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Redakteurin
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Diese kleine Soundbar hat es echt in sich: Auf den ersten Blick präsentiert sich die HSB 55 von Xoro als schlanker Klangriegel, der wie seine Kollegen liegend vor dem Fernseher platziert wird. Doch dann wird es überraschend: Aus der Soundbar lassen sich in Sekundenschnelle zwei separate Stereo-Lautsprecher zaubern. Und auch der Preis lässt mich staunen …

Die Xoro HSB 55 ist sehr kompakt und nur knapp 5 Zentimeter hoch. So passt sie vor nahezu jedes TV-Gerät ohne ins Bild zu ragen.

Soundbars hatten wir schon so einige zu Testzwecken in der Redaktion: Große und kleine, teure und preiswertere, mit und ohne Subwoofer, von bekannten und weniger bekannten Herstellern, mit und ohne integrierten Sprachassistenten etc. Der kleine Karton von Xoro, der diesmal auf meinem Tisch steht, verspricht eine absolute Premiere: Eine wandelbare 2in1-Bluetooth-Soundbar. Zusammengesteckt ist die HSB 55 typisch liegend als TV-Sound-Upgrade im Einsatz. Zieht man sie auseinander, besteht sie aus zwei Teilen und kann als Stand-Lautsprecher-Duo eingesetzt werden. Das sieht schonmal praktisch und durchdacht aus. Der Preis von nur 99 Euro lässt meine Vorfreude und Spannung dann weiter steigen.

Die HSB 55 kann alternativ auch auseinander gedreht und einzeln oder als Stereo-Setup verwendet werden.

Meine Zeitreise mit der HSB 55

Ich versetze mich gerade einmal etwa 20 Jahre zurück: Die ersten eigenen vier Wände während des Studiums, wenig Platz, wenig Geld. Die Xoro HSB 55 wäre für meine Studentenbude perfekt gewesen. Mit dieser platzsparenden 2in1-Soundbar hätte sich nicht nur der Sound des Fernsehers (übrigens natürlich noch nicht „Flat“) aufwerten lassen. Auch vom PC – und als Lautsprecher-Paar hätte sie hier immer die passende Musik verbreitet. Und das nicht nur in meinem Zimmer, sondern dank integriertem Akku auch im Garten oder im Park.

Unbegrenzte Möglichkeiten

Okay, Smartphones, geschweige denn Bluetooth, hatten wir zu dieser Zeit noch nicht. Davon abgesehen sieht die Situation heute nicht viel anders aus als vor 20 Jahren. Studenten, Auszubildende, Schüler – die meisten haben weder viel Platz noch viel Geld und könnten diese wandelbare Soundbar dank platzsparender Abmessungen und des kleinen Preises bestens einsetzen. Aber nicht nur in Zimmern oder kleinen Wohnungen ist die HSB 55 gut aufgehoben. Auch im Fernsehzimmer, Büro, Hobbykeller, Schlafzimmer und Co. können die 20-Watt-Boxen vergleichsweise groß aufspielen. Dank integrierter Akkus und einem Gewicht von nur knapp über 700 Gramm (inklusive Standfüße) lassen sie sich auch in den Rucksack packen und mit auf Ausflüge oder Reisen nehmen. Das funktioniert übrigens nicht nur im Doppelpack, sondern auch einzeln.

Anschlussseitig stehen ein USB-Port, ein anasloger 3,5-Millimeter-Eingang und Bluetooth zu Verfügung.

Kabelloser Musikgenuss

Eine TV-Soundbar, die gleichzeitig als Bluetooth-Box genutzt werden kann, ist schon etwas Besonderes. Während die Verbindung zum Fernseher in der Regel per Kabel hergestellt wird, verbinden sich die beiden Einzellautsprecher nacheinander via TWS Technologie („True Wireless Stereo“) automatisch miteinander. So sorgen sie nur wenige Augenblicke nach dem Einschalten für Stereoklang. Dank eingebauter Akkus mit jeweils 2000 mAh (zusammen 4000 mAh) Kapazität komfortabel und kabellos. Egal ob drinnen oder draußen, die HSB 55 bietet bis zu fünf Stunden Spielzeit. Optional kann jeder Lautsprecher auch einzeln mit einer bluetoothfähigen Quelle verbunden und unabhängig voneinander genutzt werden. Ist der Akku leer, müssen die Xoro-Boxen für etwa vier Stunden zurück an die Steckdose.

Schlank und durchdacht

Um die wandelbare Soundbar aufladen zu können, müssen alle Teile aber erstmal ausgepackt werden. Neben der HSB 55 hole ich ein microUSB Ladekabel, ein RCA Audio Kabel für TV, Audiokabel, Audio Adapterkabel, Netzteil, Standfüße und eine Bedienungsanleitung aus der Verpackung. Auf den ersten Blick ist wirklich alles dabei, was man so brauchen könnte.
Zusammengesteckt ist die Soundbar 49 Zentimeter lang und je fünf Zentimeter hoch und tief. So ist sie flach genug, um vor jedem Fernseher ihren Platz zu finden. Das Gewicht liegt bei gut 600 Gramm. Knapp 100 Gramm kommen in Form von zwei Standfüßen hinzu, verwandelt man die Soundbar in zwei Stereo-Lautsprecher. Dafür dreht man die beiden Hälften einfach auseinander bis es klickt. Anschließend steckt man sie – ebenfalls per Klickverschluss – ganz einfach an die Standfüße.

Der Lieferumfang ist vollständig. Nach dem Auspacken kann sofort losgelegt werden.

Clevere Tastenverteilung

Wird die Xoro HSB 55 als Soundbar genutzt, finden sich die Bedienelemente vorne in der Mitte der Front. Über die vier Tasten können folgende Einstellungen vorgenommen werden: Lautstärke erhöhen/nächster Titel, Lautstärke verringern/voriger Titel, Play/Pause, Power On-Off/Modus wechseln. Mittig findet sich noch eine kleine LED. Rückseitig sind die Anschlüsse platziert: USB 2.0 für direkte Musikwiedergabe, 3.5mm Aux In, DC IN und ein Eingang für eine TF-Karte.
Wird die Soundbar in zwei Lautsprecher geteilt, bleiben die Bedienelemente natürlich an einem der beiden. Da beide Boxen aber auch einzeln Musik spielen können, hat sich Xoro auch hierfür eine clevere Lösung einfallen lassen: Der Lautsprecher mit Tasten wird auf den flachen Standfuß gedreht, das Element ohne Tasten auf den etwas höheren Fuß, in dem bereits Tasten integriert sind. So erscheinen beide Bluetooth-Boxen anschließend identisch und verfügen auch über die gleichen Anschlussmöglichkeiten.

Das Tastenfeld ist praktisch angeordenet und jederzeit schnell und unkompliziert erreichbar.

Teststart als Soundbar

So geht’s: Beide Teile zusammenstecken, drehen – und schon kann die Xoro HSB 55 als Soundbar vor den Fernseher gelegt werden.

1. Entweder wird sie nun per 3,5mm-Stecker oder via Bluetooth mit dem Fernseher verbunden.
2. Soundbar mit Strom versorgen, um nicht nach einer einiger Zeit aufladen zu müssen. Das funktioniert wahlweise über den USB-Eingang am TV oder über die Steckdose.
3. Xoro HSB 55 einschalten, Aux-Modus einstellen und los geht’s.

Sportlicher TV-Ton

Anpfiff für den Klangtest: Die Fußball-Bundesliga ist aus der Winterpause zurück. Der Stadion-Sound dringt klar und unaufdringlich aus der kleinen Xoro-Klangleiste. Pfiffe, Jubel, Ballkontakte: Eine angenehm neutrale Darstellung. Der Sound ist wirklich gut, nur leider nicht vollständig raumfüllend. Die absolute Stadionatmosphäre wird mir nicht ins Wohnzimmer transportiert. Das darf man von einer solch kompakten Soundbar aber auch nicht erwarten. Das fällt aber auch teuren Produkten ohne Subwoofer schon schwer. Aber: Besser als der TV-Ton der allermeisten Fernseher ist der Xoro-Sound allemal. Für einen Preis von nur 99 Euro bekommt man hier ein echtes Klangupdate.
Weiter geht’s zum Skispringen: Die Anfeuerung der Zuschauer, das Anfahren in der Eis-Spur, der Jubel im Stadion, das Rascheln des Schnees beim Abbremsen im Auslauf, alles dringt detailreich und erneut sehr angenehm aus dem Klangkörper. Und auch der Kommentar fügt sich sehr gut ein. Alles in allem eine sehr ordentliche und sportliche Performance.

Vor einem 55-Zoll-TV ist die Xoro-Soundbar kaum zu erahnen.

Spannender Film-Ton

Der Disney-Animationsfilm „Zoomania“ wandert in den Blu-ray-Player. Polizistin Judy Hopps und Trickbetrüger Nick Wilde werden ungewollt zu Partnern und erleben auf ihrer gemeinsamen Suche nach dem verschwundenen Mr. Otterton spannende Abenteuer. Die Xoro-Soundbar begleitet die beiden akustisch und komplett unaufgeregt. Der Klang wirkt sehr angenehm. Zudem weiß er sich bei den wilden Verfolgungsjagden, wie etwa mit dem schwarzen Jaguar Manchas, auch durchzusetzen. Die waghalsige Fahrt mit dem U-Bahn-Wagen, der außer Kontrolle gerät, wird ebenfalls akustisch intensiv begleitet. Der Sound macht Spaß und sorgt dafür, das man sich fast im Geschehen wähnt. Um Missverständnissen an dieser Stelle vorzubeugen: Die Soundperformance einer großen Soundbar wie der ebenfalls von uns getesteten Xoro XVS 200 erreicht die HSB 55 aufgrund ihres vielfach geringeren Volumens selbstverständlich nicht. Die hier geleistete Darbietung macht aber trotzdem Spaß und bietet ein wirklich schönes Heimkino-Erlebnis.

Verwandlung zum Stereo-System

Möchte man die 2in1-Soundbar eher als getrennte Boxen nutzen, muss diese zunächst auseinander gedreht werden. Dann werden die einzelnen Lautsprecher mit der entsprechenden Seite auf den jeweiligen Standfuß gestellt. Eine minimale Drehung genügt dann, um beide Teile miteinander zu verbinden. Nun können die Lautsprecher auf ihre Füße gestellt und beispielsweise rechts und links neben den Fernseher gestellt werden. Hier fällt auf, dass diese ein wenig wackeln. Das liegt unter anderem daran, dass die Lautsprecher extrem leicht sind. Auch wenn die schlanken Schallwandler nicht mit deutlich teureren Lautsprechern mithalten können, ist sie für ein 99-Euro-Produkt überraschend sauber verarbeitet. Der Mix aus hochglänzenden und matten Elementen sorgt für ein schönes Design, das mir gut gefällt.

Einzeln betrieben, verfügen dann sogar beide Lautsprecher über ein eigenes Bedienfeld.

Boxen über Bluetooth füttern

Auch wenn nun über ein USB-Speichermedium oder über Kabel Musik gehört werden kann, wird die Musikwiedergabe über Bluetooth mit der HSB 55 wohl im Vordergrund stehen. Der Verbindungsaufbau hierfür ist ganz einfach:

1. Einschalttaste(n) drei bis fünf Sekunden drücken. Sprachansage „Bluetooth-Mode“ ertönt, LED blinkt
2. Auf mobilem Endgerät nach verfügbaren Geräten suchen
3. „HSB55“ auswählen
4. Akustisches Signal bestätigt Verbindung, LED leuchtet durchgängig.

Beide Lautsprecher verbinden sich anschließen automatisch per TWS-Technologie miteinander. Beide Boxen können alternativ aber auch „altmodisch“ per Kabel miteinander verbunden werden. So steht dem nächsten Klangtest also nichts mehr im Weg.

Im Duo besser

Ich starte den Test zunächst mit nur einem Lautsprecher: „Anfangen“ von Johannes Oerding klingt aus der Single-Stand-Box. Lebensfroh und motivierend, aber auch ein wenig flach und irgendwie steril. Die Detailfülle und auch die Wärme, die der Song sonst ausstrahlt, wird von der Xoro HSB 55 jetzt nur teilweise übertragen. Dann aber schalte ich den zweiten Lautsprecher hinzu – und bin sofort überrascht: Der Sound erklingt nun wirklich in „Stereo“. Sofort ergibt sich eine vollkommen andere Dynamik. Im Doppelpack ist die Performance nicht nur doppelt so gut, sondern viel, viel, viel besser. Der Stereoklang erzeugt eine warme Räumlichkeit, auch wenn immer mal wieder ein hintergründiges Rauschen zu hören ist. Ich erhöhe einfach mal die Lautstärke. „Ich fang‘ an mit dem Anfangen, hör‘ auf mit dem Aufhören.“ Hier kann man schon mal vergessen, dass die kleinen Schallsäulen nur 4 x 5 Watt heraushauen.

Im Stereo-Betrieb eignet sich die HSB 55 selbstverständlich auch als TV-Unterstützung.

Für Musik und Gaming

Man kann erstaunlich laut aufdrehen, wobei man die normale Zimmerlautstärke nicht deutlich übersteigen sollte. Für die Studentenbude oder kleinere Räume liefert das Xoro Duo hier einen wirklich überzeugenden Auftritt. Jetzt noch zu etwas ruhigerem. Einem Song, der eher am Morgen nach der Party auf der Playlist stehen würde: „Outnumbered“ von Dermot Kennedy. Auch wenn nicht jeder einzelne Ton perfekt wiedergegeben wird, ist es eine grundehrliche und feine Performance. Die Xoro HSB 55 gibt sich alle Mühe, das Beste aus ihrem kleinen Körper rauszuholen. Hier und da offenbaren sich aber auch kleine Schwächen. Gemessen an Größe, Bauweise und Preis stimmt die Performance aber allemal. Neben dem Einsatz als TV-Soundbar und als Musik-Lautsprecher ergibt sich übrigens ein weiteres Einsatzszenario: Gamer können mit der Xoro HSB 55 ihren PC- oder Konsolen-Ton ganz einfach und preiswert auf ein höheres (Stereo-)Level hieven.

Egal, ob für die Filmwiedergabe, den TV-Ton, die Musikreproduktion oder das intensive Gamer-Erlebnis: Für gerade einmal 99 Euro liefert die HSB 55 in allen EInsatzszenarien eine richtig gute Klangperformance.

Fazit

Die 2in1-Bluetooth-Soundbar HSB 55 von Xoro punktet mit ihrer kompakten Größe und ihrer genialen Wandlungsfähigkeit: Mit wenigen Handgriffen ist der Klangriegel zu einem Stereo-Setup umgebaut. Dank integrierter Akkus lassen sich die Boxen dann überall mit hinnehmen. Auch das Design ist schick, die Verarbeitung sauber. Ohnehin wirkt alles sehr durchdacht – wie etwa die Tastenleiste, die sich im Standfuß für den zweiten Lautsprecher befindet. In Sachen „großem“ Kino-Klang und Material müssen allerdings ein paar kleine Abstriche gemacht werden. Dafür ist der Preis mit gerade einmal 99 Euro eine echte Ansage!

Test & Text: Sonja Bick
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Preistipp
Preis-/Leistung: sehr gut

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Technische Daten

Modell:XORO
HSB 55
Produktkategorie:Soundbar
Prinzip:Aktivbox
Preis:99,00 Euro
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:MAS Elektronik AG, Buxtehude
Tel.: 04161 / 80 02 40
www.xoro.de
Abmessungen (BHT)- 490 x 50 x 50 mm (als Soundbar)
- 50 x 245 x 50 mm (als Einzellautsprecher)
Gewicht:0,7 kg
Anschlüsse:- Bluetooth
- USB
- 3,5mm Analog Audio
Lieferumfang:- Xoro HSB 55
- microUSB Ladekabel
- RCA Audio Kabel für TV
- Audiokabel (3,5 mm) für PC
- Audio Adapterkabel
- Netzteil
- Standfüße
- Bedienungsanleitung
Pros und Contras:+ Wandlungsfähigkeit (Soundbar/Stereo-Lautsprecher)
+ hohe Flexibilität
+ Preis nur 99 Euro
+ eingebaute Akkus
+ Clevere Tastenanordnung
+ Standfüße für Lautsprecher
+ Bluetooth 5.0
+ einfache Handhabung

- Kleine Abstriche bei Klang und Material
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Einstiegsklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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