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Redakteurin
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Kompakte Sound-Lösungen sind beliebt: Wer auf einen klobigen Subwoofer verzichten kann und trotzdem ein kinowürdiges Sounderlebnis erwartet, sollte sich die Teufel Cinebar Lux mal genauer anschauen. Sie verspricht sogar 3D-Klang ohne Extra-Sub und Surround-Lautsprecher.

Teufel Cinebar Lux: So einfach und schick kann ein Heimkino-Setup sein.

Den TV-Klang auf ein höheres Level pushen – das ist das Einsatzgebiet einer jeden Soundbar. Das gelingt den meisten von ihnen auch hervorragend, sehr viel mehr haben viele Klangriegel aber nicht auf dem Kasten. Teufel, 1979 in Berlin gegründet, ist das nicht genug. Der Lautsprecher-Spezialist hat das klangliche Gesamtkonzept der heimischen vier Wände im Blick. Mit der Cinebar Lux soll deshalb nicht nur der TV- und Film-Sound in Top-Form gebracht werden. Man kann sie auch mit anderen Boxen verbinden. So spielt die Soundbar nahtlos im Verbund mit anderen Teufel Streaming-Lautsprechern im ganzen Haus. Oder man rüstet sie einfach um weitere Mitspieler zu einem diskret aufgebauten Mehrkanalsetup auf – selbstverständlich kabellos.

Alle wichtigen Funktionen können auch über das oben sauber eingelassene Tastenfeld vorgenommen werden.

Aus 1 mach viel

Mit seiner Raumfeld-Technologie hat Teufel eine dedizierte Produktreihe an Streaming- und Multiroom-Lautsprechern im Programm. Dieses Feature ist ebenso in die Cinebar Lux integriert wie Bluetooth-Konnektivität und Spotify Connect. Dank integrierter Raumfeld-Technologie lassen sich dann alle Teufel Streaming-Systeme schnell und unkompliziert untereinander vernetzen. Im Multiroom-Verbund lässt sich so auf mehreren Speakern synchron die gleiche oder in jedem Raum unterschiedliche Musik hören. Verwaltet werden alle Mitspieler bzw. Räume über die Teufel Raumfeld App: Hier lassen sich die einzelnen Multiroom-Lautsprecher zu einem Verbund gruppieren, individuelle Playlisten erstellen und die Lautstärke sowie den Klang per Equalizer regeln, einzeln pro Raum oder auch im Verbund.

Dynamore und mehr

Äußerlich kommt die Cinebar-Klangleiste erfreulich schlank daher. Umso erstaunlicher finde ich es, dass hier der Subwoofer bereits integriert sein soll. Der Lautsprecher macht aber mit noch einem Special auf sich aufmerksam: Mit der Klangerweiterung Dynamore. Ziel der in Berlin entwickelten Features Dynamore Ultra und Dynamore 3D ist es, auf Knopfdruck einhüllenden Surround-Sound zu erzeugen. Von der Funktionsweise konnten wir uns bereits in unserem Test und Video des Radio 3Sixty überzeugen.
Dynamore lässt sich auf Wunsch jederzeit über die Fernbedienung aktivieren bzw. deaktivieren. Der Wiedergabebereich soll durch seitlich abstrahlende Töner in der Horizontalen und durch an die Decke abstrahlende Lautsprecher auch in der Vertikalen erweitert werden. Im Ergebnis verspricht Teufel einen einhüllenden, dreidimensionalen Klang. Einen, der aus allen Richtungen auf den Hörer einzuwirken soll.

Ist Dynamore aktiviert, wird dies im Display der Teufel Cinebar auch entsprechend angezeigt.

Die Stimme befiehlt

Wie bereits erwähnt, bietet die Teufel Multiroom-Linie jede Menge Musikdienste, Internetradiosender und Podcasts an. So viele, wie kaum ein anderes System. Über drei verschiedene Streaming-Technologien lassen sich die verschiedenen Musikquellen dabei entdecken. Um Musik per Alexa-Sprachsteuerung noch bequemer auszuwählen und zu genießen, kann sein Teufel-Produkt obendrein bequem per Bluetooth mit einem Gerät aus der Amazon Echo-Serie erweitern. Gleiches funktioniert selbstverständlich auch über die entsprechenden Google-Home-Assistenten.

Optisch ganz weit vorn

Wie bereits erwähnt, kommt die Teufel Cinebar Lux recht schlank daher. Das beeindruckt vor allem, wenn man bedenkt, dass in ihr zwölf High-Performance-Töner und vier passive Bassmembranen ihren Platz finden. In der Breite misst sie 114 Millimeter, hat eine Tiefe von 13,5 Zentimetern sowie eine Höhe von 7,5 Zentimetern. Dank ihrer flachen Bauform sollte sie vor jedem neuen LED-TV ihren Platz finden, ohne ins Bild zu ragen. Sind die Füße des neuen Fernsehers niedriger, gibt aber auch noch die Möglichkeit, die 4,4 Kilo schwere Soundbar an der Wand zu befestigen.
Die Cinebar Lux wählt man entweder komplett in Schwarz oder mit einer weißen Abdeckung. Der Kunststoffdeckel ist matt lackiert und zieht sich über die Rück- bis auf die Unterseite. Hier sorgen dann vier kleine Gummifüße für einen optimalen Stand. Seitlich verläuft die Abdeckung leicht schräg. Das passt perfekt zur Lautsprecherform, sie ist vorn ebenfalls ein paar Zentimeter schmaler als hinten. Das gestreckte, leicht futuristische Design verleiht der Teufel-Klangleiste dann eine gewisse Dynamik und passt perfekt ins schicke Gesamtbild.

Die Cinebar Lux ist zurückhaltend aber doch ansprechend gestylt. Alternativ ist sie auch in komplett schwarzer Ausführung zu haben.

Gut informiert

Auf besagter Abdeckung ist dann auch die Bedienleiste untergebracht. Sieben symmetrisch angeordnete Tasten erlauben die vollumfängliche Bedienung der Cinebar Lux: Bluetooth, Quellwahl, Steuerung (vor, Play/Pause, zurück), Lautstärke (leiser, lauter). In der Front direkt, hinter dem feinmaschigen Gewebeüberzug, sitzt dann das große, dimmbare Dot-Matrix-Display. Dieses gibt Auskunft über den aktuellen Betriebsstatus oder erlaubt die bequeme Navigation durch das Menü. Was mir richtig gut gefällt: Das Display gibt seine Informationen ausführlich preis und ist auch aus drei bis vier Metern Entfernung noch gut lesbar. Dieses ist übrigens nur dann sichtbar, wenn die Cinebar auch eingeschaltet ist. Ansonsten verstecken sich die kleinen LEDs unsichtbar hinter dem Gewebeüberzug, der sich an der Front, oben und auch seitlich um die Soundbar schmiegt. Abgerundet wird das Design vom Teufel-Schriftzug direkt unter besagtem Display. Nebenan hat auch die Betriebs-LED ihren Platz.

Das hinter dem feinmaschigen Gewebe versteckte Display gibt Auskunft über die aktuell gewählte Quelle oder die Lautstärke.

Zwei Verstecke für die Anschlüsse

Stellt man die Cinebar Lux auf den Kopf, fällt der Blick auf zwei Vertiefungen, in die die Anschlussfelder platziert wurden. Die erste Einbuchtung bietet zwei HDMI-Ports für die Verbindung eines Zuspielers und zum TV. Direkt darunter befindet sich der optische Digitalanschluss. Mit dem Eingang für den Netzstecker wäre das erste „Versteck“ dann auch schon gefüllt.
Weiter geht es in der zweiten Vertiefung: Neben Setup- und Reset-Knöpfchen haben dort vier weitere Anschlüsse ihren Platz: Die Musikwiedergabe vom analogen Quellen klappt per Stereo-Eingang (3,5-Millimeter-Klinke). Darüber hinaus sind dort ein USB-Anschluss für Festplatten und Speichersticks, eine LAN-Buchse sowie ein Ausgang für einen zusätzlichen Subwoofer vorhanden. Für die kabellose Verbindung zum Heimnetzwerk nutzt die Teufel-Soundbar WLAN. Und ein Bluetooth-Modul hat die Cinebar Lux selbstverständlich auch an Bord. So nimmt sie schnell Kontakt zu jedem modernen Smartphone oder Tablet auf.

Sämtliche Anschlüsse befinden sich in zwei Vertiefungen. So können KAbel eingesteckt werden, ohne dass die Cinebar Lux weit von der Wand entfernt stehen bzw. hängen muss.

Klotzen statt kleckern: Die inneren Werte

Dass bei der Cinebar Lux alles auf Heimkino ausgerichtet ist, zeigt ein genauerer Blick auf die Lautsprecherbestückung. Zentral platziert sitzt ein dezidierter Center-Speaker. Er verspricht eine optimale Dialogverständlichkeit. Das klingt eigentlich logisch, ist in dieser Form aber nicht oft zu finden. Zwölf Töner und vier passive Bassmembranen produzieren zudem präzisen, überaus kraftvollen Sound. Ein Sound, sagt Teufel, der einem echten 5.1-Heimkinosystem kaum etwas nachsteht. Die Soundbar ist mit zwei Hochtönern (je 2,5 Zentimeter Durchmesser) und sechs Breitbandlautsprechern (jeweils 5 Zentimeter) ausgestattet, die allesamt in der Vorderseite sitzen. Zusätzlich thronen zwei weitere Breitbandlautsprecher in der Oberseite sowie zwei in den Seiten. Zusammen mit der hauseigenen Dynamore-Schaltung sind diese für den realitätsnahen Raumklang zuständig. Alles in allem soll das in Berlin entwickelte akustische System der Performance eines dedizierten Surroundsetups mit Subwoofer extrem nahekommen. Das wird natürlich gleich getestet …

In der zweiten Anschlussvertiefung finden sich ein USB-Port, eine LAN-Buchse, ein analoger Aux-In und ein Subwoofer-Ausgang.

Zukunftsorientiert

Um der Cinebar Lux noch etwas mehr Flexibilität, Vielfalt und Attraktivität in Sachen „Heimkino“ zu verleihen, lässt sich diese optional erweitern. Teufel bietet diesbezüglich passende Effekt Rear Speaker (optional für 399 Euro das Paar) an, um einen klassischeren Surround-Aufbau zu realisieren. Die Soundbar arbeitet dann als 3.0-System und wird im rückwärtigen Bereich von den Rear-Speakern ergänzt. Man muss seine Soundbar also nicht weggeben, wenn man von Frontsurround auf eine dedizierte 5.1-Lösung aufrüsten möchte. Das nennt man dann zukunftsorientiert. Im Set kostet das „Cinebar Lux Surround 5.0“ dann gerade einmal 1099 Euro. Das wären 100 Euro Einsparung gegenüber dem Einzelkauf. Wem das nicht genug Bass ist oder wer größere Räume beschallen möchte, hat zudem die Möglichkeit, sein Setup um einen kompatiblen Funk-Subwoofer aus dem Teufel-Programm zu erweitern. Alles geht, nichts muss!

Zwei Stecker rein – fertig!

Die optische Untersuchung ist also abgeschlossen. Also mache ich mich an die Installation. Die könnte einfacher wirklich nicht sein. Die Cinebar Lux wird über das mitgelieferte Netzkabels mit Strom versorgt und dann per HDMI-Kabel mit dem Fernseher (HDMI-Out, HDMI-ARC) verbunden. Damit ist die Installation auch bereits abgeschlossen. Entsprechende HDMI-Kabel sind im Lieferumfang allerdings nicht enthalten. Schrauben und Dübel für eine mögliche Wandmontage müssen ebenfalls extra gekauft werden.
Dafür ist die Teufel-Soundbar aber bestens für ihren Einsatz an der Wand vorbereitet: Integrierte Schlüsselloch-Aufhängungen erlauben die schnelle Wandmontage. Zwei Löcher in der Wand mit Dübel und Schraube genügen, um die Klangleiste aufzuhängen.

Die Schlüsselloch-Aufhängungen dienen der einfachen Wandmontage.

1, 2, 3… Bedienmöglichkeiten

Neben der Cinebar Lux, dem Stromkabel und einer Bedienungsanleitung gehört auch eine Fernbedienung zum Lieferumfang. Sie bietet allerdings nur eine von drei Möglichkeiten, die Soundbar zu bedienen. Darüber hinaus lässt sich der Teufel-Klangriegel auch über die eben beschriebene Bedienleiste am Gerät, sowie über Smartphone-App „Teufel Raumfeld“ (Android und iOS) steuern.
Die App bietet dann erwartungsgemäß die größte Vielfalt: Neben der grundsätzlichen Steuerung lässt sich sich über diesen Weg auch Musik von Streaming-Diensten wie Spotify oder vom Internetradio-Anbieter TuneIn abspielen. Oder aber Inhalte vom Smartphone oder von freigegebenen Ordnern im Heimnetzwerk. Zusätzlich ist auch die Steuerung per Sprachassistentin Amazon Alexa oder Google Home Assistant möglich. Mikrofone stecken dafür allerdings nicht in der Soundbar. Dafür ist dann ein Alexa-kompatibler Lautsprecher wie beispielsweise der Amazon Echo Dot erforderlich. Die App einzurichten, ist wirklich leicht. Wie das Schritt für Schritt funktioniert, zeige ich hier:

Freie Wahl

Die Bedienung über die handliche Fernbedienung ist allerdings auch sehr praktisch. Zunächst fällt mir hier das ungewohnt hohe Gewicht auf. Der Infrarotgeber besteht nämlich nicht – wie so oft – aus Plastik, sondern aus Metall. Auf dem gut strukturierten Bedienfeld findet der Nutzer alle wichtigen Funktionen. Lediglich die Beschriftung der Tasten ist nicht durchgängig selbsterklärend – das stellt aber auch kein unüberwindbares Hindernis dar. Ein paar Symbole muss man sich einfach merken oder schnell in der Bedienungsanleitung nachschlagen: Das betrifft zum Beispiel die Tasten für Dynamore und Raumfeld. Cool ist: Über die Mode-Taste lassen sich Klangbilder umschalten: Pure (normal), Voice (Sprache) und Night (Nachtmodus). An Bedienfeld der Cinebar Lux selbst lassen sich die grundlegenden Funktionen wie etwa Eingangswahl und Lautstärke selbstverständlich ebenfalls einstellen.

Die zum Lieferumfang gehörige Fernbedienung ist richtig gut gemacht und übersichtlich strukturiert.

Easy Menüführung

Ist die Teufel-Soundbar mit der Steckdose und dem Fernseher verbunden, können einige nötigen Einstellungen vorgenommen werden. In der Regel geschieht das zu Beginn über die schicke Fernbedienung. Um sich im Menü zurechtzufinden, hilft das große, sehr gut ablesbare und dimmbare Dot-Matrix-Display in der Gerätefront. Über die Taste „Menü“ (drei waagerechte Linien übereinander) erfolgt die Darstellung in Textform.
In der Ebene „Klang“ werden Höhen, Mitten, Tiefen, Balance und Dynamic Range Control (hier werden leise Passagen angehoben, laute Passagen abgeschwächt) nach persönlichen Vorlieben eingestellt. Unter „Lautsprecher“ lässt sich die Entfernung zwischen Hörplatz und Cinebar eingeben. So wird die optimale Verzögerungszeit für ein beeindruckendes Surrounderlebnis berechnet. Auch die Lippen-Synchronisation kann hier justiert werden. Unter „System“ wird das Display in der Helligkeit eingestellt bzw. ganz ausgeschaltet. Dimmbar ist auch die Betriebsanzeige, die weiße LED in der Front. Das Display gefällt mir richtig gut: Per LED-Laufband hat man stets einen optimalen Überblick.

Ein nicht ganz unwichtiges Feature: Das Display der Cinebar Lux lässt sich dimmen.

Stimmpräsenz

Jetzt mache ich mich aber endlich an den Praxistest. Fernseher an, Soundbar an – und direkt fällt auf: Der TV-Klang ist sehr, sehr angenehm und keineswegs aufdringlich. Gerade läuft eine Quizsendung. Der spannungserzeugende Soundtrack bleibt tatsächlich im Hintergrund. Alle weiteren Audio-Anteile klingen ausgewogen und voluminös aus dem Teufel-Lautsprecher. Die Stimmen des Moderators und der Kandidaten sind realistisch und absolut klar zu verstehen. Hier näselt nichts und nichts wirkt aufdringlich. Auch der zwischenzeitlich aufkommende Applaus reiht sich in dieses stimmige Bild ein. Ich lege meinen Fokus auf den Modus „Sprache“: Stimmen treten nun noch deutlicher in den Vordergrund. Alles in allem wirkt es auf mich aber etwas steriler. Mir hat das Klangbild zuvor allerdings besser gefallen. Deshalb schalte ich zu „Pur“ zurück. Wer es bei seinem Fernseher aber schwer fällt, Stimmen gut zu verstehen, dem wird dieses Feature sicher gefallen.

Dynamore füllt den Raum

Weiter geht’s zum Live-Fußball: Die Stadion-Atmosphäre kommt sofort wunderbar rüber. Fangesänge, Pfiffe des Schiedsrichters, Torjubel und sogar das dumpfe „Pock“, sobald der Ball getreten wird. Auch hier überzeugt der Klang der Cinebar Lux durch Ausgewogenheit und Agilität. Sehr gut! Nun teste ich Dynamore: Einmal aktiviert, dringt der Sound merklich voluminöser und dynamischer aus der Klangleiste. Ein schöner Effekt, von 3D-Sound bin ich aber doch noch etwas entfernt. Was ich aber bestätigen kann: Der Klang breitet sich tatsächlich schön horizontal im Raum aus. Das ist schon sehr faszinierend. Vor allem, wenn man sich ins Gedächtnis zurückruft, dass hier kein externer Subwoofer und keine zusätzlichen Rearspeaker angeschlossen sind.
Ein kurzer Satz noch zum Nachtmodus: Hier halten sich aufdringliche Soundelemente angenehm zurück. Eine schöne Lösung seine Lieblingsfilme zu schauen, ohne dabei die schlafenden Kinder zu wecken.

Nach oben und zur Seite gerichtete Lautsprecher sorgen für einen räumlicheren Klang.

Kinowürdiges Sounderlebnis

Nun noch zum Couch-Kino-Test: „Deadpool 2“, ein Action-Movie mit reichlich satirischen Elementen, wandert in den Blu-ray-Player. Der Film gehört nicht zu meinen Favoriten, das soll mir für Testzwecke aber egal sein. Wortwörtlich „explosiv“ kommt der etwas andere Superhelden-Film dann aus den Startlöchern. Dann folgt ein Monolog von Deadpool, alias Ryan Reynolds, dann ein Rückblick. Egal, ob Action oder Stimmen, alles klingt sofort ausgewogen und voluminös aus der Cinebar. Absolut kein Vergleich zu dem, was mein Fernseher so leistet. Das klingt schon richtig gut. Dennoch erwarte ich eine deutliche Steigerung, als ich die Dynamore-Taste drücke. Und ich werde auch nicht enttäuscht. Jetzt wird es so richtig beeindruckend. Dabei gibt es keinerlei Anlaufzeit, weder im Film noch von der Teufel-Soundbar: Klirrende Fensterscheiben, Schüsse, Kampfszenen, sämtliche Klanginformationen kommen definitiv nun nicht mehr nur von vorn.

Die Cinebar Lux an der Wand: Aufgeräumter kann ein Heimkino-Setup nicht sein.

Die Lautsprecher in den Gehäuseseiten lenken den Schall in Richtung der nahegelegenen Begrenzungsflächen, die ihn dann auf den Hörplatz reflektieren. So sorgt das System für ein breites Klangpanorama und simuliert so mit einfacher Physik einen virtuellen Surround-Eindruck – mehr als ansatzweise. Der Effekt sitzt sofort und macht aus meinem Wohnzimmer ein imposant aufspielendes Heimkino. Und das macht so richtig Spaß! Wer noch mehr erwartet, kann die Cinebar aber ganz einfach um besagte Rearspeaker und Funk-Subwoofer erweitern.
Aber auch ohne zusätzliche Lautsprecher lässt es sich nach persönlichen Vorlieben am Klang schrauben: Höhen, Mitten, Tiefen – alles kann individuell und auf den eigenen Hörgeschmack justiert werden. Das hat ordentlich Wirkung und bietet so ein würdiges Couch-Kinoerlebnis. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Popcorn.

Cinebar Lux betritt das „Raumfeld“

Um die Teufel Cinebar Lux mit anderen Teufel Streaming Systemen vernetzen zu können, muss zunächst die Teufel-Raumfeld-App heruntergeladen werden. Ist sie auf dem Smartphone installiert und geöffnet, kann der Einrichtungsassistent sofort gestartet werden. Hierfür muss man dann nichts weiter tun, als sein WLAN-Passwort bereitzuhalten.
Ist die Einrichtung erfolgreich, lässt sich die Cinebar Lux von nun an auch per Smartphone oder Tablet bedienen. Der Vorteil der App: Mit ihr kann man im Multiroom-Verbund mehrere Speaker synchron mit der gleichen oder in verschiedenen Räumen mit unterschiedlicher Musik versorgen. Das können beispielsweise Inhalte von tausenden Internetradio-Stationen oder von Musikdiensten wie Spotify, Tidal oder Deezer sein. Die App dient also quasi als Schaltzentrale fürs Wohnzimmer, die Küche, das Bad und mehr. Selbstverständlich lassen sich auch einzelne Multiroom-Lautsprecher zu einem Verbund gruppieren, individuelle Playlisten erstellen und die Lautstärke individuell pro Raum regeln.

Ist “Raumfeld” aktiviert, wird die Cinebar Lux multiroom- und streamingfähig.

Musikalisch „hoch“ hinaus

Neben der Raumfeld-Integration ist in die Cinebar Lux auch mit Spotify Connect und einem Bluetooth-Modul ausgerüstet. Letzteres wird jetzt natürlich auch noch getestet. Schließlich sollen hier nicht nur TV- und Heimkino-Liebhaber auf ihre Kosten kommen, sondern auch Musik-Fans. Für die kabellose Wiedergabe der auf meinem Smartphone abgelegten Playlist werden Soundbar und Smartphone/Tablet dann via Bluetooth miteinander verbunden. Das funktioniert so:

1.) Bluetooth-Funktion am Smartphone oder Tablet aktivieren.
2.) Bluetooth-Symbol auf der Fernbedienung oder Quelltaste auf der Soundbar drücken und anschließend für zirka drei Sekunden gedrückt halten. Auf dem Display erscheint „Koppeln“.
3.) Die „Teufel Cinebar Lux“ aus der Liste verfügbarer BT-Geräte wählen.
4.) Smartphone und Teufel-Lautsprecher werden nun automatisch miteinander vernetzt. Auf dem Display erscheint „Bluetooth verbunden“.

Agil und ausgewogen

Den nun folgenden Klangtest starte ich mit „Hoch“ von Tim Bendzko. Auf die zarten Keyboard-Klänge zum Start folgen knackige Beats. Der Sound sitzt sofort und regt zum Mitwippen an. Agilität und Spielfreude dringen aus dem Teufel-Lautsprecher. Jeder Ton klingt dynamisch, sauber und druckvoll. Die Gesamtperformance ist ausgewogen und ehrlich – aber niemals extravagant oder aufdringlich. Ganz tief in den untersten Basskeller geht es dabei nicht. Das ist aber auch nicht schlimm. Statt im Tiefbass nervig rumzuwummern, spielt die Teufel Bar herrlich ausgewogen und setzt ein ordentliches Pfund in den Grundton. Das ist mir auch lieber so. Die Musik spielt voll und straff, ohne aber mit überzogener Detailauflösung auf sich aufmerksam zu machen. Selbstverständlich teste ich auch jetzt mit Dynamore: Sofort erscheint die Klangbühne wesentlich breiter, raumfüllender und wärmer. Ein schöner Effekt, der den Raum sofort akustisch voll ausleuchtet.

Klanglich spielt die Cinebar Lux für ein Frontsurround-System auf einem sehr hohen Niveau.

Oberster Level

Weiter geht’s dann mit „What About Us“ von Pink. Von Sekunde eins umhüllt mich der Sound mit einer angenehmen Transparenz und Räumlichkeit. Pink scheint tatsächlich vor dem Fernseher zu stehen, dahinter breit verteilt die mitspielenden Instrumente. Zur Räumlichkeit kommen Auflösung und Speed: Zarte, langsame Passagen wechseln sich mit schnellen, kraftvollen Teilen ab. Anstrengen muss sich die Cinebar Lux dabei nicht wirklich. Auch nicht, als ich pegeltechnisch bis auf Zimmerlautstärke gehe. Sehr gut, mein Testgast eignet sich also auch als moderner HiFi-Lösung. Klanglich spielt sie zwar nicht auf dem Niveau eines dedizierten Stereo-Systems wie beispielsweise Teufels Stereo M. Für ein Frontsurround-System ist die hier gelieferte Soundperformance aber auf dem obersten Level. Die Wiedergabe wirkt grenzenlos räumlich und wird auch noch präzise reproduziert. Die Balance zu allen dargestellten Klanganteilen ist optimal: Obere Basspassagen kommen kraftvoll rüber, der Raum ist mit Musik gefüllt und der Gesang ist glasklar und sauber akzentuiert.

Fazit

Die Teufel Cinebar Lux sorgt für umhüllenden Sound – und das ganz ohne Extra-Subwoofer und Rearspeaker. Zwölf Töner und vier passive Bassmembranen verstecken sich in der schlanken, schicken Klangleiste. Dynamore sorgt für einen voluminöseren und wärmeren Sound. Dank Raumfeld-Technologie ist die Soundbar streamingfähig und spielt nahtlos im Verbund mit anderen Teufel Streaming-Lautsprechern. App-Steuerung, Sprachsteuerung, Bluetooth und Spotify Connect machen die Cinebar Lux hochflexibel. Auch top: die Bedienung über das coole Dot-Matrix Display. Mit rund 750 Euro hat das natürlich seinen Preis. Aber den ist es auch wert.

Test & Text: Sonja Bick
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 90/90
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

89

90

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Technische Daten

Modell:Teufel
Cinebar Lux
Produktkategorie:Soundbar
Preis:749,99 Euro (UVP)
Garantie:bis zu 12 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
- Schwarz/Weiß
Vertrieb:Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 300 9 300
www.teufel.de
Abmessungen (HBT):75 x 1140 x 135 mm
Gewicht:4,40 kg
Prinzip:Drei-Wege, geschlossen
Treiber:8 x 50 mm Breitbänder
2 x 25 mm Hochtöner
2 x 50 mm Tieftöner (Upfiring)
4 x 48 mm Passivtreiber
Anschlüsse:2 x HDMI TV (ARC/CEC)
1 x optischer Digitaleingang
1 x 3,5-mm-Klinke
1 x LAN
1 x Sub-Out
1 x USB (2.0)
- Bluetooth 4.0 apt-X
- WiFi
Lieferumfang:- Cinebar Lux
- Netzkabel
- Fernbedienung
- Anleitung
Pros und Contras:+ virtueller Raumklang
+ Dynamore-Technologie
+ vorprogrammierte Klangmodi
+ hohe Flexibilität
+ Nachtmodus
+ ARC-und CEC-fähig
+ coole Ugrade-Möglichkeiten
+ kabellose Verbindung zu Mitspielern
+ App-Steuerung
+ multiroomfähig
+ Bluetooth
+ Wandmontage möglich

- kein HDMI-Kabel
Benotung:
Klang (60%):89/90
Praxis (20%):90/90
Ausstattung (20%):90/90
Gesamtnote:90/90
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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