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Die LiberoBuds wecken mit ihrer schlichten und unaufgeregten Außendarstellung den Eindruck, als könnten sie kein Wasser trüben. Hama bleibt sich aber auch hier treu und stattet seine True Wireless In-Ears mit umfangreichen Features aus. Und mit einer preislichen Kampfansage.

Die Hama LiberoBuds sind kompakt und bringen pro Stück gerade einmal 5 Gramm auf die Waage.

In-Ear-Kopfhörer polarisieren. Die einen lieben sie und wollen nichts anderes mehr. Die anderen kommen mit den Knöpfen im Ohr nicht klar. Mit den LiberoBuds will Hama allerdings beide Zielgruppen ansprechen. Denn neben einem hohen Klangniveau und viel Ausstattung, sollen diese In-Ears auch sehr bequem sein. Als etabliertem deutschen Hersteller ist es Hama in der Vergangenheit immer wieder gelungen zu überraschen und zu beeindrucken. Im hartumkämpften Kopfhörer-Markt ist das allerdings sehr schwer. Da heißt es „Auffallen um jeden Preis“ zwar mit viel Tamtam und Blingbling. Das ist allerdings so gar nicht das Ding des 1923 gegründeten Monheimer Unternehmens. Hier will man stattdessen eher mit solider Technik, einer vernünftigen Preispolitik und designtechnischem Understatement auftrumpfen. Ob das reicht, wird sich in diesem Test zeigen.

Die Hama LiberoBuds eigenn sich perfekt für die Reise, fürs Chillen oder beim Sport.

Farbspiel

Den Markt beeindruckt man zunächst sicherlich nicht mit klassischen In-Ear Kopfhörern. Wenn man noch auf den „Platz-da-jetzt-komm-ich“-Effekt verzichtet, muss man einfach auf andere Art überzeugen. Hier bin ich gespannt, wie Hama das mit seinen LiberoBuds in Angriff nimmt. Vorab: Meine Erfahrung was Kopfhörer angeht, bezieht sich bisher hauptsächlich auf Over-Ear- und On-Ear-Klangwiedergeber. Gegen die In-Ear Variante, die meist als Beifang in der Box des neuen Mobiltelefons beiliegen, habe ich mich bisher erfolgreich gewehrt. Oftmals zu unästhetisch, zu klobig und/oder der Klang war einfach schlecht. Genau das muss mein Testgast aus dem bayrischen Monheim nun besser machen. Geliefert werden die LiberoBuds in einer geschlossenen orange-weißen Box. Öffne ich den durch einen Magneten verschlossenen Deckel, präsentieren sich die Ladeschale und beide Kopfhörer. In diesem Fall im klassischen grau. Wer jedoch das Bedürfnis hat farbliche Akzente zu setzen, kann die LiberoBuds alternativ auch in rot, grün, schwarz, blau oder pink bekommen.

Wahlweise sind die Hama True Wireless-Kopfhörer auch in zeitlosem Grau zu haben (Herstellerbild).

Fester Grip

Nun muss mich mein neuer „daily partner“ – wie Hama seine Buds benennt – davon überzeugen, dass er doch so viel mehr kann. Oder noch viel wichtiger: Dass er alles besser kann, als seine bereits genannten Pendants. So befreie ich den Libero erst einmal aus der Kartonage. Dabei fällt mir als sofort die angenehme Haptik auf. Die kleinen In-Ears fühlen sich griffig an. Das liegt unter anderem an dem Silikonring mit dem die LiberoBuds umzogen sind. Das fühlt sich gut an und sorgt dafür, dass der Kopfhörer einen noch besseren Grip in der Ohrmuschel findet. Soviel vorweg: Bequem ist das auch! Unbeabsichtigtes Herausfallen ist deshalb fast unmöglich. Insbesondere in Zeiten von Corona ein wichtiger Punkt. Zieht man seine Mund-Nase-Bedeckung ab, kann es schnell passieren, dass man auch seine In-Ears herauszieht. Das passiert hier nicht. Wem diese zusätzliche Fixiermöglichkeit nicht gefällt, kann den Silikonring auch abziehen.

Dank Silikonring halten die LiberoBuds auch beim Sport im Ohr (Herstellerbild).

Leicht und bequem

Selbstverständlich gehört zum Lieferumfang auch eine Auswahl unterschiedlich dimensionierter Silikon-Tips, um eine Größenindividualisierung der Ohrstecker vorzunehmen. Ein Riesenvorteil ist die fast schon zwergenhafte Größe der LiberoBuds. Vor allem im Vergleich zu den aktuell gehypten Over-Ears. Denn wem ist dieses Problem nicht bekannt: Man möchte auf dem täglichen Weg zur Arbeit, Uni oder Schule seinen favorisierten Podcast, seinen Lieblingssong hören oder einfach telefonieren, aber gefühlt begleitet einen mit großen Kopfbüglern die komplette Hifi-Anlage. Das ist hier ausdrücklich nicht so. Die Hama Ohrstecker sind ultrakompakt, leicht und bequem. Wie sie klingen? Dazu gleich mehr …
Zunächst geht es hier noch um den Komfort: Ist man unterwegs, ist der Zugriff auf seinen akustischen Begleiter ein Leichtes. Die in dem Case voll aufgeladenen LiberoBuds stehen sofort für ihren Einsatz bereit. Und das etwa vier bis fünf Stunden mit einer Akkuladung! Natürlich immer in Abhängigkeit der gewählten Lautstärke.

XXL-Akku-Power

Höre ich meine favorisierten Podcasts reize ich die Akkuleistung nach oben aus. Bei lautstarker, musikalischer Untermalung hat der Akku meist um die vier Stunden durchgehalten. Die 38mAh-Leistung der Earpieces, mit den 3,7 Volt Lithium-Polymer Akkumulatoren spielt für mich aber nur eine untergeordnete Rolle. Ruhen die Buds nach ihrem Einsatz wieder in ihrem 380mAh-Case, sind sie in knapp 60 Minuten wieder vollgeladen bis unter das Dach. Den Weg in besagtes Case finden die Buds quasi von allein. Durch eine verbaute Magnetenschale werden die In-Ears automatisch in die richtige Ladeposition gezogen. Das Ganze kann sich bis zu dreimal wiederholen bevor es auch der Ladeschale nach Energie dürstet. Ich kann also etwa 16 bis 20 Stunden Musikhören, bis mein Set wieder aufgeladen werden muss. Ist das dann der Fall, kann das Case problemlos mit dem mitgelieferten Ladekabel an jedes USB-Ladegerät oder an einem entsprechenden Eingang am Computer oder Laptop andocken.

Zum Lieferumfang gehören neben den Kopfhörern unterschiedlich große Eartipps, eine Handschlaufe, ein Ladekabel und natürlich die Transportschale.

Die große Freiheit

Anders als bei vielen kabelgebundenen Kopfhörern ist hier schonmal kein störendes Rascheln der Kabel zu vernehmen. Aber viel wichtiger ist: Es gibt kein Kabel-Wirrwarr. Nice. Denn sicherlich ist das Rascheln bei teuren, kabelgebunden Kopfhörern minimiert oder nicht vorhanden, dafür darf durch den Nutzer regelmäßig der Gordische Kabelknoten entflochten werden. Das hat mit der verbauten Bluetooth 5.0 Version sein datenstabiles Ende gefunden. Nicht nur das, auch die Beweglichkeit des Kopfes nimmt exponentiell zur geringeren baulichen Größe und dem geringen Gewicht zu. Mit seinen gerade mal fünf Gramm pro Earpiece reihen sich die Hama LiberoBuds in die Mittelgewichtsklasse ein. Ist die Musiksession dann beendet, wandern die kleinen In-Ears wieder in die Ladeschale, in der sie auch vor Staub und Beschädigung geschützt werden. Punkte, die gerade auf Reisen oder bei Pendlern auf großen Anklang stoßen. Nun aber genug der LiberoBuds-Untersuchung. Jetzt lausche ich der akustischen Leistung unter verschiedenen Einsatzbedingungen:

Power on

Das Koppeln gestaltet sich auch hier so unkompliziert wie man es heutzutage von Bluetooth-Kopfhörern erwarten darf. Innerhalb weniger Augenblicke sind die Hama True Wireless Ohrstecker mit meinem Smartphone gekoppelt. Was mir jedoch besonders angenehm auffällt, ist die akustische Rückmeldung durch eine sehr angenehme Frauenstimme. „Power on“ haucht es in den Gehörgang, sobald die Buds aus der Schale entnommen werden. Weiter geht’s mit „Pairing“. Quittiert wird der erfolgreiche Abschluss schließlich durch „Your headset has been connected“. Jetzt sind die LiberoBuds auch einsatzbereit. Viele Nutzer verwenden ihre In-Ears vorzugsweise draußen auf dem Weg zur Arbeit oder auch beim Sport. Dort kommt es umgebungsbedingt dann häufig zu Störgeräuschen, die die Klangwiedergabe stark beeinträchtigen können. Sei es der Sitznachbar im Bus oder Bahn oder die Windgeräusche bei der Laufrunde um den See. Das stellt die Entwickler von Kopfhörern vor das Problem, wie diese Geräusche minimiert werden können.

Die Kopplung mit deM Handy ist auch von Technbik-Einsteigern in wenigen Augenblicken durchgeführt.

Understatement

Technisch gibt es die Lösung des Antischalls. Also durch künstlich im Kopfhörer erzeugten Gegenschall, der klangschädigenden Außenschall auslöscht. Bekannt auch als Active Noise Cancellation (ANC). Darauf verzichtet Hama in diesem Modell. Das ist aber keineswegs ein Grund zur Kritik, schließlich ist diese Technik ist kostenintensiv und geht zu Lasten des Energiespeichers. Hier ist es also sehr wichtig, dass die bauliche Form eine klangliche Abkopplung nach Außen schafft. Exakt das gelingt den LiberoBuds, nachfolgend zu lesen, eindrucksvoll: Mein Sitznachbar in der S-Bahn unterhält sich angeregt mit seinem Telefongesprächspartner. Ohne aber die Lautstärke signifikant erhöhen zu müssen, kann ich der wesentlich unterhaltsameren Gesprächsrunde von „Baywatch Berlin“ locker folgen. Tatsächlich wurde ich anschließend aber doch noch aus meiner akustischen Wohlfühlisolation rausgeholt. Mein Sitznachbar war nämlich sichtlich interessiert an den LiberoBuds, konnte aber den Hersteller nicht erkennen. Hama verzichtet hier nämlich auf einen Herstellerschriftzug. Ungewöhnlicher, aus meiner Sicht aber eher ein Vorteil.

Sind die passenden Eartipps aufgesetzt, sorgen die LiberoBuds für eine überraschend gute passive Rauschunterdrückung.

Die LiberoBuds sind Preiswunder

Mein täglicher Weg zur Arbeit nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch. Lausche ich also nur Podcasts bei gleichbleibendem Volumeneinstellung, würde ich einen halben Monat mit nur einer Ladung des Transportetuis auskommen. Alternativ könnte ich aber auch den Direktflug von Frankfurt nach Los Angeles locker musikalisch untermalen – ohne einmal nachladen zu müssen. Ein beindruckender Wert! Noch beeindruckender wird das bei einem Blick auf das Preisschild, denn diese kleinen, sehr praktischen und wirklich bequemen In-Ears sind bereits für rund 40 Euro zu haben.
Nach getaner Arbeit belasse ich die Hamas dann aber nicht in der Jackentasche, sondern möchte sie auch auf der Laufrunde um den See nutzen. Still ruht der See, nur das Zwitschern der Vögel durchbricht diese Stille. Zugegeben, das ist jetzt nicht so belästigend wie der telefonierende Sitznachbar. Aber die Windgeräusche beim Laufen können den Musikgenuss durchaus schmälern. Mal sehen …

Preishammer: Die In-Ears sind samt Ladeschale für knapp 40 Euro zu haben.

Los geht’s

Felix Jaehn eröffnet die Runde. Bekanntlich hält sich der DJ nicht damit zurück, die klangliche Range seiner Titel mit unterschiedlichen Effekten einzuspielen. Vocals und instrumentelle Parts greifen eine große Bandbreite ab. Dabei werden die Vocals gerne auch gepitcht. Das alles wird dann auch souverän durch die LiberoBuds abgearbeitet. Im Gegensatz zu mir. Meine Runde um den See läuft nur schleppend. Es ist also notwendig, neue musikalische Unterstützung anzufragen. Ohne mein Smartphone aus der Tasche zu nehmen, fordere ich diese auch an. Mit einem kurzen Doppelklick auf den rechten Multifunktionstaster des In-Ears. Sofort bekomme ich akustischen Support von The Chemical Brothers mit dem Titel „Go“. Umgekehrt ist das selbstverständlich auch möglich. Als sich „Go“ dem Ende nähert, brauche ich diesen Titel nochmals als Motivation. Mit einem einfachen Doppeltipp auf den linken In-Ear injiziere ich mir eine weitere Dosis Chemie. Das alles mit einem wirklich eindrucksvollen und zufriedenstellenden Klang.

Gutes Gefühl

Bei meiner aktuellen konditionellen Konstitution bin ich für jede Pause dankbar. Es klingelt just das Telefon. Den Anruf nimmt man über einen kurzen Druck auf den rechten oder linken Multifunktionstaster entgegen. In meinem Fall musste ich den Anrufer allerdings aufgrund mangelnder Atemluft blocken. Dafür halte ich einen Taster zwei Sekunden lang gedrückt. Den Rückruf initiiere ich, indem ich den linken Taster gedrückt halte und den Google-Assistenten aktivierte. Selbstverständlich funktioniert das auch mit Siri. Nach weiterer, wirklich dringend benötigter, musikalischer Unterstützung beende ich meinen Lauf dann mit Massive Attack und „Unfinished Sympathy“. Jetzt läutet die Cool-Down-Phase ein. Ich bin dankbar, als ich die Streicher und die facettenreiche Stimme von Shara Nelson höre. Auch feine und filigrane Töne stellen die LiberoBuds also wirklich sehr gut durchhörbar dar. Passend zu meiner desolaten Laufleistung fängt es nun auch noch an zu regnen. Dabei fallen mir jedoch zwei weitere Vorteile auf:

Ein kurzer Fingertipp auf die Multifunktionsfläche genügt, um beispielsweise ein Telefonat anzunehmen.

Komfortabel und praktisch

Zum einen wäre das die IPX 5 Zertifizierung (Strahlwasserschutz), ein durchaus wichtiges Feature ist bei einem Outdoor-Begleiter. Zum anderen wäre das die kompakte Größe. Wie bereits eingangs erwähnt, ist klein in diesem Fall „riesig“. Meine Kapuze lässt sich zum Schutz vor Regen und Auskühlen problemlos über die Ohren ziehen. Kein störender Bügel, keine übergroßen Ohrmuscheln, kein Kabelgedöns. Sehr praktisch!
Ein Thema muss zum Selbstschutzes entfallen: Ich gestehe ein, dass ich die Maximallautstärke beim Hören nicht ausgereizt habe. Aber bis zu dem Volumenbereich, den ich als angenehm empfunden habe, konnte ich keinerlei nervige Verzerrungen Klangbild wahrnehmen. Kein Scheppern, kein Krächzen – und auch keine Verbindungsabbrüche. Stattdessen vernehme ich nur die wohltuende und satte Bandbreite meiner Playlist. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob es sich dabei um Pop, Rock oder New Metall handelt.

Um die In-Ears zu laden, werden diese einfach in die dafür vorgesehenen Vertiefungen der Ladeschale gestckt.

Fazit

Zugegeben, anfangs war skeptisch bezüglich der Klangbreite und des Tragekomforts von In-Ear-Kopfhörern. Die LiberoBuds von Hama konnten mich aber zunehmend überzeugen. Sie sitzen wirklich fest im Ohr, halten lang durch und klingen überraschend groß. Sicherlich machen voluminösere Over-Ears klanglich manches besser. Wird das Ganze aber ins Verhältnis zur Größe gestellt, relativiert sich das schnell. Wer also seine Musik, Podcasts und Hörbücher unterwegs erleben – oder besser gesagt – erhören möchte, und beispielsweise beim Sport nicht aussehen will wie DJ auf der Flucht, dem steht hier eine wirklich anspruchsvolle und kostengünstige Alternative zur Verfügung. Zum Klang der LiberoBuds kommen dann noch viele nützliche Features: Dazu gehören die Freisprecheinrichtung, der Sprachassistent oder das einfache Skippen durch die Playlist. Alles intuitiv und schnell erreichbar. Für knapp 40 Euro bietet Hama hier ein wirklich rundes Paket, das sich das Prädikat „Preistipp“ redlich verdient hat.

Test & Text: Marc Rehrmann
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Preistipp
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

80

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Technische Daten

Modell:Hama LiberoBuds
Produktkategorie:True Wireless Kopfhörer
Preis:um 40,00 Euro
Ausführungen:- Schwarz
- Rot
- Grün
- Schwarz
- Blau
- Pink
- Grau
Vertrieb:Hama, Monheim
Tel.: 09091 / 5020
www.hama.de
Gewicht:- 5 Gramm/EarBud
- 52 Gramm (inkl. Ladeschale)
Anschlüsse:- USB
- Bluetooth
Bluetooth-Reichweite:bis zu 10 Meter
Stromversorgung:- Akku
- Netzstrom (via USB)
Akkuleistung:- LiberoBuds: um 4 Stunden
- Ladeschale: um 16 Stunden
Lieferumfang:- Hama LiberoBuds
- Ladeschale
- USB-Kabel
- Bedienungsanleitung
Besonderheiten:+ Akkulaufzeit 4 bis 5 Stunden
+ leicht verständliche Bedienungsanleitung
+ intuitive Bedienung
+ sehr gute Haptik
+ gute Ausstattung
+ Freisprechfunktion
+ Sprachassitenten-ready

- Deckel der Ladeschale könnte stabiler sein
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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