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Redakteur
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Springen wir ein wenig durch die Geschichte. Im alten Ägypten wedelten Sklaven den Pharaonen frische Luft zu, in ferner Zukunft werden diverse Roboter den Alltag der Menschen erleichtern und sicherlich auch diese Aufgabe übernehmen. Mit dem Skyscraper Ice hat Klarstein schon jetzt einen Schritt in diese Richtung unternommen. Der Luftkühler wirkt wie ein freundlicher Roboter, dem nichts mehr Freude machen könnte, als seinen Besitzer mit frischer Luft zu verwöhnen.

Der Klarstein Skyscraper Ice erinnert optisch an die Haushaltsroboter aus Science-Fiction-Filmen.

Der Klarstein Skyscraper Ice erinnert optisch an die Haushaltsroboter aus Science-Fiction-Filmen.

Wie ein freundlicher Roboter

Dieser freundliche Eindruck liegt daran, dass sich Klarstein in Sachen Design für ein kompaktes und platzsparendes Turmdesign mit runder Grundfläche entschieden hat. Nur 28 Zentimeter Durchschnitt misst der Skyscraper Ice, bei einer Höhe von 95 Zentimetern. Der untere Teil des Skyscrapers steht auf Rollen (allerdings fährt der Skyscraper nicht von selbst herum) und beherbergt den sechs Liter fassenden Wassertank und verjüngt sich mit zunehmender Höhe. Auf der Rückseite lässt sich der Wassercontainer für die Befüllung herausziehen – allerdings nicht komplett, was das Leeren und Reinigen weitaus weniger komfortabel macht als das Einfüllen von Wasser. Weniger schlimm, aber nicht ganz verständlich, ist die auf der Rückseite fehlende Markierung für die Mindestwassermenge bzw. den maximal erlaubten Pegel. Insbesondere deshalb nicht verständlich, weil eine entsprechende Skala auf der Vorderseite angebracht ist – wer aber beim Einfüllen hinten gleichzeitig auf die Markierung vorne achten möchte, gießt unter Umständen auch mal etwas Wasser daneben – bei Teppichboden nicht so schön… Unter dem Container gibt es zur Sicherung einen Riegel, der nach rechts geschoben den Auszug verhindert. Allerdings ist der Container nicht so dermaßen leicht laufend, als dass diese Schutzvorrichtung wirklich notwendig wäre.

Der Luftkühler steht auf vier Rollen und lässt sich daher gut bewegen.

Der Luftkühler steht auf vier Rollen und lässt sich daher gut bewegen.

 

Weitaus besser gelungen ist das mittlere Segment, in dem der Ventilator sowie der Luftfilter zu finden sind. Von vorne sind im schnörkellosen, modernen Design lediglich die Lüftungsschlitze zu sehen, auf der Rückseite lassen sich die Abdeckung und der Luftfilter abnehmen. Das sollte mindestens einmal im Monat getan werden, da der Filter in diesem Intervall gereinigt werden sollte. Bei seltenem Einsatz ist dies natürlich entsprechend weniger oft nötig. Zum Herausnehmen der Abdeckung genügt es, die beiden Clips am oberen Ende zu lösen und die Abdeckung anschließend aus den unteren Haltevorrichtungen zu heben. Der Filter lässt sich entnehmen, indem er im oberen Drittel an den Seiten eingedrückt wird, damit die beiden seitlichen Clips aus der Halterung rutschen.

Der Luftfilter ist auf der Rückseite mit einer Abdeckung geschützt.

Der Luftfilter ist auf der Rückseite mit einer Abdeckung geschützt.

Hilfreiches Display mit selbsterklärenden Symbolen

Ganz oben schließt der Turm mit dem Display und dem Bedienfeld ab. Das Display befindet sich im schwarzen Rahmen um das Bedienfeld und zeigt in grün leuchtenden Symbolen und Ziffern die gewählten Einstellungen an. Im Zentrum des Bedienfelds sitzt die orangefarben abgesetzte Taste zum Einschalten bzw. zur Geschwindigkeitswahl des Ventilators. Diese werden über clevere Icons angezeigt, der Ventilator mit drei Flügeln steht für die niedrigste Stufe. Es folgen die mittlere (fünf Flügel) und die höchste Stufe (sieben Flügel). Auch am Betriebsgeräusch ist das gut zu erkennen, da hier schon deutliche Lautstärkeunterschiede herrschen.
Direkt über diesem zentralen Knopf ist die „Timer“-Taste zu finden, die eine automatische Abschaltung in Halbstunden-Abschnitten bis zu 7,5 Stunden einstellt. Die entsprechende Zeitspanne wird auf dem zentralen Display in Stunden angezeigt (30 Minuten = 0.5 auf dem Display). Ist der Timer nicht aktiv, steht auf dem Display schlicht „00“. Das passiert übrigens, sobald man den Skyscraper Ice ans Stromnetz anschließt.

Das Display befindet sich im schwarzen Rahmen um das Bedienfeld und zeigt in grün leuchtenden Symbolen und Ziffern die gewählten Einstellungen an.

Das Display befindet sich im schwarzen Rahmen um das Bedienfeld und zeigt in grün leuchtenden Symbolen und Ziffern die gewählten Einstellungen an.

 

Im Uhrzeigersinn folgen auf dem Bedienfeld die Tasten zum Zuschalten der Kühlungs- und Luftbefeuchtungsfunktion („Cooler/Humidifier“), die Schwenkbewegung des Ventilators („Swing“), zum Ausschalten („Off“) des Geräts und zur Wahl des Betriebsmodus („Mode“). Hier stehen drei Optionen zur Wahl, neben dem dauerhaften, konstanten Betrieb (ohne Display-Anzeige) lässt sich mit dem Modus „Natürlich“ (auf dem Display durch eine Palme symbolisiert) ein immer wieder variierender Luftzug aktivieren. Der Modus „Nacht“ (hier ist als Symbol ein Mond mit Stern zu sehen) soll laut Bedienungsanleitung dafür sorgen, dass der Ventilator von seiner Ausgangsgeschwindigkeit aus nach 30 Minuten automatisch auf die nächstniedrigere Stufe wechselt und sich schließlich abschaltet. Im Test war allerdings kein Unterschied zum Modus „Natürlich“ festzustellen – wer den Skyscraper Ice also zum Einschlafen betreiben möchte, sollte sich für eine Ventilatorgeschwindigkeit entscheiden und die Timer-Funktion nutzen. Allerdings sollte dann auf die Luftkühlung und –befeuchtung verzichtet werden, da diese anschließend von der reinen Ventilatorfunktion abgelöst werden sollte, um den Verdunster im Inneren des Luftkühlers zu trocknen.

Das Bedienfeld bietet übersichtliche Tasten und gut lesbare Beschriftungen.

Das Bedienfeld bietet übersichtliche Tasten und gut lesbare Beschriftungen.

 

Praktisch ist beim Skyscraper Ice die Möglichkeit, die Einstellungen auch per Fernbedienung vorzunehmen. Diese ist kreisrund designt und mit abgerundeten Kanten gut und bequem zu halten. Zielgenau muss man nicht vorgehen, das ungefähre Ausrichtung auf das Display des Luftkühlers genügt zur Übermittlung des Signals. Die Tasten sind in derselben Reihenfolge angeordnet wie auf dem Bedienfeld des Turms selbst – nur die Taste „On/Speed“ hat sich oben ins Zentrum zwischen den Timer und die Kühlfunktion geschummelt. Ansonsten gilt auch hier, dass die jeweilige Taste zum Durchschalten der Funktionen mehrfach gedrückt werden muss. Ein wenig nervig ist dabei nur das ständige Piepen, das die Eingabe bestätigt.

Sehr ähnlich ist auch die ausgefallene Fernbedienung bestückt.

Sehr ähnlich ist auch die ausgefallene Fernbedienung bestückt.

Stürmische Zeiten brechen an

Das ist aber schnell wieder vergessen, da der Skyscraper Ice mit Leistung überzeugt. Mit einem Luftdurchsatz von 500 m³/Stunde eignet er sich durchaus auch für etwas größere Räume. Bereits die niedrigste Stufe schafft trotz leisem Pegel einen ernst zu nehmenden Windzug, der auch auf einem Meter Entfernung noch lose Blätter vom Schreibtisch wehen kann. Entsprechend stürmisch wird es auf den höheren Stufen – Philatelisten seien gewarnt! Auch die Kühlfunktion erreicht einen spürbaren Erfolg, der Luftzug wird durch die Kühlung merklich frischer. Insbesondere der Einsatz der mitgelieferten Kühlakkus (ein Akku „hält“ ca. vier Stunden, bevor er wieder für ein bis zwei Stunden ins Gefrierfach muss) senkt die Temperatur des Windstoßes deutlich. So deutlich, dass man sich lieber nicht zu lange dem direkten Luftstrom aussetzen sollte – ansonsten könnte man schnell mal eine Erkältung riskieren. Der Skyscraper Ice denkt allerdings auch für diesen Fall mit, indem er eine großzügige Schwenkfunktion anbietet. Das sieht dann übrigens so aus, als würde sich der Kühlroboter neugierig im Zimmer umsehen. Ein kleiner Ausblick auf die Zukunft…

Mit sechs Liter fassendem Wassertank und starker Leistung eignet sich der Skyscraper Ice auch für größere Räume.

Mit sechs Liter fassendem Wassertank und starker Leistung eignet sich der Skyscraper Ice auch für größere Räume.

Fazit

Der leistungsstarke Luftkühler Skyscraper Ice von Klarstein sorgt mit starker Leistung für Erfrischung auch an heißen Tagen. Zudem ist er mit sehr hübschem Design ausgestattet, das ihn wie einen aus Science-Fiction-Filmen bekannten Haushalts-Roboter wirken lässt. Da ist auch die auf den ersten Blick vielleicht etwas abschreckende UVP von 144,90 Euro durchaus gerechtfertigt.

Test, Text und Fotos: Martin Sowa

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

96 %

92 %

89 %

150630.klarstein-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Klarstein Skyscraper Ice
Produktkategorie:Luftkühler
Preis:144,90 Euro (UVP)
Ausführung:Weiß
Vertrieb:Chal-Tec GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 4 08 17 38 10
www.klarstein.com
Gewicht:ca. 6 kg
Abmessungen (HBT):95 x 28 x 28 cm
Rotorgeschwindigkeit:3 Stufen
Timer:bis zu 7,5 Stunden in 30-Minuten-Schritten
Kapazität Wassertank:6 Liter
Besonderes:- Luftbefeuchtungsfunktion
- rückwärtig integrierter Staubfilter
- sparsamer Stromverbrauch
Lieferumfang:- Luftkühler
- 2 Kühlakkus
- Fernbedienung inkl. Batterie
- Bedienungsanleitung
Benotung:
Praxis:1,0
Verarbeitung:1,1
Ausstattung:1,1
Gesamtnote:1,0

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