lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN

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Stromoptimierung zur Soundverbesserung – da geht Nordost einen eigenen Weg: Der amerikanische Audio-Spezialist vermeidet bei seiner Netzleiste QRT QBASE QB8 MK II jegliche klangbeeinflussende Filterschaltung und setzt stattdessen auf saubere Masseführung, hochwertige Materialien und eine resonanzoptimierte mechanische Struktur. Wie gut dieser Keep-it-simple-Ansatz funktioniert, zeigt unser Test.

Die Nordost QRT QBASE QB8 MK II strahlt mit ihrem soliden Aluminiumkorpus und der abgerundeten Formgebung absolute Hochwertigkeit aus.

Die Nordost QRT QBASE QB8 MK II strahlt mit ihrem soliden Aluminiumkorpus und der abgerundeten Formgebung absolute Hochwertigkeit aus.

Es hat sich längst herumgesprochen: Der Strom aus der Steckdose ist schmutzig und vermindert die Performance unserer Audio-Komponenten. Auf dem Weg zu unserer Wohnung wird der Strom etwa durch externe Industrieanlagen deformiert, innerhalb unseres Ambientes erzeugt das eigene elektrische Equipment – angefangen bei Lampendimmer und Ladenetzteil bis hin zu Waschmaschine und Solarwechselrichter – Verzerrungen, Stromspitzen und Spannungsabfälle. Schließlich stören sich die Audio-Komponenten auch noch gegenseitig: Sind sie gemeinsam an einer simple Steckdosenleiste eingesteckt, fließen über Neutral- und Schutzleiter kleine Potenzialausgleichsströme zwischen den Geräten. All diese Verzerrungen und Störungen setzen den Netzteilen von Zuspielern und Verstärkern zu und führen zu Sirren, Brummen und Rauschen in der Wiedergabe. Wer also über das Sound-Tuning seiner Anlage nachdenkt, sollte hier, beim Strom, am Anfang, anfangen.

Die QB8 im Profil: Knapp sieben Zentimeter ragt sie auf und damit eine relativ flache Netzleiste.

Die QB8 im Profil: Knapp sieben Zentimeter ragt sie auf und damit eine relativ flache Netzleiste.

Erdungskonzept und QR-Technologie

Die Stromverbesserung ist mit verschiedensten Ansätzen erreichbar. Es gibt aktive Power Conditioner, die eine komplett neue Spannung generieren, und es gibt passive Lösungen: Sie besorgen den Stromputz zumeist mithilfe von Filterschaltungen, doch es gibt auch Konzepte, die hierauf verzichten und eine Stromoptimierung über Trenn-Transformatoren erreichen – oder über eine durchdachte Erdung. Diesen Ansatz verfolgt Nordost. Der US-amerikanische Audio-Spezialist, der für seine High End-Signalkabel bekannt ist und seit geraumer Zeit mit Netzkabeln auch das Thema „Strom“ erschlossen hat, bietet in seinem Portfolio auch „QRT Audio Enhancers“ an, zu denen die QBASE-Netzleisten und -Netzverteiler gehören. QRT steht für „Quantum Resonance Technology“, sie wurde in den 1990ern von William Stierhout von Quantum Products entwickelt, um Quantenrauschen in HiFi-Anwendungen zu minimieren. Stierhout ist seit 18 Jahren Entwicklungsleiter bei Nordost – und setzt QRT ein, um, laut Info, Effekte einer minderwertigen Stromversorgung zu mildern, elektromechanische Resonanzen zu synchronisieren und elektromagnetische Einstreuungen sowie Hochfrequenzstörungen zu reduzieren.

Die Kontakte der Schutzkontaktsteckdosen sind in Kupfer realisiert, die zur Oxidationsvermeidung vergoldet sind.

Die Kontakte der Schutzkontaktsteckdosen sind in Kupfer realisiert, die zur Oxidationsvermeidung vergoldet sind.

Massiver Metallriegel mit acht Steckplätzen

Zur genauen Funktionsweise von QRT hält sich Nordost bedeckt. Das könnte stutzig machen – wenn der renommierte High End-Hersteller nicht seit Dekaden einen überragenden Ruf in der Branche hätte. Auch die QBASE-Stromverteiler, die Nordost seit nunmehr 17 Jahren anbieten, sind als Spitzenprodukte etabliert. Wir haben nun die Mark II-Version der QB8-Netzleiste zum Test. Die Bezeichnung verrät es schon: Sie hat acht Steckplätze. Alternativ gibt es eine Ausführung mit vier Steckdosen. Andere Varianten zur Erreichung von mehr Steckplätzen sind laut Nordost nicht möglich, weil die Güte und Geometrie des Gehäuses und die resonanzoptimierte Abstimmung im Verbund mit der internen Leiterplatte für die Leistungsfähigkeit der Netzleiste entscheidend sind. Da Nordost jegliche Filterschaltungen vermeidet, ist die Qualität der Materialien umso wichtiger. Hier beeindruckt die QB8 sofort mit ihrem massiven Metall-Gehäuse. Es besteht aus einem extrudierten Aluminiumprofil und schließt vorn wie hinten mit massiven Endkappen ab, die aus dem vollen Aluminium gefräst sind.

Hier ist die hochwertige gebürstete Oberfläche des robusten Aluminium-Korpus erkennbar. Auch die ihn abschließenden abgerundeten Kappen sind aus massivem Aluminium. So bringt es diese Leiste auf satte 2,5 Kilo Gewicht.

Hier ist die hochwertige gebürstete Oberfläche des robusten Aluminium-Korpus erkennbar. Auch die ihn abschließenden abgerundeten Kappen sind aus massivem Aluminium. So bringt es diese Leiste auf satte 2,5 Kilo Gewicht.

Filter-freie Stromoptimierung

Dieser Qualitäts-Korpus wiegt zweieinhalb Kilo – und verströmt auch optisch durch die gebürstete Oberfläche seine Hochwertigkeit. Gegenüber der ersten Version wurden die Steckplätze verbessert. Die nun in eine durchgehende Leiste integrierten Schutzkontaktsteckdosen bieten dem eingeführten Stecker einen absolut festen und damit sicheren Halt. Die Kontakte sind in Kupfer realisiert, das zur Oxidationsvermeidung mit einer dünnen Goldschicht überzogen ist. Auch hier: Top-Qualität. Einer der im Zentrum der Leiste positionierten Steckplätze ist mit „Primary Earth“ bezeichnet. An diesem Steckplatz befindet sich der zentrale Massepunkt der gesamten Leiste. Damit kommen wir endlich zum grundlegenden Erdungskonzept der QB8. Nordost vermeidet jegliche Filterung, weil diese in dem Bereich, für den sie konzipiert sind, zwar eine Verbesserung bewirken, insgesamt aber durch ihre Schaltungen und Bauteile selbst schädlichen Einfluss nehmen und Verluste erzeugen. Deswegen sind Netzfilter generell nicht unumstritten: Kritiker monieren vor allem Dynamikverluste, die der Musik die Lebhaftigkeit nehmen, aber auch klanglich nachteilige Veränderungen.

Die Netzstecker finden in den Buchsen festen und sicheren Halt. So ist ein unbeabsichtigtes Herausgleiten ausgeschlossen.

Die Netzstecker finden in den Buchsen festen und sicheren Halt. So ist ein unbeabsichtigtes Herausgleiten ausgeschlossen.

Niedrige Quellimpedanz, sternförmige Erdung

Deshalb geht Nordost einen anderen Weg. Die Amerikaner setzen zum einen auf einen linearer Stromversorgungspfad: Durch das Weglassen jeglicher Filter und die Verwendung extrem hochwertige Leiter bleibt der Strom weitestgehend unbeeinflusst, verlustarm und ungebremst. Dies führt zu einer Freiheit von Phasenverzögerungen und einer sehr niedrigen Quellimpedanz. Das ermöglicht eine hohe und schnelle Lieferfähigkeit und vermeidet Stromkompressionen. Dieser lineare Stromversorgungspfad wird nun mit einer sternförmigen Erdung kombiniert. Sie gilt als die effektivste Methode einer sauberen Masseführung – und das ist für Nordost der eigentliche Schlüssel zur Stromoptimierung. Bei einfachen Leisten sind die Steckdosen schlicht und schlecht in Reihe geschaltet. Deshalb fließen zwischen den hier angeschlossenen Geräten über die Netzstecker sogenannte Ausgleichsströme, die durch kleinste Potenzialunterschiede zwischen Null-Leiter und Masse entstehen. Hinzu kommen Störungen etwa durch elektromagnetische Einflüsse. Ist die Erdung aller Steckdosen hingegen sternförmig realisiert, können sämtliche vagabundierende Störströme kontrolliert zum zentralen Massepunkt abgeleitet werden, ohne die angeschlossenen Komponenten zu beeinflussen.

Zentral-Steckplatz und Anschluss-Abfolge

Damit dies auch wirklich so geschieht, hilft Nordost mit einem cleveren Kniff behutsam nach. Bei sieben der acht Steckdosen der QB8 ist die Impedanz durch einen kleinen Widerstand, der 0,5 Ohm beträgt, angehoben. Dadurch werden die Erdungsströme kontrolliert zum achten Steckplatz geleitet, weil dieser ohne Widerstandserhöhung realisiert ist und damit zum niedrigsten und zentralen Massepunkt wird. Hier ist auch die Gehäusemasse angeschlossen. Zudem ist diese zentrale Steckdose die erste, die mit dem Kaltgeräteeinbaustecker verbunden ist, über den die gesamte Netzleiste mit dem Strom aus der Steckdose versorgt wird. Dieser zentrale, mit „Primary Earth“ gekennzeichnete Steckplatz ist für den Anschluss des Vorverstärkers oder Vollverstärkers vorgesehen. Die Hauptquellen und besonders empfindlichen Zuspieler wie Plattenspieler und Phono-Vorstufe sollen dann auf jener Seite eingesteckt werden, die hin zum Kaltgeräteeinbaustecker führen, auf die andere Seite kommen, quasi zur Ausbalancierung, erst die Endstufe(n) und dann die weiteren Quellen.

Der mit „Primary Earth“ bezeichnete Steckplatz ist der wichtigste: Hier befindet sich der zentrale Massepunkt der gesamten Netzleiste, hier wird der Vorverstärker oder der Vollverstärker eingesteckt.

Der mit „Primary Earth“ bezeichnete Steckplatz ist der wichtigste: Hier befindet sich der zentrale Massepunkt der gesamten Netzleiste, hier wird der Vorverstärker oder der Vollverstärker eingesteckt.

Platinen-Leiterbahnen und Mono-Filament-Kabel

Geht Nordost schon beim Stromoptimierungs-Konzept einen eigenen Weg, so pflegen die Amerikaner auch beim Aufbau einen anderen Ansatz: Während viele andere Hersteller bei den Verbindungen auf eine weitestmögliche Freiverdrahtung setzen, weil Platinen gemeinhin als Klangverderber gelten, hat Nordost sich eben für diese Platinenlösung entschieden: Sie gewährleiste maximale Stabilität und Präzision. Mit ihren belastbaren Leiterbahnen soll die Platine eine besondere Eignung für hohe Ströme besitzen – und ist laut Nordost zusammen mit dem Gehäuse resonanzoptimiert abgestimmt zugunsten des bestmöglichen klanglichen Ergebnisses. Von und zu der Zentral-Platine, die die Leiste durchzieht, führen aber natürlich Kabel, etwa zu den einzelnen Steckplätzen – und auch hier setzt Nordost auf aufwändiges Top-Material aus eigener Entwicklung: Bei diesen Mono-Filament-Kabeln werden die Leitungen erst mit einem Kunststofffaden umwickelt und erst dann mit einer extrudiertem FEP-Schicht ummantelt. So haben die Leitungen ein Luftdielektrikum. Dank dieser Isolierung sollen Nordost-Kabeln eine deutliche höhere Signalgeschwindigkeit und eine hervorragende mechanische Dämpfung aufweisen.

Die QB8 bietet den angeschlossenen Komponenten auch Schutz: Im Sicherungshalter sitzt eine Schmelzsicherung, die ab 16 Ampere den Stromfluss unterbricht.

Die QB8 bietet den angeschlossenen Komponenten auch Schutz: Im Sicherungshalter sitzt eine Schmelzsicherung, die ab 16 Ampere den Stromfluss unterbricht.

Erdungsklemme und Überlastungsschutz

Die QB8 bietet neben der Stromoptimierung noch zwei weitere Features. Ungewöhnlich ist der vergoldete Anschluss, der neben dem Kaltgerätestecker aus der Gehäusekappe ragt: Die aus der WBT-NextGen-Serie stammende Edel-Erdungsklemme bietet die Möglichkeit, die Netzleiste mit einer vom Stromnetz unabhängigen Erde zu verbinden. Eine solche Zusatzerdung empfiehlt Nordost als quasi kostenloses Tuning-Upgrade. Hier können zudem Komponenten angeschlossen werden, die eine schlechte eigene Masseableitung aufweisen. Das zweite Feature ist der Überlastungsschutz. Die ist QB8 ist mit einer 16-Ampere-Sicherung ausgestattet, die alle angeschlossenen Komponenten behütet. Nicht zum Feature-Umfang gehört das Netzkabel, mit dem die QB8 Anschluss an die heimischen Wandsteckdose findet. Hier kann man kein „normales“ Stromkabel nehmen: Das Kabel muss mit einem C19-Steckverbinder ausgestattet sein, der mit seiner eckigen Kupplung und den schlitzförmigen Kontaktfläche in den C20-Kaltgeräteeinbaustecker der Netzleiste passt. Nordost betont, dass dieses Kabel das wichtigste der gesamten Stromversorgung ist. Hat man nur ein hochwertiges Netzkabel, sollt man es hier einsetzen.

Die vergoldete WBT-Klemme ermöglicht eine zusätzliche Stromnetz-unabhängige Masseverbindung. Dies kann das Performance-Plus abermals steigern und bieten zudem Komponenten mit schlechter eigener Masseableitung eine optimale Erdung.

Die vergoldete WBT-Klemme ermöglicht eine zusätzliche Stromnetz-unabhängige Masseverbindung. Dies kann das Performance-Plus abermals steigern und bieten zudem Komponenten mit schlechter eigener Masseableitung eine optimale Erdung.

Die Nordost QBASE QB8 Mark II in der Praxis

Für unseren Test haben wir vom deutschen Vertrieb Audio Reference zum Wandsteckdosen-Anschluss der QB8 das bis 20 Ampere ausgelegte Netzkabel Frey 2 zur Verfügung gestellt bekommen, es stammt aus der aus der Norse 2-Kabelreihe, die bei Nordost das gehobene Performance-Niveau darstellt. Aber mit diesem Strom-Setup fangen wir natürlich nicht an: Um einen Vorher-nachher-Unterschied erleben zu können, starten wir mit einem Worst-Case-Szenario und verkabeln unsere umfangreiche Klangkette mit schnöden Strippen und Stromverteilern aus dem Baumarkt. Bei den Billig-Leisten sind alle Steckplätze kostengünstig und damit klangungünstig in Reihe geschaltet, und um es schlimmstmöglich zu machen, stecken wir zwei Dreier-Leisten in Serie. So, also mit maximaler gegenseitiger Störmöglichkeit und nachteiligen Übergangswiderständen, bestromen wir den Plattenspieler Transrotor Dark Star, den Phono-Vorverstärker Lehmnannaudio Decade, den SACD-Player Oppo UDP-203, den Streaming-Player Lumin P1 mini und unseren Vollverstärker Hegel H360, an dem ein Paar Audio Physic Midex angeschlossen ist.

Um den „Primary Earth“-Steckplatz herum werden die Komponenten zu beiden Seiten symmetrisch angeschlossen. Vor- und Endstufe nehmen die beiden zentralen Steckplätze ein, empfindliche Zuspieler wie Plattenspieler und Phono-Vorstufe werden hin zum Netzanschluss platziert, weniger sensible Zuspieler wie Streamer kommen auf die andere Seite – wie hier: An diesem belegten Steckplatz ist der Lumin P1 mini angeschlossen.

Um den „Primary Earth“-Steckplatz herum werden die Komponenten zu beiden Seiten symmetrisch angeschlossen. Vor- und Endstufe nehmen die beiden zentralen Steckplätze ein, empfindliche Zuspieler wie Plattenspieler und Phono-Vorstufe werden hin zum Netzanschluss platziert, weniger sensible Zuspieler wie Streamer kommen auf die andere Seite – wie hier: An diesem belegten Steckplatz ist der Lumin P1 mini angeschlossen.

Wie ein gelungenes Remaster

Als Start-Song streamen wir via Qobuz „Seeker“ von Hiromi Uehara. Die japanische Pianistin gilt als Ausnahmeerscheinung: Tolle Technik, virtuoses Spiel, keine Scheuklappen – und so ist „Seeker“ eine zwischen Jazz, Pop und Rock angesiedelten Fusion-Nummer, bei der Hiromi von zwei kongenialen Assen begleitet wird: Bassist Anthony Jackson und Schlagzeuger Simon Phillips. Die Wiedergabe klingt bereits jetzt gar nicht übel – aber wir ahnen: Da ist beträchtlich mehr Klangqualität herauszuholen. Wir stecken nun also alle Komponenten in die QB8 ein und starten nochmals „Seeker“ – und aus der Ahnung wird sofort Gewissheit. Gleich mit Hiromis Klaviereinsatz haben wir das Gefühl, ein gelungenes Remaster der Aufnahme zu hören: Die Wiedergabe wirkt direkt lauter, dabei haben wir den Pegel am Hegel nicht verändert. Das Klavierspiel hat auch ein ganz andere Dynamik: Hiromi beginnt mit Staccato-Akkorden, die sie als Achtelnoten mit der linken Hand spielt. Das klang zuvor eher gleichförmig, doch jetzt …

Die Netzleiste bietet für den Anschluss an die Wandsteckdose einen robusten, bis 16 Ampere belastbaren IEC 60320 C20-Kaltgeräteeinbaustecker. Man benötigt hier also ein Netzkabel mit passender C19-Kaltgerätekupplung.

Die Netzleiste bietet für den Anschluss an die Wandsteckdose einen robusten, bis 16 Ampere belastbaren IEC 60320 C20-Kaltgeräteeinbaustecker. Man benötigt hier also ein Netzkabel mit passender C19-Kaltgerätekupplung.

Mehr Klarheit und Präzision, Auflösung und Räumlichkeit

… hören wir deutlicher, dass Hiromi die Akkorde verschieden laut spielt und damit eine rhythmische Gewichtung vornimmt, wodurch der Songanfang wesentlich interessanter und grooviger ist. Die Akkorde wirken jetzt auch prägnanter gespielt, härter angeschlagen, sauberer voneinander abgesetzt. Zudem ist der harmonische Verlauf deutlicher, weil die einzelnen Töne der Mehrklänge besser zu hören sind. Hier kommt also schon eine Menge zusammen: Ein Zugewinn an Dynamik, Klarheit, Präzision und Auflösung. Das verändert auch die Raumwahrnehmung. Zuvor war das Klavier distanzierter, sind wir nun näher dran. Das Ambiente, in dem Hiromi spielt, erschien etwas diffus und eher groß, nun hingegen haben wir eine definierte Vorstellung von seiner Dimensionierung: Die Schallreflexionen, die über die Mikrofone mitaufgenommen wurden, sind jetzt besser hörbar und vermitteln uns die Beschaffenheit. Der wunderschöne Hall, den wir hören, deckt sich mit den Internet-Bildern, die wir vom Aufnahmeraum sehen: Es ist das legendäre, quadratmeterreiche Studio A der New Yorker Avatar Studios.

Passend zur Leiste empfiehlt sich als Verbindung hin zur Wandsteckdose das Netzkabel Nordost Frey 2. Es besitzt den passenden C19-Kupplungsstecker, ist bis 16 Ampere belastbar und punktet dank seinem Micro-Mono-Filament-Aufbau und dem versilberten Kern aus hochreinem Kupfer mit ausgezeichneten elektrischen Werten.

Passend zur Leiste empfiehlt sich als Verbindung hin zur Wandsteckdose das Netzkabel Nordost Frey 2. Es besitzt den passenden C19-Kupplungsstecker, ist bis 16 Ampere belastbar und punktet dank seinem Micro-Mono-Filament-Aufbau und dem versilberten Kern aus hochreinem Kupfer mit ausgezeichneten elektrischen Werten.

Dynamik und Durchschlagskraft

Hiromi spielt bald mit der rechten Hand das Thema, hier bemerken wir, dass die Melodie-Töne sonorer klingen, der Anschlag der Tasten besser hörbar und sogar physisch wahrnehmbar ist. Zudem erfahren wir jetzt über die Töne hinaus auch das sie erzeugende Instrument: Wir registrieren das Holz des Resonanzbodens und den schwingenden Stahl der zahlreichen mitangeregten Saiten. Jetzt erleben wir wirklich ein Klavier. Nun kommt das Schlagzeug dazu: Simon Phillips überrascht uns, weil er schlitzohrig für seinen Einsatz die Überleitung zum neuen Takt wählt, mit dem das Thema wieder beginnt. Beim zweiten Hördurchgang, nun mit der QB8, wissen wir eigentlich Bescheid – und zucken trotzdem unwillkürlich überrascht zusammen: Das Schlagzeug hat jetzt deutlich mehr Durchschlagskraft und Dynamik. Beim eröffnenden Synchron-Schlag auf Hi-Hat und Snare hat das geschlossen gespielte Doppelbecken den richtigen durchsetzungsfähigen metallisch zischenden Ton, die Rasseltrommel klingt prägnanter und markanter: Nun erkennen wir, dass Phillips eine Snare mit Holzkessel spielt.

Selbst die Unterseite ist hochqualitativ: Wo andere Hersteller kleine Klebepünktchen anbringen, schraubt Nordost unter die QB8 vier massive Gummifüße, die sicheren Stand und eine Entkopplung vom Boden bieten.

Selbst die Unterseite ist hochqualitativ: Wo andere Hersteller kleine Klebepünktchen anbringen, schraubt Nordost unter die QB8 vier massive Gummifüße, die sicheren Stand und eine Entkopplung vom Boden bieten.

Mehr Schub Tiefe und Volumen im Bass

Die Toms, die Phillips ebenfalls in seine Einleitung integriert, klangen zuvor etwas tot und platt, nun hat der Anschlag mehr Attack, und wir registrieren deutlicher das lebhafte Resonieren von Fell und Kessel, wodurch diese Trommeln eine Körperhaftigkeit bekommen. Phillips schließt sein Intro mit einem Bassdrum- und Crashbecken-Schlag auf die Eins des Takts ab – und gerade die tiefe Trommel beeindruckt uns, weil sie zuvor etwas verhalten klang, nun aber einen richtig tiefreichenden Wumms mit sattem, definiertem Punch hat. Das gesamte Schlagzeug klingt mit der QB8 plastischer, imposanter, spürbar druckvoller und damit echter – und Phillips‘ Drumming frischer und lebendiger. Das Performance-Plus erleben wir auch beim Bass: Anthony Jackson spielt einerseits abgestoppte Töne, die nun merklich mehr Schub und Tiefe haben, andererseits lässt er Töne lang stehen, die nun mehr Volumen entfalten und mächtiger Wirken – zumal Jackson auf seinem sechssaitigen Bass gerne auch ein Magen-massierendes D in der Kontraoktave spielt.

Wer Leiste und Kabel aus einer Hand haben möchte, kann für die QB8 als passende Stromleiter das Nordost Frey 2 zum Anschluss an die Wandsteckdosen und das Heimdall 2 zum Anschluss der Audio-Komponenten wählen.

Wer Leiste und Kabel aus einer Hand haben möchte, kann für die QB8 als passende Stromleiter das Nordost Frey 2 zum Anschluss an die Wandsteckdosen und das Heimdall 2 zum Anschluss der Audio-Komponenten wählen.

Schwärzerer Hintergrund

Wir wechseln nun vom Streaming zur Vinyl-Wiedergabe – und hier ist der Unterschied noch frappanter. Wir hören „Ordinary Guy“ von Jacob Dinesen, der dänische Sänger und Gitarrist wird bei dieser wunderschönen Ballade von Bass und Schlagzeug begleitet. Der Klang-Zugewinn beginnt aber schon vor dem ersten Ton der Musik: Bei sehr weit aufgedrehtem Verstärker hört man, direkt am Lautsprecher stehend, immer ein unvermeidliches Grundrauschen – doch das ist nach dem Wechsel zur QB8 nun etwas leiser. Der geringere Rauschteppich lässt den Hintergrund „schwärzer“ erscheinen und die Musik klarer hervortreten – und gerade bei der Platte gewinnt die Wiedergabe an Ruhe und Entspanntheit. So ist die Ballade ein Genuss: Beim Picking auf der Westerngitarre hören wir jeden feinen Fingeranschlag der brillanten Stahlsaiten – und mit Dinesens Gesangseinsatz kommt die Gänsehaut: Die zugleich raue und warme, an Bruce Springsteen erinnernde Stimme hat nun noch mehr Eindringlichkeit, Dinesen wirkt noch inniger und präsenter.

Klangsteigerung mit Qualitäts-Kabeln

Beim Bass erleben wir wieder das Plus an Tiefgang, Tragkraft und Konturiertheit. Das Schlagzeug profitiert ebenso von einer besseren Definiertheit: Jesper Andersen spielt mit Besen, sein Shuffle auf der Snare ist nun weniger diffus-raschelnd, sondern klar als Aufprallen der Metallborsten auf das Trommelfell heraushörbar. Auch die Background-Vocals, die den Gesang an ausgesuchten Stellen wunderbar veredeln, sind jetzt in jeder Stimme mühelos nachvollziehbar. Nun wechseln wir an der zweitwichtigsten Stromkabel-Stelle, also am „Primary Earth“-Steckplatz, an dem der Vollverstärker angeschlossen ist, die Billig-Strippe gegen ein Qualitäts-Netzkabel – und sind verblüfft: Die Auflösung ist noch feiner, die Gitarre noch crisper, Dinesens Gesang abermals intensiver und mit mehr Raumhall vernehmbar, Andersens Besenborsten noch präziser prasselnd, Jens Pilgaards Bass wiederum substantieller. Durch eine durchgängige Komponentenverkabelung mit hochwertigen Netzkabel erleben wir schließlich abermals eine Steigerung – gerade in puncto Ruhe, Transparenz und Räumlichkeit, aber auch in Bezug auf Definition, Dynamik und Sonorität bis in den Bass.

Für den Anschluss der Komponenten empfiehlt Nordost dringen eine durchgängig einheitliche Verkabelung. Hier kommt das Heimdall 2 zum Zuge, das wie das Frey 2 aus der Norse-Serie von Nordost stammt.

Für den Anschluss der Komponenten empfiehlt Nordost dringen eine durchgängig einheitliche Verkabelung. Hier kommt das Heimdall 2 zum Zuge, das wie das Frey 2 aus der Norse-Serie von Nordost stammt.

Fazit

Der Keep-it-simple-Ansatz funktioniert bestens: Nordost verzichtet bei der Netzleiste QRT QBASE QB8 MK II zugunsten der Stromoptimierung auf jegliche klangbeeinflussende Filterschaltung. Stattdessen setzt der Kabel- und Strom-Spezialist allein auf sauber-kontrollierte Masseführung, hochwertige Materialien und eine resonanzoptimierte mechanische Struktur. Mit dieser scheinbar so einfachen Lösung, deren Realisation überaus aufwändig ist, gelingen erstaunliche Verbesserungen: Die Wiedergabe punktet dank der QB8 mit mehr Ruhe, Reinheit und Klarheit, durch geringeres Rauschen spielt die Musik vor einem schwärzeren Hintergrund. Die Abbildung von Musikern und Instrumenten gewinnt an Präsenz, Plastizität und Realität, gerade Stimmen wirken inniger. Die Räumlichkeitsdarstellung ist eindrucksvoller, intensiver und immersiver. Durch mehr Präzision, Definition und Akkuratesse haben insbesondere Drums und Perkussion mehr Dynamik und Attack – und alle Instrumente agieren mit größerer Lebendigkeit und Frische. Der Sound wird insgesamt sonorer, der Bass legt an Tragkraft und Schubstärke zu. So sorgt die QRT QBASE QB8 MK II für ein verblüffendes Performance-Plus.

Test & Text: Volker Frech
Fotos: Simone Maier

Gesamtnote: Empfehlung
Preis/Leistung: angemessen
260127.Nordost-Testsiegel

Technische Daten

Modell:Nordost
QRT QBASE QB8 MK II
Produktkategorie:Netzleiste, Stromoptimierer
Preis:2.000,00 €
Garantie:2 Jahre
Ausführung:Silber (Aluminium)
Vertrieb:Audio Reference, Hamburg
Tel.: 040 / 53320359
www.audio-reference.de
Abmessungen:67 x 120 x 490 mm
Gewicht:2,5 kg
Anschlüsse:
- Eingang: 1 x IEC 60320 C20-Kaltgeräteeinbaustecker
- Ausgang: 8 x Schutzkontakt-Steckdose (CEE 7/3)
Max. Strom:16 A (Herstellerangabe)
Lieferumfang:- NordostQRT QBASE QB8 MK II
- Ersatzsicherung (16 A)
- Bedienungsanleitung (Englisch)
Optionales Zubehör:- Netzkabel Nordost Heimdall 2
- Netzkabel Nordost Frey 2
- Standfuß Nordost QBase Stand Mount
Pros und Contras:+ größere Ruhe, Reinheit und Klarheit
+ geringeres Rauschen, schwärzerer Hintergrund
+ Plus an Präzision und Stimmigkeit
+ höhere Dynamik
+ Zugewinn an Plastizität
+ intensivere Räumlichkeit
+ größerer Detailreichtum
+ feinere Auflösung
+ tragfähigerer, voluminöserer, konturierterer Bass
+ größere Vitalität und Lebendigkeit
+ Netzleiste für 8 Komponenten
+ unterbindet gegenseitige Beeinflussung der angeschlossenen Geräte
+ niedriger Ausgangswiderstand für hohe und schnelle Stromlieferfähigkeit
+ sternförmige Erdung mit zentralem Massepunkt
+ Netzanschluss per robust-belastbarem 16-Ampere-Einbaustecker
+ Überlastungsschutz der angeschlossenen Komponenten (16-Ampere-Sicherung)
+ Klemme für netzunabhängige zusätzliche Masseverbindung
+ ausgezeichnete Material- und Fertigungsqualität
+ abgeschirmte Netzleiste minimiert magnetische und elektromagnetische Feld-Einflüsse

- erfordert Netzkabel mit C19-Kupplung
Benotung:
Gesamtnote:Empfehlung
Preis/Leistung:angemessen
Getestet mit:- SACD-Player: Oppo UDP-203
- Streaming-Vorstufe: Lumin P1 mini-
- Plattenspieler: Transrotor Dark Star
- Phono-Vorverstärker: Lehmannaudio Decade
- Verstärker: Hegel H360
- Lautsprecher: Audio Physic Midex 2
- Signalkabel: Audioquest Black Beauty XLR, Audioquest Black Beauty XLR
- Lautsprecherkabel: Audioquest Rocket 88
- Netzkabel: Nordost Heimdall 2, Nordost Frey 2, Audioquest Monsoon
- Streaming-Dienst: Qubuz
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