Home » Tests » High End ohne Kompromisse: Die neue Dan D`Agostino Momentum Z im Kurztest
17. Februar 2026
von Roman Maier
Inhaber/GeschäftsführerMit der Momentum Z präsentiert Dan D’Agostino eine Mono-Endstufe, die eindrucksvoll zeigt, was heute im absoluten High End möglich ist. Enorme Leistungsreserven treffen auf außergewöhnliche Finesse, technische Raffinesse auf musikalische Selbstverständlichkeit. Bei Audio Reference in Hamburg durften wir die ersten Exemplare Europas sehen und auch schonmal reinhören. Ein Erlebnis, das klanglich und auch haptisch begeistert. Schon der erste Eindruck offenbart: Hier verschmelzen kompromisslose Ingenieurskunst, ikonisches Design und eine Materialqualität auf allerhöchstem Niveau zu einem echten Statement.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Am 10.02.26 hatten wir die Gelegenheit die Momentum Z beim deutschen Vertrieb Audio Reference in Hamburg zu hören.
Die Momentum Z ist weit mehr als eine weitere Endstufe im Portfolio von Dan D’Agostino – sie ist ein klares Statement kompromissloser Ingenieurskunst. Als erstes Magazin Europas durften wir bei Audio Reference in Hamburg diese Monoblöcke nicht nur sehen, sondern auch in einer Kurzsession hören. Dabei wird bereits beim Auspacken deutlich, mit welcher Konsequenz hier entwickelt wurde. Jeder Verstärker befindet sich gut geschützt in einer stabilen Holzkiste. Es wird aber noch besser, denn das massiv ausgeführte Chassis, die perfekt gearbeiteten Kühlkörper, feinste Spaltmaße und das ikonische Frontdesign mit dem charakteristischen Instrument zeugen von einer Verarbeitungsqualität, die man selbst im High-End-Segment nur selten findet.
Jedes Detail wirkt durchdacht, nichts ist dem Zufall überlassen. Die Materialgüte ist exorbitant hoch – angefangen beim Gehäuse über die Bedienelemente bis zu den Anschlüssen. Kein Wunder, Dan D’Agostino gehört seit Jahren zur absoluten Weltspitze im Verstärkerbau, und die Momentum Z unterstreicht diesen Anspruch eindrucksvoll.

Hinter den Lautsprechern standen zudem die monumentalen Relentless Epic 1600 – diesmal allerdings ungenutzt. Allein ihre Präsenz verdeutlichte, in welcher Liga sich auch die Momentum Z bewegt: kompromisslos, luxuriös und technisch auf höchstem Niveau.
High End meets Top-End
Die beiden Momentum Z Monoblöcke wurden im gehörten Setup von der Vorverstärker-Kombination Dan D’Agostino Relentless Preamplifier angesteuert. Einer Schaltzentrale, die selbst höchsten Referenzansprüchen gerecht wird. Präzision, Dynamik und absolute Signalreinheit sind hier keine Schlagworte, sondern hörbare Realität. Als Quelle fungierte die dCS Varèse-Serie, eine der weltweit ambitioniertesten Streamer-/DAC-Lösungen. Ihre digitale Signalverarbeitung, gepaart mit herausragender Wandlungsqualität, liefert eine Transparenz und Ruhe, die selbst feinste Details freilegt.
Verbunden wurde das gesamte Setup über High-End-Lautsprecherkabel der Nordost Leif White Lightning-Serie. Diese Kabel sind für ihre Schnelligkeit, Durchhörbarkeit und geringe Eigenfärbung bekannt – ideale Voraussetzungen für eine derart kompromisslose Kette. Für die Schallwandlung sorgten die imposanten Wilson Audio Chronosonic XVX. Diese Lautsprecher gelten als extrem laststabil, aber auch fordernd gegenüber der angeschlossenen Elektronik. Genau deshalb war dieses Setup so spannend: Jedes einzelne Glied arbeitet auf absolutem Spitzenniveau – Schwächen wären also sofort hörbar.

Sicher ist sicher: Jede Momentum Z bringt satte 45 Kilo auf die Waage und wird in einer massiven Holzkiste ausgeliefert.
Enorme Kraftreserven
Mit dem Einschalten der Momentum Z erwacht das volldigitale Display (bis auf den analogen Zeiger) eindrucksvoll zum Leben. Dieses signalisiert zum einen Betriebsbereitschaft, zum anderen aber auch den Anspruch der Marke. Bereits bei moderaten Lautstärken zeigt sich, welches Potenzial hier schlummert. Obwohl wir zunächst bewusst leise hören, sind die enormen Kraftreserven gleich spürbar.
Die Impulskontrolle ist außergewöhnlich. Stimmen und Instrumente stehen mit beeindruckender Präzision im Raum, ohne Härte oder Überzeichnung. Besonders im Bassbereich offenbart die Momentum Z schnell ihre Klasse: Sie steigt tief hinab und wirkt dabei unglaublich mächtig, zugleich aber auch perfekt kontrolliert. Jeder Ton bleibt strukturiert, konturiert und sauber definiert. Im Vergleich zur mächtigen Relentless Epic 1600 mag die Momentum Z auf dem Papier kleiner erscheinen. In der Praxis jedoch agiert sie wie eine mächtige Hochleistungs-Endstufe. Selbst die leistungshungrigen Wilson Audio Chronosonic XVX werden mühelos und souverän angetrieben – mit vollständiger Kontrolle und beeindruckender Gelassenheit.

Materialgüte und Verarbeitungsquelität sind exopbitant gut – dem steht der Klang in nichts nach.
Unverfälscht & ehrlich
Kurz darauf erhöhen wir den Pegel deutlich. Was passiert? Genau das, was man sich wünscht – und was dennoch selten ist: nichts außer mehr Lautstärke. Keine tonale Verschiebung, kein betonter Bass, kein aggressiver Hochton. Die klangliche Balance bleibt vollständig erhalten. Das ist keineswegs selbstverständlich. Viele Systeme verlieren bei höheren Pegeln ihre Neutralität und beginnen einzelne Frequenzbereiche unproportional hervorzuheben.
Die Momentum Z hingegen bleibt stoisch stabil. Die Musik wächst schlicht in ihrer Dimension, ohne ihre innere Ordnung zu verlieren. Und im Grundton- und Bassbereich beeindruckt sie durch eine Leichtigkeit, mit der selbst komplexe Passagen blitzsauber reproduziert werden. Druck entsteht nicht durch Überbetonung, sondern durch echte Substanz und Kontrolle. Es gibt keinerlei Anzeichen von Stress, Kompression oder angestrengter Dynamik. Stattdessen wirkt alles souverän, gelassen und kraftvoll. Das D`Agostino-Duo scheint jederzeit über ausreichende Reserven zu verfügen – ein Eindruck, der sich auch bei deutlich gesteigertem Pegel nicht relativiert.

Die Rückseite bietet auf, was man braucht: Trigger-In, XLR-Ausgänge und massive Schraumklemmen.
Klar definiert
Dann wird es wieder ruhiger. Dennoch verliert das System nichts von seiner Intensität. Im Gegenteil: Jetzt tritt die außergewöhnliche Raumabbildung noch deutlicher hervor. Die Bühne spannt sich breit zwischen den Lautsprechern auf und reicht weit in die Tiefe. Jeder Bereich scheint akustisch ausgeleuchtet, ohne dass einzelne Elemente künstlich hervorgehoben erscheinen. Instrumente stehen präzise gestaffelt im Raum, mit klar definierten Positionen und glaubwürdiger Größenabbildung. Gerade bei großen Systemen besteht oft die Gefahr, Instrumente überdimensioniert darzustellen. Hier ist das nicht der Fall. Gitarren, Schlagzeug, Stimmen – alles erscheint exakt so groß, wie es realistisch sein sollte.
Hinzu kommt eine Auflösung auf beeindruckendem Niveau. Feinste Nuancen, Atemgeräusche oder das Nachschwingen eines Beckens werden differenziert dargestellt, ohne analytisch zu wirken. Es ist, als würde sich das Klangbild in zahllose Einzelinformationen aufgliedern, die anschließend präzise und harmonisch wieder zusammengesetzt werden – wie ein perfekt gelegtes Puzzle mit natürlicher Geschlossenheit.

Mit Ausnahme des markanten Zeigers ist das Display des Momentum Z vollständig digital gehalten.
Hier hört man gern und lange zu
Am Ende bleibt ein Klangbild, das vor allem durch seine Natürlichkeit begeistert. Die Momentum Z inszeniert Musik nicht spektakulär, sondern authentisch. Stimmen besitzen Körper, Textur und emotionale Tiefe. Instrumente wirken plastisch, mit realistischem Obertonspektrum und natürlichem Ausschwingen.
Diese Authentizität sorgt für eine beeindruckende Langzeittauglichkeit. Man hört nicht die einzelnen Effekte, sondern musikalische Zusammenhänge. Die Kombination aus Kraft, Kontrolle, Transparenz und Feindynamik schafft ein Hörerlebnis, das gleichermaßen analytisch präzise und emotional involvierend ist. Gerade diese Balance macht das Setup so besonders. Das macht richtig Spaß und es lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, verschiedene Genres zu erkunden und auch komplexe Aufnahmen immer wieder neu zu entdecken. Die Momentum Z spielt dabei nie aufdringlich, sondern mit souveräner Selbstverständlichkeit. Genau das ist wahre Größe: Leistung ohne Show, Präzision ohne Härte und Musikalität auf einem Niveau, das man auch erfahrener Redakteur nur sehr selten erlebt.

Wow: Die massiven Kühlkörper leiten Wärme effektiv ab und sie sehen auch noch verdammt gut aus.
Fazit
Die Dan D’Agostino Momentum Z ist eine kompromisslose High-End-Endstufe, die mit herausragender Materialqualität, exzellenter Verarbeitung und souveräner Leistungsfähigkeit überzeugt. In Kombination mit der dCS Varèse, dem Relentless Preamplifier und den Wilson Audio Chronosonic XVX durften wir hier einem Setup zuhören, das selbst erfahrene Redakteure ins Staunen versetzt. Dieses System sieht spektakulär aus und es begeistert klanglich bis ins kleinste Detail. Kurz zusammengefasst: Ein neuer Maßstab auf Referenzniveau.
Test, Text & Fotos: Roman Maier
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: angemessen
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Technische Daten
| Modell: | Dan D`Agostino Momentum Z |
|---|---|
| Produktkategorie: | Mono-Endstufen |
| Preis: | um 75.000 Euro / Stück |
| Garantie: | 5 Jahre |
| Ausführungen: | - Silber - Schwarz |
| Vertrieb: | Audio Reference, Hamburg 040 53320359 www.audio-reference.de |
| Abmessungen (HxBxT): | 130 x 320 x 540 mm |
| Gewicht: | 45 kg |
| Eingänge: | Symmetrisch XLR |
| Ausgänge: | - Lautsprecherklemmen |
| Leistung: | - 500 Watt (8 Ohm) - 1000 Watt (4 Ohm) - 2000 Watt (2 Ohm) |
| Lieferumfang: | - Momentum Z - Netzkabel - Anleitung |
| Pro & Contra: | + unbändige Leistung + präzise Hoch- und MItteltondarstellung + souveräne Pegellieferung + mächtiger, kontrollierter Bass + superschneller Grundton + hochwertigste Materialien + exklusive Verarbeitung + schickes, gut ablesbares Display |
| Benotung: | |
| Gesamtnote: | Excellent Audio |
| Klasse: | Referenzklasse |
| Preis-/Leistung | angemessen |














































