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Steht Excalibur drauf, steckt Exzellenz drin – nach diesem Motto verfährt Supra Cables auch beim beim LoRad Excalibur Rhodium Edition: Es stellt im Netzkabel-Portfolio der Schweden die Referenz dar und soll absolut reinen und stabilen Strom für anspruchsvollste High-End-Systeme liefern – dank versilberter OCF-Leiter, rhodinierter Stecker und ausgefuchstem Kabelaufbau samt aufwändiger Abschirmung. Welch hörbares Performance-Plus das Premium-Kabel ermöglicht, zeigt unser Test.

Das Supra Cables LoRad Excalibur Rhodium Edition ist am blauen Mantel sofort als Kabel der schwedischen Manufaktur erkennbar. Jedes Kabel stammt aus einer der eigenen Fertigungsstätten im Göteborg-nahen Ljungskile.

Das Supra Cables LoRad Excalibur Rhodium Edition ist am blauen Mantel sofort als Kabel der schwedischen Manufaktur erkennbar. Jedes Kabel stammt aus einer der eigenen Fertigungsstätten im Göteborg-nahen Ljungskile.

Alter Schwede: Supra Cables kombinieren clever Know-how, Branding und Design. Seit Firmengründer Tommy Jenving vor nunmehr 50 Jahren als Pionier der HiFi-Branche überhaupt das Bewusstsein geweckt hat, dass Kabel ein Teil der Klangkette sind, fertigen die Schweden Signal- und Stromleiter, deren Produktgestaltung allein auf Vernunft und Forschungserkenntnissen beruht: Die Kabel sind frei von überflüssigem und kostentreibendem Chichi und pflegen deshalb auch ein unprätentiöses Erscheinungsbild. Soweit die Elektro-Expertise, nun zur Cleverness: „No Nonsense“ wurde schnell der griffige Slogan fürs pfiffige Marketing – und das Design der Produkte ist bei aller Schlichtheit einzigartig: Supra Cables erkennt man auf den ersten Blick, weil ein markanter Mantel aus eisblauem Kunststoff sämtliche Kabel des Sortiments umgibt. Dieses smarte Corporate Design hat Supra Cables mit der Einführung der „Excalibur“-Klasse mittlerweile gewitzt gewandelt: Da der Name des sagenhaften Schwerts den Referenz-Kabeln des Produkt-Portfolios vorbehalten ist, findet die namentliche Nobilitierung auch eine optische Entsprechung im veredelten Erscheinungsbild.

Das Kabel wird im praktischen Transportbeuten geliefert. Das kleine Etikett am Kabel gibt Auskunft, wer die Lötarbeiten an ihm vorgenommen hat.

Das Kabel wird im praktischen Transportbeuten geliefert. Das kleine Etikett am Kabel gibt Auskunft, wer die Lötarbeiten an ihm vorgenommen hat.

Doppelschichtige Abschirmung

Der Mantel bürgt trotz seiner Biegbarkeit für die mechanische Stabilität und Robustheit des LoRad Excalibur Rhodium Edition. Laut Supra Cables trägt er zudem maßgeblich zur Vibrationsresistenz des Kabels bei. Die transparente Umhüllung weckt nun natürlich die Neugier: Was steckt drin? Zuerst kommt die eisblaue Außenschicht der insgesamt zweilagigen Schirmung. Sie besteht aus einer Kombination von Aluminium-/PET-Folie und halbleitfähigem Carbon-/Nylonband. Diese doppelschichtige Abschirmung schützt vor elektromagnetischen Interferenzen (EMI) und Funkfrequenzstörungen (RFI). Die Schirmung funktioniert hierbei in beide Richtungen: Sie schützt das Kabel vor externen Störungen, die auf die Leitung einwirken, verhindert aber ebenso, dass das Netzkabel selbst zur Störquelle wird und mit seiner Abstrahlung auf empfindliche Audio- oder Video-Komponenten wirkt. Die Effektivität wird durch die semikonduktive Nylonschicht erhöht: Sie ist mit einem sogenannten Drain-Draht verbunden. Er wiederum hat ausschließlich am Schuko-Stecker Kontakt zum Schutzleiter. So werden Störungen, die sich als Potenzialunterschiede äußern, von der Komponentenseite weg und hin zur Netzseite abgeleitet.

Das Eisblau des Mantels soll an reine nordische Gewässer und klares Eis erinnern. Diese Assoziation weckt die Excalibur-Version mit dem durchsichtigen Mantel und den erkennbaren Windungen, die an fließendes Wasser erinnern, noch intensiver.

Das Eisblau des Mantels soll an reine nordische Gewässer und klares Eis erinnern. Diese Assoziation weckt die Excalibur-Version mit dem durchsichtigen Mantel und den erkennbaren Windungen, die an fließendes Wasser erinnern, noch intensiver.

LoRad-Technologie

Über die Abschirmungswirkung hinaus vermindert die Nylonschicht Mikrofonieeffekte, also durch mechanische Schwingungen verursachte elektrische Einflüsse. Überdies befördert die Nylonschicht die Biege- und Zugfestigkeit des Kabels. Letztendlich senkt die gesamte Abschirmung den Pegel des sogenannten Stromrauschens, welches die verschiedenen Störungen verursachen. Dadurch verbessert sich der Störspannungsabstand. Die Musik hebt sich besser vom nun niedrigeren Geräuschteppich ab, es gibt eine größere Hintergrundstille. Die Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung ist ein Bestandteil von Supra Cables „LoRad-Technologie“, wobei LoRad das Kürzel für „Low Radiation“ ist, also: geringe Strahlung. Zu dieser Technologie gehört aber ebenso die Verseilung der Leiter, welche von der Abschirmung umgeben sind: Durch ihre präzise Verdrillung in kurzem Abstand heben sich Beeinflussungen durch äußere elektrische und magnetische Störfelder gegenseitig auf. Dies reduziert Brummgeräusche und Verzerrungen, die durch den Einfluss dieser Einstreuungen auf das Kabel verursacht werden – und vermindert ebenfalls wieder den Einfluss des LoRad Excalibur Rhodium Edition auf benachbarte Kabel.

Versilbertes Premium-Kupfer

An der Verdrillung beteiligen sich drei Adern: der Phasenleiter, der Neutralleiter und der Schutzleiter. Sie sind in eine Baumwolleinlage eingebettet, was die Stabilität des Kabels erhöht, durch mechanische Dämpfung Mikrofonieeffekte vermindert und sich aufgrund exzellenter dielektrischer Eigenschaften von Baumwolle günstig auf das elektrische Verhalten des Kabels auswirkt. Die eingebetteten Adern selbst sind durch einen PVC-Mantel isoliert. Der Leiterquerschnitt jeder Ader beträgt üppige 2,5 Quadratmillimeter. Jede Ader besteht dabei aus 320 feinen Litzen, die einen Durchmesser von gerade mal 0,1 Millimeter haben. Als Leitermaterial kommt durchweg hochreines, sauerstofffreies Kupfer zum Einsatz, also sogenanntes OFC (Oxygene Free Copper). Dieses Qualitäts-Kupfer ist nun zusätzlich durch eine Versilberung veredelt, was dann mit dem Kürzel SPC (Silver Plated Copper) bezeichnet wird. Das Zusammenspiel all dieser geometrischen und materiellen Faktoren dient der Erreichung einer maximaler Leitfähigkeit, einer extremen Stromkapazität und eines ultraniedrigen Widerstands. All das ermöglicht eine besonders verlustarme, stabile und dynamische Stromübertragung.

Für den Anschluss an die Komponente ist das Kabel mit einer Kaltgerätekupplung vom Typ IEC 60320 C15 ausgestattet. Das Gehäuse zeichnet sich durch sehr gute Griffigkeit aus, die Metallteile glänzen mit einer Beschichtung aus Rhodium. Alternativ ist das Kabel auch mit der noch höher belastbaren Kaltgerätekupplung IEC320 C19 erhältlich, sie ist statt bis 10 Ampere bis 16 Ampere ausgelegt.

Für den Anschluss an die Komponente ist das Kabel mit einer Kaltgerätekupplung vom Typ IEC 60320 C15 ausgestattet. Das Gehäuse zeichnet sich durch sehr gute Griffigkeit aus, die Metallteile glänzen mit einer Beschichtung aus Rhodium. Alternativ ist das Kabel auch mit der noch höher belastbaren Kaltgerätekupplung IEC320 C19 erhältlich, sie ist statt bis 10 Ampere bis 16 Ampere ausgelegt.

Noble Steckverbinder mit edler Rhodium-Beschichtung

Um die mit viel Aufwand erreichten Leitungseigenschaften nicht am Ende wieder zunichte zu machen, schließt das Kabel an beiden Seiten mit hochwertigen schwarzglänzenden Steckverbindern ab, die bereits durch ihre Größe und Griffigkeit imponieren. Netzseitig ist das LoRad Excalibur Rhodium Edition mit einem bis 16 Ampere belastbaren Schutzkontakt-Stecker ausgestattet. Hin zur Audio-Komponente besitzt es wahlweise eine bis 10 oder 16 Ampere belastbare Kaltgerätekupplung. Die Verschraubungen beider Steckverbinder bestehen jeweils aus rostfreiem Edelstahl, die Kontakte hingegen aus Kupfer. Sämtliche Metallflächen sind nun mit Rhodium beschichtet – und deshalb trägt dieses Netzkabel die Zusatzbezeichnung „Rhodium Edition“. Der Beschichtung mit dem harten, silberweißen Edelmetall attestiert Supra Cables mehrere Vorzüge: Gegenüber der üblichen Vergoldungen biete die Rhondinierung bei den Kontaktflächen eine höhere Langzeitstabilität und größere Korrosionsbeständigkeit. Das bedeutet eine konstantere Leitfähigkeit mit geringem Widerstand und damit weitgehender Verlustfreiheit. Bei den Edelstahlbelägen gewährleiste die Rhodium-Beschichtung wiederum eine höhere mechanische Haltbarkeit und langfristige Zuverlässigkeit.

Die Klangkette stört sich selbst

Was soll nun dieses Zwei-Meter-Kabel bei einer Audio-Anlage bewirken, wenn der Strom zuvor zig Kilometer auf dem Weg vom Versorger bis zur Wandsteckdose zurückgelegt hat? Die Antwort gibt eben jene Audio-Anlage, deren Performance ein Top-Netzkabel verbessert: Die Komponenten verhindern nämlich durch selbst verursachte Störungen ihrer volle Potenzialentfaltung. Die Geräte der Klangkette bilden auch in puncto Strom einen Verbund, sie werden ja über eine gemeinsame Netzleiste angeschlossen. An dieser Leiste hängen einerseits Quellgeräte wie etwa ein Plattenspieler. Dies sind Verbraucher mit geringer und konstanter Leistungsaufnahme. Andererseits sind an der Netzleiste auch Verstärker angeschlossen, die eine deutlich höhere Leistungsaufnahme haben, welche zudem ständig schwankt. Diese Schwankungen werden durch die Dynamik der Musik verursacht, die eingestellte Lautstärke spielt hier ebenfalls eine Rolle. Diese Verschiedenheit des Bedarfs und seine Schwankungen haben auch Auswirkungen auf die Stromzufuhr – und damit auf die zuleitenden Netzkabel.

Für den Anschluss an die Netzleiste oder Wandsteckdose ist das Kabel mit einem Schuko-Stecker ausgerüstet. Auch hier sind die Kontakte und Verschraubungen rhodiniert. Nur auf dieser Komponenten-fernen Seite ist der Drain-Draht der Kabelschirmung an den Erdungskontakt angeschlossen.

Für den Anschluss an die Netzleiste oder Wandsteckdose ist das Kabel mit einem Schuko-Stecker ausgerüstet. Auch hier sind die Kontakte und Verschraubungen rhodiniert. Nur auf dieser Komponenten-fernen Seite ist der Drain-Draht der Kabelschirmung an den Erdungskontakt angeschlossen.

Entscheidender Unterschied auf den letzten Metern

Die schwankende Leistungsaufnahme des Verstärkers führt in seinem Netzkabel zu einem dementsprechend variierenden Spannungsabfall. Das bremst die Agilität des Verstärkers und damit seine Dynamikfähigkeit. Hinzu kommen sogenannte Netzspannungsdifferenzen. Bei Quellgeräten mit geringer und gleichbleibender Leistungsaufnahme ist der beschriebene Spannungsabfall im Netzkabel nämlich deutlich geringer als bei Verstärkern. Diese Differenz im Spannungsabfall stellt einen Potenzialunterschied dar. Solche Potentialunterschiede gleichen sich umgehend über alle Masseverbindungen der Anlage aus – auch über die Signalleiter. Hier sind diese Ausgleichsströme dann die Ursache für klangverschlechternde Störungen im Nutzsignal. Um das zu verhindern, muss das Netzkabel samt seiner Steckverbinder auf ein bestmögliches elektrisches Verhalten und minimale Verluste hin optimiert und deshalb insgesamt möglichst niederohmig und vor allem niederinduktiv sein. Deshalb macht ein Qualitätskabel hier auf den letzten Metern halt doch den Unterschied – und durch gute Schirmung bringt es überdies nicht noch selbst zusätzliche Störungen in den Stromweg ein.

Auch die Verschraubungen sind zugunsten der Robustheit rhodiniert. Zur mechanischen Belastbarkeit trägt ebenfalls die Zugentlastung des Kabels bei, die mit dieser Verschraubung realisiert ist.

Auch die Verschraubungen sind zugunsten der Robustheit rhodiniert. Zur mechanischen Belastbarkeit trägt ebenfalls die Zugentlastung des Kabels bei, die mit dieser Verschraubung realisiert ist.

Das Supra Cables LoRad Excalibur Rhodium Edition in der Praxis

Wie macht sich all das nun akustisch bemerkbar? Zur Beantwortung dieser Frage stellen wir ein Vorher- und ein Nachher-Szenario her. Ersteres sieht so aus: Unsere Klangkette besteht aus dem Streaming-Vorverstärker Lumin P1 Mini, dem Plattenspieler Transrotor Dark Star, der Phono-Vorstufe Lehmannaudio Decade und dem Verstärker Hegel H360. Er treibt über das Lautsprecherkabel Supra Cables Sword Excalibur als Schallwandler die Audio Physic Midex an. Alle versorgungsbedürftigen Komponenten sind nun mit ihren normalen beigepackten Stromstrippen an die Netzleiste Supra Cables LoRad MD06-EU USB A/C angeschlossen. So streamen wir via Qobuz „Did They Ever Tell Cousteau?“ vom Esbjörn Svensson Trio. Die Nummer, die mit wandernder Trommel und solierendem Bass beginnt, ist musikalisch ebenso ungewöhnlich wie ihr Titel, klingt aber bereits jetzt richtig gut. Trotzdem ahnen wir natürlich schon: Das wird noch besser gehen.

Das LoRad Excalibur Rhodium Edition ist ebenso für die Versorgung der Komponenten über die Netzleiste einsetzbar wie auch für die Verbindung der Leiste mit der Wandsteckdose.

Das LoRad Excalibur Rhodium Edition ist ebenso für die Versorgung der Komponenten über die Netzleiste einsetzbar wie auch für die Verbindung der Leiste mit der Wandsteckdose.

Plus an Plastizität und Dynamik

Deshalb stellen wir jetzt das Nachher-Szenario her: Wir tauschen die Beipack-Stromstrippe des Verstärkers gegen das LoRad Excalibur Rhodium Edition aus. Kleine Veränderung, große Wirkung – und die nehmen wir direkt bei der Wander-Trommel war. Sie klang vorher etwas dünn, war kaum als Snare zu erkennen und wirkte wenig plastisch, weswegen sie auch ein wenig anstrengend war. Jetzt erkennen wir sie als Snare – und hören außerdem deutlicher, dass Schlagzeuger Magnus Öström diese Trommel nicht mit Sticks, sondern mit Besen bearbeitet und die Snare deshalb nicht so peitschend klingt, wie man es von dieser Rasseltrommel mit ihrem unterseitig gespannten Teppich aus Drahtspiralen kennt. Jetzt erst sind auch die zwischen die Hauptschläge gesetzten kleinen Touchierungen dieser Besen auf dem Snarefell so richtig wahrnehmbar – und damit einhergehend die dadurch entstehende dynamische Abstufungen. Nun können wir das eigentlich groovende Drum-Pattern, das Öström auf der Snare spielt, vollends verstehen.

Kontrabasses mit mehr Charakter

Auch beim Bass verändert sich einiges. Dan Berglund präsentiert ein fast gesangliches Solo, spielt auf einer Saite die Melodie in den hohen Lagen, schlägt dazu aber nur jeden vierten Takt dazu einen Basston auf einer Leersaite an, der somit wie ein Bordun das tiefe Fundament liefert. Dieses Fundament tönt nun voller: Der Kontrabass entfaltet einen sonoreren, voluminöseren, besser tragenden Ton. Die Melodietöne wiederum zeigen nun mehr vom Charakter des Kontrabasses: In den hohen Lagen hat er einen näselnden Ton, hin zu den tieferen Lagern wird’s dann drahtig und knurrig. Diese Vielfalt, für den Bassisten dieses Instrument so lieben, ist nun intensiver wahrnehmbar. Wir hören nun auch besser, welche Spieltechniken Berglund für sein Solo einsetzt: Er veredelt die Töne mit Vibrati, sodass sie länger stehen bleiben und inniger wirken. Mitunter verbindet er diese Töne durch Glissandi, was jetzt klarer wird: Wir hören deutlicher das Rutschen der Spielhandfinger über die umsponnenen Saiten.

Der robuste Schuko-Stecker sitzt fest und mit sicherem Kontakt in der Steckdose.

Der robuste Schuko-Stecker sitzt fest und mit sicherem Kontakt in der Steckdose.

Faszinierendere Klänge

Nun stößt das Klavier dazu. Beim ersten Hördurchgang mit normaler Stromstrippe am Verstärker wirkte das Piano wie eine dezente Ergänzung, die zur amorphen Füllung des Gesamtklangs beiträgt. Es klang ein wenig nach akustischer Spachtelmasse. Im zweiten Hördurchgang mit dem LoRad Excalibur Rhodium Edition haben die behutsamen Tastenanschläge von Esbjörn Svensson nun einen definierteren Attack. Das ist besonders in jenen Passagen wichtig, in denen Bass und Schlagzeug unisono spielen, also zugleich dieselben Töne: Bei allem Zusammengehen bleibt jetzt trotzdem jedes Instrument ohne zu verschwimmen einzeln wahrnehmbar. Zudem erleben wir nun deutlicher, was den Klavierklang so faszinierend macht: Die Vielzahl der mitschwingenden Saiten. Durch die chörige Klavierbesaitung und den alles anregenden Resonanzboden schwingen bis zu 230 Saiten, die sich gegenseitig im Frequenzspektrum immer wieder auslöschen oder verstärken. Dadurch verändert ein ausklingender Klavierakkord ständig seine Klangfarbe. Dieses Faszinosum war vorher nicht so beeindruckend, nun ist das Irisierende der Klänge intensiver erfahrbar.

Zum gelungenen Design des Kabels gehört auch die Stimmigkeit der Stecker. Eine Kennzeichnung der Phase wäre hier das i-Tüpfelchen.

Zum gelungenen Design des Kabels gehört auch die Stimmigkeit der Stecker. Eine Kennzeichnung der Phase wäre hier das i-Tüpfelchen.

Immersivere Räumlichkeit

Die Räumlichkeitsabbildung ändert sich ebenfalls. Das beginnt schon bei der Trommel: Sie wandert anfangs von rechts nach links, was ein zwar starker, aber zuvor ein eher platter, zweidimensionaler Panorama-Effekt war. Nun hat diese Trommeldarstellung mehr Tiefe – wie auch die Darstellung des gesamten Aufnahmeraums: Er wirkte vorher fast flach und eher klein. Mit dem Kabelwechsel steigt der Detailreichtum, wir bekommen somit auch mehr Rauminformationen und können besser das Ambiente wahrnehmen: Der Aufnahmeraum des Stockholmer Atlantis Studios ist nämlich alles andere als klein. Er klingt aber aufgrund zahlreicher Schallabsorber bei dieser Aufnahme ziemlich trocken. Dank der immersiveren 3D-Darstellung sitzen wir mit geschlossenen Augen nun mitten im Aufnahmeraum, direkt beim Trio. Dessen Abbildung ist nun ebenfalls überzeugender – wie auch die Staffelung der Musiker. Standen Svensson, Berglund und Öström vor enger beieinander, so haben Klavier, Bass und Schlagzeug nun mehr Raum, mehr Freiheit. Das passt auch prima zu der insgesamt offeneren Wiedergabe.

Jedes Kabel wird mit einem Zertifikat versehen. Es versichert, dass das Kabel strenge Prüfungen durchlaufen hat. Die eingetragene Chargennummer ermöglicht die Rückverfolgbarkeit von Fertigungszeit, Material und den in der Fertigung eingesetzten Mitarbeitern.

Jedes Kabel wird mit einem Zertifikat versehen. Es versichert, dass das Kabel strenge Prüfungen durchlaufen hat. Die eingetragene Chargennummer ermöglicht die Rückverfolgbarkeit von Fertigungszeit, Material und den in der Fertigung eingesetzten Mitarbeitern.

Mehr Details, größere Offenheit

Das bleibt auch so, als später der Song flotter und das Klanggefüge dichter wird, auch weil Berglund seinen Bass stärker anschlägt und zudem über einen Verzerrer-Effekt verfremdet. Dieser Soundwechsel ist nun markanter. Dass auch die Snare nun mit einem Soundeffekt unterlegt ist, nehmen wir auch erst jetzt im Hördurchgang mit dem LoRad Excalibur Rhodium Edition wirklich wahr. Trotz der Kompaktheit des Klanggefüges bleibt die Offenheit der Wiedergabe jetzt besser gewahrt. Das registrieren wir insbesondere bei den Schlagzeugbecken, die sich mühelos von der Klangballung abheben, sich schwebend behaupten können und eben nicht, wie bei ersten Hördurchgang, beim Verklingen verdeckt werden. Auch schön: Mitten im Song hören wir ein „Ah“. Es wirkte im ersten Hördurchlauf wie ein Störfaktor, nun verstehen wir: Es ist Ausdruck des Spaßes, den der Pianist Svenson hat, denn die Nummer geht nun richtig ab – und dies dank des klanglichen Zugewinns nun auch bei uns im Hörraum.

Ruhigere Wiedergabe vor schwärzerem Hintergrund

Wechseln wir zum Schluss mal das Medium: Via Vinyl spielen wir „The Forest“ von Trentemøller. Auch bei diesem Ambient-Track erleben wir, nachdem wir beim Phono-Vorverstärker das normale Stromkabel gegen das LoRad Excalibur Rhodium Edition ausgetauscht haben, ein deutliches Performance-Plus. Die gesamte Wiedergabe wirkt ruhiger und entspannter. Die Musik findet nun vor einem schwärzeren Hintergrund statt und ist dadurch präsenter. Die vielfältigen Sound-Samples haben so mehr Definition, wirken plastischer und entfalten mehr Effekt. Das liegt auch an der hier ebenfalls eindrucksvolleren Dreidimensionalität: Das Knistern und Zirpen, die Stimm-Snippets und Instrumenten-Samples – sie alle ploppen nun eindrucksvoller an den verschiedensten Stellen im Raum auf, der uns jetzt intensiver imaginiert wird: So hüllt uns das Klanggeschehen ein. Auch die klanglichen Veränderungen der Sound-Schichtungen sind besser wahrnehmbar – auf Basis eines ultratiefen Basses, der nun zugleich mehr Mächtigkeit und Kontur hat, was die Durchschlagskraft und Durchhörbarkeit befördert. So erleben wir eine echte akustische Entdeckungsreise.

Optimum: Wer auf Qualitätskabel umrüstet, sollte generell beim gleichen Hersteller bleiben und durchgängig das gleiche Produkt einsetzen.

Optimum: Wer auf Qualitätskabel umrüstet, sollte generell beim gleichen Hersteller bleiben und durchgängig das gleiche Produkt einsetzen.

Fazit

Das Supra Cables LoRad Excalibur Rhodium Edition macht es deutlich hörbar: Auf den letzten Metern bis zur Audio-Komponente lässt sich ein merkliches Klang-Plus erreichen – einzig durch ein ausgezeichnetes Netzkabel. So gelingt eine Steigerung in allen Disziplinen. Die Wiedergabe gewinnt an Transparenz, Auflösung und Detailfülle. Die Darstellung von Stimmen und Instrumenten hat eine größere Plastizität. Die Räumlichkeit ist eindrucksvoller und vermittelt mehr Tiefe. Der Klang ist sonorer, gerade im Bass mächtiger und hier zugleich konturierter. Die Performance hat zudem eine größere Ruhe. Die Musik findet vor einem schwärzeren Hintergrund statt. Sie ist dadurch präsenter – und das Hörerlebnis somit intensiver. So sorgt das auch optisch attraktive Referenz-Netzkabel der Schweden für nordische Klang-Klarheit – und das zu einem ausgezeichneten Preis. Deshalb erhält das LoRad Excalibur Rhodium Edition von uns eine ebenso klare Empfehlung.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Empfehlung
Preis/Leistung: ausgezeichnet

95 of 95

95 of 95

260224.SupraCables-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Supra Cables
LoRad Excalibur Rhodium Edition
Produktkategorie:Netzkabel
Preis:- 1,0 m: 349,00 €
- 1,5 m: 369,00 €
- 2,0 m: 389,00 €
- 2,5 m: 409,00 €
- 3,0 m: 418,00 €
- 4,0 m: 451,00 €

andere Längen auf Anfrage
Garantie:2 Jahre
Ausführung:Eisblau-Metallic
Vertrieb:Geko HiFi, Isernhagen
Tel.: 0511 41065441
www.geko-hifi.de
Abmessungen:- Durchmesser: 11 mm
- Längen: 1,0 m, 1,5 m, 2,0 m, 2,5, m, 3,0 m, 4,0 m

andere Längen auf Anfrage
Gewicht:480 g (2 m-Version)
Stecker / Kupplung:- Schutzkontaktstecker CEE 7/4, rhodinierte Kontakte, Belastbarkeit: 16 A
- IEC 60320 C15 Kaltgerätekupplung, rhodinierte Kontakte, Belastbarkeit: 10 A*

*alternative Konfektionierung mit IEC 60320 C15 Kaltgerätekupplung, rhodinierte Kontakte, Belastbarkeit: 16 A
Leiterquerschnitt:3 x 2,5 mm²
Litzen pro Leiter:320
Litzendurchmesser:0,1 mm
Leitermaterial:Versilbertes sauerstofffreies Kupfer mit 5 % Silberanteil (SPC/OFC)
Schirmung:- 1. Schirmung:gewebtes halbleitfähiges Carbon-/Nylonband
- 2. Schirmung: Aluminium/PET-Folie
Mantel:PVC GA74
Belastbarkeit:≤ 10 A
Lieferumfang:- Supra Cables LoRad Excalibur Rhodium Edition
- Transportbeutel
- Zertifikat (Englisch)
Pros und Contras:+ Plus an Transparenz
+ größerer Detailreichtum
+ höheres Auflösungsvermögen
+ gesteigerte Dynamik
+ Zugewinn an Plastizität und Räumlichkeit
+ mehr Sonorität im Klang
+ größere Basskraft
+ ruhigere, stimmigere Wiedergabe
+ schwärzerer Hintergrund
+ erstklassige Material- und Verarbeitungsqualität
+ attraktives Design
+ gute Flexibilität und geringes Gewicht ermöglichen leichte Handhabung und Verlegung
+ sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis

- keine Phasenmarkierung an den Steckern
Benotung:
Empfehlung
Preis/Leistung:ausgezeichnet
Getestet mit:- Streaming-Vorstufe: Lumin P1 Mini
- Plattenspieler: Transrotor Dark Star
- Phono-Vorstufe: Lehmannaudio Decade
- Verstärker: Hegel H360
- Lautsprecher: Audio Physic Midex
- Lautsprecherkabel: Supra Cables Sword Excalibur
- Netzleiste: Supra Cables LoRad MD06-EU USB A/C
- Musik-Steamingdienst: Qobuz
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