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Darf es ein wenig mehr sein? Mit der A 55 präsentiert Canton einen Klang-Koloss, der mit der Technologie der Reference K-Serie ausgestattet ist und somit alle „Best Of“-Features des überaus erfolgreichen Jubiläums-Schallwandlers A 45 bietet – dazu gehören die Keramik-Chassis, die spezielle Wave-Sicke oder der Mitteltöner mit Tripple Curved-Konus. Durch mehr Volumen und größere Tieftöner soll die Canton A 55 aber noch mehr Bass und Power liefern. Kann der mächtige Drei-Wege-Lautsprecher sich auch klanglich an die Spitze setzen?

Die Canton A 55 unterstreicht mit ihrem imposanten Auftritt, dass sie das Flaggschiff der A-Serie ist.

Schuld war nur das Jubiläum: Zum 45-jährigen Bestehen im Jahr 2017 präsentiere Canton mit der A 45 ein Sondermodell, das quasi als „Best Of“-Schallwandler das Know-How des Weilroder Traditionsunternehmens im Lautsprecherbau vereinen soll – was bedeutet, dass dieser Lautsprecher vor allem von Entwicklungen der Reference K-Reihe profitiert. Derart ausgestattet ist die A 45 ein Riesenerfolg geworden – auch weil sie ausschließlich online und hier zu einem exzellenten Preis angeboten wird. Das war der Auftakt für Cantons mittlerweile beachtliches, mehrere Produktlinien umfassendes „Online Exklusive“-Portfolio. Hier ist die von uns bereits getestete A 45 stets das Topmodell geblieben – vor der Kompaktversion A 45 BS und der schlanken Schwester A 35, die beide ebenfalls sch zu Gast in unserere Redaktion waren. Doch nun übernimmt die voluminöse A 55 die Pole-Position – als Angebot für alle, die in punkto Pegel und Tiefton noch etwas mehr wollen. Wir nehmen dieses Angebot an.

Das abgerundete Design und das erstklassige High Gloss-Finish verleihen der A 55 eine hochwertige Anmutung und Geschmeidigkeit.

Imposante Erscheinung

Ihre Mächtigkeit ahnen wir schon, als wir die A 55 in den Hörraum tragen: Die gewichtigen 49 Kilogramm verraten, dass Canton hier mal wieder massiv Material verbaut hat. So ist es auch: Der Korpus besteht aus hochverdichteter Faserplatte (HDF). Ihre Holzpartikel sind noch stärker verpresst als bei der im Lautsprecherbau sonst üblichen mitteldichten Faserplatte (MDF). Theoretisch erreicht man so die gleiche Stabilität und Steifigkeit bei geringerer Wandstärke. Doch Canton hat hier kein Material gespart und überdies noch etliche Streben eingezogen, um dem Korpus jegliche Neigung zur Vibration auszutreiben. Zusätzlich verhindert die interne Auskleidung mit Dämmmaterial, dass stehende Wellen im Gehäuseinneren ihre abträgliche Wirkung entfalten können. Ihre Imposanz demonstriert die A 55 aber auch optisch: Mit einer Höhe von 115 Zentimetern, einer Breite von 38 Zentimetern und einer beachtlichen Tiefe von 52 Zentimetern meldet dieser Standlautsprecher doch einen gewissen Platzbedarf an. Die optische Präsenz der A 55 wird durch die hochglänzende schwarze Lackierung unseres Testmodells durchaus betont. Alternativ gibt es die A 55 in seidenmattem Weiß oder in Kirsche, das Echtholzfurnier wird dann mit einem transparenten Hochglanzlack versiegelt. Der Überzug ist makellos aufgetragen und ist damit das i-Tüpfelchen der insgesamt erstklassigen Verarbeitung. So strahlt die A 55 neben ihrer Imposanz auch eine Hochwertigkeit aus – und durch die sanften Rundungen des Gehäuses zudem eine angenehme Geschmeidigkeit. Hierzu trägt auch der taillierte Metallsockel bei. Er sorgt zusammen mit den attraktiv gestalteten, höhenverstellbaren Füßen für den sicheren Stand der A 55, hat aber auch akustisch eine Funktion. Dazu kommen wir später.

Der schlanke, geschwungene Metallsockel verleiht der A 55 Standfestigkeit. Er ist zudem Teil der Bassreflexabstimmung: Der Port im Gehäuseboden ist gen Untergrund gerichtet. Die attraktive Fußkonstruktion erlaubt eine Höhenverstellung aller vier Füße. Sie sind mit elastischen, Vibrationen absorbierenden Kunststoffdämpfern unterfüttert.

Tweeter mit Referenz-Technologie

Wir schauen uns erst mal die Schallwandler an. Hier fällt direkt eine weitere optische Attraktion der A 55 auf: Sämtliche Chassis sind frei von unansehnlichen Schrauben in das Gehäuse eingelassen. Für die Fixierung sorgen sogenannte „Seamless Diamond-Cut“-Aluminiumringe. Diese Einfassungen sollen die mechanische Stabilität der Chassis erhöhen, rein optisch sorgen sie dafür, dass die Speaker bei Lichteinfall von einer silberglänzenden Corona umgeben sind. Der Hochtöner sitzt zudem hinter einem Metallgitter. Es schützt den Tweeter vor mechanischer Beschädigung, verdeckt aber auch ein wenig seine Innovationen: Der von der Reference K-Serie abstammende 25-Millimeter-Hochtöner ist mechanisch aufwändig mit einem Wave-Guide versehen. Diese Schallführung bewirkt eine homogenere Abstrahlung aller von Tweeter wiedergegebenen Frequenzen – und die reichen von 3.000 bis hin zu ungemein hohen 40.000 Hertz. Die Schallwandlung übernimmt eine Aluminium-Oxyd-Keramik-Membran. Die Keramisierung des Aluminiums geschieht in einer speziellen Elektrolysebad-Behandlung. Diese Veredlung bewirkt eine erhöhte Festigkeit der Membran. Mit dem Tweeter begann vor einigen Jahren Cantons Abkehr von reinen Aluminium-Chassis. Diese Transformation wurde bei den Mittel- und Tieftönern fortgesetzt – und so ist der Silberglanz der Chassis, der bis dato das Erscheinungsbild von Cantons Schallwandlern prägte, mittlerweile von einem dezent-matten Beige abgelöst worden.

Zum Schutz der Keramik-Membran schwingt die Kalotte des Hochtöners hinter Gittern. Ihr Abstrahlverhalten wird durch den schallführenden Wave-Guide unterstützt.

Mitteltöner mit doppeltem Spezial-Profil

Bei den Speakern für Mitten und Bass wird die Membran allerdings während der Keramisierung des Aluminiums zusätzlich noch mit Partikeln des spröden Schwermetalls Wolfram dotiert. Das Ergebnis ist eine schwingende Fläche, die bei den wichtigen Werten – Gewicht, Steifigkeit, innere Dämpfung – besser abschneidet und so homogener schwallwandeln kann. Das ermöglicht im Fall des Mitteltöners, der traditionsgemäß bei Canton über dem Tweeter sitzt, einen respektablen Durchmesser von 18 Zentimetern. Neben dem Materialmix spielt aber auch die Membranformung eine Rolle: Der „Triple Curved Cone“ besitzt ein Profil, das drei unterschiedliche Radien aufweist. Dieses Design soll eine höhere Stabilität bei zugleich geringeren Verzerrungen bewirken. Dies unterstützt eine weitere Innovation: die Wave-Sicke. Diese komplexe Membranaufhängung weist mehrfache Wölbungen auf und reduziert dadurch unerwünschte Teilschwingungen der Membran. Zugleich erlaubt diese Sicke einen größeren Hub. Der Konus kann also weiter vor- und zurückschwingen. Damit ist der Schallwandler den hohen dynamischen Anforderungen gewachsen. Überdies meistert er einen weiten Frequenzbereich: Er schallwandelt von 220 bis 3000 Hertz. Dieser große Übertragungsbereich kommt der klanglichen Homogenität der A 55 zugute.

Die beigefarbene Keramik-Membran und ihre Formung als Tripple Curved Cone (TCC) verraten, dass auch beim Mitteltöner ein Technologie-Transfer von der Reference K-Serie stattgefunden hat.

Woofer-Trias für abgrundtiefen Bass

Um die Bässe kümmern sich hingegen gleich drei Chassis. Mit jeweils zwanzig Zentimetern Durchmesser sind sie die größten Woofer der gesamten A-Serie. Das führt in Summe zu einer großen resultierenden Membranfläche. Sie wiederum ermöglicht einen Tiefton, der diesen Namen auch verdient: Die A 55 spielt runter bis zu abgrundtiefen 20 Hertz. Da hier beim Schallwandeln immense Kräfte walten, ist zugunsten der Stabilität und Kontrolle auch die Tiefton-Trias mit dem Aluminium-Keramik-Wolfram-Membranmix und der Wave-Sicke ausgestattet. Hinzu tritt die von Canton schon seit langem eingesetzte DC-Technologie. Diese „Displacement Control“ verhindert unkontrollierte Auslenkungen speziell bei den tiefen Tönen und verhindert die Wiedergabe von darunter angesiedelten Frequenzen, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Insgesamt führt das zu einem präziseren Bass. Die enorme Tieftonfähigkeit der A 55 ist aber nicht allein über die Membranfläche und die Gehäusegröße erreichbar: Hierzu bedarf es noch einer Bassreflex-Abstimmung. Sie sorgt für einen genau definierten Luftaustausch und Druckausgleich zwischen Gehäuse und Umgebung. Wer diese Öffnung sucht, wird auf der Unterseite fündig: Der Bassreflex-Port ist in den Boden des Gehäuses eingelassen. Damit die Luft hier strömen kann, ist der Port durch den Metallsockel geführt, der wiederum auf den höhenverstellbaren Füßen ruht. So wird der Tieftonanteil, den die drei Woofer beim Rückwärtsschwingen in die Box abstrahlen, über den Port gen Boden gefeuert. Dieses sogenannte Downfire-Prinzip sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung des Bass-Luftstroms. Zudem ermöglicht diese Lösung – im Gegensatz zu einem Bassreflex-Port, der auf der Boxenrückseite sitzt – eine wandnahe Aufstellung des Schallwandlers, ohne dass es zu einer Überbetonung des Basses kommt.

Drei Tieftöner sorgen in Summe für jene große Membranfläche, die für einen tiefen Bass unabdingbar ist. Trotzdem bleibt die Front der A 55 durch die Arbeitsteilung verhältnismäßig schlank.

Aufstellung

Wir binden die A 55 in eine amtliche Klangkette ein: Als Zuspieler fungiert unser SACD-Player Oppo UPD-203, als Verstärker kommt der Hegel H360 zum Einsatz, als Boxenkabel wählen wir das Supra Cables Quadrax. Die A 55 stellen wir 60 Zentimeter von der Wand und ziemlich genau zwei Meter voneinander entfernt auf. Mit ihrem Volumen und ihrer Belastbarkeit ist die A 55 für große Räume gemacht, das merken wir auch bei der Aufstellung: Die Positionierung im üblichen gleichschenkligen Stereo-Dreieck mit leichter Einwinklung ist in unserem Hörraum noch nicht das Optimum. Deshalb greifen wir zu einem Kniff, der schon beim Test der schrankformatigen Spendor Classic 200 erfolgreich war: Wir winkeln die Lautsprecher soweit ein, dass sich Linien, die wir gedanklich von den Chassis der A 55-Front zu unserem Sofa ziehen, vor dem Hörplatz kreuzen. So erreichen wir auch hier eine perfekte und größenrichtige Abbildung.

Die A 55 besitzt ein erstklassiges Terminal mit vier vergoldeten Klemmen. Das ermöglicht Bi-Amping oder Bi-Wiring -– also die Ansteuerung von Hochton und Mitteltiefton mit zwei getrennten Endstufen oder mit separaten Lautsprecherkabeln von einem Verstärker aus.

Die Canton A 55 in der Praxis

Natürlich reizen uns bei diesem Schallwandler insbesondere die Tieftonfähigkeit und die Belastbarkeit. Darum wählen wir bei gut aufgedrehtem Verstärker eine Musik, die dieses Potenzial auch abruft: „Celestial Echo“. Diese Zusammenarbeit der Jazz-Sängerin Malia und des Yello-Masterminds Boris Blank sorgt gleich mit den ersten Takten für eine ordentliche Magen-Massage. Blank ist ja bekannt für seine erstklassigen Elektro-Pop-Produktionen, und so kommen wir auch hier in den Genuss eines abgrundtiefen Synthie-Bass-Fundaments, das im Verbund mit echter sowie elektronischer Percussion stark spürbar auf Zwerch- und Trommelfell drückt. Zudem wackeln im Hörraum schon leicht die Wände. Die A 55 agiert aber völlig gelassen und anstrengungslos, und so ist auch die Wiedergabe frei von Kompressionen. Es klingt entspannt und – so paradox das klingt – trotz der hohen Lautstärke regelrecht ruhig. So können wir stressfrei in den Klangkosmos eintauchen, denn in Blanks Premium-Produktion tummeln sich auf dem Tiefton-Teppiche sphärische Klänge, die wie Klangschwaden durch unseren Raum ziehen,. Hinzu kommen immer wieder Geräusche und Percussion-Samples, die von links nach rechts wandern und schließlich in der Tiefe am imaginären Horizont verschwinden. Diese immense Räumlichkeit, ja Grenzenlosigkeit bildet die A 55 ausgezeichnet ab. Nun setzt Malia mit ihrem Gesang ein. Ihre betörende, mal leicht bedrohlich, mal verletzlich klingende Stimme steht in völligem Kontrast zu der klinischen Reinheit der instrumentalen Einbettung. Mit der A 55 hängen wir Malia förmlich an den Lippen: Wir hören Dank der tollen Transparenz jeden kleinen Atmer der malawischen Sängerin, jeden Hauch beim Ansingen eines Wortes, jedes Reiben der Stimmbänder bei den lasziven Passagen. So erliegen wir schnell dem Charme ihrer Stimme, zumal die A 55 gerade den vokalen Stimmbereich attraktiv präsentiert.

Die Aufhängung der Membran mit der mehrfach gewölbten Wave-Sicke und die Einfassung sowie Fixierung des Chassis mit dem „Seamless Diamond-Cut“-Aluminiumring sind ebenfalls Meriten des Reference K-Know-hows.

Mächtig und druckvoll

Wechseln wir das Genre: Klassik. Auch hier greifen wir zu einer Einspielung, bei der die A 55 ihre Maximal-Qualitäten beweisen kann: Peter Tschaikowskys Ouvertüre „1812“ in der Einspielung mit dem Cincinnati Pops Orchestra unter Erich Kunzel. Diese Einspielung ist wegen ihrer Dynamik berüchtigt: Die (echten) Kanonenschüsse, die diese Hommage an Russlands Sieg in den Napoleonischen Kriegen 1812 im Finale krönen, sind derart laut, dass sie früher für manchen Schallwandler den letzten Test bedeuteten. Heutige Lautsprecher sind da belastbarer, aber immer noch gefährdet, doch die A 55 lässt sich auch hier nicht aus der Ruhe bringen. Ungerührt zündet sie beim Finale der Ouvertüre mit aller Macht Salve für Salve, während wir beim krachenden Kanonendonner und dem damit einhergehenden Paukengewitter zusammenzucken. Was für eine Macht! Was für ein Druck! In den davor liegenden dreizehn Minuten beweist die A 55 hingegen, dass sie auch filigran und feinauflösend einen großbesetzten Klangkörper erstklassig abbilden kann. Das Orchester klingt homogen, ist tonal ausbalanciert, die Abbildung besitzt eine schöne Breite und Tiefe. Dabei ist die Transparenz ausgezeichnet, wir hören den kompletten Themen- und Zitatenschatz, den Tschaikowsky in diesem Prunkstück verarbeitet und auf die verschiedenen Bläser- und Streichergruppen verteilt hat. Da entgeht uns kein Detail – trotz des dichten, romantischen Orchestersatzes und trotz des Hinzutretens von Chor und Carillon-Glockenspiel. So ist diese effektvolle Einspielung der Ouvertüre „1812“ ein echtes Erlebnis.

Stell man die A 55 auf den Kopf, sieht man den Port der Bassreflexabstimmung. Durch ihn strömt bei der Wiedergabe die Luft aus dem Gehäuse gen Boden.

Transparenz und Dynamik – auch im Piano-Modus

Nun können wir es nicht lassen und müssen zum Testfinale doch noch unser geliebtes „Morph The Cat“ von Donald Fagen auflegen. Das Stück ist berühmt für den immensen Tiefton des Bassisten Freddie Washington. Er setzt gleich zu Beginn mit dem Schlagzeug ein – und mit der A 55 ist das ein Mordsspaß. Obwohl wir den Anfang kennen und wissen, was uns erwartet, zucken wir trotzdem zusammen. Mann, mann ,mann, was hat dieser Viersaiter für ein Volumen! Auch der Punch des Schlagzeugs ist schlicht grandios: trocken, druckvoll, klar und dynamisch klingt das Drum Set, aber auch die gesamte Combo. Das ist schon eine Klasse-Leistung, denn Fagens Band ist mit dreizehn Musikern üppig besetzt: Bläsersektion, mehrere Gitarren, Vibraphon, Fender Rhodes-Piano, Bass und Schlagzeug, hinzu kommen Front- und Background-Vocals. Der Gesang und die Instrumente ergeben ein dichtes Klangbild, doch mit der A 55 behalten wir den akustischen Durchblick, selbst bei den knifflig heraushörbaren mittleren Bläserstimmen und bei der perkussiv klingenden Gitarre, deren Saiten mit dem Ballen der Zupfhand abgedämpft sind, weshalb ihre Töne gern in der Wiedergabe untergehen. Hier jedoch ist alles kristallklar zu hören. Das funktioniert dank der nach unten strahlenden Bassreflex-Öffnung übrigens auch bei wandnaher Aufstellung. Wir haben die A 55 peu à peu Richtung Gemäuer gerückt, immer wieder hörend geprüft – trotzdem bleibt die Wiedergabe in Balance und ohne Bassüberzeichnung. Außerdem muss die A55 nicht mit hohem Pegel gefahren werden. Mit ihr kann man auch leise Musik genießen. Der Bass ist dann straffer, aber immer noch schön voluminös, die Dynamik, Knackigkeit und Transparenz bleiben auch im Piano-Modus voll erhalten.

Die Canton A 55 im Hörraum des lite magazins. Hier sind die Lautsprecher mit dem Transrotor Dark Star zusehen, im Test spielen sie in einer Klangkette mit dem SACD-Player Oppo UPD-203 und dem Vollverstärker Hegel H360 gespielt, mit dem sie über das Lautsprecherkabel Supra Cables Quadrax verbunden sind.

Fazit

Die Canton A 55 ist das neue Flaggschiff der nur online erhältlichen A-Serie. Das beweist dieser Drei-Wege-Lautsprecher mit seinem imposanten Gehäusevolumen und mit den größten Bass-Chassis im gesamten Serien-Portfolio. Im Verbund mit der Downfire-Bassreflexabstimmung führt dies zu einer machtvollen Wiedergabe: In punkto Druck, Dynamik, Pegelfestigkeit und Bassvolumen lässt die A 55 keine Wünsche offen. Deshalb ist dieser Standlautsprecher vor allem für große Räume gemacht – und für eine kraftvolle, aber zugleich kultivierte Wiedergabe. Denn die A 55 bietet wie die kleineren Modelle der Serie die Vorzüge von Cantons Reference K-Technologie, angefangen bei den Keramik-Chassis über den Tripple Curved Cone-Mitteltöner bis hin zur speziellen Wave-Sicke. Deshalb liefert sie auch bei geringer Lautstärke ein transparentes, plastisches und homogenes Klangbild. Aber eigentlich ist die A 55 der richtige Schallwandler, wenn man mit Blick auf Lautstärke und Tiefton unsere Eingangsfrage – Darf es ein wenig mehr sein? – mindestens ab und zu mit „ja“ beantwortet.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Editor's Choice
Preis-/Leistung: sehr gut
200812.Canton A55-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Canton
A 55
Produktkategorie:Standlautsprecher
Preise:- Weiß (seidenmatt): 2.144,00 € / Stück
- Schwarz (Hochglanz): 2.144,00 € / Stück
- Kirsche (Echtholzfurnier, Hochglanz): 2.339,00 € / Stück
Garantie:5 Jahre
Ausführungen:- Weiß (seidenmatt),
- Schwarz (Hochglanz)
- Kirsche (Echtholzfurnier, Hochglanz)
Vertrieb:Canton, Weilrod
Tel.: 06083 2870
www.canton.de
Abmessungen (HBT):- 1150 x 275 x 485 mm (ohne Sockel und Füße)
- 1150 x 375 x 515 mm (mit Sockel und Füßen)
Gewicht:49,0 kg / Stück
Bauart:Drei-Wege, passiv, Bassreflex
Impedanz:4 - 8 Ω
Hochtöner:1 x 25 mm (Aluminium-Oxyd-Keramik-Membran)
Mitteltöner:1 x 174 mm (Aluminium-Keramik-Wolfram-Membran, TCC, Wave-Sicke)
Tieftöner:3 x 192 mm (Aluminium-Keramik-Wolfram-Membran, Wave-Sicke)
Frequenzbereich:20 Hz - 40 kHz (Herstellerangabe)
Trennfrequenz:220 Hz / 3.000 Hz
Nenn- / Musikbelastbarkeit:280 / 440 W (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- Canton A 55
- magnetische Frontabdeckungen
- höhenverstellbare Füße
- Reinigungstuch
- Bedienungsanleitung (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Schwedisch, Niederländisch, Polnisch)
Pros und Kontras:+ transparent-klare Wiedergabe
+ mächtiger Tiefbass
+ imposante Dynamik und Pegelfestigkeit
+ sehr gute räumliche Abbildung und Tiefenstaffelung
+ hervorragende Verarbeitung
+ magnetische Frontabdeckungen

- Platzbedarf
Benotung:
Editor's Choice
Preis-/Leistungsehr gut

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