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Redakteur

Fast gleich und doch ganz anders: Ein kleines Chassis mehr, ein graduelles Plus beim Gehäusevolumen – die Inklang 13.4 AdvancedLine scheint ihrer kleinen Schwester, der 13.3, ziemlich ähnlich. Trotzdem spielt die 13.4 konstruktiv und klanglich in einer anderen Liga. Wie kann das sein? Liegt es am Customizing, also an der Möglichkeit, den Lautsprecher nach eigenen Wünschen zusammenzustellen?

Die Inklang 13.4 AdvancedLine harmoniert gut mit modernen Wohnszenarien.

Customizing? Inklang hat dieses pfiffige Verfahren aus der Autobranche in den Schallwandler-Sektor überführt: Ein beliebiges Grundmodell verwandelt sich durch die persönliche Auswahl der Ausstattung in ein einzigartiges Eigentum. Diese Metamorphose von seriell zu individuell sieht bei der Hamburger Lautsprechermanufaktur so aus: Inklang bietet in seiner Boxenserie „AdvancedLine“ acht Basismodelle, das Portfolio reicht von der Regalbox über den Center bis zum Standlautsprecher und deckt damit alle Ansprüche und Anwendungsbereiche ab. Das erkorene Grundmodelle bekommen nun durch den Kunden seinen eigenen Charakter: Es lässt sich durch mehr als vierhundert Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten an den persönlichen Geschmack anpassen. So entsteht ein Schallwandler, der zurecht das stolze Prädikat „Mein Lautsprecher“ trägt. Die Bandbreite der Optionen erstreckt sich dabei von der Farbe bis zur Frequenzweiche. Trotzdem bleibt die Inklang-Integrität gewahrt, denn drei optische und akustische Markenzeichen der Manufaktur sind unveränderliche Gegebenheiten: die Speakerkombination, die Gehäusegeometrie und das Design.

Die umlaufende Fase ist ein Markenzeichen der Manufaktur und ein Erkennungszeichen jedes Inklang-Lautsprechers.

Bestens in Form: Das Design

Grundsätzlich sollte man also Gefallen am Inklang-Look haben, aber das ist attestierterweise einfach: Die prägnante Formgebung mit der umlaufenden Fase ist 2016 mit dem German Design Award ausgezeichnet worden. Das Lob der Jury ist leicht nachvollziehbar: reduziertes Design, ausgewogene Proportionen und hochwertige Oberflächen sorgen für eine Erscheinung, die mit allen Wohnszenarien harmoniert, aber besonders stimmig in einem modern möblierten Ambiente wirkt. Das von den Juroren bescheinigte „elegante Understatement“ beschreibt die gelungene Balance: Die markante Abschrägung der Kanten weist die Box sofort als eine Inklang aus, wie auch die charakteristische Geometrie mit der schlanken Front, die den Schallwandler geradezu zierlich aussehen lässt – das sorgt insbesondere bei einer ausgewachsenen Klangsäule wie der Inklang 13.4 AdvancedLine dafür, dass sie sich trotz ihrer 113 Zentimeter Höhe im Raum optisch weder breit macht noch in den Vordergrund drängt. Die Eleganz wird von der Qualität der Gewandung flankiert: Die Oberflächen sind fünffach seidenglanzlackiert, der noble matte Schimmer des Überzugs lädt gerade zum Darüberstreichen ein, und wer das tut, wird mit großer Befriedigung feststellen, dass die Lackierung haptisch hält, was sie optisches verspricht. Sie ist geradezu ein Handschmeichler, tadellos ausgeführt und makellos auch bei der Betrachtung gegen das Licht. Diese Premium-Qualität der Verarbeitung setzt sich bei der exakten Einlassung der Chassis, der sauberen Setzung des Korpus auf den Sockel und der Passgenauigkeit des Anschlussfelds fort. Die Teminal-Platte besteht aus Alu, es ist mit einem erstklassigen, vergoldeten Klemmen-Quartett bestückt. Von oben bis unten ist diese Box also vorzüglich ausgestattet – aber wie genau diese Ausstattung genau aussieht, liegt in der Hand des Kunden.

Perfekte Passung: Der Boxenkorpus ruht auf einem farblich abgestimmten Sockel. Eine Gummierung bildet den Übergang und sorgt für eine Entkopplung von Vibrationen.

Konfigurator für die Kreation

Damit Interessenten erfahren können, was beim Boxen-Customizing überhaupt zur Wahl steht, hat Inklang auf der Internet-Homepage einen Konfigurator eingerichtet. Natürlich kann man sich auch persönlich beraten lassen oder einen unverbindlichen Hörtermin im Hamburger Inklang-Showroom vereinbaren. Wer aber erst mal selbst seine Wunschbox kreieren und von allen Seiten betrachten möchte, wird an dem Konfigurator seine Freude haben. Dieser Auswahlberater zeigt einem die möglichen Optionen auf, zudem erweist er sich gerade bei den ersten Schritten als wertvolle Entscheidungshilfe. Am Anfang steht nämlich die grundlegende Entscheidung, welcher grundsätzliche Boxentyp der passende ist – und bei der Beantwortung hilft der Konfigurator, indem er drei dafür wichtigen Kriterien abfragt: Wie groß ist der Raum, in dem die Boxen spielen? Wie sollen die Boxen stehen: frei, auf einem Regal, einem Sideboard, einem Ständer oder wandmontiert? Welche Leistung liefert mein Verstärker? Mit drei Auswahl-Klicks bekommt man ruck-zuck die infrage kommenden Modelle präsentiert. Dann mal los: Wir haben einen 45 Quadratmeter großen Raum, wollen gerne freistehende Boxen haben und betreiben sie mit dem 120 Watt starken Arcam A39, dem größeren Bruder des von uns bereits getesteten Spitzenklassen-Verstärker Arcam A29. Der Konfigurator bietet uns nun fünf Modelle an. Da wir keinen Center brauchen und die Standboxen 17.5, 17.2 sowie die 13.3. bereits getestet haben, fällt unsere Wahl diesmal auf die Inklang 13.4 AdvancedLine.

Die Inklang 13.4 empfiehlt sich als Standbox für Räume bis 50 Quadratmeter.

Chassis-Steigerung

Gegenüber der kleinen Schwester 13.3 besitzt die 13.4. ein Chassis mehr. Der Mehrwert steckt schon im Namen, und er sorgt für eine stringentere Aufgabenteilung: Wird bei der Zwei-Wege-Box 13.3 ein Hochtöner von zwei 15-Zentimeter-Speakern eingefasst, die gemeinsam für die Mitten und Tiefen verantwortlich zeichnen, so setzt die 13.4 auf das Drei-Wege-Prinzip: Die beiden 15er kümmern sich hier allein um die Bässe, für die Mitten kommt dafür ein eigenes 12-Zentimeter-Chassis zum Zuge. Dadurch steht dem Tiefton mehr Membranfläche zur Verfügung – ein wichtiges Kriterium für eine gute Basswiedergabe. Der Hochtöner ist, wie immer bei Inklang, eine 29-Millimeter Kalotte, und nach wie vor setzen die Hamburger bei allen Chassis auf nordische Spitzenqualität: Sämtliche Schallwandler kommen von dem norwegischen Premium-Hersteller SEAS. Die Lautsprecher tragen durch den Glanz ihrer Membranen zum optischen Erscheinungsbild der Inklang-Boxen bei, die Metallisierung hat aber in erster Linie akustische Gründe: Reines Aluminium bei den Konus-Lautsprechern und eine Alu-Magnesium-Mischung beim Tweeter sorgen dafür, dass die Flächen zugleich leicht und steif sind, dadurch können die Membranen schnell und präzise schwingen. Natürlich fallen auch die markanten schwarzen „Nasen“ im Zentrum der drei Bass- und Mitteltöner auf. Diese kegelförmigen Phase-Plugs leiten die Wärme ab, die beim Schwingvorgang produziert wird. Die Antriebs-Temperatur ist bei diesen Lautsprechern ein wenig höher, weil es sich um eine sogenannte Langhub-Ausführung handelt: Die hinter der Membran sitzende Schwingspule kann sich im Magnetfeld weiter hin- und herbewegen und damit auch die Membran weiter als üblich auslenken. Durch diesen längeren Hub erreicht der Wandler einen größeren Schalldruck.

Der Mitteltöner entlastet die Kollegen vom Hoch- und Tiefton. Der schwarze Phase-Plug ziert sämtliche Konus-Speaker der Box und prägt ihre Erscheinung.

Klang-Plus durch Customizing

Weil die Inklang 13.4 AdvancedLine eine Drei-Wege-Box ist, können die eingesetzten Chassis hier kompromisslos in ihrem Parade-Bereich arbeiten. Das ist ein Schlüssel zur klanglichen Qualitätssteigerung gegenüber der kleineren Schwester 13.3. Die Tieftöner arbeiten nun von etwa 45 Hertz bis 230 Hertz, das verspricht einen knackigen Bass, für die Kräftigung des Tieftons sorgt die Bassreflexabstimmung, erkennbar an den beiden Öffnungen auf der Rückseite der Box. Der Mitteltöner übernimmt dann den Bereich bis 4.100 Hertz und entlastet damit den Hochtöner. Der Tweeter muss also nicht, wie bei der kleinen Schwester 13.3, noch im Mittelbereich mitanpacken, sondern kann sich hier ausschließlich um die oberen Frequenzen kümmern. Das verschafft ihm „Luft“ – und beschert dem Gesamtklang eine größere Luftigkeit. Für die Zuteilung der drei Hertz-Bereiche an die Speaker ist die Frequenzweiche verantwortlich. Sie ist ein nicht sichtbarer, aber ausgesprochen wichtiger Bestandteil jeder Box. Hier hat man als Inklang-Kunde die Möglichkeit, auf den Klang der eigenen Box einzuwirken: Während die Speaker-Kombination nicht verhandelbar ist, kann man bei der Frequenzweiche statt der Standard-Ausführung ein Upgrade wählen und für die Referenz-Ausführung optieren. Sie zeichnet sich durch eine noch höhere Qualität der Bauteile aus, die versprochenen Meriten dieses Referenz-Upgrades sind eine detailreichere Darstellung und eine gesteigerte Räumlichkeit der Wiedergabe. Dieses Klang-Plus ist den Aufpreis von knapp 200 Euro pro Box wert – mit einem Klick im Konfigurator sind wir auf dem Weg zum Wunsch-Wandler einen Schritt weiter.

Das Stoffschild ist das Attest: Diese Box ist mit der „Referenz Upgrade“-Frequenzweiche” veredelt.

Individuelle Finalisierung

Akustisch ist unsere Box vollendet, nun wird sie noch optisch personalisiert und damit perfektioniert: Wer es individuell möchte, lässt sich die Box mit einer Privatlackierung überziehen, der Farbton stammt entweder aus dem riesigen Spektrum des Natural Color Systems (NCS) oder aus der Farbenwelt von Farrow & Ball: Wer seine Wände in den Tönen dieses englischen Edel-Herstellers gestrichen hat, bekommt bei Inklang die exakt dazu passende Lackierung der Boxen – oder eine stimmige Kontrastkolorierung. Alternativ bietet Inklang mit Senf, Violett und Petrol drei sogenannte Akzentfarben an. Wer es etwas gedeckter mag, wird eher bei den sieben Trendfarben fündig, dieses aufpreisfreie Portfolio reicht von Anthrazitgrau bis Schneeweiß. Wir wählen diesmal Gewittergrau. In diesem Farbton ist dann auch die Oberseite des Sockelplatte lackiert, auf dem die Inklang 13.4 AdvancedLine thront und sicheren Stand findet. Die Sockelunterseite bringt uns zum nächsten Wahlschritt im Konfigurator: Der Boden ist in Silber oder Schwarz eloxiert zu haben. Hier entscheiden wir uns für Silber. Bei der nächsten Wahlmöglichkeit, den Füßen, bleiben wir dieser Farbe selbstverständlich treu. Die Füße sind eine eigene Entwicklung von Inklang, sie heben sich mit ihrer Rändel-Optik von den Standard-Lösungen der Konkurrenten deutlich ab und setzen so auch bodennah einen Design-Akzent. Wer statt der Standfüße lieber Spikes haben möchte, muss auf diesen Look nicht verzichten. Inklang hat auch die Spikes in Rändel-Optik realisiert. Wir bleiben diesmal bei den normalen Standfüßen. Die Final-Wahl dreht sich nun um die Frage, ob man seine Speaker hinter Gitter bringen möchte. Der Hochtöner ist schon ab Werk mit einem Metallgeflecht geschützt, die anderen Lautsprecher können nun auf Wunsch und gegen Aufpreis ebenfalls vor neugierigen Kinderhänden geschützt werden. Darauf können wir verzichten. Spätestens hier wird uns der zweite Vorteil des Customizing-Prinzips bewusst: Wir kriegen, was wir wollen – und wir bezahlen deshalb auch nur das, was wir brauchen.

Der Hochtöner besteht aus einer 29-Millimeter Kalotte. Das Metallgitter dient dem Schutz der empfindlichen Membran.

So wird’s höchstpersönlich

Unser Wandler nach Wunsch ist nun fertig geplant, der Konfigurator zeigt uns alle Fakten an und hat uns eh schon während des gesamt Wahlprozesses mit ständig aktualisierten Bildern vor Augen geführt, wie unsere Kreation aussieht. Jetzt müssen wir Inklang noch vier bis sechs Zeit geben, unseren Traum Realität werden zu lassen. Und dabei können wir auf ein Angebot zurückgreifen, dass den Höhepunkt der Personalisierung darstellt: Auf Wunsch lasert Inklang den Namen des Kunden in das rückseitige Anschlussterminal. Geht es noch persönlicher? Ja! Wer möchte, erfüllt sich den Wunsch, einmal selbst unter die Boxenbauer zu gehen. In der Hamburger Manufaktur montiert man unter fachkundiger Anleitung seinen zukünftigen Lautsprecher und stößt zum Abschluss mit einem Sekt auf den gelungenen Solitär an.

Höhepunkt der Personalisierung: Wer möchte, kann an der Fertigung der Lautsprechers mitwirken – so wird es wirklich „meine Box“.

Aufbau und Aufstellung

So einfach die Auswahl ist, so leicht gestaltet sich nach der Ankunft der Schallwandler die Aufstellung. Die Boxen kommen mit vormontierter Sockelplatte, wir brauchen bloß noch die Standfüße einschrauben und können direkt zur Positionierung schreiten. Zur Schonung der Boxen hat Inklang ein Par Handschuhe beigelegt, so spart man sich später das Wegpolieren der Handarbeits-Hinterlassenschaften auf dem Lack. Mit der Dreiecksregel – Boxen und Hörort sollten ein gleichschenkliges Triangel bilden – sind wir fast schon fertig, auch für die Inklang 13.4 AdvancedLine gilt, was wir mit den anderen Boxen der Hamburger schon erfahren haben: Die Aufstellung geht schön problemfrei. Bei der Ausrichtung auf den Hörplatz kommen wir mit einer geringen Einwinklung zum optimalen Ergebnis. Optimal heißt: Die Abbildung ist räumlich, die Instrumente sind klar zu verorten, die Musiker haben die richtige Größe. Wenn einer dieser drei Parameter nicht stimmt, sollte man ein wenig mit den Abständen und dem Winkel experimentieren. Auch mit der seitlichen und rückwärtigen Entfernung der Boxen zur Wand kann man spielen: Je weiter die Boxen von den Wänden weg stehen, desto geringer ist ihr Einfluss in Bezug auf Schallreflexionen und Bassbetonung.

Die Füße in Rändel-Optik sehen edel aus und sorgen für stabilen Stand, sie sind höhenverstellbar und können Bodenunebenheiten ausgleichen.

So klingt die Inklang AdvancedLine 13.4

Die Boxen sind frisch aus der Hamburger Fertigung zu uns gekommen, sie brauchen also Einspielzeit. Nach mehreren Tagen haben die Speaker ihre volle Geschmeidigkeit erreicht. Nun kann die Inklang AdvancedLine 13.4 ihre ganze Klangpracht zeigen – und die hat es in sich. O.k., wir hatten gegenüber der 13.3 allein schon aufgrund der Faktenlage – größeres Gehäusevolumen, zwei Speaker allein für den Bass, ein eigenes Chassis für die Mitten – erwartet, dass sie die kleine Schwester überbieten wird, aber der Unterschied ist deutlicher als wir dachten. Wir legen den Song „Redbone“ der Jazzsängerin Cassandra Wilson auf – und erleben ein akustisches Feuerwerk: Der Song startet mit Percussion, erst Congas, dann Tabla, dazu Becken, Cabasa, Ratschen und immer weiteres Schlagwerk – so komplex gespielt, dass die Rhythmiker Cyro Baptista und Jeff Haynes sogar als Arrangeure in den Credits ausgewiesen werden. Die Inklang AdvancedLine 13.4 liefert nun ein atemberaubendes Abbild dieses Percussions-Kunst, die Schlaginstrumente sind herrlich dynamisch plastisch, gerade bei den Congas und der Tabla kann man jede Fellberührung durch die Finger hören, den Anschlag, aber auch das darüberstreichen – fantastisch! Sitzt man schon bei den Percussions elektrisiert auf dem Sofa, so schmilzt man mit dem Einsatz des Gesangs nun dahin: Cassandra Wilson gehört zu den größten Sängerinnen ihres Faches, und ihre dunkel timbrierte Altstimme besitzt eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Mit der Inklang AdvancedLine 13.4 wirkt diese Stimme geradezu magisch: Wenn wir die Augen schließen, steht Cassandra Wilson vor uns und gibt uns ein intimes Privatkonzert. Es ist atemberaubend, wie präzise diese Stimmabbildung ist, jede Nuance, jedes zarte Geräusch ihrer Lippen dringt an unser Ohr. Gerade bei den nun folgenden ruhigeren Stücken ihres Albums „Blue Light ‘Til Dawn“ strahlt diese Stimme eine sublime Erotik aus.

Glänzendes Terminal: Die massiven und vergoldeten Klemme für Bananenstecker, Kabelschuhe und puren Draht ausgelegt. Die vier Anschlüsse erlauben Bi-Wiring und Bi-Amping.

Um in diesen Genuss zu kommen, muss aber halt die Abbildung stimmen – und das ist bei der Inklang AdvancedLine 13.4 über den gesamten Frequenzbereich der Fall. Wir haben vor wenigen Tagen einen renommierten Akustik-Spezialisten zu Gast in der Redaktion gehabt. Der Ingenieur, selbst Jahrzehnte im High-End-Boxenbau tätig, widmet sich mittlerweile dem Musik-Streaming und der Klangoptimierung per Audioprozessor, dazu kommen wir im nächsten Test. Nach einem Messdurchgang in der Redaktion attestiert unser Experte der Inklang AdvancedLine 13.4 eine ausgezeichnete Ausgeglichenheit, was den Höreindruck bestätigt. Das Test-Stück für die Messung ist unser Leib- und Magen-Track „Morph The Cat“ von Donal Fagen gewesen, in dieser phänomenalen Produktion steckt vom Mörderbass bis zur höhenreichen HiHat des Schlagzeugs akustisch alles drin, was eine Box abbilden soll – und die Inklang AdvancedLine 13.4 hat alles in petto: Eine exquisite, druckvolle Basswiedergabe, griffig und voll, da vermisst man unterhalb der auch real erreichten 45 Hertz rein gar nichts; schöne Mitten, da kommen selbst die teils etwas in den Hintergrund gemischte Gitarrenarbeit und die Bläserstimmen hervorragend heraus, ohne überzeichnet zu sein; und schließlich eine Höhenwiedergabe, die präzise die Details der Musik und des Raumes, in dem sie aufgenommen worden ist, wiedergibt. Die vier Chassis der Box spielen dabei ungemein homogen zusammen, dadurch klingt die vielschichtige Instrumentalfraktion sensationell stimmig und klar, die 13-köpfige Band wird mit einer phänomenalen Räumlichkeit abgebildet. Die Upgrade-Frequenzweiche erledigt hier einen ausgezeichneten Job. Damit haben wir eine zweite Antwort auf die Eingangsfrage, ob das Klangplus am Customizing liegt: Ohne das Frequenzweichen-Upgrade wäre der Unterschied zur ebenfalls aufgerüstet getesteten 13.3 geringer ausgefallen. So liegt aber eine Klasse dazwischen: Die 13.4 agiert auf Referenzklasse-Niveau.

Die 13.4. ist in allen gewünschten Farben lieferbar, hier ist sie in der Trendfarbe Gewittergrau lackiert.

Fazit

Mit der 13.4 AdvancedLine ist Inklang ein exzellenter Standlautsprecher gelungen: Der Drei-Wege-Schallwandler liefert mit vier Chassis und einer Bassreflex-Abstimmung eine ausgezeichnete Abbildung. Die 13.4. sorgt mit toller Räumlichkeit, großer tonaler Ausgeglichenheit, immenser Präzision und großartigem Detailreichtum für ein herrliches Hörerlebnis. Zum herausragenden Klang kommen eine erstklassige Verarbeitung und ein prämiertes Design – und wie immer bietet Inklang die Möglichkeit, über das Customizing die Box in einen persönlichen Traum-Lautsprecher zu verwandeln. Mit den hier gebotenen Qualitäten zieht die 13.4 in die Referenzklasse ein, und gemessen an der Güte ist das Preis/Leistungsverhältnis schlicht sehr gut.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 %

97 %

85 %

171115.Inklang-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Inklang
13.4 AdvancedLine
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:ab 1.999,00 Euro / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- 7 Trendfarben
- 3 Akzentfarben (Aufpreis: 39,95 Euro/Box),
- individuelle NCS-Farbe bzw. individuelle Farrow&Ball-Farbwelt (Aufpreis: 99,95 €/Box)
- optional: Referenz-Frequenzweiche (Aufpreis: 199,90 Euro)
Vertrieb:Inklang, Hamburg
Tel.: +49 800 / 7242388
www.inklang.de
Abmessungen (HBT):1126 x 168 (256 mit Sockel) x 324 mm
Gewicht:29 kg / Stück
Prinzip:passiv, 3-Wege, Bassreflex
Empfohlene Raumgröße:bis 50 m²
Impedanz:4 Ohm
Hochtöner:1 x 29 mm (Aluminium-Magnesium-Membran)
Mitteltöner:2 x 120 mm (Aluminium-Membran, Phase Plug)
Tieftöner:2 x 150 mm (Aluminium-Membran, Phase Plug)
Frequenzbereich:45 Hz - 25 kHz
Trennfrequenzen:230 Hz / 4.100 Hz
Lieferumfang:- Inklang 13.4 AdvancedLine
- Standfüße
- Sockelplatte
- Handschuhe
Optionales Zubehör:- Frequenzweiche: Referenz-Upgrade (199,90 Euro / Box)
- Spikes inkl. Bodenaufnahme in Rändeloptik (19,95 Euro / 4 Stück)
- Design Lautsprecherabdeckung (44,95 Euro / Box)
Besonderes:- Customizing-Prinzip: Boxen sind individuell konfigurierbar
- herausragende Dynamik und Auflösung
- ausgezeichnete Verarbeitung
- optional: höherwertige Frequenzweiche (Aufpreis: 249,90 Euro)
- kostenloses Lasern des eigenen Namens auf das Anschlussterminal
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1+
Ausstattung (20%):1,2
Gesamtnote:1,1
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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