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Redakteur

Mit seiner Chrono 513 bietet der deutsche Lautsprecherspezialist Canton einen zeitlos gestalteten und eleganten Regallautsprecher. Mit ihm verspricht der Hersteller nicht weniger als eine perfekte Lösung für guten Klang in kleinen Räumen – und das zum moderaten Preis. Wir haben uns die kleinen Kraftpakete, die sich nicht nur fürs Wohnzimmer eignen, einmal näher angesehen.

Die Chrono 513 sind ebenso zeitlos wie elegant gestaltete  Regallautsprecher.

Die Chrono 513 sind ebenso zeitlos wie elegant gestaltete Regallautsprecher.

 

Seit mehr als 40 Jahren ist die Marke Canton bekannt für die Entwicklung und die Herstellung von hochwertigen Lautsprechern. In dem großen, für verschiedenste Einsatzzwecke dedizierten Produktportfolio soll jeder Musikliebhaber eine optisch attraktive Lösung für seine Klangvorlieben finden. Besondere Beliebtheit erfährt dabei Cantons Chrono-Serie, welche vor einigen Jahren die doch recht große Lücke zwischen der LE- und Karat-Serie schloss. Während die beiden flankierenden Linien heute nicht mehr (unter genannter Serienbezeichnung) lieferbar sind, hat die Chrono-Familie – natürlich auch regelmäßig überarbeitet und verbessert – die Zeit überdauert und gehört heute zu den meistverkauften Produkten im Canton-Portfolio. Mit einer leichten optischen Überarbeitung frischte das hessische Traditionsunternehmen seine beliebte Chrono-Serie erst kürzlich neu auf. Nach unserem Test der Standbox 517 haben wir nun die Regallautsprecher mit der Bezeichnung 513 unter die Lupe genommen und wollten herausfinden, ob die elegant-hübschen Zwei-Wege-Schallwandler Musikerherzen auch klanglich höher schlagen lassen.

Edles Design im zeitlosen Stil

Schon nach dem Auspacken machen die zwei weißen Lautsprecher einen tollen Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich, die Spaltmaße sind gleichmäßig und die Hochglanzfront sieht edel aus. Die Oberfläche besteht aus einer Kombination von strukturiertem Dekorholz in Weiß oder Schwarz und einer Hochglanzschallwand. Diese bietet auch die Möglichkeit, je nach Belieben die passende Stoffabdeckung aufzusetzen, um den direkten Blick auf die Technik zu verbergen. Um das Gehäuse beim Aufstellen nicht zu beschädigen, sollte man am besten sofort die vier mitgelieferten Gumminoppen an der Unterseite anbringen (was gleichzeitig auch der Vibrationsdämpfung dient) oder die Box auf einen Standfuß montieren.

Die Chrono 513 machen schon beim Auspacken einen sehr guten Eindruck.

Die Chrono 513 machen schon beim Auspacken einen sehr guten Eindruck.

Diamond-Cut-Ringe als doppeltes Highlight

Die zwei getesteten Stereo-Kompaktlautsprecher gehören wie gesagt zur beliebten Chrono-Serie, die sich unter anderem durch ihr Alu-Mangan-Hochtonsystem auszeichnet, das Musiksignale bis 40.000 Hz überträgt. Unterstützt wird das Abstrahlverhalten durch die Aluminium-Frontplatte des Hochtöners. Optisch stechen auch die in dieser Serie neuen Aluminiumringe hervor. Diese bilden eine elegante Verbindung zwischen Chassis und Schallwand und sorgen gerade bei hohen Pegeln für die gewisse Stabilität. Die Diamond-Cut-Ringe kommen natürlich auch beim 180-mm-Aluminium-Tieftöner mit Wave-Sicke zum Einsatz. Die druckvollen Chassis sind auch einer der Gründe dafür, dass die Chrono 513 eine ideale Lösung für den Einsatz im Wohnzimmer sind. Denn sie eignen sich auch sehr gut als Basis für ein Surround-System und können selbst ohne Subwoofer und Center den meist schwachen Ton bei Flachbildfernsehern auf ein hervorragendes Klangerlebnis verbessern.

Als Stereo-Paar finden sie allerdings vor allem auf Sideboards und Regalen ihren Platz, wo sie in Kombination mit einem klang- und leistungsstarken Receiver jeden Sound optimal zum Ohr des Hörers bringen. Dabei ist es auch ganz egal, ob man die aktuellen Charts aus dem Radio oder lieber den eigenen Musikgeschmack von diversen Abspielgeräten wie CD-Player, Plattenspieler oder MP3-Player genießen möchte.

Für den guten Klang sorgen das Alu-Mangan-Hochtonsystem und der 180-mm-Tieftöner.

Für den guten Klang sorgen das Alu-Mangan-Hochtonsystem und der 180-mm-Tieftöner.

Auch im Heimkino gern gesehen

Das Anschließen der Chrono 513 ist recht einfach. Entweder schließt man die Lautsprecherkabel direkt über die Schraubklemmen an oder man befestigt sogenannte Bananenstecker am Kabel und steckt diese dann in die Anschlussbuchsen der Chronos. Dabei ist natürlich unbedingt auf den korrekten Pol-Anschluss (-/- und +/+) zu achten. Als Hilfe ist jedes Lautsprecherkabel an einer Seite entweder rot oder schwarz markiert. Damit fällt es einem leichter, die gleichen Pole an Box und Receiver zu verbinden. Ist das erledigt, sollten man den Lautsprechern aufgrund der Bassreflexöffnungen etwa 30 Zentimeter Wandabstand gönnen und sie auf die Hörposition ausrichten.

Besonders auffällig sind die schicken Diamond-Cut-Ringe, die auch die mechanische Stabilität erhöhen.

Besonders auffällig sind die schicken Diamond-Cut-Ringe, die auch die mechanische Stabilität erhöhen.

Um aus den zwei Boxen für den Heimkinofan ein brillantes Surround-System zu machen, bietet die Chrono-Serie zusätzlich zur 513 gute Boxen zur Erweiterung. Beispielsweise könnten zwei Standlautsprecher vom Typ Chrono 517 als Frontlautsprecher zum Einsatz kommen, die Chrono 513 dienen dann als Rear-Speaker. Zusätzlich benötigt man dann noch den Centerlautsprecher Chrono 515 Center und falls einem der Bass der Standlautsprecher noch nicht ausreicht, bringt der Subwoofer SUB 80.2 auch noch das letzte Glas in der Vitrine zum Wackeln. So wären die Chrono 513 in einem sehr guten Setup integriert und bilden zusammen mit den anderen Boxen ein leistungsstarkes Surround-System für das Wohnzimmer oder Heimkino.

Wenn die Chrono 513 dabei als Rear-Lautsprecher betrieben werden oder wenn nicht genügend Platz im Regal ist, kann man die Boxen auch auf die formschönen Lautsprecherständer LS 600.2 montieren. Gerade beim Einsatz als rückwärtige Lautsprecher ist ein Ständer sehr praktisch, da sich die Boxen dann schon in der optimalen Höhe befinden.

Wer mag, darf die Treiber auch hinter der grazilen Stoffabdeckung verstecken.

Wer mag, darf die Treiber auch hinter der grazilen Stoffabdeckung verstecken.

Bitte etwas Geduld!

Beim Aufbau stellen wir schnell fest, dass die recht großen Öffnungen an den Schraubknöpfen für die Kabelbefestigung ein großer Vorteil sind. Dadurch lässt sich das Kabel nämlich leicht durchführen und es kommt nicht, wie bei manch anderen Boxen, zu einem Einfädelkampf ins Nadelöhr. Stehen die Lautsprecher an der richtigen Position, kann man die Chronos endlich zum Leben erwecken. Und schon nach den ersten Minuten haut mich der Klang um. Zwar verspricht das Gewicht von acht Kilogramm schon einige Kraftreserven, aber angesichts der Größe der Boxen bin ich vom erstaunlich kräftigen und klaren Sound trotzdem überrascht.

Um sich einen größeren Eindruck vom Klangbild zu machen, sollte man bekanntlich verschiedene Musikrichtungen ausprobieren und ich beginne den Testparcours mit dem Titel „Hello“ von Adeles aktuellem Album „21“, bei dem die Chrono 513 einen voluminösen Raumklang erzeugen und man sich fast wie live in der Royal Albert Hall fühlt. Aber auch die Akustik-Version von Eric Claptons „Leyla“ weiß zu überzeugen, hier kommen die klaren Höhen und die sauberen Mitten von Klavier und Gitarre schön zur Geltung und laden zum Genießen ein.

Für den Anschluss wichtig: die großen Öffnungen an den Schraubknöpfen für die Kabelbefestigung sind ein großer Vorteil.

Für den Anschluss wichtig: die großen Öffnungen an den Schraubknöpfen für die Kabelbefestigung sind ein großer Vorteil.

Die Chance sollte man übrigens am Besten gleich nach dem Anschließen nutzen, denn laut Hersteller sollte man die ersten zehn bis 15 Stunden nach Inbetriebnahme etwas vorsichtig mit der Lautstärke sein. Auf diese Weise ermöglicht man den Membranen, sich langsam einzuschwingen und damit den endgültigen Klang der Chronos zu entwickeln. Danach kann man aber ruhig die Boxen ihre ganze Kraft entfalten lassen und man erhält eine klare und unverzerrte Wiedergabe, selbst bei stark überhöhter Zimmerlautstärke.

Und da bieten sich natürlich Titel mit kräftigem Bass an, wie etwa „Love Me Like You Do“ von Ellie Goulding. Meinem Empfinden nach ist der Bass hier sogar so kräftig, dass der Einsatz eines zusätzlichen Subwoofers überflüssig ist. Selbst bei geringer Lautstärke kommt spürbarer Druck aus der Box und zeigt, dass die Chrono 513 unabhängig vom Musikgeschmack satten Sound ins Wohnzimmer bringen.

Ganz gleich, ob man sich die Boxen im Stereoeinsatz aufs Regal stellt, oder sie als Rear-Lautsprecher in ein Surround-System integriert, der Liebhaber für das eindrucksvolle Hörerlebnis wird seine Freude an den Klangwundern haben. Ich würde die Chronos auch sehr empfehlen, um den schwachen Fernseh- oder PC-Sound der Monitorlautsprecher zu verbessern, die konstruktionsbedingt einfach keinen kräftigen Klang entfalten können. Mit den Canton-Lautsprechern hingegen kommt sofort Heimkino-Feeling auf.

Auch wenn die Chrono 513 im Surround-Set stark aufspielen, sind sie primär als Stereo-Duo auf dem Regal oder Sideboard zuhause.

Auch wenn die Chrono 513 im Surround-Set stark aufspielen, sind sie primär als Stereo-Duo auf dem Regal oder Sideboard zuhause.

Fazit

Canton haben bei der neuen Chrono-Serie wieder ihr langjähriges Know-How einfließen lassen und mit den Chrono 513 kompakte Lautsprecher mit bemerkenswert starkem Sound auf den Markt gebracht. Im Stereo-Einsatz wie im Surround-Setup liefern die Kraftpakete hervorragenden Klang und können zusätzlich mit einem eleganten Design und gutem Preis-Leistungsverhältnis beeindrucken.

Test & Text: Andreas Hohn
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

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Technische Daten

Modell:Canton
Chrono 513
Produktkategorie:Regallautsprecher
Preis:349,00 Euro/Stück
Ausführungen:- Schwarz
- Weiß
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (HBT):190 x 360 x 270 mm
Gewicht:8 kg / Stück
Hochtöner:25 mm, Alu-Mangan
Tief-/Mitteltöner:1 x 180 mm, Aluminium (Wave-Sicke)
Prinzip:Zwei-Wege-Bassreflex
Lieferumfang:- Chrono 513
- Bedienungsanleitung
- Gewebeabdeckungen
- Gummifüßchen
Besonderes:- Diamond Cut-Aluminiumringe
- Bassreflexprinzip
- sehr gute Verarbeitung
- homogene Klangdarstellung
Empfohlene Raumgröße:bis 20 Quadratmeter
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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