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Redakteur
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Weihnachten, Silvester etc., die dunkle Jahreszeit hat längst begonnen – und mit ihr die Zeit in der man gesellig zusammensitzt, kocht und isst. In diesem Zusammenhang hat sich das Raclette als eine beliebte Art des gemeinsamen Genusses entwickelt. Mit dem Appenzell 2G präsentiert Klarstein nun ein Gerät, mit dem man zu den Wurzeln des Käseschmelzens zurückkehrt, das Tradition und Moderne vereint und das preislich extrem attraktiv daher kommt.

Das Appenzell 2G ist ein professionelles Raclette-Gerät in modernem Metallic-Look für traditionelles Käseschmelzen mit moderner Technik.

Das Appenzell 2G ist ein professionelles Raclette-Gerät in modernem Metallic-Look für traditionelles Käseschmelzen mit moderner Technik.

Im zwölften Jahrhundert war es in der Urschweiz bereits gang und gäbe, dass sich die Hirten in gemütlicher Runde an den Kamin setzten, einen geschnittenen Käselaib ans offene Feuer legten und den geschmolzenen Käse zur Stärkung mit anderen Zutaten zu sich nahmen. Diese Tradition wuchs über die Jahre zu einer sehr bekannten Art und Weise heran, sich in geselliger Runde an den Tisch zu setzen und gemeinsam zu genießen; dem Raclette. Raclette leitet sich vom französischen Begriff „racler“ ab, was soviel wie „abschaben/abkratzen“ bedeutet. Der geschmolzene Käse wird vom Käselaib mit einem Messer abgeschabt und zu anderen Zutaten wie Brot, Kartoffeln, Sauergemüse oder Fleisch gereicht. In der geläufigsten Variante bedient man sich heutzutage kleiner Schälchen, die unter einen Tisch-Grill gesetzt werden. Ist der Käse geschmolzen, wird dieser gemeinsam mit weiteren Zutaten wie Pilzen, Tomaten, Paprika, Mais, Kartoffeln etc. mit Hilfe kleiner Schaber aus den Schälchen gekratzt.

Geschmolzener Käse hat Tradition und ist nicht nur unter Studenten beliebt.

Geschmolzener Käse hat Tradition und ist nicht nur unter Studenten beliebt.

Alternativer Tischgrill

Mit dem Appenzell 2G Raclette-Grill präsentiert Klarstein nun eine preislich attraktive Variante, die auf die eben beschriebenen Wurzeln zurückgeht. Das Besondere dabei: der reduzierte Aufbau kommt dem ursprünglicheren Raclette sehr nahe und hat uns neugierig gemacht. Ist diese Möglichkeit des Tischgrillens tatsächlich brauchbar und wie ist es um die Verarbeitung, Ausstattung und Qualität unseres Testprobanden bestellt? Um das herauszufinden, wollen wir zunächst kurz den Hersteller hinterleuchten:
Die Firma Klarstein wirbt mit innovativen und qualitativ hochwertigen Modern-Living-Produkten, alles designed in Berlin. Angefangen bei Küchen-und Haushaltsgeräten, über besagte Modern-Living-Produkte bis hin zu den verschiedensten Herangehensweisen zur Klimaregulierung, bietet Klarstein heute eine enorm große Produktpalette. Als Marke des Handelsunternehmen Chal-Tec GmbH siedelt sich Klarstein dabei hauptsächlich im Bereich Home & Living an.

Auch optisch macht sich der Klarstein Appenzell 2G sehr gut auf dem Tisch.

Auch optisch macht sich der Klarstein Appenzell 2G sehr gut auf dem Tisch.

Design und Funktion

Der Appenzell 2 G ist ein schlicht gehaltener Tischgrill ohne großen Designeinsatz. Die schwarze Lackierung zeigt sich als gleichmäßig und sehr sauber. Das Gerät selbst bietet einen sehr stabilen Stand und ist mit seinen Abmessungen von 38 x 31 x 21 Zentimetern (BxHxT) und einem Gewicht von 3,5 Kilo gut handelbar. Am oberen Ende des Heizelements befindet sich der Stromanschluss für das ca. 1,90 Meter lange Kabel. Direkt neben dem Anschluss sitzt ein Drehknopf, der einerseits dem Einschalten des Gerätes zugleich aber auch der Temperatur-Regulierung dient. Das 600 Watt starke Heizelement verspricht zugleich ausreichend Power, um Käse schnell zum Schmelzen zu bringen. Besonderes Augenmerk liegt allerdings auf der verstell-, schwenk-, und kippbaren Grillplatte, die den Raclette-Grill auf dem Tisch überraschend flexibel macht. Dank ihr kann der Käse optimal für jeden Geschmack zubereitet und mühelos und sicher direkt auf den Teller geschabt werden. Die beiden Holzgriffe sind perfekt für die Führung besagter Platte geeignet, da sie sich unter Hitze nicht aufheizen. Kurzum: auf den ersten Blick macht der Appenzell 2G einen robusten und qualitativ guten Eindruck.

Über den griffigen Drehregler lässt sich der Tischgrill einschalten und in seiner Temperatur regulieren.

Über den griffigen Drehregler lässt sich der Tischgrill einschalten und in seiner Temperatur regulieren.

Ausstattung/Aufbau

Der Raclette-Grill aus Berlin wird in einem schlichten Karton geliefert. Obwohl schlicht gehalten, erweist sich die Verpackung allerdings als sicher und stabil. Im Lieferumfang befinden sich folgende Teile:

1 Raclette Grill
1 Grillplatte
1 Bedienungsanleitung

Alle benötigten Teile finden sich im Lieferumfang - selbst einen passenden Inbus-Schlüssel legt Klarstein bei.

Alle benötigten Teile finden sich im Lieferumfang – selbst einen passenden Inbus-Schlüssel legt Klarstein bei.

Der Grill wird also im Grunde in nur zwei Einzelteilen geliefert, dessen Aufbau sich tatsächlich kinderleicht und unkompliziert darstellt. Am Fuß des Heizelements werden zunächst die beiden vormontierten Schrauben mittels beiliegendem Inbus-Schlüssel gelöst und beiseite gelegt. Grillplatte und Stellschraube werden nun über den Fuß geschoben. Mit Hilfe der zuvor gelösten Schrauben wird der Fuß des Heizelements nun fest an die Fundamentplatte montiert. Anschließend heisst es nur noch schnell die Holzgriffe an die Grillplatte zu bringen. Nachdem der Appenzell 2G (so die korrekte Produktbeschreibung) dann ans Stromnetz gebracht wurde, kann es auch schon losgehen.
Wichtig: den Grill vor der ersten Benutzung ohne Lebensmittel einmal kräftig durchzuheizen – so empfiehlt es die beiliegende Bedienungsanleitung. Hier sollen sich die letzten Eigengerüche verflüchtigen. Bei unserem Gerät kam es bei diesem Vorgang zu einer kurzen Rauchentwicklung, die aber durch das vorgeschriebene Lüften schnell verflog.

Der letzte Montageschritt erfolgt an der Unterseite der Basisplatt. Insgesamt ist der Aufbau in maximal drei Minuten erledigt.

Der letzte Montageschritt erfolgt an der Unterseite der Basisplatt. Insgesamt ist der Aufbau in maximal drei Minuten erledigt.

Und wie sieht es beim Praxistest aus?

Um den Appenzell 2G umfangreich auszuprobieren, gaben wir diesem eine entsprechende Atmosphäre und luden ein paar hungrige Gäste zum Test. Nachdem die benötigten Zutaten eingekauft sind und der Tisch gedeckt ist, läuft mir das Wasser dann bereits im Mund zusammen. Kein Wunder bei folgenden Zutaten:

– kleine Bratlinge
– Baguette
– geröstete Zwiebeln
– Cornichons
– Mais
– Tomaten

Alle Zutaten sind vorbereitet. Jetzt kann es endlich losgehen.

Alle Zutaten sind vorbereitet. Jetzt kann es endlich losgehen.

Was hier natürlich nicht fehlen darf, ist der Käse. Für unseren Test erwählten wir gleich zwei verschiedene Sorten. Einen schweizer und einen französischen Raclette-Käse. Die Grillplatte fasst übrigens ein 400-500-Gramm-Stück. Bei der Wahl der Zutaten hielten wir uns ebenfalls eher an die traditionellen Beilagen. Hier sind dem persönlichen Geschmack aber natürlich keine Grenzen gesetzt.
Nun aber genug der Vorrede, denn jetzt geht’s endlich los: zunächst schließen wir den Appenzell 2G ans Stromnetz, legen den Käse auf die Grillplatz und stellen den Drehknopf auf volle Leistung. Innerhalb von fünf Minuten ist die erste Schicht bereits schön cremig geschmolzen und wartet nur darauf abgeschabt zu werden. Ist dies geschehen, lässt sich die Grillplatte mühelos zum Teller schwenken und nach vorn kippen. Nun fließt der Käse ganz einfach auf den Teller. Sehr praktisch! Der Appenzell 2G generiert jetzt übrigens so viel Leistung, dass sich dieser Vorgang innerhalb von zwei Minuten wiederholen lässt. Bedeutet: der nächste Gast muss nicht lange auf seine Portion warten. Durch die Möglichkeiten die Temperatur und die Höhe der Grillplatte zu verändern kann man übrigens individuell entscheiden, wie schnell der Käse schmelzen soll. Alternativ lässt sich sogar eine krosse Bräunung erzeugen – sehr lecker!
Ist das Essen beendet, kommt es zum weniger angenehmen Teil des Abends. Jetzt müssen nämlich der Tisch aufgeräumt und der Abwasch erledigt werden. Und auch hier kann der Raclette-Grill punkten. Durch einfaches Losschrauben der beiden Holzgriffe wird die Grillplatte zügig demontiert und kann nun gereinigt werden. Der Rest des Grills bleibt beim Käseschmelzen sauber. Hier reicht ein feuchter Wisch – natürlich nachdem das Gerät vollständig abgekühlt ist.

Sehr praktisch: Die Grillplatz lässt sich direkt zum Teller führen und ankippen. Jetzt kann der geschmolzene Käse bequem abgeschabt werden.

Sehr praktisch: Die Grillplatz lässt sich direkt zum Teller führen und ankippen. Jetzt kann der geschmolzene Käse bequem abgeschabt werden.

Ist die Drillsession vorbei, wird die Grillplatz mit wenigen Handgriffen demontiert und kann nun bequem gereinigt werden.

Ist die Drillsession vorbei, wird die Grillplatz mit wenigen Handgriffen demontiert und kann nun bequem gereinigt werden.

Fazit

Ein absolutes Muss für jeden Käseliebhaber. Der Appenzell 2G ist die etwas andere, weil traditionellere Art des Raclette-Grills. Liebt man geschmolzenen Käse, macht diese Art in den eigenen vier Wänden zu grillen sogar noch mehr Spass. Dem Käse beim Schmelzen zuzuschauen und nur darauf zu warten diesen zu verzehren ist eine wahre Freude. Hinzu kommt: Auf-/Abbau und Reinigung sind kinderleicht. Für rund 36 Euro bekommt man ein qualitativ gutes und solides Gerät, das für ein geselliges Beisammensein und gemütliche Abende mit Freunden und Familie sorgt.

Test & Text: Sascha Rettenberger
Fotos: www.lite-magazin.de

Gesamtnote: Preistipp

90 %

92 %

85 %

161114-klarstein-testsiegel

Technische Daten

Modell:Klarstein Touchstream
Produktkategorie:Raclette-Grill
Preis:35,89 Euro (UVP)
Ausführungen:- Schwarz
Vertrieb:Chal-Tec GmbH, Berlin
Tel.: 030 / 4 08 17 38 10
www.klarstein.com
Abmessungen (BHT):380 x 310 x 210 mm
Leistung:600 Watt
Ein-/Ausschalter:ja
Timernein
Temperaturregler:ja
Lieferumfang:- Appenzell 2G
- Grillplatte
- Bedienungsanleitung
Besonderes:- schneller Aufbau
- ausreichend Leistung
- leicht zu reinigen
- schwenk-/neigbare Grillplatte
- günstiger Preis
Benotung:
Gesamtnote:Preistipp

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