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Mit der Sonik 1 stellt Dali einen kompakten Lautsprecher vor, der sich mühelos in nahezu jeden Wohnraum integriert . Und einen, der klanglich weit über seine Größe hinauswächst. Trotz geringer Abmessungen spielt dieser Kompaktling erstaunlich erwachsen auf, und überzeugt mit Druck, Räumlichkeit und Detailfreude. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch ein typisch skandinavisches Design, das modern, zeitlos und hochwertig wirkt. Ein Lautsprecher, der neugierig macht und einfach zum Weiterhören einlädt.

Mit rund 27 Zentimetern Höhe ist die Sonik 1 superkompakt. Ideale Voraussetzungen für kleine Räume.

Dali zählt seit Jahrzehnten zu den renommiertesten Lautsprechermarken Europas. Das 1983 in Dänemark gegründete Unternehmen verfolgt bis heute die Philosophie, Musik möglichst unverfälscht, lebendig und emotional wiederzugeben. Dabei setzt Dali konsequent auf eigene Entwicklungen, hochwertige Materialien und eine klare Designsprache. Mit der neuen Sonik-Serie schlägt man nun ein weiteres Kapitel auf und richtet sich bewusst an Musikliebhaber, die hohe Klangansprüche mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis verbinden möchten. Die Linie markiert eine neue Generation erschwinglicher HiFi-Lautsprecher, ohne typische Dali-Tugenden aus den Augen zu verlieren. Zur Sonik-Familie gehören mehrere Modelle. Das fängt bei kompakten Regallautsprechern an und endet bei großen Standlautsprechern für ausgewachsene Stereo- oder Heimkino-Setups. Alle eint derselbe konstruktive Ansatz, ein modernes skandinavisches Erscheinungsbild und eine klangliche Abstimmung,. Eine, die auf Musikalität statt nüchterner Analyse setzt. Innerhalb dieser neuen Produktlinie nimmt die Sonik 1 eine besondere Rolle ein, sie ist das kleinste Modell und zugleich der Einstieg in die neue Sonik-Welt.

Wohnraumtaugliches Design: Die aufgesetzte Schallwand hebt die Front vom weiteren Gehäuse ab. So wirkt der Lautsprecher weniger technisch.

An alles gedacht

Optisch zeigt sich die Sonik 1 ganz im Zeichen zeitlos-skandinavischer Zurückhaltung. Mit einer Höhe von lediglich 27,5 Zentimetern ist sie sogar niedriger als ein DIN-A4-Blatt und lässt sich so problemlos auf Regalen, Sideboards oder kleinen Lautsprecherständern platzieren. Erhältlich ist sie in den Farbvarianten Schwarz-Esche, Walnuss, Natur-Eiche und Weiß. Also reichlich Möglichkeiten sich harmonisch in unterschiedlichste Wohnstile einzufügen. Die magnetisch haftenden Frontblenden lassen die Technik im Hintergrund verschwinden. Sie unterstreichen den cleanen Look und ermöglichen eine flexible Anpassung an den persönlichen Geschmack. Das Gehäuse besteht aus präzise CNC-gefrästem MDF und vermittelt bereits bei der ersten Berührung eine hohe Materialgüte. Technisch setzt Dali auf bewährte Zutaten: Ein 29-Millimeter-Kalottenhochtöner verspricht feine Höhen, während ein 12-Zentimeter-Tiefmitteltöner mit geprägter Clarity-Cone-Struktur den Grund- und Mitteltonbereich abdeckt. Die Membran besteht dabei im typischen Dali-Stil aus einer Mischung aus Papier und Holzfasern, was für hohe Steifigkeit, geringes Gewicht und eine besonders natürliche Klangwiedergabe sorgt.

Das Anschlussfeld sitzt leicht vertieft im Gehäuse und bietet zwei große Schraubklemmen auf, die auch Kabel größeren Querschnitts sicher aufnehmen.

Einfache Aufstellung

Rückseitig finden sich großzügig dimensionierte Schraubklemmen, die eine sichere und flexible Verbindung ermöglichen. Egal, ob Bananas, Kabelschuhe oder auch unkonfektionierte Lautsprecherkabel größeren Querschnitts – alles lässt sich problemlos anschließen. Im Hörraum haben wir die beiden Dalis mit einem Abstand von rund zwei Metern zueinander positioniert und etwa 30 Zentimeter von der Rückwand entfernt aufgestellt. Bei einer Hörentfernung von knapp drei Metern erwies sich eine leichte Einwinkelung auf den Hörplatz als ideal. So entstand ein ausgewogenes Verhältnis aus Fokus, Räumlichkeit und Bühnenbreite. Dennoch gilt wie immer: Jede Wohnumgebung ist anders. Raumgröße, Möblierung und Wandabstände beeinflussen den Klang teils erheblich. Deshalb lohnt es sich – nicht nur bei der Sonik 1 – mit Position und Ausrichtung zu experimentieren. Schon wenige Zentimeter oder ein minimal veränderter Winkel können das Klangbild deutlich verändern und neue Qualitäten freilegen. Die Sonik 1 belohnt sorgfältiges Aufstellen mit einem hörbaren Zugewinn an Präzision und Tiefe.

In unserem Test erweist sich die Sonik 1 als sehr wohnraumtauglich. Sie fordert keinen großen Abstand zur Rückwand und ist auch in Sachen Ausrichtung recht flexibel.

Realistische Klangbühne

Den ersten Hörtest starte ich bewusst mit Britney Spears und „Womanizer“. Kein klassisch-audiophiler Track, aber hervorragend geeignet, um kleinen Lautsprechern klanglich auf den Zahn zu fühlen. Der Song lebt von seiner hohen Intensität, treibenden Rhythmen und markanten Bassimpulsen. Genau hier zeigt die Sonik 1, was in ihr steckt. Die peitschenden Bässe werden erstaunlich souverän wiedergegeben, kontrolliert und mit spürbarem Nachdruck. Das macht Lust auf mehr, weshalb ich den Pegel kurzerhand auf Zimmerlautstärke erhöhe. Für die Dalis stellt das keinerlei Herausforderung dar. Sie spielen den Track mit Nachdruck, Tempo und überzeugender Impulskraft, ohne angestrengt zu wirken. Gleichzeitig bauen sie eine stabile und angenehm breite und realistische Klangbühne auf. Stimmen bleiben klar verständlich, Effekte sauber umrissen. Trotz ihrer kompakten Abmessungen vermitteln die Sonik 1 ein überraschend großes Klangbild und behalten auch bei höherem Pegel die Kontrolle. Ein Auftritt, der deutlich macht, dass diese kleinen Lautsprecher auch dynamische Pop-Produktionen selbstbewusst meistern.

Der Hochtöner ist mit einer 29-Millimeter durchmessenden Gewebekalotte ausgestattet, die in einer sie umgebenden Platte inklusive kleiner Schallführung sitzt.

Glaubhafte Präsenz

Ein völlig anderer Charakter wird mir dann in „Killing Strangers“ von Marilyn Manson gezeigt. Ein hervorragend produzierter Song, der sich durch harte Mitten, eine düstere Atmosphäre und seine hohe Grundtonagilität auszeichnet Statt schneller Punches dominieren nun schleppende, schwer wirkende Bassläufe das Klangbild. Trotz ihres kompakten Volumens gelingt es den Sonik 1, diese Stimmung überzeugend zu transportieren. Die Bässe wirken dicht, kontrolliert und erstaunlich präsent, ohne den Rest des Spektrums zu überlagern. Sofort stellt sich die bekannte Szene aus „John Wick“ vor dem inneren Auge ein. Mit dem Einsatz von Mansons Stimme füllt sich der Raum zwischen den Lautsprechern dann schlagartig. Die Wiedergabe wirkt plötzlich größer, voluminöser und intensiver. Genau dieser Effekt ist gewollt – und die Sonik 1 setzt ihn absolut glaubhaft um. Besonders beeindruckend ist dabei, wie souverän der Bass für diese Gehäusegröße bleibt: kräftig, sauber konturiert und stets gut kontrolliert.

Die Membran besteht aus einem Clarity ConeT Papier- und Holzfaserkegel. Das verspricht Schnelligkeit und mehr Kontrolle im Bass. Exakt das haben wir im Hörtest auch erfahren.

Körperhafter Bass

Kompromissloser geht es anschließend mit „Make Us Stronger“ von Ghost Rider zur Sache. Ein Track, der auf keiner Playlist fehlen darf, wenn die Bassfähigkeiten eines Lautsprechers ausgelotet werden sollen. Genau hier überraschen die Sonik 1 nachhaltig. Sie spielen deutlich tiefer, als man es ihnen vielleicht zutraut, und liefern einen druckvollen, körperhaften Bass, der den Raum spürbar füllt. Zwar erreichen sie naturgemäß nicht das Fundament der größeren Sonik 3, doch gemessen an ihrer Größe leisten sie in der Tieftonwiedergabe einen wirklich fantastischen Job. Der wuchtige Elektro-Sound wird mit Substanz und Kontrolle präsentiert, ohne schwammig zu wirken. Gleichzeitig überzeugt die Wiedergabe der tiefen Sprecherstimme, die mit Volumen, Präsenz und einer gewissen Bedrohlichkeit in den Raum gestellt wird. Nichts wirkt dünn oder gequetscht, vielmehr bleibt das Klangbild stabil und souverän. Die kleine Dali verbindet hier Druck mit Struktur und beweist, dass sie auch bei basslastiger Elektronik nicht klein beigibt.

Auch in den Disziplinen Materialgüte und Verarbeitung zeigt sich die Sonik 1 von ihrer besten Seite.

Ausdruckskraft und Natürlichkeit

Im nächsten Abschnitt wird es dann audiophiler. Mit „Teach The Gifted Children“ zeigt Youn Sun Nah ihre beeindruckende musikalische Vielseitigkeit. Der Titel ist rhythmisch anspruchsvoll, lebendig und gleichzeitig von einer intimen Grundstimmung geprägt. Die Sonik 1 versteht es hervorragend, diese feinen Nuancen herauszuarbeiten. Zarte Percussion-Elemente erscheinen präzise und sauber differenziert, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Die sparsam eingesetzte Gitarre spannt einen stimmigen, harmonischen Rahmen und verleiht dem Stück Struktur. Besonders hervorzuheben ist die Stimmwiedergabe: Youn Sun Nahs Stimme wird mit beeindruckender Klarheit, Ausdruckskraft und Natürlichkeit reproduziert. Selbst feinste Details, leise Atemzüge und kleine dynamische Schattierungen bleiben erhalten. Dabei wirkt der Klang nie künstlich oder überzeichnet. Der Sonik 1 gelingt es, die Atmosphäre einer Live-Performance glaubhaft einzufangen. Die Bühne öffnet sich in Breite und Tiefe und vermittelt ein überzeugendes Raumgefühl. Für einen so kompakten Lautsprecher ist das Maß an Feinzeichnung und Musikalität bemerkenswert hoch.

Trotz kompakter Abmessungen geht die Sonik 1 auch in tieferen Frequenzgefilden überraschend agil zur Sache.

Stimmiges Ganzes

Mit „Whole World“ von Reema geht die Stimmung dann weiter in eine ruhigere, emotionale Richtung. Bereits nach wenigen Sekunden ziehen meine Testgäste eine dichte, intime Atmosphäre auf, die den Hörer unmittelbar abholt. Reemas leicht melancholische Stimme wird mit großer Authentizität und Wärme wiedergegeben. Feinste Details wie Atemgeräusche oder das sanfte Öffnen der Lippen sind klar nachvollziehbar, ohne aufgesetzt zu wirken. Genau diese Zurückhaltung sorgt dafür, dass sich eine besondere emotionale Tiefe entfaltet. Jeder Ton klingt natürlich und glaubwürdig, nichts wirkt überbetont oder künstlich hervorgehoben. Die Sonik 1 zeigt hier eindrucksvoll, wie souverän sie auch leise Passagen und feine Dynamikabstufungen beherrscht. Statt die Musik analytisch zu zerlegen, präsentiert sie den Song als geschlossenes, stimmiges Ganzes mit spürbarer Musikalität. Die sanfte Wärme der Abstimmung verleiht der Stimme zusätzliche Präsenz und Nähe. Gerade bei solch reduzierten, stimmzentrierten Tracks entsteht so ein echtes Gänsehaut-Gefühl, das man diesem kompakten Schallwandler kaum zutrauen würde.

Zum Lieferumfang gehören auch zwei Sätze Gummifüßchen: Flache (Schwarz) und etwas höhere (transparent).

Fazit

Die Dali Sonik 1 überzeugt als kleinster Lautsprecher der neuen Sonik-Serie auf ganzer Linie. Sie bietet eine hohe Material- und Verarbeitungsqualität, ein zeitloses Design und eine erstaunlich erwachsene Klangperformance. Trotz kompakter Abmessungen spielt sie druckvoll, räumlich und musikalisch ausgewogen. Besonders imposant sind ihre Bassfähigkeiten, die saubere Stimmwiedergabe und die leichte, angenehme Wärme im Klang. Ein rundum gelungener Einstieg in die neue Dali-Serie, der weit mehr anbietet, als man von dieser Größe erwarten würde.

Test, Text und Fotos: Roman Maier

Gesamtnote: Preis-Leistungs-Tipp
Klasse: Einstiegsklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:Dali
Sonik 1
Gerätekategorie:Kompaktlautsprecher
Preis:498 Euro (Paar)
Garantie:2 Jahre (5 Jahre nach Registrierung)
Ausführung:- Weiß
- Schwarz
- Eiche
- Walnuss
Vertrieb:DALI GmbH, Bensheim
06251 8079010
www.dali-speakers.com/de
Abmessungen (HxBxT):275 x 165 x 210 mm
Gewicht:4,2 kg
Prinzip:Zweiwege, passiv, Bassreflex
Bestückung:1 x 29-mm-Hochtöner
1 x 120-mm-Tiefmitteltöner
Frequenzgang:51 Hz - 26 kHz (Herstellerangabe)
Übergangsfrequenz:2800 Hz
Impedanz:6 Ohm
Empfohlene Verstärkerleistung:25 - 100 Watt
Lieferumfang:2 x Sonik 1
2 x Magnetisches Frontgitter
8 x Gummifüßchen, flach
8 x Gummifüßchen, hoch
Pros und Contras:+ überraschen bassstark
+ dynamischer Grundton
+ schöne Bühnendarstellung
+ zeitloses Design
+ kompakt und unkompliziert platzierbar
+ breiter Abstrahlwinkel
Benotung:
Gesamtnote:Preis/Leistung: sehr gut
Klasse:Einstiegsklasse
Preis/Leistung:sehr gut
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