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Redakteur

Den klangfördernden Einfluss hochwertiger Netzprodukte auf die HiFi-Anlage bestreitet heute kaum noch ein Musikfreund. Teuer müssen gute Netzprodukte aber keinesfalls sein, das hat Supra Cables mit seinem LoRad DC-Blocker in unserem Test bereits bewiesen. Jetzt nehmen wir uns die Netzleiste LoRad Mk III SP Switch aus gleicher Serie vor. Sie soll das HiFi-Setup zudem schützen und hat noch Überraschendes an Ausstattung zu bieten.

Zu einer ordentlichen HiFi-Anlage gehört auch eine adäquate Stromzulieferung. Mit der LoRad Mk III SP Switch bietet Supra Cables eine hochwertig verarbeitete Netzleiste mit sechs Steckplätzen.

Sehr gute HiFi- oder Heimkino-Anlagen sind häufig sorgsam zusammengestellte Systeme und nicht selten auch ziemlich kostspielig. Die Kollektion beginnt dann oft bei der Wahl der richtigen Lautsprecher, die schön sein, gut klingen und natürlich auch optisch mit dem Raum harmonieren sollen. Die Auswahl setzt sich anschließend beim Verstärker fort, der sich technisch mit den Lautsprechern verstehen sollte und natürlich ebenfalls zur Inneneinrichtung und den eigenen Designvorlieben passen muss. Idealerweise endet das Setup aber nicht bei den Quellgeräten, die die Lieblingsmusik zuspielen, sondern bei den Kabeln, über die alle Geräte miteinander verbunden werden. Sorgsam zusammengestellte Audio-Kombinationen verdienen einfach eine adäquate Verkabelung, sei es aus optischen, haptischen oder klanglichen Gründen. Nicht ganz unerheblich: Eine bessere Stromversorgung ist häufig auch sicherheitstechnisch motiviert. Bei der Auswahl des passenden Zubehörs fürs HiFi-System überlegt man dann zunächst, welche Anforderungen man hat und welche Features sinnvoll sind. Verfolgt man diesen Ansatz, stellt man vermutlich recht schnell fast, dass es auch einer besseren Netzleiste bedarf. Eine erschwingliche und umfangreich ausgestattete Variante wäre die LoRad Mk III SP Switch von Supra Cables.

Aluminium wohin man guckt: Materialqualität und Verarbeitung der LoRad Mk III SP Switch sind vorbildlich.

Dank Erfahrung an alles gedacht

Der Erfahrungsschatz ist groß, der Anspruch an die eigenen Produkte ebenfalls. Seit 42 Jahren widmet sich Supra Cables der Entwicklung hochwertigen HiFi-Zubehörs und liefert damit quasi schon per Definition die richtige Antwort auf Fragen der Verkabelung. Am Beispiel der LoRad Mk III SP Switch zeigt sich der hauseigene Anspruch bereits beim hochwertigen Äußeren der Leiste. Sie ist aus soliden Aluminium-Strangprofilen gefertigt. Leicht verrundete Seitenleisten offerieren einen organischeren Look im Vergleich zu den einfachen Rechteck-Profile des Mitbewerbs. So lässt sich dem Äusseren sogar ein gewisser Designanspruch unterstellen. Die Gehäuse-Oberseite stellt dann bündig eingelassene und sehr hochwertig selektierte Schuko-Steckdosen aus Hartplastik bereit. In unserem Testmodell sechs an der Zahl, alternativ sind Alternativen von zwei bis fünfzehn Steckplätzen verfügbar, wobei nicht alle Varianten über alle Zusatzfeatures verfügen auf die wir gleich noch zu sprechen kommen. Unsere LoRad MK III MD06-EU/SP Switch, so der vollständige Produktname, ist dagegen voll ausgestattet. Mehr geht hier nicht. Neben der offensichtlichsten Funktion, der Verteilung der Netzspannung auf mehrere Geräte, verfügt diese Netzleiste über einen markanten Kaltgeräteanschluss an dem die optional erhältliche Zuleitung angeschlossen wird. Es muss also ein zusätzliches Kabel angeschafft werden. Das ist aber kein Grund zur Kritik, sondern hat einen Grund. Die flexible Wechselmöglichkeit lässt sich nämlich jederzeit mit passend langen Kabeln bestücken. Für meinen Test benötige ich zum Beispiel eine mindestens 2,50 Meter lange Leitung um, die nächste Steckdose bequem zu erreichen. Eine so lange Zuleitung ist bei üblichen Netzleisten jedoch eher selten. Hier ist das jedoch kein Problem, Supra Cables hat entsprechende Kabellängen im Angebot, so dass Sie die Netzleiste tatsächlich dort platzieren können, wo sie hingehört: Hinter die Anlage. Direkt unterhalb des Anschlusses findet sich dann das zweite Feature: Eine Sicherung. Die LoRad Mk III SP Switch ist zugelassen für einen Stromfluss von 10 Ampere, darüber löst die interne Sicherung aus. Sehr gut, damit sind alle angeschlossen HiFi-Gerätschaften dann auch im Falle eines Kurzschlusses oder einer defekten Haussicherung geschützt. Rechts neben Sicherung und Anschluss befindet sich der Schalter, mit dem die Netzleiste ausgeschaltet und die eingesteckten Geräte schnell vom Netz getrennt werden können. Schaltet man die Netzleiste aus, werden angeschlossenen Verstärker, Quellen etc. garantiert vom Netz getrennt, ohne dass man jedes Gerät hart ausschalten bzw. irgendwelche Stecker ziehen muss. Auskunft darüber, ob die Leiste aktuell ein- oder ausgeschaltet ist, gibt eine praktische rote LED auf der Oberseite. Ausreichend hell ist sie selbst hinter dem Rack liegend gut erkennbar. Direkt über dem Lämpchen befindet sich eine weitere, grün leuchtende LED. Se weist auf ein unsichtbares Feature hin: Den Überspannungsschutz oder englisch Surge Protection – auf diese Eigenschaft wird über das Kürzel „SP“ in der Produktbezeichnung hingewiesen. Beschriebene Schaltung trennt die empfindlichen Geräte im Fall einer Überspannung, zum Beispiel ausgelöst durch einen Blitzeinschlag in der näheren Umgebung, in Sekundenbruchteilen vom Netz. Das Besondere hier: Diese Schaltung wird nicht nur einphasig, also nur auf einem der drei Leiter, sondern auf allen dreien gleichzeitig durchgeführt. Somit sind selbst teurere Geräte ziemlich sicher vor Beschädigungen geschützt.

Das Supra Cables-Programm umfasst diverse Stromprodukte. U.a. auch den LoRad DC-Blocker, den wir kürzlich ebenfalls im Test hatten.

Bleibt noch die Filterung zu erwähnen. Durch sie soll die LoRad zum besseren Klang der Anlage beitragen. Die Filtereinheit besteht aus zwei Komponenten. Um Störungen aus dem Netz fernzuhalten, wäre zunächst der sogenannte „SUPRA NIF Transient Filter“ zu nennen. Hierbei handelt es sich um ein Netzfilter, durch das hochfrequente Störungen gedämpft werden, die die normale Netzfrequenz von 50 Hertz ansonsten überlagern würden. Das wiederum soll dem Klang wiederum zu ungebremster Dynamik verhelfen. Die zweite Komponente der Filterung ist die namensgebende LoRad-Technologie. LoRad bedeutet ausgeschrieben „LOw RADiation“ und steht für ein besonders störarmes Design. Das bedeutet: Die Leiste ist so aufgebaut, dass möglichst wenig elektromagnetische Felder um sie herum erzeugt werden. Im schlimmsten Fall könnten diese Einfluss über die weitere Verkabelung haben und negative Auswirkungen auf den Klang nach sich ziehen.

Die grüne LED signalisiert den aktivierten Überspannungsschutz.

Zuleitung mit Zertifikat

Das passende Netzkabel LoRad 2.5 CS-16-EU funktioniert selbstverständlich nach dem gleichen Prinzip. Nach identischen Gesichtspunkten entwickelt, soll der Aufbau insbesondere magnetische wie elektrische Felder abschirmen. Dazu besteht das Kabel in der Hauptsache aus drei LoRad-Adern aus hochreinem OFC-Kupfer. Sie sind so verdrillt, dass sich ihre Felder gegenseitig eliminieren. Ihr Querschnitt beträgt wahlweise 1,5 bzw. 2,5 Quadratmillimeter, wir haben uns für unseren Test für den höheren Querschnitt entschieden. Materialien zur mechanischen Dämpfung und eine Schirm-Ader sind um den Leiter gewickelt. Diese Ader wird auf der Steckdosenseite des Kabels auf den Erdanschluss gelegt und soll so Einstrahlungen auffangen und Richtung Erde abtransportieren. Abschließend ist das Kabel in einen Nylon-Mantel gehüllt, den Supra Cables als halbleitend bezeichnet. Er soll insbesondere vor mechanischer Einwirkung schützen. Zugleich verleiht er dem Kabel eine angenehme Flexibilität, so dass es sich spielend leicht auch um Ecken verlegen lässt. Die hochwertigen Anschlüsse, namentlich IEC320 auf der Geräteseite und CEE 7/4 auf der Steckdosenseite, oder besser bekannt als Kaltgeräte- und Schuko-Stecker, werden ebenfalls von Supra Cables hergestellt und passend für dieses Kabel gefertigt. Auch sie sind von hervorragender Qualität, durch ihre ansprechende Farbkombination verleihen sie dem Kabel ganz nebenbei noch einen schicken Old-School-Look. Das ganze Kabel ist zudem selbstverständlich nach europäischen Sicherheitsstandards zertifiziert und sogar für medizintechnische Anwendungen zugelassen.

Die Zuleitung ist beim LoRad Mk III SP Switch immer optional. Für diesen Test nutzte ich das LoRad 2.5 CS-16-EU.

Ordnung & Sicherheit

Die Verwendung der LoRad Mk III SP Switch samt Kabel ist so einfach wie von anderen Netzleisten gewohnt. Das stellt keinen Anwender vor größere Herausforderungen. Auf eine Kennzeichnung der Phase wurde verzichtet, die müsste der interessierte Anwender also einmalig selbst herausfinden. In meinem Test habe ich mit der Supra Cables LoRad-Netzleiste samt LoRad-Netzkabel als Stromlieferanten ziemlich zufrieden Musik gehört. Ob der Dynamikumfang der Anlage nun deutlich besser ist, als mit der vorher genutzten Energieversorgung, darauf würde ich mich gar nicht festnageln lassen wollen. Tatsächlich habe ich aber das Gefühl, dass der Klang jetzt etwas reiner und klarer rüberkommt, als zuvor. Alles scheint irgendwie richtiger, die tonale Balance eine andere. Zugegeben, hier geht es um Marginalien, dennoch wirkt die Wiedergabe einen Tick luftiger und in puncto Tonalität und Raumdarstellung einfach stimmiger.
Was ich definitiv und nachdrücklich als echten Zugewinn empfand und sogar noch etwas höher einordne, sind die Zusatzfunktionen der Supra Cables-Leiste. Der Schalter macht einen zuverlässigen Eindruck. Bequem lässt sich die ganze Anlage ausschalten, ohne das anschließend noch irgendwelche Stand-by-Ströme fließen. Einen sinnvollen und effektiven Ausstattungspunkt für das gute Gewissen oder wenn in der Nähe ein Gewitter aufzieht (was während meiner Testphase Anfang Juli tatsächlich das eine oder andere Mal vorkam) stellen zudem die bereits erwähnten Überspannungs- und Überstromsicherungen dar. So lässt es sich auch bei drohender Gefahr länger Musik hören oder ein Film weiter anschauen, ohne dass man sich Sorgen um drohende Schäden durch eventuelle Überspannung machen muss. In diesem Zusammenhang entfällt für mich auch das lästige Steckerziehen der Netzleiste, falls die Anlage mal länger nicht in Betrieb genommen wird. Dank Schalter und Sicherungen braucht man diesbezüglich keinerlei Bauchschmerzen haben, dass während der Nichtbenutzung irgendwas passieren könnte. In Sachen Alltagstauglichkeit verdient sich die Netzleiste daher Bestnoten.

Die LoRad Mk III SP Switch ist in verschiedenen Größen verfügbar. Für unseren test erwählten wir die Variante mit sechs Steckplätzen. Alternativ sind Varianten von bis zu 15 Steckplätzen verfügbar.

Fazit

Die LoRad Mk III SP Switch von Supra Cabels beweist sich als erschwingliche und maßgeschneiderte Stromversorgung für hochwertigen HiFi-Systemen. In Sachen Verarbeitung, Handhabung und Ausstattung zeigt sie sich zudem von der allerbesten Seite. Sinnvolle Zusatzfeatures wie Schalter und Sicherungen machen die LoRad Mk III SP Switch definitiv zu einer echten Empfehlung für besseren Klang und mehr Sicherheit an bzw. mit der eigenen HiFi-Anlage.

Test & Text: Jonas Bednarz
Fotos: Jonas Bednarz, Philipp Thielen

Gesamtnote: Highlight
Preis-/Leistung: sehr gut

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180722.SupraCables-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Supra Cables
LoRad Mk II SP Switch
Produktkategorie:Netzleiste
Preis:um 275,00 Euro
Ausführungen:Silber (Aluminium)
Vertrieb:GEKOhifi, Soest
Tel: 02921/96949-20 + 22
www.geko-hifi.de
Anschlüsse:1 x IEC 320
1 x CEE 7/4 Schutzkontakt-Steckdose
Lieferumfang:- Supra Cables LoRad MK III SP Switch
- Bedienungsanleitung
Optionales Zubehör:- LoRad MKII Netzkabel
Besonderes:- sehr gut verarbeitet
- Überspannungsschutz
- SUPRA NIF-Filter
- 10 Ampere Schmelzsicherung
- Alu-Gehäuse
Benotung:
Preis-/Leistungsehr gut

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