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Der Metz blue 65MUC8001Z ist der größte Spross seiner Serie. Ausgestattet mit UHD-Auflösung, HDR10, Dolby Vision und vier Tunern besticht er durch exzellenten Bedienkomfort, hohe Flexibilität, eine überraschend gut klingende und perfekt integrierte Soundbar und ein fast unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis.

Der Metz blue 65MUC8001Z bietet UHD-Auflösung und bringt es auf eine Bildschirmdiagonale von 65 Zoll.

Früher war der Fernseher ausschließlich dafür da, das Fernsehprogramm ins Wohnzimmer zu holen. Heute ist der Anspruch an den modernen Bildschirm deutlich höher. Er ist Empfangsgerät für Streamingdienste wie Netflix und Amazon Video, ist Spielekonsole, moderner Videorekorder und Verwalter der Fotosammlung. Natürlich kann man mit ihm auch das normale Fernsehprogramm empfangen. Egal wofür der neue Flachbildschirm auch benötigt wird, die Qualität soll möglichst hoch, der Preis dagegen idealerweise niedrig sein. Wenn der 65-Zöller unter 1000 Euro kosten und randvoll ausgestattet sein soll, kommt ein OLED-Gerät meist nicht mehr in Frage. Das ist aber nicht schlimm, denn ebensowenig wie ein moderner SUV sechs Zylinder haben muss, muss ein Fernseher heute ein OLED-Modell sein. Auch UHD-fähige LED-Geräte können moderne Ansprüche erfüllen und erstklassige Fernsehbilder liefern. Exakt das will Metz mit seinem top ausgestatteten 65MUC8001Z beweisen.

Der UHD-Riese ist massiv ausgestattet und preislich hochattraiktiv.

Montage

Geliefert wird der Flachbildschirm in der typischen schmalen Fernseher-Verpackung. Auch wenn sich die Aufstellung als kinderleicht herausstellt, sollte man diese unbedingt zu zweit vornehmen. Zunächst werden die Kunststoffgriffe im unteren Bereich der Kartonage entfernt. Davon gibt es an jeder Seite zwei. Ist das geschehen, kann der Karton einfach nach oben weggehoben werden. Anschließend hebt man den Bildschirm aus dem Styropor und legt diesen mit dem Gesicht auf einen freien und ebenen Tisch. Idealerweise auf eine Decke. Nun wird der große, eindruckerweckende Standfuß mit nur vier Schrauben an der Unterseite des 65MUC80001Z befestigt. Damit wäre die Montage auch schon abgeschlossen. Im letzten Schritt wird der erfreulich leichte 65-Zöller dann an seinem finalen Standort aufgestellt. Wer nun das Netzkabel sucht, wird in der Aussparung des Styropor-Teils fündig, das auf dem Fernseher saß. Ist das nicht vorhanden, steckt dieses noch in der oberen Kartonage. Hier findet sich dann auch die Fernbedienung.

Der massive Standfuß ist superflach und absolut unauffällig, bietet dem Bildschirm aber einen sicheren Stand.

Dickes Soundversprechen

Der Fernseher steht nun an seinem Wirkungsbereich. 65 Zoll sind schon groß, allerdings wirkt der Metz blue weder zu wuchtig, noch wie ein Fremdkörper. Das liegt zum einen daran, dass der Fuß direkt mit dem Gehäuse verbunden ist und somit auch möglichst niedrig ist. Es wirkt fast, als stünde der 65MUC8001Z mit der Bildschirmunterkante direkt auf dem Sideboard. Aber wo soll man dann die Soundbar hinstellen? Ganz einfach: Die wird nicht benötigt, denn Metz hat unserem Testgast ein entsprechendes Soundsystem spendiert. Das zieht sich über die gesamte Gehäusebreite und ist gerade einmal knapp fünf Zentimeter hoch. Das nötige Volumen holt sich die hübsch integrierte Klanglösung durch die Nutzung der Gehäusetiefe. An der „dicksten“ Stelle wären das immerhin sieben Zentimeter. Bei 1,44 Metern Breite kommt da reichlich Rauminhalt zusammen. Beispielsweise auch genug, um dem Metz ein zertifiziertes Dolby Atmos-Lautsprechersetup zu verpassen. Das Klangversprechen ist also hoch!

Die Dolby Atmos-Soundbar ist perfekt in das Gesamtbild des Fernsehers integriert.

Anschluss-Vielfalt

Das moderne Soundsystem erfordert dann auch entsprechende Anschlüsse. Zwar lassen sich Inhalte mit Dolby Atmos-Tonspur auch bei Netflix und Youtube abrufen, anspruchsvolle Heimkinofans haben ihre Lieblingsfilme aber auch gern auf Blu-ray im Regal stehen oder auf Festplatte. Um den Blu-ray- oder Mediaplayer perfekt mit dem 65MUC8001Z verbinden zu können, ist dieser mit gleich drei HDMI-Eingängen ausgerüstet. Einer davon mit der Zusatzfunktion ARC. Ich würde empfehlen hier den AV-Receiver anzuschließen, sofern vorhanden. Anschließend lassen sich Toninhalte von Netflix, Disney+, Amazon, Youtube, DAZN etc. über diesen Weg in den AV-Receiver leiten und über das externe Lautsprecher-Setup wiedergeben. Abgerundet wird die Anschlusssektion durch einen optischen Digitalport, eine Netzwerkbuchse einen Analogeingang mit 3,5-Millimeter-Miniklinkenstecker und zwei USB-Schnittstellen – zum Beispiel zum Anschluss externer Sticks und Festplatten. Ist Letztgenannte konnektiert, lässt sich beispielsweise die Lieblings-TV-Serie bequem aufzeichnen. So verpasst man garantiert nichts mehr. Hinzu kommen die obligatorischen Antennen-/Satelliten-Zugänge und ein CI-Slot.

Anschlussseitig ist der Metz blue mit allen wichtigen Zugängen ausgestattet. Zu den physischen Anschlüssen auf der Gehäuserückseite kommen Bluetooth- und WiFi-Kompatibilität.

Geht schnell los

Die erste Inbetriebnahme ist ebenso kinderleicht, wie die Aufstellung. Ist der Fernseher via Fernbedienung eingeschaltet, wird zunächst die Bluetooth-Verbindung zwischen Handsender und 65MUC8001 hergestellt. Die Anleitung dafür steht deutlich sichtbar auf dem Bildschirm. Habe ich die Mikrofon-Taste dann einmal kurz betätigt, wird die Konnektierung automatisch hergestellt. Anschließend bietet der Metz blue mir an, mich per Android-Phone zu verbinden und alle Google-Nutzerinformationen automatisch zu übertragen. Da ich kein Android-Smartphone besitze, lehne ich diesen Punkt erstmal ab. Im nächsten Schritt führt mich der Einrichtungsassistent dann zur Netzwerkeinrichtung. Alle verfügbaren Netzwerke werden mir sofort angezeigt, so dass ich meins nur noch auswählen und anschließend mein Passwort eingeben muss. Was mir bereits hier sehr positiv auffällt: Die Eingabe über die Cursor-Tasten der Fernbedienung funktioniert schnell und absolut verzögerungsfrei. Auch das auf dem Bildschirm dargestellte Buchstabenfeld wird ausreichend groß dargestellt, so dass die Eingabe fix von der Hand geht.

Die Fernbedienung ist übersichtlich gestaltet und bietet auch Direktzugänge zu Netflix, Youtube, Amazon und zum Google Play Store.

Google-Einrichtung

Weiter geht es dann mit der Verbindung zu meinem Google-Konto: Unter anderem ein wichtiger Punkt, um den Metz später per Sprachbefehl zu steuern. Nachdem ich meine Mailadresse und das zugehörige Passwort eingegeben habe, schickt mir Google eine SMS mit einem Authentifizierungs-Code, den ich zur endgültigen Bestätigung noch eingeben muss. Das liest sich jetzt hier vielleicht kompliziert, ist in Wirklichkeit aber kinderleicht. Ist auch dieser Punkt erledigt, nimmt mich der Assistent nun quasi an die Hand und führt mich durch die wichtigsten Funktionen. Beispielsweise wird mir nun gezeigt wie ich Apps aus dem Google Play Store herunterlade. Oder wie ich eigene Fotos, Musik oder Urlaubsvideos über das integrierte Chromecast-Modul auf den Fernseher streame. Habe ich anschließend die unvermeidlichen Nutzungsbedingungen akzeptiert, muss ich noch entscheiden, ob der Fernseher zuhause oder in einem Shop betrieben wird und in welchem Land ich mich befinde. Danach geht es dann endlich an die Sendersuche.

Sender suchen, finden, favorisieren

Dafür wähle ich zunächst den Weg aus, über den mich die TV-Programme erreichen. Analog, terrestrisch, per Kabel oder via Satellit. Vier Tuner stehen dafür zu Verfügung. Habe ich mich für den entsprechenden Zugang entschieden, wird der Sendersuchlauf gestartet. Die Geschwindigkeit, mit der das passiert, überrascht mich. Nach wenigen Minuten kann ich bereits durch die Liste der gefundenen Stationen scrollen. Auch hier reagiert der 65MUC8001Z superschnell auf die per Fernbedienung übersandten Befehle. Statt eine halbe Sekunde oder länger zu verharren, bevor etwas passiert, wechseln die Sender gefühlt just in dem Moment, in dem ich auf die Taste drücke. Eine solch schnelle Reaktion habe ich bisher bei kaum einem Fernseher erlebt, weshalb ich das hier unbedingt erwähnt wissen möchte. Weniger praktikabel ist hingegen die Sendersortierung und das Anlegen von Favoritenlisten. Hier hilft der beiliegende Quick Start Guide auch nur bedingt, der wiederum auf die Elektronische Bedienungsanleitung verweist.

Trotz seines XXL-Formats wirkt der 65-Zöller in unserem Testraum nicht klobig.

Coole Features

Während ich so durch die verschiedenen TV-Programme zappe, entdecke ich einige weitere coole Features: Beispielsweise wäre das die „Guide“-Taste, die mir die aktuellen Inhalte aller verfügbaren Sender anzeigt. Dazu kommt der Direktzugang zu diversen Mediatheken. Empfängt der Metz blue zum Beispiel „Das Erste HD“, genügt ein kurzer Fingertipp auf die rote Taste mit dem Buchstaben „R“, schon werden mir verschiedene Inhalte angeboten. Dazu gehören die ARD-Mediathek, die letzten Aufzeichnungen der „Tagesschau“, die „Sportschau“, KIKA, eine Auswahl an „Tatort“-Folgen und mehr. Drückt man die blaue Taste mit dem „B“, wird einem der Zugang zu weiteren Online-Inhalten gewährt. Dazu gehören Spielfilme, Serien-Highlights, Nachrichtensendungen, Dokumentationen oder Comedy-Sendungen. Wie gesagt, der 65MUC8001Z ist zwar in der Lage TV-Sendungen auch via USB aufzeichnen zu können. Das ist – zumindest wenn man die öffentlich-rechtlichen Sender favorisiert – aber gar nicht nötig. Alle wichtigen Inhalte sind in den umfangreichen Mediatheken zu jeder Zeit verfügbar.

Bild-Presets

Sind die Sender gefunden und sortiert, gilt es den passenden Bildmodus zu finden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder man entscheidet sich für eines der voreingestellten Presets oder man nimmt individuelle Voreinstellungen vor. Bei ersterer Variante bietet mir mein Testgast gleich fünf Voreinstellungen an: Lebhaft, Standard, Sport, Benutzer und Film. Welches die richtige Wahl ist, ist abhängig vom eigenen Geschmack. Mir gefällt die Voreinstellung „Lebhaft“ am besten. Ist diese gewählt, wird mir ein knackiges, helles und farbenfrohes Bild geliefert. Vielleicht einen Tick zu koloriert, aber mir gefällt diese Einstellung am besten. Wählt man beispielsweise „Film“, werden Farben zurückgenommen. Auch die Helligkeit nimmt ab. Für den Blockbuster am Abend ist das dann sicher die bessere Variante. „Sport“ hingegen zeigt sich ebenfalls als hell und farbig, allerdings eine Spur zurückhaltender als „Lebhaft“. Aufgerufen werden die Voreinstellungen Menü übrigens ganz einfach über einen kurzen Druck auf die Menü-Taste.

Der einfassende Rahmen rund um das sichtbare Display ist kaum zu sehen.

Sound-Modi

Drückt man die gleiche Taste und navigiert einen Punkt nach unten, landet man im „Klang-Modus“. Wie der Name vermuten lässt, geht es hier um die Klangeinstellungen. Hier bietet der 65MUC8001Z gleich vier Presets an: Standard, Musik, Sport und Film. Die probiere ich in der TV-Übertragung einer arte HD-Dokumentation dann gleich mal aus: Wählt man „Standard“, wird der Sound in den Höhen etwas hervorgehoben, während der Tiefton zurückgenommen wird. „Musik“ bedämpft den Hochton etwas, wirkt dagegen voluminöser in den Mitten und im Grundton. „Sport“ wirkt dagegen etwas dynamischer und die Voreinstellung „Film“ dagegen merklich vordergründiger. Mit Lagy Gagas „You´ve Got A Friend“ habe ich dann mal ein bisschen in den Soundeinstellungen herumexperimentiert. „Dolby Atmos“ ist ab Werk aktiviert. Die Musik klingt weiträumig und scheint sich tatsächlich auch oberhalb des Fernsehers abzuspielen. Deaktiviere ich diesen Modus, findet das klangliche Geschehen nun nur noch auf Höhe des Bildschirms statt.

Dolby Atmos

Natürlich kann man jetzt über den Sinn dahinter streiten. Tatsächlich aber empfinde ich die Dolby Atmos-Variante ansprechender, raumfüllender und angenehmer. Anders ist das bei der Wiedergabe der Nachrichtensendung. Deaktiviere ist dem Modus hier, klingt alles präsenter, gerichteter und irgendwie richtiger. Tatsächlich ist Dolby Atmos aber eher für die Wiedergabe entsprechend abgemischter und kodierter Inhalte. Für den entscheidenden Test wähle ich den Trailer „Audiosphere“ von der letzten Dolby Atmos Demo-Disc. Und der ist von der ersten Sekunde an imposant. Helle Töne klingen präsent, schnell und nicht die Spur aufdringlich. Und sie sind zu orten – exakt dort, wo sie optisch auf dem Bildschirm dargestellt werden. Genial. Wie gut der 65MUC8001Z den Sound aber tatsächlich in den Hörraum liefert, wird mir erst klar, als ich die Einstellung Dolby Atmos deaktiviere. Jetzt fällt das Klangbild förmlich in sich zusammen. Der Sound ist nun zweidimensional und wirkt auch weniger frisch.

Dolby Atmos kann in den Ton-Einstellungen aktiviert oder deaktiviert werden.

Akustische Atmosphäre

Tatsächlich klingt auch das noch sehr ordentlich – nur eben lange nicht so gut, wie noch eben gehört. Also aktiviere ich „Dolby Atmos“ schnell wieder und erlebe eine Klangwand, die die Front akustisch auch in der Höhe nutzt. Wohlgemerkt ohne zusätzliche Lautsprecher, sondern ausschließlich durch die eingangs beschriebene Soundbar aufgezogen. Ähnliches erlebe ich im anschließend angespielten Trailer „Leaf“. Statt künstlicher Klänge füllen nun Windgeräusche und Vogelgezwitscher den Raum. Hauptsächlich direkt vor und über mir, vereinzelt aber auch gefühlt direkt neben und ein Stückchen hinter mir. Eine tolle Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann zieht. Kein bisschen übertrieben, sondern absolut realistisch. Klangtechnisch bin ich tatsächlich total begeistert. In diesem Zusammenhang nochmal zur Erinnerung: Wir sprechen hier von einem 65 Zoll UHD-Fernseher im Preis von unter 1.000 Euro! Einen solch imposanten Surroundsound habe ich bei einem Fernseher dieser Preisklasse bislang noch nicht erlebt.

Ist Dolby Atmos aktiviert, bietet der 65MUC8001Z einen imposanten Raumklang – natürlich immer entsprechendes Audiomaterial vorausgesetzt.

Google-Sprachassistent

Die zum Lieferumfang gehörige Infrarot- und Bluetooth-Fernbedienung liegt gut in der Hand und ist gefällig strukturiert. Wie bereits gesagt, werden Befehle sofort und zuverlässig umgesetzt. Rund um das zentral angeordnete Navigationskreuz sind die wichtigsten Buttons platziert. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbsgeräten lässt es sich hier nicht über die obere und untere Pfeiltaste durch das Fernsehprogramm skippen. Über die entsprechende Programmwippe ist das aber kein Problem. Vorbildlich sind die vier Direktzugänge zu Netflix, Amazon Prime Video, Youtube und zum Google Play-Store. So muss ich nicht erst mühselig durchs Menü navigieren, um einen der beliebten Dienste aufzurufen. Sehr praktisch ist auch der integrierte Sprachassistent: Ein Druck auf die Google-Taste genügt, um Befehle zu übertragen. Die Spracheingabe „Youtube“ genügt, um auf den Videoanbieter zu wechseln. Sagt man nun beispielsweise „Lite Magazin“, wird Youtube-Kanal aufgerufen. „Lauter“ erhöht die Lautstärke um zehn Schritte. Sage ich „HDMI 1“, wechselt der 65MUC8001Z auf die gewünschte Quelle.

Chromecast built-in

Als wäre das Quellangebot noch nicht umfangreich genug, ist der Metz 65-Zöller auch noch mit einem integrierten Chromecast ausgestattet. Vereinfacht erklärt, handelt es sich um eine Art Mediaplayer, über den Audio- und Video-Content, unter anderem vom Smartphone, zugespielt werden kann. Im Detail funktioniert das so: Ich öffne zum Beispiel den Musikdienst Qobuz auf meinem Handy und erwähle einen Song. Anschließend drücke ich das rechts oben platzierte Chromecast-Symbol. Nun werden mir alle kompatiblen und freigegebenen Geräte in meiner Umgebung angezeigt. Wähle ich den 65MUC80001Z aus, werden Musik und zugehörige Videoinhalte nun über den Fernseher ausgegeben. Ist man Besitzer eines Android-Smartphones, lassen sich über diesen Weg auch selbsterstellte Fotos und Videos wiedergeben. Auch iPhone-Nutzer können diese Funktion nutzen – sofern die verwendete App eine entsprechende Verbindung anbietet. Die Apps von Qobuz, Amazon Music oder Youtube wären nur einige prominente Beispiele.

Inhalte verschiedener Smartphone-Apps lassen sich via Chromecast-Verbindung direkt an den Metz blue übertragen. Dazu gehören u.a. Qobuz, Amazon Music und Youtube.

Für Fußball gemacht

Aber nochmal zurück zur Bildqualität: Schon im SD-Modus – also „normales“ TV, z. B. Pro7, RTL – fällt mir die sehr gute Darstellung bewegter Bilder meines 65MUC8001Z auf. Soll heissen, Ruckeln oder Verschmieren schneller Kameraschwenks sind nicht erkennbar. Der Videoscaler im Metz arbeitet also offensichtlich auf einem ziemlich hohen Niveau. Der Wechsel auf einen HD-Kanal bringt dann aber dennoch eine deutliche Steigerung der Bildgüte. Was auf dem Privatsender in SD-Auflösung schon vergleichsweise gut ausgesehen hat, ist nun blitzsauber. Details, die zuvor leicht unscharf erschienen, sind nun knackscharf. Was mir ebenfalls positiv auffällt: Der 65MUC8001Z spiegelt ziemlich stark, wenn er ausgeschaltet ist. Sind Bilder auf dem Bildschirm zu sehen, ist kaum noch etwas von der Spiegelung erkennbar. Wer also nach einem Fernseher sucht, mit dem er am Samstag Nachmittag die Spiele seines Lieblingsvereins verfolgt, ohne die Vorhänge schließen zu müssen, der ist hier genau richtig.

UHD & HDR

Auch der Betrachtungswinkel spielt hier glücklicherweise keine untergeordnete Rolle. Sitzt man direkt mittig vor dem Metz, hat man selbstverständlich die beste Sicht. Aber auch seitlich sitzend, verändert sich dieser Eindruck kaum. Selbst wenn fünf Zuschauer nebeneinander sitzen, erleben die ganz aussen befindlichen Personen weiterhin ein farbenfrohes, intensives Bild. Noch eine Schippe legt mein großer Testgast zu, wenn man ihn mit UHD-Material füttert. Details werden nun brillant und superfein aufgelöst. Als der Riesenaffe in „Godzilla vs. Kong“ in Ketten gelegt dasitzt, sind die Bewegungen einzelner Haare erkennbar. Als Godzilla den Flugzeugträger erklimmt, entsteht ein Flammeninferno, in dem dennoch einzelne Wrackteile zu sehen sind. Schuppen am Hals werden klar und ebenso realistisch dargestellt, wie der Speichel und die Zähne in Kongs Maul. Zugespielten HDR-Content – der kann unter anderem von Netflix oder Amazon kommen – erkennt der 65MUC8001Z überdies vollautomatisch und schaltet dann selbstständig in den entsprechenden Bildmodus.

Auch aus seitlichen Betrachtungswinkeln liefert der 65MUC8001Z noch ein hervorragendes Bilderlebnis.

Fazit

Der Metz blue 65MUC8001Z bringt alles mit, was man sich von einem modernen Fernseher im XXL-Format erwartet. Ein richtig gutes TV-Bild, UHD-Auflösung, reichlich Anschlüsse und einen hervorragenden Dolby Atmos-Sound. Dazu kommen die superschnelle Umsetzung der Fernbedienungsbefehle, eine tolle Bildqualität auch aus seitlichen Betrachtungswinkeln, Sprachsteuerung, Chromecast und USB-Recording. Obendrein sieht der 65-Zoll-Riese auch noch richtig gut aus und ist mit unter 1.000 Euro auch preislich hochattraktiv.

Test & Text: Roman Maier
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Empfehlung
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:Metz blue
65MUC8001Z
Produktkategorie:4k-LED-TV (65 Zoll)
Preis:999,00 Euro (uvP.)
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Metz, Zirndorf
Tel.: 0911/9706180
www.metzblue.com/de-DE
Bilddiagonale:65 Zoll / 164 cm
Abmessungen (HBT):869 x 1447 x 76,5 mm (mit Fuß)
Gewicht:18,5 Kg
ArtLED, UHD (3840 x 2160 Pixel), 16:9
Soundbar:integriert (Dolby Atmos)
Tuner:- DVB-C/T2/S2
Ein-/Ausgänge:3 x HDMI / davon 1 mit ARC
2 x USB
WLAN
1 x LAN
1 x Sat
1 x Kabel
1 x optischer Digitalausgang
1 x Audio-Eingang
HDMI-Funktionen:- 4k/UHD
- HDR10
- ARC (Audio-Rückkanal)
Smart TV-Ausstattung:- Android TV
- HbbTV
- WiFi-WLAN
- LAN
- Smart TV Portal
- Apps: (u.a. Netflix, YouTube, Prime Video, Google Play, YouTube Music, Live, Media, Demo Now, E-Manual)
Lieferumfang:- Metz blue 65MUC8001Z
- Fernbedienung
- Batterien
- Tischfuß
- Netzkabel
- Schnellanleitung
- Broschüre mit Sicherheitshinweisen
- Datenblatt
Pros und Contras:+ UHD-Auflösung
+ Dolby Atmos
+ HDR10, Dolby Vision, HLG
+ Smart-Funktionen
+ sehr guter Kontrast
+ gute Werkseinstellungen
+ hochwertige Verarbeitung
+ Bluetooth
+ Chromecast buit-in
+ Sprachsteuerung

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