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Mit einem Auge für Details hat Mission seine beliebte QX-Serie optimiert. Elegantere Optik und verbesserte Bauteile sollen auch der QX-3 zu einem neuen Klangniveau verhelfen und sie gleichzeitig bezahlbar bleiben lassen. Wir haben uns Missions Standlautsprecher im Praxistest genauer angesehen.

Mit überschaubaren Abmessungen und elegantem Design, fügt sich die QX-3 wunderbar in jede Wohnumgebung ein. Gerade die neue Version in Lux White setzt mit ihrem Kontrast zwischen Gehäuse und Treibern, nette optische Akzente.

Nachdem Mission zunächst die Einstiegsmodelle der LX-Serie einem Upgrade unterzog, wurde nun auch den beliebten QX-Modellen eine Frischzellenkur verpasst. Wer sich einen kompletten Neuentwurf der Lautsprecherserie verspricht, sollte seine Erwartungen aber ein wenig zügeln. Warum sollte man das Rad auch komplett neu erfinden? Dennoch hat sich die Marke einige Gedanken zu möglichen Optimierungen gemacht und die QX-Serie in zahlreichen Details verbessert. Vom Design über die Frequenzweiche bis hin zu den Treibern, drehten die Entwickler an den Stellschrauben, um die MKII-Modelle zu noch besser klingenden Lautsprechern zu machen. Um uns einen Eindruck davon zu machen, haben wir uns die QX-3 vorgenommen. Sie sitzt zwischen den Regalboxen QX-1 und -2 auf der einen, und den beiden größeren Standlautsprechern QX-4 und -5 auf der anderen Seite, in der Mitte der Modellpalette. Für Heimkinofans hält die MKII-Serie dann noch den Center QX-C und den Aktivsubwoofer QX-12 bereit.

Schlank und strahlend

Fangen wir gleich beim äußeren Erscheinungsbild an. Für die überarbeiteten Modelle hat Mission seine Farbpalette ein wenig modernisiert. Unser Testmodell erstrahlt nun in einem matten weiß. Auch das zuvor noch hochglänzende schwarz der auslaufenden Version, ist dem neuen, matteren Lux Black gewichen. Wer es etwas klassischer mag, greift zum Modell mit Walnuss-Furnier und Perlmutt-Finish. An der Formgebung hat sich hingegen kaum etwas verändert. Dank ihren gerundeten Seitenkanten ist auch die QX-3 MKII hervorragend wohnraumtauglich. Mit weniger als zwanzig Zentimetern Breite und leicht über dreißig Zentimetern in der Tiefe, trägt der elegante Standlautsprecher nicht übermäßig auf. Auch die Höhe von knapp einem Meter ist gut bemessen und verleiht dem Gehäuse mit Bassreflex-Abstimmung ein Volumen von 35 Litern. Auf der Oberseite befindet sich dann die drastischste Veränderung des Designs. Eine stabile Aluminiumplatte setzt hier nicht nur einen farblichen Akzent, sondern hilft auch dabei, das Gehäuse zusätzlich zu versteifen.

Mit der neuen Deckplatte aus Aluminium wirkt die QX-3 MKII ein wenig extravaganter als ihr Vorgänger.

Fester Stand

Auch die Unterseite der QX-3 setzt auf metallische Verstärkung. Um dem Lautsprecher zu ausreichend Standfestigkeit zu verhelfen, verfügt er über eine Bodenplatte aus Aluminium, in die vier stabile Spikes geschraubt werden. Während die Platte vorne Bündig mit dem Lautsprecher abschließt, besitzt sie am hinteren Ende zwei Ausläufer. Durch die breitere Verteilung der Auflagepunkte steht die schlanke Box stabil im Raum. Bevor dies allerdings der Fall ist, muss die Bodenplatte montiert werden, wofür vier lange Schrauben beiliegen. Nachdem man diese mit einem Kreuzschlitzschraubenzieher angezogen hat, können die Spikes eingesetzt werden. Während die Gewinde vorne direkt im Lautsprecher sitzen, werden die hinteren Spikes mit passenden Aufsätzen gekontert. Für den Schutz empfindlicher Böden sollte man schließlich noch die vier Auflagen unter die silbernen Metallspitzen legen, dann sind die QX-3 einsatzbereit.

Kontaktbörse

Was natürlich noch fehlt sind die passenden Signalkabel, die an den rückseitigen Terminals angeschlossen werden. Die QX-3 setzt dafür auf herrlich feste Schraubklemmen, die mit den unterschiedlichsten Verbindungen bestückt werden können. Hilfreich beim Anschluss und beim Ordnung halten, ist dabei die leichte Neigung, die die Terminals aufweisen. In einem Winkel von etwa 45 Grad angestellt, lassen sich besonders lose Kabelenden und Bananenstecker leicht befestigen. Allerdings hätte die Markierung etwas deutlicher ausfallen können. Von oben sind die schmalen schwarzen und roten Ringe an den Klemmen etwas schwierig zu erkennen. Dafür spendiert Mission der QX-3 MKII gleich zwei Paar Terminals, so dass man den Lautsprecher, in Kombination mit einem passenden Verstärker, auch per Bi-Wiring oder -Amping betreiben kann. Bei unserem weißen Modell sieht der Kontrast zwischen der schwarzen Anschlussverkleidung, den Bassreflexöffnungen, den Chassis und den Aluplatten auf der einen und dem weißen Gehäuse auf der anderen Seite, besonders chic aus.

Die Terminals bieten festen Halt und guten Kontakt. Wer möchte kann den Hoch- und die Tiefmitteltöner getrennt antreiben.

In die Zange genommen

Auch bei der neuen QX-Serie setzt Mission auf sein Steckenpferd „IDG“. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der Begriff „Inverted Driver Geometry“, der die Anordnung der Treiber beschreibt. Anders als üblich ist der Hochtöner unter dem Mitteltieftöner angebracht. Durch den veränderten Abstand der Schallquellen sollen die Wellen beider Chassis, genau zur gleichen Zeit am Ohr ankommen. Bei der QX-3 geht der Hersteller noch einen Schritt weiter. Da hier zwei Tiefmitteltöner zum Einsatz kommen, rahmen diese den Hochtöner in einer vollwertigen D’Appolito-Anordnung ein, bei der weniger Reflexionen und Phasverschiebungen auftreten. Ergebnis sind optimiertes Timing und eine verbesserte Räumlichkeit. Voraussetzung dafür ist natürlich eine penible Konstruktion des Gehäuses, der Frequenzweiche und der Chassisabstände. Dafür hat man beim Hersteller alle Register gezogen, zahlreiche Messungen und Scans vorgenommen und natürlich viele Hörtests gemacht. Auch Detailverbesserungen machen eben jede Menge Arbeit.

Mission QX-3 MK II – Mit Evolution zum Erfolg

Auch an den Chassis selbst hat sich bei der MKII-Version etwas geändert. Während zuvor ein Hochtöner mit Textilkalotte genutzt wurde, entschied man sich nun für den Einsatz eines Ringradiators. Ursprünglich für die Premiumserie ZX entwickelt, soll der eineinhalb Zoll messende Hochtöner, mit seinem zentralen Phase Plug, nun auch in hier für mehr Kontrolle und Detailtreue sorgen. Eingerahmt wird er von den ebenfalls optimierten Tiefmitteltönern mit fünf Zoll Membrandurchmesser. Genau wie der Ringradiator stammen auch diese aus der hauseigenen Entwicklung und Fertigung von Mission. Die gesamte QX-Serie entsteht praktisch vollständig In-House, wodurch die Preise der verschiedenen Lautsprecher niedrig gehalten werden. Für die MKII-Version verbesserte Mission auch die Acryl-Faser-Membranen weiter. In Kombination mit neu gestalteten Sicken und mit mehr Kontakt zur Schwingspule, soll eine bessere Impulsantwort und damit ein optimiertes Timing erreicht werden.

Der Phase Plug des neuen Ringradiators hilft dabei, Verzerrungen zu minimieren. Dank der Anordnung der Chassis wird auch das Timing des Lautsprechers optimiert.

Freiheitsliebe

Dank der schlanken Abmessungen der QX-3 kann die Montage von Bodenplatte und Spikes, ebenso wie das Umdrehen der Box, auch von einer einzelnen Person vorgenommen werden. Mit einer zweiten Person klappt es natürlich etwas einfacher. Bei der Aufstellung sollte man auf die Abstände zu Wänden und Ecken achten. Zwanzig bis dreißig Zentimeter Freiheit sollte man den Standlautsprecher durchaus gönnen. Der Anschluss der Kabel fällt, wie angesprochen, erfreulich einfach aus. Allerdings fällt dabei die dünne Naht auf der Rückseite der Lautsprecher auf, die den eleganten Eindruck der QX-3 ein wenig stört. Aber wer schaut schon ständig auf die Rückseite seiner Lautsprecher? Im klassischen Dreieck und leicht auf die Hörposition ausgerichtet aufgestellt, werden die beiden noch mit Musikserver und Vollverstärker verbunden. Dank des guten horizontalen Abstrahlverhaltens, kann man auf einen allzu steilen Winkel verzichten. Wer möchte kann letztlich noch die hübschen, magnetischen Abdeckungen anbringen. Los geht’s.

Spektakel

Mit mächtigen Bläserstößen und dem dumpfen Grollen großer Pauken, setzen die beiden MKII sofort ein erstes Ausrufezeichen in Sachen Dynamik. Atmosphärisch und räumlich stellen die QX-3 Greg Edmonsons Soundtrack zu „Uncharted 2“ dar. Aus dem Hintergrund der groß aufgezogenen Bühne treten beim laufenden „Bustin‘ Chops“ immer wieder zarte Streicherklänge, die mit einem schönen, natürlichen Timbre versehen werden hervor. Die Solo-Violine, die mehr im Zentrum platziert wird, wirkt ebenfalls angenehm direkt und sauber. Auch bei „Helicopter and Tank“ zeichnen sich die QX-3 durch ihr gutes Timing aus. Feine Details bekommen so eine schöne Definition, die auch von den herrlich dynamischen Trommelschlägen nicht gestört wird. Unabhängig von Instrument oder Frequenzbereich spielen die Lautsprecher hier herrlich befreit und verleihen allen Komponenten einen fülligen Körper und Plastizität. Als zur Eröffnung von „Cat and Mouse“ ein donnernder Gongschlag erklingt, drückt es mich hier regelrecht in den Sitz.

Die rückseitigen, ovalen Bassreflexöffnungen folgen dem optischen Vorbild der Treiber. Einige Zentimeter hinter der Öffnung verhindert ein dünnes Netz das Eindringen von Kleinteilen.

Volles Rohr

Auch dabei ist es nicht nur die reine Dynamik, die den Spaßfaktor hoch hält. Alles scheint stets eine gewisse Natürlichkeit zu behalten. Egal ob asiatische Glocken und Klangschalen, die facettenreiche, metallische Obertöne spendiert bekommen, fein aufgelöste Xylophone und helle Flöten, oder eine sich riesig aufbäumende Wand von Blechbläsern: alles klingt sehr reell und plastisch. Gerade im unteren Frequenzbereich haben die beiden QX-3 außerdem einiges zu bieten. „The Way You Used To Do“ von Queens of the Stone Age statten die Lautsprecher mit einer unheimlich kräftigen, trockenen Bassdrum aus. Da steckt jede Menge Kraft im Signal und die beiden Fünfzöller werden von ihren Bassreflexrohren perfekt unterstützt. Die Chassis lassen die Wellen dabei nicht zu lang im Raum stehen, agieren präzise und kontrolliert. Das steht den Tracks auf der 24-Bit Version von „Villains“ gut zu Gesicht und macht das Spiel angenehm lebendig.

Adagio

Die flotten Percussions bei „The Way You Used To Do“ profitieren dann deutlich vom kräftigen Antritt und dem präzisen Timing der Missions. Drums, Gitarre und Bass wirken hier sehr präsent und direkt, während die tolle Dynamik mich immer mehr mitreißt. Auch wenn es, wie beim darauffolgenden „Fortress“, etwas gefühlvoller zur Sache geht, machen die beiden QX-3 einfach ihr Ding. Der Hintergrund ist dunkel und allmählich füllt sich die Bühne mit griffigen Gitarrenriffs und Keyboards, die langsam aber stetig anschwellen. Die Bassline reicht weit nach unten und groovt sachte vor sich hin. Auch hier ist das Klangbild der Lautsprecher angenehm beschwingt und lebendig. Adeles aktuelles Album „30“ wird im Anschluss mit knackigen Drums untermalt, während die charismatische Gesangsstimme der Londonerin mit tollem Volumen den Raum erfüllt. Dank der guten Tiefenstaffelung wirkt die Bühne groß und Komponenten wie Gitarren, Glocken, Pfiffe und ein Chor, behalten ihre Konturen und Details.

Die beiden Fünfzöller aus Acrylfaser, sind mit überarbeiteten Sicken ausgestattet. Dank großer Kontaktfläche zur Schwingspule, agieren die kräftig aufspielenden Tiefmitteltöner mit guter Präzision.

Cineast

Da Mission die Stärken der QX-Serie aber nicht nur im HiFi-Bereich, sondern auch im Heimkino sieht, dürfen sich die QX-3 noch ein wenig an der Filmwiedergabe versuchen. Schließlich ist die Ausgabe des Fernsehtons über die Anlage, dank Netflix und Co. heute gefragter denn je. Also halte ich mich auch nicht lange mit AV-Receivern oder Soundporzessoren auf, sondern schließe den Smart-TV einfach per optischem Kabel an den Vollverstärker an, bevor der Weihnachtsklassiker „Elf“ über den Bildschirm flimmert. Erneut überzeugen die beiden Standboxen mit ihrer Fülle und Direktheit. Die Stimmen der englischen Originalversion sind zu jeder Zeit sehr verständlich, selbst bei Will Ferrells teilweise recht schnell gesprochenen Dialogen, oder bei den hin und wieder leicht verzerrten Stimmen der Elfen und Magiewesen. Der Soundtrack mit seinen festlichen Glockenklängen, profitiert dann nochmals von der feinen Auflösung der Ringradiatoren. Hier gibt es tolles Adventsfeeling.

Bombast

Etwas weniger beschaulich geht es im Anschluss bei „Matrix“ zu. Die losgelöste Action des Sci-Fi-Klassikers benötigt klar die Kraft und Räumlichkeit echter Lautsprecher. Hier finden die QX-3 erneut eine tolles Betätigungsfeld. Bei den Schusswechseln in der Lobby projizieren die Lautsprecher die feinen Betonsplitter der zu Bruch gehenden Wände in den ganzen Raum. Schüsse aus Pistolen und Gewehren werden herrlich wuchtig und gut getimt wiedergegeben, gefolgt vom hellen Klirren leerer Patronenhülsen auf dem dunklen Marmorboden. Später wird auch das prasselnde Wasser der ausgelösten Sprinkleranlage fein aufgelöst. Selbst in einem Stereo-Setup und mit PCM-Signal, bekommt man hier schon eine schöne Räumlichkeit geboten. Selbst einen Subwoofer vermisse ich, dank des kräftigen Bassbereiches der QX-3 MKII, erst einmal nicht. Wer später doch noch ein echtes Surround Set erstellen möchte, kann sein Setup mit den weiteren Modellen der Serie unkompliziert erweitern.

Für das Ausgleichen von leichten Unebenheiten, können die soliden Spikes einzeln in der Höhe angepasst werden.

Fazit

Schlank, stark und vielseitig ist die QX-3 MKII ein hervorragender Allrounder zu einem ausgezeichneten Preis. Mit ihrer umfangreichen Dynamik, ihrer Präzision und ihrer guten Räumlichkeit, macht sie bei jedem musikalischem Genre eine gute Figur. Trotz schöner Detailtiefe verliert sie sich dabei nie in Kleinigkeiten, sondern liefert ein natürliches und musikalisches Klangbild, mit tollem Körper. Dazu ist ihr auch die Filmwiedergabe nicht fremd, wo sie mit sattem Bass und toller Ortung schon im Stereobetrieb punkten kann. Die QX-3 MKII ist also eine gelungene Evolution, die der beliebten Serie sicher noch einige Fans mehr bescheren wird.

Test & Text: Philipp Schneckenburger
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Empfehlung
Klasse: Mittelklasse
Preis-/Leistung: hervorragend

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Technische Daten

Modell:Mission QX-3 MKII
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preis:999 Euro (Paar)
Garantie:3 Jahre (Bei Registrierung)
Ausführungen:- Lux White
- Lux Black
- Walnut Pearl
Vertrieb:IAD, Korschenbroich
0800 2345007
www.audiolust.de
Abmessungen (H x B x T):970 x 195 x 310 mm
Gewicht:20 kg
Prinzip:2-Wege, passiv, bassreflex
Hochtöner:1 x 1,5 Zoll Ringstrahler
Tiefmitteltöner:2 x 5 Zoll Konusmembran
Frequenzgang:42 Hz - 24 kHz (Herstellerangabe)
Anschlüsse:Bi-Wiring Schraubklemmen
Impedanz:4 Ohm
Lieferumfang:2 x QX-3 MKII
2 x Bodenplatte
2 x Satz Spikes
2 x Schraubensatz
2 x Satz Auflagen
2 x Anleitung
Pro & Contra:+ elegantes Design
+ stabiler Stand
+ günstiger Preis
+ dynamisches Spiel
+ tolle Räumlichkeit
+ kräftiger Bass
+ gute Auflösung
+ ausgezeichnete Impulsantwort
+ angenehmes Timbre

- keine
Benotung:
Gesamtnote:Empfehlung
Klasse:Mittelklasse
Preis-/Leistunghervorragend
Getestet mit:Innuos Zen Mini Mk 3
Panasonic TX-55GZW1004
IsoTek Polaris Evo 3
Hegel H360
Lindemann Musicbook: Source.CD II
Lindemann Musicbook: Power II
Viablue SC-6 Air
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