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Die Plattentellermatte Leder von Phonosophie ist viel mehr als ein gewöhnliches Zubehör. Sie verbindet kompromisslose Materialqualität, handwerkliche Präzision und einen klaren klanglichen Anspruch. Entwickelt mit viel Erfahrung und Liebe zum Detail, richtet sie sich an Vinyl-Hörer, die das Maximum aus ihrem Plattenspieler herausholen möchten, ohne gleich in neue Hardware investieren zu müssen. Eine unscheinbare Komponente mit überraschend großem Einfluss.

Hinter dem schicken Muster steckt viel mehr, als nur Design.

Seit einigen Jahren erlebt die Schallplatte ein beeindruckendes Comeback. Vinyl steht heute nicht mehr für Nostalgie, sondern für bewussten Musikgenuss und den Wunsch nach greifbarer Qualität. Parallel dazu wächst das Interesse an Möglichkeiten, den Klang bestehender Anlagen gezielt zu optimieren, ohne tief ins System einzugreifen. Genau hier setzt klassisches HiFi-Feintuning an. Neben hochwertigen Staub- und Nadelbürsten, durchdachten Gerätebasen oder verbesserten Netzkomponenten spielt auch die Tellermatte eine wichtige Rolle. Was früher gern belächelt wurde, wird heute selbst von kritischen HiFi-Enthusiasten ernst genommen. Der Einfluss der Tellermatte auf das Zusammenspiel von Platte und Laufwerk gilt inzwischen als anerkannt. Auch Ingo Hansen, Inhaber und Chefentwickler von Phonosophie, hat sich über Jahre intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Seine Fragestellung war klar: Wie muss die ideale Tellermatte konstruiert sein, welche Materialien eignen sich wirklich, und wie lässt sich deren Wirkung weiter verfeinern? Das Ergebnis dieser Überlegungen ist eine Lösung, die konsequent zu Ende gedacht wurde.

Geliefert wird die Plattentellermatte Leder stilecht in einem Vinyl-Sleeve, das in einer schwarzen Plattenhülle steckt. So lässt sich das Phonosophie-Zubehör ganz einfach im Plattenregal lagern.

Was macht eine Plattentellermatte?

Die Plattentellermatte bildet die direkte Schnittstelle zwischen Schallplatte und Plattenteller und übernimmt damit eine zentrale Aufgabe im analogen Wiedergabesystem. Schon aus rein physikalischer Sicht ist klar, dass diese Verbindung Einfluss auf das Abtastverhalten haben muss. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: Der erste setzt auf eine möglichst feste Kopplung der Platte an den Teller. Diese Variante findet man häufig bei schweren Laufwerken mit Kunststofftellern, die bereits eine gewisse Eigendämpfung besitzen. Hier wird die Verbindung oft zusätzlich durch Plattenklemmen oder -gewichte verstärkt. Der zweite Ansatz verfolgt eine gezielte Entkopplung. Typisch sind Metallteller, die mit dünnen Auflagen aus Filz, Kork oder Gummi kombiniert werden. Diese Bauweise ist bekannt von vielen Subchassis- oder Brettspielern. Bei dieser eher „schwimmenden“ Lagerung kommt die zusätzliche Fixierung seltener zum Einsatz, auch wenn es Ausnahmen gibt. Beide Konzepte verfolgen unterschiedliche Ziele, basieren jedoch auf derselben Erkenntnis: Die Auflage ist klanglich relevant.

Saubere Arbeit: Der Phonosophie-Schriftzug ist tief in das Leder eingeprägt.

Echtes Rindleder

Hier kommt die Plattentellermatte Leder von Phonosophie ins Spiel. Ein Zubehör, das deutlich über eine gewöhnliche Auflage hinausgeht. Obwohl sie ebenso auf Acryl- oder POM-Tellern verwendet werden kann, empfiehlt sie sich meiner Meinung nach noch mehr für den Einsatz auf Metalltellern. Dazu aber gleich mehr im Detail …
Gefertigt wird sie aus feinem Rindleder. Die verwendeten Bullenhäute stammen aus Deutschland und werden sorgfältig handverlesen, gegerbt und vakuumgetrocknet. Die beauftragte Gerberei trägt das Umweltzeichen „Blauer Engel“ und erfüllt damit hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ökologie und Umweltschutz. Diese aufwendige Materialauswahl dient jedoch nicht nur ethischen Aspekten, sondern folgt einem klaren technischen Anspruch. Ziel ist es, eine kontrollierte, hochwertige Verbindung zwischen Schallplatte und Plattenteller zu schaffen, die den gesamten Abspielprozess nicht negativ beeinflusst. Besonders im Zusammenspiel mit hochwertigen Laufwerken zeigt sich, wie konsequent Phonosophie hier Materialwissen, Fertigungserfahrung und einen klaren Fokus auf funktionale Details miteinander verbindet.

Die Plattentellermatte ist gerade einmal 1,5 – 2 mm dick und wiegt lediglich 30-34 Gramm.

Mehr Kontrolle

Im praktischen Einsatz setzt die Leder-Tellermatte auf ein fein abgestimmtes Zusammenspiel mehrerer konstruktiver Eigenschaften. Die natürliche Struktur des Leders soll laut Phonosophie wie eine Mikro-Dämpfung wirken, die unerwünschte Resonanzen gezielt reduziert. Unterstützt wird dieser Effekt durch die faserige Unterseite der Matte, die eine kontrollierte Entkopplung zwischen Schallplatte und Metallteller verspricht. Gleichzeitig soll die Oberfläche offen genug bleiben, um Energie nicht vollständig zu absorbieren. Dieser Ansatz erklärt auch das filigrane Schnittmuster der extrem leichten Tellermatte. Platte und Auflage liegen nicht vollflächig aufeinander, sondern nur punktuell, was mehr Kontrolle über mechanische Einflüsse ermöglichen soll. Ergänzt wird das Konzept durch die sogenannte Phonosophie-Aktivatortechnik, die in die Matte integriert ist. Wie das vonstatten geht und wie genau störende Wirbelenergien dabei reduziert werden, bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis von Ingo Hansen, es unterstreicht jedoch den konsequent eigenständigen Entwicklungsansatz. Es verleiht der Matte eine zusätzliche konzeptionelle Tiefe und passt nahtlos zur Philosophie des Hauses.

Blick auf die Rückseite: HIer ist die fasrige Struktur zu sehen, die eine kontrollierte Entkopplung vom Plattenteller verspricht.

Voodoo oder sinnvolles Zubehör?

Mit einem Preis von rund 370 Euro ist die Phonosophie Plattentellermatte Leder zweifellos kein Impulskauf. Die Frage nach Sinn oder Voodoo drängt sich daher förmlich auf und soll im Praxistest beantwortet werden. Die Anwendung ist erfreulich unkompliziert: Die Matte wird einfach auf den Plattenteller gelegt, weitere Schritte sind nicht erforderlich. Nach dem Auspacken unseres Testmusters fiel allerdings auf, dass die großen Ausschnitte auf einer Seite leicht kantig wirkten. Ursache war vermutlich die vertikale Lagerung während des Transports. Grund zur Sorge besteht jedoch nicht. Nach etwa zwei Tagen auf dem Teller hatte sich die Matte vollständig in ihre ursprüngliche Form zurückgezogen. Das filigrane Schnittmuster wirkt optisch sehr ansprechend, erfüllt aber vor allem eine funktionale Aufgabe. Platte und Matte liegen nicht flächig aufeinander, sondern haben nur punktuellen Kontakt. Laut Phonosophie soll dies eine bessere Kontrolle über das gesamte Frequenzspektrum ermöglichen und unerwünschte Energie gezielt ableiten.

Auch auf schwarzen Plattentellern macht das Design der Phonosophie-Matte einen exzellenten Eindruck.

Erste Hörerfahrungen mit der Phonosophie-Matte

Mit einer Stärke von knapp zwei Millimetern ist die Phonosophie-Matte ausgesprochen flach. Wer es besonders genau nimmt, sollte daher die Tonarmhöhe neu justieren, um den optimalen Abtastwinkel der Nadel sicherzustellen. Ist das erledigt, kann die erste Schallplatte vorsichtig auf der neuen Unterlage Platz nehmen. Je nach Beschaffenheit des Plattenspielers kann die Wirkung ganz verschieden ausfallen. Tatsächlich war der Unterschied schon auf dem Polyethylen-Teller unseres Unitra GSH-630 feststellbar. Die meisten User werden hier vermutlich keine oder die mitgelieferte Filzmatte verwenden. Legt man stattdessen das Phonosophie-Pendant auf, ist es für meinen Geschmack nicht die vom Hersteller angekündigte Dynamik, die sich verändert. Nein, zunächst mal wirkt die Musik etwas beruhigt. Und hört man genau zu, ist auch ein feiner Unterschied in Sachen Bass feststellbar. Der Sound ist nun etwas voller, wohliger. Dabei aber keinesfalls zu fett, dazu ist der Unterschied auch gar nicht groß genug.

Das feine Muster ist eine optische Aufwertung für fast jeden Vinyldreher.

Auf dem Metallteller

Um diesen Eindruck zu verifizieren, nehme ich die Matte dann noch mit nach Hause und lege sie auf meinen Luxman-Dreher. An seinem massiven Metall-Teller sollte die Wirkkraft mindestens ebenso stark sein. Und tatsächlich: die Wirkung zeigt sich wieder ziemlich schnell und ist sogar noch einen Tick stärker als am Unitra-Player. Es soll ja Leute geben, die auch auf Metalltellern keine Matte nutzen. Wer zu dieser Gruppe gehört, wird nun ganz schnell ein ruhigeres und entspannteres Klangbild wahrnehmen. Dabei geht es keineswegs um weniger Spannung oder Dynamik, sondern um eine subtil verbesserte Ordnung im musikalischen Geschehen. Dieser Eindruck bestätigt sich auch mit einer zweiten Platte. Die Veränderungen sind wieder nicht spektakulär, aber klar nachvollziehbar. Die Musik scheint strukturierter, etwas offener und insgesamt aufgeräumter, sobald die LP auf der Lederunterlage von Phonosophie liegt. Kleine aber feine Unterschiede, die dafür sorgen, dass man ungern wieder zur vorherigen Konfiguration zurückkehrt.

Auf dem Metallteller des Luxman PD.151 Mark II war der klangliche Unterschied etwas deutlicher.

Vergleich mit der Gummimatte

Auch dem Vergleich mit der serienmäßigen Gummimatte meines privaten Plattenspielers muss sich die Phonosophie-Lederauflage stellen. Die Unterschiede fallen erneut nicht dramatisch aus, lassen sich aber gezielt feststellen, nimmt man sich Zeit und Muße für den ausführlichen Hörtest. Das gilt besonders, wenn man auf die räumliche Darstellung achtet. Mit der Phonosophie-Matte wirkt der Raum etwas größer und zugleich freier, so als hätten sich die musikalischen Elemente weiter voneinander gelöst. Die vom Hersteller angekündigte gesteigerte Dynamik kann ich allerdings nicht eindeutig bestätigen, aber ebenso wenig widerlegen. Deutlich wahrnehmbar ist hingegen der Eindruck einer besseren Ordnung innerhalb des musikalischen Geschehens. Instrumente scheinen klarer voneinander abgegrenzt und differenzierter dargestellt zu werden. Genau dieser Zugewinn an Übersicht und Struktur macht den Einsatz der Leder-Tellermatte für mich sinnvoll. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern arbeitet subtil im Hintergrund – genau so, wie man es von hochwertigem HiFi-Zubehör erwartet.

Wer noch ein bisschen mehr aus seinem hochwertigen Vinyl-Setup herauskitzeln und auch die Optik weiter aufwerten möchte, für den ist die Plattentellermatte Leder von Phonosophie eine echte Empfehlung.

Fazit

Die Plattentellermatte Leder von Phonosophie überzeugt durch außergewöhnliche Materialgüte, exzellente Verarbeitung und ein durchdachtes technisches Konzept. Das verwendete Leder, die präzise Fertigung und die konstruktiven Details zeugen von hohem Anspruch. Die klanglichen Verbesserungen sind nicht revolutionär, aber eindeutig vorhanden und dauerhaft nachvollziehbar. Wer feine Optimierungen schätzt und Wert auf hochwertige Materialien legt, erhält hier ein obendrein schickes Zubehör, das seinem Preis in vielen Einsatzszenarien gerecht wird.

Fotos, Test & Text: Roman Maier

Gesamtnote: Excellent Audio
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: angemessen

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Technische Daten

Modell:Phonosophie
Plattentellermatte Leder
Gerätekategorie:Plattentellermatte
Preis:370 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz, Leder
Vertrieb:Phonosophie, Hamburg
040 / 837077
www.phonosophie.de
Durchmesser:288 mm
Höhe:1,5 - 2 mm
Gewicht:ca. 30 Gramm
Lieferumfang:1 x Plattentellermatte Leder
1 Flyer Plattentellermatte
1 Flyer Tonabnehmer-Zubehör
Pro & Contra:+ hochwertiges Material
+ schickes Design
+ sehr gute Verarbeitung
+ verbesserte Klangbühne
+ ruhigeres Klangbild
+/- Effekt stark variabel

- hoher Preis
Benotung:
Excellent Audio
Preis/Leistung:angemessen
Getestet mit:- Luxman PD-151 Mark II
- Goldring Ethos SE
- Unitra GSH-630
- Ortofon 2M Bronze
- AVM Evolution PAS 5.3
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