Home » Tests » Nordost Heimdall 2 – Göttliches Netzkabel für klareren Klang
31. März 2026
von Volker Frech
RedakteurGuter Klang beginnt mit guten Netzkabeln: Das ist die Devise von Nordost – und deshalb bietet der amerikanische Kabel-Spezialist mit dem Heimdall 2 einen Stromleiter, der dank aufwändig-ausgefuchster Isolationstechnik und abgestimmter mechanischer Konstruktion eine ultraschnelle Strom- und Spannungsübertragung mit niedriger Impedanz verspricht. Zu welchem Klar-Klang das führt, zeigt das Heimdall 2 in unserem Test.

Das Nordost Heimdall 2 präsentiert sich in hochattraktivem Design – und erweist sich als schlankes, leichtes und flexibles Netzkabel auch angenehm in der Handhabung.
Mittlerweile ist es audiophiles Allgemeinwissen: Zur Klangkette gehören auch die Kabel – und zwar nicht nur die Signal- und Lautsprecherkabel, welche die Komponenten und Lautsprecher verbinden, sondern auch die Netzkabel, die die Audio-Elektronik mit Strom versorgen. Dieser Strom aus der Steckdose ist leider schmutzig: Er weist Verzerrungen, Strom-Spitzen und Spannungsabfälle auf. Verursacher sind etwa benachbarte Industrieanlagen, aber auch unser eigenes elektrische Equipment – angefangen beim Solaranlagenwechselrichter über Dimmer und Schaltnetzteil-betriebene Geräte bis zum EMI-einstreuenden WLAN-Router. Überdies stört sich unsere Klangkette selbst: Die Komponenten bilden auch über die gemeinsame Steckdosenleiste einen Verbund. So fließen über Neutral- und Schutzleiter kleine Potenzialausgleichsströme zwischen den Geräten, weil Verstärker mit hoher und schwankender Leistungsaufnahme in den Netzkabeln einen anderen und zudem Performance-verschlechternden Spannungsabfall erzeugen als Quellgeräte mit geringen und konstantem Energiebedarf. Die Potenzial-Unterschiede egalisieren sich umgehend über alle Masseverbindungen – also auch über die Signalleiter. So verursachen diese Ausgleichsströme Störungen im Nutzsignal: Sirren, Brummen, Rauschen.

Die Stecker sind von ausgezeichneter Qualität und weisen eine sehr gute Griffigkeit auf. Für optimale Leitfähigkeit mit geringem Übergangswiderstand bürgen hier die vergoldeten Kontakte.
High End aus Massachusett, Herstellung in Manufaktur
Aus diesem Grund kümmert sich auch der renommierte US-amerikanische Kabelspezialist Nordost, der vor über dreißig Jahren mit revolutionären Flatline-Lautsprecherkabeln für Furore sorgte und seither eine erste Adressen für höchstwertige Audiokabel ist, seit geraumer Zeit um das Thema Strom. Zum Portfolio gehören Power-Optimierer wie die Netzleiste QRT QBASE QB8, aber natürlich auch ein umfangreiches Sortiment an Netzkabeln. Es besteht aus vier Serien, die sich in Materialqualität, Fertigungsaufwand und Technologie-Ausstattung unterscheiden. Einige Konstanten zeichnen aber sämtliche Serien aus: So werden alle Kabel in Handarbeit im eigenen Werk in Massachusetts gefertigt und sind mit der von Nordost entwickelten Monofilament-Technologie ausgestattet. Das gilt auch für unseren Testkandidaten, das Heimdall 2. Es stammt aus der „Norse 2“-Reihe, die quasi Nordosts Mittelklasse darstellt. Darüber beginnt schon der Referenz-Bereich. Innerhalb der „Norse 2“-Serie ist das Heimdall 2 das Einstiegsmodell – aber Einstieg ist relativ, bei manch anderem Herstellern wäre dieses Netzkabel bereits das Flaggschiff.
Faszinierende Spiral-Struktur
Schauen wir uns das Heimdall 2 näher an. Hierzu lädt das Stromkabel regelrecht ein: Die Mantelung besteht, wie bei alle Modellen der „Norse 2“-Reihe, aus einem farbigen, aber trotzdem transparenten Kunststoff. Beim Heimdall 2 ist es ein intensives glänzendes Rot, durch das man die faszinierende spiralförmige Struktur des Kabels erkennen kann. So sorgt das Heimdall 2 schon mit seinem Design für einen Wow-Effekt. Als grundlegendes Leitermaterial setzt Nordost – auch das ist eine Konstante – immer auf einen massiven Kern aus sauerstofffreiem Kupfer. Den Grad der Reinheit weist Nordost für das Heimdall 2 mit 99,99999 Prozent aus. Dieser massiver Kupferkern hat pro Leiter einen Querschnitt von 1,31 Quadratmillimeter. Jeder Kupfer-Leiter ist versilbert, die hauchfeine Edelmetall-Beschichtung hat eine Dicke von 60 Mikrometern. Diese Leiterbeschaffenheit weisen alle „Norse 2“-Kabel auf. Sie unterscheiden sich aber in der Anzahl: Beim Heimdall 2 sind es drei Leiter, also jeweils einer für Phase, Nullleiter und Schutzleiter.

Durch den transparenten Kunststoff von Mantel und Leiter-Umhüllung ist der aufwändige Aufbau des Kabel erkennbar: Die faszinierende Spiral-Struktur beginnt beim dunklen Faden der Monofilament-Technologie und setzt sich bei der Verdrillung der drei Leiter fort.
Monofilament-Technologie
Um jeden Leiter wird nun Faden aus FEP gewickelt. FEP steht für Fluorethylen-Propylen. Dieser transparente Hochleistungskunststoff ist wegen seiner thermischen, mechanischen und elektrischen Widerstandsfähigkeit auch das Wahl-Material für alle Mantelungen. Das ist die nächste Nordost-Konstante. Zurück zum Faden, der jeden Leiter umgibt: Dieser Faden wird mit aufwändiger Akkuratesse als präzise Helix mit weiträumiger Wendelung um den silberbeschichteten Kupferkern geführt. Anschließend werden der Leiter und der spiralförmig um ihn geführte Faden mit einem FEP-Mantel umgeben. Diese Umhüllung geschieht in einem ebenfalls aufwändigen Extrusionsverfahren – dies ist ebenfalls eine Nordost-Spezialität. Der zwischen Leiter und Mantel liegende Faden funktioniert dabei als Abstandshalter: Der silberbeschichtete Kupferkern hat nur noch minimalen Kontakt mit seiner Kunststoff-Hülle und ist so von seinem eigenen Luftdielektrikum umgeben. Dieses Isolationsverfahren ist die Monofilament-Technologie, die jedes Nordost-Kabel auszeichnet. Nordost attestiert der Technologie gleich mehrere Meriten: eine dramatische Erhöhung der Signalgeschwindigkeit, eine Verringerung der dielektrische Absorption und eine hervorragende mechanische Dämpfung.
Komplexe Spiral-Struktur
Das Heimdall 2 besitzt also drei dieser Leiter, die mittels der Monofilament-Technologie realisiert sind. Die drei Leiter sind miteinander verdrillt und setzen so quasi die spiralförmige Struktur fort. Diese gewundene Leitertrias umgibt schließlich der äußere Mantel aus besagtem rot-transparentem FEP. So können wir den komplexen Helix-Aufbau des kompletten Kabels bestaunen. Im Ganzen soll seine Konstruktion eine ultraschnelle Strom- und Spannungsübertragung mit niedriger Impedanz und damit geringen Verlusten ermöglichen. Nordost weist für das Heimdall 2 eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von 85 Prozent (in Bezug auf die Lichtgeschwindigkeit) aus – und einen Gleichstrom-Widerstand von vier Ohm auf 1.000 Fuß, was bei unserem Ein-Meter-Testkabel 0,013 Ohm entspricht. Zu dieser elektrischen Exzellenz kommen nun noch mechanische Pluspunkte: Durch die Materialwahl und Konstruktion ist das Kabel schlank, leicht und flexibel, dabei trotzdem stabil und robust – und derart konzipiert, dass es eine hocheffektiv Ableitung mechanischer Energie ermöglicht, sodass die angeschlossene Audio-Elektronik von Vibrationen verschont bleibt.

Hin zur Steckdose ist das Heimdall 2 immer mit einem Schutzkontakt-Stecker ausgestattet. Für andere Länder ist das Kabel mit AUS-, M-, D- oder J-Typ-Wandstecker konfektionierbar.
Individuell abgestimmte Längen
Zusätzlich zu dieser mechanisch abgestimmten Konstruktion hat Nordost nun auf sie abgestimmte Längen eingeführt: Man habe die natürlichen Resonanzen der Leiter analysiert und eine Formel entwickelt, mit der sich die optimale Länge jedes Kabels entsprechend seiner individuellen Geometrie bestimmen lasse. So ließen sich die natürlichen Resonanzeigenschaften der Leiter zur Optimierung der Klangqualität nutzen sowie interne Mikrofonie-Effekte – also durch Schalldruck oder Vibrationen verursachte Klangeinflüsse – reduzieren. Um die so mit viel Aufwand erreichte Performance nun auch bis zum Ende zu erhalten, ist das Heimdall 2 mit großen und griffigen Steckverbindern von ausgezeichneter Qualität konfektioniert. Hin zur Steckdose besitzt es einen bis 16 Ampere belastbaren Schutzkontakt-Stecker, hin zur Audio-Komponente ist es standardmäßig mit einer Kaltgerätekupplung (belastbar bis zehn Ampere) oder einer Kleingerätesteckverbindung (belastbar bis 2,5 Ampere) ausgestattet. Die vergoldeten Kontakte bürgen für Korrosionsresistenz, hohe Leitfähigkeit und geringen Übergangswiderstand, weil das weiche Edelmetall durch seine Verformbarkeit eine große Kontaktfläche bietet.
Göttliche Abstammung
Bei diesem transparenten Kabel ist nun alles klar. Aber was hat es mit der Namensgebung auf sich? Zuerst zum Hersteller: Viele vermuten hinter Nordost eine schwedische oder dänische Firma, doch der skandinavische Name verweist auf die geografische Lage der Manufaktur: Massachusetts liegt im Nordosten der USA. Die Skandinavien-Assoziation befeuert Nordost aber auch mit den Produkten: Firmengründer Joe Reynolds hegt seit jeher eine Faszination für die nordische Mythologie. So erklären sich die Kabel-Namen Valhalla, Odin, Tyr, Frey – und eben Heimdall: Er gehört zum Göttergeschlecht der Asen und hütet als ihr Wächter mit hellwachen Sinnen insbesondere den Bifröst, die Regenbogen-Brücke vom irdischen Midgard hin zum göttlichen Asgard. Die profane „2“ im Produktnamen bezeichnet schließlich die neue Version: Auch wenn das Kabel keine offensichtlich erkennbaren Veränderung aufweist, so hat es doch kleinere Modifikationen erfahren – und bei der zweiten Generation des Heimdall wendet Nordost erstmals das mechanische Tuning über abgestimmte Längen an.

Der exzellente Schuko-Stecker des Kabels sorgt für sicheren Halt in der Netzleiste. Hier steckt er in der QRT QBASE QB8 MK II von Nordost.
Das Nordost Heimdall 2 in der Praxis
Gehen wir mit dem Götter-Kabel endlich in den Hörraum. Hier legen wir es aber erst mal beiseite, denn zuerst gibt’s ein Vorher-Szenario. Das Heimdall 2 integrieren wir dann später, um erkennen zu können, was es bewirkt. Wir stellen erst mal eine feine Klangkette auf, die aber aufgrund ihrer Komponenten-Vielzahl reichlich Stör-Potenzial bietet. Sie besteht aus dem Plattenspieler Transrotor Dark Star, der Phono-Vorstufe Lehmannaudio Decade, dem SACD-Player Oppo UDP-203, dem Streaming-Player Lumin P1 mini und dem Vollverstärker Hegel H360, der ein Paar Audio Physic Midex antreibt. Diese Gerätschaften werden nun über eine erstklassige Verteilerleiste versorgt – aber durchweg mit einfachsten Stromstrippen verschiedenster Herkunft. Das gilt auch für das Netzkabel hin zur Wandsteckdose. Gerade dies ist laut Nordost eine Kardinalsünde. Der Kabelspezialist proklamiert nämlich eine Art Einfluss-Hierarchie: Das Netzkabel zur Verteilerleiste ist das wichtigste, was hier an Störungen eingetragen wird, ist später nicht mehr gutzumachen.
Es geht auch leicht, schlank und flexibel
Erst dann geht’s um die Komponenten-Netzkabel. Auch hier haben wir bei unserem Vorher-Szenario alles falsch gemacht: Abgesehen davon, dass die Strippen minderwertig sind, sollte man laut Nordost grundsätzlich nicht verschiedenste Kabel mischen – egal, welche Qualität sie haben. Mit dieser verkorksten Stromversorgung starten wir nun also und hören via Vinyl George Bensons „Rainy Night in Georgia“. Die großbesetzte jazzige Soulpop-Nummer klingt trotz des Stromstrippen-Sammelsuriums bereits jetzt gut. Aber wir ahnen: Das geht wesentlich besser. Darum ändern wir nun die Netzkabel-Auswahl: Alle Komponenten werden mit dem gleichen hochwertigen Netzkabelmodell bestromt. Bereits diese Einheitlichkeit verbessert die Wiedergabe deutlich. Nordosts Rat erweist sich als richtig. Jetzt tauschen wir in der Klangkette eins dieser Kabel gegen das Heimdall 2. Nordost empfiehlt vordringlich den Vollverstärker. Schon beim Tauschen macht sich das Heimdall 2 beliebt: Statt des vorherigen mühsamen Ringens mit voluminösen, gewichtigen und steifen Strom-Schlangen genießen wir nun die Schlankheit, Leichtigkeit und Flexibilität dieses Stromkabels.

Hin zur Audio-Komponente ist das Kabel mit einer IEC 60320 C15-Kaltgerätekupplung ausgestattet, die bis zu einer Stromstärke von zehn Ampere ausgelegt ist. Alternativ kann das Kabel mit anderen Steckern konfektioniert werden – etwa mit geraden oder gewinkelten Low Profile-IEC-Modellen oder mit einer Kleingerätesteckverbindung (Figure-8-Stecker).
Verblüffende Verbesserungen
Auch akustisch treffen wir mit dem Tausch ins Schwarze – und zwar wortwörtlich: Schon während die Nadel LP-Einlaufrille abtastet, ist der Geräuschteppich geringer. Auch mit dem Einsatz der Musik bleibt das Rauschen, das jede Klangketten-Elektronik unvermeidlicherweise erzeugt, leiser. Der Hintergrund ist also schwärzer, dank des größeren Rauschabstands können wir mehr Details hören und erleben eine entspanntere Wiedergabe. So ist bei „Rainy Night in Georgia“ gleich Bensons einleitende Gitarrenmelodie präsenter und lebendiger. Die Töne, die Benson auf seiner Halbresonanzgitarren spielt, haben mehr Tragkraft und klingen sonorer. Dazu hören wir nun artikulierter das Anschlagen der Saiten. Dieser perkussive Anteil gehört zum Klang einer gespielten E-Gitarre dazu, die Wiedergabe nun so nun wahrhaftiger. Bei der jetzt einsetzenden Rhythmusfraktion erleben wir ebenfalls verblüffende Verbesserungen: Marcus Millers Bass hat noch mehr Kraft und Volumen. Zugleich strahlt er mehr Ruhe aus – und er ist zudem konturierter. Dadurch können sich die anderen Instrumente noch besser entfalten.
Plus an Präzision, Präsenz und Dynamik
Das erleben wir direkt beim Schlagzeug: Bei John Robinsons sanftem einleitendem Doppelschlag auf die Hi-hat ist das Metall dieses Doppelbeckens nun besser wahrnehmbar, die Schläge klingen auch knackiger. Dieses Plus an Präzision kennzeichnet das Schlagzeug auch im weiteren Verlauf des Songs. Die Schläge auf Snare, Toms und Bassdrum haben zudem eine größere Dynamik. Das jetzt dazu stoßende Streicher-Ensemble, die Rhythmusgitarre und das Keyboard sind ebenfalls präsenter. Waren die Streicher vorher ein etwas amorpher Klangteppich, so hören wir am nun erkennbaren Strich ihrer Geigen-, Bratschen und Cello-Bögen, dass hier mehrere Musiker aus Fleisch und Blut zusammenspielen. Sämtliche Instrumente wirken plastischer, Körperhafter. Die Wiedergabe ist im Ganzen zudem offener, luftiger, freier und unkomprimierter. Damit einher geht eine weiträumigere Abbildung mit mehr Bühnentiefe. All dies führt in Summe zu einer besseren Durchhörbarkeit und einer größeren Direktheit – und das sorgt dafür, das wir die Musik intensiver erleben und ihr auch aufmerksamer zuhören.

Die Robustheit des Kabels wird durch die auch als Knickschutz fungierenden schwarzen Tüllen erhöht.
Weniger Rauschen, mehr Ruhe, größere Durchhörbarkeit
Nun rät Nordost ja eigentlich dazu, beim Stromkabel-Upgrade mit der Leitung von der Wandsteckdose zum Netzverteiler zu beginnen. Dies probieren wir nun im nächsten Schritt aus – und wieder trifft der Rat in Schwarze: Die Wiedergabe punktet mit abermals weniger Rauschen und mehr Ruhe. Der Bass ist noch definierter, so klingt die Musik noch aufgeräumter. Die Durchhörbarkeit ist also nochmals besser geworden. Die Instrumente sind noch Gegenwärtiger, noch Greifbarer. Das Schlagzeug legt wiederum beim Punch und bei der Präzision zu, die Dynamik ist auch im Feinen noch beeindruckender: Wir hören nun bei der Hi-hat selbst die kleinsten Abstufungen der Anschlagsintensität. So wirkt das Schlagzeug abermals frischer und vitaler. Auch Bensons Gesang, auf den wir vorher gar nicht eingegangen sind, legt an Wirkkraft zu: Der Sänger und Gitarrist steht nun wahrhaftig als lebendige Person von uns im Raum – besser: im imaginierten Raum, den uns die Wiedergabe illusioniert.
Zugewinn in allen Disziplinen
Diese Raumabbildung gelingt nun abermals überzeugender, weil durch die ebenfalls bessere Auflösung auch die Schallreflexionen des Aufnahme-Studios klarer wahrnehmbar sind – und dieses imaginierte Ambiente vermittelt uns die Wiedergabe nun so überzeugend, dass sie den realen Raum, in dem wir sitzen, vergessen macht. Dieses Studio wirkt abermals großzügiger dimensioniert, die Wiedergabe erscheint nochmals offener und luftiger. Dies gibt auch den ausklingende Schlagzeugbecken mehr Freiheit, so dass wir fasziniert dem sich ständig verändernden Ton des schwingenden Metalls zuhören können, ohne dass es von anderen Schallereignissen verdrängt wird. So gewinnt die Wiedergabe durch den Einsatz eines einzigen Heimdall 2-Kabels an der entscheidenden Stelle wirklich in allen Disziplinen. Wir haben zur Überprüfung auch noch mal den Schritt zurück zum gutklassigen Kabel gemacht – und sind abermals überrascht, wie deutlich der Rückschritt ist. Schnell also wieder einen Schritt vor: Jetzt klingt’s, als hätten wir vom gleichen Song eine gelungene Remaster-Version auf dem Plattenteller.

Wer Leiste und Kabel aus einer Hand haben möchte, kann für die Verteilung die Netzleiste QRT QBASE QB8 MK II wählen, das bis zehn Ampere ausgelegte Heimdall 2 zum Anschluss der Audio-Komponenten – und das bis 16 Ampere belastbare Frey 2 zum Anschluss der Leiste an die Wandsteckdose.
Fazit
Das Nordost Heimdall 2 zeigt verblüffend deutlich, welch positiven Einfluss ein Netzkabel auf die Wiedergabe haben kann. Dank ausgefuchster Isolationstechnik und abgestimmter mechanischer Konstruktion ermöglichst es eine ultraschnelle Strom- und Spannungsübertragung mit niedriger Impedanz – und damit ein erstaunliches Performance-Plus der Audio-Komponenten. Dies beginnt mit einer größeren Rauscharmut und Ruhe. Durch diesen schwärzeren Hintergrund erscheinen alle Klangereignisse wesentlich klarer und transparenter. Die Wiedergabe gewinnt zudem deutlich an Offenheit und Luftigkeit. Zu dieser besseren Durchhörbarkeit kommt eine großzügigere und eindrucksvollere Räumlichkeitsabbildung. Stimmen und Instrumente sind plastischer und präsenter. Durch die bessere Auflösung und Dynamik wirken sie zudem frischer, lebhafter, echter – und gerade Perkussionsinstrumente haben mehr Präzision, Punch und Power. Auch die Basswiedergabe ist konturierter und definierter. Dies befördert abermals die Aufgeräumtheit der gesamten Wiedergabe. So belegt das Heimdall 2, dass guter Klang mit guten Netzkabeln beginnt – und ein derartiges Performance-Plus mit einem schlanken, leichten und flexiblen Kabel erreichbar ist.
Test & Text: Volker Frech
Fotos: Simone Maier
Preis/Leistung: angemessen
100 of 100
99 of 100

Technische Daten
| Modell: | Nordost Heimdall 2 |
|---|---|
| Produktkategorie: | Netzkabel |
| Preise: | - 1,0 m: 1.080,00 € - 2,0 m: 1.430,00 € - 3,0 m: 1.790,00 € - 4,0 m: 2.150,00 € - 5,0 m: 2.500,00 € - 6,0 m: 2.620,00 € - 7,0 m: 3.220,00 € Aufpreise: + 100,00 € für 90°-Winkel-Wandstecker + 100,00 € für Low Profile IEC (gerade oder 90°) + 100,00 € für 90°-IEC-Stecker + 100,00 € für Figure-8-Anschluss + 70,00 € für AUS-Wandstecker + 80,00 € für M- oder D-Typ-Wandstecker + 120,00 € für J-Typ-Wandstecker + 360,00 € für jeden zusätzlichen Meter Kabellänge |
| Garantie / Gewährleistung: | lebenslang (bei Registrierung) / 2 Jahre |
| Ausführung: | - Mantel: rot/transparent - Stecker: Schwarz |
| Vertrieb: | Audio Reference, Hamburg Tel.: 040 / 53320359 www.audio-reference.de |
| Abmessungen: | - Durchmesser: 8 mm - Längen: 1,0 m, 2,0 m, 3,0 m, 4,0 m, 5,0 m, 6,0 m, 7,0 m |
| Gewicht: | 230 g (1,0 m-Version) |
| Stecker / Kupplung: | - Schutzkontaktstecker CEE 7/4, Belastbarkeit: 16 A - IEC 60320 C15 Kaltgerätekupplung, Belastbarkeit: 10 A |
| Leiterquerschnitt: | 3 x 1,31 mm² (16 AWG) (Herstellerangabe) |
| Leitermaterial: | versilberter Kupferkern - 99.99999% sauerstofffreies Kupfer (OFC) - 60 µm-Silberbeschichtung |
| Isolierung: | extrudiertes fluoriertes Ethylenpropylen (FEP) |
| Mantel: | extrudiertes fluoriertes Ethylenpropylen (FEP) |
| Aufbau: | Micro-Mono-Filament-Design |
| Belastbarkeit: | ≤ 10 A |
| Kapazität: | 10 pF / 305 mm (Herstellerangabe) |
| DC-Widerstand: | 4,0 Ω / 305 m (Herstellerangabe) |
| Lieferumfang: | - Nordost Heimdall 2 - Garantiekarte |
| Pros und Contras: | + größere Ruhe, Reinheit und Klarheit + geringeres Rauschen, schwärzerer Hintergrund + freiere, offenere umkomprimiertere Wiedergabe + Zugewinn an Dynamik + höhere Präzision und Stimmigkeit + konturierterer Bass + größerer Detailreichtum + feinere Auflösung + Plus an Plastizität und Präsenz von Stimmen und Instrumenten + intensivere und großzügigere Räumlichkeitsabbildung + angenehme Handhabung dank schlanker, leichter und flexibler Konstruktion + ausgezeichnete Material- und Fertigungsqualität + attraktives Design - keine Phasenmarkierung an den Steckern |
| Benotung: | Empfehlung |
| Preis/Leistung: | angemessen |
| Getestet mit: | - SACD-Player: Oppo UDP-203 - Streaming-Vorstufe: Lumin P1 mini- - Plattenspieler: Transrotor Dark Star - Phono-Vorverstärker: Lehmannaudio Decade - Verstärker: Hegel H360 - Lautsprecher: Audio Physic Midex 2 - Signalkabel: Audioquest Black Beauty XLR, Audioquest Black Beauty XLR - Lautsprecherkabel: Audioquest Rocket 88 - Netzkabel: Nordost Heimdall 2, Nordost Frey 2 - Streaming-Dienst: Qubuz |















































