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Redakteur
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ViewSonic offeriert einen Ultrakurzdistanz-Projektor mit 40 Watt Soundbar von Harman/Kardon. Aus nur wenigen Zentimeter Abstand sorgt der X1000-4K für riesige Kinobilder über dem Sideboard – Smartfunktionen und Wi-Fi inklusive. Dieser 4K-Projektor hat aber noch viel mehr drauf und ist preislich überraschend erschwinglich.

Der ViewSonic X1000-4K ist ein LED-Projektor mit Soundbar, der aus nur 38 Zentimetern Entfernung einen 100-Zoll-Bildschirm auf die Wand zaubert.
Foto: Michael B. Rehders

Laser-TV sind im Heimkinobereich aktuell in aller Munde: Gemeint sind damit keine klassischen TV-Geräte, sondern moderne Ultrakurzdistanz-Beamer mit Laserlichtquelle. Der Grund für die Popularität liegt auf der Hand: Viele TV-Besitzer wünschen sich ein größeres Bild in der guten Stube, das aber nicht den Preis eines Mittelklasse-Neuwagens kosten soll. An dieser Stelle kommen Laser-TVs ins Spiel. Der Projektor wird nun einfach auf das Side- oder Lowboard vor die Couch gestellt. Ab sofort sind nun Bildgrößen bis zu 120 Zoll möglich. Da Laserlichtquellen auch Nachteile haben können, wie zum Beispiel unschönes Glitzern, kommen hier vermehrt LEDs zum Einsatz. Zu dieser Gattung gehört auch der ViewSonic X1000-4K. Im Zusammenspiel mit einer optionalen CLR-Leinwand wird er zur vollwertigen TV-Alternative. Er kann damit nachmittags genutzt werden, um Live-Sport oder die Lieblings-Serie zu erleben, ohne dass der Raum verdunkelt werden muss – und ein anspruchsvolles Sound-System bringt er auch gleich noch mit.

Die Signalübertragung erfolgt via HDMI, USB-C und Wi-Fi/Bluetooth. Als Zuspieler können 4K-Blu-ray-Player, Spielekonsole, Smartphone, Tablet und Notebook verwendet werden. Auf der „Wandseite“ des X1000-4K werden AV-Receiver, SAT-Box, WLAN-Dongle fix verbunden. Die seitlichen Anschlüsse dienen temporär genutzten Komponenten, wie zum Beispiel einer PS5, die noch an anderer Stelle in der Wohnung genutzt wird.
Foto: Michael B. Rehders

Sinnvolles Design

Der X1000-4K ist LED Ultrakurzdistanz-Projektor mit eingelassener Soundbar, der sich homogen in die moderne Wohnlandschaft einfügt. Mit vertrauenserweckenden 9,44 Kilogramm ist er wie geschaffen, um ihn auf das Sideboard im Wohnzimmer zu stellen. Das Bild kann einfach auf die weiße Wand projiziert werden. Selbst wenn diese in angesagten Pastellfarben gestrichen sein sollte, ist das kein Problem für den ViewSonic. Mit der Funktion „Wandfarbe“ begegnet er diesem Umstand souverän und passt seine projizierten Farben entsprechend an. Dafür wähle ich im On-Screen-Menü einfach die vorhandene Wandfarbe aus. Für dieses tolle Feature vergebe ich die ersten Extrapunkte. Die Form des X1000-4K wurde so konzipiert, dass der Beamer bestens genutzt werden kann, ohne das unschöne Kabel dauerhaft zu sehen sind. Gerade im Wohnzimmer ist eine aufgeräumte Optik ja unbedingt erstrebenswert. Wer trotzdem schnell mal eine Runde zocken möchte, kann die Spielekonsole bequem verbinden. Die dafür angedachten seitlichen Anschlussbuchsen sind bestens erreichbar.

Kinderleicht installiert

Die Inbetriebnahme geht mir leicht von der Hand. Ich verbinde meinen 4K-Blu-ray-Player und den AV-Receiver via HDMI-Kabel. Anschließend stecke den zum Lieferumfang gehörende WiFi-Stick in die Rückseite, wähle unter den aufgeführten Netzwerken mein „Studionet“ aus und gebe das Passwort ein. Schon bin ich mit dem Internet verbunden. Allerdings sollte das Passwort 20 Ziffern nicht überschreiten, da mein Testgast auf diese Zahl limitiert ist.
Für ein größeres Bild wird der ViewSonic einfach etwas von der Wand weggezogen, für ein kleineres Bild wird die Distanz zur Wand verringert. Das ist wirklich simpel gelöst. Für die geometrische Ausrichtung hat ViewSonic seinem X1000-4K zwei gut zugängliche Drehregler spendiert. Diese befinden neben den Füßen an den Geräteseiten. Über sie kann die Bildhöhe variiert werden, ohne dass sich das Gerät auf dem Sideboard verschiebt. Auf Keystone kann daher verzichtet werden, was der Abbildungsqualität zugutekommt, da die digitale Korrektur sichtbar an Auflösungsqualität verliert.

Der WiFi-Dongle wird hinten ins Gerät eingesteckt. Anschließend wird die Klappe geschlossen, so dass die Rückseite wieder optisch homogen erscheint.
Foto: Michael B. Rehders

Smarte Funktionen und Apps

Ein weiteres Highlight ist der Autofokus: Ein Druck auf die Fokustaste der Fernbedienung genügt, damit sich das Bild auf der Leinwand selbständig scharfstellt. Der ViewSonic wechselt automatisch auf den Eingang „WLAN“, sobald via WiFi ein Bild- oder Tonsignal anliegt. Zur Auswahl stehen mehrere Apps wie Amazon Prime Video, Google Play Store, Spotify und Mediatheken von ARD, ZDF, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus kann sogar Sky Ticket über Amazon Prime Video im Rahmen eines Abonnements genutzt werden. Ein Fire-TV-4K-Stick ist hier also unnötig, da der ViewSonic diesen bereits vereint. Die „vCastSender“-App gestattet es mir zudem Live- Aufnahmen mit meinem Smartphone zu machen und diese direkt auf die Leinwand zu projizieren. Was für ein Partykracher! Aber auch beruflich für den nächsten Vortrag sicherlich spannend, damit die Zuschauer diesem folgen können. Überdies kann der Beamer mittels Handy gesteuert werden. Jetzt wird das Smartphone zur Touch-Fernbedienung.

Amazon Prime Video bietet haufenweise Spielfilme und spannende Serien, auf die im Rahmen eines Abonnements zugegriffen werden kann.

Hochaufgelöste Bilder

Der X1000-4K ist ein DLP-Projektor, der Filminhalte in einer Auflösung von bis zu 3.840 x 2.160 Pixeln entgegennehmen, verarbeiten und projizieren kann. Ich starte meine Großbildsession mit „Cruella“ via Disney+. Wie bei Sky Ticket gelingt der Empfang dieser App über mein Prime Abo. UHD-Content sieht umwerfend gut aus. Bereits der Titelvorspann mit dem Schwarz/Weiß-Logo und dem knallend roten „Disney“-Schriftzug beeindrucken auf 100 Zoll. Wer es noch größer mag, kann auch eine 2,50 Meter breite 16:9-Leinwand aus einer Distanz von nur 62 Zentimetern vollständig ausleuchten. Als Cruella den Secondhand-Shop entdeckt, wird sie vom roten Kleid im Schaufenster magisch angezogen. Sie bleibt kurz vor der Auslage stehen und ich bewundert das satte Rot. Überdies gelingt die Durchzeichnung der Schattenbereiche hervorragend. Das „Open“-Schild ist klar und deutlich zu lesen, und die Haare der schwarzen Perücke der Schaufensterpuppe sind fein nuanciert. Als Cruella den Laden betritt, gibt es zahllose Details zu entdecken.

Der Disney-Film „Cruella“ wird vom ViewSonic X1000-4K in natürlichen Farben reproduziert. Das rote Kleid sieht auf der Leinwand absolut originalgetreu aus.

Helle LED und farbenprächtige HDR-Filme

Das Herzstück ist die zweite Generation der LED-Technologie. Die Lebensdauer der Lampe beziffert der US-Hersteller mit bis zu 30.000 Stunden im hohen Lichtmodus. Wer beispielsweise täglich drei Stunden TV schaut, kann den X1000-4K über 27 Jahre nutzen, bis sich die Lichtausbeute um 50 Prozent reduziert hat.
Die gängigen HDR-Technologien HDR10 und Hybrid Log Gamma (HLG) werden unterstützt. Damit können Blockbuster, Live-Events und Serien in High Dynamic Range erlebt werden.
Eine dreistufige Zwischenbildberechnung ist ebenfalls implementiert, die bewegte Inhalte noch schärfer darstellt. Davon profitieren besonders HDR-Filme, deren Feindetails nun vollständig erhalten bleiben. Die Schärfe sitzt in der Mitte perfekt, nimmt zu den Seiten allerdings ganz leicht ab. Schwarze Elemente in der „Cruella“-Nachtaufnahme von London sind ein wenig aufgehellt. Sobald leuchtende Straßenlaternen hinzukommen, läuft der ViewSonic aber zur Hochform auf. Seine Lichtausbeute ist überragend, wodurch Farben realistisch strahlen und das Bild eine hohe Plastizität erlangt.

Sollte das Wohnzimmer nicht Mattweiß gestrichen sein, sondern in einem anderen Farbton, kann diesem Umstand über die Funktion „Wandfarbe“ begegnet werden. Das Ergebnis ist eine natürliche Farbdarstellung – auch auf z. B. gelben Wänden.

Der gute Ton

Zu einem exzellenten Bild gehört ein guter Ton, um das perfekte Filmerlebnis zu Hause zu erzeugen. Das dachten sich anscheinend auch die Ingenieure von ViewSonic. Sie beauftragten die Klangexperten von Harman/Kardon, um für den X1000-4K eine Soundbar zu entwickeln, die einem guten TV-Sound locker Paroli bietet. Gleich mehrere Anwendungszwecke sind gegeben: Das 2.1-Heimkino-System versorgt den Zuschauer mit ansprechendem Filmton. Darüber hinaus kann die Soundbar als Bluetooth-Lautsprecher fungieren, um Musik direkt vom Smartphone zu streamen. Zuletzt kann der Audio-Output des ViewSonic andere Bluetooth-Lautsprecher (zum Beispiel in der Küche) oder Headsets mit Ton versorgen. Das 40-Watt-Soundsystem von Harman/Kardon sorgt für einen ansprechenden Klang. Grundton, Mitten und Höhen sind in „Cruella“ tadellos. Stimmen sind bestens zu verstehen. Sogar etwas Bass wird vom implementieren Subwoofer erzeugt. Die Leistung reicht aus, um auch größere Wohnzimmer weit über Zimmerlautstärke zu beschallen. Überdies kann optional auch ein Subwoofer angesteuert werden.

Ganz dezent und mit schwarzer Stoffbespannung vor Staub geschützt: Die Soundbar von Harman / Kardon ist in die Front des ViewSonic X1000-4K implementiert.
Foto: Michael B. Rehders

Vielseitig nutzbares Soundsystem

In der 4K-Blu-ray-Version von „Jungle Cruise“ ist das Disney-Logo absolut farbenprächtig. Ebenso beeindruckend schlägt sich der reproduzierte Ton. Das Feuerwerk über dem Schloss tönt authentisch, das „Glitzern“ wird punktuell von rechts nach links reproduziert. Als die Kamera vor dem Schloss in den Fluss eintaucht, wird das Plätschern realistisch wiedergegeben. Das typische, leicht dumpfe Unterwasserszenarium macht sofort Spaß. Als die sonore Männerstimme aus dem Off kurz darauf in die Geschichte einführt, bin ich quasi mittendrin im Film. Der Regen im Dschungel von Südamerika prasselt auf Bäume, Palmen und Sträucher. Alles ist klar und gut ortbar. Actionszenen und Musik erzeugen eine überraschend breite Bühne. Als nächstes spiele ich via Bluetooth von meinem Smartphone Marla Glen „Coast of Freedom“ zu. Instrumente und das Schlagzeug gefallen dank bester Differenzierbarkeit. Es ist kaum zu glauben, dass der Sound nur aus diesem schmalen Klangriegel kommt.

Lehnt lässig an der Stoffbespannung der Soundbar: Die Smarte-Fernbedienung. Selbst im dunklen Kino ist der richtige Befehlsknopf leicht zu finden, weil der eingebaute G-Sensor die Tastatur automatisch leuchten lässt, sobald die Fernbedienung bewegt wird.
Foto: Michael B. Rehders

TV-Genuss bei Tageslicht

Zum vollwertigen 4K-TV-Ersatz wird der ViewSonic X1000-4K, sobald er auf eine Spezialleinwand projiziert. Erforderlich wäre dafür ein sogenannter CLR-Screen. CLR ist die Abkürzung für Ceiling Light Rejecting und heißt übersetzt so viel wie Deckenlichtunterdrückung. Praktisch wird nicht nur das Deckenlicht unterdrückt, sondern das gesamte Umgebungslicht im Raum. Dank einer mikroskopisch kleinen Lammellenstruktur wird lediglich das Bild zum Zuschauer gelenkt, das vom Ultrakurzdistanz-Beamer von unten aufprojiziert wird. Das übrige Raumlicht wird wirkungsvoll abgelenkt und schmälert das Filmerlebnis nicht. Der große Vorteil zum Fernseher ist, dass sich auf dem XXL-Bild nichts spiegelt, wie es bei vielen Flatscreens der Fall ist. So eine CLR-Leinwand muss allerdings zusätzlich erworben werden und schlägt in 100 Zoll Diagonale mit etwa 900 Euro zu Buche. Anschließend kann am Samstagnachmittag beispielsweise die Fußball-Bundesliga geschaut werden, ohne dass der Raum verdunkelt werden muss. Überdies ist der X1000-4K extrem leise, Lüfter sind kaum zu hören.

Mit einer CLR-Bildwand wird der ViewSonic X1000-4K zur vollwertigen TV-Alternative, weil diese Kombination auch bei Tageslichteinfall wie ein Fernseher genutzt werden kann.
Foto: ViewSonic

Fazit

Der X1000-4K ist eine vollwertige TV-Alternative mit großartig klingender Soundbar, um Spielfilme, Serien und Live-Sport auch bei Tageslicht im Wohnzimmer zu erleben. Sein volles Potenzial schöpft der ViewSonic aus, sobald zusätzlich eine CLR-Leinwand zum Einsatz kommt. Der Ultrakurzdistanz-Projektor ist im Handumdrehen installiert und hat jede Menge nützliche Smartfunktionen und Apps an Bord, die das XXL-Großbilderlebnis noch flexibler gestalten. Aus nur 38 Zentimetern Abstand wird eine 100-Zoll-Bildwand vollständig ausgeleuchtet. Moderne Features wie HDR, Autofokus und Bluetooth bieten viel Komfort und sorgen für das ultimative TV-Erlebnis.

Test, Text und Fotos: Michael B. Rehders

Gesamtnote: 93/95
Klasse: Spitzenklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

92 of 95

93 of 95

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Technische Daten

Modell:ViewSonic
X1000-4K
Produktkategorie:Ultrakurzdistanz-Projektor (LED)
Preis:um 2.499,00 Euro
Garantie:2 Jahre
Ausführungen:- Silber/Silber
Vertrieb:ViewSonic Technology, Dorsten
Tel.: 02362 9544 805
www.viewsoniceurope.de
Abmessungen (HBT):169 x 757 x 291 mm
Gewicht:9,44 Kg
Technik:1-Chip DLP mit RGB-LED
Helligkeit:2.400 Lumen (Herstellerangabe)
Bildauflösung:1920 x 1080 Pixel (3840 x 2160 via XPR-Technologie)
Lens-Shift:nein
3D-Wiedergabe:ja
3D-Transmitter:ja
2,50 Meter Bildbreite:ab 0,62 Meter Abstand
Anschlüsse:Eingänge:
3 x HDMI
1 x USB-C
1 x WiFi-Dongle
3 x USB Typ A

Ausgänge:
2 x Audio (3,5 mm Kopfhörer / Subwoofer)
Lieferumfang:- ViewSonic X1000-4K
- Fernbedienung
- Kurzbeschreibung
- Netzkabel
Pros und Contras:+ sehr hell
+ gute Schärfe
+ UHD-Auflösung via XPR-Technologie
+ HDR10
+ Smartfunktionen mit Apps
+ extrem leise
+ langlebige LED-Lichtquelle
+ USB-C
+ guter Sound

- Schwarzwert
Benotung:
Gesamtnote:93/95
Bildqualität (50%):92/95
Praxis (25%):93/95
Ausstattung (25%):93/95
Klasse:Spitzenklasse
Preis-/Leistunghervorragend

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