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Die NAD-Kombi aus Stereo-Amp C 328 und Multi-Player C 538 bringt das klassische Hifi und moderne Anforderungen bequem zusammen. Ein Duo, das gut ausschaut, viel Ausstattung mitbringt. Stellt sich noch die Frage, was man klanglich für knapp 1.000 Euro erwarten darf.

Auch klassische gestylte HiFi-Komponenten müssen weder gigantisch noch teuer sein.

NAD stellt uns mit dem C 328 und dem C 538 eine Kombination aus Verstärker und CD-Player zum Test zur Verfügung. Preislich bewegen sich beide im Mittelklasse-Segment, der C 328 wird für 599 Euro und der C 538 für 399 Euro gehandelt. Zum überraschend niedrigen Preis kommen der NAD-typische, aufgeräumte und moderne Look und eine wirklich gute Verarbeitung. Darüber hinaus offeriert der Verstärker zahlreiche analoge und digitale Eingänge und ist auch noch mit einem Phono-Pre-Amp für Plattenspieler mit Moving-Magnet-Technologie ausgestattet. Modernität schafft das integrierte Bluetooth-Modul, sodass auch endloser Streaming-Genuss möglich ist.

Die NAD-Kombi in unserem Hörraum.

Äußerlichkeiten

Schon die Kartons der Kombination aus C 328 und C 538 wissen Eindruck zu machen. Nein, nicht weil sie überdimensional groß oder extrem bunt wären. Der Kunde kann auf dem Karton bereits ausführlich sehen, was ihn erwartet. Auf der Vorderseite sieht er die Front des Verstärkers oder CD-Players dreht er den Karton um 180°, kann er auch die Rückseite des jeweiligen Gerätes begutachten. Auf einen Blick ist zu sehen, welche Anschlussmöglichkeiten sich bieten und wie diese im Originalmaßstab aufgeteilt sind. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit und spielt beim eigentlichen Einkauf vielleicht keine bedeutende Rolle. Ein potenzieller Kunde schaut und hört sich das Gerät sicher im Vorfeld erst einmal an. Aber die Aufmerksamkeit für die kleinen Details ist es, die den Hersteller mit den drei großen Buchstaben bekannt gemacht hat und die sich bereits hier bemerkbar macht. In den Kartons finden sich dann der für einen Vollverstärker „leichtfüßige“ C 328 und der CD-Player C 538 im NAD-typischen Farbton „Graphite“. Alternative Farbvarianten stehen leider nicht zur Wahl! Das nenne ich mal konsequent! Die Frontplatte ist an beiden Seiten nach hinten abgerundet, das verleiht beiden Bausteinen einen modernen Look. Frontseitig bietet der Verstärker einen Ein-/Ausschalter, zwei Knöpfe für die Quellenwahl, ein übersichtliches Segment-Display, das Auskunft über Lautstärke und Quelle gibt, sowie einen Knopf für die Bassanhebung und einen Lautstärkeregler. Darüber hinaus befindet sich hier noch der Kopfhöreranschluss in Form einer 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse. Auch der CD-Player kommt mit einer übersichtlich gestylten Front daher. Neben dem Ein-/Ausschalter und dem Display gibt es hier Knöpfe für Play/Pause, Stop, die Anzeige, das Öffnen der CD-Schublade und zwei Skip-Buttons. Alle Taster bieten einen angenehmen Druckpunkt und fühlen sich hochwertig an. Das trifft im Übrigen für die Verarbeitung beider Audiogeräte zu. Hier knarzt kein billiges Plastik. Alles fühlt sich robust an, fast als wäre es für die Ewigkeit ausgelegt.

Die Verarbeitung der NAD-Kombi ist sehr gut, das Design aufgeräumt. Die Displays lassen sich so einstellen, dass sie nach ein paar Sekunden selbstständig ausschalten.

Das gehört dazu:

Beiden Bausteinen liegen Anschlusskabel für unterschiedliche (internationale) Steckdosensysteme bei. Der CD-Player NAD C 538 wird außerdem mit einem Cinch-Kabel zum analogen Anschluss an Verstärker geliefert. Beide Geräte werden überdies jeweils mit einer einer Fernbedienung ausgeliefert, die über die frontseitigen Bedienmöglichkeiten der Komponenten hinausgeht. Beide sind übersichtlich strukturiert, können sich Sachen Wertigkeit aber nicht ganz mit der Güte der Gehäuse mithalten. Die AMP-3-Fernbedienung des Verstärkers ermöglicht zum Beispiel auch das Skippen von Tracks, die per Bluetooth über Spotify, Deezer, Napster und so weiter zugespielt werden. Die Fernbedienung CD 8, die dem CD-Player beiliegt, erlaubt auch die direkte Titelanwahl über ihre Zehnertastatur, sowie den Wechsel des Ordners bei CDs mit MP3-Sammlungen. Darüber hinaus bietet sie noch die Möglichkeit der Wiedergabe-Wiederholung vollständiger Alben oder bestimmter Ausschnitte. Ausserdem lässt sich über diesen Weg auch die Punktmatrixanzeige auf den Titelnamen oder Namen des Albums umstellen.

Anschlusseitig stellt der C 328 alles bereit, was man heute von einem Stereo-Verstärker erwarten darf.

Kraftmaschine

Der Vollverstärker NAD C 328 verfügt über zahlreiche Eingänge und selbstverständlich auch über Anschlussklemmen für ein Paar Stereolautsprecher. Über die zwei optischen oder Koax-Buchsen finden Zuspieler in digitaler Form Eingang. Ebenso digital funktioniert die Zulieferung von Musik via Bluetooth. Diesbezüglich wartet der C 328 auf seiner Rückseite mit einer separaten Antenne auf. Des Weiteren finden sich Stereo-Cinch-Buchsen für einen Streamer und TV, sowie ein hochwertiger MM-Phono-Eingang mit hintergeschaltetem Phono-Pre-Amp am NAD-Verstärker. Hörer, die ihren Sound im Tiefbereich aufpeppen möchten, können außerdem noch einen aktiven Subwoofer an die entsprechende Buchse am Verstärker anschließen. Ein cooles Feature, das nur wenige Stereo-Verstärker dieser Preisklasse aufbieten. Lautsprecherkabel können hingegen per Bananenstecker oder Kabelschuh angeschlossen werden. Alternativ nimmt der NAD aber auch unkonfektionierte Leitungen bis zu vier Quadratmillimetern Querschnitt locker auf. Technisch kann der C 328 mit seinen zweimal 50 Watt sowohl an 4 Ohm wie auch an 8 Ohm kräftig zupacken. Im Stand-By verbrauchen beide Geräte nicht mehr als 0,5 Watt, wobei der Verstärker per Netzschalter auch ganz vom Stromnetz getrennt werden kann und damit keinen Strom mehr verbraucht.

Die Lautstärkejustage wird über das große Drehrad geregelt.

You spin me …

Der CD-Player NAD C 538 verfügt über Cinch-Buchsen für die analoge Audioübertragung sowie je einen koaxialen und optischen Anschluss für die digitale Datenanlieferung. Über sein gut ablesbares Display zeigt er die üblichen Angaben zur Restlaufzeit des Stücks oder der CD an. Alternativ aber auch die aktuelle Spielzeit des Musikstücks oder des Albums. Läuft eine CD mit MP3- oder WMA-Musikstücken, können auch Songtitel, Künstler, der Name des Albums und natürlich die Laufzeit des Stücks auf der Punktmatrixanzeige dargestellt werden. Im Inneren des C 538 sorgt dann eine solide mechanische Plattform dafür, Vibrationen weitestgehend zu mindern. Das ist kein leeres Marketingversprechen, denn durch den Einsatz vergleichsweise schwerer Stahl-Elemente für Schienen und Fassungen kann der CD-Antriebsmechanismus seine Arbeit hier präzise erledigen. Bitfehler, die beispielsweise durch Kratzer und kleinste Erschütterungen erfolgen, werden hier auf ein Minimum reduziert. Einmal (korrekt) eingelesen, wandern die digitalen Signale in den 24-Bit-Wandler und von dort in Operationsverstärker, bevor sämtliche verarbeiteten Informationen auf kurzen Wegen auf die analoge Schnittstelle geführt werden.

Die Lade fährt zuverlässig und ohne nervige Geräuschentwicklung aus dem Gehäuse.

Aufgeräumter Sound aus aufgeräumten Komponenten

Nach dem Ausflug in den technischen Bereich, geht es für meine beiden Testgäste in den alltäglichen Betrieb. Beide Komponenten signalisieren ihren Anschluss an die Stromversorgung mit einer orangefarbig-leuchtenden LED über dem Power-Schalter. Wird der Verstärker NAD C 328 eingeschaltet, deutet er durch einen rotem Indikator an, dass er die Kondensatoren noch auflädt, anschließend wechselt er dann auf das NAD-typische blau. Der CD-Spieler NAD C 538 überspringt den roten Part.
Endlich mit Musik versorgt, überrascht mich der mit 4,9 Kilogramm doch eher leichtgewichtige C 328 dann sofort durch seine wuchtige und agile Wiedergabe. Ich teste zunächst mit den R3 von KEF sowie mit der Oberon 3 aus dem Hause Dali, die ich beide gut kenne. Einmal unter optimalen Bedingungen in unserem Redaktionsbüro und unter Realbedingungen bei mir zu Hause in gewohnter Umgebung. In beiden Szenarien kann mich die präzise Wiedergabe der NAD-Kombi sofort begeistern. Ehrlich gesagt, hatte ich dem Duo eine solche Klangperformance nicht zugetraut! Der Sound ist straff, während die Instrumentalisierung fein strukturiert auf der Bühne platziert wird. Speziell „Immortality – Remastered“ von Pearl Jam beeindruckt mich. Das Setup erzeugt hier eine unglaubliche Tiefe, die den gesamten Abhörbereich mit Schlagzeug, Gitarren und natürlich Sänger Eddie Vedder umspannt, der hier in seiner vollen tonalen Bandbreite plastisch herausgestellt wird. Speziell Toms und die Snare haben die nötige Härte und verfügen über den erforderlichen Druck im Rücken. Wow! Trotz seines bescheidenen Gewichts erzeugt der C 328 hier ausreichend Energie, damit auch bassgetriebene Tracks die nötige Präsenz erhalten. Kurz darauf profitieren dann auch Nickelback mit „Burn It To The Ground“ vom Album „Dark Horse“ von der Stärke der Endstufe im D-Betrieb. Und in „Animals“ von Martin Garrix gerät dann sprichwörtlich die Hose ins Flattern, sobald die tiefen Bässe nach Schub verlangen.

Im Test kombinierten musste sich die NAD-Kombi u.a. an den Dali Oberon 3 beweisen.

Analog und digital

Auch meine etwas in die Jahre gekommenen Schallplatten klingen auf dem NAD C 328 sehr schön. Die Gitarren Peter Gabirels „Solsbury Hill“ werden sehr fein aufgelöst und akkurat im Raum platziert. Die nach dem Refrain erklingende Triangel erscheint wunderbar hell und fein, während die Toms des Schlagzeugs ein pfundiges und massives Volumen erhalten. Das hatte ich so nicht erwartet! Überzeugen kann dann auch der Kopfhörerausgang. Auch hier liefert der NAD ausreichend Wucht, um auch hochohmige Kopfhörer unter Volldampf zu setzen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist dagegen der Lautstärkeregler. Unter extrem leisen Lautstärken kann hier sehr fein Differenziert werden, sehr gut. Wenn ich die Musik aber schnell leiser drehen möchte, weil zum Beispiel das Telefon klingelt, muss ich schon fleißig am Regler schrauben. Die Fernbedienung bietet dafür einen Mute-Knopf, doch die liegt natürlich immer irgendwo, nur nicht in meiner Reichweite. Ihr Lautstärke-Knopf regelt dafür sehr flink.

Das Bedienfeld ist strukturiert aufgebaut, leicht vertieft in die Frontplatte eingelassen und sauber beschriftet.

Penibel aber nicht wählerisch

Der CD-Player NAD C 538 macht ebenfalls eine gute Figur. Bis auf SACDs spielt er alles, was ich ihm in jedweder Form darreiche. Daten-CDs mit MP3s quittiert der Servo des Lasers allerdings durch pfeifende Geräusche, wenn er nach der passenden Spur sucht. In der Wiedergabe der Musik ist das aber nicht mehr hörbar.
Was noch positiv auffällt: Die Logik ist bei der Struktur nicht wählerisch. CDs, die zum Beispiel unter Windows im Modus für „CD-/DVD-Player“ erstellt wurden, laufen absolut ohne Probleme. Auch zahlreiche Unterordner (ich habe nur bis zu einer Ordnertiefe von 8 probiert) stellen die Player-Logik vor keinerlei Herausforderung. Einzig CDs, die im Format UDF geschrieben werden, Windows nennt das „USB-Speicherstick“, verweigert der Player. Verfügt die Audio-CD über das CD-Text-Merkmal oder sind die MP3s mit ID3-Tags versehen, zeigt der Player im Punktmatrix-Display anstelle der Laufzeit auch die weiteren Details. Hier kann der Nutzer dann beispielsweise den Titel oder den Namen des Albums des gerade abgespielten Lieds erfahren.

Der C 538 gibt seine Signale wahlweise analog oder auch digital aus.

Erweiterbarkeit

Wie bereits erwähnt, kann der Verstärker NAD C 328 auch einen Subwoofer antreiben. NAD bietet für Genießer von Vinyl-Medien mit den Modellen C 556, C 558 und C 588 zudem auch einige hochwertige Plattenspieler an. Letztere machen mit ihren Glas-Plattentellern dazu optisch noch einen sehr hochwertigen Eindruck. Mit dem M 50.2 steht zudem ein Digital Music Player zur Verfügung, der mit Zwei-Terrabyte-Speicher gleich eine großzügige Musiksammlung bereitstellen kann. Analoger Radioempfang ist mit dem C 427 Stereo-Tuner für UKW und Mittelwelle möglich. Allerdings vermisse ich hier die zeitgemäße Möglichkeit, DAB+ zu empfangen. Andererseits ist der C 328 via Bluetooth in der Lage, alle möglichen anderen digitalen Signalwege abzuspielen.

Übersichtlich und kompakt: Die Fernbedienung für den C 328 bietet alle Funktionen, die benötigt werden, ist aber nicht überladen.

Fazit

Das Setup aus C 328 Vollverstärker und C 538 CD-Player stellt eine perfekte Kombination für all jene dar, die über eine umfangreiche CD-Sammlung verfügen und nach einer sehr guten, modernen und zugleich auch bezahlbaren HiFi-Anlage suchen. Der Verstärker offeriert Anschlüsse für digitale und analoge Zuspieler und besitzt sogar einen sehr guten Phono-Vorverstärker. Die Gehäuse beider Geräte sind hochwertig gemacht und zeigen sich im zeitlosen, aufgeräumten Design. Etwas wertiger hätten die Fernbedienungen ausfallen können. Technisch sind sie allerdings auf dem neuesten Stand. Sie verlängern und erweitern das Bedienfeld der Geräte ausgezeichnet und funktionieren tadellos. Sehr gut gefällt mir, dass sich beide Displays dimmen bzw. sogar ganz abschalten lassen.
NAD beweist mit diesen beiden Komponenten einmal mehr, dass richtig guter Klang nicht unbedingt unbezahlbar sein muss. Der Amp begeistert durch seine sehr gute Dynamik und reproduziert alle Akzente akkurat. Der CD-Spieler gefällt mit robuster Mechanik und spielt so ziemlich alles auf höchstem Niveau ab, was man ihm vorsetzt.

Test & Text: Dieter Pfeil
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: 79/80
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: gut - sehr gut

79 of 100

78 of 100

79 of 100

190626.NAD-Testsiegel

Technische Daten

Modell:NAD
C328 / C 538
Preis:599,00 Euro (C 328)
399,00 Euro (C 538)
Garantie:24 Monate
Ausführungen:- Graphite
Vertrieb:DALI GmbH, Bensheim
Tel.: 06251 / 9 44 80 77
www.dali-deutschland.de
Abmessungen (HBT):435 x 70 x 285 mm (C 328)
435 x 70 x 249 mm (C 538)
Gewicht:4,9 kg (C 328)
3,0 kg (C 538)
Ein-/Ausgänge (C 328):1 Kopfhörerausgang (Front)
4 analoge Eingänge
1 Subwoofer-Ausgang
2 optischen Digitaleingänge
2 Koaxial-Digitaleingänge
Ein-/Ausgänge (C 538):1 Kopfhörer-Ausgang Front)
1 analoger Ausgang
1 optischer Digitalausgang
1 Koaxial-Digitalausgang
Lieferumfang:- Fernbedienungen
- Netzkabel
- Cinchkabel
- Anleitungen
Pros und Contras: + Prono-Pre-Amp
+ Bluetooth
+ reichlich Eingänge
+ sehr gute Verarbeitung
+ hohe Leistungsstärke
+ niederiger Preis
+ CD-Player sehr flexibel

- keine Alternativfarbe
Benotung:
Klang (60%):79/80
Praxis (20%):78/80
Ausstattung (20%):79/80
Gesamtnote:79/80
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunggut - sehr gut
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