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Der von Porsche Design und KEF entwickelte Gravity One sticht angenehm aus der schier unüberschaubaren Masse von Bluetooth-Lautsprechern heraus. Sein sanft geschwungener Alu-Body zeugt von futuristischer Eleganz, seine Ingredienzen stellen das technisch Machbare dar. Stellt sich nur die Frage, ob er klanglich das hält, was Design, Verarbeitung und die großen Namen erwarten lassen.

Mit dem Gravity One präsentieren KEF und Porsche Design ein weiteres Gemeinschaftsprojekt.

Bluetooth-Lautsprecher sind praktisch. Sie sind zumeist kompakt, mit integrierten Akkueinheiten ausgestattet und lassen sich schnell und kabellos mit dem eigenen Smartphone verbinden. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Größen, Formen und Preisklassen und sie versprechen Musikunterhaltung an nahezu jedem Ort. Egal ob auf der Terrasse, am Strand oder beim Grillfest im Garten. Mit einem Bluetooth-Speaker zieht äusserste Flexibilität in die Art der Musikwiedergabe ein. Die Folge: Der Markt für kabellos betreibbare Blauzahn-Lautsprecher boomt seit Jahren und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen.
Nachdem die britischen Audiospezialisten von KEF vor knapp zwei Jahren mit dem Muo einen der bestklingenden Bluetooth-Speaker vorstellten, der selbst eingefleischte HiFi-Enthusiasten beeindruckte, legt die Premium-Marke nun ein weiteres Modell nach, das in Zusammenarbeit mit Porsche Design entstand; den Gravity One.

Das Beste von allem

Heute kann man es ja sagen; KEF und Porsche Design kooperieren bereits seit einigen Jahren eng miteinander. Aus dieser Zusammenarbeit gingen u.a. die ersten KEF-Kopfhörer M500 und M200 hervor. Der augenscheinlich größte Unterschied zum Mitbewerb: statt hip, bunt und als modisches Accessoire daherzukommen, setzen die beiden Marken auf ein reduziertes, zeitloses und durchweg elegantes Design. Ebenso verhält es sich bei der aktuellen Kooperation von Porsche Design und KEF, die neben zwei weiteren Persephones, dem Noise-Cancelling-Modell Space One und dem Bluetooth-In-Ear Motion One, auch den Bluetooth-Lautsprecher Gravity One umfasst. Eine Kooperation, die durchaus Sinn macht, denn während KEF sein Knowhow und seine Erfahrungen in der Audio-Entwicklung in die Waagschale wirft, kümmert sich das mit unzähligen Design-Awards ausgezeichnete Team von Porsche Design um die optische Gestaltung der One-Reihe. Was dabei rauskommt, wenn absolute Vollprofis zusammenarbeiten, durften wir bereits in unseren Tests der beiden Kopfhörermodelle feststellen, die unseren Testparcours mit Bravour meisterten und Bestergebnisse in den Disziplinen Optik, Handhabung, Materialauswahl und Klang einheimsten. Jetzt schicken wir die futuristisch gestylten Wireless-Box auf den Prüfstand.

Der kompakte aber massiv designete Bluetooth-Speaker zeigt sich zeitlos gestaltet und wohlproportioniert.

Schöner Vorgeschmack

Wer schon einmal ein wirkliches Premium-Produkt gekauft hat – etwa Schmuck, eine Luxusuhr, ein teures Smartphone oder hochwertige HiFi-Komponenten – dem ist sicher nicht entgangen, dass die Vorfreude auf den Neuzugang oft bereits durch die Umverpackung ins Unermessliche steigt. Eine Verpackung, die man nicht einfach so aufreisst, sondern die man behutsam und geduldig öffnet, um weder den wertvollen Inhalt, noch die Aufbewahrungsmöglichkeit zu beschädigen. Ähnlich verhält es sich bei unserem heutigen Testprodukt, dem Porsche Design/KEF Gravity One. Im Gegensatz den den allermeisten Mitbewerbsprodukten kommt dieser nämlich nicht in einer einfachen Blister-Verpackung oder einem simplen Karton daher, sondern wird in einem edlen Pappschuber geliefert. Öffnet man diesen, kommt der in einer passgenauen Schaumstoffform sanft gebettete und vor Transportbeschädigung perfekt geschützte Bluetooth-Lautsprecher zum Vorschein.

Der Gravity One kommt stilvoll, sicher geschützt und sanft gebettet zu seinem neuen Besitzer.

Gravity One, die perfekte Kombination

Die erste Berührung mit unserem Testgast bringt dann die nächste positive Erkenntnis, sie offenbart die hervorragende Materialgüte; sattes, kühles Aluminium. Eine Oberfläche, die man gern – und wie sich im weiteren Test bestätigen soll – auch oft berührt. Schnell wird deutlich, dieses Modell ist kein x-beliebiger Bluetooth-Speaker, sondern ein exquisites Premium-Audioprodukt. Bestätigung findet dieser Eindruck dann durch die erste intensive Beäugung. Statt auf einen aus mehreren Bauteilen bestehenden Korpus setzt Porsche Design im Gravity One nämlich auf ein nahtloses, kompaktes Gehäuse. Im Detail handelt es sich um eine sogenannte zweiflügelige Behausung, sauber gefräst aus einem massiven Alublock. Das nennt man dann wohl kompromisslos. Der Aufwand ist also immens. Was beeindruckend klingt, macht sich in der Hand dann ebenfalls positiv bemerkbar. Neben seiner kühlen Metall-Haut imponiert der Gravity One hier durch tadellos entgratete Kanten, sanfte Rundungen und perfekte Proportionen. Die Designsprache ist eindeutig, fast scheint es, als definiere sich das minimalistisch designete Audio-Produkt darüber, eigentlich undefinierbar zu sein. Kein Wunder, der Gravity One lässt sich nämlich nicht einfach in eine Schublade stecken, sondern ragt deutlich aus der Masse der verfügbaren Bluetooth-Lautsprecher heraus. Mit seinen 21,5 Zentimetern Länge und 58 Millimetern in der Höhe ist der schicke Bluetooth-Speaker dabei übrigens groß genug um einen druckvollen Sound erwarten zu lassen, ist zugleich aber auch klein genug um überall in der Hand- oder Sporttasche mitgeführt werden zu können.
Vollendung findet das ausgewogene Design durch die bündig in die Oberseite eingelassene Technik. Hier kommt nun KEF mit seiner jahrelangen Expertise in der Audioentwicklung ins Spiel, schließlich zeigen sich die Briten für den Sound dieses eleganten Kabellos-Systems verantwortlich. Die Bezeichnungen „Listen Anywhere“ bzw. „Sit Anywhere“ machen besonders neugierig. Mit diesen Begriffen bezeichnet KEF eine weitere Besonderheit. Kurz zusammengefasst handelt es sich dabei um den Einsatz und die Anordnung des inzwischen legendären Uni-Q-Chassis, einer seit Jahren immer weiter optimierten Ein-Punktschallquelle. Diese verspricht einen klaren, raumfüllenden Klang und ist dank ihres hervorragenden Rundstrahlverhaltens laut Hersteller obendrein in der Lage, akustisch so breit abzustrahlen, dass der gesamte Raum mit Musik geflutet werden soll. Damit es auch im Tieftonbereich so richtig zur Sache gehen kann, findet besagtes Uni-Q hier Unterstützung von einem sogenannten Auxiliary-Bass-Radiator, der seinen Platz unsichtbar im unteren Gehäuseabteil findet und seine Schallanteile über die beiden Reflexports Richtung Boden abgibt. Die Konstruktion ist genial, die Ausstattung ebenso. Neben seiner Funktion als Kabellos-Box dient der Gravity One nämlich auch als Freisprechanlage und als Powerbank. Heisst: sollte Ihrem Smartphone einmal der Saft ausgehen, lässt es sich unterwegs schnell wieder via USB-Kabel am Gravity One auftanken. Ein entsprechender USB-Port, ein AUX-Eingang sowie die Ladebuchse für den internen Akku finden sich unter dem rechten Flügel des ultraschicken Bluetooth-Systems. Lädt man kein Smartphone auf, versprechen Porsche Design und KEF eine durchgängige Spielzeit von bis zu zehn Stunden.

Die beiden USB-Ports, sowie der analoge Audioeingang finden sich unter einem der “Flügel” des Gravity One wieder.

Hand in Hand

Die ausgiebige Beäugung ist endlich abgeschlossen. Nun gilt es, den Gravity One endlich in den Praxistest zu schicken. Bevor dieser aber starten kann, muss unser Testproband noch schnell mit dem Smartphone verbunden werden. Das Attribut „schnell“ ist hier bewusst gewählt, folgt man nämlich nachstehender Anweisung, sind beide Geräte innerhalb weniger Sekunden fest miteinander verbunden.

1. Gravity One einschalten
2. Bluetooth-Taste drücken
3. Smartphone einschalten und „Bluetooth“ aktivieren
4. „GRAVITY ONE“ aus Liste verfügbarer Bluetooth-Empfänger wählen
5. Wiedergabe starten

Nachdem die Bluetooth-Taste am Gravity One gedrückt ist, gibt sich der schicke Wireless-Speaker auch schon der Liste der verfügbaren Bluetooth-Partner zu erkennen.

Feingeist mit Biss

Die Verarbeitung ist tadellos, das Material anziehend, das Design zeitlos und der Verbindungsaufbau schnell erledigt. Zeit also, den schicken Gravity One endlich mit Musik zu füttern. Den Anfang macht einmal mehr der Eagles-Klassiker „Hotel California“, diesmal allerdings nicht in HiRes-Version – das schafft das iPhone nicht ohne Weiteres – sondern in CD-Auflösung via aptX an den Bluetooth-Lautsprecher gestreamt. Ein mit jeder Menge kleinster Einzelheiten gespickter Song, dessen Detailfülle nun haarfein aufgelöst und mit einer fast schon anspringenden Euphorie in den akustischen Mittelpunkt gestellt wird. Egal ob Bongos, wohldosiertes Schlagzeug, Gitarre oder Don Henleys markante Stimme, jede Einzelheit wird mit der erforderlichen Präsenz akustisch dargestellt, dabei aber auch nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt. So liefert der die Porsche Design/KEF-Koproduktion eine Performance, die gleich riesigen Spaß bereitet. Besonders imponiert jetzt der akustische Raum, der sich direkt vor uns auftut. Zwar wirkt das gesamte Klangbild weiterhin kompakt, dafür aber absolut geordnet und präzise fokussiert. Ebenfalls auffällig: der Gravity One klingt etwas vollmundiger als viele seiner Wettbewerbskollege, etwas wohliger und weniger steril. Als Kritik ist das allerdings nicht im Ansatz zu verstehen, dieser kleine Aktiv-Lautsprecher ist nämlich auch weit davon entfernt zu fett aufzutragen. Ein gutes Beispiel dafür sind die bereits angesprochenen Bongos, die in der Tat satt, impulsstark und mit dem erforderlichen Punch zu Ohr kommen, während die vereinzelt eingesetzten Gitarren drahtig und straff reproduziert werden. Sehr schön. Eine Performance, die mitreisst und sofort Spaß, zugleich aber auch neugierig macht.

Ein kurzer Knopfdruck genügt und der Gravity One ist betriebsbereit.

Folgerichtig geht es dann auch gleich etwas heftiger zur Sache, mit Rage Against The Machine und „Bombtrack“. Einem Song, der es aufgrund seiner Dynamik von vielen ähnlich kompakten Bluetooth-Speakern zumeist komprimiert bis breiig wiedergegeben wird. Nicht so von unserem elegant designeten Testgast, der sogleich zeigt, dass hübsch auch so richtig losfetzen kann. Und zwar mit hoher Agilität und enormen Nachdruck, ja fast schon bissig, dabei aber kein bisschen übertrieben. Zugleich aber auch keinen Deut zu dünn, füllt der kleine Porsche Design Speaker den Raum nun fluchs mit Musik. Schnell wird dabei klar, dass unser Testgast in der Grundtonwiedergabe nun voll in seinem Element ist. Die Oberbässe punchen sauber, was schnell zu einer weiteren Lautstärkeerhöhung veranlasst. Überflüssig zu erwähnen, dass die nun aufgezogene Klangkulisse direkt unter die Haut geht und umgehend jede Menge Fun bereitet. Pfeilschnelle Drums, rhythmische Funk-Metall-Beats, dazu die mächtig Stimme Zack de la Rochas, die schlicht und ergreifend den Ton angibt. Das alles zielstrebig, vor Kraft strotzend und voller Temperament und Leben in unseren Hörraum gedrückt. Mitverantwortlich für diese akustisch stimmige Illustration zeigt sich unter anderem das hier eingesetzte Uni-Q-Chassis. Eine von KEF aufs Äusserste optimierte Schallquelle, die für ihre Präzision bekannt ist, ihre Arbeit auch hier hervorragend erledigt, erstaunliche feindynamische Fähigkeiten an den Tag legt und für eine durchaus ansprechende Raumdarstellung sorgt. Besondere Erwähnung sollte in diesem Zusammenhang unbedingt auch der Bassbereich finden. Der Gravity One versteht es nämlich akustisch stufenlos vom bereits lobend erwähnten Grundton in die Tiefbasswiedergabe überzublenden. Hier angekommen, spielt der hübsche Silberling dann dann gebührend körperhaft und stramm. Positiver Nebeneffekt: KEF hat es mit der Abstimmung nicht übertrieben, der Gravity One spielt zwar tief runter, verzichtet aber auf den Abstieg in tiefste Bassgefilde. So behält er jederzeit die volle Kontrolle, bleibt locker-agil und neigt auch in höheren Pegellagen nicht dazu wummerig oder nervös aufzuspielen. Für einen kompakten Bluetooth-Speaker, der in der Sport- oder Handtasche mitgeführt wird, und der die Abmessungen einer 0,5-Liter-Flasche nicht übersteigt, eine absolut beeindruckende Performance.

So nah beieinander wie hier müssen Smartphone und Bluetooth-Lautsprecher gar nicht sein. Der Gravity One empfängt Bluetooth-Signale bis zu einer Entfernung von 10 Metern.

Fazit

Der Porsche Design/KEF Gravity One hat alles, was man sich von einem mobilen Bluetooth-Speaker wünschen kann. Er ist ein echter Hingucker, dessen zeitloses Design begeistert. Er ist erstklassig verarbeitet, vorbildlich ausgestattet und dank Superakku für eine ununterbrochene Wiedergabe von bis zu zehn Stunden vorbereitet. Das Wichtigste aber ist: der Gravity One geht auch klanglich voran, spielt souverän, präzise und lebendig auf und begeistert durch einen straffen Grundton und ein exzellentes Auflösungsvermögen.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

97 %

96 %

170503.PorscheDesign:KEF-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Porsche Design/KEF
Gravity One
Produktkategorie:Bluetooth-Lautsprecher
Preis:379,95 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- silber
Vertrieb:GP Acoustics, Essen
Tel.: 0201 / 170390
www.kef-audio.de
Gewicht:780 Gramm
Abmessungen:56 x 215 x 63 mm
Akkuleistung:bis zu 10 Stunden (Herstellerangabe)
Chassisbestückung:1 x 50mm Uni-Q
1 x 50mm Fullrange-Treiber
2 x Passiv-Bassradiator
Anschlüsse:- Bluetooth 4.0 aptX
- 3,5mm Analoganschluss
- USB-Ladebuchse
Bluetooth-Reichweite:- 10 Meter
Bluetooth-Gerätespeicher:- bis zu 8 Geräte
Kompatibilität:- iOS
- Android
- Windows
Lieferumfang:- Gravity One
- Micro USB-Kabel
- USB-Netzstecker
- Transporttasche
- Bedienungsanleitung
Besonderes:- hervorragende Verarbeitung
- robustes Alu-Gehäuse
- Bluetooth aptX
- Powerbankfunktion
- Freisprecheinrichtung
- leistungsstarker Akku
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,0
Gesamtnote:1,0
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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