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Redakteur

Nubert wird exklusiv: Erst baut der schwäbische Schallwandler-Spezialist mit der nuVero 60 einen Exoten, nämlich eine Drei-Wege-Box im Kompakt-Format, nun erscheint dieser Spitzen-Lautsprecher auch noch als Extra-Edition im Edelmetall-Look. Die „Exclusiv“-Version betont mit ihrer optischen Erscheinung die akustische Qualität – und ist zugleich HiFi mit Historienbezug.

Hommage an die Historie: Die Nubert nuVero 60 Exclusiv erinnert mit ihrer goldenen Front an den Ruf von Schwäbisch Gmund als Gold- und Silberstadt.

Drei-Wege-Kompaktbox – das klingt wie ein Widerspruch in sich. Von Drei-Wege-Schallwandlern erwartet man, dass sie einen großen Klang bieten und im Bass ein kraftvolles Fundament legen. Dass ist ein Anspruch, den Kompaktboxen mangels Volumen eigentlich nicht gerecht werden können. Dieses „eigentlich“ hat die Entwickler von Nubert gekitzelt. Dass ein Regallautsprecher mit Höhen-, Mitten- und Tiefton-Chassis konstruktiv knifflig, in punkto Materialeinsatz aufwändig und deshalb im Endeffekt teurer ist, konnte die Schwaben nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Und so haben die Ingenieure 2015, als Nubert seine Top-Serie nuVero einer Generalüberholung unterzog, die Gelegenheit genutzt und das Portfolio der Premium-Reihe um die nuVero 60 erweitert: eine Box mit dezidierter Treiber-Trias und einem Gehäuse, das mit den Zentimeter-Maßen 49 mal 50 mal 23 den Begriff „kompakt“ doch ein wenig strapaziert. Das hat den Siegeszug dieses Schallwandlers nicht aufgehalten, denn klanglich liefert die nuVero 60 eine Performance, die ihr das geballte Lob von Presse und Publikum eingebracht hat. Aus diesem Grund hat sich Nubert entschlossen, dem edlen Klang nun eine gebührende Gewandung zuteil werden zu lassen und diese Sonderedition auf den Namen nuVero 60 Exclusiv zu taufen. Was ist an dieser Box nun so erlesen?

Der Hochtöner hat einen seitlichen Versatz, diese Asymmetrie dient der Verringerung der klangschädlichen Kantendispersion.

Exclusive Erscheinung

Die Nobilitierung zur Exclusic-Edition vollzieht sich am offensichtlichsten auf der Front, dem optischen Charakteristikum der gesamten NuVero-Serie. Alle Modelle besitzen eine aufgesetzte Schallwand, die sanft gewölbt ist und über den Boxenkorpus hinausragt. Dieses sogenannten Klangsegel dient einerseits der optimalen Schallabstrahlung und soll andererseits den Einfluss der Kantendispersion minimieren, also die Brechungen des sich ausbreitenden Schalls an den Begrenzungen der Front. Das Klangsegel war bei der normalen nuVero-Linie bislang in Schwarz, Weiß und Braun gehalten, die Exclusiv hingegen wird ausschließlich mit einer Schallwand in Edelmetall-Lackierung offeriert, in goldenem oder silbernem Metallic-Look. Dies ist eine Hommage an die Heimat und die Historie: Nuberts Firmensitz Schwäbisch Gmünd gilt als Stadt der Gold- und Silberschmiede. Unser Testmodell glänzt gülden, die Front besitzt aber eine zarte, raffinierte Körnung, die erst bei näherem Hinsehen zu erkennen ist. Sie verleiht der spiegelglatten Lackierung eine schöne Tiefe und Struktur. Der hochwertige Überzug ist erstklassig aufgetragen und perfekt poliert, wir haben den Lack gegen das Licht betrachtet, da ist nicht eine Unebenheit oder Welligkeit zu sehen. Wer sich die Exclusic-Version der nuVero 60 gönnt, möchte diese Optik natürlich nicht verbergen, deshalb gibt es die Sonderedition nur ohne jene Abdeckung, die zum Lieferumgang des Standardmodells gehört. Positiver Nebeneffekt: Die Front ist nun frei von Vertiefungen für die Gitter-Fixierung.

Das goldene Klangsegel der nuVero 60 Exclusiv ragt zu allen Seiten über den lederbezogenen Korpus hinaus. Die leichte Wölbung und die gerundeten Begrenzungen der Front tragen wie die exzentrische Treiberpositionierung dazu bei, die klanglich nachteilige Kantendispersion zu minimieren.

Den größtmöglichen Kontrast zu dieser goldglänzenden Front bildet der mattschwarze Korpus. Statt des Lack-Überzugs der Standard-Serie kommt bei der Sonderedition als Korpus-Mantel handverarbeitetes Skai Sotega zum Zuge. Skai was? Wir machen uns mal schlau: Unter der Marke Skai produziert ein süddeutscher Hersteller seit über 40 Jahren hochwertige Kunstleder und beschichtete Textilien für die Möbel-, Bau- und Automobilindustrie. Bei der Sotega-Kollektion handelt es sich um eine Softnappa-Qualität mit klassischer Ledernarbung, durch die naturgetreue Optik und Haptik soll das Material von Echtleder kaum zu unterscheiden sein. Das ist nicht übertrieben: Der Bezug sieht extrem hochwertig und täuschend echt aus, auch die absolut exakte Vernähung dieser Bespannung ist eine Augenweide. Überdies fühlt sich der Bezug so gut an, dass die natürlich rein dem Test geschuldeten Streicheleinheiten für die Box fragende Blicke im Redaktionsraum hervorrufen. Bei der weiteren haptischen Erforschung der nuVero 60 Exclusiv stoßen wir auf den rückseitigen Bassreflexkanal. Er ist sauber eingesetzt und verarbeitet, das Rohr geht ohne Übergang in die Trompetenöffnung über, das trägt zur Minimierung von Geräuschen der hier durchströmenden Luft bei. Für etliche Hersteller ist dies offenbar von nachrangigem Interesse, bei Nubert hingegen geht alles glatt. Für die optische Adlung der Box sorgt auch das angeschraubte Metallschild über dem Terminal, es informiert uns über die Handhabung der Klanganpassung – so edel kann eine Bedienungsanleitung aussehen! Damit sind wir schon bei der klanglichen Cleverness der nuVero 60 Exclusiv.

Edle Mantelung: Der Korpus der Nubert nuVero 60 Exclusiv ist mit einem optisch und haptisch erstklassigen Kunstleder bezogen.

Klangregelung: Drei Wippen für den Wohlklang

Bei der Nubert nuVero 60 Exclusiv ist in das Boxen-Anschlussfeld eine Klanganpassung integriert. Dies gilt auch für die normale Ausführung, das Terminal ist also in jedem Fall eine Spezial-Lösungen. Drei Wippschalter lassen eine Veränderung aller drei Wege zu, um die Lautsprecher den eigenen Klangvorlieben anzupassen oder um die Einflüsse zu egalisieren, die durch den Aufstellungsort der Boxen hervorgerufen werden. Eine wandnahe Positionierung etwa führt zu einer Bassbetonung, ein stark mit Teppichen ausgestatteter Raum sorgt für mattere Höhen. Deshalb bietet die Box insgesamt zwölf verschiedenen Schaltmöglichkeiten für den Wohlklang. Die Originalabstimmung erreicht man, wenn alle Wippschalter in der „Neutral“-Stellung sind. Bei den Bässen kann man als Alternative auf „Reduziert“ umschalten, bei den Mitten auf „Prägnant“, bei den Höhen gibt es mit „Sanft“ und „Brillant“ gleich zwei Zusatzoptionen. Diese Klanganpassung ist ein Klasse-Feature, denn wer die Regalbox wirklich im Regal betreibt oder auf einem Board mit bauchigen, von Türen oder Klappen verschlossenen Fächern, bringt damit unweigerlich die Ausgewogenheit der Klangwiedergabe in Gefahr. Die Klangregelung ist aber nicht die einzige Außergewöhnlichkeit der nuVero 60.

Die Nubert nuVero 60 Exclusiv ist mit einem speziellen Terminal ausgestattet: Hier sind sowohl die Wippschalter der Klangregelung die Polklemmen für die Lautsprecherkabel untergebracht.

Exzentrische Schallwandler

Wer sich durch die glänzende Front der Box nicht ablenken lässt, wird wohl schnell die asymmetrische Ausrichtung des Tweeters und des Mitteltönes bemerken. Diese Positionierung außerhalb der Mittelachse reduziert – wie auch die Abrundung der Front und die Vermeidung von scharfen Kanten – die Brechung gewisser Frequenzen an den Rändern der Schallwand, wodurch unschöne Klangzugaben entstehen. Mit nichtzentrierten Hoch- und Mitteltönern kann man den Effekt reduzieren, und genau diesen Kniff wendet Nubert auch bei der nuVero-Serie an. Im Hochton der nuVero 60 kommt dabei ein Seidenkalotten-Speaker von 26 Millimeter Durchmesser zum Zuge, wer ihn etwas genauer betrachtet, erkennt, dass er nicht nur außerhalb des Zentrums der ihn umgebenden schwarzen Platte sitzt, sondern hier auch von einer zweifachen Schallführung eingehegt ist, so wird zusätzlich das Abstrahlverhalten verbessert. Der darunter sitzende Mitteltöner erscheint schlichter, erweist sich allerdings als noch bemerkenswerter: Er ist nicht nur exzentrisch positioniert, sondern besitzt auch eine Flachmembran, also eine plane Oberfläche. Die Membran hat zudem eine ungewöhnlich kleine Fläche, ihr Durchmesser beträgt gerade mal 52 Millimeter. Dies bürgt für ein besseres Rundstrahlverhalten des Speakers, weil der Schall weniger gebündelt wird. Was man nicht sieht: Die Membran besteht aus einem Material-Mix mit mehrlagigem Sandwich-Aufbau, dadurch ist sie so steif, dass sie bei tieferen Frequenzen des Mittenbereichs wie ein kontrollierter Kolben vor- und zurückschwingt. Nun zum dritten im Bunde, dem Konus-Tieftöner, der zuerst durch seine starke Sicke auffällt. Sie ermöglicht der 18-Millimeter-Membran eine große Auslenkung, also einen langen gleichmäßigen Hub, das wiederum bewirkt eine kraftvollere Wiedergabe. Die Membran besteht dabei aus Glasfaserschichten, der Konus unterteilt sich optisch in einen Kranz mit geriffelter Struktur und in eine glatte Zentralfläche. Akustisch resultiert diese Materialwahl und die Konus-Konstruktion in einer großen Steifigkeit bei gleichzeitiger Resonanzarmut. Alles in allem haben wir es bei der nuVero 60 Exclusiv mit außergewöhnlichen Speakern zu tun – aber wir sind in punkto Entdeckungen noch nicht am Ende angelangt.

Auch der Mitteltöner ist exzentrisch platziert, außergewöhnlich ist auch seine Ausführung als Flachmembran mit kleiner Membranfläche, die als Sandwich mit Wabenstruktur aufgebaut ist.

Klasse-Klemmen

Selbst bei den Kabelaufnahmen präsentiert Nubert eine nicht alltägliche Lösung: Die Klemmen bestehen aus Metall, die Überwurfmuttern besitzen zusätzlich einen durchsichtigen Kunststoff-Überzug – soweit alles gängig. Ungewöhnlich ist hingegen, dass die Klemmenstifte keine runde Bohrung besitzen, durch die das blanke Lautsprecherkabel geführt wird, sondern einen durchgängigen Schlitz. Die übergeworfene Mutter klemmt das Kabel deshalb auch nicht mit einer Kontaktscheibe fest, sondern mit einem quaderförmigen, mittigen Metallstempel, der durch das Festziehen der Mutter in den Klemmenschlitz eingesenkt wird. Beim Festziehen passiert Erstaunliches: Irgendwann lässt sich der Kopf der Mutter zwar weiterdrehen, dies bewirkt aber kein stärkeres Anziehen. Der Anpressdruck übersteigt also nie ein definiertes Maß. Hier folgt Nubert der Argumentation, dass ab einem gewissen Punkt ein höherer Anpressdruck nicht mehr die Signalübertragung verbessert, sondern nur noch die Hardware verschlechtert, weil die Oberflächen von Kabel und Klemme in Mitleidenschaft gezogen wird. Diese Klemmen sind somit echte Kabelschoner. Vier von ihnen bietet das Terminal der nuVero 60 Exclusiv an, das ermöglicht jenseits des normalen Betriebs mit einem Verstärker und einem Paar Lautsprecherkabel also auch Bi-Wiring oder Bi-Amping. Hierfür entfernt man die Kabelbrücken, mit denen die Nubert nuVero 60 Exclusiv ab Werk geliefert wird.

Der Stempel der Überwurfmutter presst die Litze an – mit einem definierten maximalen Anpressdruck, um das Material zu schonen.

Aufstellen und anpassen

Wir lassen die Brücken, wo sie sind, weil wir die klassische Anschlussvariante ohne jegliches „Bi-“ wählen. Bei der Aufstellung gilt es eines zu beachten: Die Boxen haben durchaus eine Links-rechts-Zugehörigkeit. Wenn die asymmetrischen Hoch- und Mitteltonchassis nach innen gerichtet sind, stehen die Boxen richtig, so erzielt man die beste Ortbarkeit von Instrumenten. Beim ersten Reinhören stellen wir fest: Unser Testmodell kommt offennbar frisch aus der Fertigung, kein Wunder, die Nubert nuVero 60 Exclusiv ist erst seit wenigen Tagen auf dem Markt. Deshalb klingt sie bei uns anfangs noch eckig und harsch, aber schon nach wenigen Stunden Einspielzeit wird der Sound geschmeidiger, und schließlich haben die Boxen eine schöne Stimmigkeit erreicht. Wohin nun mit diesen Schallwandlern? Dank ihrer Klangregelung genießt man bei der Positionierung große Freiheiten, deshalb haben wir die nuVero 60 Exclusiv zuerst auf unser Lowboard gestellt, gut zwei Meter voneinander und einen Tick weiter vom Hörplatz entfernt haben wir in kürzester Zeit bei Marla Glens „The Cost Of Living“ eine realistische Abbildung erreicht. Das klingt schon sehr gut, aber doch etwas zu voluminös. Also: Kippschalter nach unten. Die Absenkung der Bässe und die leichte Verschlankung des Grundtons erweist sich als Segen. Nun ist auch in diesem Bereich jene Präzision zu erleben, die wir schon bei den höheren Mitten und dem Hochton hören. Unser bevorzugter Aufstellungsort für Regalboxen ist aber stets der Ständer, nach der Neuausrichtung können wir uns die Absenkung deshalb sparen und den Bass in seiner gesamten Fülle genießen. Nun zu den Mitten: Wenn man hier auf „Prägnant“ umschaltet, bekommt die Musik eine Art „Nachschärfung“, plötzlich klingt alles noch etwas griffiger, größer. Das ist nun Geschmackssache. Wir sind nach einiger Zeit wieder zu „Normal“ zurückgekehrt, gerade bei klassischen Aufnahmen erscheint uns diese Wiedergabe natürlicher; Lisa Batiashvili und die Bremer Kammerphilharmonie klingen bei dem Rondo aus Beethovens Violinkonzert so einfach „ehrlicher“. Und wie steht es mit der Höhenanpassung? In der „Brillant“-Einstellung ist der Zugewinn an Höhen zwar deutlich, aber nicht so stark, dass der Tweeter aggressiv klingt. Dafür entdecken wir einen Zusatz-Nutzen: Die Boxen bedienen nun einen größeren Abstrahlwinkel, die Richtwirkung des Hochtöners wird also abermals verringert. Dadurch man kann seitlich weiter entfernt vom sogenannten „Sweet Spot“, dem idealen Hörplatz, sitzen – das ist prima, wenn man seinen Spaß an der Musik mit andern Hörern teilt. Letztlich haben wir die Box wieder im linearen, unbeeinflussten Zustand gehört – schließlich wollten wir den wahren Kern des Klangs kennenlernen.

Der 18-Zentimeter-Woofer sorgt für den Tiefton-Wiedergabe, zur optimalen vertikalen Abstrahlung besitzt seine Behausung oben und unten dezente Schallführungen.

So klingt die Nubert nuVero 60 Exclusiv

Wir haben nach dem Warmspielen die von uns sehr geschätzte Dave Matthews Band aufgeleggt. Diese Gruppe hat hierzulande nie allzu große Bekanntheit erreicht, in den USA hingegen sind die Musiker stadionfüllende Superstars. So stammt unser Mitschnitt aus dem Red Rocks Amphitheatre in Morrison, Colorado. Wie bei eigentlich jeder Live-Aufnahme startet das Konzert mit Applaus, und gleich hier zeigt die Nubert nuVero 60 Exclusiv drei herausragende Eigenschaften: exzellente räumliche Abbildung, großen Detailreichtum, großartige Präzision. Wir sind sofort im Geschehen, mitten im überschwänglichen Jubel, der der Band entgegenbrandet, und einzelne enthusiastische Fans erscheinen uns in unserem Hörraum auf einmal wie direkte Nachbarn. Toller Start – und es kommt noch besser: Die nuVero 60 Exclusiv belohnt das Auflegen guter Aufnahmen, und exakt zusammenspielende Musiker sind in der Wiedergabe mit dieser exakt schwallwandelnden Box dann auch eine Riesengenuss. Die Dave Matthews Band eröffnet mit „The Stone“, während vorn an der Rampe die Saitenfraktion um den Bandleader ein hypnotisches Riff zockt, unterlegt im hinteren Bereich der Drummer Carter Beauford diese Dauer-Tonfolge mit einer Percussionarbeit, die derart fein und vertrackt ist, dass man einfach nur staunend vor der Bühne, äh, vor den Boxen sitzt. Der ausgezeichnete akustische Überblick erstreckt sich mit der nuVero 60 allerdings über die gesamte Bühne: Obwohl das Geschehen hier bald komplexer wird, weil immer mehr Musiker beteiligt sind, kriegen wir jede Finesse mit, von der leicht rauen Geige links, von dem virtuosen Saxophon rechts, von der dezenten Gitarrenbegleitung des Maestros in der Mitte – die nuVero 60 liefert ein umfassendes, ungemein klares Klangbild. Carter Beauford hat mittlerweile seine schlagzeugerische Exzellenz auf das gesamte Drumset ausgeweitet, wir hören seine satte Bassdrum mit schönem Punch, auch diesen definierten Druck bekommt die nuVero60 fantastisch hin, und nun darf auch der kongeniale Bassist Stefan Lessard sein Können zeigen. Klar: Die Nubert nuVero 60 liefert keine abgrundtiefen Töne, auch diese Kompaktbox kann die Physik nicht überlisten. Aber wenn sich Stefan Lessard bei seinen Saitenwanderungen in die tiefen Regionen seines Basses begibt, hören wir ein volles und vollwertiges Fundament. Das klingt sehr erwachsen und lässt einen bei geschlossenen Augen das wahre Volumen der Nubert nuVero 60 Exclusiv vergessen. Das bleibt auch so bei hoher Lautstärke, die Box erweist sich als außerordentlich pegelstark, dabei bleibt sie souverän und entspannt: Auch wenn man es mal ordentlich krachen lässt, liefert die Nubert nuVero 60 stressfreien Musikgenuss. Das Auffälligste an der Schallwandlung ist aber die Unauffälligkeit: Die nuVero 60 Exclusiv spielt bei allen akustischen und konstruktiven Kniffligkeiten, die eine solche Drei-Wege-Kompaktbox bereitet, absolut bruchlos, die Treiber agieren als hervorragend abgestimmtes und deshalb stimmiges Trio.

Die nuVero 60 Exclusiv steht optimal auf eigenen Ständern, doch dank ihrer Klangregelung kann sie auch problemlos auf einem Board oder in einem Regal betrieben werden.

Fazit

Das Vorhaben der Entwickler ist geglückt: Sie haben mit der Nubert nuVero 60 Exclusiv einen Vollbereichslautsprecher auf Kompaktbox-Format geschrumpft und trotz des geringen Gehäusevolumens eine Drei-Wege-Wiedergabe erreicht, die den Vergleich mit etlichen Standboxen nicht scheuen muss. Dabei ist die Box nicht nur wegen ihrer Maße flexibel, sondern auch wegen ihrer Klangwahl-Schalter, mit ihnen können Höhen, Mitten und Bässe an Wohnung und Wunschsound angepasst werden. Am grundsätzlichen Charakter ändert das freilich nichts, die Box spielt voluminös und präzise, die Wiedergabe ist kraftvoll und auch bei hohen Pegeln kontrolliert. Die Exclusiv-Variante glänzt mit einer frontseitigen Edelmetall-Lackierung in Gold oder Silber – so findet die akustische Klasse dieses Lautsprechers in der Sonderedition ihre optische Entsprechung.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

94 %

99 %

98 %

170516.Nubert-Test

Technische Daten

Modell:Nubert
nuVero 60 Exclusiv
Produktkategorie:Regallautsprecher
Preis:1145,00 Euro / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Metallic-Lack Gold
- Metallic-Lack Silber
Vertrieb:Nubert, Schwäbisch Gmünd
Tel.: 07171 / 92690-0
www.nubert.de
Abmessungen (HBT):490 x 234 x 355 mm (inklusive Klangsegel)
Gewicht:16,0 kg / Stück
Hochtöner:1 x 26 mm (Seidengewebekalotte)
Mitteltöner:1 x 52 mm (flache Sandwichmembran)
Tieftöner:1 x 180 mm (Glasfasermembran)
Frequenzbereich:36 - 25 000 Hz (+/- 3 dB)
(Herstellerangabe)
Impedazn:4 Ohm
Wirkungsgrad:83 dB (1W/1m)
(Herstellerangabe)
Belastbarkeit:180 Watt
Lieferumfang:- Nubert nuVero 60
- selbstklebende Filzschoner
- Lautsprecherkabel (4,0 m)
- Bedienungsanleitung
Besonderes:- Sonderedition mit Gold- oder Silber-Metallic-Lackierung der Front und Kunstlederbezug des Korpus
- exzentrische Hoch- und Mitteltöner
- Mitteltöner mit kleiner Flachmebran
- 3-Wege-Klanganpassung über 3 Kippschalter
- aufgesetztes, gerundetes Klangsegel als Schallwand
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1+
Gesamtnote:1,0
Klasse:Spitzenzklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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