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Redakteur
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Paukenschlag von JVC! Der High-End-Projektor JVC DLA-N7 ist mit allem ausgestattet, was das Herz jedes Cineasten höher schlagen lässt: 4K, UHD, HDR, 3D, motorische Optik, automatische Kalibrierungsfunktion und noch viel mehr. All diese Dinge haben uns neugierig gemacht. In diesem Test erklären wir, was es mit den zahlreichen Features auf sich hat und welche Vorteile allein HDR bringt.

Die Eckdaten des JVC DLA-N7 versprechen ganz großes Kino zu Hause.
Foto: Michael B. Rehders

Der Wunsch nach XXL-Filmbildern zu Hause wird immer größer. Damit einher gehen Ansprüche an Auflösung, Ausstattung und Bedienkomfort. Für das Heimkino im gehobenen Preissegment sind 4K/UHD längst Standard. Ebenso wird bei entsprechenden Projektoren High Dynamic Range, also HDR-Unterstützung erwartet. Doch damit nicht genug: Der neue Beamer soll auch noch einen hohen Bedienkomfort besitzen. Idealerweise sollen Projektoren ganz ohne nervtötende Einstellorgien auskommen. Sie sollen quasi Plug & Play funktionieren. Wer darüber hinaus auch noch allerhöchsten Wert auf einen hohen Kontrast und ein wirklich sattes Schwarz legt, der sollte sich den JVC DLA-N7 einmal genau anschauen. Vielleicht wird dieser Projektor ja der neue Spielpartner im eigenen Heimkino. Eine Warnung möchte ich an dieser Stelle aber schon einmal vorweg schicken, nachdem ich den DLA-N7 ausgiebig getestet habe: Dieser Projektor kann süchtig machen!

Neues Styling, neue Form

Aktuell hat JVC drei neue 4K-Bildwerfer im Programm: DLA-N5, DLA-N7 und DLA-NX9. Ich habe mich für diesen Test entschieden, dem mittleren Gerät aus der Range näher auf den Zahn zu fühlen. Nach vielen Jahren hat sich der japanische Hersteller entschieden, sein überaus bewährtes Design für den DLA-N7 zu ändern. Mein Testgast ist im Vergleich zu seinen Vorgängern nochmal ein Stück gewachsen. Erwachsen möchte ich beinahe schreiben. Das bezieht sich nicht nur auf Äußerlichkeiten, sondern mindestens ebenso auf die inneren Werte.
Ein neues Objektiv wurde entwickelt und implementiert. Darin wurde eine ganze Linsengruppe von den Ingenieuren erneuert. Nur so konnte erreicht werden, dass die feine 4K-Pixelauflösung auch vollständig auf der Leinwand abgebildet wird. Obendrein ist der N7 ein echtes Schwergewicht geworden. Satte 19,8 Kilo bringt er auf die Waage. Das versprüht zusammen mit der neuen Form Eleganz, Kraft und Professionalität.

Die neu entwickelte Fernbedienung mit ihren eingelassenen und beleuchtbaren Tasten ist wirklich schick geworden.
Foto: Michael B. Rehders

Mitgedacht

Neu konzipiert wurde auch die Fernbedienung. Sämtliche Tasten sind in die Oberfläche des Handsenders eingelassen. Das sieht schick aus, ist aber auch etwas unpraktisch, weil die Druckknöpfe nicht mehr ertastet werden können. JVC hat dafür eine praktische Lösung parat: Dank fluoreszierender „Licht“-Taste ist es problemlos möglich, sämtliche Beschriftungen zu beleuchten. Im dunklen Kino ist das überaus hilfreich, um treffsicher durch das On-Screen-Menü zu navigieren.
Wer den DLA-N7 kalibrieren möchte, kann dies zu Hause selbst vornehmen. Erforderlich ist dafür lediglich nur ein moderner Messsensor. Ich verwende den Datacolor Spyder X Pro. Die Kalibrierungssoftware AutoCal kann von der JVC-Homepage kostenlos herunter geladen werden. Einen Leitfaden für die Nutzung stellt JVC ebenfalls zur Verfügung. Das Highlight meines Testgastes ist aber zweifelsfrei „Frame Adapt HDR“, ein brandneues Feature aus der JVC-Technikabteilung. Hiermit wird erstmals dynamisches Tone Mapping in HDR-Projektoren gestattet. Und, so viel nehme ich jetzt mal vorweg, das sieht großartig aus!

Die meusetn Voreinstellungen können auch über das rückseitig platzierte Bedienfeld vorgenommen werden. Foto: Hersteller.

Ultrahohe Auflösung für mehr Detailreichtum

Viele andere Projektoren werden zwar mit 4K beworben, sind aber oft nur mit einem Full-HD-Panel ausgestattet. Beim JVC DLA-N7 ist das anders. Er besitzt tatsächlich ein natives 4K-Panel mit 4096 x 2160 Pixeln. Wer Filme mit UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) projizieren möchte, kann dies nun ohne Weiteres mit vollständiger Auflösung tun. Der Unterschied ist auf den ersten Blick erkennbar (siehe Bildtest unten). Auch zugespieltes Material in Low-Definition profitiert von diesen gestiegenen Grundvoraussetzungen.
Um Schärfe und Auflösung in bewegten Szenen aufrecht zu erhalten, erfolgt im DLA-N7 eine Zwischenbildberechnung (Clear Motion Drive). Diese sorgt für ruckelfreie und knackscharfe Bewegtinhalte. Sogar mit ultrahochaufgelösten UHD-Filmen arbeitet sie in niedriger Stufe fehlerfrei. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit, wie bei Projektoren der Mitbewerber immer wieder zu sehen ist und worauf ich in den Testberichten wiederholt hinweise.

Einfache Installation inklusive Lens-Memory

Der JVC DLA-N7 ist konsequent auf die digitale Signalübertragung ausgelegt. Es gibt zwei HDMI-Eingänge, die beide genutzt werden können, um Filme und Fotos in UHD-Auflösung zuzuspielen. HDMI 2.0 und HDCP 2.2 werden selbstverständlich ebenso unterstützt. Dem hochaufgelösten Filmerlebnis steht somit nichts entgegen.
Es genügt völlig, sämtliche Zuspieler mit dem AV-Receiver zu verbinden. Das sind beispielsweise DVD- oder 4K-Blu-ray-Player, SAT-Box und/oder Amazon Fire TV Stick. Vom AV-Receiver wird nun ein einziges HDMI-Kabel zum Projektor geführt und angeschlossen. Bei längerer Strecke durchs Zimmer empfehle ich ein optisches HDMI-Kabel, da man damit auch bei Längen von bis zu 30 Metern nicht in Probleme läuft. Mittels der Fernbedienung wird der Projektor dann gestartet und das Bild auf der Leinwand ausgerichtet. Hier erleichtern der großzügige Zoomfaktor, Lens-Shift und der motorische Fokus die Feineinstellung.

Zwei HDMI-Eingänge sind nicht gerade üppig bemessen. In der Regel reicht aber meist eine HDMI-Schnittstelle für die Verbindung mit dem AV-Receiver. Der USB-Port ist für Updates vorgesehen, die via USB-Stick aufgespielt werden. Letztendlich findet ein optional gegen Aufpreis zu erwerbender 3D-Emitter dort noch seinen Platz.
Foto: Hersteller

Der DLA-N7 ist ultrascharf bis in die Spitzen

Seit einiger Zeit wird vermehrt von „Knackscharfen Bildern“ gesprochen. Gemeint ist eine brillante Darstellung kleinster Details. Die sind gerade bei modernen Filmproduktionen gegeben. Sie machen den Look aktueller Blockbuster aus und sorgen für jede Menge Wow-Effekte im Kino und Heimkino. Damit die Schärfe auf der Leinwand optimal dargestellt wird, können Fokus, Zoom und Bildlage (Lens-Shift) beim DLA-N7 bequem über die Fernbedienung eingestellt werden. Die meisten Funktionen lassen sich übrigens auch über das in der Rückseite eingelassene Bedienfeld nutzen. Doch zurück zur Schärfe: Wer diese ganz genau umsetzen möchte, kann dies mit der Nasenspitze vor dem Tuch tun, bis jedes einzelne Pixel glasklar abgebildet ist. Auch das funktioniert beim DLA-N7 wunderbar.

Der DLA-N7 ist nicht wählerisch

Seit Jahrzehnten gibt es Filme in unterschiedlichen Formaten. Die bekanntesten sind sicherlich 16:9 und Cinemascope. Darüber hinaus gibt es heutzutage noch zahlreiche „Zwischengrößen“. Dem DLA-N7 ist das egal. Mit einem Knopfdruck ist es meinem Testgast möglich, die verschiedene Bildformate auf einer Cinemascope-Leinwand darzustellen. Die Bildgröße muss beim JVC also nicht jedes Mal neu vom Sitzplatz eingestellt werden. Stattdessen können die einzelnen Parameter im DLA-N7 gespeichert, benannt und später wieder aufgerufen werden. Diese haben immer die identische Höhe, bei passender Breite. Zehn Speicher stehen für unterschiedliche Formate bereit. Ein weiterer Vorteil zur Vorgänger-Serie ist, dass Änderungen von Schärfe, Bildlage oder Größe automatisch im Lens-Memory übernommen werden. Sie müssen also nichtmehr separat abgespeichert werden. Für dieses tolle Feature vergebe ich gleich mal ein paar Extrapunkte.

Im Redaktionskino ist eine Cinemascope-Leinwand installiert. Der JVC DLA-N7 leuchtet diese immer ideal aus. Egal ob das Seitenverhältnis 16:9 (siehe Foto oben) oder 2,39:1 beträgt (Foto unten). Der Formatwechsel geht dank Lens-Memory zügig vonstatten und dauert nur wenige Sekunden.
Foto: Michael B. Rehders

Kontrast und Farben auf Referenzniveau

Zunächst geht es für den DLA-N7 ins Messlabor. Hier geht es darum objektive Ergebnisse zu ermitteln. Die 1510 Lumen (D65), kalibriert, beeindrucken. Das ist hell genug für Bildbreiten von bis zu 4,20 Metern! Der Kontrast beträgt umwerfende 33.500:1 (On/Off) und durchaus verbesserungswürdige 200:1 (ANSI). Die Farbtemperatur trifft seine Vorgabe mit 6507 Kelvin fast punktgenau. Doch auch ohne Kalibrierung kommt die Farbtemperatur unseres Testgastes dem Soll schon so nah, dass eine Kalibrierung im Grunde gar nicht erforderlich ist. Noch besser ist die Farbraumdarstellung. Die Normen Rec.709 und DCI-P3 werden vortrefflich eingehalten, und zwar ganz ohne Korrekturen. Dafür gibt es weitere Extrapunkte.
Der Graustufenverlauf ist in der Werkseinstellung so hervorragend, dass Grautreppen vollkommen farbneutral erscheinen. Nicht eine Stufe weist den Hauch eines Farbstiches auf. Eine derart präzise Darstellung habe ich nur selten erlebt.

Scharf und leise

Die Reproduktion meines Schärfetestbilds offenbart alle Inhalte bis hin zu klitzekleinen UHD-Pixellinien. Sehr gut! Gestochen scharf werden auch alle übrigen, ihm zugespielten Testbilder reproduziert. In den Disziplinen Schärfe, Detaildarstellung, Durchzeichnung und Farbhomogenität übertrifft der JVC DLA-N7 seinen Vorgänger ebenso deutlich. Die Betriebslautstärke ist im „Normal“-Modus mit 21 Dezibel so leise, dass der Projektor Während der Wiedergabe kaum noch zu hören ist. Im hohen Lampenmodus ist er mit 30 Dezibel zwar immer noch angenehm leise, aber doch schon etwas deutlicher wahrnehmbar.

Filme in Full-HD-Auflösung sehen mit diesen Grundeinstellungen prächtig aus. Mehr muss gar nicht geändert, um eine natürliche Farbreproduktion zu genießen.
Foto: Michael B. Rehders

Spielfilme in 2D und 3D begeistern

Der JVC DLA-N7 skaliert Blockbuster von Blu-ray vorzüglich auf UHD-Auflösung oder gar hinauf auf 4K. Die gelieferte Schärfe und Feinauflösung begeistern mich. Im Test sind keinerlei Pixelstrukturen auf der Leinwand zu sehen, so fein löst dieser 4K-Projektor zugespielte Inhalte auf. Das sieht aus wie von einem richtigen Film. Farben sind überaus natürlich und alte Schwarz/Weiß-Klassiker werde völlig farbneutral auf die Leinwand geworfen. Das ist das Ergebnis der vorzüglichen Graustufendarstellung über alle Bereiche von Weiß zu Schwarz. Fantastisch!
JVC hat dem N7 zudem eine Autoblende spendiert, die je nach Inhalt öffnet oder schließt. Bei Zuspielung von dunklen Inhalten schließt die Blende, bei Zuspielung von helleren Inhalten öffnet sie. Ähnlich wie die Iris im menschlichen Auge. Damit soll der ohnehin hervorragende Schwarzwert nochmals verbessert werden.

Scharf und kontrastreich

Leider hat die Blende aktuell noch einen kleinen Fehler. Werden die Bildmodi „User“ und „Natürlich“ verwendet, erhalten kleine weiße Elemente in dunklen Szenen einen unschönen Gelbfarbstich. Wird die interne Blende hinzu geschaltet (oder sind die Bildmodi „Kino“, „Film“ gewählt), bleiben dieselben Szenen korrekt und ohne Verfärbung. Da ich das Schwarz beim DLA-N7 als dunkel genug finde, belasse ich derlei dynamische Helligkeitsregelungen aber ohnehin deaktiviert.
In „Yesterday“, in Full-HD-Auflösung, beeindruckt mich dann, wie scharf und kontrastreich das Bild auf meiner Drei-Meter-Leinwand erscheint. Schwarz ist wirklich dunkel und besitzt außergewöhnlich viel Zeichnung. Helle Szenen (z.B. im Supermarkt) strahlen prachtvoll. Hier werden tatsächlich alle Inhalte des Quellmaterials auf der Leinwand abgebildet. Egal, ob in der Nacht oder am Tag.

Für Auf- und Umsteiger

Auch 3D-Filme können im Test mit ihrer hohen Lichtausbeute überzeugen. Obendrauf kommt die sensationelle Schärfe, die zusätzlich zum guten Filmerlebnis beiträgt. Das ist bei vielen anderen Projektoren in der 3D-Wiedergabe keineswegs der Fall. Bei meinem N7 scheint das aber fast schon selbstverständlich. Wer von einem JVC DLA-X7900 auf den DLA-N7 aufsteigt, der kann sein vorhandenes 3D-Set übrigens mitnehmen. Brillen und Emitter kompatibel.
Die grandiose Bewegungsdarstellung beeindruckt mich ebenfalls. Dank Zwischenbildberechnung (CMD) fahren Autos schlierenfrei von links nach rechts durchs Bild. So wie im echten Leben. Das gilt auch für Darsteller auf der Leinwand. Auch sie bewegen sich vollkommen ruckelfrei. Der berüchtigte „Soap“-Effekt tritt dabei übrigens nicht auf. Super!

Wer eine Panorama-Leinwand sein Eigen nennt, kann das Bild mit dem JVC DLA-N7 exakt auf die Krümmung der Curved-Screen einstellen. Allerdings funktioniert dieses Feature nicht, sobald HDR-Content via Frame Adapt HDR projiziert wird.
Foto: Michael B. Rehders

HDR – Plug & Play: So muss es aussehen!

Auf dem Test-Programm steht auch zunächst „Yesterday“. In diesem Film geht es um einen weltweiten Blackout. Während des Stromausfalls hat ein erfolgloser Musiker einen Unfall und erwacht erst wieder im Krankenhaus aus der Bewusstlosigkeit. Aufgrund dieses weltweiten Ereignisses kann sich niemand mehr an die Songs der Beatles erinnern, außer eben diesem verunglückten Musiker. Er nutzt diesen „Filmriss“ für seine Zwecke und steigt innerhalb kürzester Zeit zum Weltstar auf, in dem er die Songs der britischen Popband spielt.
Mit nativem HDR-Material, beispielsweise von 4K-Blu-ray, Netflix oder Amazon Video, läuft der JVC DLA-N7 buchstäblich zur Hochform auf. In „Yesterday“ sind feinste Spitzlichter zu sehen. Es sieht einfach umwerfend aus, als der Sänger in Moskau auf der Bühne steht oder Beatles-Songs im Tonstudio in Los Angeles einspielt. Die strahlend hellen Außenaufnahmen sind so dermaßen authentisch, dass unter dem Hollywood-Schriftzug einzelne Sandkörner sichtbar werden.

Der JVC DLA-N7 gehört zweifelsfrei zu den Projektoren mit der besten Bildqualität, die wir bislang im Test hatten.
Foto: Michael B. Rehders

Grauschleier weg

Als Diana in „Justice League“ ihren Wagen nachts am Straßenrand parkt, aussteigt und durch die mit Neonlichtern beleuchtete Straße geht, bin ich hellauf begeistert. HDR sorgt nämlich nicht nur für helle Spitzlichter, sondern auch für deutlich satte und hellere Farben. Hinzu kommt eine beträchtlich bessere Durchzeichnung von dunklen und hellen Elementen. Überdies sind einfach mehr Feindetails auf der Leinwand vorhanden. So macht Heimkino heutzutage richtig Spaß. Ein weiteres Beispiel dafür ist die 4k-Fassung von „Justice League“. Hier wird im Vergleich zur Full-HD-Version förmlich ein Grauschleier von der Leinwand gezogen, so deutlich ist der Unterschied. In „Yesterday“ fallen mir ähnliche Effekte auf. Rote Farben leuchten heller und prachtvoller. Grüne Wiesen wirken authentischer. Das ganze Bild erscheint mit dem DLA-N7 in UHD/HDR unfassbar realistisch.

Frame Adapt HDR

Zu verdanken ist die beschriebene, umwerfende HDR-Darstellung einem neuen Feature, das JVC erstmalig auf der IFA 2019 vorgestellt hat: Frame Adapt HDR.
Als einziger Projektoren-Hersteller hat JVC dieses Feature bislang in seine 4K-Beamer implementiert. Ich muss sagen, das dynamische Tone Mapping funktioniert ganz hervorragend. Die Zeiten von zu dunklen HDR-Vorführungen oder fummeligen Anpassungen der Helligkeit, bis man das Gefühl hat, dass es einigermaßen passen könnte, sind damit endgültig vorbei. Frame Adapt HDR nimmt dem Filmfan die Arbeit ab – und macht dies obendrein viel besser. iIn jedem Frame werden das maximale Schwarz und die höchste Lichtausbeute ausgeschöpft. Damit ergibt sich eine umwerfende Plastizität gegenüber Standard-Blu-ray, wie ich sie bei einem Projektor so noch nicht gesehen habe. Hier sind im Grunde keine Korrekturen nötig. Selbst kleinste Details sind zu erkennen. So macht HDR wirklich ganz großen Spaß!

Bisheriges HDR:
Das beste Ergebnis brachte bislang die Kombination des 4K-Blu-ray-Players Panasonic DP-UB9004 mit dem JVC DLA-N7. Mittels PanaPQ sah das Bild bereits fantastisch aus (siehe Foto). Strahlend hell und voller Detailreichtum.

Frame Adapt HDR:
Mit dem neuen JVC-Feature sieht HDR noch viel, viel, besser aus. Das Bild ist heller, dunkle Inhalte besser durchgezeichnet und die Farbbrillanz nochmals besser. Die Kontraststeigerung ist mit Frame Adapt HDR allgegenwärtig.

Frame Adapt HDR via Update

Wer noch ein älteres Projektor-Modell der JVC N-Serie besitzt, das vor der IFA 2019 erworben wurde, kann sich die aktuelle Firmware von der JVC-Internetpräsenz kostenlos herunterladen. Ab FW-Version 3.10 wird dann auch das „Frame Adapt HDR“-Feature unterstützt. Aufgespielt wird die Firmware ganz einfach per USB-Stick. Dieser wird in die entsprechende Buchse am Projektor eingesteckt. Über das On-Screen-Menü des JVC DLA-N7 wird das „FW Update“ anschließend einfach gestartet. Nach zirka zehn Minuten ist alles fertig.
Es kommt sogar noch ein wenig besser. Während meiner langen Testphase habe ich mich intensiv mit dem Thema Frame Adapt HDR befasst. Mit ganz wenigen Einstellungen lässt sich das hervorragende Ergebnis sogar noch sichtbar steigern.
So funktioniert es:

Sie brauchen lediglich die oben aufgeführten Parameter wie vorgegeben Eins-zu-Eins übernehmen.
Foto: Michael B. Rehders

Alles automatisiert – Platznehmen und Filme genießen

Besonders gut gefällt mir am DLA-N7 ausserdem der Komfort. Hier muss im Filmbetrieb tatsächlich kaum etwas eingestellt werden. Einmal konfiguriert, erkennt der JVC selbständig, sobald ein HDR-Signal anliegt. Der N7 schaltet dann vollautomatisch in den Frame-Adapt-HDR-Modus. Wird danach ein Blockbuster von der Standard Blu-ray, DVD oder von Netflix zugespielt, erkennt der JVC das ebenso zuverlässig. Jetzt schaltet er automatisch in den zuletzt verwendeten SDR-Bildmodus (z. B. User 1). Ich selbst muss mich also um nichts mehr kümmern. So funktioniert modernes Home-Entertainment. Quasi HDR Plug & Play!

Fazit

Der DLA-N7 lässt Blockbuster, Sport-Events und TV-Serien in ganz neuem Licht erstrahlen. In meinem Testkino haben HDR-Filme von 4K-Blu-ray, Netflix und Amazon Video noch nie besser ausgesehen. Dieser native 4K-Heimkino-Projektor überzeugt in fast allen Belangen. Dank Fernbedienung und umfangreicher Features wie der motorischen Optik ist er schnell und bequem vom Sitzplatz aus zu konfigurieren. Die vorzügliche Werkseinstellung macht die Kalibrierung fast schön unnötig, da die Vorgaben der entsprechenden Standards weitestgehend eingehalten werden. Das Ergebnis ist eine überaus natürliche Farbwiedergabe. Darüber hinaus funktioniert HDR quasi „Out Of The Box“ hervorragend. In Summe offeriert der DLA-N7 alles, was einen anspruchsvollen 4K-Projektor der Referenzklasse ausmacht: 2D, 3D, HDR, Lens-Memory sowie eine fantastische, knackscharfe und kontrastreiche Bilddarstellung, an der sich andere Projektoren künftig messen lassen müssen.

Test & Text: Michael B. Rehders
Fotos: Michael B. Rehders, Herstellerbilder (2)

Gesamtnote: 999/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:JVC
DLA-N7
Produktkategorie:4K/HDR-Projektor
Preis:7.990,00 Euro
Garantie:2 Jahre (Projektor)
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:JVC Kenwood, Bad Vilbel
Tel.: 06101/49880
www.jvc.de
Abmessungen (HBT):234 x 500 x 518 mm
Gewicht:19,8 Kg
Technik:3 Chip D-ILA
Helligkeit:1510 Lumen (nach Kalibrierung)
Kontrast (On/Off):
Kontrast (ANSI):
33.500:1 (nach Kalibrierung)
200:1 (nach Kalibrierung)
Schwarzwert:0,04 Lumen (nach Kalibrierung)
Bildauflösung:4096 x 2160 Pixel
Lens-Shift:ja
3D-Wiedergabe:ja
3D-Transmitter:optional erhältlich
3D-Brille:optional erhältlich
2 Meter Bildbreite aus: 2,84 – 5,68 Meter Entfernung
Anschlüsse:Eingänge:
2 x HDMI 2.0 (HDCP2.2)
1 x USB
1 x für 3D-Emitter
1 x RS232
Lieferumfang:- JVC DLA-N7
- Netzkabel
- Fernbedienung
- Batterien
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ 4K/UHD-Auflösung
+ HDR10
+ dynamisches Tone Mapping via Frame Adapt HDR
+ sehr hoher Kontrast (On/Off)
+ sehr scharf
+ motorisches Objektiv mit Lens-Memory
+ 3D-fähig
+ FI für Full-HD-, 3D- und UHD/HDR-Filme
+ großer Zoombereich
+ beleuchtete Fernbedienung

- verbesserungswürdiger ANSI-Kontrast
- leichte Gelb-Verfärbungen mit Auto-Iris
Benotung:
Bildqualität (50%):99/100
Praxis (25%):98/100
Ausstattung (25%):98/100
Gesamtnote:99/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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