lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Redakteur
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Besondere Erlebnisse verdienen es als Erinnerung für sich selbst oder für Freunde und Verwandte verewigt zu werden. Mittlerweile werden dafür je nach Art dieser Erlebnisse Actioncams oder 360-Grad-Kameras genutzt – oder eine Kombination aus beiden. Somikon hat mit der DV-1936.WiFi ein solches Modell im Angebot, das sowohl eine frei wählbare Perspektive als auch Einsatzbereitschaft bei so ziemlich jeder denkbaren Freizeitaktivität bietet und darüber hinaus eine besonders intuitive Bedienung und tolle Qualität mit einem günstigen Preis verbindet.

Auf der Vorderseite der DV-1936.WiFi befindet sich neben einem der beiden Objektive auch das Herstellerlogo sowie ein Mikrofon.

Auf der Vorderseite der DV-1936.WiFi befindet sich neben einem der beiden Objektive auch das Herstellerlogo sowie ein Mikrofon.

Während Actioncams vor allem darauf ausgelegt sind, selbst bei spektakulären Hobbys hochwertige Bilder zu liefern, dienen 360-Grad-Kameras vor allem einem möglichst detaillierten Überblick über das Geschehen inklusive frei wählbarer Perspektive. Da eine Kombination dieser beiden Aspekte allerdings auch keine schlechte Idee ist, gibt es nun eben Modelle wie die DV-1936.WiFi. Die Actioncam verfügt über zwei Objektive, die den kompletten Rundumblick ermöglichen und dabei – wie das bereits von uns getestete Modell DV-4036.WiFi – dank des hohen Bedienkomforts auch Einsteigern schnelle Erfolgserlebnisse garantiert. Dank des integrierten WLAN-Moduls ist sogar die Steuerung via Smartphone möglich, wobei der Einsatz eines Mobilgeräts natürlich davon abhängt, in welcher Situation man sich gerade befindet. Doch Somikon hat mitgedacht und deshalb  lässt sich die Actioncam je nach Einsatzszenario mit diversem Zubehör ergänzen, so dass sie stets einen professionellen Eindruck hinterlässt.

Platzsparendes Design mit gutem Grip

Das handliche und kompakte Gehäuse der Actioncam ist komplett in Schwarz gehalten. Rundherum an den Seitenflächen sowie oben und unten verläuft ein Rillenmuster im 45-Grad-Winkel, das der Somikon-Kamera einen guten Grip verleiht. Selbst beim einfachen Festhalten rutscht die Actioncam dadurch nicht so leicht aus der Hand. Über eine Öse zur Befestigung eines Tragegurts (nicht im Lieferumfang enthalten) kann für zusätzliche Sicherheit gesorgt werden. Diese befindet sich unten auf der rechten Seite des Gehäuses, gegenüberliegend verstecken sich hinter einer Verschlussklappe der Anschluss für das Micro-USB-Kabel (das sowohl zur Datenübertragung als auch zum Aufladen des Akkus dient) und der Slot für die microSD-Speicherkarte.

Die geriffelten Flächen sorgen für guten Grip und für zusätzliche Sicherheit lässt sich ein Haltegurt in eine Öse einfädeln.

Die geriffelten Flächen sorgen für guten Grip und für zusätzliche Sicherheit lässt sich ein Haltegurt in eine Öse einfädeln.

Front und Rückseite der Actioncam sind fast komplett den großen Kameralinsen mit Fischauge-Objektiven vorbehalten. Vorn befinden sich darunter noch das Herstellerlogo sowie ein kleines Mikrofon, während das rückwärts ausgerichtete Objektiv von einem kleinen Lautsprecher begleitet wird. Die Standard-Ausrichtung der Actioncam lässt sich allerdings auch an dem blauen Pfeil auf der Oberseite erkennen, der auffällig die richtige Orientierung anzeigt – wobei die bei einer 360-Grad-Kamera streng genommen ja eigentlich egal ist. Die entsprechende Markierung sitzt jedenfalls direkt vor dem Ein-Zoll großen LCD-Display. Das zeigt zwar nicht die gerade getätigten Aufnahmen wie man es von einer Digitalkamera kennt, liefert aber gut ablesbar einen Überblick über Akkustatus, verbleibenden Speicherplatz (Anzahl noch möglicher Fotos, beziehungsweise verbleibende Aufnahmezeit), den ausgewählten Modus (Foto oder Video) sowie die Menüpunkte , über die sich unter anderem auch Datum und die Reaktionszeit des Energiesparmodus (nach einer Minute wechselt die Actioncam automatisch in Standby) einstellen lassen.

Die Navigation durch das Kameramenü erfolgt über die drei Tasten der Somikon DV-1936.WiFi, die sich links und rechts vom Display befinden. Links oben ist die An/Aus-Taste platziert, darunter liegt der Button für das integrierte WiFi der Actioncam. Rechts ist der deutlich größer dimensionierte Auslöser platziert. Darunter befindet sich in einer Vertiefung ein unauffälliger Reset-Button, der bei Bedarf mit einer Büroklammer aktiviert werden kann. Alle „normalen“ Tasten erfüllen je nach Menüebene verschiedene Funktionen (mehr dazu im Abschnitt „Bedienung“) und verfügen über eine begleitende LED, die jeweils über, im Falle des WiFi-Buttons unter der Taste positioniert ist. Die Akku-LED über dem An/Aus-Knopf kann sowohl blau leuchten (beim Aufladen) als rot blinken – dauerhaftes, schnelles Blinken weist auf einen niedrigen Akkustand hin und einmaliges zweifaches Blinken signalisiert eine Fotoaufnahme. Wird hingegen ein Video aufgenommen, blinkt die Kamera-LED (rechts vom Display über dem Auslöser) für die Dauer der Aufnahme rot. Das rote Blinken bedeutet bei der WLAN-LED unten links, dass sich die Actioncam gerade im Pairing-Modus befindet, dauerhaftes Leuchten hingegen steht für eine stabile Verbindung zum Smartphone.

Die Bedienung der Actioncam erfolgt über das gut lesbare LCD-Display und drei Tasten.

Die Bedienung der Actioncam erfolgt über das gut lesbare LCD-Display und drei Tasten.

Mit WLAN und Full-HD

Damit ist auch schon geklärt, warum die Actioncam den Begriff „WiFi“ im Namen trägt. Die kompakte Kamera verfügt über ein integriertes WLAN-Modul, über das sie sich per Smartphone-App steuern lässt – zumindest so lange der Akkustand nicht zu niedrig ist. Das WiFi-Signal ist zwar nicht so leistungsstark wie das vom Router daheim und wird von optischen Hindernissen relativ stark blockiert, dennoch lassen sich bei Blickkontakt Distanzen bis zu 15 Meter gut überbrücken. So verhindert man, ungewollt selbst prominent im Bild aufzutauchen – sehr praktisch bei der Aufnahme eines kompletten Zimmers oder für den umfassenden Panoramablick beim Bergwandern.

Über das integrierte WLAN-Modul nimmt die Actioncam Verbindung zum Smartphone auf.

Über das integrierte WLAN-Modul nimmt die Actioncam Verbindung zum Smartphone auf.

In diesen Fällen erweist sich das mitgelieferte Stativ als sehr hilfreich, auf das die DV-1936.WiFi dank des ¼-Zoll-Gewindes im Gehäuseboden ganz einfach aufgeschraubt werden kann. Hier sollte man allerdings Vorsicht walten lassen, denn der alte Spruch „Nach fest kommt ab!“ ist hier leider berechtigt, wie wir nach beherztem Zupacken an der Feststellschraube des Kugelgelenks feststellen mussten.
Das Stativ ist mit drei ebenso flexiblen wie stabilen Beinen konstruiert, die auch auf unebenen Flächen sicheren Halt bieten und somit eine sehr gute Basis für die Aufnahme von 360-Grad-Fotos bietet. Diese werden von zwei gegenüberliegend platzierten Objektiven aufgenommen, die mit hochauflösenden 4-Megapixel-CMOS-Sensoren ausgestattet sind. Zudem weisen sie jeweils einen Bildwinkel von 220 Grad auf und ermöglichen damit horizontal wie vertikal 360-Grad-Aufnahmen. Videos werden in Full-HD mit 1.920 x 960 Pixeln und bei 30 Bildern pro Sekunde als MOV-Datei gespeichert, Fotos hingegen als JPG mit sogar 3.008 x 1.502 Pixeln.

Die beiden Objektive liefern jeweils 220-Grad-Bildwinkel und Full-HD-Aufnahmen.

Die beiden Objektive liefern jeweils 220-Grad-Bildwinkel und Full-HD-Aufnahmen.

Diese Aufnahmen eignen sich für diverse Ansichtsoptionen, nämlich zum Beispiel der Fischaugen-Optik mit Weitwinkel, der „Tiny Planet“-Darstellung (eine 360-Grad-Kugelansicht) und auch als Stereo-Ansicht für Virtual-Reality-Brillen, die den klassischen Dia-Abend mit den Urlaubsfotos extrem in den Schatten stellen – insbesondere wenn man die Ferien beim Wildwasser-Rafting verbracht hat. Alle Aufnahmen werden auf einer microSD-Karte gespeichert, die jedoch nicht im Lieferumfang enthalten ist. Für Videoaufnahmen benötigt die DV-1936.WiFi eine Speicherkarte ab „Class 6“, die maximale Kapazität beträgt dabei 32 GB. Mit diesem maximalen Speicherplatz ermöglicht die Actioncam Videoaufnahmen von ingesamt bis zu 320 Minuten Länge. Das reicht locker für eine längere Ski-Tour oder den ausgedehnten Wanderausflug.

Der Akku der Actioncam wird via USB-Kabel aufgeladen. Daneben liegt der Slot für die microSD-Speicherkarte.

Der Akku der Actioncam wird via USB-Kabel aufgeladen. Daneben liegt der Slot für die microSD-Speicherkarte.

Dafür muss der Akku allerdings zwischendurch neu aufgeladen werden, denn dieser erreicht mit seinen 1.500 mAh eine maximale Betriebsdauer von nur 70 Minuten. Die Ladezeit hingegen fällt mit bis zu vier Stunden vergleichsweise lang aus. Immerhin kann man die Actioncam dank des mitgelieferten Ladekabels unterwegs auch per Powerbank mit Strom versorgen oder parallel die bereits gespeicherten Aufnahmen am Laptop für Youtube aufbereiten. Dafür hat die DV-1936.WiFi sogar eine eigene Software im Gepäck, die sowohl zu Mac- als auch Windows-Rechnern kompatibel ist. Die Software dient einerseits dem Betrachten der 360-Grad-Aufnahmen, die sich im Player per Mauszeiger in jeden beliebigen Blickwinkel drehen lassen, sowie dem Abspeichern als 3D-Video für Youtube. Besonders für Einsteiger ist diese Software sehr interessant, da sie über einen recht übersichtlichen Funktionsumfang verfügt und deshalb recht intuitiv zu nutzen ist. Zwar kann man dadurch keine spektakulären Highlight-Videos zusammenschneiden, für den Privatgebrauch eignet sich das Programm aber absolut.

Die mitgelieferte Software dient unter anderem der Ansicht der 360-Grad-Videos.

Die mitgelieferte Software dient unter anderem der Ansicht der 360-Grad-Videos.

Software für schnelle Erfolgserlebnisse

Das Programm namens „SYMAX360 Player“ liegt der Actioncam auf einer kleinen CD bei und kann innerhalb weniger Minuten installiert werden. Die Benutzeroberfläche ist recht reduziert, es gibt auch keine Menüleiste. Stattdessen ist unten rechts ein „Öffnen“-Symbol zu sehen, über das Videodateien von der Kamera (sofern diese am Rechner angeschlossen und angeschaltet ist) oder der Festplatte im Player geladen werden können. Das Video wird nach dem Laden sofort in der „Tiny Planet“-Ansicht gestartet, über die zentralen Schaltflächen am unteren Bildrand kann die Wiedergabe aber auch gestoppt beziehungsweise fortgesetzt werden. Die Ansicht lässt sich über die entsprechenden Symbole umschalten, die man angezeigt bekommt, sobald man mit dem Mauszeiger in die rechte obere Ecke des Fensters fährt. Mit dem zweiten Symbol von links erhält man das „übliche“ Videoformat, dessen Perspektive man dann per Mauszeiger verschieben kann.

Mit dem PC-Programm können die Aufnahmen allerdings auch konvertiert werden.

Mit dem PC-Programm können die Aufnahmen allerdings auch konvertiert werden.

Unten links weist das Scheren-Symbol schon auf den Video-Converter hin, mit dem sich die .mov-Clips sowohl ins mp4-Format umwandeln lassen als auch ein wenig geschnitten werden können. Die Vorschau ist hier allerdings nur in der „Tiny Planet“-Ansicht gegeben, die es unter Umständen etwas erschwert, den gewünschten Start- und Endpunkt des Videos zu finden. Daher hilft es, sich die entsprechende Spieldauer dieser Zeitpunkte vorher auszusuchen und anschließend die beiden Regler links und rechts in der Leiste unter der Vorschau an die entsprechende Position zu schieben. Anschließend lassen sich noch Videoqualität, Dateiname und Speicherort festlegen, bevor die Videokonvertierung über den „Start“-Knopf rechts oben aktiviert wird. Falls man den Vorgang abbrechen möchte, kann man dies natürlich per „Stop“-Taste direkt daneben tun, ansonsten wird ganz unten im Fenster links der prozentuale Fortschritt und rechts die verbleibende Dauer des Vorgangs angezeigt.

Im Converter können die Videos noch etwas geschnitten und unter anderem bei Youtube hochgeladen werden.

Im Converter können die Videos noch etwas geschnitten und unter anderem bei Youtube hochgeladen werden.

Wer das fertige Video anschließend direkt bei Youtube oder Facebook posten möchte, kann über das große Symbol oben in der Mitte des Converter-Fensters direkt die entsprechende Seite im Browser aufrufen. Allerdings stellt Youtube momentan den Upload von VR- beziehungsweise 360-Gad-Videos um, so dass die konvertierten Videos zusätzlich mit einer bei Google kostenlos zum Download stehenden App bearbeitet werden müssen. Anschließend erfolgt der Upload bei Youtube, der allerdings zumindest aktuell in der 360-Grad-Ansicht noch einen Qualitätsverlust hinnehmen muss und aus unerklärlichen Gründen standardmäßig die Perspektive des rückwärts gerichteten Objektivs anzeigt – siehe Beispielvideos unten. Das liegt allerdings nicht an der Actioncam, sondern an der Darstellung bei Youtube, die hoffentlich in Kürze nachgebessert wird.

Über das Gewinde im Gehäuseboden lässt sich die Actioncam auf diverse Zubehörteile montieren, zum Beispiel auf das mitgelieferte Stativ mit Kugelgelenk.

Über das Gewinde im Gehäuseboden lässt sich die Actioncam auf diverse Zubehörteile montieren, zum Beispiel auf das mitgelieferte Stativ mit Kugelgelenk.

Gewinde mit vielfältigem Nutzen

Neben der Software auf CD gibt es auch physisches Zubehör für die DV-1936.WiFi, mit der sich die Actioncam für unterschiedliche Einsatzszenarien ausrüsten lässt. Das genormte Gewinde ermöglicht das Anbringen an handelsüblichen Halterungen für Actioncams, sodass die Kamera sowohl an Helme als auch Lenkstangen oder sogar dem Auto montiert werden kann. Teil unseres Testpakets war das Unterwassergehäuse, das für Tauchgänge bis in 30 Meter Wassertiefe geeignet sein soll. Dank des fast vollständig transparenten Gehäuses – vom grauen Kunststoffverschluss abgesehen – können Hobbytaucher ihre submarinen Ausflüge digital verewigen und beispielsweise Korallenriffe zuhause auf dem Trockenen erneut erleben. Nur sind solche Unterwasserwelten in unseren Gefilden etwas rar gesät, so dass wir die Widerstandsfähigkeit des Gehäuses nicht im Extremfall überprüfen konnten. Die simple Dichtigkeitsprüfung im Wassereimer hat das Zubehörteil allerdings bravourös bestanden. Die umlaufende Gummidichtung hält, was sie verspricht und die Actioncam bleibt trocken und betriebsbereit. Die Steuerung erfolgt unter der Wasseroberfläche zuverlässig über die drei integrierten Funktionstasten des Gehäuses, die sozusagen als Verlängerung der Bedienelemente an der Kamera selbst fungieren.

Für Taucher ist das optional erhältliche Unterwassergehäuse ein sehr interessantes Zusatzangebot.

Für Taucher ist das optional erhältliche Unterwassergehäuse ein sehr interessantes Zusatzangebot.

Aller guten Dinge sind drei

Über die drei erwähnten Tasten können sämtliche Funktionen der Actioncam genutzt werden, wobei die alltäglichen Bedienvorgänge natürlich relativ selbsterklärend sind. Das Einschalten geschieht über einen zweisekündigen Druck auf die An/Aus-Taste, die anschließend über kurzen Druck auch zum Wechseln zwischen den Aufnahmemodi für Fotos beziehungsweise Videos genutzt wird. Die entsprechende Aufnahme wird dann über die Aufnahme-Taste rechts vom Display ausgelöst. Im Videomodus wird die Taste sowohl zum Starten als auch Beenden der Aufnahme genutzt. Steuert man die Aufnahme per App, verwandelt sich das Kreissymbol übrigens mit dem Start der Aufnahme zu einem Quadrat – bei der physischen Taste an der Kamera selbst muss man natürlich ohne diese Animation auskommen.

Der Auslöser der Actioncam ist prominent platziert.

Der Auslöser der Actioncam ist prominent platziert.

Die WLAN-Taste dient primär zur Aktivierung des integrierten WiFi der Actioncam. Wird die Taste einmal kurz gedrückt, sucht die Somikon DV-1936.WiFi selbstständig nach kompatiblen Geräten zur Kopplung – hier sind sowohl Smartphones als auch Tablets geeignet. In deren WLAN-Menü taucht dann der etwas kryptische Eintrag „NX4273_6f2d44“ auf (der zweite Teil der ID ändert sich gegebenenfalls), der aber glücklicherweise parallel auch auf dem Display der Kamera abzulesen ist. Dort findet sich auch das Passwort, das eventuell manuell eingegeben werden muss. Bei erfolgter Verbindung kann die Actioncam fortan auch über die App gesteuert werden – Details dazu im Abschnitt „App“.

Alternativ zu den Tasten am Gerät lässt sich die Actioncam auch via Smartphone-App bedienen.

Alternativ zu den Tasten am Gerät lässt sich die Actioncam auch via Smartphone-App bedienen.

Zusätzlich zu den genannten Funktionen dienen die drei Tasten auch der Navigation im Menü. Das wird zunächst über einen dreisekündigen Druck der WLAN-Taste aufgerufen. Diese dient auch durch kurzen Druck zum Springen zum nächsten Menüpunkt, der dann über die Aufnahmetaste ausgewählt werden kann. Sofern man im Untermenü ebenfalls zwischen mehreren Einträgen auswählen kann, geschieht dies erneut über die WLAN-Taste. Eine Ausnahme bildet die Einstellung von Uhrzeit und Datum, hier skippt man über die An/Aus-Taste von einem Abschnitt zum nächsten, während die WLAN-Taste zur Auswahl der gewünschten Zahlen genutzt wird. Etwas ungewohnt ist, dass man bei der Auswahl lediglich in Abwärtsschritten vorgehen kann. Möchte man also lediglich einen Monat nach vorne springen, zum Beispiel von April zu Mai, muss man erst einmal rückwärts ein ganzes Jahr durchklicken. Etwas umständlich, aber da die Werkseinstellungen anscheinend äußerst zuverlässig sind, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Lediglich bei Reisen in eine andere Zeitzone muss man sich bei Bedarf doch mal damit auseinandersetzen.
Um die Eingaben zu bestätigen erfolgt übrigens erneut ein Druck auf die Aufnahmetaste, zum Abbrechen und Zurückkehren zum Hauptmenü hält man die WLAN-Taste zwei Sekunden lang gedrückt.

Die kostenlose Smartphone-App erhöht sowohl Bedienkomfort als auch Spaßfaktor.

Die kostenlose Smartphone-App erhöht sowohl Bedienkomfort als auch Spaßfaktor.

Fernbedienung via Smartphone

Wer die Kamera nicht ständig in der Hand halten möchte oder eine Fernbedienung benötigt, kann dafür die kostenlose Smartphone-App nutzen. Diese ist unter dem Namen „SYVR360“ für iOS und Android im jeweiligen App-Store zu finden und kann kostenlos heruntergeladen werden. Ist die App installiert, verbindet man sich einfach mit dem WLAN der Actioncam und kann dann via App das Livebild der Kamera empfangen. Hierzu muss man lediglich das Kamerasymbol oben rechts antippen. Die Standard-Ansicht ist dann eine extreme Fischauge-Optik, diese lässt sich über das Symbol unten links aber umschalten. In der unteren schwarzen Leiste sind drei Elemente vorhanden, zentral befindet sich der Auslöser. Rechts besteht die Möglichkeit, vom Foto- in den Videomodus zu wechseln, links können die bisherigen Aufnahmen angezeigt werden. Diese lassen sich durch langen Druck auf das Vorschaubild auch aufs Smartphone herunterladen und dann lokal – also ohne Verbindung zur DV-1936.WiFi – ansehen beziehungsweise abspielen.

Via WLAN-Verbindung kann die Actioncam aus bis zu 15 Metern Entfernung gesteuert werden.

Via WLAN-Verbindung kann die Actioncam aus bis zu 15 Metern Entfernung gesteuert werden.

Bild mit Überblick

Wer bislang keine Erfahrungen mit einer 360-Grad-Kamera gemacht hat, dem sei direkt gesagt: Das Bild weist im Gegensatz zu klassischen Aufnahmen einen gewissen Fischauge-Effekt auf, in den Randbereichen sind die Aufnahmen also mehr oder weniger stark gewölbt. Auch die DV-1936.WiFi macht hier logischerweise keine Ausnahme. Allerdings stehen die Aufnahmen in Sachen Schärfe und Farbbrillanz denen eines guten Camcorders in nichts nach (lediglich der Upload bei Youtube lässt aufgrund der dortigen Umwandlung noch etwas zu wünschen übrig…). Alle Details kommen gut zur Geltung, lediglich an den Übergängen der beiden Objektive gibt es teilweise Überlappungen beziehungsweise fehlende Bildstückchen. Man kennt diesen Effekt vielleicht von einem automatisch zusammengesetzten Panoramafoto am Smartphone, das hier und da etwas seltsam anmutende Fragmente zustande bringt. Nichtsdestotrotz bietet die 360-Grad-Ansicht logischerweise ein extrem umfangreiches Bild, so dass solche kleinen Fehler außerhalb des Fokus absolut zu verschmerzen sind. Insbesondere deshalb, weil man beispielsweise auf dem Markusplatz in Venedig nur ein Bild im Zentrum des Piazza aufnehmen muss und anschließend die Eindrücke „live“ vor Ort viel mehr genießen kann – die Details lassen sich schließlich auch zuhause noch in aller Ruhe betrachten.


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Die Bildqualität ist bei ruhigen Aufnahmesituationen selbstverständlich am besten, explizit als Foto gemachte Aufnahmen beispielsweise gelingen in der Regel sehr sauber und detailliert. Aber auch bei rasanter Fortbewegung bleibt die Bildqualität sehr hoch, die automatische Bildstabilisierung funktioniert sehr gut. Davon überzeugten wir uns im Praxistest, als sich der April doch noch auf seine guten Seiten besann. Da mein Vater aufgrund des sonnigen Wetters noch eine kleine Tour mit seiner Triumph Tiger 800 machen wollte, montierten wir die DV-1936.WiFi kurzerhand an das Motorrad. Obwohl die Fahrt über einige Wege mit recht abgenutzter Fahrbahndecke und sogar Kopfsteinpflaster führte, kompensiert die Actioncam den größten Teil der Ruckler erfreulich zuverlässig. Ab und zu gibt es zwar ein paar kleine Aussetzer zu beobachten, der Gesamteindruck ist allerdings mehr als positiv.


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Damit ist die Actioncam auch für Motorradfahrer sehr interessant, die auf ihren Touren bestimmte landschaftliche Highlights im Vorbeifahren nur sekundär wahrnehmen können, da das Hauptaugenmerk logischerweise auf der Straße liegt. Sogar die üblichen Schwachpunkte von Kameras wie zum Beispiel der schnelle Hell-Dunkel-Wechsel in Waldgebieten oder Alleen sind bei der DV-1936.WiFi nur sehr gering ausgeprägt, die Automatik passt sich den unterschiedlichen Gegebenheiten sehr schnell und präzise an. Sehr gut! Dazu kommen eine selbst bei direktem Gegenlicht vorzügliche Helligkeitsdarstellung ohne überbelichtete Segmente und eine sehr natürliche Farbdarstellung mit satten Kontrasten. Angesichts der reduzierten unverbindlichen Preisempfehlung verleiht allein die Bildqualität der Actioncam ein fast schon unverschämt gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Das flexible Stativ ermöglicht auch auf unebenen Untergründen sicheren Stand.

Das flexible Stativ ermöglicht auch auf unebenen Untergründen sicheren Stand.

Fazit

Die Somikon DV-1936.WiFi ist eine sehr anwenderfreundliche und preisgünstige Actioncam, die auch Einsteigern schnelle Erfolgserlebnisse beschert. Das robuste, aber dennoch sehr handliche Gehäuse liegt gut in der Hand und kann bei Bedarf optional mit diversem Zubehör „getuned“ werden. Auch die Fernsteuerung via Smartphone-App gelingt problemlos und zuverlässig. Die Full-HD-Kamera liefert ein sauberes 360-Grad-Bild, das lediglich an den Übergängen der beiden Objektive teilweise kleinere Schwächen aufweist. Dennoch erfüllen die Aufnahmen sämtliche Ansprüche von Privatanwendern und die mitgelieferte Software ermöglicht den unkomplizierten Video-Upload bei Youtube zum Teilen mit Freunden und Verwandten.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 of 100

90 of 100

92 of 100

170430.Somikon-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Somikon DV-1936.WiFi
Produktkategorie:360-Grad-Actioncam
Preis:Kamera
- UVP: 399,90 Euro
- aktueller Preis: 199,90 Euro

Unterwassergehäuse
- UVP: 39,90 Euro
- aktueller Preis: 24,90 Euro
Ausführungen:- schwarz (Kamera)
- transparent (Unterwassergehäuse)
Vertrieb:Pearl, Buggingen
0180/55582
www.pearl.de
Abmessungen (HxBxT):51 x 62 x 47 mm (Kamera)
80 x 85 x 55 mm (Unterwassergehäuse)
17 cm (Stativ)
Gewicht:- 106 g (Kamera)
- 78 g (Unterwassergehäuse)
- 44 g (Stativ)
Wiedergabe-Modi:- Vollbild-Ansicht (Fischaugen-Weitwinkel-Darstellung)
- 360°-Kugel-Ansicht ("Tiny Planet")
- Stereo-Ansicht für VR-Brillen
Auflösungen:- 1.920 x 960 Pixel (Video)
- 3.008 x 1.502 Pixel (Foto)
Speicher:- über externe MicroSD-Karte bis 32 GB
Dateiformat:- JPG (Foto)
- MOV (Video)
Audioeingang:- integriertes Mikrofon
Akkulaufzeit:ca. 70 Minuten (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- Action-Cam
- Software-CD
- USB-Lade- und Datenkabel
- Dreibein-Stativ
- Anleitung
Besonderheiten:- 1-Zoll-LCD-Display
- für Virtual-Reality-Videos geeignet
- hochauflösende CMOS-Bildsensoren
- integriertes WLAN-Modul
- Lautsprecher und Mikrofon integriert
- automatischer Stromspar-Modus
- Öse für Tragegurt/Handschlaufe
- Software zum Konvertieren von 360°-Videos für YouTube
- optional erhältliches Unterwassergehäuse für Aufnahmen in bis zu 30 m Tiefe
Benotung:
Bildqualität (60%):1,1
Praxis (20%):1,1
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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