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Reiner Strom für reinen Klang – dieses Performance-Plus bietet der AudioQuest PowerQuest 707 zum moderaten Preis: Für das Sound-Upgrade sorgen angepasste Filterung-Sektionen für Quell-Komponenten und Leistungsverstärker. Deren Lieferfähigkeit bei Belastungsspitzen unterstützt der 707 zudem durch einen cleveren Energiepuffer – und mit seinem Überlastungsschutz bürgt er schließlich für die Sicherheit aller Geräte. Was der Stromreiniger samt seinem Energiespeicher bewirkt, zeigt unser Test.

Der AudioQuest PowerQuest 707 punktet als Power Conditioner mit seinem Slim-Format und dem dezenten, aufgeräumten Design.

Der AudioQuest PowerQuest 707 punktet als Power Conditioner mit seinem Slim-Format und dem dezenten, aufgeräumten Design.

Beim Sound-Tuning fängt man am Besten am Anfang an: beim Strom. Der kommt ziemlich schmutzig aus der Steckdose und verhindert, dass die angeschlossenen Audio-Komponenten ihre volle Klangqualität liefern. Mithilfe eines Power Conditioners oder Netzfilters können die Zuspieler und Verstärker ihr Potential besser entfalten. Doch der Putz hat seinen Preis – und der sollte in Relation zum Wert der Klangkette stehen. Für ambitionierte Audiophile, die für die Klangverbesserung kein Vermögen ausgeben möchten, hat AudioQuest die PowerQuest-Serie kreiert: Die Stromaufbereiter dieser Reihe sollen die grundsätzlichen Filter-Pluspunkte der preisintensiveren Power Conditioner aus AudioQuests Niagara-Serie bieten, aus der wir schon den Niagara 1200 und den Niagara 3000 zu Besuch in unserer lite-Redaktion hatten. Die PowerQuest-Serie besteht aus fünf Modellen. Sie besitzen verschiedene Ausstattungs- und Filter-Features, folgen aber alle dem prinzipiellen AudioQuest-Ansatz, bei der Stromreinigung breitbandig das sogenannte „Rauschen“ zu reduzieren – also Strom-Anomalien, die die Performance der Geräte beeinträchtigt und den Klang verschlechtert.

Von oben ist das schlanke Design des vollmetallenen Korpus und die geschmeidige Abrundung der Kanten zu sehen. Auch der Überstand der Fronplatte sorgt dafür, dass der 707 edler als seine Modellbrüder auftritt.

Von oben ist das schlanke Design des vollmetallenen Korpus und die geschmeidige Abrundung der Kanten zu sehen. Auch der Überstand der Fronplatte sorgt dafür, dass der 707 edler als seine Modellbrüder auftritt.

Einsatz im HiFi- oder Beschallungsbereich

Nach dem 505 haben wir nun mit dem 707 das Flaggschiff der PowerQuest-Serie zu Gast – und diese Premium-Position demonstriert er gleich mit seinem Auftritt: Der im geschmeidig-dezenten Slim-Design gehaltene Korpus ist komplett in Metall realisiert und mattschwarz lackiert, der leichte Überstand der massiven vorgesetzten Front aus schwarz eloxiertem Aluminium intensiviert die hochwertige Anmutung. Mit den Maßen 10 mal 43 mal 380 Zentimeter entspricht sein Format üblichen HiFi-Maßen. Doch er passt ebenso in ein 19-Zoll-Rack, sodass er auch im P.A.-Bereich eingesetzt werden kann. Im Rack nimmt dieser Stromputzer zwei Höheneinheiten ein. Die für den Einbau benötigten Laschen werden gleich mitgeliefert. Für den leichten Betrieb im HiFi- oder Beschallungsbereich ist der An/Aus-Schalter auf der Front platziert. Er schaltet zentral alle sieben Steckdosen. Die hier angeschlossenen Komponenten werden also zugleich und gemeinsam mit einer einzigen Schalterbetätigung in Betreib genommen und abgeschaltet. Das ist zum einen bequem, und spart zum anderen Strom.

Der 707 bietet frontseitig einen Netzschalter. Mit ihm werden alle rückseitig angeschlossenen Komponenten zentral ein- und ausgeschaltet. Der Kippschalter agiert dabei mit starker Rastung. Nach dem Einschalten ist ein sattes Klacken zu vernehmen, wenn über Relais sauber und sicher die Anschlüsse freigeschaltet werden.

Der 707 bietet frontseitig einen Netzschalter. Mit ihm werden alle rückseitig angeschlossenen Komponenten zentral ein- und ausgeschaltet. Der Kippschalter agiert dabei mit starker Rastung. Nach dem Einschalten ist ein sattes Klacken zu vernehmen, wenn über Relais sauber und sicher die Anschlüsse freigeschaltet werden.

Flaggschiff mit Filter- und Puffer-Plus

Sind die Anschlussmöglichkeiten bei den kleineren Modell-Brüdern 303 und 505 direkt in die Rückwand integriert, so präsentieren sie sich beim 707 als separat eingesetzte Schutzkontakt-Steckdosen. Die Aufgabenverteilung ist aber die gleiche: Drei Steckplätze sind für Vollverstärker, Aktivlautsprecher oder Aktiv-Subwoofer ausgelegt, also für leistungsintensive Komponenten mit variablem Bedarf. Für sie bietet der 707 als einziges Modell der Serie einen Extra-Energiespeicher: Dieser Puffer dient den angeschlossenen Verstärkern als Power-Unterstützung während kurzfristiger Leistungsspitzen bei hochdynamischen Musikstücken oder actionreichen Filmen. Die vier anderen Steckplätze sind für CD-Player, Streamer oder TV-Gerät optimiert, also für Quell-Geräten mit niedrig-konstantem Leistungsbedarf. Diese Ausgänge sind gesondert gefiltert – und auch hier beweist der 707 seine Premium-Position: Beim 303 geschieht der Stromputz allein durch eine Gegentakt-Filterung, die Audioquest als „Linear Filtering“ bezeichnet. Beim 505 erfolgt zusätzlich eine Gleichtaktfilterung. Diese wirkungsvollere Kombination nennt AudioQuest „Ultra-Linear Filtering“. Beim 707 ist diese ultralineare Rauschunterdrückung nun noch effektiver: Seine Filter-Schaltung agiert mit einer größeren Bandbreite.

Auch rückseitig ist der 707 absolut aufgeräumt. Neben dem Netzeinbaustecker finden wir die sieben Steckplätze, die mit eindeutiger Beschriftung in zwei verschieden gefilterten Sektionen gegliedert sind.

Auch rückseitig ist der 707 absolut aufgeräumt. Neben dem Netzeinbaustecker finden wir die sieben Steckplätze, die mit eindeutiger Beschriftung in zwei verschieden gefilterten Sektionen gegliedert sind.

Schlechter Strom als Klangverderber

Doch warum braucht man überhaupt einen Power Conditioner? Alle Geräte funktionieren doch auch mit bloßem Anschließen an die Wandsteckdose samt einfacher Netzleiste. Das stimmt – aber der so bereitgestellte Strom ist in einem denkbar schlechten Zustand. Seine Deformation verursachen etwa benachbarte Industrieanlagen, aber genauso der elektrische Gerätepark unsere eigenen Umgebung: Waschmaschine und Kühlschrank, Lampendimmer und Lade- oder Schalt-Netzteile speisen Störsignale ins Netz ein und bewirken Stromspitzen und Spannungsverzerrungen, die Gegentaktrauschen genannt werden. Dazu kommt ein Gleichtaktrauschen: Hochfrequenten RFI-Störungen wirken auf die Stromkabel der Geräte, die zumeist schlecht geschirmt sind und Antennen für elektromagnetische Strahlung und Funk-Einstreuungen darstellen. Die RFI-Störungen stammen von externen Funkmasten und den vernetzten Geräten unseres Haushalts, also etwa vom WiFi-Router, vom Mobiltelefon und auch von den Audio-Komponenten selbst. Sie beeinflussen sich überdies gegenseitig durch ihre Kabel-Verbindungen. Diese zahlreichen Störungen verursachen Rauschen, Sirren und Brummen, sie verschlechtern die Leistungsfähigkeit der Komponenten und verringern Klangqualität, Klarheit und Dynamik der Wiedergabe.

Zum verwechseln ähnlich und doch verschieden: Die Modelle 303 (links), 505 (Mitte) und 707 (rechts) sind die großen Power Conditioner der PowerQuest-Serie. Die drei Stromputzer unterscheiden sich in ihrer Filter-Fähigkeit: Der 303 kümmert sich um Gegentaktrauschen. Der 505 behandelt Gleichtakt- und Gegentakt-Rauschen. Diese Zweifach-Filterung vollführt der 707 noch breitbandiger, zudem besitzt er einen eigenen Energie-Puffer.

Zum verwechseln ähnlich und doch verschieden: Die Modelle 303 (links), 505 (Mitte) und 707 (rechts) sind die großen Power Conditioner der PowerQuest-Serie. Die drei Stromputzer unterscheiden sich in ihrer Filter-Fähigkeit: Der 303 kümmert sich um Gegentaktrauschen. Der 505 behandelt Gleichtakt- und Gegentakt-Rauschen. Diese Zweifach-Filterung vollführt der 707 noch breitbandiger, zudem besitzt er einen eigenen Energie-Puffer.

Low-Z-Anschlüsse für leistungsstarke Verstärker

Hiergegen helfen Power Conditioner. Sie agieren auf verschiedene Arten: Das Putzer-Portfolio reicht von aktiven Aggregaten, die eine gänzlich neue Spannung generieren, bis zu Netzfiltern, die die Stromreinigung allein mit einer passiven Schaltung besorgen. So funktionieren die Modelle der PowerQuest-Serie, also auch der 707. Als erstes erfüllt er eine Verteiler-Aufgabe: Mit seinen Steckplätzen bietet er sieben Komponenten einer Audio- und/oder AV-Anlage Anschluss ans Stromnetz. Damit sich diese Geräte nicht gegenseitig beeinflussen, sind die einzelnen Steckplätze des 707 nicht in Reihe geschaltet, sondern sternförmig mit seinen Filterschaltungen verbunden. Diese Steckplätze sind zudem in zwei verschiedene Sektionen unterteilt. Bei Watt-intensiven Komponenten mit stark schwankendem Leistungsbedarf, also Vollverstärkern, Endstufen, Aktivlautsprechern und Aktiv-Subwoofern, geht es um sofortige Lieferfähigkeit. Bei der hier eingesetzten Filter-Schaltung müssen deshalb die Impedanz und die damit zusammenhängende Phasenverzögerung klein sein, um Stromkompressionen zu verhindern – also die Ursache für blutarm-dünnen, undifferenzierten, trägen Verstärkerklang, Wegen der Impedanz-Minimierung heißen diese „High Current“-Anschlüsse auch „Low-Z-Outlets“.

Für Komponenten mit hohem und variablem Energiebedarf stehen drei „High Current“-Ausgänge parat. Hier werden Vollverstärker, Endstufen, aktive Lautsprecher und Aktiv-Subwoofer angeschlossen. Sie alle profitieren von einer Filterauslegung, die auf prompte Lieferfähigkeit ausgelegt ist und so Stromkompressionseffekte verhindert. Die Lieferfähigkeit bei kurzfristigen Belastungsspitzen wird zusätzlich durch einen internen Energiepuffer sichergestellt.

Für Komponenten mit hohem und variablem Energiebedarf stehen drei „High Current“-Ausgänge parat. Hier werden Vollverstärker, Endstufen, aktive Lautsprecher und Aktiv-Subwoofer angeschlossen. Sie alle profitieren von einer Filterauslegung, die auf prompte Lieferfähigkeit ausgelegt ist und so Stromkompressionseffekte verhindert. Die Lieferfähigkeit bei kurzfristigen Belastungsspitzen wird zusätzlich durch einen internen Energiepuffer sichergestellt.

Energie-Puffer für mehr Leistungsreserven

Zugunsten der prompten Lieferfähigkeit bietet der 707 als einziger Stromputzer der gesamten Powerquest-Serie für diese Hochstrom-Steckdosen nun noch einen exklusiven Clou: Er besitzt neben seine Filter-Fähigkeit, deren Wirkweise Audioquest nicht näher erläutert, noch einen mit „Transient Power Correction“ bezeichneten Energiespeicher. Dank dieses Power-Puffers kann der 707 allen Verstärkern, die an der „High Current“-Sektion angeschlossenen sind, sofort und für eine Dauer von maximal 25 Millisekunden einen Strom mit einer Stärke von bis zu 45 Ampere bereitstellen. Dies leistet ein imposantes zylindrisches Speicher-Aggregat, das im Inneren des 707 hinter der Filterschaltungsplatine thront. Durch dieses Akkumulator-artige Reservoir können die Netzteile der angeschlossenen Verstärker-Komponenten auch heftige kurzfristige Leistungsspitzen abfedern. Sie entstehen bei hochdynamischer Musik oder auch bei fulminantem Filmton mit Brachial-Bass. Kommt es bei solchen fordernden Momenten zu einem Lieferengpass, macht sich das klanglich durch Einbußen bei der Dynamik bemerkbar. Deshalb ist eine potente Stromversorgung generell die Basis für einen Top-Verstärker.

Clever: Mit seinen Maßen ist PowerQuest 707 auch für den Einbau in ein 19-Zoll-Rack geeignet und kann auch in der Beschallungstechnik eingesetzt werden, um die PA zu versorgen und zu schützen. Dafür liefert AudioQuest auch gleich die nötigen Montagelaschen mit. Sie müssen wegen der überstehenden Front des Power Conditioners aber mit den Ohren nach hinten angebracht werden. Dadurch steht der 707 leicht vor, was aber wegen der üblichen Tiefe der Rack-Deckel kein Problem darstellt. Im Rack beansprucht der 707 zwei Höheneinheiten.

Clever: Mit seinen Maßen ist PowerQuest 707 auch für den Einbau in ein 19-Zoll-Rack geeignet und kann auch in der Beschallungstechnik eingesetzt werden, um die PA zu versorgen und zu schützen. Dafür liefert AudioQuest auch gleich die nötigen Montagelaschen mit. Sie müssen wegen der überstehenden Front des Power Conditioners aber mit den Ohren nach hinten angebracht werden. Dadurch steht der 707 leicht vor, was aber wegen der üblichen Tiefe der Rack-Deckel kein Problem darstellt. Im Rack beansprucht der 707 zwei Höheneinheiten.

Gegen- und Gleichtakt-Filterung für Quellgeräte und Vorverstärker

Strikt hiervon getrennt sind nun die anderen vier Steckdosen. Sie besitzen eine eigene, für Quellgeräte und Vorverstärker ausgelegte Filterschaltung. Wegen des durchweg niedrigen und zumeist konstanten Leistungsbedarfs geht es hier nicht um Stromkompression. Im Fokus stehen stattdessen der niedrige Eingangspegel des empfindlichen Musiksignals und seine höhere Verstärkung. Deshalb muss zur Rauschunterdrückung des Versorgungsstroms mehr Aufwand betrieben werden. Hier agiert nun die vorhin bereits erwähnte Ultralinear-Filter-Kombination. Um die schwierig zu siebenden Gleichtaktstörungen kümmert sich eine Gleichtakt-Rauschfilterung. Sie sorgt für eine Rauschminderung im Frequenzbereich von 30 Kilohertz bis 100 Megahertz. Die Filterwirkung soll laut Datenblatt mehr als 22 Dezibel betragen. Die Gegentaktstörungen behandelt dann eine Differenzialmodus-Rauschfilterung. Sie ist gegenüber dem kleineren Modell-Bruder deutlich breitbandiger ausgelegt: Arbeitet der 505 auch in diesem Filtermodus zwischen 30 Kilohertz und 100 Megahertz, so setzt der 707 bereits ab acht Kilohertz an und behandelt somit ein wesentlich größeres Frequenzband. Die Filterwirkung soll hier ebenfalls 22 Dezibel übersteigen.

Für Zuspieler und Vorstufen mit niedrigem und überwiegend gleichbleibendem Leistungsbedarf bietet der 707 vier „Source Components“-Anschlüsse. Die hier anliegende Spannung hat eine „Ultralinear-Filterung“ gegen Gleichtakt- sowie Gegentaktstörungen erfahren.

Für Zuspieler und Vorstufen mit niedrigem und überwiegend gleichbleibendem Leistungsbedarf bietet der 707 vier „Source Components“-Anschlüsse. Die hier anliegende Spannung hat eine „Ultralinear-Filterung“ gegen Gleichtakt- sowie Gegentaktstörungen erfahren.

Zweifacher Überspannungs- und Überlastungsschutz

Damit der PowerQuest 707 nicht eine maximal verschmutzte Spannung reinigen muss, weil der Strom durch ein minderqualitatves und Einstreu-empfängliches Kabel zu ihm gelangt, gehört zum Lieferumfang eine hochwertige Zuleitung. Sie ist auf Rauscharmut und schnellen sowie verlustarmen Stromtransport ausgelegt. Über die Stromsäuberung hinaus bietet der 707 aber allen angeschlossenen Komponenten zweifachen Schutz: Liegt eine zu hohe, 270 Volt übersteigende Netzspannung an, kappt das Relais der Überwachungsschaltung innerhalb einer Viertelsekunde den Kontakt zu allen Geräten. Sobald der Eingangsstrom wieder im normalen Bereich liegt, wird die Verbindung automatisch wiederhergestellt. Der 707 schützt zudem alle Komponenten vor Spannungs- und Stromspitzen aus dem Netz bis 6.000 Volt und 3.000 Ampere – also bis zur Belastungsgrenze der Haussicherung. Dieser Überlastungsschutz ist verlust- und wartungsfrei ausgelegt, er ist also ohne Schmelzsicherung realisiert. Der 707 soll derartige Überlastungen wiederholt standhalten können und kommt dabei ohne jenen Reset-Knopf aus, den die kleineren Modell-Brüder 303 und 505 aufweisen.

Der Power Conditioner informiert mit seinen beiden LED über den aktuellen Betriebsstatus. Die grüne „Protection On“-Leuchtdiode erstrahlt dezent und durchgängig nach dem Einschalten und dem Freigeben seiner Steckdosen. Die rote „Overvoltage Protection“-LED hingegen leuchtet, wenn die am 707 anliegende Betriebsspannung 270 Volt überschreitet. Dann werden automatisch alle an ihn angeschlossenen Komponenten vom Netz getrennt.

Der Power Conditioner informiert mit seinen beiden LED über den aktuellen Betriebsstatus. Die grüne „Protection On“-Leuchtdiode erstrahlt dezent und durchgängig nach dem Einschalten und dem Freigeben seiner Steckdosen. Die rote „Overvoltage Protection“-LED hingegen leuchtet, wenn die am 707 anliegende Betriebsspannung 270 Volt überschreitet. Dann werden automatisch alle an ihn angeschlossenen Komponenten vom Netz getrennt.

Der AudioQuest PowerQuest 707 in der Praxis

Wie zahlt sich die Stromreinigung und Energiepufferung nun bei der Musikwiedergabe im Hörraum aus? Erst einmal gar nicht – denn wir lassen den PowerQuest 707 zuerst außen vor und bestromen unsere Klangkette so schlecht wie möglich: Von der Wandsteckdose geht es in zwei allerbilligste Dreifachsteckdosenleisten, die wir zudem in Kette geschaltet haben. Sie versorgen unseren Plattenspieler Transrotor Dark Star, unseren SACD-Player Oppo UDP-203, den Streaming-Player Lumin P1 mini und unseren Vollverstärker Cayin Jazz 90, der ein Paar Audio Physic Midex antreibt. So hören wir vom Esbjörn Svensson Trio „Seven Days Of Falling“ – und trotz der schlampigen Stromzufuhr klingt die mit Klavier, Bass und Schlagzeug besetzte melodiöse Jazz-Nummer zugegebenermaßen gar nicht so übel: Die Instrumente sind ziemlich gegenwärtig, Details sind ordentlich heraushörbar, die gesamte Wiedergabe ist durchaus rund. Aber eigentlich wir wissen ja schon: Hier ist deutlich mehr drin.

Gegenüber seinen Modellbrüdern 303 und 505, bei denen die Ausgänge in ihr Kunststoffgehäuse integriert sind, bietet das Flaggschiff 707 sieben separate, in den Metallkorpus eingesetzte Steckdosen.

Gegenüber seinen Modellbrüdern 303 und 505, bei denen die Ausgänge in ihr Kunststoffgehäuse integriert sind, bietet das Flaggschiff 707 sieben separate, in den Metallkorpus eingesetzte Steckdosen.

Starke Stille, druckvoller Bass

Also beseitigen wir das Leisten- und Strippen-Gewirr und schließen alle Komponenten wohlgeordnet an den 707 an, wobei der Jazz 90 an eine der drei High Current-Steckdosen kommt und alle anderen Komponenten an die Anschlüsse der Source-Sektion. Nun starten wir nochmals „Seven Days Of Falling“ – und haben ein akustisches Aha-Erlebnis. Dies beginnt schon, bevor Bassist Dan Berglund den Song eröffnet, denn bereits das ganz feine Rauschen, das bei der Vinyl-Wiedergabe durch Abtastung und Vorverstärkung entsteht, ist nun noch leiser. Umso besser kommt Berglund mit seinem Bass-Motiv zur Geltung: Es besteht aus vier Tönen samt kurzer Pause – und gerade diese Unterbrechung hat wegen der nun stärkeren Stille eine deutlich größere Wirkung. Aber auch der Bass selbst hat einen bestimmteren Auftritt: Sein Ton ist voluminöser und druckvoller. Wir spüren diesen Schub nun auch physisch am Körper, gerade das tiefe As, das Berglund in der Suboktave spielt, hat eine tolle Tragfähigkeit.

Mehr Transparenz und Durchhörbarkeit

Mit dem Einsatz des Klaviers kommt der nächste Aha-Moment: Esbjörn Svensson spielt sanfte Akkorde, doch schon sein moderate Niederdrücken der Tasten resultiert in einem deutlicheren, definierteren Anschlag. Da der Klavier-Einsatz genau in die Pause des Basses fällt, entfalten diese unerwarteten Akkorde zudem nun eine größere Wirkung. So gelingt die Überraschung, die als kompositorische Idee dahintersteckt! Svensson spielt diese Akkorde mit einigen Zusatz-Tönen, diese Ajoutierung lassen die Mehrklänge noch spannender wirken – und nun sind diese Töne auch wesentlich besser heraushörbar, weil sie klarer sind, nicht verschwimmen und sich ebensowenig gegenseitig verdrängen . Durch den Zugewinn an Transparenz und Durchhörbarkeit sind diese Klänge umso faszinierender: Wir registrieren nun eindrucksvoller, wie die verschiedenen Töne durch den Resonanzkasten des Flügels nachklingen, wie sich die vielen Schwingungen der zahlreichen schwirrenden Saiten überlagern, sich mal verstärken, mal ausdünnen – und so ein schwebender, schillernder, beim Verklingen sich ständig änderndes Obertonspektrum zu vernehmen ist.

Die mitgelieferte Zuleitung für den Netzanschluss ist ein Qualitäts-Kabel: Das PQ716 ist auf Rauscharmut und schnellen Stromtransport ausgelegt.

Die mitgelieferte Zuleitung für den Netzanschluss ist ein Qualitäts-Kabel: Das PQ716 ist auf Rauscharmut und schnellen Stromtransport ausgelegt.

Größeren Akkuratesse, Zugewinn an Dynamik

Wir hören vom Klavier aber nun auch nicht mehr allein die gespielten Töne, sondern nehmen auch den Stahl der Saiten wahr, das Metall des schwingungsübertragenden Gussrahmens und das Holz des klangkräftigenden Resonanzbodens – also: die Materialien und die Physis dieses Instruments. Deshalb wirkt es für uns nun, als stünden wir am geöffneten Klavierdeckel eines realen Flügels. Beim Schlagzeug ist der Unterschied dann ebenfalls frappant: Magnus Öströms Drumming ist songdienlich-reduziert, er spielt dezent und leise mit Besen. Das klang zuvor nach einem etwas diffusen Rascheln, jetzt hingegen merken wir, dass hier Metallborsten an dem Snarefell entlangstreichen – und wir hören nun auch, wie Öström dabei die Lautstärke variiert, so die Schläge gewichtet sind, und er im Verlauf des Songs peu à peu die Intensität seines Spiels erhöht. Diese Steigerung haben wir vorher so nicht so eindrucksvoll erlebt. Hier macht sich neben der größeren Akkuratesse auch ein Zugewinn an Dynamik bemerkbar.

Drumset mit Durchschlagskraft

Das möchten wir nun auch mal mit einem dezidierten Drum-Solo genießen: „Stick To Me“ von Charly Antolini. Dabei bestromen wir die Elektronik wieder zuerst über unsere Biliig-Leisten, dann über den 707 – und müssen aufgrund des Unterschieds grinsen: Durch den Stromputz gewinnt Antolinis Spiel deutlich an Druck und Wucht – und an Frische: Es wirkt, also hätte der Meister nun noch mehr Spaß beim Spielen. Jetzt haben die furiosen Ausflüge übers Drumset die volle Durchschlagskraft. Die Schläge bieten mehr Schmackes, das Auftreffen der Sticks auf die Felle besitzt jetzt den genau richtigen, harten Attack. Die Snare peitscht und knallt derart, dass wir bei den Wirbeln zusammenzucken. Die Bassdrum hat satten Wumms, klingt dabei aber trotzdem trockener und definierter. Durch die größere Dynamik, Präzision und Definition wirkt das Drumset plastischer, echter. Auch der große Aufnahmeraum, in dem Antolini spielt, ist durch die nun besser hörbaren Reflexionen der Studio-Wände intensiver wahrnehmbar.

Hier ist der Power Conditioner mit passenden AudioQuest Monsoon-Netzkabeln für die Komponenten zu sehen. Die Zulieferung von der Wandsteckdose übernimmt das mitgelieferte PQ716. Liegt hier eine zu hohe Eingangsspannung an, schaltet der 707 automatisch ab und trenn die Komponenten vom Netz. Ebenso schützt er die Geräte gegen Spannungs- und Stromspitzen aus dem Netz bis 6.000 Volt und 3.000 Ampere.

Hier ist der Power Conditioner mit passenden AudioQuest Monsoon-Netzkabeln für die Komponenten zu sehen. Die Zulieferung von der Wandsteckdose übernimmt das mitgelieferte PQ716. Liegt hier eine zu hohe Eingangsspannung an, schaltet der 707 automatisch ab und trenn die Komponenten vom Netz. Ebenso schützt er die Geräte gegen Spannungs- und Stromspitzen aus dem Netz bis 6.000 Volt und 3.000 Ampere.

Orchestrale Fulminanz

Das Performance-Plus und die Energie-Lieferfähigkeit machen sich auch im großorchestralen Maßstab bezahlt: Beim Schluss-Allegro von Gershwins Klavierkonzert, das der Weltklasse-Pianist Kirill Gerstein mit dem St. Louis Symphony Orchestra aufführt, hat das Zusammenspiel von Klavier und Klangkörper deutlich mehr Fulminanz und Rasanz. Die Tutti des Orchesters punkten mit regelrechter Explosivität, die treibenden Staccati der Streicher sind mit herrlich hartem Bogenstrich hörbar, die gestoßenen Bläsertöne schmettern erst jetzt so richtig, die donnernden Paukenschläge fahren uns dabei richtig in die Glieder. Uff! Dabei sind die Orchestermusiker nun auch besser sowie großräumiger gestaffelt und haben bis hin zum feinen Triangel des Schlagwerkers eine größere Präsenz. So wirken die flotten Einsatz-Wechsel, das Hin und Her zwischen den verschiedenen Instrumenten sowie Stimmgruppen noch atemberaubender und rasanter. Das befeuert Gerstein, der auch den Klavierpart mit ungemein perkussiver Power spielt. Trotzdem können wir bei seinen rasend schnellen Läufe und Sprüngen über die Tastur jeden Anschlag seiner Ton-Attacken heraushören.

Inniger und intensiver

So paradox es klingt: Trotz dieser gesteigerten Rasanz ist die gesamte Wiedergabe zugleich ruhiger, runder, stimmiger und entspannter. Dies alles erleben wir auch bei unserer abschließenden Musik: „Kanskje“ von Kari Bremnes. Das Synthesizer-satte, sphärische Stück entfaltet erst nach dem Stromputz des 707 seine volle epische Ruhe. Das liegt auch am Bass: Klangen die schnell aufeinanderfolgenden, immergleichen Stakkato-Tieftöne, die wie ein Morsezeichen wirkend den ganzen Song durchziehen, zuvor etwas unruhig und unstet, so bilden die nun substanzreicheren, kraftvolleren und konturierteren Tiefton-Folgen ein stoisches, unerschütterliches Fundament. Darüber schweben nun umso aufgeräumter, freier und weiträumiger verschiedenste Klangschichten. Perfekt darin eingebettet ist jetzt Kari Bremnes: Ihre sonore, angenehm dunkel timbrierte Stimme wirkt nun deutlich inniger und intensiver. Auch der exzellente Hall, der ihren Gesang veredelt, ist nun wirkmächtiger und lässt Bremnes Erzählung umso eindrucksvoller klingen. So hat die Sängerin eine noch größere Präsenz – und schlägt uns uns vollends in ihren Bann.

Der AudioQuest PowerQuest 707 im Einsatz: Hier bereitet er den Strom für eine Kombination von Unitra auf: links der Plattenspieler GSH-630 „Fryderyk“, rechts der Phono-fähige Vollverstärker WSH-805.

Der AudioQuest PowerQuest 707 im Einsatz: Hier bereitet er den Strom für eine Kombination von Unitra auf: links der Plattenspieler GSH-630 „Fryderyk“, rechts der Phono-fähige Vollverstärker WSH-805.

Fazit

Der AudioQuest PowerQuest 707 punktet als wirkungsvoller Power Conditioner. Er bietet reinen Strom für sieben Komponenten mit getrennter und verschieden ausgelegter Filterung für vier Quellgeräte sowie drei Verstärker. Für sie hat der 707 sogar einen eigenen Energiepuffe in petto, um kurzfristige Leistungsspitzen abzufedern zu können. Von dieser Stromoptimierung profitiert die Performance in allen Disziplinen: Rauschen und Störgeräusche sind reduziert. Die Musik klingt klarer, sauberer, transparenter. Die Auflösung und damit auch der Detailreichtum sind größer. Musiker und Instrumente haben eine stärkere Körperhaftigkeit und Gegenwärtigkeit, gerade Stimmen wirken inniger und intensiver. Die Abbildung gewinnt an Räumlichkeit und Offenheit. Die Wiedergabe ist akkurater, stimmiger, entspannter – und dank deutlich gesteigerter Dynamik zugleich frischer, Attack-reicher, explosiver und bis runter zum deutlich voluminöseren Bass auch druckvoller. Über diese deutliche Steigerung der Klangqualität hinaus bietet der 707 nun noch einen Überspannungs- und Überlastungsschutz für alle angeschlossenen Geräte. Top!

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Empfehlung
Preis/Leistung: gut
260113.Audioquest-Test

Technische Daten

Modell:AudioQuest
PowerQuest 707
Produktkategorie:Netzfilter, Power Conditioner
Preis:1.399,00 €
Garantie / Gewährleistung:1 Jahr (5 Jahre bei Registrierung) / 2 Jahre
Ausführungen:Schwarz
Vertrieb:AudioQuest, Rosendaal (NL)
+31 165 541404
www.audioquest.com/de
Abmessungen (HBT):95 x 430 x 380 mm
Gewicht:7,4 kg
Netzanschluss:1 x 10 A (IEC C14)
Ausgänge:4 x „Ultra-Linear“ (Schuko CEE 7/3): ultralinear gefilterte Ausgänge für Quell- und Konstantstrom-Komponenten (z.B. CD-Player, TV-Geräte, Mediastreaming-Geräte)

3 x „High Current/Transient Power Correction“ (Schuko CEE 7/3): Hochstrom-Ausgänge für Komponenten mit variablem Strom, z.B. Vollverstärker, Endstufen, Aktivlautsprecher, Subwoofer)
Max. Stromstärke:10 A
Max. Leistungsaufnahme:Standby: 0,5 W
Lieferumfang:- AudioQuest PowerQuest 707
- Netzkabel AudioQuest PQ-716 (2,0 m)
- 2 Rack-Montagelaschen (2 HE)
- Bedienungsanleitung (Englisch, Französisch)
Pros und Contras:+ Zugewinn an Sauberkeit und Transparenz
+ deutliche gesteigerte Dynamik
+ größere Plastizität von Stimmen und Instrumenten
+ intensivere Räumlichkeit
+ höherer Detailreichtum
+ bessere Auflösung
+ kräftigerer, definierterer Bass
+ größere Lebendigkeit und Stimmigkeit der Wiedergabe
+ Verminderung von Rauschen und Störgeräuschen
+ Aufteilung in Hochstrom- und Quellgeräte-Steckdosen zur optimalen Versorgung verschiedener Komponenten-Arten
+ zusätzlicher Energie-Puffer bei kurzfristigen Belastungsspitzen für die Hochstrom-Steckdosen (Transient Power Correction)
+ verhindert gegenseitige Beeinflussung der angeschlossenen Geräte
+ breitbandige Rauschableitung (> 22 dB) durch Gegentakt- und Gleichtakt-Filterung
+ automatische Abschaltung ab 270 Volt in weniger als 0,25 s
+ zerstörungsfreier Überstrom- und Überspannungsschutz (bis 3.000 A / 6.000 V)
+ hochwertiges Netzkabel im Lieferumfang
+ Rack-Einbau möglich dank mitgelieferter Montagelaschen
+ gutes Preis/Leistungsverhältnis

- kein DC-Blocker
Benotung:
Empfehlung
Preis/Leistung:gut
Getestet mit:- Plattenspieler: Transrotor Dark Star
- Phono-Vorverstärker: Lehmannaudio Decade
- Streamer: Bluesound Node Icon
- Vollverstärker: Hegel H360
- Lautsprecher: Audio Physic Midex
- Signalkabel: Audioquest Yukon XLR, Audioquest Yukon RCA
- Netzkabel: Audioquest Monsoon
- Lautsprecherkabel: Audioquest Rocket 88
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