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Mit der Voyage-Serie unternimmt Creek Audio den beherzten Schritt ins Premiumsegment. Hauptakteur der neuen Linie ist der robuste und doch mit sanften Linien gestaltete Verstärker Voyage i20 im minimalistischen Design. Der Amp ist erstklassig verarbeitet, erfreulich kompakt und bietet doch alles, was den perfekten Hörgenuss ausmacht – inklusive beachtlicher Leistung. Inkl. HiRes-DAC und Bluetooth-Modul bietet er zudem auch modernen Quellen adäquaten Anschluss. Besonderes Lob verdient sich der Verstärker ausserdem für seinen unkomplizierten Umgang mit anspruchsvollsten Lautsprechern.

Der Creek Audio Voyaga i20 ist optisch zurückhaltend gestylt, erstklassig verarbeitet und hat reichlich Ausstattung unter der Haube.

Die Creek Audio Ltd. wurde 1993 von Michael Creek gegründet. Die Firmengeschichte reicht aber deutlich weiter zurück. 1970 arbeitete Mike bereits für die Wyndsor Recording CO. Ltd. seines Vaters und sammelte erste Erfahrungen als Produktionsleiter. 1976 gründete er mit der M R Creek Ltd. seine eigene Firma und arbeite fortan als Berater in der Audioindustrie. 1981 begann er dann damit, seine ersten eigenen Produkte nach der Familienphilosophie „Hohe Qualität zum erschwinglichen Preis“ zu entwickeln. Die ersten eigenen Verstärker und Tuner wurden dank Metallgehäuse mit Holzzargen und ihrer guten Qualität zu echten Verkaufsschlagern. Ende der 1980er Jahre kaufte die TGI PLC Group dann das Unternehmen. 1993 erwarb Michael Creek die Rechte zurück und gründete die heutige Creek Audio Ltd. mit ihrem Sitz in Hemen Hempstead unweit von London.

Die Front wird von einer soliden Alu-Platte geziert. Sämtliche Spaltmaße sind optisch perfekt gehalten, die Lüftunsschlitze auf der Gehäuseoberseite großzügig dimensioniert.

Erscheinung des Creek Audio Voyage i20

Äußerlich besticht der Creek Audio Voyage i20 mit einer aufgeräumten in Silber gehaltenen Front. Zwei große Drehregler säumen das große und klar ablesbare Display. Die Regler verfügen über eine gut spürbare und leichtgängige Rasterung. Die fein aufgelöste Anzeige signalisiert alle Betriebszustände des Verstärkers deutlich und schnörkellos. Sogar die Temperatur der leistungsstarken Endstufe kann hier abgelesen werden. An Lautsprechern mit einer Impedanz von vier Ohm kann der Voyage i20 satte 240 Watt liefern. Dabei misst das Gehäuse gerade einmal acht Zentimeter in der Höhe und ist mit 35 Zentimetern Tiefe auch vergleichsweise kompakt. In der Breite hält sich der Voyage i20 an die Hifi-üblichen 43 Zentimeter und passt sich so perfekt in den Gerätepark ein. Durch sein großes, schwarz gehaltenes Display fügt er sich auch in schwarze Anlagen gut ein. Unauffällig im Displayrahmen liegt eine 6,3 Millimeter messende Kopfhörerbuchse für den ungestörten Musikgenuss.

Das zentral in der Front platzierte Display gibt Auskunft über alle Betriebsarten, Filtereinstellungen, die gewählte Quelle, die Lautstärke etc.

Anschlussvielfalt

Dem Creek Audio Voyage i20 mangelt es nicht an Anschlüssen. So wartet er auf der übersichtlich beschrifteten Rückseite mit drei Cinch-Eingängen auf. Darüber hinaus kann auch ein Gerät per symmetrischem XLR-Anschluss Verbindung aufnehmen. Auf der digitalen Seite finden sich je zwei koaxiale sowie optische Anschlussbuchsen. Für den Signalweg aus dem Verstärker heraus stehen robuste Schraubterminals mit Aufnahme für Bananenstecker zur Verfügung. Um den Voyage i20 als Vorverstärker zu verwenden, steht der Pre-Amp-Ausgang bereit. Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich die heute übliche Kaltgerätebuchse für die Stromversorgung. Wer den Creek vollständig abschalten möchte, kann dies mit dem Power-Schalter auf der Rückseite ebenfalls tun, um etwas Energie zu sparen. Liegt mindestens 30 Minuten kein Signal an oder wird der Quellenwahlregler länger gedrückt, schaltet sich der Verstärker automatisch in den Stand-by-Modus. In diesem Modus genehmigt sich der Voyage i20 dann gerade einmal 0,5 Watt.

Die Analog-Sektion ist reichhaltig bestückt. Das uns zu Verfügung gestellte Modell ist zudem mit einem Phono-Modul ausgestattet.

Die digitale Welt

Sehr vorbildlich geht der Voyage i20 mit digitalen Quellen um. Unter anderem nimmt er Signale über koax oder via optischem Eingang entgegen. Von denen hat er je zwei an Bord. Bedeutet: Hier lassen sich zeitgleich ein Mediaplayer, die Konsole, der Fernseher und der CD-Spieler anschliessen. Apropos: Mit Markteinführung des Voyage i20 hat Creek zeitgleich auch den technisch und optisch passenden Voyage CD vorgestellt, der zum Testzeitpunkt aber nicht verfügbar war. Aber zurück zum Verstärker. Dieser ist neben besagten Schnittstellen auch mit einer Antenne für Bluetooth ausgestattet. Dank Bluetooth aptX HD saugt er dabei Musik von mobilen oder stationären Geräten wie Smartphones, Tablets oder Notebooks aus der Luft. Die Verbindungsaufnahme geschieht denkbar einfach: Die Quelle wird einfach auf „Bluetooth“ gestellt und am Zuspieler „Creek Audio BT“ gewählt. Keine zwei Sekunden später tönt Musik aus den Lautsprechern. Und das klingt auch noch richtig gut. Dazu aber später mehr.

Der Voyage i20 stellt ausserdem einen USB-Port, je zwei koaxiale und optische Digitalports und einen Bluetooth-Empfänger bereit. Damit ist er für nahezu alle modernen Quellen offen.

Keine Angst vor der Zukunft

Sollte die luftige Übertragung trotz aller Bequemlichkeit keinen Anklang finden, so bietet der ebenfalls an Bord befindliche HiRes-DAC auch eine separate Anlieferung per USB-Schnittstelle Typ B an. Über diesen Weg können PCM-Files in einer Abtastrate von bis zu 768 Kilohertz bei maximal 32 Bit angeliefert werden. Alternativ nimmt es der Voyage i20 aber auch mit DSD256-Files auf. Wo man solche Dateien aktuell herbekommt, kann ich nicht sagen. Den genannten Wert empfinde ich aber dennoch als sehr positiv, suggeriert er mir doch enorme Zukunftssicherheit. Was die nähere Zukunft auch immer an Samplingraten bereithält, der Voyage i20 wird damit umgehen können. Über besagte USB-Schnittstelle kann also beispielsweise ein Computer direkt Kontakt zum Verstärker aufnehmen. Optisch passt dabei sogar ein Laptop mit 17 Zoll-Bildschirm perfekt zum kompakten Voyage i20. Allerdings sollte man dieses aus thermischen Gründen besser nicht auf die Lüftungsschlitze des Creek stellen …

Der Voyage i20 ist auch in der Lage DSD-Files zu verarbeiten.

Klangliche Eigenschaften

Dass Creek Audio bei seinen Komponenten nur auf ausgesuchtes Material setzt und auch neue Herangehensweisen wagt, macht sich klanglich durchaus bemerkbar. So geht der Voyage i20 in meinem ersten Hörtest sehr kraftvoll und spritzig zu werke. Der Digital-Analog-Wandler lässt sich in drei Stufen anpassen und erlaubt so eine gezielte geschmackliche Abstimmung. Mir persönlich gefällt die Einstellung „Fast+“ ausgezeichnet, bei der der Wandler sehr agil operiert. Hier gewinnen Stücke mit ausgeprägter Perkussion im Hochtonbereich wie „Corazon Espinado“ von Carlos Santana oder „Anima“ von Angela Puxi an Detailtiefe und unglaublicher Freiheit. Der Wandler saugt kleinste Details aus dem Ursprungsmaterial, reicht es an die feinfühlige Vorstufe weiter, die damit ihrerseits den im AB-Betrieb arbeitenden Endstufentrakt beschickt. Daraus resultieren kristallklare Stimmen und sanft säuselnde Saxophone an den Lautsprecherausgängen. In keinem Maße schlechter schneidet der Kopfhörerausgang ab. Der Voyage i20 fächert ein feingegliedertes Stereofeld auf und schneidert ein perfektes Soundgewand auf die Ohren.

Der Creek Audio ist gerade einmal acht Zentimeter hoch, zugleich aber überraschend leistungsstark und dynamisch.

Knackig und ausgewogen

Natürlich überzeugen nicht nur die Höhen, die der Creek Audio Voyage i20 liefert. Auch im Bass kann ordentlich die Post abgehen. Etwa ab Zimmerlautstärke liefert der Brite schon ein knackscharfes Klangfundament. Er zeigt dabei so viel Kraft, dass ich selbst mit Regallautsprechern schon eine sehr ansprechende Klangkulisse erhalte, ohne den Subwoofer bemühen zu müssen. Freunde elektronischer Musik kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich höre diesbezüglich gern die aktuellen Stücke von Yello, bei denen sich Boris Blank immer besondere Mühe bei der Abmischung gibt. Besonders die Abbildung von Stimmen gelingt dem britischen Boliden hier absolut mühelos. „These Bones“ von den Fairchild Four wird ebenfalls exzellent abgestimmt abgebildet und lässt nichts an Details vermissen. Creek Audio schafft es erneut, dass mir der Bass mit seiner facettenreichen tiefen Stimme tatsächlich Gänsehaut bereitet. Soll es aber mal ein bisschen lauter werden, weiß der Voyage i20 ebenfalls zu überraschen.

Selbstverständlich ist der i20 auch mit einem Kopfhörerausgang und einer cleveren Umschaltung ausgerüstet.

Bis zu 480 Watt

Ja, so viel kann der Voyage i20 auspacken. Allerdings nur auf einem Kanal an zwei Ohm. Entsprechend 240 Watt auf beiden Kanälen an vier Ohm und so weiter. Damit er dabei nicht ins Straucheln kommt, hat Creek Audio dem Voyage i20 zum einen ein kraftvolles Netzteil kredenzt. Zum anderen schaltet der Verstärker, je nach Arbeitsmaterial, vom AB- in den sogenannten G-Betrieb. Hierfür erhöht er die Spannung der Endstufe, um dann richtig auszuteilen. All das passiert akustisch völlig unauffällig. Ab circa -15 dB in der Lautstärkeanzeige nimmt man das „G“ in der Anzeige wahr, das diesen Modus dokumentiert. Klanglich ändert sich absolut nichts. Der agile Verstärker drückt behände auf die Tube, dass es die Basstreiber kaum noch im Gehäuse hält. Jetzt schiebt der Bass ungemein, während sich der Grundton in der Magengegend bemerkbar macht. Wow, das war von diesem Amp im Slim-Line-Design nicht zu erwarten.

Die Drehregler für die Quellenwahl und die Lautstärkejustage sind solide ausgeführt und machen haptisch einen exzellenten Eindruck.

Komfort mal anders

Insgesamt macht der Voyage i20 mir sehr viel Spaß – auch wenn Creek auf ein gedrucktes Handbuch für den Voyage i20 verzichtet. Wer sich wie ich dennoch dafür interessiert, findet es auf der Homepage von Creek Audio. Dort werden noch weitere Optionen beschrieben, die das Gerät bietet. Dazu gehört u.a. auch ein optionaler Phono-Vorverstärker für MM- und MC-Abtaster. Im Lieferumfang befindet sich selbstverständlich auch eine Fernbedienung. Sie will optisch jedoch so gar nicht zum Design des Verstärkers passen. Die farblich markierten Knöpfe helfen allerdings dabei, sehr schnell diejenigen zu finden, die zur Bedienung des Amps geeignet sind. Das Handterminal erfüllt seinen Zweck also vollständig. Sehr gut gefallen mir die beiden großen Bedienknöpfe in der Front. Es ist zwar etwas ungewohnt, dass sie immer erst bei jeder zweiten Raste arbeiten, dies scheint aber beabsichtigt zu sein und man gewöhnt sich schnell daran.

Mit ihren farbigen Tasten weicht die Fernbedienung optisch ein wenig vom zurückhaltenden Design des Verstärkers ab.

Fazit

Der Creek Audio Voyage i20 stellt einen ausgezeichneten Schritt der Marke in das Premiumsegment dar. Das Design trifft meinen Geschmack voll und ganz. Das Display in der Front ist gut ablesbar, die beiden großen Drehregler passen ausgezeichnet zum Bedienkonzept. Das Minikraftwerk verfügt ausserdem über ordentlich Power. Genug, um mal so richtig einzuheizen bis die Wände wackeln. Der gute Klang bleibt dabei niemals auf der Strecke. Die Endstufe nur unter hoher Belastung in einen leistungsfähigeren Modus zu schalten, geht voll auf und sorgt für den perfekten Musikgenuss bei übersichtlichem Formfaktor. Besonders erfreulich finde ich, dass auch an Bluetooth- und USB-Unterstützung gedacht wurde. Aufgrund der wundervollen Haptik der Bedienknöpfe lasse ich die Fernbedienung gern links liegen. Es fühlt sich einfach gut an, an den robusten Stellrädern mit den feinen Rasten zu drehen. Ist ein Blick unter die Oberfläche gefragt, hilft das sauber strukturierte Menü dabei, nicht den Überblick zu verlieren.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 97/100
Klasse: Referenzklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

97 of 100

98 of 100

97 of 100

Technische Daten

Modell:Creek Audio
Voyage i20
Produktkategorie:- HiFi-Verstärker
Preis:- 4.980 Euro
Garantie:24 Monate
Ausführungen:- Silber
Vertrieb:inputaudio, Gettorf
Tel.: 04346/600601
www.inputaudio.de
Abmessungen (HBT):- 80 x 430 x 350 mm
Gewicht:- 9,0 Kg
Eingänge:3 x Line (Cinch),
1 x XLR
- Optional Phono MM / MC
2 x Coax SPDIF
2 x Optisch SPDIF
1 x Bluetooth (z. B. Handy, Tablet)
1 x USB Typ B
Ausgänge:1 x Vorverstärkerausgang
2 x Lautsprecher
1 x Kopfhörer 6,3 mm Klinke
Lieferumfang:- Voyage i20
- Netzkabel
- Fernbedienung
- Phono-Modul (optional)
Pros und Contras:+ feine Hochtonauflösung
+ satter Grundton
+ hervorragende Verarbeitung
+ massives Gehäusedesign
+ HiRes-DAC
+ gut ablesbares Display
+ zukunftssicher
+ Bluetooth
+ einfache Bedienung
+ hohe Leistungsreserven

- Anleitung nur online
Benotung:
Klang (60%):97/100
Praxis (20%):98/100
Ausstattung (20%):97/100
Gesamtnote:97/100
Klasse:Referenzklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut

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