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Redakteur

Allez! Der französische HiFi-Hersteller Advance Acoustic präsentiert mit seiner aktuellen Produktoffensive gleich eine ganze Verstärker-Generation. Unter den vier Amps ist der Advance Acoustic X-i75 der erste mit PC-Zugang und digitalen Schnittstellen – und der zweite mit einem reichlich rätselhaften Eingang.

Der Advance Acoustic-Look: Die Franzosen setzen auch beim X-i75 auf eine glänzende, aufgeräumte Anmutung.

Der Advance Acoustic-Look: Die Franzosen setzen auch beim X-i75 auf eine glänzende, aufgeräumte Anmutung.

Vor einigen Wochen war schon der kleinen Bruder X-i50BT zu Gast in unseren Redaktionsräumen und hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Nun kommt der nächstgrößere Geschwister-Amp zu Besuch, um uns von seinen Qualitäten zu überzeugen. Klar: Die Ähnlichkeiten sind groß, schließlich strebt Advance Acoustic mit seiner gesamten Serie dem gleichen Ziel entgegen. Die bei Paris ansässige HiFi-Firma, die seit 1995 ein umfangreiches Produkt-Portfiolio aufgebaut hat, möchte sich klanglich in den Gefilden der renommierten Hifi- und High-End-Marken positionieren, preislich aber in sehr gut bezahlbaren Regionen bleiben. Steht der kleine X-i50BT für den Einstieg in die audiophile Welt, so ist der Advance Acoustic X-i75 für Fortgeschrittene gebaut. Dass hier ein bisschen mehr drin und dran ist, verraten schon die Gehäusemaße: Der X-i75 ist knapp zwei Zentimeter größer, mehr Technik und mehr Ausstattung fordern halt ihren Platz. Das ändert allerdings nichts an der der eleganten Erscheinung, auch der X-i75 besitzt das attraktive Design dieser Amp-Serie. Dafür sorgen die schwarze Hochglanz-Front aus Acryl und die Reduktion auf wenige Bedienelemente. Weniger ist mehr – und so finden wir auf der Front gerade mal einen zentralen Metall-Befehlsgeber, eine darüber thronende Anzeige, einen Standby-Taster und eine Kopfhörer-Buchse. Hinzu kommen noch vier kleine LED, die in königlichem Blau anzeigen, ob gerade eine digitale Quelle ausgewählt ist oder aber der Bluetooth-, USB-A oder USB-B-Eingang. Diese LED sind Teil des Illuminationskonzepts, das den Verstärker gerade in leicht abgedunkelten Räumen zum Hingucker macht: Wer den Amp über den rückseitigen Ein/Aus-Schalter in Betrieb setzt, bringt damit einen roten Lichtring zum Leuchten, er umgibt den Standby-Taster. Wer nun diesen Taster drückt, sorgt dafür, dass das Rot des Rings in ein magisches Weiß übergeht – und nun ist auch der zentrale Drehgeber von einer weißen Corona lichtumflort. Gleichzeitig erwacht das Display zu Leben: Mit vier blauen LED-Segmentanzeigen vermittelt uns der Verstärker seinen jeweiligen Betriebsstatus. Schwarzes Hochglanz- Acryl, dazu ein Lichtspiel in den französischen Nationalfarben bleu-blanc-rouge – der Advance Acoustic X-i75 liefert damit nicht nur einen dezenten Hinweis auf seine Herkunft, sondern verströmt auch ein leicht futuristisches Flair. Dieser Amp passt am besten in ein modern möbliertes Ambiente, dank seines Designs und seiner tadellosen Verarbeitung gehört der Verstärker zu den präsentablen Vertretern seiner Gattung.

Die aufgesetzte Acryl-Front verleiht dem X-i75 Eleganz.

Die aufgesetzte Acryl-Front verleiht dem X-i75 Eleganz.

Die Schnittstellen: Analog…

Bei der Begutachtung der Verarbeitungsqualität bleibt man automatisch an der Rückseite des Verstärkers hängen; hier ist schließlich das Meiste zu entdecken. So spartanisch sich die Front des Advance Acoustic X-i75 präsentiert, so opulent zeigt sich die Rückseite mit ihren zahlreichen Anschlussmöglichkeiten. Allein die Analog-Sektion bietet sieben Eingänge, zuallererst einen Phono-Eingang, hier finden Plattenspieler mit Moving-Magnet-Abtastsystem (MM) Zugang zum Amp, und schönerweise besitzt der Verstärker auch eine Klemme für die Erdung des Plattenspielers. Dann folgen sechs Eingänge für CD, Tuner und weitere Line-Level-Geräte – inklusive dem ominösen „PC2“-Input. Mit dem hat Advance Acoustic ja schon bei seinem kleinsten Verstärker der X-Serie für Rätselraten gesorgt. Was man hier anschließen soll, sagt uns nämlich weder die Anleitung des Geräts noch die Homepage des Herstellers, zum Glück kann uns der deutsche Vertrieb weiterhelfen: Es handelt sich hier schlicht um einen weiteren analogen Line-Eingang, man hätte ihn auch einfach „AUX 5“ nennen können. Eindeutig ist dagegen die Bestimmung des nächsten Buchsenpaars: Mit dem analogen „REC OUT“ bietet der Verstärker die Möglichkeit, ein Tapedeck (jaja, sowas gibt es in ausgesuchten HiFi-Haushalten noch) oder einen MiniDisk-Recorder als Aufnahmegerät anzuschließen. Die „PRE OUT“-Buchse daneben bietet die Möglichkeit, nur die Vorstufe des X-i75 zu verwenden und sie mit einer externe Endstufe zu betreiben. Lieber anders herum? Kein Thema: An die Buchsen des „AMP IN“ schließt man einen externen Vorverstärker an, falls man ausschließlich die Endstufe des X-i75 verwenden möchte. Und wer an den Lausprecherklemmen des Amps kleine, bassarme Regallautsprecher betreibt, der kann an den SUB OUT“ des X-i75 einen aktiven Subwoofer anschließen. Eine derartige Lösung mit kleinen „Satelliten“ bietet sich für platzarme Behausungen an – oder auch für den Fall, dass basskräftige, voluminöse und damit auffällige Standboxen schlicht nicht mit dem Wohnkonzept vereinbar sind. So vielfältig die analogen Anschluss- und Verschaltungsmöglichkeiten sind: Im Falle der Lautsprecherklemmen ist das Angebot auf ein anschließbares Boxenpaares beschränkt; wer die Beschallung mit zwei Boxenpaaren wünscht, muss das nächstgrößere Modell X-i105 wählen. Die Polklemmen des Advance Acoustic X-i75 sind hochwertig, aber von einer kompakteren Bauart, bei sehr großen Kabelquerschnitten kann das Einführen der blanken Litze etwas knifflig werden, bei den meisten Kabeln gibt es aber keine Probleme – wie auch mit Kabelschuhen oder Bananas.

Auf der Rückseite glämzt der Advance Acoustic X-i75 durch zahlreiche Anschlüsse und wertige Polklemmen. An ihnen findet ein Paar Lautsprecher Anschluss.

Auf der Rückseite glämzt der Advance Acoustic X-i75 durch zahlreiche Anschlüsse und wertige Polklemmen. An ihnen findet ein Paar Lautsprecher Anschluss.

…und digital

Die analoge Anschlussvielfalt wird durch eine feine Digitalsektion abgerundet: ein optischer und zwei elektrische Inputs sowie eine USB-A und eine USB-B Schnittstelle sorgen dafür, dass auch im Reich der Nullen und Einsen fast keine Wünsche offen bleiben. Der integrierte Digital-Analog-Konverter (DAC) ist in der Lage, Signale bis zu einer Güte von 192 kHz/24 bit zu verarbeiten, damit können Sie die heute gängigen höchauflösenden Files und digitale Audiosignale von Ihrem PC oder Mac, Ihrem Flatscreen, Ihrem CD- oder Blu-ray-Player in den Amp einspeisen. Wer seine Musik auf dem Stick hat, wählt hingegen den USB-A-Eingang. Über ihn finden Files der Formate WAV, MP3 und WMA Zugang. Wäre dieser USB-A-Eingang auf der Front zu finden, wäre die Praktikabilität dieser Schnittstelle noch viel größer. Und was ist mit Bluetooth? Auf die immer beliebter werdende drahtlose Übertragung per Bluetooth ist der Advance Acoustic X-i75 nur „vorbereitet“. Das heißt: Anders als bei dem kleinen Bruder X-i50BT, der als einziger der gesamten X-Verstärker-Serie Bluetooth schon an Bord hat, muss für die Datenübertragung ohne Kabel erst noch ein Modul erworben und angeschlossen werden. Dieses Bluetooth-Modul namens x-FTB01 ermöglicht dann über den Standard AptX die Funkübertragung vom Smartphone oder iPhone, vom Computer, Tablet-PC oder Notebook.

Anschlussvielfalt: Der X-i75 bietet in der Analog-Abteilung auch einen Phono-Eingang, sogar mit der heute selten gewordenen Erdungsklemme. Auch die digitale Sektion überzeugt durch zahlreiche Schnittstellen. Rechts untern sitzt der High BIAS-Schalter, um den Verstärker auch im Class-A-Modus betreiben zu können.

Anschlussvielfalt: Der X-i75 bietet in der Analog-Abteilung auch einen Phono-Eingang, sogar mit der heute selten gewordenen Erdungsklemme. Auch die digitale Sektion überzeugt durch zahlreiche Schnittstellen. Rechts untern sitzt der High BIAS-Schalter, um den Verstärker auch im Class-A-Modus betreiben zu können.

Mit Schmankerl, ohne Schnickschnack

Der An/Aus-Schalter auf der Rückseite lässt schon ahnen: Der Amp soll eigentlich ständig am Netz sein – eine Philosophie, die etliche Hersteller mit dem Argument vertreten, dass hierdurch die klangliche Performance eines Verstärkers besser sei. Advance Acoustic versichert aber, dass im Standby-Modus die gesamte Schaltung bis auf die Funktion der Fernbedienung abgeschaltet ist. Dann kann man auch gleich ganz abschalten, dafür wäre ein fronseitiger Schalter natürlich komfortabler, wie ihn der X-i50BT besitzt. In der Schaltungstopologie ähneln sich beide Amps: Advance Acoustic setzt bei der X-Serie auf ein schlankes Schaltungsdesign; kein Schnickschnack, kurze Leiterwege, Reduktion der Bauteile auf das Nötige; im Zentrum zwischen den Kühlrippenblechen für die Leistungstransistoren sitzt der kompakte, aber starke Ringkern-Transformator. Seine Stromlieferfähigkeit ist beim Advance Acoustic X-i75 zum einen die Basis für eine Dauerleistung von 75 Watt an Acht-Ohm-Lautsprechern – und zum anderen die Voraussetzung für ein audiophiles Schaltungskonzept, das die Franzosen „High BIAS“ nennen. Dieses Schmankerl ist seit Jahren eine Art Markenzeichen von Advance Acoustic. Die „High BIAS“-Funktion wird auf der Rückseite durch einen Schalter aktiviert – und nun arbeitet der Amp in einem anderen Modus: Statt ständig im klassischen Class AB-Betrieb zu bleiben, verstärkt der Advance Acoustic X-i75 bei geringen Lautstärken (also bei geringem Leistungsbedarf) im klanglich noch besseren Class A-Betrieb. So geht Audiophilie à la française. So vorteilhaft diese Verstärkungsart ist, sie hat leider zwei kleine Haken: Mit dieser Schaltung ist nur ein geringer Verstärkungsgrad erzielbar, und ein Gutteil der zugeführten Energie wird schlicht in Wärme umgesetzt. Wegen dieser Hitzeentwicklung sollte der Verstärker auch ein wenig Platz und die Möglichkeit zur Luftzirkulation bekommen, dafür hat der Amp auf seiner Decke zahleiche Lüftungsschlitze.

Er kann auch anders: Wird der zentrale Drehgeber gedrückt, gelangt man zu den verschiedenen Funktionsebenen des X-i75.

Er kann auch anders: Wird der zentrale Drehgeber gedrückt, gelangt man zu den verschiedenen Funktionsebenen des X-i75.

Bedienung von nah und fern

Zum Komfort des Verstärkers trägt auch die Fernbedienung bei, mit ihr liegen sämtliche Möglichkeiten des Amps in Ihrer Hand. Hier gibt es nichts zu meckern: Die Fernbedienung macht optisch einen guten Eindruck, ihre Tasten haben einen ordentlichen Druckpunkt, die Anordnung ist – anders als bei dem Ferngeber des kleineren Models X-i50BT – logisch. So lernt man leicht die Fähigkeiten des Amps kennen: Die Wahl der verschiedenen Eingänge, die in Bässen und Höhen veränderbare Klangregelung, die Verschiebbarkeit der Balance, der Bypass dieser Funktionen, um diesen Schaltungsteil aus dem Signalpfad zu nehmen, schließlich auch die Dimmbarkeit der Anzeige – und natürlich die Standby-Taste, die den Amp aktiviert oder deaktiviert. All diese Funktionen lassen sich natürlich auch über die Bedienelemente der Front steuern, zumeist über den zentralen Drehgeber, der seine Aufgabe mit Bravour erfüllt. Beim Drehen, also beim Verändern von Werten wie etwa der Lautstärke, ist er schön leichtgängig und sanft rastend. Beim Drücken, also beim Aufrufen der Menü-Ebenen, überzeugt der Metallknopf mit einem gut definierten Druckpunkt. Auch so zeigt der Amp, was in ihm steckt – und wir entdecken. Auf die Loudness-Funktion, die der kleine X-i50BT bietet, wird ab dem X-i75 in dieser Verstärkerserie verzichtet. Klangpuristen werden dieses Feature eh nicht vermissen.

Glänzender Befehlsgeeber: Der X-i75 wird mit einer schicken und wertigen Fernbdienung geliefert.

Glänzender Befehlsgeeber: Der X-i75 wird mit einer schicken und wertigen Fernbdienung geliefert.

Der Advance Acoustic X-i75 im Betrieb: An die Boxen, fertig – los!

Der Betrieb an den Boxen beginnt mit zwei „Klacks“: Der Amp erwacht zum Leben, erst werden seine Baugruppen freigeschaltet, dann der Lautsprecherausgang. Im Leerlauf ist, wenn man die Ohren an den Boxenhochtoner hält, ein leichtes Rauschen hörbar, selbst bei kleinen Lautstärken und übrigens auch im „normalen“ Class AB-Betrieb. Das ist aber schon in wenigen Zentimetern Abstand völlig unerheblich. Beim Runterdrehen der Lautstärke lernen wir, dass der Amp bei „MIN VOL“, also: bei kleinster Lautstärke, mit einem „Klack“ des Relais die Wege zum Lautsprecher auftrennt, dasselbe geschieht, wenn man die Mute-Funktion betätigt. Jenseits dieser „MIN VOL“-Einstellung arbeitet der Verstärker von 1 bis 60, wobei der Endpunkt „MAX VOL“ heißt und von Ihnen in der Praxis hoffentlich nie erreicht wird – sonst sind gleich mehrere Dinge hinüber: Ihre Boxen, Ihr Gehör und Ihre Beziehung zum sozialen Umfeld. Schon im Bereich von 30 bis 35 sind wir bei sehr satten Lautstärken, da kann man auch im Nachbarraum noch prima alles mitbekommen – ein Eindruck, den bald auch die freundliche Nachbarin bestätigt. Dieser Amp ist also für kleine Partys in überschaubaren Rahmen durchaus zu gebrauchen, dank seiner Leistung ist der Amp in der Lage, auch fordernde Boxen anzutreiben, er besitzt genug Reserven, um mit der nötigen Ruhe zu verstärken und nicht durch Impulsspitzen oder Basstiraden in Verlegenheit zu geraten. Das haben wir mit verschiedenen Quellen getestet, insbesondere aber mit HiRes-Files vom PC. Vor dem Genuss stand allerdings ein klein wenig Arbeit: Wer den USB-B-Eingang nutzen möchte, um seinen Verstärker mit Musik aus dem Computer zu füttern, wird in den meisten Fällen eine kleine Software-Installation vornehmen müssen. Für den Betrieb ist ein Treiber notwendig, der auf der Homepage des Herstellers bereitgestellt wird. Herunterladen, entpacken, installieren – schon ist wird der Verstärker als Audiogerät erkannt. Nun muss dieses nur noch als Standardgerät definiert werden – und endlich hören wir die herrlichen Töne der Geigerin Marianne Thorsen. Die junge Norwegerin spielt mit den Trondheim Solistene das vierte Violinkonzert in D-Dur vom Wolfgang Amadeus Mozart – ein begnadetes Werk, dass Marianne Thorsen elegant-packend eingespielt und in einer HiRes-Qualität auf den Markt gebracht hat. Wir haben das eröffnende Allegro erst in 24bit/96 kHz angespielt, der Advance Acoustic X-i75 zeigt uns die Abtastrate der Aufnahme kurz an – und dann geht es los: In hervorragender Körperhaftigkeit steht das Ensemble vor uns, obwohl die Aufnahme in einer Kirche stattgefunden hat, ist das Klangbild glasklar, sind die Tuttispieler und die Solistin bestens ortbar und vorzüglich gestaffelt. Wir sitzen ganz nah bei den Musikern, das macht schon die Einleitung des Orchesters zum intensiven Klangerlebnis, und dann hat Marianne Thorsen ihren Einsatz: Toll! Sie steht mit einer großartigen Präsenz vor uns, der Ton ihrer Violine flutet unserem Hörraum – das sehr gut aufgenommen und wird vom X-i75 auch sehr gut wiedergegeben. Und das Beste: Das geht noch besser. Wir haben das File auch noch in höherer Qualität gehört, in 192 kHz – und jetzt scheint die Geigerin wirklich zum Greifen nah. Die akustischen Details der Kirche sind noch genauer eingefangen, die gesamte Darstellung hat an Tiefe gewonnen – und der Advance Acoustic X-i75 schafft es ausgezeichnet, dieses toll aufgenommen Konzert in seinen verschiedenen Qualitäten abzubilden und zu differenzieren. Wir haben diese Hörsession mit aktiviertem „High BIAS“ absolviert, jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie es klingt, wenn wir diesen audiophilen Modus verlassen. Die Frage ist schnell beantwortet: Bei moderater Lautstärke, in der der Amp zuvor im Class-A-Betrieb verstärkte, fehlt nun das gewisse Etwas, die schöne Plastizität leidet ein wenig. Wer auf normalem Lautstärkeniveau hört, sollte unbedingt den „High BIAS“ auf „On“ stellen und sehen, dass er den Amp an einen Ort mit geeigneter Frischluftzufuhr stellt, sonst verzichtet er leichtfertig auf das letzte Quäntchen Qualität. Dieser Eindruck erhärtet sich auch bei der Phono-Wiedergabe. Mit High Bias hat die Musik etwas mehr Punch, Durchsichtigkeit und Sauberkeit – gut nachzuvollziehen ist das mit „Bring It Back“ vom Album „Viel“ der Fantastischen Vier: der dichte Sound ist nun von einigen Unschärfen befreit, das akustische Geschehen erscheint nun verständlicher, auch weil die zuvor vorhandene leichte Harschheit nicht mehr ablenkt.

Für den Bluetooth-Betrieb benötigt der X-i75 ein entsprechendes Zusatzmodul-Modul. Mit dem blau illuminierten x-FTB01 klappt dann auch die Funkvebindung zu Handy und Co.

Für den Bluetooth-Betrieb benötigt der X-i75 ein entsprechendes Zusatzmodul-Modul. Mit dem blau illuminierten x-FTB01 klappt dann auch die Funkvebindung zu Handy und Co.

Fazit

Der Advance Acoustic X-i75 ist für alle interessant, die weder die Meriten einer herkömmlichen Klangkette inklusive Plattenspieler missen möchten, noch auf die Möglichkeiten des modernen digitalen Musikhörens verzichten wollen. Dank seiner umfangreichen analogen und digitalen Anschlussmöglichkeiten macht der X-i75 fast alles möglich, nur bei der Bluetooth-Schnittstelle muss man nachrüsten. Der Vollverstärker ist mit seinen 75 Watt leistungsstark – und vor allem klangstark: Dank BIAS-Schaltung gelingt dem Amp bei moderater Lautstärke eine audiophile Performance. Das ist besonders mit Blick auf das Preisschild eine beeindruckende Leistung.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,0
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

95 %

94 %

91 %

161228-advanceacoustic-testsiegel

Technische Daten

Modell:Advance Acoustic
X-i75
Produktkategorie:Stereo-Vollverstärker
Preis:699,00 Euro
Garantie:3 Jahre (bei Erwerb im deutschen Fachhandel sowie Registrierung)
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:quadral GmbH & Co. KG, Hannover
Tel.: 0511 / 7 90 40
www.advance-acoustic.com/de
Abmessungen (HBT):123 x 430 x 277 mm
Gewicht:8,7 kg
Eingänge, analog:- 1 x Phono (MM)
- 7 x Line (CD, Tuner, 4 x Aux, 1 x PC2)
--1 x AMP (zum Anschluss einer externen Vorstufe)
Eingänge, digital:- 1 x USB-A (für WAV-, MP3-und WMA-Dateien vom USB-Stick u.a. Speichermedien)
- 1 x USB-B (für PC, X-MOS asynchron), bis 192 kHz /24 Bit
- 1 x S/PDIF Cinch coaxial, bis 192 kHz /24 Bit
- 1 x S/PDIF TOSLink, bis 192 kHz /24 Bit
Ausgänge:- 1 x Kopfhörer (Klinke, 6,3 mm)
- 1 x Pre-Out (Cinch)
- 1 x Rec-Out (Cinch)
- 1 x Sub Out für Subwoofer
- 1 x Lautsprecher
Ausgangsleistung:2 x 75 W (8 Ohm)
Lieferumfang:- X-i75
- Fernbedienung
- 2 Batterien (AAA)
- Anschlusskabel für 5V DC Stromversorgung (z.B. für das Bluetooth-Modul WTX 500)
- Bedienungsanleitung (Quick Start-Guide, Französisch/Englisch)
Besonderes:- Schnittstelle für den Anschluss eines optionalen Bluetooth-Moduls (A2DP)
- „High Bias”-Schalter für Class-A-Betrieb
- Vor- und Endstufe separat nutzbar
Benotung:
Klang (60%):1,0
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,0
Klasse:Oberklasse
Preis-/LeistungSehr gut

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