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Der Bluetooth-Lautsprecher MSS-50 von auvisio ist ultrakompakt, passt in die Hosentasche und ist bereits für 12,90 Euro im PEARL-Shop zu haben. Richtig gelesen; 12,90 Euro! Stellt sich die Frage, was man für diesen Preis klanglich und austattungstechnisch erwarten kann. Antwort: viel mehr als man denkt!

Bluetooth-Speaker gibt es wie Sand am Meer. Der MSS-50 von macht zunächst mal durch seinen niedrigen Preis auf sich aufmerksam.

Kompakte Wireless-Boxen boomen. Kein Wunder, bieten sie doch ungeahnte Freiheiten in der Musikwiedergabe. Ohne großen Aufwand gibt man seine Musik über einen solchen Lautsprecher an jedem gewünschten Ort wieder – am Strand, im Stadtpark, im Garten oder auf dem Festivalgelände – kabellos. So richtig cool wird es dann aber, wenn der kleine Aktiv-Lautsprecher so klein ist, dass er sogar in die Hosentasche passt. Ein solches Modell habe ich gerade vor mir, den auvisio MSS-50. Die Größe macht schonmal neugierig, nun gilt es herauszufinden, wie lange der kleine Bluetooth-Speaker durchhält und wie es um seine klanglichen Fähigkeiten bestellt ist.

Kompakt, gut verarbeitet, MSS-50

Der Modellname bezeichnet, worum es geht. MSS-50 steht für „Mobile Speaker System“, 50 Millimeter hoch. Das zumindest ist meine Idee zu der auf den ersten Blick vielleicht etwas kryptischen Modellbezeichnung. Entnimmt man den kleinen Bluetooth-Speaker dann seiner Umverpackung, folgt schnell die erste Überraschung. Statt eines leichten Plastikgehäuses zeigt sich ein schicker Metallkorpus, dem es auch an der für seinen Einsatzzweck geforderten Robustheit nicht zu fehlen scheint. Für diesen Eindruck sprechen zudem das überraschend hohe Gewicht und die kreisrunde Grundform des rund sechs Zentimeter durchmessenden, zylinderförmigen Schallwandlers. Neben seiner silberfarbenen Hochglanzoptik zeigt sich auch die Integration der wenigen Bedienelemente als erstklassig gelöst. Während die obenseitig fast bündig eingelassenen Metallgitterchen den darunter thronenden und gen Himmel abstrahlenden Breitbänder nur erahnen lassen, wurden sämtliche Taster, über die Titelstart, Pausenmodus, Titelskip und die Justage der Lautstärke vorgenommen werden, sauber in den Korpus des Kompaktspeakers eingelassen. Rechts daneben findet sich die sogenannte Status-LED, die u.a. die erfolgreich errichtete Bluetooth-Verbindung anzeigt. Die durch die Baugröße gegebene Flexibilität wird durch die Integration eines leistungsstarken Akkus nochmals unterstützt, der Hersteller verspricht hier einen ununterbrochenen Musikgenuss von rund vier Stunden. Geladen wird der integrierte Speicher über das zum Lieferumfang gehörige USB-Kabel am Computer oder anderen USB-fähigen Quellen mit Ladefunktion. Einen Netzstecker liefert auvisio dagegen nicht mit, der wird aber ohnehin in den meisten Haushalten in mehrfacher Ausführung vorhanden sein.

Kinderleicht in der Bedienung: Über die drei Tasten im unteren Bereich lässt sich der auvisio komplett steuern. Titelskip, Lautstärke, Pause, Start – alles möglich. Der rechts nebenan befindliche LED-Indikator gibt Auskunft über den aktuellen Verbindungsstatus.

Hand in Hand

Nachdem der Akku vollständig geladen und der MSS-50 seinen finalen Platz gefunden hat, gilt es Lautsprecher und Smartphone kabellos via Bluetooth miteinander zu verbinden. Eine Angelegenheit, die innerhalb von 30 Sekunden erledigt ist, folgt man dieser Anleitung:

1. MSS-50 einschalten (Schalter im Gehäuseboden)
2. Bluetooth-Funktion am Handy aktivieren
3. „ZX-1575“ aus Liste verfügbarer BT-Partner wählen
4. Musikwiedergabe starten

Einfacher geht es nun wirklich nicht. Sobald der MSS-50 eingeschaltet ist, wird auch die Bluetooth-Funktion aktiv. Nun gilt es nurnoch den Speaker aus der Liste verfügbarer BT-Partner zu wählen und schon kann es losgehen.

Verblüffend agil und ausgewogen

Geladen und gekoppelt ist mein kleiner Testgast inzwischen, Zeit also die klanglichen Fähigkeiten des ultrakompakten auvisio zu checken. Wie so oft, geht es diesbezüglich dann auch direkt mit etwas härterem Rockmaterial zur Sache. Airbournes „Breakin` Outta Hell“ vom gleichnamigen Album wird vom MSS-50 allerdings souverän und mit einem für seine Größenverhältnisse erstaunlichen Punch wiedergegeben. Übertreibt man es in Sachen Lautstärke nicht, bekommt man hier eine überraschende Stimm- und Instrumentaltrennung geboten. Der Sound strömt erfreulich neutral aus dem Lautsprecher, dabei aber weder zu dumpf oder gar zu schrill oder aggressiv. Natürlich kann der auvisio dabei weder in Sachen Pegel, noch in der Auflösung mit deutlich größeren Kabellos-Lautsprechern, wie beispielsweise dem kürzlich von uns getesteten und knapp 30 Mal so teuren Porsche Design/KEF Gravity One mithalten. Muss er aber auch nicht, schließlich wurde er für eine völlig andere Zielgruppe und einen anderen Einsatz kreiert. Der MSS-50 passt in fast jede Hosentasche und zeigt sich beim Campen, Grillen oder Chillen im Stadtpark als perfekter Begleiter. Und für einen Preis von 12,90 Euro spielt der kleine Soundzylinder schlichtweg riesig auf. Einen weiteren Beweis dafür legt unser Testgast dann kurz darauf in der Wiedergabe des BossHoss-Hits „Dos Bros“ nach. Hier gefällt der ultrakompakte Bluetooth-Speaker erneut durch seine vergleichsweise unangestrengte und agile Spielweise, die sofort ins Blut übergeht. Einen Sonderpunkt bekommt der kleine auvisio für seinen Einsatz in der Stimmwiedergabe. Sowohl die Stimme Joel O` Keefes als auch die der beiden BossHoss-Frontmänner Alec Völkel und Sascha Vollmer werden klar von der Instrumentalisierung abgegrenzt und zu Gehör getragen. Was so nicht zu erwarten war, ist die solide Grundtonbasis, die den Song überraschend kontrolliert und straff unterlegt, während der MSS-50 auf den Abstieg in tiefere Bassgefilde verzichtet. Das ist u.a. auch der gummierten Unterseite meines Testprobanden zu verdanken, dank derer er fest auf dem Tisch „klebt“.

Seine gummierte Unterseite lässt den MSS-50 regelrecht auf dem Tisch “kleben”.

So vermeidet der kleine Bluetooth-Speaker jegliche Überzeichnung im Bassbereich. Das ist gut so – und auch überraschend, schließlich sind die Entwickler kleinerer Audiosysteme meist darauf erpicht ihren Gerätschaften jede Menge Volumen im Tiefbass zu verpassen. Das Ergebnis: gerade kompakte Audiobausteine klingen im Bass meist übertrieben, unkontrolliert und wummrig. Ein Soundmatsch, dem man dann aber nicht lange zuhören mag. Genau das ist hier nicht der Fall, der auvisio ist zwar agil im Grundton, bleibt eine Etage darunter aber sauber und schlank. Gerade bei längeren Hörsessions ist das echte Wohltat und trägt schlichtweg zum entspannten Hören bei. Die vom Hersteller kolportierten vier Stunden Dauerbetrieb hat der MSS-50 in meinem Hörtest um knapp 20 Minuten verpasst. Da meine Hörsessions zumeist über dem üblichen Pegel gelegen haben, war das auch nicht anders zu erwarten. Übertreibt man es nicht mit der Lautstärke, sollten die vier Stunden vermutlich locker zu knacken sein. Und das reicht dann locker für einen netten Picknick-Ausflug in den Stadtpark oder eine ausgedehnte Grillsession mit Freunden. Im Festivaleinsatz oder bei ausgedehnten Ausflügen anderer Art lässt sich der MSS-50 dann aber auch schnell mal mittels einer Powerbank nachladen.

Der kleine auvisio schreckt auch vor der druckvollen Wiedergabe härterer Rocksongs nicht zurück.

Tipps zur Klangoptimierung

Wie bei jedem Lautsprecher ist auch die Klangqualität des auvisio stark von seiner Aufstellung und seiner Umgebung abhängig. Tragen Sie Sorge dafür, dass Ihr Bluetooth-Lautsprecher stabil steht. Idealerweise stellen sie ihn NICHT auf schwingende Flächen wie Glasplatten, Kunststofftonnen oder Pappschachteln, sondern auf einen festen, ebenen Untergrund. Besser geeignet sind Holztische und -bänke, Fensterbänke, Fliesen- und Steinflächen. Mit einer Wand im „Rücken“ lässt sich die Intensität im Bassbereich anpassen. Näher an der Wand oder in der Raumecke bedeutet in der Regel mehr Bass. Das muss aber nicht immer besser sein, denn das Mehr im Bass kann schnell in unkontrolliertes Gewummer ausarten. Hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt und man hat in wenigen Sekunden die zum eigenen Hörgeschmack passende Soundperformance gefunden.
Einen weiterer Punkt stellt die aufgebaute Bluetooth-Verbindung dar. Lassen Sie Quelle (z.B. das Smartphone) und Lautsprecher unbedingt in einem Raum bzw. vermeiden Sie größere Hindernisse zwischen Sender und Empfänger. Hält man sich an diese simplen Faustregeln, steht dem ungetrübten Musikgenuss nichts im Wege.

Direkt unter dem feinmaschigen Metallgitter sitzt der für die Wiedergabe aller Frequenzanteile verantwortliche Breitbänder. Er gibt seine Schallanteile nach oben ab und überrascht durch sein sehr gutes Rundstrahlverhalten.

Fazit

Der auvisio MSS-50 ist ultrakompakt, leicht im Handling und hat einen leistungsstarken Akku an Bord. Allein damit ist er als praktische, mobile und kabellose Audiolösung für nahezu jeden Einsatzzweck prädestiniert. Dass er zudem auch noch überraschend harmonisch und agil aufspielt, macht ihn besonders spannend. Wer jetzt noch ein Pro-Argument für den Kauf dieses kleinen Bluetooth-Speakers sucht, der findet dies im Preis. Für unschlagbare 12,90 werden Sie vermutlich kein vergleichbares Produkt finden, weshalb sich der MSS-50 unser Prädikat „Preistipp“ auch redlich verdient.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: Preistipp
Preis-/Leistung: hervorragend

93 %

97 %

96 %

170512.auvisio-Testsiegel

Technische Daten

Modell:auvisio
MSS-50
Preis:12,90 Euro
Ausführungen:Silber
Vertrieb:Pearl, Buggingen
0180/55582
www.pearl.de
Abmessungen (HBT):50 x 60 x 60 mm
Gewicht:0,232 Kg
Anschlüsse:- Bluetooth
- Mini-USB
Bluetooth-Reichweite:bis zu 10 Meter
Chassis:1 x 40mm Breitbänder
Akkulaufzeit:ca. 4 Stunden
Besonderheiten:- hochwertig verarbeitet
- starker Akku
- ultrakompakt
- Bedienelemente am Gerät
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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