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Bis man in den Genuss echten Surroundsounds kommt, vergehen üblicherweise viele Stunden. Platin macht es mit seinem Monaco 5.1 Set nun deutlich leichter an packenden Kinoklang zu kommen. Das kompakte Set setzt voll auf Plug & Play, bei dem nerviges Kabelverlegen und aufwändige Einrichtung wegfallen. Ob die schlanken Aktivboxen auch klanglich überzeugen, wird unser Praxistest zeigen.

Im Monaco 5.1 Set ist alles enthalten, was für Surroundsound benötigt wird. Dank der kabellosen Signalübertragung wird kein AV-Receiver benötigt.

Soundbars haben einen grandiosen Aufstieg hingelegt. Als die Fernseher flacher und die integrierten Lautsprecher schlechter wurden, stieg der Bedarf nach guten Klanglösungen. Surroundsets sind im Puncto Klang zwar unübertroffen, doch die Einrichtung eines Multikanalsystems war vielen Nutzern einfach zu aufwändig. Plug & Play war das Gebot der Stunde und Soundbars lieferten genau das. Doch was wäre, wenn man ein Surroundset hätte, das so einfach einzurichten ist wie eine Soundbar und dabei auch nicht viel mehr Platz benötigt? Genau diesen Gedanken hatte die Firma Platin, als sie ihr Monaco 5.1 Set entwickelte. Damit wollen die Amerikaner echten Multikanalton ohne Stress und ausufernde Kosten bieten. Im Set enthalten sind vier Satelliten, ein Center und ein Subwoofer, die für Klang aus allen Richtungen sorgen. Dazu kommt dann das WiSA SoundSend Modul, das einen AV-Receiver und das Verlegen von Kabeln überflüssig macht.

Das kleine Schwarze

Wenn jemand Monaco erwähnt gehen meine Gedanken stets zu Glanz und Glamour. Zum Edlem und zum Schönen. Diese Assoziation mit Platins 5.1 Set zu machen, würde aber einen Schritt zu weit gehen. Bling-Bling wird hier nicht geboten. Stattdessen geht es der Hersteller recht funktionell und platzsparend an. Das bedeutet aber keineswegs, das die verschiedenen Lautsprecher billig gemacht wären. Die Gehäuse sind solide und der mattschwarze Schleiflack ist sehr schön aufgetragen. Dazu sind auch die Chassis fest und bündig eingefasst und selbst die schmalen Schlitze der Bassreflexöffnungen sind sauber ausgearbeitet. Die Haptik überzeugt also und auch das zurückhaltende Design steht dem Set gut zu Gesicht. Blicke werden die Lautsprecher zwar nicht auf sich ziehen, doch gerade das hat Vorteile. So lassen sich die kleinen Boxen gut in jedes Wohnzimmer integrieren, ohne dort wie Fremdkörper zu wirken.

Das Design der Lautsprecher ist eher schlicht, aber durchaus gelungen. Das matte Finish hilft dabei, Reflexionen des Bildschirms zu minimieren.

Raumökonomie

Gerade die Satelliten kommen mit äußerst wenig Platz aus. Gerade einmal 17 Zentimeter hoch, und jeweils knapp elf Zentimeter breit und tief sind die vier Zwei-Wege-Lautsprecher. Doch auch die weiteren Schallwandler sind echte Raumwunder. Der Center misst gerade einmal elf Zentimeter in der Höhe und genehmigt sich außerdem nur knapp 26 Zentimeter in der Breite. So kann er selbst unter vielen stehenden Fernsehern positioniert werden, ohne das Bild zu verdecken. Genau wie bei den Satelliten, ist auch hier an der Unterseite eine rutschfeste Moosgummimatte aufgeklebt. Diese sorgen für festen Stand und ein wenig Entkopplung. Außerdem bewahren sie Möbel und Lautsprecher gleichermaßen vor Kratzern. In der Mitte der Matten befinden sich zusätzlich kleine Schraubgewinde, mit denen die Lautsprecher auf passenden Wandhalterungen oder Stativen befestigt werden können. Da die Bassreflexöffnungen nach vorne gerichtet sind, ist außerdem der Wandabstand weniger kritisch und auch Regale eigenen sich gut als Stellplatz.

Dank der kompakten Abmessungen des Center kann dieser auch direkt vor manchen Fernsehern aufgestellt werden. Eine Integrierte Lösung zur Wandmontage bietet das Set leider nicht.

Unsichtbar

Ein Subwoofer benötigt natürlich immer ein wenig mehr Fläche, doch auch hier setzt Platin auf ein enorm platzsparendes Konzept. Dank einer Bauhöhe von unter 14 Zentimetern, lässt sich der Tieftonlieferant sogar unter Sesseln oder Sofas aufstellen. Vier große Füße heben ihn vom Untergrund ab, damit das 123-Millimeter-Chassis nach unten auf den Boden feuern kann. Dank dieses Downfire-Prinzips verteilt sich der Bass weitläufig im Raum. Entsprechend ihrer Bauform, setzen Satelliten und Center natürlich auf etwas kleinere Treiber. Hier wird eine 20-Millimeter-Kalotte mit einem Tiefmitteltöner kombiniert. Der Center bietet dabei gleich zwei der Konustreiber mit 60 Millimetern Durchmesser. Um deren Antrieb braucht man sich als Nutzer des Monaco Sets dann keine Gedanken machen. Die Aktivlautsprecher werden von ihrem internen Verstärker in Bewegung versetzt und benötigen dafür nur eine Verbindung zur Steckdose. Für die Übertragung der Audiosignale kommt dann der letzte Bestandteil des Setups zum Tragen: der WiSA SoundSend Transmitter.

Dank seiner Flachen Bauweise lässt sich der Subwoofer besonders flexibel platzieren. Selbst unter Sesseln und Sofas kann der Basslieferant zum Einsatz kommen.

Smarter Sender

Statt eines riesigen AV-Receivers wird hier nur ein Gerät mit einem Durchmesser von zehn Zentimetern benötigt. Anstelle dutzender Buchsen reichen dem WiSA SoundSend drei Anschlüsse. Der Micro-USB-Eingang dient dabei einzig der Stromversorgung. Besitzt der Fernseher einen passenden Anschluss mit einem Ampere, kann der Transmitter dort angeschlossen werden. Andernfalls liegt dem Set ein entsprechender Steckdosenadapter bei. Für Audiosignale ist der eARC-Eingang dann die erste Wahl und erneut legt Platin gleich ein passendes Kabel in den Karton. Alternativ kann auch der optische Eingang an der Rückseite des SoundSend für die Verbindung genutzt werden. Die Übertragung an die Lautsprecher geschieht dann mit einem unkomprimierten Funksignal und einer Auflösung von 24 Bit und 48 kHz. Besitzt man einen Fernseher der ebenfalls von WiSA zertifiziert ist, beispielsweise Modelle von LG oder Hisense, benötigt man den Transmitter nicht einmal. Die Verbindung zwischen Quelle und Lautsprechern wird in beiden Fällen automatisch erzeugt.

Das WiSA SoundSend Modul ersetzt den klassischen AV-Receiver. Es überträgt die hoch aufgelösten Audiosignale des Smart-TV kabellos an alle Lautsprecher.

Plug & Play

Dementsprechend einfach gestaltet sich die Einrichtung des gesamten Surroundsystems. Der Center wird vor dem Fernseher platziert, während die Satelliten auf Ständern vor und hinter der Hörposition Platz finden. Dabei gilt es darauf zu achten, die jeweilige Aktivbox an die richtige Position zu stellen. Da die Kanalzuteilung nicht selbst eingestellt werden kann, benötigt es also einen Blick auf die Rückseite. Dort findet man einen kleinen Aufkleber mit dem Kürzel für Front oder Surround und links oder rechts. Wo der Subwoofer seine Arbeit tätigt ist dann wieder dem Nutzer überlassen. Ich stelle ihn zunächst einmal direkt unter dem Sessel in unserem Hörraum auf. Nachdem alle Lautsprecher verteilt und mit Strom versorgt sind, wird noch der SoundSend Transmitter per HDMI am Fernseher angeschlossen. Mit dem Einschalten des Smart-TV wird die Funkverbindung aufgebaut und das Set erwacht zum Leben. Viel einfacher kann man ein Wohnzimmerkino nicht einrichten.

Die Einrichtung des Monaco 5.1 geht unheimlich einfach von Statten. Einfach den das Modul mit dem Fernseher und die Lautsprecher mit der Steckdose verbinden, dann ist das Wohnzimmerkino fertig.

Maßarbeit

Damit ist das Monaco Set bereit zum loslegen. Dank Unterstützung für Dolby Digital, Digital+, True HD und selbst Dolby Atmos, darf der Fernseher hier sogar die entsprechenden Bitstreams ausgeben. Im ersten Testdurchgang funktionierte dabei alles wunderbar. Die Verbindung ist schnell aufgebaut und stabil. Besonders wichtig bei einer kabellosen Übertragung ist außerdem die Geschwindigkeit. Schließlich sollen Bild und Ton ja synchronisiert wiedergegeben werden. Auch hier arbeitet das 5.1 Set absolut präzise. Es gibt keinerlei merkbare Latenz oder ähnliche Störfaktoren. Was vielleicht noch fehlt, ist ein wenig Feintuning in Sachen Pegel. Dafür benötigt es die kostenlose WiSA SoundSend App, mit der per Bluetooth verschiedene Aspekte des Systems genauer eingestellt werden können. Da Front- und Surroundlautsprecher in unterschiedlichen Abständen zur Hörposition aufgestellt sind, erhöhe ich die Lautstärke der vorderen Kanäle noch ein wenig. Mit den Slidern im „Trim Level“ Menü gelingt die Einstellung bequem und präzise.

In der App lässt sich das Set genauer auf den Einsatzort ausrichten. Pegelanpassung, Latenz und Bassmangement gehen hier leicht von der Hand.

Kontrollzentrum

Überprüfen lassen sich die Einstellungen mit den integrierten Testtönen im „Channel Check“ Menü. Bei Bedarf lassen sich außerdem auch die Latenz für die Lippensynchronität, oder verschiedene Klangregelungsoptionen anpassen. Dank des übersichtlich gestalteten Interfaces der App ist die Bedienung deutlich einfacher, als die eines AV-Receivers. Natürlich sind auch die Möglichkeiten weniger ausufernd, doch vieles funktioniert hier ja auch automatisch. Die wichtigste Funktion des Sets, die Lautstärkeregelung, funktioniert im Betrieb übrigens auch bequem per Fernbedienung des Fernsehers. Schnell ist alles zu meiner Zufriedenheit justiert und es wird Zeit für ein paar Filme. Also geht es zu Netflix und „John Wick: Chapter 2“. Dabei sind es nicht Action und Getöse, mit denen Platin hier zu Beginn punktet. Der Vorteil des Multikanalsystems zeigt sich zunächst in einer Dialogszene auf dem Dach des Continental Hotel. Aus allen Richtungen prasseln dabei die Straßengeräusche von New York City auf mich ein.

Der kleine Aufkleber oben links weist auf den Einsatzort des Lautsprechers hin. Eine individuelle Kanalzuordnung ist nicht möglich.

Platin Monaco 5.1 – Kinofeeling im Kompaktformat

Das Rauschen des Verkehrs, Hupen und Rufe schallen aus den Häuserschluchten. Die Satelliten setzen die Hintergrundgeräusche mit schöner Räumlichkeit um, so dass man sich gut in das Geschehen hineinversetzt fühlt. Mit einer Soundbar, selbst bei virtuellem Surround, wirkt so etwas einfach deutlich weniger dreidimensional. Dazu darf dann außerdem der Center zeigen was er kann. Über den ganzen Film hinweg liefert er gut verständliche Stimmen. Selbst bei Akzenten und Keanu Reeves häufig eher gemurmelten Zeilen der Originalversion, agiert er mit schöner Klarheit und Natürlichkeit. Dabei stellt sich der Grundton der kleinen Lautsprecher als angenehm satt heraus. Im mittleren Frequenzbereich bekommen Effekte und Stimmen eine schöne Körperhaftigkeit verliehen. Hier agieren die direkt angetriebenen Membranen außerdem flink und kontrolliert. Dazu wird der Hochton gut aufgelöst und das Monaco Set liefert viele schöne Details.

Nutzt man den HDMI-Eingang des SoundSend, kann die Lautstärke des Sets mit der Fernbedienung des Smart-TV eingestellt werden. Alternativ ist auch ein optischer Eingang vorhanden.

Knalleffekt

Das zeigt sich schön bei einer Schießerei in den römischen Katakomben. Auf den kernigen Schub abgefeuerter Schusswaffen folgt schnell das feine metallische Klingen der ausgeworfenen Patronenhülsen. Auch bei den Halleffekten in den engen Tunneln der ewigen Stadt, behalten die Endstufen der Lautsprecher die Kontrolle über die Chassis. Besonders tut sich das Set dann aber erneut durch seine schöne räumliche Darstellung und die gute Ortbarkeit hervor. Schüsse und Faustschläge können akustisch gut lokalisiert werden. Überall surren Kugeln durch die Luft, oder schlagen in den dicken Backsteinwänden ein, die im Anschluss effektreich zerbröseln. Dazu entwickelt der Subwoofer diffusen Bass, der ziemlich weit nach unten reicht. Allerdings fehlt es dabei eine wenig an wirklichem Druck. Von seiner Position unter dem Sessel bewege ich ihn also nach vorne links im Raum. Das quittiert der Tieftöner umgehend mit deutlich kräftigeren Einsätzen. Ein wenig Herumprobieren kann sich also lohnen.

Mit mehreren „echten“ Schallquellen im Raum, wird das Filmerlebnis einfach deutlich immersiver, als mit einer Soundbar.

Heißer Reifen

Mit seinen 100 Watt Leistung liefert der Subwoofer auch bei „Need for Speed“ gute Dienste. Blubbernde V8-Motoren und sonores Auspuffgrollen lassen hier mein Herz als Autoenthusiast höher schlagen. Den anderen Lautsprechern hingegen würde ein Quäntchen mehr Power noch gut tun. In kleineren Räumen liefern sie zweifelsohne genug Pegel für packenden Sound. Dafür müssen sie aber auch relativ weit oben in ihrem Leistungsspektrum bewegt werden. Dann wandern die quietschenden Reifen driftender Supersportwagen auch mitreißend und gut verfolgbar durch den Raum. Als sich bei einer Präsentation einige Hologramme auflösen, werden diese mit feinem Hochton durchgezeichnet. Und auch der Center besticht ebenfalls mit schönen Details, wie dem leicht keuchenden Unterton in Aaron Pauls Stimme. Bei den Zahlreichen Crashs liefert das Set dann wuchtige Einschläge mit realistisch knirschendem Metall und hell klirrendem Glas. Kontrolliert, lebendig und mit überraschend viel Körper, liefert Platins kompaktes Set hier erstaunlich großes Kino.

Der Subwoofer feuert nach unten hin ab und verteilt so den Schall weitläufig im Raum. Mit Hilfe von Tasten und Display lässt sich sein Pegel auch direkt am Gerät einstellen.

Fazit

Platin vereint das beste aus zwei Welten. Das Monaco 5.1 bietet Surroundsound, wie ihn nur ein echtes Multikanalset bieten kann. Dabei sind Einrichtung und Bedienung genau so einfach wie bei einer Soundbar. Auspacken, einstecken: Fertig ist der Filmtempel im Wohnzimmer. Dank ihrer kompakten Abmessungen und der guten Verarbeitung, fügen sich die Aktivlautsprecher dort problemlos ein. Im Betrieb überzeugt das Set dann mit wunderbar räumlichem und immersivem Klang, schönen Details und gutem Punch. Auf wenig Raum liefert das Monaco 5.1 packenden Kinosound zu einem absolut fairen Preis.

Test & Text: Philipp Schneckenburger
Fotos: lite-magazin.de

Gesamtnote: Preistipp
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:Platin Monaco 5.1
Produktkategorie:Wireless 5.1 Surroundset
Preis:1.599 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Robert Ross Audiophile Produkte, Denkendorf
08466 905030
www.robertross.de
Abmessungen (H x B x T):SoundSend: 29 x 102 mm
Center: 113 x 260 x 114 mm
Satelliten: 172 x 109 x 114
Subwoofer: 136 x 380 x 310 mm
Gewicht:SoundSend: 130 g
Center: 2,4 kg
Satelliten: 1,5 kg
Subwoofer: 5,5 kg
Bauart/Prinzip:2-Wege, aktiv, Bassreflex
Anschlüsse SoundSend:1 x HDMI eARC
1 x Toslink optisch
1 x Micro-USB (nur Strom)
Bestückung Center:1 x 20 mm Hochtöner
2 x 60 mm Tiefmitteltöner
Bestückung Satelliten: 1 x 20 mm Hochtöner
1 x 60 mm Tiefmitteltöner
Bestückung Subwoofer:1 x 123 mm Subwoofer
Lieferumfang:4 x Satellitenlautsprecher
1 x Center
1 x Subwoofer
6 x Stromkabel
1 x SoundSend Transmitter
1 x USB-Kabel
1 x USB-Steckeradapter
1 x HDMI-Kabel
1 x Quickstartguide
Pro & Contra:+ vollständiges Heimkinoset
+ enorm einfache Einrichtung
+ gefälliges Design
+ gute Verarbeitungsqualität
+ kompakte Abmessungen
+ günstiger Preis
+ stabile, kabellose Übertragung
+ mit Dolby Formaten kompatibel
+ übersichtliche App
+ natürliche Stimmwiedergabe
+ tolle Räumlichkeit
+ kontrolliert und plastisch
+ ordentlich Tiefgang
+ schöne Detailwiedergabe

- geringe Leistungsreserven
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend
Getestet mit:Metz blue 65MUC8001Z
Netflix

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