lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Redakteur
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Die Klangkette beginnt ab der Steckdose: Wer bei der Stromversorgung auf Qualität achtet, ebnet seiner Audio-Anlage den Weg zur optimalen Performance. Die einfachste Tuning-Maßnahme ist hier ein erstklassiges Netzkabel. Welche klanglichen Verbesserungen bereits dadurch möglich sind, zeigt uns in verblüffender Deutlichkeit das HMS Energia Suprema.

Das HMS Energia Suprema ist das Referenz-Netzkabel des Leverkusener Strom-Spezialisten.

Wer sich mit dem Thema Stromzuleitung beschäftigt, stößt unweigerlich auf diese Kernfrage: Warum sollen nach unzähligen Metern, die der Strom im Netz zu uns unterwegs ist, ausgerechnet die letzten ein oder zwei Meter Netzkabel, also die Komponenten-Anschlusskabel, den Klang der Anlage verbessern? Die Antwort liegt eben in dieser Anlage: Sie selbst verursacht die Störungen vor Ort. Eine Klangkette besteht ja aus mehreren Komponenten, die gemeinsam über eine Netzleiste versorgt werden. Genau das ist der Knackpunkt: An der Leiste sind zum einen kleine Verbraucher angeschlossen, also Quellgeräte wie etwa der CD-Spieler. Sie haben eine geringe und zugleich konstante Leistungsaufnahme. Andererseits hängen an der Netzleiste auch größere Verbraucher, meistens ein oder mehrere Verstärker. Sie nehmen deutlich mehr Leistung auf, und diese Leistungsaufnahme über die Netzkabel variiert: Sie ist abhängig von der Musik und von der Lautstärke, mit der wir hören – und das hat Konsequenzen für den Verstärker und das Netzkabel.

Als Schutzkontaktstecker kommt der Furutech FI-E38G zum Zug. Mit seinen vergoldeten Kupferkontakten bürgt er für einen geringen Übergangswiderstand an den Kontaktstellen.

Kabel-Kalamitäten

Die variierende Leistungsaufnahme des Verstärkers führt zu einem ständig schwankenden Spannungsabfall in seinem Netzkabel. Dies bremst einerseits den Verstärker in seiner Agilität und Dynamik aus. Zweiter Effekt: Weil beim Netzkabel des CD-Players oder anderer Kleinverbraucher diese Spannungsabfälle wesentlich geringer ausfallen, treten Netzspannungsdifferenzen auf – und diese Potentialunterschiede trachten danach, sich auszugleichen. Dies wiederum führt zu Störsignalen in der Klangkette und mündet in einer Minderung der Klangqualität. Für den Spannungsabfall in jedem Kabel sind dabei einerseits seine Leitereigenschaften entscheidend, andererseits die Übergangswiderstände an den Kontakten seiner Stecker. Hier gilt es also, mit viel Know-how und besten Materialien die Kabel-Kalamitäten, also Verluste und Störeinflüsse, zu minimieren. HMS, 1975 von dem Ingenieur Hans M. Strassner gegründet, sind in puncto Know-how Pioniere und genießen als Spezialisten für Kabel und Netzfiltertechnik in der HiFi-Branche einen hervorragenden Ruf. Mit dem Energia Suprema präsentiert HMS das Referenzkabel seines Power Cord-Portfolios – und damit das höchste Qualitätslevel.

Auch die Kaltgeräte-Kupplung stammt von Furutech. Hier fiel die Wahl auf die FI-28G. Sie besitzt ebenfalls vergoldete Kupferkontakte. Wie der Stecker ist die Phase mit einem weißen Punkt markiert.

Kunstvolle Kreuzverschaltung

Beim Energia Suprema geht HMS einen neuen Weg, um ein optimales Verhältnis von großem Querschnitt und geringer Induktivität zu erreichen. Dafür kommt eine spezielle Verseilungstechnik zum Zug: 26 Einzelleitungen – und hier eigentlich die jeweils zehn Adern für Phase und Nulleiter – sind kunstvoll kreuzverschaltet. Dieses spezielle Miteinander-verschlungen-sein nennt sich Dual Twisted Pair-Technik. Der resultierende Querschnitt, auch „aktiver Querschnitt“ genannt, beträgt für Phase, Null- und Schutzleiter jeweils 7,5 Quadratmillimeter. Die Adern bestehen dabei aus höchstreinem OFC. Das Kürzel steht für „Oxygene Free Copper“ und bedeutet, dass das Kupfer durch ein Elektrolysebad sauerstofffrei ist und eine Reinheit von 99,99 Prozent aufweist. Die Adern sind separat isoliert, ebenso die einzelnen kreuzverschalteten Aderbündel und das gesamte Adergeflecht. Hier kommen Schaum-Polyethylen (SPE) und Polytetrafluorethylen (PTFE) zum Einsatz. Neben der Isolation bewirken sie als Dielektrikum auch eine Verringerung der Dämpfung des Kabels. Schließlich umgibt ein Nylongewebe-Mantel das insgesamt 16 Millimeter durchmessende Energia Suprema.

Der Mantel des Energia Suprema besteht aus optisch attraktivem und haptisch angenehmen Nylongewebe. Damit hebt sich das Suprema allein schon optisch vom Gros der Kunststoff-gemantelten Netzkabel ab.

Premium-Stecker für besten Kontakt

Damit es auch an den Kabelenden möglichst verlustfrei zugeht, ist das Energia Suprema mit Stecker und Kupplung von Furutech konfektioniert. Die Japaner sind bestens beleumundet, viele High End-Hersteller statten ihre Kabel und Geräte mit den Premium-Produkten des Tokyoter Spezialisten aus. Beim Energia Suprema hat HMS als Schutzkontakt-Stecker den FI-E38G und als Kupplung die FI-28G gewählt. Die großen, griffigen Körper bestehen jeweils aus Nylon/Fiberglas, das zur Vermeidung von Vibrationen mit Karbon-Partikeln dotiert ist. Die Kontakte sind aus hochreinem, goldbeschichtetem Kupfer. Das weiche Gold schmiegt sich aufgrund seiner Verformbarkeit bestens an den Gegenkontakt in der Steckdose beziehungsweise im Einbaustecker der HiFi-Komponente an. Die resultierende Kontaktfläche ist dadurch deutlich größer und der Übergangswiderstand wesentlich kleiner. Alle Metallschrauben des Körpers sind geerdet, um elektrische Potenzialunterschiede zu vermeiden. Wie bei HMS üblich ist am Stecker und an der Kupplung jeweils die Phase markiert. Auch ein konsequent phasenrichtiger Anschluss aller Geräte trägt zur Klangoptimierung bei.

Eine Metallhülse verleiht dem Kabel eine noch höherwertige Erscheinung. Hier ist die Seriennummer des Kabels ausgewiesen, die auch auf der Garantiekarte eingetragen ist.

Das HMS Energia Suprema im Praxis-Test

Das beherzigen wir auch, als wir unsere Klangkette zusammenstellen und bestromen. Dabei versorgen wir unsere Anlage über eine erstklassige Netzleiste, die Komponenten aber im ersten Hördurchgang mit den normalen beigepackten Strom-Strippen. Unsere Kette besteht aus dem SACD/Blu-ray-Player Oppo UDP-203, dem Plattenspieler Transrotor Dark Star, der Phono-Vorstufe SteinMusic Stateline Phono 2 Signature und dem Vollverstärker Hegel H360 sowie einem Lautsprecher-Paar Audio Physic Midex. Wir starten mit der CD-Zuspielung von Finks „Trouble’s What You’re In“. Der Sänger und Gitarrist spielt diesen Song zusammen mit dem Bassisten Guy Whittaker und dem Percussionisten Tim Thornton live in der Londoner Union Chapel. Das klingt bereits jetzt prima. Nun tauschen wir an unserem Verstärker das Netzkabel gegen das Energia Suprema – und der Unterschied ist deutlich: Fink spielt die Einleitung allein auf seiner akustischen Gitarre, und der Singer/Songwriter samt seiner Sechssaitigen hat nun merklich mehr Präsenz und Körperhaftigkeit.

Die Kupplung punktet in der Handhabung mit dem griffigen Körper und dem strammen Sitz im Einbaustecker des Verstärkers.

Lebendigkeit und Dynamik

Wir hören nun auch besser die Beschaffenheit der Saiten heraus: Die schönen Slides, die Fink auf der Gitarre in seine Melodie einflicht, spielt er klar erkennbar auf Nylonsaiten. Dazwischen schlägt Fink bei der zweiten Zählzeit immer wieder mit der Spielhand auf sämtliche Saiten und lässt dann seine Hand dort ruhen, um die Saiten sofort abzudämpfen. Das ist ein toller perkussiver Effekt, die Melodie wird dadurch mit einem lässigen Groove unterlegt. Hierbei wird er von Tim Thornton am Cajon unterstützt – und diese Percussion-Unterlegung hat jetzt eine wesentlich größere Wirkung. Die Schläge sind vitaler, dynamischer. Nun setzt Guy Whittaker ein, und auch sein Bass hat nun etwas mehr Volumen, sein Tiefton steht kraftvoller im Raum – und dieser Bass strahlt zudem eine größere Gelassenheit aus.

Das Energia Suprema komplettiert unsere Stromversorgungs-Optimierung: In der erstklassigen Netzleiste kommt das Energia Suprema im Verbund mit zwei HMS Energia SL zum Einsatz.

Greifbare Musiker, intensive Atmosphäre

Nun versorgen wir den Verstärker über ein anderes Netzkabel von HMS, dem Energia SL, denn jetzt geht unser CD-Spieler über das Energia Suprema an die Netzleiste. Diese doppelte Veränderung führt zu einer abermaligen Verbesserung: Die Ruhe der Wiedergabe nimmt zu. Details werden noch besser herausgearbeitet. Jetzt hören wir auch die allerkleinsten Spielgeräusche, etwa bei Finks Finger-Vibrato das Rutschen der Nylonsaiten auf den Metallbünden und dem Palisanderhals. So wirkt die Gitarre noch greifbarer, die Wiedergabe noch realer. Wir erleben auch merklich mehr von der Akustik und der Atmosphäre der Union Chapel: Das Klatschen und Pfeifen der Zuhörer, die Reflexionen, die insbesondere die Perkussion-Schläge im Raum verursachen. Auch dadurch verstärkt sich unser Gefühl: Wir sind nah dran und live dabei. Zum Gegencheck bestromen wir unseren Verstärker wieder mit einem Beipack-Netzkabel. Es stellt sich schnell raus, dass es in allen erwähnten Belangen vorher besser war. Also: wieder zurück zum Qualitätskabel.

In dieser Kette sorgt das HMS Energia Suprema für Wohlklang: Quellen sind der Plattenspieler Transrotor Dark Star und der CD/SACD/Blu-ray-Player Oppo UDP-203, als Vollverstärker amplifiziert der Hegel H360, die Schallwandlung übernehmen zwei Audio Physic Midex.

Mehr Ruhe, größere Stimmigkeit

Wie wirkt sich ein Netzkabel-Upgrade nun auf die Vinyl-Wiedergabe aus? Zur Beantwortung dieser Frage legen wir Mogwais „Black Spider“ vom Soundtrack „Zidane“ auf unseren Plattenspieler. Sein Signal wird ja vom SteinMusic Stateline Phono 2 Signature amplifiziert – und ihn betreiben wir erst mal mit dem ursprünglichen Netzkabel und anschließend mit dem Energia Suprema. So hören wir also in zwei Durchgängen „Black Spider“, eine melancholisch-atmosphärische Nummer, die von Gitarre, Keyboards, Bass und Schlagzeug getragen wird. Auch hier ist der A/B-Unterschied deutlich. Das beginnt schon vor der Musik mit dem ruhigeren Lauf der Nadel in der Rille, und diese Entspanntheit erleben wir auch bei der Musik: Das Zusammenspiel des Quartetts ist nun noch stimmiger. Auch hier sbewirkt das Energia Suprema eine plastischere Abbildung der Instrumente, aber auch ein Plus an Dynamik und Basskraft. Es erscheint merkwürdig: Gerade die Mischung aus mehr Ruhe und größerer Lebendigkeit sorgt für eine intensivere Wirkung.

Fazit

Das HMS Energia Suprema beweist es eindrucksvoll: Auf den letzten ein bis zwei Metern bis zur Anlage lässt sich eine deutliche Steigerung der Klangqualität erreichen – allein mit einem Netzkabel. Wenn es von exzellenter Qualität ist, gewinnt die Wiedergabe an Lebendigkeit, Dynamik und Klangkraft, die Abbildung der Musiker wird plastischer, der imaginierte Raum realer. Zugleich kehrt in die Wiedergabe mehr Ruhe und Entspannung ein. So wird das Musikerlebnis intensiver. Diese Klangverbesserung gelingt dem Suprema in höchstem Grad – und damit trägt das Referenz-Netzkabel von HMS seinen italienischen Namen zurecht.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Philipp Thielen

Gesamtnote: Empfehlung
Preis/Leistung: angemessen

98 of 100

99 of 100

211010.HMS Suprema -Testsiegel

Technische Daten

Modell:HMS
Energia Suprema
Produktkategorie:Netzkabel
Preis:- 1,00 m: 1150,00 €
- 1,50 m :1370,00 €
- 2,00 m: 1590,00 €
- jeder weitere Meter: 440 €
Garantie:5 Jahre bei Registrierung
Ausführung:schwarz
Vertrieb:HMS Elektronik
+49 2171 734007
www.hmselektronik.de
Abmessungen:- Außendurchmesser: 16 mm
- Länge: 1,00 m / 1,50 m / 2,00 m sowie größere Kabellängen
Gewicht:0,68 kg (1,5 m-Ausführung)
Aufbau: 26 Einzelleiter, Dual Twisted Pair-Verseilung
Aktiver Querschnitt: 3 x 7,5 mm²
Leitermaterial:OCF (sauerstofffreies Kupfer)
Isolation/Dielektrikum: Schaum-Polyethylen (SPE), Polytetrafluorethylen (PTFE)
Außenmantel:Nylongewebe
Biegeradiusmin. 120 mm
Widerstand:4,78 mΩ/m
Induktivität:0,052 μH/m
Kapazität:675,5 pF/m
Stecker / Kupplung:- Furutech FI-E38G / Furutech FI-28G
- alternativ mit 20A-Furutech-Kupplung FI31G (Aufpreis: 70,00 Euro)
- alternativ mit Furutech NCF Stecker und Kupplung (Aufpreis: 620,00 Euro, NCF 20A: Preis auf Anfrage)
Belastbarkeit:10 A
Lieferumfang:- HMS Energia Suprema
- Garantie-Urkunde
- Transportkoffer
Pros und Contras:+ Zugewinn an Auflösung und Detaildarstellung
+ mehr Druck und Dynamik
+ voluminöserer Bass
+ größere Räumlichkeit und Dreidimensionalität
+ ruhigere und entspanntere Wiedergabe
+ erstklassige Verarbeitung
+ attraktives Design
+ sehr gut handhabbare und fest sitzende Stecker
+ Phasenmarkierung an Stecker und Kupplung

- Biegeradius des Kabels erfordert etwas größeren Wandabstand der angeschlossenen Komponente
Benotung:
Empfehlung
Preis/Leistung:angemessen
Getestet mit:- Plattenspieler Transrotor Dark Star
- CD/SACD/Blu-ray-Player Oppo UDP-203
- Vollverstärker Hegel H360
- Lautsprecher Audio Physic Midex
- Audiokabel Audioquest Diamondback
- Lautsprecherkabel Supra Cables Quadrax
- Netzkabel HMS Energia SL

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