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Im Heimkino dient der Subwoofer quasi als Fundament für raumfüllenden Sound, der einen Film erst so richtig zum Erlebnis werden lässt. Der Tiefton ist sozusagen der Anker für die Atmosphäre und Sunfire hat mit dem HRS-8 nicht weniger als die perfekte Umsetzung dieser Metapher entwickelt.

Kompakter Subwoofer mit enormer Power: der HRS-8 von Sunfire.

Kompakter Subwoofer mit enormer Power: der HRS-8 von Sunfire.

 

Der Kollege Jonas Bednarz hat mit dem XTEQ 8 bereits ein Modell aus dem Hause Sunfire, 2004 in den USA gegründet, testen dürfen. Er stellte dabei klar, dass mittlerweile auch kleine Subwoofer eine ernstzunehmende und imposante Leistung zutage fördern können. Moderne Technik macht es möglich und das zeigt sich auch – trotz vieler Unterschiede zum XTEQ 8 – beim HRS-8. Der ist nämlich zunächst einmal eine Preisklasse tiefer angesiedelt als der XTEQ 8. Das liegt vorwiegend daran, dass er keine automatische Einmessung mitbringt und noch manuell angepasst werden muss, was aber nicht von Haus aus negativ sein muss. Außerdem verfügt er über ein statt zwei Chassis, das zudem im klassischen Frontfire- und nicht im Sidefire-Prinzip arbeitet. Angesichts des primären Einsatzortes im Wohnraumkino ist das aber absolut ausreichend – und im Notfall stehen mit dem HRS-10 und dem HRS-12 ja auch noch zwei große Brüder zur Verfügung.

Auffälllig: Die Sickenkonstruktion des 8-Zoll-Tieftöners.

Auffälllig: Die Sickenkonstruktion des 8-Zoll-Tieftöners.

Messerscharf und kantig

Aber wir bleiben beim kleinsten der drei HRS-Tieftöner. Der ist tatsächlich sehr kompakt konstruiert. Das geschlossene Gehäuse verfügt gerade einmal über eine Kantenlänge von 25,4 Zentimetern. Das nennen wir mal kompakt! Dabei handelt es sich hier nicht einfach nur um einen schlichten Würfel, denn hier sind die oberen Kanten geschrägt. Das macht optisch gleich mal einen deutlich besseren und interessanteren Eindruck als die bloße geometrische Würfelform. Die Flächen erstrahlen förmlich in ihrem schwarzen Hochglanzkleid. Wem das zuviel ist: die Front lässt sich auch hinter einer schwarzen Stoffbespannung verstecken.

Deren Verarbeitung ist ebenfalls makellos, trotz der ebenfalls abgeschrägten Flächen sind hier keine Falten etc. zu sehen. Oben zentral sitzt das Herstellerlogo. Die Befestigung erfolgt ganz simpel über vier Pins, die in die entsprechenden Gegenstücke in der Front gedrückt werden. Das kennt man von den allermeisten Lautsprechern. Ohne Front sind diese Löcher dann natürlich ebenso wie die Schrauben, die die Membran halten, sichtbar, das wäre dann aber wohl der einzige kleine Kritikpunkt am ansonsten hervorragenden verarbeiteten Äußeren. Und wenn wir ehrlich sind, achtet auf die Befestigungen wahrscheinlich sowieso niemand mehr, sobald die Achtzoll-Membran mit ihrer auffälligen Sickenkonstruktion zu sehen ist.

Die abgeschrägten Kanten werden auch bei der Frontabdeckung aufgegriffen.

Durchdacht: Die abgeschrägten Kanten werden auch in der Frontabdeckung aufgegriffen.

Hier findet jeder Anschluss

Auf der Rückseite geht es – wie bei den allermeisten Bassmeistern – optisch weniger spektakulär zur Sache, trotzdem ist hier jede Menge los. Anschlussseitig bieten sich hier zwei Hochpegeleingänge, dank derer sich der HRS-8 über Lautsprecherkabel anschließen lässt. Daneben stehen zwei Line-Level-Eingänge für Cinch-Kabel zur Verfügung, natürlich kann hier nur einer der linken Eingänge genutzt und mit dem Mono-Subwoofer-Ausgang am Verstärker verbunden werden (so haben wir es im Test übrigens auch gemacht). Schöner Service für Laien: Die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten werden in der beiliegenden Anleitung anschaulich erklärt. Auch Hochpassausgänge sind vorhanden, über die eingehende Signale untersteckt an einen verketteten Sub weitergereicht werden können. Diese werden vermutlich aber im Normalfall nicht benutzt – daher kommen wir direkt zu den drei Drehreglern daneben, die für die Einstellung von Crossover-Frequenz, Phase und Lautstärke zuständig sind. Mit der Übernahmefrequenz kann zwischen 30 und 100 Hz justiert werden, je nachdem welche Lautsprecher gerade mitspielen. Falls man den HRS-8 an ein System mit eigener Crossover-Frequenzsteuerung (z.B. jeder moderne AV-Receiver) anschließt, kann man den Regler am Subwoofer auch auf „Bypass“ (ganz rechts) stellen.

Auf der Rückseite stehen vielfältige Anschlussmöglichkeiten offen.

Auf der Rückseite stehen vielfältige Anschlussmöglichkeiten offen.

Einstellungen bitte manuell vornehmen

Über den Phasen-Regler kann der vom HRS-8 abgegebene Bassanteil ideal auf die anderen Lautsprecher abgestimmt werden. Idealerweise sollte man sich hier in kleinen Schritten (und unter wiederholter Kontrolle vom Hörplatz aus) an das Optimum herantasten und erst anschließend Übergangsfrequenz und Lautstärke regeln. Damit wären wir dann auch schon beim dritten Drehregler, der lediglich für den Ausgangspegel verantwortlich ist. Und auch hier ist die Abstimmung zu den übrigen Lautsprechern natürlich relevant. Also: nicht übertreiben. Mehr Bass klingt nicht immer besser. Im Idealfall fügt sich der Bass in das Klangbild ein und dominiert es nicht.

Weiter unten befinden sich dann noch der Anschluss fürs Stromkabel sowie der Hauptschalter des HRS-8. Ist er eingeschaltet, erkennt der Subwoofer selbständig, ob er gerade gebraucht wird. Empfängt er nämlich für ca. 15 Minuten kein Signal, versetzt er sich selbständig in den Standby-Modus. Wird dann zum Beispiel der mit ihm verbundene AV-Receiver aktiviert, kehrt auch der HRS-8 automatisch aus dem Standby-Schlaf zurück. Wir haben uns allerdings trotzdem die „Mühe“ gemacht und den Kippschalter nach dem Einsatz wieder auf „Off“ gestellt. Einerseits empfiehlt Sunfire das ohnehin bei längerer Nichtnutzung und andererseits soll es auch schon häufiger vorgekommen sein, dass die automatische Abschaltung nicht funktioniert hat. Das konnten wir zwar nicht beobachten, allerdings arbeitet Sunfire auch an diesem Punkt.

Schick anzusehen: Das Hochglanzkleid des kompakten Tieftöners.

Schick anzusehen: Das Hochglanzkleid des kompakten Tieftöners.

Mit einem Satz in den Basskeller

Uns interessiert aber sowieso vor allem der Aktivzustand des HRS-8, schließlich brauchen wir den Subwoofer ja nicht zum selbständigen Abschalten: Wir wollen und brauchen Bass! Und den liefert das kleine Tieftonmonster kompromisslos und mit ordentlich Schwung. Zum Test legen wir die Blu-ray des Actionthrillers „Sicario“ ein und begleiten die Sondereinheit der CIA zum Ausflug nach Juárez über die die Grenze zwischen Mexiko und den USA. Die sehr ausgiebig inszenierte Szene beginnt nämlich erst einmal mit stimmungsvoller Filmmusik und einem langsam heranschwebenden Helikopter. Und hier zeigt der HRS-8 bereits im Ansatz, was er zu leisten imstande ist. Der Heli ist nämlich erstmal gar nicht zu sehen sondern kündigt sich nur akustisch an. Bereits das setzt der HRS-8 so gut um, dass man sich nach einigen Sekunden fragt, ob sich vielleicht gerade ein echter Helikopter nähert. So schön voluminös und satt geht der Subwoofer hier beim unheilvollen Grollen zu Werke, obwohl er auch den zielgerichteten Punch mit höchster Agilität und staubtrockenen Details beherrscht. Das darf er denn auch gleich im kurz darauf folgenden Schusswechsel beweisen, als sich Agenten und Kartellmitglieder am Grenzübergang in die Quere kommen. Hier gibt es keine wilde Schießerei, denn die militärische Vorgehensweise der CIA-Mitarbeiter ist auf höchste Effektivität und Effizienz ausgelegt – wie der HRS-8 eben auch, der mit dieser Situation spielend leicht und jederzeit kontrolliert fertig wird, was man von den sehr schnell unschädlich gemachten Drogengangstern nicht behaupten kann.

Die abnehmbare Frontabdeckung wird ganz einfach in die entsprechenden Gegenstücke gesteckt.

Die abnehmbare Frontabdeckung wird ganz einfach in die entsprechenden Gegenstücke gesteckt.

Atmosphäre und Präzision kann der Sunfire-Subwoofer also, aber wie sieht es dann mal mit einer ordentlichen Portion Zerstörung aus? Auch dafür gibt „Sicario“ das nötige Futter her: Direkt zu Beginn tappt ein Team der Geiselrettung in einer kargen Kleinstadt Arizonas in eine leicht überdimensionierte Sprengfalle. Genau die Situation also, in der man davon ausgeht, dass der 8-Zoll-Tieftöner mit seinem geringen Volumen kaum mit kühlschrankgroßen Basskisten mithalten kann. Kann im Heimkino sogar sein, aber nicht im Wohnraum. Hier lässt die durch den HRS-8 beeindruckend dargestellte Explosion ordentlich die Wände wackeln und wirbelt passend zum Bild akustisch eine Menge Staub auf. Glücklicherweise lässt er einen das nicht so deutlich spüren, denn wer will schon bei jedem Actionfilm wie deren Hauptfiguren hustend auf dem Boden liegen? Eben, dann sind wir uns ja einig.

Das Herstellerlogo ist in dezenter Größe oben auf der Frontabdeckung untergebracht.

Das Herstellerlogo ist in dezenter Größe oben auf der Frontabdeckung untergebracht.

Fazit

Klein und kompakt ist der HRS-8 von Sunfire, das hält ihn aber nicht davon ab, mal richtig Schwung ins Wohnraumkino zu bringen. Der robuste, aber trotzdem ansehnlich gestaltete Basswürfel breitet ein Tieftonfundament aus, das so schnell nichts ins Wanken bringt. Und das freut dann vor allem diejenigen, die aus einem begrenzten Platzangebot das Maximum herausholen müssen. Mit dem HRS-8 ist das kein Problem und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt angesichts dessen auch.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

92 %

84 %

86 %

160207.sunfire-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Sunfire HRS-8
Preis:949,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Hochglanz-Schwarz
- Hochglanz-Weiß
Vertrieb:IAD, Korschenbroich
Tel.: 02161 / 617830
www.iad-audio.de
Abmessungen (HBT):254 x 254 x 254 mm
Gewicht:12,7 Kg
Tieftöner:1 x 8 Zoll (aktiv)
Leistung:1000 Watt
Bauart/Prinzip:Frontfire
Frequenzbereich:22 Hz – 100 Hz (Herstellerangabe)
Trennfrequenz:30 - 100 Hz
Phase:Regler (0-180°)
Besonderes:- kompakte Abmessungen
- hochwertige Verarbeitung
- abnehmbare Frontabdeckung
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,2
Ausstattung (20%):1,2
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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