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Redakteur
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Die Musikwiedergabe via Multiroom-System hat vor allem den Vorteil, fast komplett auf kabellose Verbindungen zurückgreifen zu können. Das legt natürlich nahe, die Lautsprecher gar nicht an klassischen Stellplätzen zu positionieren, sondern sie an Wänden oder sogar Decken einzusetzen. Ein dafür prädestinierter Kandidat ist der Netzwerklautsprecher SB 50 von Block. Obwohl er auch noch sehr viel mehr kann!

Der SB 50 kann praktisch überall eingesetzt werden - natürlich auch ganz klassisch aufgestellt.

Der SB 50 kann praktisch überall eingesetzt werden – natürlich auch ganz klassisch aufgestellt.

Wie jeder Multiroom-Anbieter hat auch Block gleich diverse Produkte mit dieser Technologie im Portfolio. Von echten HiFi-Produkten wie dem CD-Internet-Receiver CVR-100+ MKII über Radios wie dem CR-20 oder SR-100 bis hin zu aktiven Netzwerklautsprechern wie dem SB 100 oder eben unserem Testkandidaten SB 50 ist einiges dabei. So lassen sich durchaus individuelle Multiroom-Systeme zusammenstellen und sogar bei den Lautsprechern gibt es noch diverse Zusatzfunktionen und clevere Details. Warum es gleich zwei Netzwerk-Speaker gibt, die sich auf den ersten Blick auch noch extrem ähneln? Ganz so ähnlich sind sie sich dann eben doch nicht …

Sofern der SB 50 nicht in luftigen Höhen montiert wird, kann die integrierte Wandhalterung abgenommen werden.

Sofern der SB 50 nicht in luftigen Höhen montiert wird, kann die integrierte Wandhalterung abgenommen werden.

Stehen oder schweben?

Wie der große Bruder lässt sich natürlich auch der SB 50 sehr variabel einsetzen. Durch die einem Viertelkreis entsprechende Seitenfläche und die gewölbte Front ist die Montage in Zimmerecken oder am Übergang von Wand und Decke natürlich sehr interessant und dank integrierter Wandhalterung auch kein Problem. Interessant ist das vor allem bei voll auf kabelloses Streaming ausgelegter Nutzung des SB 50, denn wenn man keinerlei Kabel mehr anschließen muss, benötigt man den Lautsprecher logischerweise nicht mehr in Reichweite.

Ein guter Grund für die Wandmontage: Es gibt kaum Anschlüsse, an die man herankommen müsste ...

Ein guter Grund für die Wandmontage: Es gibt kaum Anschlüsse, an die man herankommen müsste …

Zur Montage wird die Wandhalterung allerdings zunächst vom Lautsprecher abgenommen und an der gewünschten Position befestigt. Lediglich auf die Ausrichtung und davon abhängig einen Platz mit etwas Abstand in vertikaler oder horizontaler Richtung ist zu achten. Nun erfolgt der Anschluss des Stromkabels, das Aufstecken auf die Halterung und das Festziehen der seitlichen Schrauben per Sechskantschlüssel. Falls man aber nicht nur kabelloses Streaming nutzen möchte oder lediglich über eingeschränkte handwerkliche Talente verfügt, lässt sich der Netzwerklautsprecher aber auch ganz klassisch auf dem Sideboard oder dem Schreibtisch aufstellen – in dem Fall kommen die beiliegenden Gummi-Standfüße zum Einsatz. Außerdem kann die Wandhalterung abmontiert und die Schraublöcher mit den beiliegenden Gummistopfen verschlossen werden. Insofern sind sich SB 50 und SB 100 also relativ ähnlich – es gibt aber nicht nur Gemeinsamkeiten.

Die Rückseite beherbergt zwar kaum Anschlussoptionen, sieht allerdings auch sehr chic aus.

Die Rückseite beherbergt zwar kaum Anschlussoptionen, sieht allerdings auch sehr chic aus.

Gesunde Diät

Der Unterschied zwischen dem SB 100 und dem SB 50 ist natürlich zunächst einmal schlicht die Größe. Der kleinere SB 50 ist mit 26,8 Zentimetern Höhe, 16,5 Zentimetern Breite und 17,8 Zentimetern Tiefe allerdings nur unwesentlich kompakter als der SB 100, der zudem auch nur 400 Gramm mehr wiegt. Deutlicher wird die Differenz allerdings beim Blick aufs Innenleben. Während der Triple-Tuner für den Empfang von UKW-, DAB+- und Internetradio auch im SB 50 einen Platz gefunden hat, kommt hier „nur“ ein 5,3-cm-Breitbandlautsprecher zum Einsatz. Der größere SB 100 ist in dieser Hinsicht doppelt bestückt. Auch beim 7,6-cm-Subwoofer muss der SB 50 gegenüber dem 10,2 cm messenden Tieftöner im SB 100 Abstriche machen. Deshalb nicht unerwartet ist zudem die Leistung hinter den Treibern mit zehn (Breitbandlautsprecher) beziehungsweise 20 Watt (Subwoofer) niedriger als im größeren Lautsprechermodell.

Hinter dem Herstellerlogo in der Front verbirgt sich ein USB-Steckplatz.

Hinter dem Herstellerlogo in der Front verbirgt sich ein USB-Steckplatz.

Das hat immerhin keine Auswirkungen auf Frequenzbereich oder Klirrfaktor, man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man in größeren Räumen keine Discolautstärke erreichen wird. Außerdem fehlen dem SB 50 der Anschluss für ein Ethernetkabel und der An/Aus-Schalter. Wer sein Setup ohnehin dauerhaft in Betrieb hat (bzw. im Standby-Modus belässt) oder den Lautsprecher direkt unter die Decke montiert, wird darauf vermutlich verzichten können – alle anderen werden nicht ums regelmäßige Steckerziehen herumkommen. Ebenfalls abgespeckt ist das Anschlussfeld auf der Front, denn das ist beim SB 50 dem USB-Slot vorbehalten – den vom SB 100 bekannten Aux-Eingang für ein 3,5-mm-Audiokabel sucht man hinter dem abnehmbaren Herstellerlogo vergeblich.

Wer eine Alternative zur Musik von Smartphone oder NAS-Laufwerken sucht, hat hier eine zusätzliche Option.

Wer eine Alternative zur Musik von Smartphone oder NAS-Laufwerken sucht, hat hier eine zusätzliche Option.

Breite Farbpalette

Das Herstellerlogo ist übrigens auf einem magnetischen Aluminium-Plättchen in die Front integriert und behält damit die vom SB-100 bekannte hohe Qualität bei. Auch die Grundform mit der gewölbten Front ist natürlich dieselbe und Übergänge und Kanten sind angenehm abgerundet. Die Frontbespannung ist ebenfalls gleichbleibend in schlichtem Schwarz oder Grau sowie den farbenfroheren Varianten Rot und Blau verfügbar. Jede Farbe lässt sich mit einem schwarzen oder weißen Gehäuse kombinieren – in unserem Fall haben wir mit der weiß-grauen Kombination eine eher schlichte Ausführung gewählt, die allerdings gut zum Design des Smartradios CR-20 passt. Hinter der Bespannung sind am unteren Rand die Bedienelemente platziert, die dank der weißen LED-Beleuchtung durch den Stoff hindurch scheinen und generell gut zu erkennen sind. Falls das je nach Blickwinkel mal nicht möglich ist, hilft die Skizze aus der Bedienungsanleitung weiter. Von links gesehen verstecken sich hier die Lautstärketasten (leiser, lauter), die Quellenwahl, die Taste zur Wahl des Betriebsmodus und der Standby-Button.

Die LEDs in der Front geben Aufschluss über Kanalkonfiguration, Betriebszustand und die Drucktasten am SB 50.

Die LEDs in der Front geben Aufschluss über Kanalkonfiguration, Betriebszustand und die Drucktasten am SB 50.

Mit dem Betriebsmodus wird der SB-50 zwischen Einzelsystem und linkem oder rechtem Kanal im Stereo-Setup umgeschaltet. Die aktuelle Einstellung signalisieren die grüne und die rote LED links neben dem Bedienfeld, die eine blaue LED einrahmen. Letztere zeigt an, dass eine Netzwerkverbindung besteht (Leuchten) oder eingerichtet wird (Blinken). Die darüber liegende grüne LED zeigt den linken Stereokanal an, das unten sitzende rote Lämpchen den rechten. Sind beide aktiv, ist der SB-50 als Einzellautsprecher eingerichtet. Ganz links ist schließlich das erwähnte Logo-Plättchen zu finden, das den USB-Steckplatz verbirgt. Der Zugriff ist aber problemlos möglich, wenn man eine Seite des Einsatzes eindrückt und ihn so nach vorne klappt. Wer sich beim SB-50 für die Wand- oder Deckenmontage entscheidet, wird damit vermutlich eher wenig anfangen können, aber das ist aufgrund der vielseitigen Smartphone-App zum drahtlosen Streaming absolut zu verschmerzen.

Die Verarbeitung des SB 50 ist äußerst hochwertig, insbesondere die prägnante Stoffbespannung kann sich sehen lassen.

Die Verarbeitung des SB 50 ist äußerst hochwertig, insbesondere die prägnante Stoffbespannung kann sich sehen lassen.

App für alles

Mit der „Undok“-App werden die Block-Lautsprecher aber nicht nur gesteuert, sondern zunächst erst einmal ins Heimnetzwerk eingebunden. Dazu muss der SB-50 nur eingeschaltet sein und über die blinkende, blaue LED seine Bereitschaft zur Installation signalisieren. Das geschieht übrigens automatisch, so lange er noch nicht in einem WLAN angemeldet ist. Nun kann er via „Audiosystem einrichten“ gesucht werden und taucht auch prompt in der Liste der verfügbaren Geräte auf. Nach kurzem Antippen lässt sich auch sofort eine eigene Bezeichnung für den SB-50 angeben, unter der der Lautsprecher fortan identifiziert wird – hier bietet sich zum Beispiel der Einsatzort wie „Arbeitszimmer“ oder „Schlafzimmer“ an. Zum Schluss wird die Einbindung via WLAN (inklusive manueller Eingabe des entsprechenden Passworts) oder WPS (mittels Tastendruck am Router) abgeschlossen und der SB-50 steht fortan in der App als Wiedergabegerät zur Verfügung.

Die "Undok"-App dient nicht nur zur Bedienung, sondern zunächst einmal zur Installation im WLAN.

Die “Undok”-App dient nicht nur zur Bedienung, sondern zunächst einmal zur Installation im WLAN.

Bei mehreren Multiroom-Lautsprechern – in unserem Fall kombinieren wir den SB-50 mit dem Smartradio CR-20 – lassen sich per App auch Gruppen bilden, die ihre Mitglieder dann synchron mit derselben Musik versorgen. Dabei ist es völlig egal, ob diese von Smartphone, Netzwerklaufwerk, Internet- oder DAB+-Radio oder Streaming-Diensten wie Spotify stammt. Auch via Bluetooth lässt sich Musik an den SB-50 streamen, obschon das WLAN-Signal hier natürlich aufgrund seiner prinzipiell höheren Stabilität vorzuziehen ist. Insbesondere bei hochauflösenden Musikdateien spielt das natürlich eine Rolle, schließlich möchte man hier auch bestmöglichen Klang erfahren.

Der Vorgang ist ebenso simpel wie schnell erledigt.

Der Vorgang ist ebenso simpel wie schnell erledigt.

Schafft Räumlichkeit, wenn’s eng wird

Den liefert der SB-50 bei entsprechendem Material auch prompt und zuverlässig. Vor allem der unerwartet satte und kraftvolle Tiefton ist durchaus beeindruckend und liefert den richtigen Nährboden für einen voluminösen Klang. Die britischen Rocker von Bloc Party stellen das mit dem Track „Helicopter“ unter Beweis, der mit deftigem Bass und knackigen Melodien sehr schön ausbalanciert aus dem Lautsprecher strömt. Auch beim mit breiter Bühne gesegneten Titel „I need never get old“ von Nathaniel Rateliff & the Night Sweats macht der SB-50 als Einzelkämpfer schon eine sehr gute Figur. Die Staffelung gelingt präzise und der Breitbandlautsprecher erweist sich als sehr agil und reaktionsschnell. Insbesondere im Stereo-Setup wird man hier fraglos auf seine Kosten kommen und verbindet modernes Multiroom mit klassischem HiFi.

Beim Einsatz mehrerer Multiroom-Geräte macht die Gruppierungs-Funktion natürlich besonders Sinn - und Spaß!

Beim Einsatz mehrerer Multiroom-Geräte macht die Gruppierungs-Funktion natürlich besonders Sinn – und Spaß!

Auch weniger umfangreiche Tracks wie „Worry“ von Jack Garratt kommen über den SB-50 sehr gut zur Geltung, denn solche vorwiegend mit technischen Hilfsmitteln produzierten und digital fein säuberlich zusammengesetzte Stücke weisen ja oft eine Menge winziger Details auf, die so manch günstigem Lautsprecher schon mal durchgehen. Unser Testkandidat gehört aber zum Glück nicht zu dieser Sorte und schaut ganz genau hin. Jede Kleinigkeit wird pflichtbewusst transportiert und darf sich dem Hörer in all ihrer Pracht präsentieren. Natürlich gibt es auch Musiker, die darauf bei ihren „Werken“ eher wenig Wert legen. Aber die kann man ja auch getrost ignorieren. Der SB-50 wird nichts dagegen haben …

Die Farbauswahl des SB 50 ist überdurchschnittlich groß.

Die Farbauswahl des SB 50 ist überdurchschnittlich groß.

Fazit

Wer im Multiroom-System auf kabelgebundene Musikwiedergabe und ständig in Reichweite positionierte Boxen verzichten kann, findet mit dem SB 50 einen maßgeschneiderten Lautsprecher für seine Ansprüche. Durch seine Spezialisierung hat der insbesondere in kleinen bis mittelgroßen Räumen kraftvoll aufspielende Netzwerk-Speaker zweifellos seine Daseinsberechtigung neben dem etwas großzügiger ausgestatteten SB 100 und ist nicht zuletzt durch die simple Handhabung und den günstigen Preis von gerade einmal 399 Euro zusätzlich attraktiv.

Test & Text: Martin Sowa
Fotos: www.lite-magazin.de, Herstellerbilder

Gesamtnote: 1,1
Klasse: Oberklasse
Preis-/Leistung: sehr gut

91 %

95 %

93 %

170101-block-testsiegel

Technische Daten

Modell:Block SB-50
Produktkategorie:Multiroom-Netzwerklautsprecher
Preis:399,00 Euro
Ausführungen:- Weiß/Grau
- Schwarz/Grau
- Schwarz/Schwarz
- Weiß/Schwarz
- Schwarz/Blau
- Weiß/Blau
- Schwarz/Rot
- Weiß/Rot
Vertrieb:Audioblock, Hude
Tel.: 04484/92009010
www.audioblock.com
Abmessungen (HBT):268 x 165 x 178 mm
Gewicht:2,6 kg
Lautsprecher:- 5,3 cm Full Range
- 7,6 cm Subwoofer
Anschlüsse:- USB
- Bluetooth
- DLNA
- UPnP
Dateiformate:AAC, AAC+, MP3, WAV, WMA, FLAC
Lieferumfang:- Antenne
- Bedienungsanleitungen
Besonderheiten:- WLAN
- Bluetooth
- Streaming (DLNA/UPnP)
- UKW-Radio
- DAB+-Radio
- Internetradio mit über 25.000 Sendern
- Multiroom-Funktionalität (bis zu 6 Räume)
- Steuerung über die kostenfreie App "Undok"
- flexible Aufstellungsmöglichkeiten
Benotung:
Klang (60%):1,1
Praxis (20%):1,0
Ausstattung (20%):1,1
Gesamtnote:1,1
Klasse:Oberklasse
Preis-/Leistungsehr gut

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