. Auch der Aufbau der Menüs ist beim Philips durchschaubar umgesetzt.
Ein wirklich smarter KVM-Switch
Mit smart meine ich hier keine überflüssige KI, die der Hersteller dem Gerät aufgedrückt hat, weil das gerade modern ist. Der Philips kann die Quelle wechseln, indem ich dreimal die linke STRG-Taste drücke. Das ist mal eine wirklich praktische und clevere Funktion. Da können sich die anderen Hersteller gerne eine Scheibe abschneiden. Nicht nur schaltet der Monitor dann zwischen den Quellen um, er erkennt auch, welche überhaupt eingeschaltet sind und wechselt so ohne viel Gefuhrwerke einfach vom Laptop zum PC und wieder zurück. Ich muss mich nicht einmal mehr zum Monitor vorbeugen, um an die Taste zu gelangen, sondern schalte dort um, wo meine linke Hand ohnehin liegt. DAS ist mal durchdacht und eine wirklich hilfreiche Funktion für Menschen, die oft mit mehreren Quellen hantieren müssen. Gratulation an Philips. Hier schafft eine vermeintlich simple Sache eine echte Arbeitserleichterung.

Per mehrfachem Tastendruck lässt sich die Quelle wechseln, ohne dass man dafür die Hand von der Tastatur nehmen muss. Dank des cleveren KVM-Switch werden dabei auch Maus und Tastatur umgehend umgeschaltet.
Klare Kontrolle
Auch die Menüführung, die man ja eigentlich nur am Anfang bemüht, um einige Einstellungen vorzunehmen, ist gut durchdacht und logisch aufgebaut. Für mich persönlich scheinen die Aufwärts- und Abwärtstaste zwar genau verkehrt herum, aber das ist Gewohnheitssache. Alle Einstellungen sind mit wenigen Klicks erreichbar. Die Quellenwahl, besitzt ihre eigene Schaltfläche und wechselt bei jedem Klick einen Input weiter. Alle Tasten sind außerdem gut zu finden und besitzen einen deutlichen Druckpunkt. Mit dem Telefonhörer kann man Gespräche in Teams annehmen, woraufhin auch die LED rot leuchtet und das Mikrofon lässt sich mit nur einem Klick abschalten. Dazu verfügt der Philips 34B2U6603CH über einen Halter für Kopfhörer. Der wird sicher auch seine Verwendung finden, den die verbauten Lautsprecher des Monitors sind einer der wenigen Schwachpunkte. Sie arbeiten klar und deutlich und sind zum Telefonieren in Ordnung, aber sobald man Musik hören möchte, ist der Kopfhörer die bessere Wahl.

Mit großem Bild und praktischen Features sorgt der Philips 34B2U6603CH für angenehmes Arbeiten.
Fazit
Der Philips 34B2U6603CH ist cleverer Business-Monitor, der mit seinem breiten Display eine Menge Platz auf dem Desktop bietet. Dazu überzeugt der 34-Zöller außerdem mit gutem Kontrast und einer hohen Auflösung seines VA-Panels. Auch die Kamera bietet etwas mehr als 2K-Auflösung, fokussiert schnell und sauber und kommt selbst mit normaler Beleuchtung gut klar. Das eingebaute Mikrofon-Array unterbindet Nebengeräusche exzellent während die Lautsprecher gerne noch etwas mehr Fülle zeigen könnten. Der KVM-Switch des Philips 34B2U6603CH ist dann ein absolutes Highlight: Die Umschaltung via Tastatur ist einfach perfekt für die Arbeit mit mehreren Geräten. Und wer mehr von diesem Monitor möchte, kann mehrere per Daisy-Chaining zusammenschalten und sich noch mehr Raum auf dem Desktop gönnen. Die enorme Größe und die coolen Features haben zwar ihren Preis, der aber klar der gebotenen Leistung angemessen ist.
Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Simone Maier
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: gut
89 of 90
89 of 90
90 of 90

Technische Daten
| Modell: | Philips 34B2U6603CH |
|---|---|
| Gerätekategorie: | Office-Monitor |
| Preis: | 649 Euro (UVP) |
| Garantie: | 2 Jahre |
| Ausführungen: | Schwarz / Silber |
| Vertrieb: | Philips, Hamburg 040 808010980 www.philips.de |
| Abmessungen (H x B x T): | 395 - 575 x 807 x 281 mm (mit Standfuß) |
| Gewicht: | 10,6 kg |
| Bildschirmdiagonale: | 34 Zoll |
| Seitenverhältnis: | 21:9 |
| Bildauflösung: | 3440 x 1440 Pixel |
| Bildwiederholrate: | max. 120 Hz |
| Paneltyp: | VA-LCD |
| Kontrast: | 4.000:1 (Herstellerangabe) |
| Maximale Helligkeit: | 550 Nits (Herstellerangabe) |
| Reaktionszeit (Grau zu Grau): | 4 ms (Herstellerangabe) |
| Krümmung: | 1.500R |
| Drehung/ Neigung/ Rotation: | ± 180 Grad/ -5 bis 30 Grad/ nein |
| Anschlüsse: | 2 x HDMI 1 x DisplayPort 1 x Thunderbolt 4 (115 Watt Power Delivery) 1 x USB-C Upstream 1 x USB-C Downstream (45 Watt Power Delivery) 4 x USB Downstream 1 x Ethernet 1 x 3,5 mm Audioausgang |
| Lautsprecher: | 2 x 5 Watt breitbänder |
| Lieferumfang: | 1 x 34B2U6603CH 1 x HDMI-Kabel 1 x DisplayPort-Kabel 1 x Thunderbolt-4-Kabel, 1 x Stromkabel 1 x Anleitung |
| Pro & Contra: | + großer Bildschirm + versenkbare Kamera mit Mikrofon + cleverer KVM-Switch + kraftvolle Power-Delivery-Funktion + Präsenzerkennung + gute Ergonomie + gute Auflösung - Sound der Lautsprecher schwach |
| Benotung: | |
| Bildqualität (50%): | 89/90 |
| Praxis (25%): | 89/90 |
| Ausstattung (25%): | 90/90 |
| Gesamtnote: | 89/90 |
| Klasse: | Oberklasse |
| Preis-/Leistung | gut |















































